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mn Solffons.
(MD.) Grohes Hauptguarlirr, 4. Juni.
(Ämklich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Arlilleriekampf in wechselnder Stärke, regere Erkun- dungstätigteit des Feindes und stärkere Voichöke an verschiedenen Stellen der Front. Südwestlich nn Merris hat sich der Feind in kleineren Grabenstücken ftsttgesetzt.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Nördlich der Aisne entrissen wir dem Feinde in hartem Kampfe einige Gräben. Der .zähe Widerstand des auf den Höhen westlich und südwestlich von Soissons sich rmklam- nrernden Feindes wurde gestern gebrochen. Die Höhen wn Dauxbuin und westlich von Chaudurr wurden genommen. Nach Erstürmimg von Pernant und Missy-aux-Bois warfen wir den Feind auf die Linie L-e Soulier-Dommiers zurück. Mehrere Batterien wurden erobert, einige tausend Gefangene eingebracht.
Frarrzösische Gegenangriffe beiderseits des Ourcq- FlufseL scheiterten unter schweren Verlusten. Nordwestlich wen /hateau-Thierry haben wir im Kampf die Bahn Bussiares— Muresches ribersck;ritten und feindliche Gegenangriffe abgewiesen.
An der Marne, zrvischen Marne und Reims, ist die Lage unverändert.
Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff.
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Der Aöendbericht.
Berlin, 4. Juni, wbenös. (MTV. Amtlich.)
Erfolgreiche Kämpfe auf dem Südufer der A i s n e west-
: l<iNS0ls,'0US.
Die SchmellllMit des deutsche it Vvr rücken s an der Front Noyvn—Chateau-Thierry ist etwas eingeschränkt morden. Nack' den Kriegserfadrtui ge 11 der letzten Morrate ßimtni imS dies keineswegs bedenklich-. Achnlich erging es ja vor Amiens und um Upern. Wir hoben gemerkt,
^ daß es nicht mworhergeseheue Schwiierigkeiten lraren, die solche Sbvckuwlen berbeifuhrten, sondern, haß diese schließlich den wohlberechneten Absichten der Obersten Heeres- leitnnZ' entsprochen haben. Immer war es die Hauptaitf- gobe der Krvsgskunst, den Gegner da zu überraschen und KU treffen, wo er schwach und in der Minderheit ist. Es wäre Hindere bürg vielleicht möglich gewesen, unter Dran- setzung der nötigen Opfer mich Amieris zu nehmen, Ypern eidlich zum Fall zu bringen. Wer seine Methodeir gehen ans ganz ettvns anderes hinaus!: auf die Vernichtung und Aufzehrung der feindlichen Streitkrckfte. Auch wenn er die Ueberlegenheit der DrUppenzahl für sich hat, wird er sic nicht zu Augeublickssiegen verschwenden, sondern er wird sparjaur damit umgehen. Foch hat aus eirtlegerren Frontstücken große Reserven zwischen Marne und Oise zusmmnen- gevasst. Es rvird uns aüchi berichtet, daß die Franzosen zum großen Teil sich mit hervorragender Tapferkeit schlagen. Da würde es uns nicht etwa als ein Mangel tan gleichwertigen: Heldensiim, sondern nur als kluge, überlegene Feldherrnkunst erscheinen, wenn die deutsche Führung auf an.dere lleberraschu/ngsschläge sinnt. Es ist uns gar nicht mehr beunruhigend urtb peiirigend, daß über die Entschlüsse unseres Generalstabs so wenig Klarheit unter uns herrscht. Aber auf dem Feinde liegt diese Folter der Ungewißheit um so schwerer. Es ist denn auch bezeichnend, daß das öffentliche Urteil der Gegner die Welt immer wieder darauf hinweist, der „H-auptschlach' sei noch an anderer Stelle zu erwarten, die Schlacht sei noch- nicht zu Ende.
Heute wollte man in der französischen Kammer eine der Regierung nicht erwünschte große Auseinandersetzung ühln: di e Gefahren und Mißerfolge der letzten Woche herb ei- fuhren. Es scheint, nach den neuesten Meldungen, Elern euce au igelungeir zu sein, dieses Vorhaben einzudänntien. Iuoesseu wolle:: die SoAialisten in eiirer Geheim- sitzung die Regiernnrg zu Rede und Antwort stellen Die Atenchause, die Hindenburg uird Ludendorff den deutschen Angriffs truppen zu gönnen scheirren, wirkt auch auf die erregten <Gemüter der Pariser mrschernend beschwichtigeno eirr Die deutsche Oberste HoereÄeitrmg läßt sich dagegen auf Volksstimnmngsmoniente absolut riicht eür. Als Ge- ^k.chl Foch seinerzeit hoch-trabeiw und gähnet: urschend er klärte, für Am>ens könne ex mrnmehr bürgen, üa ließ rhn Hurdenburg lächelnd mit den rnühfam herbchgetrorn- melten ftanzösischen Reserven schließlich in diesem M- stehen, mrd gewährte dem Ppmlaritätshasck'er diesen Lrrnmph. Am großen Ende aber wird Foch zum Schaden oen Spott, und mehr als dies, die Verdauunmrg, haben. Er :nuß doch im Grurrde diesen aufregendei«.Wettlauf mit den deutschen Heerführern inock-en, währerrd Wilson deute nur wieder anlündigt, amerikanische Tuipp-en rvür- dcn angesichts der Lage et-v,:s frül-er als vorgesehei:, 0. h. etwas werrrger vollkommen ausgedildet, nach dein französischen Kr:7gsichaup!aü abgehen. Das ist für Foch ein rbarrso schlechter Drost als die neue englische Proklamation an dw Iren, wonach diese eine Mindestzahl jünger-er Fterwlliiger ,,fur ihr Vaterland" zum Kampfe abgcben sollen, wtzs ihnen die Anlveildung von Zwang ersparen wucoe. Seltfaial, daß Lloyd George um so kleiner Ziffern wulen fo große politische Gefahren und Bloßstellungen auf pü) nimmt!
Der öfterreichisch-uttgarische Tagesbericht.
Wie«, 4. Fum. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: An der ganzen Südwestfroltt anhaltende lebhafte
ArlilleriLtätigkeit.
Der Chef des GEralscabts.
Ter türrische Bericht.
Koi7ft«ntinopcl, 4. Jurü. (WTB.^ Amtlicher Tagesbericht vom 3. Juni. Palästina front: An d?c Küste steigerte sich dtis d iderseitige Ar.'llle- üchNLer zeiNveise .j .zroßer Heftigkeit. In der drähe de^ Straße Jerusalem — Aablns löste das Vorgehen unserer Patrouillen nachts starkes feindlis-es Artillerie fcuer auS. Unsere Artillerie nahm Bewegungen des Gegners am Aordanbriickenkvpf unter wirksames Feuer. Feindliche Kavallerie griff das Iordantal am. Unsere Flieger ivarfen c efolgreich Bomben. Eines unserer Seefluggeschwader bckegte die Signalstation und Baracken aus der Insel Mavro mit vielen Bomben. Es wurde grrte Wirkung beobachtet. Unsere Flugzeuge kehrten unversehrt zurück. — Mit denr Eintritt Fttckiens in den Weltkrieg begcnaien unsere in die Provinz Tripolis entsandten tapferen Truppen in auf- opserungsvollen Kämpfen, auf die schwierige Verbindnrrg mit der Heimat angewiesen, die It a I ieicer schrittwe i se a n die Küste zu drängen. .Heute klcri'imert sich \xx Italiener nur noch an einige inm mrs eng umschlossene Küstenpunkte, uw er unter dem Feuer unserer Batterien imb U-Boote steht. Jeder Versuch, die Lage zu verbessern, ivurde bisher glücklich von uns! unterbunden. Bei seinem letzten Älus'al'e aus Su a ra am 12. Apcit wurde er von uns in der Flanke gefaßt. Biele Gefangene, zahlreich^ Waffen, Pferde rmt.' viel Kriegsmaterial blieben in unserer Harw. Auch mehrfache kleinere andere Zusammenstöße verliefen durchreg zu unsererr Gunstzen.
Die Lage tin Wefterr.
Berlin, 4. Juni. Die berühmte erste Woche der neiien Offensive ist vorüber. Entgegen der Beh-mptmig Clemenceaus und F-ockrs lwt der erste Tag der zweiten Woche trotz verstärkten französischen Widerstarches iind zahlreich?-- heftiger Gegenangriffe der Franzoscii den Deutschen weitere wichttge Erfolge gebracht. Zäh gehaltene Höhen urrd Dörfer wurden dein Feinde entrissen. Seine Truppen fttiteteu natei- schweren Verlusten zurück. Allein westlich Soissons und südlich der Aisne wurheii hierbei über 1500 Gefangene gemacht, zahlreiche Msschinengewehie und mehrere Geschütze erbeutet. Eine Koinpagine irahm eine feuernde Batterie irn Smrme, während bei Mrssh z^oei Batderien, in Gegeru) der Verte-Feuckly- Ferme eine weitere Batterie int Kantpfe erobert rvurdeU. Oestlich des Ostrandes des Waldes von VillerS-CvLteret nahmen die DeM- scheu am 2. Juni über taufend Mann gefangen und eEissen den: Feiiide einen Dank svesye drei Batterien. — Bei ihrem dicht- masiierten verlustoachan Angrisf um 3. Jurri beiderseits des Ourcq verwendeten die Fransosen zahlreiche Tanks und Kampfgeschwader. Unsere Batterien vericichtaten eine auf der Strecke südlich Berny abfahreilde feinolickp? Batterie. Deutsches Flachfeuer brackpe diirch Volltvefser einen Zug auf der Bchn südlich Villers-CoLteoet zum Stehen, während deutstr-e BoniLengrschwad^ec aus Badnhof Ran - beuil zwei große Brände verurfcchten. Wichtige Berbshrspimkter, ü. xi. 'Annens, St. Inste, Boeteuil, Eompiögne, Villers-Cottevc-j lagen inner ivirttMN-em doutschvn Feuer. Zahlreiche Brände uiid Explosionen wrivden I>eobachüet.
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Tapferer Widerstand der Fra:,ios5rr.
An vielen Stellen Äer Munpffwirt schlagcm sich französische Offiziere imb Truppenttckte,imt größter Tapferkeit. Um so höh.a sind die Leistungen der derrtschen Truppen zu bnverteu, die diesen ebenbürtigen Gegner an allen Mmpfftonteu überwind^?. Um einen französischen Unterstand, der durch MaschmengewehVe ver- tzeidigt umrde, lobte ein svriide?ckangar Kampf, ehe er gmomrE Ivetten konntt'. Dü: Deutsche« erbeuteten hier sechs Maschiucnge- welMe. 50 Tote lagen ringsherum. Der Rest, 20 Ueberlebende^ wurLe gesarrgen. NvMich Septtnonts warf sich fvanzL fische Kavallerie todesmutig auf pufcxe imchdrchr-gende Jufanterie und deren Beglerrgesthütze, Lnn tzer Mrückgchcud^r französischen Infanterie Luft zu schnfstn. Die Kavallerie opferte sich vergeblich aicf. dttrr wenige entkcnnan. Bor den Häusern östlich Soisstms, bei Baubuiu, lrnd ^Marson Rouge nordöstlich Bail ly leisteten ebenfalls zum Teil umMirgcjte, zum Teil ab^eschnittene ftanzösische Truppen zähesten Widerstzmid, der schließlich überwunden ivurde. Tie blutigen Ve-.'Üisrx des Feindes bei dieseic Mnipsen sipd außeo- ott>enüich schwer.
CLemenceau nnb die französische Kammer.
Paris 3. Juni (WTB.) Httvas. Tlemenccau gab heute vormittag vor dem HorraSausschluß lauge Erlläuu'ngen scher die militärische Lnl'gle undSvn Stand^der im (Ärnge beftildtichNi Operatümeii, sorvie über 'b&. der Stveitkväste der
Alliierten ab. Nach Sck-Äch der. Sitzung betontztcu .mehret" A.ußmitgl.eder auf 'Fcho&ii ihr Ber.Ouiiau zu denr Fortgang Operationen. - Die Blätter besprvüH.n die von Etein.Meeau im Heeres-?.ussch^ß abg.rILvMN Erkläruiig«: -und .führen aus: Der k>urch die Erklärungen hervovgevufcne Eüidruck iocrr d.rartig, d-F; nran letzt fast sicher ick?daß 'mvrgm kein e Erörterung vor der Kammer smttsi'.chtt, und daß-die Urheber der in der lehrt«; Woche eingck»rachteii Jute-chcllatümLN über die militärische Lage nicht auf deren Besprechmia bestehen werden.
Paris, 4. >,WTB.) Havas. Tie sozialistische
K'a mmc r g r uvpe hat nr-orgen die Forderuarg nock-
emer Geheimsitzung zur Glörte-ruu^ der vvn bat Sozialist«! emgebrachwn JitteüppllaÄisu^n über die letzten militärischen Untev- nebmimgw zu stell«:.
Sabolarje in der französischen Marine.
i. Köln, 5. Juni. Ter SonL^röerichterstatter der „Köln. WUlsztg." meldet, das; kürzlich 2 große, im Hafen von Dünkirchen beftnbliche frvnzölische Dampfer der „Ageircc Maritime btt Roid" durch Explosw,: im Maschinen raum! völlig vernichtet inu den. Eöre dllrzahl anderer Dampfer wurde auf dieselbe Weise niehr oder ininder stark besck-ädigt. Tie durch best Präfekten von Dm'llrchen eingeleitete llrttersnckpmg ergab, daß es sich un: spsteuiaciich ausaeführte Ansäickäge haiidelt. Infolgedessen wurden versästedene Matrosen ewstisch-sianEch-sr-Mnischev Nationalität festgeiwmmen. Trotz eifrigste: Bemühungen der fran
zösisch'n Behörden, die Tat rvieder enrmal al? deutsche Mache hin zu stelle ;r, ist jedoch bekannt gewordeir, daß man es mit Sabotage der eigenen Mannschaften zu tun hat, deren Proteste wegen ungemein schlechter Verpflegung sbets ohne Erfolg gebtieöen waren. Infolge der Verabreichung verdorbener dtahrungsmittel waren in letzter Zeit viele ernste Erkrankur^en unter VevgiftungSerschei- nungen vorgetommen.
NeucS Berfahrett Englands gegenüber Frlarrd.
London, 1. Juni. (Reuter.) Ter Lordleiktuaitt van Irland und der Generalgouverlrcur von.Jrlmid, French, haben folgende Proklamation erlassen: Uirscrn: Versprechen genräß machen wir je: : einen Vorschlag, der im Falle des Erfolges erzielen wird, daß Irland in dem Kainpse um dse Freiheit seine Rolle im vollen Uinfauge und ohne Zwm:g spielen wird. Unser Vorschlag geht erstens dahin, daß Jrlmid freiwillig eine Anzahl von Mänivern tiefer-. die zu den Le-istungen der übrigen Telle des Reichjes im Verhältnis steht. 2. Ilm dies Verhältnis zu sixiereil, kann man mit Bllligkeit von Irland verlangen, daß es bis zun: Oktober 50 000 Mann aufstellt, um die irisckiLir Divis ion«: im Felde ans- zufüllen, imd dm:ach monattich 2000 bis 3000 Rekruteil, um du Kops stürbe dieser Divisionen auftvchtzuerhallen. 3. Wir wünschen es jedermmul deutlich zu macher:, daß nid# die Absicht besteht, die landwirtschastllckMt Interessen oder die LebensmlltLlerzLUMNgj z-u beeiuträchtigcii oder irgend ettvas zu tun, was das wichtigste Getoerb.' des Landes behindern könnte. Die Regieruiig rechnet mis- schließtich daraiis,^daß die große Zahl juiigec Leute in dcär Städten, die viel größer ist, als der ^wohnliche Betrieb des Wernhandels erfordert, das notwendige Kv-ntingent liefert. 4. Wie in Eng-t laiid, Schottland und Wales, baabsichtigen wir zunächst an die jüngsten Leute und diejenigen, die am ersten entbehrt Norden kö.men, zu ap.pelttLren, sich für den Dienst zu melden nr& i{üic ihr Vaterland zu kämpfen. Die Mtersgrrnze ist deshalb in diesem Appell auf die Zeit v«n 18, bis 27. Jahve ststgesbckL. DmE sollen kältere Leute, die besondäs gengnet für den Mllitär- d-ieüst odctr von denr Wwisctze beseelt sind, ihrem Lande cm dev Front zu diencku, nicht ausgeschlossen werden. Wir erkeiinen tm dech ^dm«lc, die sich meiben und für ihr Vaterland kämivfen, das Recht lhabwt, an. allen:, was ihr Vaterlarcd bieten kann, trllzu- u,ahmen. Es wiewden daher Schritte unternommen werden, Iran, soiveit : x- möglich ist, Land für diejenigen zur Verfügung i u fteltcn, die für Irland ge fochten haben. Die 'erforderliche gesetzgeberische Maßnahme wird jetzt erwogen. 5. Bollständige Eiiizelhett-nr über Löhnung, Zuschuß für die Familien, Renten usw. iverden tunlichst bald veröfferttlicht werden.. Die Rekrutieruiig wird von bürgerlichen Behörden durchgesührt Uwd es lverden Aäaßucchmen getroffen werden, die ein gerechtes Verfahren gegen alle verbürgen.
Rumänien und die Entente.
Bukarest, 3. Juni. kWTB.) Lvrd Cecil antwortete «ui ellle Anfrage im Unterhanse zu dem zwischen Rumänien und den Mittelmächten geschlossenen Friedensvertrag, daß die Entente lebhafte Svmpatchie für Rumänien habe und es als ihre Pflicht erachte, bei der schließlichen Friedenskonferenz ihr Aeußersres zu tun, eine Revision des mit Rumänien abgeschlossenen Friedensvertrages dirrch;usetzen. — Wie das rumänische Volk über die Sympathie deickt, die ihm von der Entente- besonders von Amerika, angeblich entgegengebracht wird, zeigt ein Artikel des Organs der jetzigen Regierung, deren Kandidaten bei der vor einigen Tagen begonnenen Parlameutswahlen im ganzen Lande fast ausnahmslos mit großer Majorität gewählt juurtwn.
Das runiäiiische Regierungsblatt „Steiiguel" schreibt: Lieft n<ÄN die Roden Wilsons, die den Anschein erroeden sollen, als da sie einem ruhigen Geivissen entspringen und mit Pflicht, Ehre, Recht und Menschlichkeit in Einklang stehen, so erhält man den Eindruck, als ob der- Redner, vielleicht unbewußt, das Werkzeug einiger amerikanischer Eiseribachttruste sei, deren- Leiter die $3a> einigten Staat er: zum Kriege bewogen haben. Amerika weiß, daß die Schwäche Europas die Blüte Amerikas bedeicket. Tie Amerika msierimg Europas ist das eigentliche Ziel der amerikanischem Politik. In Frankreich ist bereits der Anfang gemacht worden, Tie Amenkaner haben sich in schamlosester Weise in der Industrie, in der Verwaltung und im Verkehrswesen Frankreichs ein- qenistet. Französische Arbeiter werden an die Front geschickt und durch Amerikaner ersetzt. Auf diese Mise rentiert sich das Kriegs- u'tternehmen im Lande der Trusts und Tollars. Einerseits trachten die Amerikaner darnach, sich die rmgeheuren Vorschüsse in Bar und Material, die sie den Verbündeten gegeben haben, zr sichern, andererseits wollen fte direkt von den Reichtumern desi alten Westeuropas und Jtußlands Besitz ergreifen, indem sie auf die inneren Angelegenheiten dieser Länder ein«! starken Einsluh ausüben.
Baron Burian in Berlin.
Wien, 4. Juni. (WTB.) Meldung des Wiener Korrespon- denzburearcs. Ter Minister des Aeußern wird sich cwk 10. Juni nach Berlin begeben, um dem Reic^kanzler seinen An- trittsbeftich abzustatten. Bei diesem Anlaß tvckd ein eingehend«: iGedaiikenMistcursch über alle zwischea: den beide'.: verbündetem Mächten derzeit schwebendem Fragen stattsinden. Zrr ellker end- gültigen Entscheidung einzelner zur Erörterung stehender 'Fragen dürfte cd hierbei nicht Eommert, da die zur Srrrmw»*cs des ganzen Komplexes der eng zusammenhängenden Frage:: erforderlichen internen Vorarbeiterc und Berattmgen weder in Oester- reich-ll'ngarn noch m Deutschland soweit gediehen sind, daß sie im ZeitMntt der Berliner Reue BurimiS äbgeschLoss-en selli. Lnutcu. Tie gelegentlick) dieser Zusanimenkmist geführten Besprechungen werden nach dein binnen kurzem zu gelo«ttige>ide7l Zustaudekvm' men der beiderseitigen Beschlußfassung fortgesetzt werden. Sie werden voraussichtlich bald zu einem endgültigen Ergebnis niljre«.
Der Seefrieg.
Neue A-Boot Erfolge.
Berlin, 4. Juni. (Amtlich.) Ttzrrtch die Täkig1?cLt unserer ll-Bvote wairde'ti m: Sparrgeibret um England tmederum 12 000 BRT. verfemet. Unter den txxftxdf kn Dampfern befanden sich Mei irrrttelgpoßc' bewaffnete Dampfer, einer dcü»«: englischer NalranalitLt.
Der Chef des Admiralftads der Marine.


