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*68. Jahrgang

Nr. M

Der Siehener Anzeiger erscheint täglich, außer EonniagS. - Beilagen: SitbenerZatt'.iiienbiäUer; KiciStlatt

für den Kreis Giehen.

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Erster Blatt

§amrtag, * 5 . Juni *9*8

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lieber den Aveitägigen Besuch des Grafen Burickn in Berlin sind in der Oeffentlichkeit einig« liebenswürdige Zweck- und Ergebnisdeutungen ansgebanscht lvorden, die das große Probleur jedoch, das dahinter steht, nicht annähernd erschöpfen. Es heißt, Graf Bur ran mache einen zeremoni­ellen Antrittsbesuch, aber solche Form fragen spielen im Weltkrieg mcr eine nebensächliche Rolle. Im Kern und in der Wirtlüchkeit dreht sich die Aussprache um die Aus­gestaltung und Vertiefung unseres Bündnisses mit Oester- reich-Urrgarn. dratürlich ist es da Nckinschenswert, daß die maßgebenden diplomatischen Persönlichkeiten, die bisher noch wenig miteinander in Berührung gekommen waren, da seit Birrians früherer Minisbertätigkert die obersten Stellen in Deutschland anders besetzt '.vvrden sind, sttb auch persön­lich nähertreten. Seit oem 22. DeAember 191v, als Burian vom Posten des Ministers des Auswärtigen Oesterreich- Ungarns Aurücktrat, hat die Welt ein anderes Aussehen bekommen. Der Freund Tiszas war und ist ein über­zeugter Anhänger eines ungetrübten Bündnisses der großen Mittelstaaten, aber man braucht es sich nicht zu verhehlen, daß der Ausbau des Bündnisses ans ven Grundlagen der Kriegscreigmsse nicht so einfach verwirklichen ist, als es nach dem von Begeisterung getragenen Schlagwort Mitteleuropa" vielfach curgenomrnen worden sein mag. .Da ist zunächst die polnische Fr-age, die in den Vorder­grund getreten ist und die besonders in den parlamentari­schen Schwierigkeiten des Ministeriums Seidler eine große Rolle spielt. Man begreift es, daß auch im Hinblick aus diese Verlegenheiten der Wiener Regierung Gras Burian ein Freund deraustro-polnischen Lösung" ist, das heißt einer Zusammenfassung und Verselbständigung Polens unter habsburgischem Zepter. Es versteht sich aber auch ganz von selbst, daß Deutschland und seine Regierung unter dem ihre Politik leitenden Gedanken derSichcrurtg" dazu nicht einfach Ja und Amen sagen können. Wenn in den letzten Tagen die Warschauer Reg ierungs kreise dem Programm der Versailler Konferenz eine kühl erscheinende Absage er­teilt haben, indem sie erklärten, Polen werde seine Selb­ständigkeit unter Anschluß an die Politik der Mittelmächte zu wahren wissen, so darf das nicht über die Tatsache bimvegtäuschen, daß wir Deutsche in den Polen auf lange Zeit hinaus keine freunolich gesonnenen Bundesgenossen erblicken können. Der augenblicklich schiebende Prozeß gegen Teilendes aufgelösten polnischen Hilsskorps liefert uns da die nötigen Warnungssignale. Wir müssen eine Lösung er­streben, die unfreundliche polnische Tendenzen unterbindet. Und unsere alten Bundesgenossen au der Donau dürfen es uns nicht übelnehmen, wenn wir ein wenig eifersüchtig darüber 'chachen wollen, daß in das alte, freundschaftliche Verhältnis nicht Elemente eingebaut werden, die der Einig­keit des Bundes der Mittelmächte abträglich wirken könnten. Es beirFt bei uns niemand daran, daß wir uns in inner­politische Angelegenheiten Oesterreichs einmischen wollten. Aber die Tatsachen und die Zeichen der Zeit wollen berücksichl- tigt sein. So soll nach amtlichen deutschen Andeutungen zu­nächst einmal die Regelung der hochwichtigen gemeinsamen Wirtschaftsfragen ins Auge gefaßt loerden. Die Grundlinien und Vorbereittrngen dafür sowie für gewisse Annäherungen der beiderseitigen militärischen Einrichtungen scheinen doch noch nicht so unerschütterlich vorhanden zu sein, als es nach den Besprechungen des Kaisers Karl im deutschen Haupt­quartier den Anschein hatte. Einen bemerkenswerten Beitrag Lur Würdigung dieser Fragen danken wir auch der neuesten Rede des Grasen Tisza im ungarischen Abgeordnetenhause, der gegen ettvaige neue staatliche Eingliederungen in den Kreis der Mittelmächte, die wirtschaftlichen Interessen Un- aariis entgegen stehen könnten, ein Vetorecht Ungarns V or­behalten haben will. Ob er dabei an die ballischen Provinzen oder an Finnlands denkt, ließ er im Ungewissen, immerhin ober richtete sich sein Vorbehalt gegen die deutsche Politik. Umsoweniger kann man es uns in Wien übel nehmen, wenn wrr die polnische Frage einstweilen nod) zurückgestellt haben wollen.

Professor Dr. Erich Brandenburg hat dieser Tage im Deutschen Kurier" die Meinung ausgesprochen, daß das deutsch^österreichisch-uirgarische Bündnis nicht als völlig un­wandelbar^ in den Verfassungen festgelegt werden könne, sondern ein küridbares Verhältnis bleiben müsse. Die ^Rvrd. Mg. Ztg." hatte darauf geltend gemacht, daß die Natur des Bündnisses doch etwas anderes sei als ein bloßes, cnrs erne getv-isse Frist Angeschnittenes Bertragsverhältnis;

w* ^chnehr in den dauernden Lebensnotwendigkeiten der beteiligten Staaten begründet. Professor Brandenburg hat darauf seine Darlegungen noch einmal eingehend be- 52V? a' ^ lGTl einigen seiner Feststellungen wird man nicht ^übergehen können. Es ist richtig, daß bei unserer ?- U m 11 ' 1 V 1 L 1 mc ^ T Voraussetzungen bindend sind,

dre Zt.marcks Verhandlungen mit Wien tu stimmten. Damals wurde der Vertrag mit der Spitze gegen ein drohendes Ruß- land geschlossen. Heilte ist genau zu untersuchen, n>ie die Machtverhaltmsse und Jnteressenrichtnngen sich verschoben haben nil!) lv>oher und inwielveit künftige Gefahren gegen

. , 1T - o daß Deutschland

Oesterverchi-Ungarn natürliche Verbündete für alle Zeiten seren, macht Professor Brandeilburg mit Recht geltend, von

Nachbarreich beiooh:ren, seien nur 12 Millionen Deutsche. Neben ihnen stehen 10 Millionen Magharerr, 8y 2 Millionen Tschechen, 7 Millionen Süd­

slawen, 5 Millionen Pokert, 4 Millionen Nutheneu, 3 Mil­lionen Rilmänen und eine Anzahl kleinerer Vollsstamme . .

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DerVorwärts" hat die letzte Abstimmung des preußi­schen Abgeordnetenhauses über die Wahlrechtsreform mit fetter Ueberschrift als eineschvere deutsche Niederlage" bezeichnet. Das ers dyeint un§> min dock) als etwas demago­gisch, da die Sozialdemokratie doch selbst fest auf den Sieg des gleichen Wahlrechts vertraut. Allerdings, die Gegner dieses gleichen Wahlrechts glauben für chre Ziele nutzbare Zeit gewonnen m haben. Die neuen Sicherrmgsbeschlüsse, in derren die ftUturpo livischen Anträge des Zentrums, die von den Nationall iberälen geforderte Verhältniswahl in den Industrie- und gemischtsprachigen Gebieten, ferner die Heraufsetzung der Versassunysgarantie von einer Zweidrittel- auf eine Dreivrertel mehrheu eingesckFossen sind, machen in drei Wochen eine fünfte Lesung nöllg, und damr wird das Herrenhaus sich des Stoffes noch einmal bemächtigen. Wir halten die Ablehnung der Regierungsvorlage und diese Ver­zögerungspolitik sür das allgemeine deutsche Interesse schädi­gend und glauben, daß die Kompromiszmehrl-eit ihre Ziele nicht erreichen wird. In v)rtresslick)er Weise setzt der natio­nalliberale Führer Dr. Stresemann in oerNational- zeitung" auseinander, warüm hie Lage für die Gegner des gleichen Wahlrechts später nicht besser, sondern schlimmer sein wird:

Glaubt man, gute prelrßische Mahlen hu'bllsühren zu können unter dem Drucke der Millionen aus deur Felde znrückiehrender Krieger in einer Uebergangszeit, in der die Lel>cnsteuerung aus der ei'.'ea Seite, noNrendige Lohr.hnabsetzun: 7 en aus der anderen. Seile, Eutlassmig der Arbeiter der Rüstungssicmen und mangelnde Be- sck-ästiguag der rohswsfarmea Znlaubinduurie schon an sich zu einer Wirtschafiskrists sül/ren können, die durch die Wotzmmgsv-er- hältnisse noch verschärft wird? Lcicht könnten dann diejeuige:r, die heule Wind säen, einen Sturm ernten, der auch berechtigte Siche­rungen gegen die Masscnherrschaft hinwegfegen lvird."

Mit Recht spricht Stresemann von einerverspäte­ten Kompromißpolitik".' Hätte sich vor dem Kriege im Abgeordneten hause eine Mehrheit gefunden, die mit sol­chen Beschlüssen das alte, unmögliche Unreckit abgeworfen hätte, so würde uns dieser sinnlose Krieg im Kriege erspart geblieben sein.

(WTB.) ßZroßeS Hauptquartier, 14. Juni. (Amtlich.)

HeereSgruppr'KronprinzRiipprecht.

Südwestlich von Ypern ftchrte der Franzose heftige An­griffe gegen unsere Linien zwischen Vorrnczeele und Vier- straat. Sie wurden blutig abgeurieseu. Mehrere Offiziere und mehr als 150 Mann blieben hierbei gemugen in unserer Hmrd. Erfolgreiche Er?undung§gefechte am Kommet. An der übrigen Front lebte die Gefechlstätigkeit nur vorübergehend auf.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Auf dem Kampsftlde südwestlich von Myon blieb die Arlillerietätigkeit gesteigert. Bei Courcelles und Mery, sowie im Matz-Grun.d dicht westlich der Oise wrederholte der Feind seine vergeblichen Gegenangriffe. Unter schweren Verlusten wurde er zurückgew'orft?r.

Beiderseits der Straße SoiffsnSVillerS-Cotterets drangen wir in den Wald von Villers-EotteretS ein.

Die Arrnee des Generals von Boehn hat seit dem 27. Mai mehr als 830 Geschütze erbeutet. Damit^steigt die Zähl der von der Heeresgruppe Deutscher Kwnprinz seit dem 27. Mai eingebrachten Geschütze auf 1050.

gestern wurden 28 ftindliche Flugzeuge abgrschossen.

, Hauptmann Berthold errang seinen 34., Leutnant Udet snnen 29., Oberleutnant Loerz/er sei?mr 25. Luftsieg.

Im Monat Mai beträgt der Verlust der ftindlichen Luft- ftreitträfte an den deutschen Fronten 23 Fess.'lballone und 413 Flugzeuge, von denen 223 hinter unseren Linien, die übrigen jerrseitS der gegnerischen Stellungen erkennbar ab- gestürzt sind.

Wir haben im Kampf 180 Flugzeuge und 28 Fessel­ballone verloren.

Der Erste Generalguarliermeister L u d e n d o x f f.

Der Avcndbericht.

Berlin, 14. Juni, abends. (WDd. Amtlich)

Bon den Kampffronten nichts MueS.

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Ter Sstcrreichlsch-ttttgarische Ta^esl-erzcht.

Wien, 14, Juni. (WTB.) Amtlich wird verlauibart:

In der itnlirnijichen Grbi"gsftont mäßige Artillerie- kSmpft. An dcm unteren yinve mißlangen m>'i ftjnd- lrch« ErkinidimgSycriinlw. In Albanien nördlich des De- voli wurde ein Angriff der Jran.wsen nach zwöllstündigein Kampf, an dein auch bnlaarisclw Truppen tcilüiilwieu ab- gewiefen. Bei per Abivchc eines auf Catlaw gerichtelM Lustairgriffes wurde ein englischer Flieger durch unsere Alarnieflugzeuge abgefchassen.

Der Chef des GeireralstabeS

Die Uämpfe im Westen.

Berlin, 14. Juni. (WTB.) Nach ruhig verlaufener Nachk setzte in ber Gegend von Mery am 13. Juni, 4 Uhr vormittagS/ starkes, schlagattiges Attillcriefeuer ein, dem kuch' ixivauf ein! feindlicher Angriff mit mehreren Bataillonen, von Tan unterstiitzt, folgte. Ter Angriff des Feindes wurde restlos ab- gef chlagen. Tie Tanks wurden zu s am menge schossen oder machten eckigst Kehrt. Tassekbe Schicksal erlitt ein gegen 5 Uhr vormittags erfolgter Tankangriff bei Belloy. Ten ganzen Tagt über unternahm der Feind sodann noch mhermals mit. starkenj Kstäften und Pcmzerwagcir wettere Angriffe, die unter außer­ordentlich hohen F<nndverlUsten scheiterten. Bei einem um 8 Ulxr abends Twrdrvesckich Courcclles abgeschlagenen fr-anzösisckienl Angriff blieben zahlreiche Gefangene in unserer Hcmd. Dev Dahnhof von Tornpiegne sowie die Barackenlager südlich der- Staot wurden von deutschen Batterien unter wttksamstrs schwere- Feuer genommen

Dnsere Stnrmtruppen, die in den Wald von VillerS- Cvtterets eingodrungen waren, schlugen auch.hier einen feind­lichen Gegcnangrrff zurück

Berlin, 14 Juni. (WTB.) Nach zwei Seiten hin ist da Teilofsensive der Armee Hutrer ein großer Erfolg beschio- den gewesen Neben einem großen Geländegewinn und der Errei­chung der Höhen südwesckich von Noyon, der Ueberschreitung deq Oise südlich von Noyon und neben der gewaltigen Beute cnr Ge­schützen, Maschinengewehren und anderem Kriegsmaterial wnri« General Foch gezwungen, die letzten Reserven ein- z u s etzen Außer den acht bei Beginn des Kampses in der Front befindlichen Stellungsdivisionen hat Foch innerhalb dreier Tage außer vielen anderen mehrere Elitedivisionen in den Kanwf Wer­sen müssen, zu dermr Unterstützung zahlreiche Tanks die rück­sichtsloser! G^nangrisfe begleiteten 70 bis 80 Tanks lie­gen zerschossen hinter und vor mrserer Front Außer de4* 000 Gefangenen erlitt der Gegirer ungeheure b l u t i g Ä B e r l u st e Haufenweise liegen die Leichen an den Hanpttainps- stellen, wie «um Beispiel am Mont Renaud, Mont de Elwffy und rn den Stelllmgen nordwestlich Mcruil^ In endlosen Zügen wan- .dern auf unseren rückwärtigen Wegen die leichtverwundeten Feind« zu den deutschen Verbandsplätzen Das historisch berühmte Dorf Eambronne wurde bereits in der Abenddämmerung des zweitenj Angri ffstages nach der Eroberung des langgestreckten Antoval- Rückens von deutschen Batattlonen in überrumpelndem Vorßvtz dem verwirrten Gegner abgenomm'en.

D.^k Geschützbeute.

Berlin, 14. Juni. (WTB.) Seit dem 21. März hat sich die von den Deutschen gemachte Geschützbeute int Westen infolge der letzten Kätnpse zwischen der Aisne inth Marne und zwischen Montdidier und Noyon auf die gewal­tige Zahl von 2650 erhöht.

Eine französische Niederlage in Flandern.

Berlin, 14. Jnntz .(WTB.) Am 13. Juni haben sich dis Franzosen außec ihren sckxveren Acißerfolgen beiEourcelles, im Matz-Grund sowie rwrdniesckioh von Chatoau-Türry auch in Flandern eine empsindlick^ hlutige Schlappe geholt. Nach frühmorgens einsetzcndem starkem Feuer gingen sie zum Angriff gegen den Wschritt Vvornczcel« bis nördlich Vierstraat vor. Zum großen Teil brack) der Türgriff bevetts vor unseren Linien zusammen, oder wurde im Gegenstoß unter hohen Feindverlusten abgewiesen. Die 6 tx>5c Zahl von Gefangenen, unter denen sich mehrere Offi­ziere befinden, und die der Angreifer dein Verteidiger überlaffai) mußte, benieist das glänzende Scheitern des ftanzösiscssen Vorstoßes.

Eigenes, sckxveres Feuer belegte unter anderen wickitigen Zielen die feindlichen Schachtanlagen bei Bethime. Im Schacht 28 von Nveux entstanden infolge der Beschießung Brände.

Die Beschießung von Paris.

Bern, 13. Juni. (WTB.) Anläßlich der Errichtung eines! Derteidigu ng s somitees in Paris erklätteHonrm« lidve" u. a., die außerordentliche BkHeittung von Paris beruhe zn- nackist darin, daß es die Hauptstadt Frankreichs, dann aber vor allem die Hcnpüstadt des Ententekrieges sei. Man brauche^ den Deutschen! nicht zu sagen, welchen Wert die Stadt als strategisches Zentrum aller Alliierten Armeen an der Westfront lxibe. Eisenbahnen- Stv^ßeiy und Kirnäle aller Art liefen von arPis ans. Paris sei ein ünvergleichliches Kraftzontrum für Jrtt^lligeuz, Arbett und Hills mittel. Bietleickst sei dies >eine nachlestige Folge jahrhunderetv^ Langer Zentalisatiorrr, die aber jetzt nicht derben toerden könne. Psirrs sei der Leben knoten, den man jetzt schützen müsse. Brunet, der Mitglied des Verteidigungsausichuffes ist, erklärt imVdatin", Frankreich werde alle Opser bringen. Man luerbä alles tun, um die Beschießung der Hauptstadt aus nickst allzu! alles tun, imn die Beschießung ber Hauptstadt aus nicht allzn- gwhcr Entfernung zu verlängern, denn durch eine intensive Be­schießung von Paris würde der nationalen Verteidigung durch Lahmlegung der Judäfftrien imgeheurer Abbruch getan.

Die Wirtschastönöte in F^alicn.

Bern, 13°. Imn. (WTB9 LLus Aufforderimg der Mailänder Industriellen nahm gestern Erespi als Vertreter der Reaierinvg' an einer Besprechung der Mailänder Handelskammer mfft 250 Interessenten teil. Dabei wurde der Regienmg der Vor­wurf gemacht, daß sie die Aussuhrgessrche zu Taufenden n-cerledigit liegen llasjle, Ivas zur Fokge habe», daß die Ware teiüveise ttr deitz Depots und «iLff den Stationen verderbe. Tie Regierung muffe versuchen, bei den Verbündeten eiu größeres Verständnis für die wirtschattlicheil Opfer Italiens zu Necken. Die Verttcter der Süden- Inü) Baumwolliudustrie klagten, daß durch n:angelnde ^hst-ass- einfubr sowie infolge der Aussuhrbeschränkuneen nach En .lnnd mck» der Schweiz zahlreiche Fabriken dcunnächst beet Betrieb ein stellen« müßten. Die Seidenindustrie allün werde 20 000 bis 30 0)0 Ar­beiter entlassen nckrssen. Crestn 7nack>tt zwar de:: JnduOrillen Hosf- ramg auf eine vennehrtc Tonuageüberlaffung seitens d r Mliiertrn >i.r die Prioatindustfte, erllätte aber gleichmütig, daß sich die Jn- tnlstrie heute derselben Konling^tientng fügen, müsse, ans der sich die gesamte staatliche Kttegsrmttsckiaft aufbaue.

Wiederverwendttng der aus russischer Gefangenschaft Zurückgekehrten an der Front.

Berlin, 14. Jimi. (W. B.) MS Antwort auf viele lieim

KciegSmiirrstervrm eingelieiche Anfragen wrd folgendes bekcmntgo«