Ala Mühender Jüngling zog er __ . hinaus,
Verließ seine Lieben, sein Elternhaus.
Noch sprach er, als er von uns mußt’ geh’n:
Lebt wohl, auf ein frohes Wieder- seh’n!
Doch nun Ist eg ganz anders
_ ... gekommen,
Zu früh hat der Tod ihn hinweggenommen.
Es sollte nicht sein, daß wir uns wiederseh’n,
Ruhe sanft auf ein solches in lichten Höh’n.
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Tieferschüttert und unerwartet erhielten wir am 10. Juni die traurige Nachricht, daß unser zweiter lieber und guter Lohn. Bruder, Schwager und Onkel
Musketier Ludwig Schieferstein
Danz. Infanterie-Regiment 128, 8. Kompagnte
am 29. Mai nach treuer Pflichterfüllung ira Alter von 20 Jahren sein junges, blühendes Leben opfern mußte.
In tiefer Trauer: 02409
Familie Johannes Schieferstein und Frau geb. Dietz Gefreiter Willi. Schieferstein, z. Z. in Garnison, und Frau Kanonier Friedrich Maus, z. Z. in Urlaub, und Frau Gießen (Neustadt 57), den 10. Juni 1018. Schieferstein.
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i ieferschüttert erhielten wir die überaus traurige Nachricht, daß unser lieber, guter Sohn, Bruder, Enkel, Neffe und Vetter
Gefreiter Karl Trinkaus
Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen Tapferkeitsmedaiile
nach 3jähriger treuester Pflichterfüllung im Alter von 23 Jahren am 5. Juni den Heldentod fürs Vaterland erlitten hat.
Im tiefsten Schmerz:
Familie Gustav Trinkaus, Metzgermeister nebst allen Verwandten.
Gießen (Seltersweg 50), Grünberg, den 12. Juni 1918.
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Plötzlich und unerwartet entriss uns der Tod unseren innigstgeliebten einzigen Sohn, Enkel und Neffen
Willy Andrae
Leutnant der Reserve
im 22. Lebensjahre.
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Wilhelm Asidrae,
Oborpostassistent. 44380
Grünberg, den 12. Juni 1918.
Die Beerdigung findet Donner steg den 13. Juni, nach mittags 3 Uhr, statt.
Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen.
Heute nacht entschlief nach längerem Leiden unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter
Frau Sophie Becker Ww.
geb. Schilling
im 79. Lebensjahre.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Louis Becker Carl Becker und Frau Marie Becker
Ingenieur Georg Becker und Familie Ingenieur Heinrich Becker u. Familie.
Gießen (Kaiser-Allee 13), Cöln, Kalk, Frankfurt a. den 11. Juni 1918.
Die Beerdigung findet Donnerstag mittag 3 Uhr auf dem Alten Friedhof statt.
Er lebt nicht mehr, so kam die Kunde •Zu uns hierher, von fremdem Munde. Er starb den Heldentod fürs Vaterland Fern von den Seinen in fremdem Land. Nicht fühlt die Mutter diesen Schmerz, Schwer klagt vor Wehmut des Vaters
Herz:
Wie wird der Tod gewesen sein?
O Vaterland, du forderst viel!
Wie schwer und tief die Wunde dein? 'W Doch nun kamst du nach oben an, liebe Mutter ging dir voran.
Nun schläfst auch du den letztenSchlaf. Ein schlichtesHolzkreuz ziert deinGrab.
N s ? ruhe sanft in ferner, fremder Erden, Bis allen uns ein Wiedersehn wird
werden.
Plötzlich und unerwartet erhielten wir die erschütternde, tieftraurige Nachricht, daß unser innigstgeliebter, braver, unvergeßlicher Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe
Christian Niebergall
Vizefeldwebel im Infanterie-Regiment 186 Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse und der Hessischen Tapferkeitsmedaille
im blühenden Alter von 25 Jahren bei einem SturmangTiff am 27. Mai frühmorgens 5 Uhr schwer verwundet, um 107a Uhr desselben Tages im Kriegslazarett verschieden ist. Seit 6 Jahren im aktiven Regiment stehend, hat er nunmehr 4 Jahre für sein geliebtes Vaterland gekämpft und ruht auf einem Soldatenfriedhof.
Die tiefgebeugten Angehörigen:
Heinrich Nicbergall, als Vater Wohnnann Heinrich Niedere;»!!,
zZ irn Felde, als Bruder
öefr. Wilhelm Niebersall,z. Z.i. Felde,
als Bruder
Hertha Niebergall geb. Hillgärtner ural hi>:d
i&otnon. Otto Niebergall, im Lazarett, als Bruder
Kanonier Marl Niebergnil, verw. Im
Lazarett, als Bruder 3ffario Wagner geb. Nieberg all
als Schwester
Wilhelm Wagner IV., z. Z. im Felde,
als Schwager
Mario Wagner
Familie Johannes Niebergall.
Geilshausen, Lumda und Saasen, den 8. Juni 1918,
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4400
Danksagmig.
Für die vielen Beweise Herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen, insbesondere Herrn Dekan Gußmann für die trostreichen Worte am Grabe, sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank.
Im Namen
der trauernden Hinterbliebenen: Margarethe Schwarz u. Kinder.
Ruttershausen, den 11. Juni 1918.
Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen.
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Todes-Anzeige.
Dienstag nacht 3 Uhr entschlief sanft nach langen, schweren Leiden meine innigstgeliebte Frau
Elisabeth Diergardt
im Alter von 65 Jahren.
Der Hinterbliebene:
Berg-Imdd. Heinrich Diergardt.
Gießen (Steinstr. 70), 12. Juni 1918.
Die Beerdigung findet Freitag, 14. Juni, nachmittags 3 1 /, Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt
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Verkauf von Klcidungs- und Wäschestiickcn.
Die der Stadt Giehen von der Reichsbekleidungsstelle für die minderbemittelte Bevölkerung überwiesenen KleidungS» und Wäschestücke sollen demnächst zum Verkauf gebracht werden.
Zur Verfügung stehen:
1. Jovpenan.tige,
2. Winterjoppen,
3. Laufjoppen,
4. Hosen,
5. Männerunterhosen,
t». Münnerhemden,
7. Frauenhemden.
Kleinhandelsgeschüfte, die seither Waren dieser Art geführt haben und gewillt sind, den Derkails dieser Waren nu übernehmen, wollen sich bis aum 17. d. M. schriftlich beim srädl. Lebensmittelamt melden. Nähere Auskunft wird daselbst. Zimmer Nr. 8, erteilt.
Gtehcn, ben 11. Juni 1318. 4416B
Ter Oberüürgcrwe^ (Äebei^öniödant).
Rahrmittel Verbrauchsregeluuft.
1. Die am 12. ds. MtS. zur Ausgabe gelangte» Nähr- mittelkarten sind bis
spätestens am 17. Juni 1918 einer Verkaufsstelle zur Eintragung ihrer Firma und Abtrennung des Kontrollabschnittes vorzulegen.
2. Die Verkaufsstellen haben die aus Bogen ausgeklebten Kontrollabschnitte nebst einer Aufstellung über die Anzahl der Abschnitte nach vorgefchrrebenem Muster bis längstens 19. Juni 1918 dem Stüdt. Lebensmittelamr einzureichen.
Giegen, den 1l). Juni 1918. 4406B
Ter Oberbür-germeister (LebenSmitdelaint).
Zuckerverbrauchsregelung.
L Die am 12. d. M. zur Ausgabe gelangten Zuckerkarten sind bis
spätestens 17. Juni 1918
einer Verkaufsstelle zur Eintragung ihrer Firma und Abtrennung des Kontrollabschnittes vorzulegen.
2. Die Verkaufsstellen haben die aus Bogen aufgeklebten Kontrollabschnitte nebst einer Ausstellung über die Anzahl der Abschnitte narb vorgeschriebenem Muster bis längstens 19. Jnni 1918 dem Städt. Lebensmittelamt einzureichen. Gtehen, den 10. Juni 1918. 4392B
Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt).
1000
500
300
200
über 2000 M. * 1000 „
Bekanntmachung
Bei der am 23. Mai vorgenommenen planmähtgen Verlosung wurden aus 1. Oktober 1918 folgende Schuldverschreibungen der Stadt Gieken zur Nückzablung bestimmt: 4415 B
L) dom 1899er Auledeu:
Llt. A. Nr. 61, 99,134,193 über 2000
„ B. „ 45,81,111, 172,252,293 „ C. „ 18, 55, 161, 192, 226, 282, 298,347,388 „ D. „ 45, 91, 188 , E. n 27, 87, 121
b) vom 1892er Anlebeu:
Ldt. F. „ 27, 50,107 „ G. „ 10,59,
* H. „ & 17, 146 „ 500 „
„ J- n 15 » 300 „
„ K. „ m „ 200 „
Ek tvird dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis gebracht, das; die Einlösung dieser Schuldverschreibungen, und zwar: Vom 1890er Auleheu: bei der Stadttasse Gießen und bei der Dresdener Bank, Frankfurt a. M-: vom 1892 er Anleben: bei der Stadlkasse Gießen, bei der Mitteldeutschen Creditbnnk, Filiale Gietzen, und bei den Bankhäusern Ephraim Meyer L Sohn, Hannover, Dresdener Bank, Filiale Kassel, erfolgen kann und das; die Verzinsung mit Ende September 1918 aushört.
Bon den in früheren Jahren ausgelosten Schuldverschreibungen sind noch nicht zur Rlickzahlung vorgelegt worden: Lit. E. Nr. 53 uttb Lit. K. Nr. 14 über je 200 Tt.
Der Oberbürgermeister: Keller.
Bekanntmachung.
Aus der Stiftung des Kupferschmieds Karl Ludwig Kirsch sind die diesjährigen Zinsen mit 97,71 M. an zehn bedürftige, im Witwenstande lebende Gietzener Bürger oder BnrgerSsrauen am 20. September l. I. zu verteilen.
Meldungen nimmt das Städt. Armenamt, Asterweg 9, bis 30. Jnni 1918 entgegen.
Giehen, den 11. Juni 1918. 4414B
Ter OLerbtürgermerster (Armenverwaltung).
Keller.
Bekanntmachung.
Aus der 15bristian Gerhard-Hast Stiftung sind die diesjährigen Zinsen mit 205,70 M. an zehn bedürftige Familien bzw. Witwer oder Witwen zu vergeben.
Anmeldungen sind bis zum 39. Jnni 1918 bei dem Slädt. Armenaun. Astermeg 9, vorzubringen.
Gienen, den 11. Juni 1918. 4418B
Der Oberbürgermeister (Armenverwaltung).


