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Bern. 2.

«a* K*»ukreich. I oberen ^mfchen Truppmtteilar mtfjmb des Krieges als Heeres-

>-'-i ./xPvsgreU de Lyon" meldet aus Paris ,die N5Ä. - J* T , g Dienstzeit im ruffifdjn Heere wird mrgerechnet.

<**'i für dee isrse n bah-rue de, die der Obersten Heeres- unterstchen, seien U«ter nach Süden verbogt worden.

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Deutsche Flieger über Pari».

Baris, 2. Juli. (WTB.) Amtlich. Um 12.48 Uhr Juchts wurde von neuem Alarm geblasen, da weitere e i n d l ich e Flugzeuge versuchten, sich dem Pariser Be- Atrk zu nähern. Unsere ^Geschütztesten eröffneten das Feuer. Die <ferteidigungsmittel traten in Tätigkeit. Der Alarm j-shlog um 2.20 Uhr. Einige Bomben fielen in der weiteren Bannmeile nieder.

Au» der russischen Republik.

Amsterdam, 2. Juli. (WTB.) Das Reutersche Bureau meldet aus Moskau: Die Volkskommissare faßten bai Beschluß zur Nationalisation der Naphtha- Jndustrie. Produktion und Verkauf von Naphtha wer­den Staatsmonopvl.

Russische Stimmung für ein Bündnis mit Deutschland.

i. Köln, 3.Juki. DieKöln. Ztg." meldet aus Stockholm: APS Nußfend ftnmnrnde Nachrichten beugen, daß in der russ.r- schcn Presse die Stimmung für ein Bündnis mit Deutschland im Gegen s a tz zur Berbandspolitik zu nehme und daß dessen kräftige Förderung und Unterstützung

deutscher Seite einen wohl vorbereiteten Boden fänden. Äkan dürfe aber deutscherseits km ne Zeit verlieren.

Die Familie des Exzaren.

Haag, 3. Juli. ,,Daily Exvreß" meldet ans StvcklwlNi,:

Fanrilie Romanow D nach KupÄmtick in der- Provinz Vjatka gebracht worden. Es ist nicht bekannt, ob sich der Exzar mich dabei befindet. ,

Der frühere Zar und da» Friedensangebot des .Kaisers.

Z ü r ich, 2. Juli. Fredferic M a s so n veröffentlicht im Gaulois" ein, seiner Auffassung nach aus autoritativer Quelle stamnrendes Dokunrent, nach dem Graf EUlen­burg, Minister des preußischen Hofes, im November 1915 mr den Baron Fe d e r i k s z , Minister am russischen Hofe, ermr'i Brief absandte und darin den Wunsch ausdrückte, der ehemalige Freundschaft zwischen den beiden Kaiserreichen müsse wieder hergestellt werden. Der Zar beauftragte S a s o - now die Antwort abzu fassen. Dieser legte eine solche am folgenden Tage dem Zaren vor. Sie lautete:Bestimmen Sic den Kaffer, daß er einen Kollektivfiiedensvorschlag an alle Alliierten Rußlands richtet." Der Zar fand die Redak­tion vollkommen, sagte aber nach kurzer Ueberlegung, daß er es vorziehe, den Brief Eulenburgs unbeantwortet zu lassen, nnd schrieb an Den Rand des Briefes:Diese Freundschaft ist tot, man spreche nicht nrehr davon."

Kercyski.

Bern. 2. Juli.Oeuvre" erfährt von der russischen Bot­schaft in Paris über das plötzlich? Apfireten Kerenskis in. Lrndmr, dieser bade Rußland infolge der drohenden .Haltung dev Bolschelmsw.i verlassen müssen. Seme abenteuer!icheFlucht dauerte mehrere 9. onate. Kerenski lebte unter falschem Namen midi lonTkte sich schließlich von einem Nturmanhafen nach England virckchisfen. « '

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Nuswcifung der Engländer «uS Finnland.

B e r l i n , 3. Juli. Der Lokalanzeiger meldet, eine hock)- Mende finnische Sette^ habe mitgeteilt, daß gestern in ßt n n land der Beschluß gefaßt werden sollte, a l l e E n g - randerausdemLandeauszuweisen.

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Der polnische Heeresgesetzentwurf.

.Warschau, 29. Juni. (WTB.) Der Entwurf des polni­schen Heeresgesetzes, der dem Staatsrate vorliegt, sieht »mch den Blättern aktiven Heeresdienst und Hilfs­dienst vor Die Dienstpflicht beginnt mit dem 18. und vldet mit

Riri fische Reserveoffizrere können nach entsprechender ergänzender Ausbildung übernommen werden.

ver 5eesteg.

Neue U-Boot-erfolge.

Berlin, 2. Juli. (Amtlich.'Im Mittelmeer ver­senkten unsere U-Boote vier Danpfer von rund 15 000

Brutto-Register. Tonnen

Der Thef des Mmiralstabs der Marine.

Ettglisrhe Beschwerde über Versenkung eine» ,^ospitalsisiffe»".

L VN r»o 1. Juli/ (WTB.) Die Admiralität teilt amtlich

Besatzung w erdin vmnißt. (9lnmertun^ des PTB. :

-fw 16. bis GO. Lebensjahre. Befreit vom Heeresdienst sind , dte p ewn.fe.cn f^pläne und Mönche, Paswreu der evangelischen , Wonfess'.onrn, sowie die Vorsitzenden der jüdischen und anderen Zkrümsgemeinden. ?lbitnrienten der Mittel scr-ulen oder solche, die rntudestens sechs Klassen mit Erfolg besuchten, können einjährig- freiwillig dienen. Der Staatsrat oder Landtag setzt das jedes Jahr einzuziehende Kontingent fest. Slus den Ue bergangsvorschriften sei erwähnt, daß der Dienst in den polnischen Legionen oder

. ... , - Wie bei allen. ähnlichen Bebauv-

n Vw? ! ^ ^»mivalitüt, dürfte es Mach in diesem Falle

mcht den eitiprechcn, daß ein ^ e n t s ch e s U-Boot

schuld ist. Wie aus spateren Nach- rm>ren. sfervargehi. hat fteurand an Bord ein U-Boot oder Torpedo

^ Ursache dös Verlustes auf eine eitglrsche Mine r-jrüch-rfüHren sefer.)

Am st er dan, s .

des

t . ..._ _ jg

ijSl beoittfen.' Das ^.'chiff^ist um 10.30

ÄI abends,der flacht vom 2<. Junr 170 Meilen von bas guftie öcrfcnft n»Ao| TieLlaüdoverv Castle^ fu^hr mit 14 ^eetnrüen Gesr^vtzrnkett. T^ Himmel war bedeck:. Twzdem so.c ne gut zu seber md in ihrem Eharakter als Hospital schiff ^ Erpöosipn des Torpedos war das erste Zeichen de. Urrwenheft elftes U-Bootes. Tie Liäfter gingen au.^ und alle werterÄBorgünye spielten sich belnahc ganz im ^/amki'ln ab. Nachdem slgcftellt wvrdcm. daß das Schiff manvvri-er- lunsamg g«vor-d.- ? uvrr,nurde der Befehl gegeben, das Schiff zu

ruE T« I.g'roäte m%Vm

schren gesprungen zu seul, als Wasser das Schiss rnnerhal- 10 Minuten, des Kapttan ftfchte elf Personell auf. Als sie noch zil einem anderen, dasstu Hilfe rief, hörvatftil'oen, wurde von dem auftauchenden. U-M Nnederholt der Beschl gegeben, daß das Boot langch efts desU-Bootes krmrmen sollte. Tor Kapitän.

fern ».Kpin nrandrurm des U-Bootes gebracht und durch den U-^loots-K'omftumdanft nach dem Namen ds Schiffes gefragt Der. KonnnMidant tagte, «tz dieLlmrdovinp " kanadische Fliegerv f f \ zr ere a! Bor d gehabt lütte. Ter Kapitän leugarete das mw erklärtes seicm sieben 'anabisch: Saintgts-. oftlzrere an Bord getvefeg Das Schiff sei von der 'kanadischen Rcgrcrung gech'rteri wvrdl.für den Tvan<pvrt von Berwnnoe- ten uno Gefangeiwn. feCuf erneute ' Feststellungen des iro ^Mandanten, daß dLlandoveri Eastlc" amcrika- sa>e 'Ofn-zrere für die Fpu befördert, »ab der Kapitän sein Ehrenwort, baü er in dg sieben Monften, seit er mit dem wchrfte fuhr, nur .'kranb rud Berwundee befördert habe. Tann wurde nn kanadischer öoiitätsosfi'ier an Bord gebracht und ^ fite nod) bfr zweite Offizier an Bord

des U-Boot^ befragt. Dient erklärte dr Zkvmmandant, das; nach der Starke derEsploftonWunitioic an Bord germscn sein müßte. £ et Offtzacc eowtfc, der Kcsel sei gesprungen und der

System rneoer ge stürz t, Auch btcfm Offizier wurde erlaubt, rn das Boot zu-ructzukchre Später oegmrn das U-Boot auf ein mdfi erkennbares Ziel züfchießen Ohne daß bisher nur der- Schatten ernes Beweises vosegt. wcd es bleibt mittcr, ob von dem Kaprtän, de,sen Be^t die erwähnten Einzelheiten ent- rtmmneu sind, ober von R4ter - bel>auptet, daß diese Schüsse den andere.! Booten gegoltrntzttn. Nach 70 Stunden Fahrt wurde das Boot des KaprtänS au' fin Mege zur irrscl>en Küste von denr TorpedobootSzerstörer Lysa-Ha gerettet

: 1. Das Schiff soll alsHospital- sctnfs deutlich erkennbar ge^en fern, doch fehlt jeder 'Bewers für diese Behauptung. 2. Wol soll der Koni Mandant des U-Bootes gewußt haben, daß kauatve Flieger an Bord >varcn^ 3 Die kanadische Regierung hat oeblich das Schiff auch für Gefangene gechartert, WM aber glei»obl innerhalt» sechs Monaten kerne beföwett habeu. 4. Die 5>ruptung, das deutsche U-Bvot habe auf die Nettun^oote ist ohuc Zweftel eine beiviesene

Unwahrheit. 5. Ter BericLes ll-Boot-KvniMandanten über die Vorgänge bei der Bersenkn muß ftbgeivrrt-et werden

sei mit dein Gehaukeugang der )Nede rift allgemeinen einverstzrnd,m. Die .Rof'e hätte aber den Fehler, daß eine EntlastungKoffemsüoö für England nicht am Platz sei; denn sie stehe mit den bekannten! Taftachen der Einsreisuugspotitik in Widerspruch. Auch bewirke die Rssd-e eine Erschlaffung des Millens. England bleibt auch derjenige Staat, der für die Verlängerung des Krieges verautivorb« Uch ist. Ter Sab .Kühlmanns über die Beendigung des Krieges Hütte in anderer, nicht mißverständlicher Farin ausgesprochen werden müssen. Der Sa'^ über Oie mögliche Kriegsdmlcr stand auch in einem unglückseligen Zusammenhang. Die stdede ist, wie ich Au sagen wage, rin Einverständnis mit dem Reichskanzler und per Obersten Hceresverivaltung gehalten. Mer sie haben nicht die unge-, schickte Form gewollt. Das Hoffen auf ein . Echo in England ist vergebens. Die Wirkung auf das deutsche Volk ist auch nicht die­jenige, die Kühlmanu gewollt Hat."

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München, 2. Juli. (WTB.) Auf das Hüldigamgstel'-gra.mm von der- In bil änmsfeier der P en s i o n s a n st al t beuM scher Journ allsten und Schriftsteller au den Kaiser traf aus dem Großen Hauptquartier folgende Antwort ein:

Se. Majestät der Kaiser und König lassen den Teilnehmern an der 25. Jubiläumsfeier der Peirsionsanstatt deutscher Journa- lrfteu und Schriftsteller für den Huldigungsgruß vielmals danken und der Penjionsaustalt weiteres scgeusrriches Wirken wünschen.. Se. Mai'slät gedenken gerne der verdienstvollen Mtarbeit des deut­schen Schrifttums an der Erhaltung und Kräftigung des uner- schütterlichen Siegeswillens und des zuvers!ckftlick)e!r Glaub^nsl an den glücklichen ^ttrsgang unserer 'gerechten Saü)e im Kampfe für Leben und Frül-eit der- deutschen Vaterlandes.

Auf Mlerhöchstrn Befehl: 0>eh. Kebiuettsrat v. Berg.

Berlin, 2. Juli. (WTB.! Inder Sitztmg des Bundes- lrats wurden der Entivurs eines (fesches, bete, die Aenderrmg des Gesetzes über den dtbsatz von .re a l i s e i f e u und der Entwurf einer Wsevordnnng über die K a r t a f f e l v e r f v r g!u n g augenonemen.

^ Berlin, 2. Juli. (WTB.) Ter Staatssekretär des Reichs- Zolonialmnts Tr. Sols ist nach Berlin zurüekgekehrt und hat Lue AnlltSgffch:ftte übenumrnl'en. Tie Frage der Fürsorge für oie von unseo«m Jeiaden iinnrer noch sestgehattmien Kottmialdeütscl-en, die einen der HaupL^lfenstände der Verl-midlungen mit den Eng- länder'.i un Haag bEtt, wird die Tättgkeft des Staatssekretärs ganz besonders m Anspruch nehmen.

Ans yessee?»

Die TErungsbeihilftis ffir die Beamten.

1 ^ arm ft a v t, 2. Juli. Heute vormittag fanden Frak­tion s b e s p r e chu n g e n statt, worauf an: Rachlmittag^ im .F i --- nanzausfchnß eine einitiinmige Beschlußfassung üoer die K ri e gs Leu erungs beih i l sen erzielt wurde. Es wurde eiru V e r st ändignng mit der Negierung getrrftfen, nack^ der die Regiermtgs'oiorlage in zwei Punkten abgeäirdert wördt aac KiUderzuläge n iverden von 200 aus 250 Mark festgesetzt fae Beamten, die int Militärdienste stehen, erhalten', fo.l.s }ic unverheiratet sind, das in der Regierungsvorlage vor--, gcjet-ene Viertel der Zulagen, den Verheiraceten dagegen wird. statt dein Viettel die Hälfte der Zulagen beimlligt.

. .Ta sich mmmel-r alle in Frage kommenden Faktoren in zustimmendem ^rrnne geäußert haben, ist die glatte .Annahrne der fh t>ffiernnftsvorlage mit den beiden Verbesserungen in beiden Kam- meril^genchut. ^.ie 2. Kanmcer beginnt ihre Sitzungen am näck>- sten Dienstag, den 9. Juli, die X. Kammer tritt am Donnerstag, den 11. Juli zustanMen .

^Er Mahlprilsungsausschuß hat in einer kurzen Sitzung die 7 Ersatzwahlen ^utgeheißen. Rivrgen vvnnittag 9 Uhr fmLet erne Sitzung des Kriegsausschufses statt.

Ili'L em Uerche.

Ab«. KopsttzÄt die R<de Küh?manns.

Eiw: Absage an Kichlnn erteilte der fortschrittliche ReichK- lagsabgevrduete Kopsch iDresden in einer Versammlung der Fortschrittlichen VrKMparteiachsens. Er erklärte, , seine Fraktion

Petersburger Strahenbilder.

Petersburg ist wett entfernt, der Segnungen des Friedens teil- vafeig m werden: noch iirunei: herrscht in der russischen Hauptstadt das wllveste Dnrchernander. Erschreckende Beispiele dafür enthätt «r Brief eines ^Schweden an einen Swckholnier Freund, denNya Mehanda" Mitteilen kann. Der Brief ist ganz neu; er ist b* 3&nri geschrieben. Der Schwede beginnt mit der berichigenden bdß er noch arm Leben sei, und fährt darrn fort, jn t&rtlidKr Oeben^gere-br habe er lüsher noch nicht gescknoebt; sobald tt XKm Männern der stöNan (darde aus der Straße angel-a ttcn i verde, D^e er seinen Paß vor, und daraufhin ließen ihn dieseSoldaten" ital Wleges ziehen, nicht etwa, weil sie den Paß lesen körmpen, f/fiwetn weil sie glaubten, es werde schon alles in Orcdnung sein, -iSvnür aber^ wird ein Menschenleben in Petersburg nicht eben hoch rrttfcrtrt Ein Pftrd ist wertvolLer, denn wenn es tot ist, kann mau We^en, ein rotm- Mmsch.aber ist zu nichts gut, als in den nächsten Krnal gewori-m zu norden. Wie wenig ecn Menschenleben gilt, d.ckkcr hat der Sckmrede oft Be,vei,'e sammeln können. So sah er ^unal, gl- das Eis der Newa bereits schwach und brüchig war, krL? eme-alte Frau d«rrin einbrach und ertrank. Es war unmfttel^- «rr vor seinem Haufe. Viele Menschen st-andm am User und sahen W. <&n nicht enter rührte die Hand, um ihr zu Helsen. Ein ander- rnm ^ah er > :nen^Maun in der Newa versinken. (Ein paar Männer, pte ÄDobc mit Stangen und Aexten au' de:n Eise arbeiteten, eilten tfra&, aber als ,'fe in die Näh.' der gefährlichen Stelle gekominen MEwen, bbebea fee stehen, rauchten richig ihre Zigaretten. weiter «ervm den Mrnn ertrinken, ohne sich weiter um ihn zu küm- pivxi M Öl ' " .... ...

festige tyi mc.i %&(& man tzeichuet sich

ßfeptldere daran beteiligt iind.^ Sie liegt in Händen eines ^stonr- r m ^ c ^evne Hand auf Bürger und Begüterte

leÄ, bct ven«m Butter, Mehl und sonstige Lebensmittel zu finden P T^e tmrmdym Verbrecher haben es fieiäch auch nicht gut: mit Urnen macht man in Wahrheit kurzen Prozeß; sie werden kurzer- v ra ^ 1)ur ^ d«s Volk hinqerichtet. Zwei (oidye Fälle )otr ^cfesba^.'it hat der Schwede miterlebt. Einmal iah

et muo-ii femer Wohnung «m Knnal einen Volksauslauf. Ein Mensch lqa im Wasser und schrie, und auf der Brücke stand eirt E^ldat und schoß nach ihm. Ein Kunstschühe war dieser Soldat der Noten t^arde gerade nicht, denn na.hdem er fünf Schüsse stifte, ertrank sein Ziel unget.offen. Der Ertrunkene war eher von drei uneben, die men in einer fremden Wohnung er- tMtze. zwo- w»*en entkommen, den dritten hatte dir Bol^- meaot eMniffen jufe m den Nanal fleuwrfen; der zufällig daher- ßkMmr-nd« Soldat hatte sich dann erboten, ihn durch Erschießen, bhmtw&un Da- cmbeit Mal ßch der Schwede, nne zwei Diebe f* EBW« chckm, erwffcht nnabm ©fe rtwtben auf 6te Lttaße a*

Aus bm yauptausjchutz des Reichstags.

Berlin, 2. Juli. Der vom Hauptausschuß des Reichstages eingesetzte Unterausschuß zur Vorberatung der Heeres- und Mariniebeanltcu- sofvie der Arbeitenragen nabnt iRmte einfttmmig eine Entschließung aus eine durchgreifende kugamsche Reform der Heeres- und Marincverwal - t u n g mit Tnrchsührung nach Fri^>ensschluß an. Weiter nahnr der Hauptausschuß den gestern zurüagefteNtm Artikel 8 (Geldumsätze» des R e i ch s st e m p el a e s c tze s mit einem Urrtevausschußantrag! >an, nach dcflit nur die Hälfte der Steuer zu entrichten ist von eur^ getragenen Erwerbs- und nüttsäMftlickstm Genossenschaften oder Uifternehinungen genosscnschastlichen Charakters, die als den Ge- no,semchütrn gleichstehend att-erkrnmt werden, fenveit der ck^schafts- detrieb nicht über den Kreis ihrer Mtglieder hinaarsgeht, fernxr von öisentlichen Sparkassen und in Einzelsällen von nichtöfferrt- lickfen Sparkassen. Befreit sind die Reick^imnk und die Staatsbank ftdr dst stViben-Zinsen, die sie für die ihnen überlassenen Reichs-- oder Staatsgeldcr berechnen und Haben-ZLklsen, die von ihnen nach ß 76 Ms. 1 mrmeldepflickckigen UnternehmLu eines anderen der- arttgen Unternehmens bcrechtuft werden.

In der zweiten Losmig des Urnsa tzstetrergesetzes wurde der Zentrumsantrag, der die Bekämpsimg der Konzenlratioit be­zweckt, ials § 6a scher die Besteuerrmg von Unternehmungen, die als Zusamnrensassung mehrerer Entzeluntentehmimgen ersck-emen, ttotz Erklärungen des Reichsschatzsekretärs Grafen v. Roedern und

am Wjrc iahen auch in diesem Falle ruhig zu; oeuzigten sich das war alles.

Petersburg jetzt unter Rechtspflege versteht, >aaurch .us. daß weder Rechtskundige noch sonst

schleppt und inS Wasser gevsten; damr wurde der nächste Soldat gel-olt, um sie zu erschießeiBei einem gelamg dies, der andere schrie, er nwkle ferne Helfeielfer nennen, ttxmn man ihn leben ließe; darauf ivltrde er iver aus dem Wasser geigen. Bei diesem Geri chtSversahrrn kmt es oft vor, daß UnschiUdige hingerich:et werden. Be-<lSweise iermißte eines stTagos eine alte Frau in d> Straßenbahn ihren Geldbeutel. Irgendeiner ihrer Mitfienden, so dachte sie, müffe ihn gestohlen haben; ein ihchcäg gegenüber sitzender Mann er­schieß ihr besonders verdäck, er tenrprtete die Tat, daraus hielt der Straßenbahnwagen an,um holte einen Soldaten und der Unglückliche wurde sofort esoffen! .Kunz darauf fand die Frau ihr Geld wieder, imb zwar sich. Sie zeigte es und mm machte man chr den Prozeß, d. l rmm ließ pcn Wagen halten imd sie fygleuhl erschicHm !

Wie es ftmfl- um die östlich: Sicherhett bestellt ist, inag an dem Beispiele der FenerwÄgezeiat werden. Der Schvedc wurde Zeuge, wie ein Brand in ent Zefinngslmiife ansbrach Mehrere Spritzen, mit mächtigen stdcnr bespannt nnd mtt brennenden Fackeln besteckt, waren in kurzer Zeit zur Stelle ebenso viele Männer. daß der Brand lstitte ge­löscht werden können. A die Spritzen blieben stehen

dre Fenerwehrleute rühn sich nicht, lmd auch die

angesammelte Vteitschenmentat nichts zur Löschung des Brandes. Ter Schwede wantete eine le Stunde, das Haus bratmtc ruhig weiter, an die hunderte Femeh-rlente sahen zu? Wie es um bie' Hüter der Ordnung, die ,stdaten", besckfaffen sein muß, kann man sich hnmnach denken, m Mannszucht ist bei derRoten> Armee" ificht die Rede. Tikoldsten gel)en gekleidet wie es ihnen paßt; sie gehen durcheincrn!. wie es ihnen gerade einfältt, und der Schlvede hat mehr als eial gesehen, wie sogenannte Soldaten ans dem Wege zur Uebung adem Marsfelde oder bei Pattoiiillcn gangen wild durcheimmder hinzogeu, immer auf dem Fußwege, stets eine Zigarette im Rtamund oft eine Frauenspersou am ?lrm.

»

Die Frauzoseals Kunstzerstörer. Professor Tr. Ernst Stemmann bechgt sich seit einiger Zeit mit Forschun­gen zur Geichchte per .Tt-erstörmigen durck> die Frauz-ften Was sie zur napole»nisch.teft am Aachener Münster gesündigt, wie sie in den Twen bn Rlutivn die ehrwürdigen Königsgräber zu St. Denis geschändet ha darüber 0<rt er bereits fiülfer fefe fsertvolle, urkundlich znvessig gestützte Studien geliefert, und ihnen reiht sich mm die ,f minder ivertvolle Mbeit an, die er im neuesten Hefte.der Minkharöt und Biermann in Leipzig erscheinendenMcac»lsiMir .ibunstzwissenschlaft" über die Zer­störung der Grabdemäler der Päpste zur Atzig. noil veröffentlicht. Auckfer sie brach bx Vandalismus in jenem Schreckansjlchoe 175.omn, beut glefttMls die Grabstätten tm foet&bße ton Lothrmq^d Wrg-ych, im PvovM« und der,

Champagne und aller weltlichen und geistlichen Herren Franko v'ichs zum Opfer sielen. Papstdenkmäler besaß Frankreick; cm verschiedenen Stellen, in Avignon und Marseille, in Uzeste und La , Caise-Dieu, fei Cluny und Mlleneuve. Sie alle ereilte das gleulL Schicksal: geschändet und zerstört! Und diese Bernichttmg der alten feferpstgrabmäler ist mir so bellcuMrswerter, als die P.ipste der französischen Zeit, die Benedikt XII., Johann XXII., Jmu>- zenz VI., Clemens VI., Urban V., GrabmZfer von ersten Künstlern Frankreichs in einer Pracht und Schönheft erhalten haben, von der man sich I>eute ftrcmlöglich noch eine VvrsteMmg nvacben kann. A« einem einziger! Grabmale nxtrm bis zu 60 Marmvrstatueir wl- gebracht, und Stviwmann meirrt, daß der Typus des mittelaller- lick-en Papstdenkmals überhaupt in Frankreich geschafferc worden ist L.er größte aller Vettuste ist Wohl der des Grabdenkmals bfS prachtliebenden Clemens VI. aus dem GesckLsclste der Grafen Baarr-- fanrt gernesen. Ties ganze Geschlsckft gab hier dem vornefenen Sprößling der alten Familie das Goabgelefte. In den Marmor gestalten warm die holten geistlichen und wettlich«ac Würderittchn''-' aus dem Hause Beauftrnrt crn ^en Wänden des Freigmbes dm - gestellt ein almjl»cl)?s Dmknial ist aus der Papstgeick^icküe nicht nachzuweisen. Das ist mm alles dahin; Beil wud Hacke haben uw

Werk -- --

Päpste

uiib ki'instler ischien Herrlichkeit nichts . . T

der Zerstürrmg pber l-at die neueste Zett kLN fast noch Ictzlimmeren - der ,,W iedprhe rste l lung" hinzugefügt. Was dfe F-ran- rosen, die sich als das führende Volk des guten Geschmacks an­preisen, aus diesem Gsbiete gesündigt haben, das ifrerfentfe m übers>airpt alle Begriffe: iväre Aebnlich.'s, selbst vfec Bestieide,iere» in Deutschland geßbeheu. die Welt wäre rwh! voll Geschrei über div deutsche Gescbmackl.'smfeit. Sieben Ätillionen Framcs liaben die Franzose^! aufgenmndt, um St. Dems so crründlich zu veruuftatteii, daß die d.'rtigeu Keiuver nackMi>cklich Einspruch erl^b«! nmßden. Und nun Grollte das neue Framfe-eich auch seine Papsßdenkmäler wieder l-abei', und wie m«i m Si. Denis .aus allei<ei zu^ saimnen getragenen Bruchstücken-nigsgrabmüler , ümederberge- stellt" lxit. so man in Aiftgnon kurzerhand die Grab-- slatue eines Bischofs auf den Sarkophag JvhamuH XXII. gelegt lund eine moderne Statue Beniedikts XII. ift das gotische Grabmal eines Kiardmals gebettet. Dies-6 Dinge sind für die Cfes-chulste des Verhältnisses der europäischen Räenfttzhüt zu .Kultur mrd. Kunstwerken. .werttoll mrd ^nerttoürdig: und lvem eS in diesen Dingen um^die. Wolftl-eit gcht der hat-gerade fetzt attm Lbüaß^ sich die von Stein manu feshqesfel.ttm Tatsachen lebendig zu vergegrn- tvürtigen. r>Noeilert, wenn ma die längst in völlige Oedigkeil wts- -ioarteten ftanzösischeu gegen den angebliche,! dimtsä^en

tvan-dal isn»w liest, lvird man an den .Kmsf jenes Oiaunm:- rrmnett, der, um den Verdacht des Diebstahls von sich abzu- le,ften, aus Leibeskrüslau schreit:galtet den. Dstb!"