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Mb - Vemjcher Reichstag.
Gkßener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhesien)
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172. SW«s, DicnÄÄg bot 11. s 1913, 1 Uhr.
Anfragen
Dr. Mükler - Meinigen l(F. Vp.) toetflJ darauf hin, daß di-.' für das Heer bestknnnte Kriegs-Tabaks-Mischu n g trotz bohen Preises große Mengen Laub enthalte.
General v. Oven: sllm die Tabakvorräte zu strecken, mußte zu Ersatzstoffen geg-riffen werden. Nach Anhörung von Sachver- Mndigttr ist Buchenkaub sausgewähtt »vorden. Die Weiter- lüferung der Kriegs-Tabak-Mischung ist seit einigen Wochen eingestellt worden.
ALg. Dr. Müll e r - Meiningen M Bp.): Da der Zentner Laub nur 10 Mar? kostet, für den Dabak aber 500 Mackk verlangt werden, so wird das Heer bewuchert. Durch den Genuß des Laub tabafs wird die Gesundl-eit der Truppen geschädigt.
General v. Oven: Der Preis von 1,90 Mark für das Pfund nach Abzug der Steuer ist lvegen des gestiegenen Preises des zur Mischung v erloeu.de ten Tabaks nicht sai hock). Nichtig ist, daß sich Gesundheitsstörung«: bei dKr Truppe gezeigt haben. Die Soldaten rauchen lieber schlechten Tabak als gar keinen.
Aba. Dr. M ü l l e r-Meinigen (F. Bp.) verlangt Maßiwhmen Min Schutz unserer Landsleute gegen verbrecherische Ausschreitungen de s Chauvinismus in den Vereinigtes Staaten, wie die L y n ch u n g des Bergarbeiters Pauli Prager in Collinsville (Illinois) am 4. April >1918.
Geh. Legationsrat Simon teilt mit, daß der schweizerische LGesandte energische Schritte in Washington unternommen hat, um Aufklärung und Sühne herbeizusühren. Das Bundesgcricht ivill zunächst seine Zuständigkeit prüfen. Auf alle Fälle muß die Unmenschlichkeit bestraft werden. Wir Habei: gegenüber der Negierung der Vereinigten Staaten wissen lassen, daß wir auf einer schleunigen Bestranmg bestehen.
Aus eine weitere Frage des Abg. Dr. Müller-Meiningen erklärt Geh. Legationsrat Simon: Allen Fällen der Vergewaltigung oder Lynchung von Deutschgesinnten werden wir rmchgehen, wo es sich um deutsche Reichsangehörige handelt.
©5 folgen die zurückgestellten Abstimmungen zum Reichsamt des Innern. Die beiden vom Ausschuß gestrichenen Vortragenden Räte werde,: foieder bewilligt. Der Zen- trumSantrag auf Errichtung von Beamtenausschüsse!: bei den ReickMietrieben wird angenmnmen. Die sozialdemokratischen Anträge aus Erhöhrmg der Familienunterstützung und Aufbau der Arbeitsvermittlung werden abgelehnt.
Der Har^halt des Neichsamts des Innern ist damit in zweiter Lesung erledigt.
Der Heerrsetat.
Mit der zweiter: Lesung des Heeresetats ist die erste Lesung dreier neu eingebrachter militärischer Gesetzentwürfe verbunden, ^.re Vorlage auf Heranz iehung vonHee re sun fähigen iu\:i nulitärischen Arbeitsdienst will mißliebige Elemente unschädlich machen, die durch strafgerichtliche Verurteilung heeresunfähig geworden sind. Eine zweite Vorlage betrifft eine Ergänzung der Wehrpflicht dahin, da ßdie ausgebildeten Mannschaften des Landsturms 1. Aufgebots zur Reserve oder Landwehr iiber- gesührt werden können. Eine brüte Vorlage über Milderungen } Rl Militär st rafgesetzbuch sieht die wahltoeise Ersetzung ^'. strengen Arrests durch milde,: Arrest bei Vergehen durch die -nilitärische Unterordrmng vor.
Kriegsmürister v. Stein: Ter Angriff der Kwnprinzensrrmee an: E hemm des Tames hat zu einen: großen Schlachterfolg geführt und bannt .zu emer der schwersten Niederlagen für die Sntmtc luälrrau) des garten Feldzuges. Der Einsatz der französischen Reserven M, der Sonwne und in Flandern ermöglichte zivar die .dummmenslickung der zerrissenen englischen Front, aber die dort fei ff Ci.-fiten französischen .Kräfte fehlten jetzt, um der Wucht des deutschen Angrrsfs fit widerf'lxhen. In beispielloser Schnelligkeit erfolgte oer Vormarsch brs zur Marr^. Tie Fochsche Reservearmee bestem nrcht mehr. Auch.die Entente beginnt die Schioece ihrer Ru-derlage eanzugestehen. Schon hört man (Stimmen, der Verrat m-.ktandü habe d:e Niederlage verschuldet. Das ist der Dank
^r sich für Englaird verblMet, Ust darra: schuld, sondern die
R,ii&Wmte helfen Niederzwurgmig groijc Teile imfecer Heeres- ^ at & ® ntcnte überhaupt ermöglicht, uns ^^änsch b^ he,:te zu wideritehe,:. Jetzt vertröstet die Entente !fs en ™ cni)c öüse Am-erckas, um sie zum Aus-
Ä ? Mdloien^ Blntverg:eßeu enrporzupeitsckMl. Die Zahl ^ de," Kriegsschauplatz bisher erschienene,: ame- lnnter den ausposaunten Nachrichten weÜ
Voll Bavm^erwrg und Dankbarkeit blicken wir auf unsere Ä Ie S 4 ’ <B« ,Der Willensstärke AngttffsgM
mZhhj 1 ^Osten ent,ch:ed nt auch heute noch lebendig. Das
über den Feind, das Vettranm n d:e Führkw nnrd d:e Armee auch weiterhin z-nm Siege führen ^ ^ ^ Ringens^L'
Kstuiwi ^ ic9m ™ ifter begründet nunmehr die drei milüärisch-n
fStr.): Unferen tapferen Truppen sollte man ° Ind>t ^^nwglrch machen. Für die heimkehrenden muß bester gesorgt werden. Tie elsm>lothringi- fchn Soldaten darf man nicht w:e Parras behandeln. Unsere Sol- Wachärzten ständig auf Tuberkulose untersucht Zw:schen Neklamierten und Nichü-eklamier- t $v^ eU Gegensatz. Es gibt noch immer Soldaten,
o:e während zweier ^ahre keinen Urlaub bekommen haben. Ter ist baldmöglichst der Heimat zuzusühre::. Tie Ilerzte die" 9 ^.^ Hanptaufgabe betrachten, und verdirnm^ ^llteu sich hüten, den Ruf von Rentenquetschen zu
beantragt Ausschußberatung der ^ .H^resunsährgen imh die Wehrpslichtände- mngmtb begrüudet ennge soz:aldemo?rat:,che Anträge.
^rt Klage über politische Ueber- gruie militärischer Vorgesetzter. Sogar gegen das gleick-e Wahl- SVmf Vorgesetztengewalt gearbeitet. Ten
™ ’z^lmlteT n£n 1011 mt nmd) 5 ' cftrebcn '
Mitüooch 1 Uhr: Weiterberatuna ScAuß: 7 Uhr.
lebhaftesten pulsierte das öffentliche Leben in den provinziellen und kommunalen Vertretungen, die das Marc der Selbstverwaltung bildeten, gegen die ein Ankämpfen der vTUnlegierten Stände ergebstisbis war. Die proviitziellen Irngenrechte wurden behauptet. Wenn heute vielfach Vor- fchlnge zu einer Umbildung der Verfassung auftauchen, so mutz man dabe, berückschtigen, daß der belgische Staat an starke Traditionen gebunden ist, die die Verfassungsentwick- lung beeinflußten. Ablvesenheit monarchischer Ueberlieferun- Zen, Provinzielle Selbstverwaltung und Machtstellung der tatholischen Kirche, das sind die 3 Faktoren, die nicht außer acht geladen werden dürfen.
r. ^belgische Staatsverfast'ung entwickelte sich in der ersten Halste des 19. Jahrhunderts. Nach dem Sturze Na- poleons fand die bekannte Verschmelzung Belgiens und Jtatt. Als dann nach dem Londoner Vertrag durch Wilhelm I. die bestehende Verfassung eine! Revision unterzogen werden sollte, entbrannte der Streit über die Vertretung in den Generalstaaten. In Belgien war es dann be- fonders die katholische Opposition, die eine besondere Ver- sastung ,ur Belgien verlangte. Als aber die Regierung die Bersastung in Volksvertretungen sestlegte, trat der Fall ein, oatz die holländischen Generalftaaten die Verfassung annah- men, die belgische Notabelnversamnilung aber dieselbe ab- •(frantiklerikalen Politik, die der König aus be- grerflichen Gründen nun einschlug, konnte er ans die protestantischen Holländer und die liberalen Belgier zählen. Unkluger- weste streß der Könip seine Anhänger chirch Beseitigung des „Code Nwpoleow', Einführnng strenger Preßgesetze selbst vor den Kops, so daß eine Einigung Mischen Klerikalen und Liberalen zustande kam. Die Jiilr-Revolntion von 18^0 brachte' dann den aufgehänsten Zündstoff zur Exploswn. Die mögliche friedliche Lösung verdarb der König jeLbjii durch seine Thronrede, in der er Waffengewalt an- kund:gte. Der Erfolg war der Awfsbrnd, die Niederlaae der königlichen Trichpen in Brüssel, die Loslösung Belgiens und die Bildung einer provisorischen 'Regierung. Im November 1830 trat daun ein Natioualkongreß zusammen. Dw -Verfassung wurde ausgearöeitet und im Februar 1831 angenommen. Die Idee der Augliedernng au Frankreich wurde verworfen, das .Hans Oranien von der belgischen Krone ausgeschlossen urrd die Unabhängigkeit Belgien^ festgesetzt. Gegen die holländischen Beamten, die holländische Sprache, den holläudisclien Einfluß nahm der Kongreß scharfe Stellung.
Q ., Die Verfassung wuroe so abgefaßt, daß Klerikale und Lrberale Zugestanonisse erhielten. Allerdings kam es bei der Beratung der verschiedenen Artikel zu Stvertiakeiten wre K B. über die Eheschließuikg, die Sonntagsruhe usiv. So fetzten die Liberalen durch, daß die bürgerliche Ehe chlretzung vor der kirchlichen za: erfolgen habe.
« Das BolkssouveränitätsprniAw ist 'in der belaiscl-en Berfas,nng vorangestellt, aber die nötigen Folgerungen wurden nicht hieraus gezogen. In Anwendung ist das Ztver-KiMiiner-^yjtenl, mit partieller Erneuerung Als Wahlrecht ist das Zunsuswahlreecht gebräuclstich, das mit gewriserc ^teuerabgaSeir verbunden ist. Die Wahl in die (Senat) ist mir be: sehr hoher Gtenerleistung möglich Das Recht der Auflösung steht den, König zu nbrrgen wurde die königliche Gewalt in e,rge (Pren^n znrüekgedraugl Der König darf keine Gesetze aufheben, darf uberqmlpt nur die ihm von der Verfassung bewilligten Rechte ausuben. Die verantwortlichen Mnrster werden durch den Könrg ernannt und abgesetzt. Steuerr: werden immer nur für ein Jahr bewilligt. Ei,re Verfassungsände- rung wurde durch harte Bedingungen erschwert
Staatsverfassung hat zweifellos viele Vorteile Ihre Mfnahnre nii Ausland war denn auch überaus ^ nb .. t,tete SJerfaffuitflert (Spanien. Sardinien, F°Uen. Rumänien, erste österreichische, Oldenbnra, Koburq Äotha) Meiseil aus fi,e »uriUf. Selbst die preußische Be?- fasjuiig (veist wanchen verwandten Zug aus Trvtzdein blieb re Verfassung Belgien in: Laufe L^Zei?uN7berührt (D'- Verfaisniigsanoer-nng >vrrd der Redner in eineni Nn!itc- reu Vortrage behairdeln.)
Mttwech. \2. 3 nnl
^ses Buch zu nehmen Das zuständige Finanzanlt ist werter befugt, die Einzahlung der Rinrlage zu verlangen, wenn das Geschaftsun-terirehrnen eingestellt wird oder Anlatz zu der Annahme vor liegt, daß bä Rücklage il-rern 1-weck entzogen wird. Gegen ei,re Anordnung des Füranz- amts in diesem Sinne steht dem Ge,oerbetreibenden binnen einer Frist von zwei Wochen Die Beschwerde an Großh. Ministerium der Finauzen, Abteilung für Steuerwesen zu. Durch die Beschwerde wird die Einzahlung der Rücklage nicht mrsgehalteri. Die vorsätzliche oder fahrlässige Zuwider- handlung gegen die Veroronung rvirü mit einer Geldstrafe bi'o zu 30 000 Mark bedroht. Im übrigen wird noef) aus Den schalt der Verordnung Bezug genommen
Arss Stadt uno €<tn£«
Gießen, den 12. Juni 1918.
Giehener hochschm'geMchast.
-m. Gießen, Pen 12. Juni 1918.
Uebcr die ..EntwicklungderbelgischenStaats- im 19. Jahrhundert" sprach gesk-rn abend rm großen Horsaale der Universität Herr Professor £ r : Redner entwarf ein anschauliches Bild
de- be..Fchyen Staates vor und um 1830 und schilderte im UnMuß an dre politischen Ereignisse jener Zeit das Zu- und das Aussehen der Verfassung des belgi-
Bergleicht inan Preußen und Belgien, so zeigt sich schon rctnaußsrllchder Unterschied, wenn man z. $8* den äußeren hiumnt e&rn* der Reichshauptstadt iSiegesaNee! be- uwuarchtsche Bildnisse zeigt, während Brüssel nur me der Verfassung gewidmete Kongreß-Säule aujioeist. ^Jiqet au^rltche Unterschied ist keineswegs ein Zufall.
^.der Gegensatz zwischen der preußischen Md belgischen Ltaatvvertanung hervor. In Preußen u^brn die erst 1818 die Bolksver- krUung trat, m Belgien bestanden Bosssvertretungen vor dem clgcntlrehen Königtum.
swJ? n ’ Ä ErMe um ossentlichen Leben entwickelte sich in Bellpen mrt der aufbluhenden Selhswertuallrmg. Am
Luxnssteiier.
n , Reichstage ist der Entwurf eines Gesetzes über die Umsatz,teuer zngegarigen, oas eine erhöhte Abgabe auf den ttnrsatz von Luxusgegenstanven im .Bernhaiidel vorsieht Zur Srchernng dieser Abgabe hat der Bnndcsrat unter h - A ctnc '"it dem 5 . ALai in Kraft getretene B-rordirnng erlas,e„, nach der die in Betracht konimenden rrtetnhandelsge, chaste eine Rücklage z„ tnLen twben. Als LurusMgenstände im Sinne der Berordrmrlg gelten im lve,entllchen folgende Waren:
Perlen. Edelsteine, einsckchieWch stpithetischer Eoelsterne, sowie Gegenstände aus oder in B-rbittduna mit dre,en Stoffen, ernsch'teßlich der mit Edeltnetalleii do ublwrten Gegenstände.
2. Werke der Pläsiik, Dialerei irnd Graphik soivie Kopien und Berdtelfältchnngen solcher Werke, schein das Entgelt für die Lieferung dreihundert Mark überschreitet
3. Uiiticfitltaten, ernsch-lreßlich alter Drucke, lnrd Gsaenstande wre ,ic als Liebhaberei von Samnitern erworben inert,eu' M^n diese Gegenstände nicht Voilvtagend zu wissen schädlichen Zweäen gesammelt zu toerdeu pflegen.
.... «fr,«*efetnrn« gilt mtd) die Entnahme der Gegenstände L2w«ken^°ußerhalb des Geschäftsbetriebes und auf Grund ^^P^rsteigernngeil, auch wenn der Auftraaaeber nicht selbst Getverb-etrerbeirder ist. Als Lieferung im Sinne der Berwrdnung smd auch Lieferungen aus Werkverträgen aichtsehen, i«nn »er Unternehuier die Stoffe zu dem chefe- rungsgegeiptand l)«ngibi lind es sich dalbei nicht uni^ i tmen oder Mbensachm, handelt. Die Rücklage ist von d^- Au bilden, der die Liesenrng ansführt. ^Bei Gesell- halten Borchindü oder Geschäftsführer für die Er- su.lung der Vorslhinkten abs Gesaintschnldner Bei Ver- jteigevungen l,astet der Versteigerer, und dieser ist befugt einen der Rücklage entsprechenden Betrag von, Berstei uc- rudriöse Mrii^äbehaitmi Die Rückch^ bvchäai btt L 1 genannden Art SO und bei 'Barelu lw ^ öiffar 2 und 3 10 v. H. des für die Lieferung verein-
§utmchnie aus' dem^eigenen! Betrieb gelten dw Gestehungsro,ten als Entgelte. Die zi>.r ^bung>^Rilcklag« Berpflichteteir haben ein Buch zu fuhren, rn das bei jeder Lieferung inrch dein 5. Mai ü I umm ^ Lieferung der Gegen,band noch der handeL üblichen BezerckMtng. der Betrag deS Entgelts, der Tag
'"ä v'nzutraqcn sitw
L » rui 'J te PerMäaMna des WaremmrsatzsteuipelS zw
standtgc ,^nau»amt hat das Recht, jeäcpM Kchsicht ch
Auszeichnungen. Gefreiter Friedrich Zimmer und Kanonier Ludwig Zimmer, Söhne des Delegraphm-Seä-etärs Zimmer, erhielten das Eiserne Kreuz 2 . Klasse. — Der.föammicc „ H ech: n g wurde mit der stnniscl-en Freihcktsnredaille 1. Klasse ausgezeichnet. Er ist auch Inhaber des Eiserne,: Kreuzes d. .ma)|e — Landsturmu:am: Jakob Ruppert von Ober-Jnael- he:m erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. — Dem Eiserrbayrr- Wagenme:ster Heinrich Keil, zurzeit Führer einer Wasserbau- io tonne :n Rußland, wurde das Hessische Allgemeine EbreiMichn ln Silber für Knegsverdienste an: Kriegsbanoe verliehen , 5 .- ^ Verorderung. Ter ^Gefreite Karl Kling, Schaber .'des Hessischen Samtätslreuzes mrd der Hessischen Dapferke'ts- Medaille, wurde zum Unterossizier befördert.
Zungwehr: Mittwoch 72/4 Uhr. Antreten ans dem Lindenplatz.
" © : e ß e u e r W. aldbühne. Die diesjährige Spielzeit wird am 19. Inn: mit der Llufsührung Von Björnsons Lustspiel ,,^« 111 : ber junge Wein blüht" eröffnet. Siche Anzüge. ■o 11 aem Stücke sind alle jungen Damen des Nauhchnvi' KüphauS- thealers und eine große Wrzahl der dor'tig.en ummckichen Mitglieder beschäftigt. Dazu lon:mt, daß die Leitung in bcu ^loLhrten t Haiadeu des Herrn V 0 l c? liegt. Da die von BerussschauspirlMv bestrttienen Llussührungen einen weil größeren Kosten an tzvarw verursachen, als wenn die Wollen in Händen von Dilettanten lägen so mutzten die Preise «der Plätze ein wmlg erhöht loc^ben: im Än-, H^rrn E. Challier: 1,75 M?., 1,40 Mk., 0,60 Mk. und 0,40 Ml ; an der Wäldtaße etwas höher. Asußeckrem )verd«r, lore Vvr:ges Jahr, auch diesmal wieder in beschränkter Zahl S:!-pl^ in dch leiden Seitenlauben zu 2,50 Mt. bzwt. 3 Mk., ibgeqedenj Der >ich aus den Künstlerische!: Veranstaltungen ergebende Rein- gewmn wird der städtischen Kriegssürsorge überwiesen.
** Seidene Kleider, Artisten- und Bühnen, kleidun g. M:t dem heutigen Tage tritt eine Bekam:lnrachmig der Re:ck)sbeklewungsstelle in Kraft, nach der in Zukunft die Wm- munal verbünde be: in ihrem Bezirk besindlickjen gebrauckKen Mei- mintgs- und Wäscheitückp:, die aus Seide bestehen oder ausschließ- lia) zur Verwendniig bei theatralische!: oder artistischer AussÄh- rungen ^geeignet sind, im Wege einer AusnalMcheiEgung den An- nnv Berkains auf Antrag auch solchen Personei: und Unter- K?hh.:eu gestatte!: Ammen, die dazu bisher eine-r (ürlaukmis der rmnchsbekleldungsstelle selbst bednr-ten. Durch Erteilung der Aus- nahmebewüligung ivird der Antragsteller gleichzeitig eruräckpirst. die svaglichei: Gegenstände ös,eickl:ch anznbiete::. Es ist noeckn:äßia der < bizeigen-Amtah: ne stelle die Erteilung der Ausnichnn- bewi lli- giu:g nachznweisei:. Unter die vorstehende:: Bestinunmigen ftckken Auch/^brauchte sogenannte historische Uniformen, Pchuttasie- und Maskenkostüme.
.... ^0 st nach Rußland. Der Postverkehr mft Rußland ist
eröffnet Es lverdei: gewöhnliche und eingeschriedere offen: Briese uno Postkarten des allgen:einen Verkehrs und (EigenenbciZPost befördert. Zügelnssen find (die Svvachn:: deutsch, russisth, kleine ruß:sch, polnisch, wünsch, dänisch, englisch. s-oanzÄsisch ßMkrdisch nanemsch, iwnveg:sch, sckjwedisch. spmnsch und iMMÄsch. S?n- >oungen des allgenreine:: Verkehrs nach Rußland snw ' mrtfi beni Satei: des Welkpostvertrags .sreizumucheu. — Rach der TürM Dürfe!: höchstens 0 Pakete von einen: ?(bstnDer tMrch <a^od^ert 'w:eje Einschränkung loird nicht immer beacht. P->st-. austalten ^ smd deshalb von treuem *häraus hrngetoiefen w«Len, Idamtt ke-rne Slockungen eintreten, die eine neue Sperre mrver- mewltch machen würden.
- ^Hn^^altungsa bend im Katholischen Der- eins Hau s. Zu dem Buchst in der fNontags-Nmmmw unseres Mattes se: nLck)getraMN, daß die Leitung der Verachücktuna nicht m Händen des Lazarettbemnten Kaiser lag, sondern be>
- Walt-er Baetzel, auf dessen Venmsakftmg der Ibend zustande kam.
Starkenburg und Rheinhessen.
K. P. Von der Bergstraße, 11. Juni. Die lttrschav, ewnte ist fr Z. byvnbci^ m Leoheim, Alsbach usw. lebhaft ftn tvlmge. Besonders am ^romttag toaren die Orte von Kirschen- Uelchabern gerc^ezu überschwemnit, besonders weil S«heim dan Psg. für das Pfund abnimmt, ioährrnd bic benack^rtm Kommunalverbände 65 Psg. fordern. Freilich wird dieser Höchstpreis mcht imnver eingehalten.
Hessen-Nassau.
^^nksurta. M., 11. Jnni. Durch die anhaLend- Trockenheit der letzten Wochen ist der Mainwasserstand ein^^- ordentnch niedriger. Auf der Lanalisierten Strecke bis Aschaikn- FiALk ein SchpfSverkelw in geregelten Bahnen noch mästrch, über A;ck-assenburg „hinaus muss«: die Schiffe stark leichtern um- es lovr- den sogar Befürchtungen laut, daß, roenn nicht eine bAoige Aende- kuilg erntritt, nnt cim-x gänzlickjen Einstellung dcn Sck»siahrt ge- rechnet ive^ll muß. Leit Jalirzchntm hat man einen solch ^e- d^n Wasserftalld mcht mehr beobackstet. — Am ist der
Höchstpreis für ©rDbeereit imb .Kirschen eingckreten. Die nächste .Folge Wair, datz nunmegr :n der ganzen Stadt weder eine £rocfie M)ch ane Erdbeere zu kaufen ist. ^
Ger'ßchts^sll.
ll « Vor kurzen: lief der Eiltzug
9 rtl? nach Frankfurt im bies:ge!t Bähnhof l>naubt eftu
n flJ , ^ 0, 2 facrtel Wägen uwvai Abcht, Tabak, Wc«, Ka-w.^t beraubt. Eüw sofort vorgenourmeso Dnrch- des Dienstpersonals ergab, daß der Zugführer ^ mrsgMhn hatten, ^xc Köl^S traft' fängnis murtCt 1 ^ )cn ^ W Veamjten Mt 10 Mionaten Ge-
- n, 11. Juni. „Hühner und SchDoeftve ?nt ver«
i^n^'.^ÄEres^bei Vmzens Schictie, Wcllritztdal." T^s Inserat u - ?, ^ einer lstesigen Tagesreitimg. Hiernnf oegab sich der Gerrchtsvollzteher Lohi^dorfer von hier zu dem bis dahm unpfandbaren Arbeiter Schiche wü) srug derselben ob Vubner zu verkaufen habe, was verneint wurde, da dstseiben sch«,
au/Ä "J5S k s U Sl - Schweine", dies wurde beiabt.-
aus ließ Schuhe aus den: ^tall dte inserierten Schweine veraas-- spazieren, ^ohnsdorfer wollte mnimehr seines Amtes als Bvllz«- ^och da kam er schön bei dem Schickv rat ZuS bearbeitete er den langiährige,: ruhigen Drantten mit ^ dam: mit emem Stock und fchießlich griff er ;iir m I,lernut dem an Bode!: lieqe)ideu ^
Skichwu!:dm: am ganzen Körper und au: Gesicht bei Schiche Ä bciu Hi)fe rnfenbcu Beamten die Mijümbek ^ ^ßerr, als Hilfe herankam, die den ganz ledntten' 5 Ä ,, ? ra > l S "Ee, cf>c das Schlinrms« «kkÄ mch doch totgefwchen, du Lump, nur kam: doch'njä^s passieren dein: ich bin geisteskrank/' meinte noch Schrche, der sich aus^tem noch :n der gemeinften Weise in Sch:mpser:-ien über den erging Heute ß,tte sich Schicks vor d^- Fchöffm dwßÄb^n verantworten. Tiefe erLnuttei: aur eine EefM^ELfewm lDe g ni Widerftauds. gefährlicher Ztörpervcrletzu»g ^031113. Dem Gerichtsvollzieher wurde PubliLatunE^gnä


