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Erstes Blatt
j68. Jahrgang
Vsmwrlag. 20. Juni $$
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MTB.) Arotze'S Hauptquartier. 19. Juni. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht.
Rege ErkmKungstLtiykcit der Infanterie. Trilangriffe des Feindes am Nieppe-Walde und nordöstlich von Bechunc
wurden abgewiesen. Der Artillerickampf lebte nur in wenigen Abschnitte:! auf.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Südwestlich von Dommirrs scheiterte am frühen Morgen der Angriff französisckrer Regimenter im Nordostteile desWaldes von Dilsers-Cotterets. Am Tage mehrfach wiederholter Ansturm drückte unsere östlich von Montgobent vor- «ringendrn Linien etwas in das Innere des Waldes zurück. Im CliPwu-Abschnitt nordwestlich von CUteau-Thirrry stießen mehrere feindliche Kompagnien zum Angriff vor. Sie wurden von unseren Vorposten) abgewiesen.
ArtiUerk und Mik^enwcrfer belegten mit starken Feuor- üb erfüllen die feindlichen Anlagen bei Reims. Nachstotz ende Infanterieabteilungen brachten etwa 50 Gefangene ein.
Gestern wurden 23 feindliche Flugzeuge mW 3 Fesselballone abgeschossen. Hauptmann Berthold «errang seinen 35., Lentnant Veltjcns seinen 22. Luftsieg.
Der Erste Generalguartrermeister
Ludcndorff.
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Der Uheadbericht.
Berlin 19. Frmi. abends. (WTB.
8dm «des KaWpffrvnten nichts Neves.
Mr bewundern wieder ermnal die englische Schwatzkunst. Die Londoner Berichterstattung über die deutsche I Offensive nu Westen war wenigstens so ehrlich, zuzugeben, daß die Lage für England crußerorLenllich ernst sei, so kritisch wie in keiner anderen Zeit des Krieges. Diese Feststellung mußten die englischen Minister natürlich in ihr Programm müaufnehrnen. Aber wir stehen bewundernd und ! erheitert vor der Art, wie ihr Atem weiterhin aus dem ! Schwarz der Enttäuschung ein Rosarot der Hoffnung, ja so- . gar der Befriedigung, macht. Die Kunst hat sich schon öfter ! bewährt: so wurde bekanntlich die bittere englische Niederlage cm den Dardanellen schließlich als ein Sieg Englands in die Welt posaunt, und die Seeschlacht am Skagerak wurde zu einem Ruhmesblatt der englischen Marine ausgeprägt. So mündet nun auch die von so vielen Engländern bereits ob der Niederlagen in Flandern unb Frankreich vergossene Tränen flut in das Meer des Triumphes ein. BonarLaw hat in dieser Beziehung, als er gestern vor dem Nnterhause in einer langen Rede über die militärische Lage das neue Budget empfahl, seinen Herrn und Meister Lloyd George » rwch bei weitem übertrvffen. Man würdige den Auszug aus der Rede, den wir nachstehend wicdergeben! Da wird die Wahrheit mit einem affektierten und koketten Sonntagsputz ausgestattet, wie eine mäßige weibliche Schönheit durch ein System von Toilettemitteln sich jederzeit zu Helsen lveiß. Das ist englischer Geschmack, ein Teil jener englisch-amerikanischen Weltanschauung, von der unser Kaiser jüngst sprach. Natürlich wird das Scheitern der österreichisch-ungarischen Offensive wirkungsvoll an die Spitze der Betrachtungen gestellt! Als ob damit etwas erreicht wäre, wenn man dem Gegner größere Ziele unterstellt, als er selbst im Auge hat! Der Ansturm gegen die italienische Front zeigt der Welt doch allenfalls, daß zwar der Russe aus dem Weltkrieg ausgeschaltet ist, daß aber der Bundesgenosse Deutschlands an der Donau noch kräftig mitrechnet, den einen Arm der Entente niederhaltend, während Hindeuburg ihre Hauptsitzgegend in Behandlung geiwmmen hat. Bonar Law ließ sich auch über die Offensive im Westen aus. Mit blühenden Redensarten wies er nach, daß die Deutschen zwar viel, aber rcicht alles erreicht fyätten. Daß Hindenburg noch nicht gleich altes erreickK hat, daß unsere Truppen :voch nachts Paris, Calais und Mttckirch-en genommen haben, ist sein höchster Triunrph. Lassen wir ihm den Spaß! Wir wissen ja: Lloyd George war so vorsichtig, anzukünden, daß selbst wenn auf dem Schauplatz zu Lande für England alles verloren sei, der Krieg dennoch zum Siege der' Entente fühverr werde. Und wenn auch davon nicht mehr die -Rede sein kann, wenn Groffbritannien ernst die jetzt noch so vollen Segel zu entern großen Teil bescheiden streichen muß, dann wird die Londoner SchwcrtzÄmst auf neue Llus- kunftsmittel verfallen und sie wird uns, wie Hamlet, der diese englische Kunst ja auch schon zur Genüge kannte und durchschaute, sagen würde, weiterhin „mit Silben wtschlagen". Die englische Mauer der wohlgefallb-
gm Selbstbespiegelung ist unübenvindlich und nicht so leicht zu fällen, wie die englische Soh-
datenfront. Wir müssen uns damit begnügen, wenn wir die Realitäten für uns haben. Das ganz,? englische Krieg3- yebahren hat uns immer wieder an das alte deutsche V ?ü erinnert: Hochmut kommt vor dem Fall.
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 19. Juni. (WTB.) Amtlich wird verlautbart:
Der Südflügel der Heeresgruppe des Feldmarschalls von Boroevic erkänrpfte in stetem Vordringen neue Vorteile. Der Kanal Fosetta wurde an einigen Punkten überschritten. Der Italiener sitzt alles daran, unser Vordringen zu hemmen. Auf engen Räumen werden Gefangene zahlreicher zusammcngcwürftlter Verbände ein-, gebracht. Heftige Fktndangriffe, die namentlich beiderseits der Bahn Oderzo Treviso mit großer Zähigkeit gefirhrt wurden, brachlM unter sck-weren Verlusten teils in unserem Feuer, teils im NahLampf zusammen.
Die Divisionen des Generalobersten Erzherzog Josef durchstießen bei Sv Villa am Südsuße dcs Morr- tetto mehrereitalie Nische Linien. Die Zahl der Gefangener: erhöht sich.
An der Gebirgsfront waren dir von uns am 15. Juni genommenen Stellungen zwischen Piave und Brenta und südöstlich von AsiaM abermals das Ziel erbitterter Anstürme. Der Feind vermc-chie trotz großer Ovftr nirgends Vorteile zu errevlren. Auch ans dnn Dos so Alto stießen die Italiener imnrer wieder vergebens vor; an der Tiroler Westfront harte Käulpfe. *
Der Chef des Generalstabes.
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Die Kämpfe im westen.
Berlin, 19. Jnni. (WTB.) Ter Vahichof St. Nicolas und die Bahnanlagerr von Amiens wurden auch am 18. Juni mit schwi'erstem Flachfeuer bekämpft. Ter Feind, der cm den verschiedensten Stellen der Front, in Flandern, beiderseits der Somme, zwischen 9toyon und Chatecnc-Thierry fast tä^ich mit stärkeren Kräften T e t l a na risse unternimmt, steigert dauernd die ungeheuren blutigen Berluste, die hie Entente seit dem 21. Marz an der Westfrmtt erlitten l)at. Er griff nach starkem Arttstlerieseuer^ ßn den frühen TliorgenstuTiden und in den späten VormittaaL- slfmdeu deS 1& Juni südwestlich Dommiers mit frischen Kräften nitter Ernst, ^ zahl'cricher TanK wasern Linie» an. Im Nahkampfe und rm Gegenstoß wurde cc abgeschlagen. Biele Danks blieben vor unseren Linien Erschossen liegen. Ter käp^lichie Erfolg dieser ohne Rücksicht auf Menschenverlirslre duvchgeftchrtent Anstt^mpmg war lediglich die Zurücknahme einer vorsmingeudeit Linie ösfticy von TdmttMbenL irr das J?v«we deck WaÜxs.
Beschießung von Vleim».
Genf, 20. Fmri Laut Pariser Svndenueldung sind die südösÄich Reimser Forts andauencd dem schwersten deutschen Geschützseuer ausgesetzt. Bom Fort Poinpelle sind nur noch Trünr» m er vorhanden.
Die österreichisch-ungarische Offensive.
Bern, 19. Juni. (WTB.) Zu dem österreichischen Vorstoß schreibt Oberst Egli in den „BaÄer Nachrichten": ES ist natürlich ^ausgeschlossen, daß an der ganzen Front von mehr als 150 Kilometer Breite eine gleichmäßig starke Offensive angesetzt worden ist. Schon aus den ersten Telegrammen läßt sich erkennen, daß sich der Druck haupffächlich gegen einz-Äne Stellen richtet. Aber auch da kann jetzt noch nicht festgestellt werden, nw es sich um den Hauptstoß und wo nur um einen Scheinangriff handelt, der die italienischen Reserven anziehen und festhalten soll. Die Lage an der italienffchcn Fvoirt war in letzter Zeit so gespannt, daß die österreichisch-ungarische HecncLicilung von vornherein auf eine Ueberraschung verzichten mußte. Daraus ergab sich die Notwendigk-eft eines Angriffs auf der ganzen Front. Nach den Erfolgen des ersten Schlachttages scheint es nicht ausgeschlossen, daß die österreichisch-ungarffche Heeresleittmg ihre Hauptkraste in der italienischen Ebene eing^etzt hat, zumal sie von vornherein sicher annehmen koimte. daß Diäz vor allen: suchen werde, im Grappagebiet imb aus der Hochfläche der Sieben-Gemeürden starüi- zuhalter:, um die Auftvllung der Piavesroitt zu verhindern."
Italienischer Bericht
Bom 18. Juni.
Die Heftigkeit der Schlacht an der Gebirgssvont hat sich gestern an der P i a v e gestetgert. Tie dritte Armee hielt der nrächtigen An- siwengclng des Feindes mtt gavohnder Tafterkeit stwü). Gegenüber M>asevcrda und Candal wurden iviederhotte Versuche, einer: neuen Durchbruch auf dem rechten Flußufer zu erzwingen, blutig abge- wkesen. Von Fossalta bis Eapo Sile ging der Kampf uunrtter- brochen erbittert weiter. Furchtbare Angriffedes Feindes rvechselten mit unseven Gegenangriffen ab. Anfänge gewaltiger Borstöße wurden durch unfern Widerstand gcbvochm und durch lnsere Gegenberwsgung ach gel-alten. Ter Kampf eirdete erst spat :Dachts. Die tapferen Truppe:: unseres Heeres wurde:: hart auf die Pvobe gestellt, aber der Gegner konnte die Ar:sdehmvrg des Streifens, in dem 'der Kampf seit vier Tagen Wüter, nicht vergaüf^rn. 1550 Gcs>cmgene blieben in ucherei: Härrden. 2l!iff dem nürdlichen Rande drS Mvntelkv verstärkten wir unsere Stellungen am Flusse bis Cara Serana. Am Nachmittag trieb der Feilst» an der vorspringenden Nor'decÜe des Monte Sferro zwei Angriffe in der Richtung nach Südwesten und Südosten vor. Ter erste nnrrde östlich der Höhe 273 rvordösttich von Giaveva gl^rtt crufgehalten, der zneite wurde alsbaL» südlich der Balasine bei St. —St.
Andrea auf gefangen. In der Grappagegend wesen nur feindliche Deilarrgriffe zarrück und stchrten erfolgreich? Handstreiche Mrs. Wir haben etwa 100 Gefangene gemacht. Jvr Brentatale und östlich des Fre»:zela-Totes werden feindliche Borstöße schnell cmsgehalten. Am Ostra:ü»e der HackLläche von Asiago erttrissen imsere Tnip- Pen dem Feinde den Pizo Reagtza rmd die Höben südöstlich Saffo, irwbei sie r:md 300 Gefangene macksten. Unsere Abbeilrnrgerl und^ ftanzösische Truppntteile griffen kräftig an und eroberten den Hügel Eosta Lunga, wo sie eirnge Gesangerre machten. Zahlreick-e andere Gefangene mrrtxm weiter nächtlich durch englische Truppm g-s- n;«mrf)rr. Tie Hr.ltimg her italienischen und.der verbündeten Tncpg>en in der Schlacht ist bewmderimgswürdig. Vom Stilfser Joch bis zum Meere hatte jeder begriff«:, daß der Feind auf kein«: Fall durchkommen durfte, und jeder unserer tapsev«: Verteidiger des Grappa fühlte, daß jedes Sandkorn des bistorischen Berges den:
Vaterlande heilig ist lAnmerkuny der Redattftm: Diese EeQ-e Berichterstattung freitt sich darüber, daß die österveichischamgarffchen Truppen noch keinen so entscheidenden Durchstoß ecreiclst haben wie die deittichm Tntppen im Westen. Das war aber ja auch nicht die Mscht der öslerreüt>csch-ungarischen Heeveslettung.)
Englands KriegSanSgaben.
London, 19. Juni. (WTB.) Reutermeldung. BonarLaw brachte im Unterhanse eine Vorlage über einen Kredit vs« 5 00M,illionenPfundSterlingein imd erinnrntte daran, daß am 7. März ein Kredit von 600 Millionen Pfund. Sterling bttvilligt wordei: sei. Tie Uebersicht über die Ausgaben für 69 Tags bis zum 8. Jurn zeige, daß die veranschlagten Ausgaben für diesenl Zeitabschnitt 482 Millionen Pfund betra^n, währwü) die tatsLq^ llchcn A::Sgaben auf 472 500 000 Pfund kämen, also um 9 Mi llio- nen Pfmü» hinter der Schätzung zurückgeblieben sirch. Tie tägkichevi Ausgaben seien auf 6 986 000 Pfund geschätzt gewesen. Tatsächlich betrügen sie 6 848 000 Pfund, also 139000 Pfund weniger. Obwohl man nicht immer mit solck>en Ersparnissen rechnen könne, sei der Voranschlag einigermaßen kennzeichnend für die allgernernÄ Lage. Große Abweickiungen seien kaum wahrscheinlich, da die Er- zeirgung ft: Englarch den möglichen Höhepunkt nahezu erreicht habe. Eine große Steigerung sei kaum möglich. Für 69 Tage betrage) der Unterschied zwischen den tatsächlichen Ausgaben und dem Voranschlag für Hmr, Flotte, Munitionswesen und Flugdicng
15 200 000 Pfund, wovon 13 200 000 Pfund aus Rechnmg der Admiralität fallen. 10 Millionen Pfund dieser Ersparnis entsiekent auf die Ausgaben für Handelsschiffe. Im Munitionswesen betrage der Uitterschied 6 Millionen. Tie Ausgaben für der: Flucstverrstj blieben zeitweise auch hinter dein Voranschlag zurück. Bei^ d«z dlusgaben für das Heer sei der Vormrschlag um 9 Millionen übev- schritte:: morde::, 6 Millionen infolge der Erhöhung der Heeres- stärke. Tie Darlehen an die Alliierten und Dominions blieüenj hinter den: Voranschlag für den errvähnten Zeitraum um
16 160 000 Pfund zurück. Tie Gesamffchüld der Alliierten bettaae 1 370 Millionen und die der Tomin:ons 206 Millionen Pprno. Bonar Law gab dann einen Ueberblick über die allgemeine Lage.
London, 18. Juni. (WTB.) Das Unterhaus hch den Krctdit von 500 Millionen Pfund Sterling einstimmig «fr genommen.
Bona: Law ßdrr die mMLrischr Lage.
Haag, 1.9. Juni. In seiner Rede zur Begründung des neuen! Kredits gab Bonlar Law im Unterhause einen Ueberblick,übei! die militarffche Lage. Er meint, daß die Initiative für die östn> reickKsche Offensive aus Berlin gekommen sei. Nach drei Tagei< habe der Jcrrü» seine Ziele nicht erreicht, die er sich für den e rstes Tag schon vvrgenommen habe. Im ganzen Kriege sei noch ked^ Offerffive, die in so großem Maßstab unternomme:: morden sei, von so geringem Erfolge begleitet getvesen. Dann ging Bonar Law aus die O s ßen sive in Frankreich ein. Ter große Angriff habe am 21. März, ungefähr 14 Tage, nachdem die letzte großej Kreditvorlage im Unterhause vorgelegt morden sei, begonnen. Der Angriff habe ein Maß des Erfolges gehabt, das fast jedermann die allergrößte Sorge eingefliößt habe. So seien drei Vionate veo« gangen, und tootzden: die Schlacht sortdairere, könne man mit gewissen Vertrauen aus das Vorgefallene zurückblicken. ,^zm ganzvch Feldzug," so fuhr Bonar Law fort, „haben die Deutschen drev große strategische Möglichkeiten vor Llugen gehccht, von denen zwei territorialer Art waren, und zwar Paris urü> die Kanalhä:^:. Das dritte Ziel war nicht aller:: eine Niederlage, so:ü)ern das Zerreißenj der Verbindrnrg zwischen den: britischen rmd dem französischen Heer. So sind drcr Monate hingegangen, :cnd die Alliierten haben zrvar Gelände aufgeben müssen, viel Gelände, aber noch stets kann darf Wahrheit elttsprechend gesagt werden, daß noch keines dieser drejj Ziele ft: dem große:: Kamps erreicht w:rde. Jetzt zeigen sich m_baß deutschen Presse deutliche Anzeichen dafttt, daß die Deutschen über den erreichten Erfolg errttäuscht sind, möge er auch noch so größt gewesen sein. Wenn wir vor drei Monaten gewußt hätten, wie linsere Lage jetzt ist, so hätten wir urrs sicher bedeutend weniges Sorgen gemacht.
Diese Angriffe waren die mörderischsten und gefährlichsten im ganzen Kriege imb sie hatten wichttge Folgen. Eine dieser Folgen war die Einheit der Heeresleitung. Jeder, der dem Kampfe folgt, wird einsehen, daß die Ergebnisse die Berechnung dieser Aenderung erwiesen haben. Zweifelsohne war es ein Unterteil des deuffchen Planes fttr den ganzen Feldzug, die Reserven! der Alliierten zu erschöpfen, bevor Berstärftmgen aus den Vereinigten Staaten ankamen. Es ist ihrmn dies nicht gelungen. Ich würde dem Hause gerne, meirn es möglich loäre, Mitteilen, wie groß die Zahl der Truppen ist, die seit dem 21. März aus Amerika zur Verstärkung rmserer Streitkräfte angc- kommen sind. Tie Zahl ist groß, aber die Haupt quelle unseres Reserven liegt noch immer in Amerika. Bonar Law lobt barat bfe Taten der Flieger imb bespricht den Tau chbootkriep. Die Bedrohung bestehe z»ocrr noch, und wahrscheinlich werde sie dem Lande auch Erttbehrirngan arfferleacn, aber im Monat April habe zum ersterunal der Bau von Schiffer: die Vernichtung von Schiffen übertrvffen. ES sei also rrach menschlichem Ermessen feilte Aussicht dafür vorhanden, daß England ausgehungert werde, Bonar Lmv rühmt dann cnfts äußerste die Tapftmöni der hrrn- zösischen Soldaten :rnd den Geist, der- das fvarrzösisäZe Volk beseele, und fährt dann fort: Das Resultat bleibt natürlich immer noch ungewiß, aber jene Leute, die am beste:: .im Stande sind, ein Urteil abzugebeir, sehen der Ankunft mit Ruche antgegen. In den nacktsten Monaten wird die Entscheidung ft: diesem großen Kampi« falle::. Wenn der Feind nach drei Ülftotraten ^rwch keftrcs der drei genannten Ziele erreicht hat, so wird seine Offensive eft: Dcißcrfolgj sein trotz aller bisher errungenen Siege, und es wird dies eilten der .unglücklichsten Feldzüge sein, die er bis jetzt unieowooTten hat.
Aspuich
ttWr dar nächste Redner. Et sagte, es müsse die GÄvvHtt-eit ein- geführt werden. ,jm Urttefthrits :vn Zeit zu Zeit eine Mitteilung über die Lage zu geben. Trotz aller ermutigenden Bettachtuwpnr^ dm das Ministerium mit Recht gegeben, habe, sei er docü der Met- rnnra, daß man sich vor einer Lage besi:ü>e. die so d r o de n d lei , wie nur jemals seit Ausbruch des Krieges, ttotzt«nt ev «zngede, daß mm: in einigen wichtigen Dingen, so im FkugN'esen und in der Bekämpsimg der Dm:chbootgesahr, besser vorbereüeE sei als vor einen: Jahre. Allererste Pflicht Jei es, Der Regierung/ eine fest entschlossene llnlerstützung zu gewähren.


