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Nr. J3Z Zweites Blatt

Giehe»er Anzeiger (Eenemi-Anzeiger für Gbrrhesien)

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§rettag. i . 5 M 8

Ans StaSt nnv LnnN.

Gießen, den 14. Juni 1918.

** Aus zeichjnung. Ter Gefteibe Jakob Heilbron, In Tfttbtr d-es Eisernen Kreuzes 2. Klasse, erhielt die silbern« baduichf' Derdiensv-2?krdaille am Bande der Karl-Fricdrich-Vbe^rille.

Tem Werlmeisder Christian Danbertsheimer wurde das hessische Kriegsehrenzeichen verliehen.

** Ludendorfs-Spende. Die für Gaben van 10 Mart ltnb mehr vorgesehenen Bilder mit einer WromUng des Generals Lttdendorff kommen in den nächsten Tagen für die bereits eingeUahlten Beträge zlur iäuAgab«. Es wird dcrvcmf aufmerksam gemacht, daß bei der TtadtVerlvaltung irojch eine Anzahl Bilder vorrätig ist. Es ist also noch Ge legenheit gegeben, gegen eine Gabe von 10 Mark solch ein Errirnenrngsblatt für die Mithilfe in der großen schweren Zeit Kn erwerben. Ein Gedenkb'latt, für die Mithilfe bei der Fürsorge für unsere tapferen Kriegsbeschädigten sollte, soweit es die Mittel irgend erlauben, in keiner Familie der io der Heimat Verbliebenen, fehlen.

' Die Verbind ungs bahn der Lahnstrecke mit der Weser-Bahn wird in den nächsten.Tagen sertiggevellt Um. (i,. oesteht die Alstftht, den Betrieb am 1. Jrcki d. I. zu er offnen. Tie Bauzeit der Strecke hat wegen des Krieges 5 Jahre in Ansprach genominien

ans dem 'Spielplan. Siehe Anzeige

Landkreis Gießen.

** Bellerslheim, 12. Juni. Bizefeldwebel Paul König, iobn d>s Pfarrers König, erhielt das Eiserne Kreuz 2. .Klasse. Mit ixr Hessischen Tapferkeitsmedaille wurde er bereits früher ausgezeichnet. » . _ w

** Bellersheim, 13. Juni. Gefreiter Heinrich Weil wurde zum Urftewffizier befördert. Das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapferttitsmedaille besitzt er schon längere Zeit.

Stei nba >ch, 12. Juni. Unteroffizier Ni c ol a.ns wurde mm Sergeanten befördert. Milchhändler Ren schling, als Wahrer bei d^'r Fuß-Artillerie, erhielt die Hessische Tapferkerts- p»aille. Dein Schützen Ludwig Becker wurde das Eiserne streuz 2. Klasse verliehen

Kreis Büdingen.

G Büdingen, 13. Juni. Das Eiserne Kreuz erhielt der Schütze Au ulst Schnarr. Die SammlungHcimatdank^ für mrückgekehrte deutsck)e Kriegsgefangene ergab im Kreise den Betrag roit über 10 000 Mk. Ortenberg. Die Hessische Tapfer- itsmedaille, früher das Eiserne Kreuz, erhielt der Kricgsinvalide Louis Hebbel. M i chelau. Fürs Vaterland starb der Gefreite Heinrich Lampmann. Stockheim. Nach kurzer schwerer Krankheit starb in ein ein Kriegslazarett der Gefreite Heinrich Friedrich Kröll, Inhaber des Eisernen Kreuzes. Leidheckcn. Der Bizewachtmeister Adolf Rheinfurth, Sohn bes Pfarrers Heinrich Rheinfurth, wurde zum Leutnant d. R. bei ordert. Nidda. Zum Leutnant befördert wurde der Feld- ! 'ebelleutnant Ppstassistent Wießmann.

Kreis Alsfeld.

# Alsfeld, 13. Juni. 2(us dem Felde der Ehre fiel der Leuttrant Johannes Bensel, Inhaber des Eisernen Kreuzes, der HefsifäLn Tapferkeitsmedaille und des Kriegseh renzeichens in Eisen.

Kreis Lauterbach.

# Dirlammen, 13. Juiü. Zum Leutnant d. L. befördert wurde der Vizefeld: vebel Lehrer Karl Schmidt. Ober- Moos. Das Eiserne Kveuz erhielt der Lehrer Karl Müller, Unteroffizier.

# Maar, 13. Juni. Ter Landwirt Konrad Zinn stürzte

w unglücklich vom Gerüst seiner Scheune, daß er nach wenigen Augenblicken verschied. ,

Kreis Schotten.

# Schotten, 13. Juni. Wegen Verkehrs mit Kriegsgefange­nen tmirbctt ein Mädchen in Ulfa mit 300 Mprk und zwei Mäd­chen in Wingersl)ausen mit 30 Mark bestraft.

Kreis Schotten.

Wingershausen, 13. Jlmi. Tas Eiserne Kreuz er­hielt Wilhelm Adolph. Helpershain. Infolge sckpverer Venormdung starb der Schütze ^hutzuft R ö m e r, Inhaber des Eisernen Kreuzes uub der Hessischen Tapserkeitsmedaille.

Kreis Friedberg.

F r i e d b e r g , 13. Jüni. Das Eiserne Kreuz, früher die Hessische Tapferfcitsmedaille, erhielt er Unteroffizier Ludwig S te ^ n, dasselbe Eliveirzeicknu derWelirmann H. He r g e n r o de r.

Reichelsheim. Tas Kriegsehr^uzeichen in Eisen erhielt der Leutnant imO Kompagnieführer W inte r. - P o b l g ö n s. Tas Eiserne Kreuz, früher die Hessische Tapfer kei tsm edail ler hielt der Reservist Wittelm Spies.

Stärken bürg und WkinLiessin.

I Darmstadt, 13. Juni. Einer Frau in oer Älltstadt wur­den ein Sparkassenbuch mit 1800 Mk. Inhalt gestohlen. Als sie den Verlust bemerkte, waren bereits 300 Mars abgehoben worden. Ein auswärtiger Arbeiter wurde am Bahnhof von einem Straßenbahnwagen umgesalpren w.d erlitt Kos fverlctzungen. ^ Das Polizeiamt hat loied-er, wie im: vorigen Sommer in den Wäl­dern der Umgebung einen Sicherheitsdienst einge­richtet. der von Hilisdieirstpflichtigen.ausgeübt wird. Die Stadt­verwaltung hat ein neues Verzeichnis gemeinnütziger Stellen der Stadt Darmstadt unter besonderer Berücksichtigung von Einrich­tungen der Kriegs'ürsorge Und Kriegc-wii tichast herausgegeben. Das Heftchen, welches von Frau Prof. Goldstein bearbeitet ist, zeichnet sich durch große lieber sühtlichleft der Anordnung ans.

K.O. Bad Dürkheim, 13. Juni. Bei der gestern abge­haltenen Versteigerrmg von 1917er Weißwein erzielte die Win^r- vereinigung FriÄelsheim für je 1000 Liter 9000 bis; 18 000 Mk. Die billigste Marke stellte sich somit auf 9 Mi. für einen Liter. Etwas billiger war Rotwein, für den für je 1000 Liter 6770 bis 6810 Mk. gelöst wurden.

** O ppen b eim, 13. Juni. Ein nachahmenswertes Mittel zur Hebung der Schüveinezucht beabsichtig die hiesige Kreisbehörde anzuwenden. Um nämlich dem in 'Aussicht stehenden Mangel an schlackstreifen Schweinen für den kommenden Herbst und Winter vorzrcbcugen, will der Kreis mit Schweine haltern und Züchtern unter sehr günstigen Bedingungen, die bei den Bürgermeistereierl. offen liegen, Schweinemaftverträgc äbschließen. Damit dürfte vor allein erreicht werden, daß die lvegen der hohen Ferkelpreise oft unterlassene Anschaffung voll Jungtieren wesentlich erleichtert und vermehrt wird.

ch. Voni Mitte lrhein, 13. Jum Der Wasserstand des Rheines geht langsam zrcrück. Auch der Bodensee fäUr lvieder und steht gegen die gleiche Zeit des vergangenen Jahres nur 1,20 Meter rrijcd-riger. Die Witterung war in der letzten Zeit sehr trocken, außerdem hat die Schnoeschmelze in den Alpen, die durch den Föhn einznsetzen pflegt, noch nickst in genügendem Maße.stattgefunden. In den Jahren von 1901 bis 1918 ist in diefein Jahre der nie­drigste Wasserstand des Bodensees sestzustetten..

Letzte AachnchteK.

Dcr neueste Bericht -er Heeresleitung.

(WTB.) (Großes Hauptquartier, 14. Fum. (Amtlich.)

Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht.

Südwestlich von Ypern führte der Franzose heftige An­griffe gegen unsere Linien zwischen Vormezeele und Virv- straat. Sie wurden blutig abgewieftn. Mehrere Offiziere und mehr als 150 Mann blieben hierbei gefangen in unserer Hand. Erfolgreiche Erkundun götze-echte am Kemmel. An der übrigen Front lebte die Gefechlsläligkeit nur vorübergehend auf.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Auf dem Kampficlde südwestlich von Noyon blieb die Artillerietätigkeit gesteigert. Bei Coureelles und Merp, sowie im Matz-Grund dicht n^estlrch Bn' Oise wiederholte der Feind seine vergebliche!'. 6)egenangriffe. Unter schweren Verlusten lmnde er zurückgeworfen.

Beiderseits der Straße SoissonSVillers-(5otterrt6 drangen wir in den Wal) von VillerS-Cotterets ein.

Die Armee des Gsslrerals von Vochn hat seit dem 27. Mai mchr als 830 Geschütze erbeutet. Damit steigt die Zahl der von der Heeresgruppe Deutscher Kronprinz seit dem 27. Mai eingebrachten Geschütze uuf 1050.

Gestern wurden 28 feindliche Flugzeuge abgeschojsen.

Hauptmann Berchol) errang seinen 34., Leutnant IDtir seinen 29., Oberleutnant Loerzer seinen 25. Luftsieg.

Im Btonat Mai beträgt der Verlust der feindlichen Luft­streitkräfte an den deutschen Fronten 23 Fesselballone und 413 Fluszeuge, von denen 223 hinter unseren Linien, die übrigen jeuseits der gegnerischen Stellungen erkeimbar ab- gestürzt sind.

Wir haben im Kampf 180 Flugzeuge und 28 Fesieh. ballone verloren.

Der Erste Geueralquartiermeister Ludendorff.

Schmähliche Behandlung der Gefangenen in Frankreich.

Berlin, 13. Juni. (WTB. Mckstamtlich.) Während die Fruw« zosen immer loisder Grcuelberickste cms deutschen Gefangei^nlagierN erzählen, zeigen dft Aussagen zu rück ge kehrte r deutschen Gefangener, wie traurig cs in Frcrrlkreiich um die PierrschlichlLeU gegenüber Gefangenen steht, deckst nirr, daß ihnen in selbsw^rständ^ lick^er Weise sämtliche Wertgegenstände abganommen wurden, ist auch die Hygiene nnd der Sckstttz gegen die.Wftternng.gleich NM. Tie Strafen sindAmmensMich hart. In Charnbly nmßten Bestrafte für das geringsle Vergeheir täglich drei Stunden vormfttags stnd drei S»tniü>en nachmittags einen bis 40 Pfund schweren ntit SanA geficklten Tournister tragen.

Die Verschlechterung der englischen Lebeusverhältnisse.

Berlin, 13. In>ri. (WTB. ^Nichtamtlich.) Die auf den U-^ Bootkrieg zorrückzuführen^de V e r s ch l e ch t e r n n g d e r e n g 1 i * s che n Le b c n s v e r h ä l tni s se besräiigen cnmrütig alle hiep ei!ttveffen.deir Privatberickste. Die Wendung zum Sckstcchten trat im Frühjahr v. Ich, unmittelbar im Anschluß an den Boginnj unserer U-Bootoffensive, ein nnd l)at in dem verflossenen Herbst eine ziemlich plötzliche erhebliche Verstärkung erfahren. Die Knappe Heft ist jetzt drüben so groß, daß unsere Vettern nicht einmal ihren! Verpflichtungen gegen die Gefangenen Nachkommen. Einem , g e fange neu deutschen Offizier .glückte es kürzlich, unge-, schminkte Wahrheiten über die empörende Behandlung unserer Landsleute nach Deutschland.gelangen zu lassen. Er schreibt:lins« sind alle englischeir Zeftungen lverboten, dazu jeder Sport, jede Musik. Ein warmes Bad in der Wioche und Pakete komm.e,i über* Haupt nicht mehr vor. Gedroht ist ferner mit der Einziehung jeglicher Stühle und Bücher. Dazu kommt iroch der ewige Hungert Es ist wahrhaftig nicht zuviel gesagt, alles Wahrheit. L>eit Weihte nackTttn habe.c wir kein Gramm Fett mehr erhalten, Marmelade, Zucker usw. ganz, selten. Fleisch und Brot siidu ebenfalls immer sehr knapp. Den Engländern geht es natürlich sehr übel, uns' Gefangenen iiatürlich auch. Wsnn Ihr es einrichten könnt und dort selbst genug 'habt, schickt mir doch häusiger etwas Schuvarzbrot und Fett. Es ist alles herzlich willvommen. Ich übertreibe nichts wenn ich Euch sage, daß ich seft längerer Zeit nnr trocken Bnü ttnne, zum Deck rwch nicht das eininal. Mso zeirweise müssen wir direkt hungern, denn es ist ganz uNinöglich, mit dem hier gelieferter« Effen cruszukoncmen."

Der U-Boot-Krieg an der an^rrkanischen Mste.

London, 13. Juni. (WTB. Nichtamtlich,.) Reuter.Daily Chvonicle" meldet aus Neut-ork, daß nach brftischen TelegranM««! arrs Herfolk die Uebertebenden des von einenr ll-Baot wrpcdiert»4 amerikanischen Frackftdampfrrs Pinardel Rio e^ahlen, das U-Boot sei von einem Tainpfer von mrgesähr 6000 BRT. mft grau angestricheuen Schornsteinen begleitet geoesen. Während das' U-Boot angriff, blieb der Dampfer in einer- (Lttfernung von 23 Meilen, dann erhielt er den Befehl, dem U-Boot zu folgen. Hieraus! verstftoanden beide Schiffe. Das U-Boot Ivar schätzungstveise 200 Fuß lang.

Statt Karten.

JDie glückliche Geburt eines

Sohnes

zeigen sehr erfreut an Dr. Reinhard Ria eil er und Frau EliseICaeller geh. Schaub

Giessen, 13, Juni 1018

Stepkanstraße 27. 02477

Hotzversteiqerung der Stnbt Gießen.

Montag den 17. Juni 1918, vormittags 9Vo Hör beginnend, werden in den Waldungen der Stadt Gießen im Bezirk des Jorstwarts Geisel-Gießen meistbietend versteigert:

72G Ficblen-Derbstangen 47,30 Fstm.

13 Fichten- Reisstangen 0,13 Fstm.

1,3 Rm. Kiefern-Scheitliolz

14,4 Rm. Fichten-Scheitholz

37.1 Rm. Kieiern-Knüppel

2090 Wellen Eichen-Reisig lDurchforstnng»

1610 Wellen Siefern-Reisig

!>60 Wellen Fichten-Relsia lgröhtenteilS Durchforstung).

Die Zusammenkunft ist aus dem Alten Anneröder Weg am Waldeingang. Holzhandler sind vom Mitbieten auf Brennholz ausgeschlossen. Jeder Steigerer darf nur semen Eigen-Bedars steigern.

Gießen, den 8. Juni 1918. 4391L

Der Oberbürgermeistxr. I. V.: Krenzien, Beigeordneter.

Mitbürger und Mitbürgerinnen l

Bahnliolflr. 34 =

Tas Großh. Kreis amt Gießen hat die Genehmigung zur Ausftthr von Heu aus der Gemarkung Gießeir über die Landesgrenze von der Gewährleisümg hiirreick>ender Versorgung der Besitzer von Großvieh in der Stadt mit Futter abhängig gemacht, und gleichzeitig mitgeteill, daß eine solche durch den Kont.mirnalverbanü nne un vorigen Jahre unbedingt Mtsgeschlossen sei. Die Stadt siebt sich daher genötigt, deir Erttag der in der ersten Versteigerung am 3. und 4. d. Vj. an preußische Steigerer entfallemm Wiesen nochmals zu verst-ftgern. Tie Besitzer von Groß­vieh in der Stadt werden unter Hinweis auf die obig« Mitteilimg dringend ersucht, für ihren Fntterbedarf bei dieser Gclegenheft zu sorgen.

Tie Versteigerung findet

Samstag den 15. Juni 1918, nachmittags 4 Uhr beginnend,

im Philosophenwald statt. Es kommen zum Auögcbo: im ganzen etwa 50 Morgen Wiesen im Heegsttauch, im Wieseckgrund, hinter der Plocksbrücke, in den Torflöchern, hinter dem Waldbrmmen, hinter der Burg, am Gans- acker, im stolzen Morgen.

Zum Mitbieten zugelassen werden nur Angehörige des Kreises Gießen.

G i e ß e n, den 13. Juni 1918. 44698

Der Oberbürgermeister. J. V.: Krenzien, Beigeordneter.

Nicht nur auf den Krieg, auch aus den Frieden soll ein geordnetes Gemeinwesen gerüstet sein. Auch Gießen soll der Frieden nicht unvorbereitet treffen. Zu den wichtigsten Ausgaben der Friedensvorbereitung einer Uni­versitätsstadt gehört die Bereitstellung von Wohnungen sür die Studierenden. Wie beschämend wäre es für unsere Stadt, wenn wir den heimkehrenden Siegern gestehen müßten, daß wir nicht daran dachten, ihnen eine wohnliche Stätte zu bereiten. Sagt nicht: haben die Studenten vor oem Kriege hier Wohnung gesunden, so wird sich ihnen auch nach dem Kriege ein Unterkommen bieten. Bedenkt, daß mehrere Jahrgänge von Studenten draußen an der Front des Augenblicks harren, da sie ihr Studium wieder ausnehmen oder beginnen können.

Ihr wißt, daß vor kurzem eine Gesellschaft hier ins^Leben trat, die durch namhafte Geldbeiträge die wissenschaftlichen Einrichtungen der Universität zu fördern sucht. Mancher wird bedauernd meinen: da können nnr die Neichen mittun, unsereiner ist nicht in der Lage, sich durch Geldspenden zu beteiligen. Dann könnt Ihr aber der Universität in der Weise helfen, daß Ihr ein Stübchen an einen Studenten vermietet, und Ihr könnt versichert sein, daß uns diese Hilfe nicht weniger willkommen ist, als der klingende Betrag des Wohlhabenden zu der Hochschulgesettschast. -

Glaubt nicht, daß wir uns nur an diejenigen wenden, denen die Ver­mietung von Wohnungen zur Erleichterung ihrer Lebenshaltung dient. Haltet Euch nicht aus einem Gefühl falschen Stolzes zurück, indem Ihr vermeint, Euch etwas zu vergeben, wenn Ihr einem Studenten eine Stube einräumt Zu Beginn des Krieges hat mancher in vaterländischer Begeisterung Zimmer sür Verwundete zur Verfügung gestellt. Ist es denn nicht weniger eine vaterländische Pflicht, dafür zu ssrgen, daß die heinikehrenden Krieger die nötige Unterkunft finden, um sich auf der Universität auf den künftigen Beruf vorbereiteu zu können? Und rührt sich nicht etwas vom Gießeuer Bürgerstolz ,n Euch, daß Ihr Euch jagen müßt, wir dürfen unsere Universität, die den Namen unserer Stadt in die Welt hinausträgt, in diesen schweren Zeiten nicht verlaffen.

Wohlap denn, prüfe jeder, ob er nicht nach dem Krieg ein Zimmer­au einen Studenten wird abgeben können, und alle, die dazu bereit sind, mögen Namen, Straße uni) Hausnummer, vielleicht auch unter Angabe der ungefähren Preislage, schon jetzt schristlich bei dem UmversttatZ- seiretariat, Bismarckstraße 22, angebeu oder sich daselbst in eine bei dem Uuiversitäts-Kanzleidiener anfliegende Liste, in der Zeit zwischen 11 1 Uhr, eintragen. . 4453 c

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