wacht: Die a«S russischer Kriegsgefenigenschasi Znrückgekehr- .^ten können ohne Einschränkung wieder im Militärdienst 'verwendet werden. Es würde de:n Grundsatz der allgemeinen Wehrpflicht widersprechen, wenn diese Hearesa «gehörige nach Ab- Krut ihres Urlaubs anders Ver.'vendet würden, als die übrignr Heeresdierrstpslichttgen, fron denen selbst viele nach urührswher Ve» tzomrdung, der Fro:tt wieder zu geführt »ve cden. Soweit ans besondreren Gründen, z. B. infolge vorgeschrittenen Alters oder ans Familienrücksichten fron einer Ber.l-Qrdnng an der Front abgesehen werdest darf, flo-mwen die Sonderb^bimtzmmgen anch den aus russischer Gefangenschaft Zurnckgrwhrten Mgute.
Mb. Deutscher Reichstag.
,<176. Sitzung vom 14. Iruri.)
Ach B»nd«KvatMfrhe: Kriegsminister von S-tein.
Bizcpräsidertt Tr. Dave eröffnet die Sitzung um 12 1 /* Uhr. Aus der Tagesordnung stehen ztoräält acht Anfragen.
Aus eine Anfrage des Llbg. Ru pp idsutschk.) erklärt Go- Heimrat Tr. Mathias: ErZeuaerpveife für inlärünschen Rvl>° tabak sind durch Mchtpreise festgesetzt. Bei der Preisregellmg für die LaLaksarikatr mutz in Betracht gezogen werden, daß dar inländische Tabak in der .Hauptsache jufamntcn mit ausländischem Tabak verarbeitet wird. Nicht außer acht darf gelassen werden, daß 75 vom Hundert aller.' Tabakerjeirgnzsse für das Heer beschag- na-hntt sind, daß die Preise für die Haeveslieferunge:: in mäßigen» Grenzen gehalten werden müssen, und daß dies iratürlich ans Dve im freien Verkehr befindlichen Tabakmb'TrLate zurücsioiE.
Auf eine Anfrage ches Zentrumsabgri^rdneten Astor antwortet Geh^n inrat Tr. Mathias: Die Frage, ob und ünvie-- weit mit Rücksicht aus die Ber»)rd:rung gegen Preistreibereien vom 8. Mai d. I. die BundesraLsverortmung über die PreisbeschrÄr- kung beim Vertaus fron Web-, Wi:ck- irnd Sttickwaren vom 30. März 1918 der Aenderirng bedarf, mtterliegkt «rr Zeit der Prüfung.
Abg Tr. Heck sch er (Vpt.) fragt: Nach ziivarlässmcm 9?ach- richten sind ans Anstiftung und :rnter dem Drucke Girglands,, sowie unter Beihilfe Fankveichs die rn Siam ansässigen deutsclZen Familien nach Konzerttoationslagern in Indien gebracht worden. Ist der Herr Reick^kanzler bereit. Auskunft zu erteilen, ioelck-a BergeltrmgsmaßnalMen die deutsche Recherrrng gegen dieses brutale tEferre^hrswid i gx? Bcrfahven getroffen bat?
Tirektor im Auswärtigen Aint Dr. Kriege: Als Vergeltung Nr die JnterTnierumg der ui Siam lebenden Dew scher erfolgte die Internierung der in^ Deutschland lebenden Siamesen. Als hier be- ramtt ivurde. daß die internierten Deutschen ans Siam nach lBritisch-Indien gebracht winden, ist hiergegen deutsck-er- 'seits sofort bei der englischen und der siamesischere Negierrorg nachdrücklich protestiert und beider: Regierungen erklärt worden, daß sie für, jeden Schaden cm Leben. Gesundheit und Eigenttrm dar; .Internierten, dar den Internierten aus dieser Ausenthaltsmaß- traihme entstehen sollte, veecruNvörtlich gemacht werden mürbem ft)ei dein zurzeit im Haag geführten Berhmrdlungen zwischen
die Fvage über dre znxurg-Sweife .Heranziehung deutscher Offiziere ztu diesen Arbeiten feine befriedigeride Antwort erfolgt, ammnka- nische Offiziere einer gleichen Bel-andLung unterworfen werden
sollen.
Ergänzend fragt der Abg. Stresemann. ob der Reichs- Mrzler bereit sei. auch dagegen Einspruch zu erheben, daß zum Ztoecke der Herabsetzung der deutschen Kriegsgefangenen derartige Pl-otographien verbreitet werden dürfen?
. Zuerst v. Fransecky: Es wird außerordentlich sckprer fallen, dre Verbreitung solcher Photographien in der feindlichen Press« zu verhindern.
Darauf wird die Aussprache über den
Hecrrselat
fortgesetzt.
Ern Vertreter des Kr ie g s m in i sterin Ms bestSlfet das Einverständnis der Regierung nnt der kvnservaric^n Entschließung. svonach die Zucht von Lacffpferden durch Festsetzmrg genügender Remontcpreife rentabel bleiben soll, sowie zur Etteiclnto- ruicg und BerbillMmg des Lasdenverkehrs im Lande alle bei der Temobümatt-ung freigetp-bcmen Wagsr, ZAeinbahuen usw. den Gent eiiwen überlasstm werden.
Abg. Mumm (T>. Z-rakt.): Wenn von einer Familie, die schm scheuere Blutarmer gebracl-t l-at, ein Bclyn reklamiert rtnrb, diese Reklamation: aber abg«viesen werden muß, so soll dies .in angemessener Form gesch-hen. Tie Feldseelsorge muß nach allen Seite:: hrn gefördert tverda:. namentlich hinsickülich der Verso rgcrng mit ner.en Teßamenten. ?!ach für die Kolonisation im Osten kann die Heeresvenvaltung viel tun.
, Garerak von Scheuch: Tie Anrvchrung der Kriegsgefahnm- zett aut d-ie aktive Tünrsr^it wird er'folgen können. Die Kontrolle der kriegsverwendungsfälTigen Leute in freu Krwgsgesellschaften ist so schrr, wie möglich. In der Z. E. G. ist ihre Zahl auf 31 gefmrken. Es müssen aber alle Emwände geprüft und solche berück- >ich:gl werden. Aus tvlitischm Gründen wird niemand eingezogen. (Unruhe bei^ txm Doz.) Erfüllt der Reklamierte nrckIt nvehr seine Pslvcht, sckkädigt er vielmal/r die Kriogspacrduktion, so wird er erngczsxfen. Das politisch' yShommt wrrd also von ihn pi die ^ack>' hineingebvacht.
Ge. eralolErarzt Dr. Schulzen: Mein Zahlenmaterial, dos von dem Abg. Kunert bestritte:: :norden ist, ist einwandfrei. Tie Rentenguetschnng :oürde ich entschieden verurteile::. Bisher haben !uch solch Beschwerden meist als nichtig l-eraus^estellt. Tie grobe Behandlung in ben Lazaretten baroljt Starkstrom ist verschwunchen.
Mg. Tr. Cohn fU. Soz.): Daß die Lazarattbel^andlimg mmmmml doch in Mtzhandkung cu:sarl7t. steht ztoeifellos fest. Alles, lvas seitens der Obersten Heeresleitung in den besetzten Gebieten geschieht, widerspricht der Reichstagsresolutie: 1 vom 19. Iun: 1917, und Sie (zur Mehrheit) lassen sich dies' mrttviklig t'gefatlen. Tie Randlchcher sind ein Golgatha, eing Schädelstätte des Sozialismus geworden: sic wurden hingemordet von mißbrauchten deutschen Trupp«:. (Pfuirufe rechts! Unerhört! V:zep/ä i e.:t Tr. Dope rügt den Ausdruck. Alle Zewrums-
den, und daß die G o m m e r z u w e i s u n g e n auf G:an:d der Gesamtzitweisung so erhöht lverden, daß eine auSreichiche Bov- ratSansammlui^ für den Winter möglich ist.
Arr» Ktadt mife LanD.
Gießen, den 15. Juni 1918
Lebensmittelmarke«.
Für di« Zeit von. 17. Iu»c: bis 23. Juni 1918 haben nachstehende Lebensmittelmarken Gültigkeit:
Brotnwrken der 25. Woche, gültig vom 17. 6. 1918 — 23. 6. 1918 Buttermarken „ 26. , „ .. 17.6.191^-23.6.1918
Elermarken Nr. 9. „ „ 17.6.1918-23.0.1918
Fletschmarken, 25. „ . , 17.6.1918-23.8.1918
ttartofselncarken, 25. , „ 17.6. 1918 - 28. 6. 1918
Seisenmarken für den Monat Juni 1918.
Ein Umtausch verfallener Marken findet nicht mehr statt: ebenso rvird für verloren gegangene Marte» kein Ersatz gewährt.
Nenanmeldnugeu und Rumeldung von Neugetzoreneu haben unter Bortage der nötige« Ausweise, insbesondere der Lebendnnttct'AuSweiSkarte, aus dem Lebensmittelamt zu erfolgen.
Umzüge tnnerhatd der Stadt «ad Wegzüge von Gießen find in den zuständigen Bezirken anzumetdcn.
Goschäftöstnnden des LebeuSmittelamte» von 9—12 Nhr vorm., 2—4 Nhr nachm.
Markenausgabe üir Urlaltber:
Sonntags von 10—12 Uhr vormittags.
F^iaming her in JEen inifmtrtrn ®nrtf*ni au» Siam ' Äd n.K anwrk.» «n bat ffortfifeuilto |
Sf *"**"• ^ 9M '*‘ am *' iet Skr ^ ti>IU1 ' flen MeÜ)t abäU ’ ! Tr. boi m. ^ in iZ?r »fe
tzluf die Anfraae des Aba Heckscher sNfrt 1 nach Nerael- m u Inlifn. Wir wollen nicht, fährt Cohn fort, daß dieser
^uii oii. ^njTagt oe^ nog. pe(Tia>er t-^pr.) naa) -oergel- m -nn<»mr. f(r ». ein»,* _t...* s,_
ttmgsmaßvahmen wegm: der unter dem Druck Euglcmds, ww:e iunter Beihilfe Frankreichs gepla:cken Ueberftlhrrmg unserer Landslaute in China in Konzeittrationslager nach Australien erklärt der
Direktor in: Auswärtigen Amt Tr. Kriege: Die deutsche Negierung har angesichts des Ernstes der Nachnchit. gegen diesen- Plan unverzüglich die nachdrücklichsren Schritte mtteriwmmen und
besonders imi beteiligten Regierungen schwerste Bargeld tungsmaßnahmen angedrobt. Nach einer gestern ein-- gegangenen Drahttncldung des deutschen Gesandten im Haag hat Her nnt dem Schutz der deutschen Interessen in China betrmrtv inederländisckr Gesandte rn Peking telegrar-hiert chaß die Gesahl- d^-r Deportation für die Deuts chm beseitigt se'
grau-eiifr. lle europäisch? Krieg m einer Famlü-eiKniaelegcn&eü her Lohenzollerm werde, wie aus dem Teleczramm hervorgeht: „Wil- lwlm 1>öi angegriffen." Ein wirklicher.Frieden wird durch biefeir, Krieg nicht herbe' geführt, wenn der schließlich? Sieg auch auf dep teilt,ner? <cntc bleibt. Die Leitung der .Kriegsührnng muß von einem p e s a n dere n Air s s chu ß übe r w a ch t werden.
Kriegs minister von Stein: Ich will nur eine::: fundainen- talai: Irrtum lwg^uan, nicht eine Fmurtie führt dem Krieg, sondern bas deutsche Bolk 'unter der Führung sein.es Kaisers um seiner Existenz willen. (Beifall rechts.)
Generaloberarzt Dr. Schuk-en: Ich nruß ^ entschieden «As eilte Beleidigung der Aerxke und der Heeirsderwalttrng zurüchweisen. daß die B-chrndlung der Krie,7svenmmdeten nicht z-icm Z-wvZe der
«Lg. D« »idsohn fragt, wie 'die wm dem Ober« S^mm«schwqr «KBgt. Ich bitte um Be-
'schlagrrabTne verschiel-enor \ n< ;?'* r ' sesSsrspaW gegen bte frerwn:flvhe Art vor-
lit.war:scher Erzeugnisse in der Altiwwuchhandlung mit den kr«.gs^ ■ ann '
kmmr.ando in den Marke:: Veraulaßt« Bes
miinfteriksfen Erklärungen und Zusicherunspen zu vereinbaren sei.
Oberstleutnant van den B e r g h: Eure Veschverde über die Beschlagnahme ist denn Obermilitärbefehlsl-aber bisher rnchä er- hrchen nvrve::. Ob die Beschlagnahrne gerechtfertigt stt, wird.nach' aseprftft werden .Die^DO Exernr^are werden wLhrend der BeichLsg» nähme heim Polizeipräsidium m Berlft, (ucbtfrxilp.t.
Abg. Dr. Streif manu (n-atl.) fr^rt: Die in England urch Fwankverch uno in dm besetzten
deutschen ^Lonien gefangenen Deutschen befinde:: sich in einer besonders drückenden Lage, da sie :rach eii^m meist jahrelangen Aufenthalt in dem twpisch-m Klima jetzt eine Gefangenschaft von drei bis vier Jahren erdulden müsse::. Ist der MichSkanzler bereit, die geeigneten .Maßnahmen zu eruften, ton den sofortigen Austausch xnd die Nel>erführuug der gewannen gehaltenen Kolmrialdeutschm in die Heimat zu erreichen?
Direktor- im Auswärtigen Mn Dr. Kriege: Die deutsche Regiermrg ist vom Beginn des Krieges an für die in England und Frankreich und m den von der: Feftiben besetzten Sckwtz- gelnete:: gesangen g-chaltenei: shfrl^viakd.uctsch'n mit l^esonderem, Nachdruck eingetveten. Es spricht jeder Menschichhät Holr,:, Per- sorrm:, die seit Itchren den Alrrstvengrmgen des Austuttialts im tropischen Klima verbunden mit den Aufregnngeu des Krieges aus- ^setzt gewesen sind, rwch weiter in ixt Gesangeirsck^ift^rrilch.,! l>alten. I:: der Tat ist es auch nach ^reichen, langwierig-''': Unterhand- lrnrgen gelungen, einem erheblichen Teil dieser Personen die Rückkehr in die Heimat oder die WoUtat der Internierung in einem neutralen Lande zu verschaffen. Weiterhin ist auf Grund der im März d. I. mit belgischen Bertvetorn ü: Bern geft'llw'cen Berhaud- lun-fen die baKchre Rückkehr der rwch m.Afrika in belgischer Geivalt befftrdlick-en Kolon ialdoutschen zu «erwart«:. Ebenso werde:: auf Grmck der mit Frankreich im April geMieram Vereinbarun^ mit den aus Frankreich zurnckgefehrben Ziviliut-erm'erten auch die KDloniatdeutschen über die Schweiz nack) Deutschland ausreiseir tomlen Crchlich schweben Pir^it in Haag n:it England über die Freilasswrg der in englischer Geioalt beftEchei: Zivilgefemgenep Verhcc-.üüuTBgeil
. o. Trampezynski (Pole) beklagt sich über die Zurückhaltung der poluisck-ei: Arbeiter, die nicht einmal Heimatsurlaub erhielpm.
Geivval Scheuch: die frolnischcn Arbeiter köerwm wir
währeTre deS Wirges nicht verzichten.
General von Vrikberg: Der Ged«A?.ktz, ein Krse:Smus«sn
tu. schnfen, ist nafcS sympathisch. Wir werden unfern Dank ab-
Mtragen nässen.
Oberst v on Fransecky: Die Freiheit, die die russische Regie- irung den Klriegsgesairgenen zuieil werden läßt, sieht doch ganzt anders aus, als der'Ubgeordirete Cohn es cmirimmt. Sie werden einfach auf die Straße getoorsen.
Abg. Dr. M ü l l e r-Meüsinge:: (Vpt.): Ich bin .wstern mis> fru-stanlfen Nvstfen. Meine Beschlrvrbe sollte nicht den aktiven Ofsi- ziccen irgeudvme eine unehre:ü^afte Haltmrg den piaktiven Offiziere:: gegenül^r voriverfen. Ich wollte mrr Klarheit schaffen in einer weite Kreist berührerrden Angelogercheit.
Kriegsminister von Stein: Ich danke dem Vorredner, die Sache ist damit erledigt.
Die Aussprache schließt, lieber die Resolutionen wird in dritter Lesung abgestimmt iverden. Tie dvi Geiepeirtivürfe rverden einer Konnnission von 21 Mitgliedern überwiesen. Die beiden Vortragenden Räte werden belvilligt. Tar Etat wird genehnngt.
Nachsic Sitzung: Donnerstag, 20. Juni, z:vei Uhr nachmittags. Kleine Vorlagen und Petitionen.
Schluß 4 S ,4 Uhr.
Der LeeMeg.
Neue U-Boot-Erfolgr.
Berlin, 14. Juni. (AmtlichZ Durch die Tätigkeit nnferer U-Boote lw-irrden wiederum 20 000 BRT. versenkt. Den Hauptantcil an diesen Erfolgen mit etwa 17 000 BRT. hat Kcrpitäml<nrtna.nt Georg, dessen Erfolge hauptsächlich, im Aermelkanal er-ielt wurden. U. a
chwabach siE^fm^«°chdrr baldige l-iefbeladen« F-cachtdampfer von ca. 6000 uni» l000
des PaL-z°nmMs nSMich' bei nXi Ä. te milWrif^en Bri^ BMT Gco»« soivic ein Tansdampfer vom Aussehen Lucel- 'MM (ea. 5000 BRT.), der ttt Boglertturg von z.vei
awften U-Bootjägem: fuhr, vernichtet. Fer-.ler cvurven von den: im engiischen Kriegsdienst eingestelllr:: Fischersahrzeng
rensur.
General von Wrisb erg: An der gesamten deutschen Ostfront :st in den Grenz bewirken ein besonderer Verso uenanSweiö
auch fetzt roch erforderlich. .... w ....
Ueberwacüuug doS Vostrerkehrs im Gr'enzgebiet nördlich der Men:el wird ux den nächsten Tagen erfolgen.
Dir deutschen Gefantzemu in Amerika.
Abg. Dr. Stresemann (ntl.) fragt: Nach der Pall. Mall- Gazetlc vom 29. April d. I. ist Kapitän König, srük)er Befehlshaber eines iutermorten deutschen Handelsschiffes imd Offizier in der Kcriferlichen Marine, vor: Uncle Sam an die Arbeit gehc-U -rochen. Aus der Photognrphie cri'ieht man, ivie dieser Offrzwr und seine Mitgesmrgenen unter starker Be^wachuiig Kt er ne klopfen u n d K ana l i sa t i o n s r ö h r e u legen. Ist dem Herrn Reichskanzler befarmt, ob diese Mitteilung de::' Tat-wckc: erttspricht, inib toelckie Maßnahmen gedenkt der Herr R-erchskan-ler zut-ceffendensalls gegen ei.: derartiges Verhalten, zu ergreifen?
Oberst von Fransecky: Der Zweck dieser Veröffentlichung m den englischen Müttern dürfte sein, die deut- ichvil Gesmrgenen in den Augen der englischen Bevölke- rung herabzusehen. i)Lus dem Inhalt geht nicht hervor, vb es sieh um eine LwangÄveife Hevantzichuizg der Offiziere zu Viesen Arberten handelt. Hier ist bekannt, daß interrsierte Offiziere sich in dieser Art beschütigen lassen, um ihre Untercu:rft -u oer- bcnern. E^ fft möglich, daß es sich bei der Photographie um derartige Arbeiten handelt, die von der enZlische,: Presse zu Propa- gcamiztverfai ausgeberttet wurden. EU: Ry'erveoisizier der Kaiser
>. cm i ' . v.. «i * ■ ■ * ...
Die Aufhebung der militärischen. Johns Gescyüy und 5triegsftagge erlwtlwt und Kommandant,
' Maschinist limb ein Marrn geffenoen gwummett.
Der Chef des Aomirarftabes dar Marine.
Arr5 Hessen.
Die Schlagmühlen.
^og. Dorsch bat in der Zweiten Kammer folgende drmg- ückfe! Anfrage gestellt: Ist der Großh. Negierung l>erannt, daß ru: Kreis Büdingen den Samenzüchtern Verbote:: wird, ihren Samen außerl)alb dl^s Kreis-es schlagen zu lassen, daß der Samen nur in de:: drei kleinen Wassermühlen des Zdreises Bü- dingen gcschlager: werden soll, wozu sie nicht im entferntesten ausreick)en? Har das Großh. Ztweisamt Büdingen zu einer solchen ärgerniserregenden imb den Samenbau, der sich so gut entwickelt hat, hindernden Bckanntmackxmg das Recht? Was soll mit einer solchen Maßnahme b-ezrveckt werde::?
Derselbe Abgeordnete fragt ferner cm: Ist der Großh Regierung bekannt, daß im Kreis Gießen die Bürgerm ei stereier: zur Aüsfülünrg von umfangreiche:: Jvrmul-aren über die Anbau- iläckien von Samenfrüchten aufgesocden lvcrden? Daß diese Maßnahme als Beleidigtmg airgesehen wird und eine kaum zu bewältigende ?lrb<nt verrrrsackst. Ist diese Maßnahme wirklich not- wcichig und i,t sie rechtlich zulässig?
Die Kcchlenversorgung für den kommenden Wintrr.
" hat in der zwepon Kammer unterm 1l. Juni
geifeltt: „Ich beantrage. Großh. Rr-MeruT^ zu
■ru.nniAn*»* .nuü 4 -u ' L ..j ' •*'*/»Rktchslmnmissar für die Kohlmver»
am ^ Ver^l^rttchung zurLckzuführeurft, und de: amenkamich.n > . .lang darauf zu brüiacn chaß die fibr Hausbrand-weckej Wfrjxawg antnuieum, baü, werm ui einer angvnessenen Frist aus'zuzuteilenden.Kohlenwe»gcn ausreichend festgesetzt wer-1
**^bgabevon Magergänsen. Die Stadt Gießen wird voraussick-tlich in der Lage sein, dvmnmchst lebende Map gergänse zum Preise von ettva 23 Mark das Stück abzugeben. Näheres Anzeigenteil.
** Zucker- und Nährmittelkarten. Die am 12. d. M. zur Ausgabe gelangten Zucker- und NähnnitteL- karten sind bis spätestens den 17. Juni 1918 einer Ber- kaufsstelle zur Eintragung ihrer Firma und zur Abtrennung des Kontrollabschnittes vorzu-egen.
** N ä h r :n i t t e l - A u s g a b e. Die bei den Kleßckxrndlcrn der Stabt Gieß«: besbeltten Waren für Juni .1918 Kernen fron Vüoutag beit 17. b. M. ab gegen Vorlage des BestellauslveijeZ yux. Nährmittelkarle unb Wgabe der Lcbn^mittelmarke für Juni (6) in Empfang gcnvnttnen roeüxn.
D i e b st a h l. Ir: letzter Zeit wurden in hiesiger Stadt gestohlen: 4 Paar Boxkalf-Chev raux-Herren-Sck): ür- und Knopfftiesel, Größe 39, 42, 43 und 44, 3 Herren-Sacko-An- züge, ein- und ziveircihig, von Farbe dunkelblau, dunkel- grau, kümmel- und salzfarbig, 1 Fracktveste, 1 schwarze Tltch- hose, \ schwarz-graue Hose mit grauen Streifen, 1 altere goldene Herren-Uhr in schlangenähnlicher Form, oben Zacken in „2"-Form, unten in solcher mit Sckiraubeneinrichtung, 1 braune Sommerhose, 1 graue Litewka, 1 Paar getragene schwarze Schnürstiefel mit braunem Filz gefüttert, Größe 42, 1 Paar schwarze getragene Schnürstiefel, Große 42. Bei einer Durchsuchung wurde in dem Besitz einer Frau ein weißes Frauenhemd, gez. „H", der andere Buchstaben ist unkenntlich, vorgefunden, das sie auf der Bleiche gestohlen haben will. — In der verflossenen Nacht wurden aus einem Schaukasten eines Geschäfts im Seltcrsweg fünf blaue, braune, weinrote Kostüme und acht weiße Boi letz lusen entwendet. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen.
** Einen Weg , die Futternot «n lindern. z-i-rL
KriegSausschclß für pffMvckiche und tierische Oele und F«tr in seiner lnmtigen Arrzeige. Die Vorteile des Oelsaatenanbcmes Hrc die Betriebstcchnik sind bekannt. Ter Wi utero ff ruck-Lanbou war vor Einführung das Zmkerrübenbaues die höchste Jrttonsitätsstufr der Ackernutzung. Soweit der Rübenbau aus Mangel an Arbeits- und Gespiunkräiten, stnvie an käuflickieu Tünge:nttt<4u einckirüntt ioer- den sollte, cinpftrhtt es sich, zunächst wi«t>er xmu Oclfrmhdmü»«^ jmrückMbchren. Durch ^ne Oelsrüchtr werden nur Wafferstofs und Sauerstoff, dir imrch die Pstanzen der AtmostchL« entnommen WeiLeu, der Wirtschaft entführt, während ihnen durch die Oelkuchen die mineralischen und stickstosfl-altigen Nährstyffe nieder zurück gegeben worden. Tie Oelsaaten — für den Anbau kommen fetzt zunächst Wirstrrrors und Wmtzmrübsen in Betracht — such vorzügliche Borfrückste für Wintergetreide. Tie frühe Räunuo^ der Felder ermöglicht eine rechtzeitige Ackerbeslellung für die darsüs folgenden Halmfrüchte. Frühe Aussaat und frühe Ernte führen! eine überaus günstige Arbeite Verteilung für ürndnütti cha tsit e Betriebe herbei, die gerade unter den Wirtschastsschoierigkeiu-n der Kriegszeit sehr LeachLoirswert ist. Zu ditfen Vorteilen treten die Erleichterungen, die den Arrbtover:: von OÄlactten ajir Antrag des Kriegsauäsck/.'sses f:1r Oele und Fette behördlicherseits genährt werden.: die Möglichkeit zur Herhestrmg oder zu::: Bezüge fron Od zur Versorgung der eigenen H-auswirtscldait, die Liefen mg von Stickstoffdünger (Ammoniak/ mrd, wormp unsere Lmrdwirte bescncherL llingewiesen seien, der gesetzliche Anspruch auf Rückgabe vor: 40 k
Qelkuck^en für je 100 abgelieferte Winterölsaaten. Es sollte si>, sicher jeder Landwirt die Frage Vorlagen, ob ec sich nicht bicje Vor- 'teile sichern und datzirrch gleick^eitig zur Scixrsfuug der für dis Ktfegfülwung jutId die BolkserrdährrMs dringend notwendigen Oele unid Fette beitragen will.
** Gin vaterländischer ßCbenb »um Besten der Ludeudorff-Svendc fand gestern abmd in der nepen Aula der Universität statt. Die Vercrnsdaltung. deren Zustand«ckvmmm den Demühnugen eirrer Anzahl vaterländischer und wvhltätigev Vereine ziu dlMkcn war. tvcrr sehr gut besucht und nahm einen: stimm:mgsvollen Verlauf. Die Militärkapelle trug ausgewähltv Musikstücke fror, Herr Hofrat Stein goetter brachte ernste uud heitere Kriegsdichtungen wirAmgsvoll zu G.chör und lvics m einen- geschickt verfaßten Borspruch auf die Bedeutung der Ludendorsfe Spende hin. Im Mittelpunkt des Ganzen ftcnw der äußerst seffelnde Lichtbild-er-Vortrag des Herrn Bankdirekwrs, Leutnant d. R. jGrießbauer über „Krieg imd Flngweserst'. Der Redner girret von der „Ila" zu Frmckfnn a. Mt 1909 und den Prin^-Heinrich^' Flüge:: 1911—13 aus und gab ein übersichtliches Bild bec übervaschenden Ärtzricllnng des d>nttschen Flugzcugtoesens bis zum heutigen Tage. Eme große Anzahl trefflicher Aufnahmen von der Westfront, Italien, Albanien, Aegypten, RumLnien, Galizien. Ruß-» land und Englcnüi führte:: die glänzenden Erfolge unserer Flieger vor Augen, die ninrnrormrÄde mit frohem Mute imd deutscher Zriverx sicht sden Feind brtzL-y-fen, besiege:: :rnd unseren tapferen Truvvaü mrermeßliche Dienste leist«:. Was man hier ^u hören und zu schal bekam, .gab ein echtes Bild des derttschen Jvrsä.-er- und Heldengeistes und mußte einen jeden Hörer mit Stolz und Bewunderung ermllen. Gütige Punkte der Anssü'hrlmgen des Redners möge:: beiveisen, welchen Äüffchunmg die.Flugkunst in ben letzten 10 Führen gs- nommen hat. Im Jahre 1909 betrug die höchste Stwrdengeschwin- digkeit en^s Mu-tzeuaes 76 KiLometer, hatte vermag ein mvdwrvtz Jagdflugzeug 220 Kikometer in der Stunde zurückzulegen, toährenÜ der Motor das Flugzeug 30 ©timben in der Luft ballen könnbe. 1909 belief sich die größte zu rück flegle Strecke auf :mr 124 Kilo Meter. War noch 1*4 Kriegsausbruch der deutsche Flugzeugmvrar tem kranzüsischen rarterlogen, so hat die deutsck-e Tecl-nik loährenb des Krieges in dem Daimler-Motor enre:: Motor gefunden, der bei weiten: feistrirncksMäger inrd sparsamer in der Berarbeilung deS B> e nstoffes ist. T» K afll istimg wurde vo 100 PS. au; 1040 PS. gesteigert. Zu .Kriegst>egi::n brauchte ein Flieger 40 Münttm, um sich zu einer §>öhe fron 115 Meter über den Erdboden zu erheben^ heute filixraubt süh ein Flugzeug in 20—25 Minuten m 6000 Meter Höhe empor. Die Fiu^eugkamera, die Beivaffnung der Flugzeuge, wurden in überraschnkder Weise frervolltomnrnet, die Tmgsätügfeit erheblich gestrigen, und in jeder Weife die Errungenschaften v«s Technik mü> Wiffe-nscl-ast mttzbar gemacht. So frennochten unsire Flugzeuge die getvcüttgen Leistung«: in der Aufklärung des GW* Uüches, un L«M, onrch Bomdcuadrourl nsw. zu. eczfelQtz die «nt*


