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31 tt# KSa-t rrnd Cand.

Gießen, den 12. Juni 1918.

** Nährmittel- und Z u ck e r v e r b r a u chl s r e g e - tuug. Tie am 12. d. M. yux Ausgabe gelangten Nährmittel- und Äuckerkarten sind bis spätestens am 1?. Juni 1918 eurer Verkaufs- ~ fcelle zur Eintragung ihrer Firma und Abtrennung des Koutroll- obsthnittes vorztllegen. Siehe Anzeigenteil.

** Städtische Schuldverschreibungen. Bei der wn 25. Mai vorgenominenen planmäßigen Verlosung wurden jaus 1. Oktober 1918 eirre Anzahl Schllüverschreiburcgen der Stadt Gießen zur Rückzahlung beslimnrt. Siehe Anzeigenteil.

** Verkauf von Kl eidun g s - und W äsche stü den. f£ic der Stadt Gießen von der ReichSbekleidungssvelle für die minderbemittelte Bevölkerung . überwiesenen Kleidungs- und Mäscheftücke sollen demnächst zum Verlaus gebracht werden. Näho- rG siehe Anzeigenteil.

Landkreis Gießen.

**' G r o ß e n - B u s e ck, 12. Juni. Gefreiter Wilhelm Har­bach, mit dem Eisernen Kreuz und der Hessischen Tapfer keits'- ,Medaille ausgezeichnet, wirrde zum .Unteroffizier befördert.

** Kesselbach, 12. Juni. Pionier Heinrich S ch o m b e r, Sohn des Jakob Schombcr III., erhielt das Eiserne Kreuz 2. Kl., nachdem er schon früher mit der Hessischen TavferkeitsMedaille ausgezeichnet wurde.

(k.) Lu m da , 12. Juni. Unteroffizier Wilhelm Bücher ^In­haber des Eisernen Kreuzes erster!und zrunter Klasse und der Herr­schen Tapserkeitsmodaitte, starb den §>eldentod fürs Vaterland. (Bereiter Rudolf Keller, Sohn des hiesigen Lehrers, wuröe zum Ilnberosfizier ernannt.

** Obbornhofen, 12. Juni. Auf dem Felde der Ehre fiel Rudolf Kammer, Sohn dos Straßenwarts Kvnrad Kammer. Sanitäter ELuard Kammer wurde zum Untero fizier befördert, Mck^ard Loschborn zum Gefreiten. Richard Hahn wurde zum Gefreiten befördert und mit der Hessischen TapferkeitsmedaiUe aus­gezeichnet.

Kreis Lauterbach.

rr. Schlitz, 12. Juni. In einer stark besuchten öffentlichen Versammlung sprach am vergangenen Sonntag abend im Deutschen sHaus der Stadtverordnete Krum m aus Gießen über das Thema: Was will ^eigentlich die Deutsche Vaterlandspcrrtei?" Seine uber- Msführungoit fanden langanhaltenden stürmischen

rr. Bernshausen, 12. Juni. Der kürzlich mit dein Eiser­nen Kreuz erster Klasse -ausgezeichnete Gesreite Hohmeier von hier starb wenige Tage danach.infolge eines Unglückssalls.

rr. Frau-Romüach, 12. Juni. Uirterosfizier Karl Block erhielt zum Eisernen Kreuz und der Hessischen Tapferkeitsinedaille das Eiserne Kreuz erster Klasse.

Hrssm Nassau.

-- Frankfurt«. M., 11. Jimi. Die Frankfurter Kriegs­küchen verbrauchten im Jalwe 1917 rund 3 248 284 Kilo Lebens­mittel in Werte von 1822 361 Mk. Auf den Kopf der Besucher kanven täglich 854 Gramm feste Stoffe. Jede einzelne Portion kostete im Durchschnitt 34 Pfg., mit den Küchen» mkosten und der Berwälttmg 5052 Psg. Täglich speisten durchschnittlich 23 000 Menschen in den Küchen.

= Frankfurt a. M., 11. Juni. In eüiem Bornheimer Obstgarten wurden zwei junge Leute, Brüder, als sie von einen: Gaume Kirsche' rst lickten, von dom Garte:rbesitzer, der im Hinter­halte aus Diebe lauerte, angesichpsfen. Der ältere.Bruder mußte jdem Kranlenhause zngesührt werden, der jüngere ist zu Hause in ärztliche Pel-anvluitg. Gegen den Gartenbesitzer wurde Anzeige erftatvet. Am den Ausgang des Prozesses darf man gespannt sein.

GerieHt-saal.

Frankfurt a. M., 11. Jimi. Nach achttägiger Verhand­lung 'vor den: hiesigen Oberkriegsgericht wurde Harlptmomi d. L. a. T. Philivpi aus Wiesabden in der Be rnfun g sver l-a ndlung abermals zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren verurteilt. Außerdem tvurde diesmal auf seine Entfernung aus dem Deere erfsmin Philippi war vor einigen Düonaten vom Mainzer Gvuvernenwutsgerichlt wegen Begünstigung seiner eigenen Fabrik bei Heeresaufträgen, die er mit zu vergeben hatte, zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden, hatte aber gegen das Urteil Berufung ffctßelcgt.

Letzte Nachrichten.

(WTB.) Großes Hauptquartier, 12. Juni.

(Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Nupprechi.

Artilleriekamps wechselnder Stärke. Die Jnfantcrie- tätigkeit blieb auf Erkundungsgefechte beschränkt.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

In schweren Kämpfen hat die Armee des Generals von Hutier gestern den erwarteten zur Wiedereinnahme des Höhenblocks südwestlich von Noyon geführten großen Gegenangriff mehrerer französischer Divisionen zum Scheitern gebracht. Unter fdjiüerfteu Verlusten wurde der Feind auf seiner Angrijfsfront von Le Ployron bis Antheuil zurückgeworfen. Seine in großer Zahl zum Einsatz gebrach­ten Panzerwagen liegen zerschossen auf dem Kainpsfelde. Zwischen Mery unv Bellov, wo der feindliche Ansttrrm an unserem Gegenstoß zerschellte, bauerten erbitterte Käntpfe bis zur Dunkelheit an. Das westliche Oise-Ufer nörd­lich der Matz-Münmlng wurde vom Feinde gesäubert. Die Zahl der von der Armee eingeb rächten Gefangenen hat sich ans mehr als 13 000 erhöht.

Der Verlust der Höhen südwestlich von Noyon zwang den Feind zur Räumung seiner Stellungen im Carlepont-Walde auf dem Ostufer der Oise. Dem iveichendeu Feinde stießen wir über Carlepont und Caisnes nach und erreichten kämp­fend die Linie nördlich von BaillyTracy le Val, westlich Nampcel.

Hartnäckig und keine Opfer scheuend setzte der Feind seine vergeblichen Alt griffe nordwestlich des Chateau- Thierrv fort. Mehrfacher Ansturm brach hier blutig zu­sammen.

Der Erste Generalqucrrtiermeister Lu d errdor ff.

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Die preußische WühlrechtSfrage.

Berlin, 12. Juni. In derVos,. Ztg." heißt es zur preußi­schen Wahlrechtsfrage: Wenig Freude wird die Rochlle über die vier namentlichen A-bstinnnüngen des Tages empfunden haben, denn dabei fiel sie in eirre recht geschickt gelegte Gnibe. Einige links-, rrationalliberale Abgeordnete hatten drn Antrag gestellt, die Pluralstimme auch den K r i e g s t e il n e h m! e r n znzu billigen irnd ferner den Mäwre.rn, die einen eigenen Hausstand führen sowie allen Llnffehern und Vorarbeitern, auch wenn sie weniges als fünf Arbeiter imter sich haben. Die Antragsteller verfolgten den doppeltet! Zweck, durch Ausdehnung der Pluralstimme auf immer weitere Kreise ihre praktische Wirkung dein Nullpunkt zu näherir tlitd gleichzeitig die Väter des Antrags L-ohmann vor die 'Frage zu stellen, ob sie es auf sich nehmen wollten, die Kriegst teilmchrner gegen d^ anderen Staatsbürger zurückzuseiMt. Die Reche, einschließlich''der Lohmamv-Grnppe, stimmte den Antrag nieder, wobei sie sich Rer Gesellschaft der Unabhängigen Sozial­demokratie erfreu le.

'Landgräfin Anna von Hessen f. ^

-- Frankfurt a. M., 12. Juni. Tie Landgräsin Anna von Hessen, geborene Prinzessin von Preußen, das älteste Mit­glied des Hauses Hohen;-Lern, ist h'ute früh nach schwerem Leiden imAltervon82 Jahren gestorben.

Landgräfin Äürna von Hessen Wat eine Enkelin König Wil­helms III. und der Königin Luise. Am 17. Mai 1886 wurde sie als Tochter des Prinzen Karl von Preußen und der Prinzessin Marie von Sachsen-Weimar in Berlin geboren. Ihr Bruder war der be­kannte Heerführer Prinz Friedrich Karl. Am 26. Mai 1853 ver­mählte sich die Prinzessin Mit dem späterst Landgrafen^ Friedrich von Hess nt. Der Est entstammen der verstorbene Land gras Friedrich Wilhelm, Landgraf 9l'lexander Friedrich. Prinz Füedrich Karl (der Schwager des Kaisers) und die Prinzessinnen Elisabeth (jetzige Her­zogin von Anhalt) und Sybilta. Seit dem Tode ihoes Gatten im Jahve 1884 lebte die Landgräsin größtenteils in Frankfurt a. M. 1901 trat sie zur katholischen Religion über.

Eine russische Abordnung in V^rltn.

Berlin, 12. Juni. Wie dieVoss. Ztg." berichtet, ist gestern eine militärische A 00 r du n n g der .r u s s i s ch e n L> 0 w ^ e t- Republik in Berlin cingetwffen. Diese militärisckx Wbordnimg stellt einen Tcül der Kommission oat, die. wie geineldet, eine Reihe von Fragen politischer, inilttärüclxr und wirtsc!.astliä>cr Art be­raten soll und Ende dieser Woäic' zum ersten Male zusamEN^ treten wird.

FranzösifHep Misch rauch mit der Noten Kreuz-Flagge.

Berlin, 11. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Tie Franzosen mi ßbrauchen neuerdings wieder die Rote-Kreuz- F l^a g g t. Zwei ausgedehnte Barackenlager zwei Kilometer südMich Se-omre wurden mit großen Genfer Roten Meuzen vcr'ehent. Diese sollen, einen dicket danebenliegenden Parkplatz schützen, aut dem nach Fite- gerphvtographien 400 Lastkraftwagen feftgestellt sind.

Die schtvarzen Militürsktuven Frankreichs.

Berlin, 11. Jrnri. (WTB. NickMmtlch.) Nach den Llussagen der zahlreichen vor ßteims eingebrack?ten Denegalneger VE verschiedenen Divisionen ergibt sich ein erscht^ckend-eS Bild von der M i l i t ä r f k l a v e r e i, zu der Frankreich die Eingeborensr seiner Kolonien preßt. Tie Schtvarzm werden nur in vorderster Linie eingesetzt. Hinter ihnen steht stets jn ztveiter Linie ern N>eißes Bataillon, ebenso ralMen weiße Truppen die Neger an beiden Flanken ein. dticht nur die Offiziere und ein Teil der Unteroffiziere lntstehm aus Weißen, sondeni auch die Maschinen- geweirlonipanieu, um bei einem evoaigen stockenden Angriff sofort auf die Schnmrzen schießen zu können. Tie Neger noerden unter einer -eisernen Disziplin gel-alden. Sie klagtet darüber, daß in der Ruhezeit für jede Kleinigkeit schtvere Arvestsbrafen im Uebernwß verhängt würden. Ihm Verpflegung ist wesentlich schleckster, als die der wnßen Franziosen. Sie erhalten nur für drei Mann einen; Laib Bret und Reis mit etwas Fleisch und Rüben. Wenn ste nicht Stellung sich, satten Fleisch und Rüben fast ganz weg -uch nur vier Mann ea'halten einen Laib Vrvt. Von detr Lchwarzenr will r.irOit ein einziger etwas vom Krieg chssen. sie sagen aber, es bliebe ihnen nichts anderes übrig als zu kämpfen, da sie gegen die Machst der Frmrzosm nicht aufkvnrmen kÄmten. Am bezeich­nendsten für die Art, wie di-e Franzosen ihre schwarzen Militär­sklaven besticheln, ist die Tatsaä^, daß den Negern kein Hennats- urlanb gewährt tvird. Wer vvn älmen als Soldat Frmtkreßchk Boden betreten hat, darf in seine Heimat nicht mehr zurück.

Eostanms Kriesserklärung.

B erlin, 12. Juch DieNvrdd. Mg. Ztg." schreibt: Die Nachricht, daß d-ie Republik Costarica dem Deutschen Reiche den Krieg erklärt habe, ist nunmehr amtlich bestätigt worixn. Die Kriegserklärung ist durch ein Regierungsdekret vom 23. Mai ds. Js ersvlgt.

Die Schäden des Großseucrs in Stambul.

K 0 n si a n t i n 0 p e l, 11. Juni. (WTB. Nichtarntlich.) Bei dem unter dem Vorsitz -des Ych>ßwesiers gebildeten llnterstützungs- iansschnß für die durch das Großseuer in Stambul Ge­schädigten sind r e i ch e Spenden eingegangen. Der deutsche Bot­schafter Gras Bernstorff überreichte dem Großwesier Talaat Pascha für diesen Ztveck im Namen der d e u t s ch e n R e g i e r u n g 5 0 0 0 Pfund. Am nächsten Sonntag sott zu Gunsten der Abgebrannten^ ein Blumentag statpinden. Zu.r Unterbringung der Geschädigten tvurden bis zur Errichtung von Barackm die Schulen des Wilajets Konstantiaropel geräumt. Tie beteilig tim Beriichermrgsgesellschaften sotten etrva 200000 Pfund Verluste erlitten haben.

Jnfolae der anhaltenden Steigerung der Nohstofivreise und de- Betriebskosten sah auch die Maggi-Geseltschaft sich gezlvungen. di, bisder etugehaltenen Friedenspreise zu erhöhen.

Die neuen aintltch genebnn'gten Preise sind- Magyi'ö Wiirzc in Oriainatflaschen Nr. 3 tetwa 260 Gramm» M.L.4^ Magai'ö Würze in großen Flaschen Nr. 6 ietwa 1400 Gramm) M8..

Der neue Nachfüllvreis für 100 Gramni Maggt'S Würze beträgt 65 Psg.

Maggi's Fleischbrühwürsel kosten künftig im Einzelverkauf 5 Psg.

Der anerkann'e Ruf der Maggi - Gesellschaft bürgt für die Qualität ihrer Erzeugnisse. 4410v