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Nr. 129 Swetter Blatt

Eieh enttAnzetzer (General-Anzeiger für Gberhefsen)

Mittwoch, 5 . 2m

Nr»» StaSt m%9 Cnttft.

Gießen, den 5. Juni 1918. Früyobftbewirtschaftuttg in Hessen.

.._^ine ansneichenoe Bersorgnna der gesamten hessi-

süMn Bevoidernng mit Frühobst zu ermöglichen und um 1 !l m , !ua ^ l ^ e f ÄbEnbern der Ware nach außerhessi- .' C ^ 1C ^'.. ^wied die übermäßige Eindeckung gewisser et« ' C c ltn v ^Oglrchveit M verhindern, hat die Landesobst- s:^le sur da_> GroszherziogLn.m Hesse?: sich entschlossen, auch rn dresem .^ahre d:e Belmrtschustiurg des F^riihobstes irr ihre it?? P 11 "SP n ? n r -^ c erlassenen Bestinrmungen stützen sich -i ^äi's'h. üton der Reichsstelle für Gemüse und r ,!r5< ia, * c lv * aTitm<xd}fimn, Die jedock) zugnnstLn der ein- BevoNernntt mit Ermächtigung dieser Stelle NEsentlrchie Milderungen erfahren hat

- 7 ? o^'bs mästige Ankauf von Frühobst beim Erzeuger r.st .«der Landes obststelle Vorbehalten, rl* 11 < $ x alleiniges Aufkaufsrecht aus durch die von rhr Arge!anerren Aufkäufer, die mit besonderen Ausweis- iarten (von roter Fatdbe) versehen sind. Häirdler sind mithin vom Mntaüs berm Erzeuger ausgeschlossen.- ebenso müsse,: sich solche Personen oder Betriebe, die die Ware erwerben um Ne tu rohem oder verarbeiteten Zustande weiter ab zusetzen, der Vermittlung der Landesobststelle bedienen.

n bsatz von Frühobst durchj Erzeuger uu- Selbstverbraucher gelten folgende Bestimmungen: Innerhalb der gleiche,: GeUlarkung bestehen lernerle: MsatzbeichrünLungen. An Selbstverbraucher, Die tu ^ner anderen Gemairknng 'wohnhaft sind, darf der Er- bis zu 10 Pfund ohne weitere Genehmigung abgeben; du' Befnrdcwung solcher Obstutengen ijst nicht von dem Bes che en^sBeföroerungss cheines abhängig. Größere fPSflLgl Pstnw dürfen jedoch in keinLn Falle an > jlwerbrancher ans einnral abgegeben iverden Bei

Zuwtderhandttnngen werde:: sowohl der Verbürfer, wie auch ^.^.' EliU^e r m:t Gefanym.sstrafe bis zt: erneut Fichte und Geldstrafe bts ya 10 000 Mark oder einer dieser Strafen be tegt; neben der Strafe kann aitf Einziehung der Borräte er rannt werden, einerlei, ob sie den: Täter gehören oder letztere Bestimmung rechtfertigt sich nach den Borschriften der Reichsstrafstcozestordnuirg die sofortige beschlagnahme widerrechtlich ausgekaufter oder verkaufter Waren >durch Polizeibeamte.

Es sei darauf hingewtesen, dast also B e f ö r d e r un a s- schetne tn d:esemJahre für Frühobst n ich t au sg este ll t weweu. Ausgeuo mme n sind die Besörderungsscheine für wlches Obst, das zum M a r k t v c r k a u f in den Städten bc ftnnmt :1t: hierfür gelten besondere Bestimmungen. Ebenso erhalten Ob sterzeuger, die ihr selbstgezogeucs Obst nach ihrem m einer anderen Gemarkung gelegenen Wohnsitz ver- bringen wollen, bei Vorlage einer amtlich bescheinigten Er Uarung über den zu envartenden Ernteanfall Beförde : u n g s s ch e t n e bis zur Gesamtn:enge.

Für W i 1 d o b st, wie Heidelbeeren, woldwachsende Himbeeren, Brombeeren und dergleichen, gelten die gleichen Bestimmungen, wie für anderes Frühobst. P f l ü ck sch e i n c werden in diesem Jahre n i ch t a u s g e g e b e n. Die Vcrsor- Markte und Ladengeschäfte mit Wildobst wird vor auchrchtlich, da e:ne planmäßige Einerntung durch die Sam* meuirganisatiou des Generalkommandos erfolgt, iu diesem Bahre so rerchlrch sein, daß auch solche Bevölkerungskreisc, die mcht die Zeit auch ringen können, um selbst Wildobst zu sam­meln, ihren Bedarf zu deckn in der Lage sind.

schrstten. Nack, den geltend«: Bestimmungei: ntüffert diese SeudiM- lleu an die Absonder zv.rückgogeten iverden. In sehe vielen Fällen M aber der Absender auf den Setzungen nicht vermcrll. Tie Sendungen müssen dann als unanb ringlich behandelt werden. Begreiflichnioeise entstehen daraus Unannehmlichkeiten für den Ab- JerLber wie für den Empfänger. Mw diese zu vermeide!:, ist cs nn- bedmgt nötig, die Bestiimnnng zu beachte,:, daß Feldpostsendungen bis zum Gewicht Don 50 Gramm portofrei befördert werden. Ebenso erforderlich ist die jedesmalige Angabe des Absenders auf den Feldpvftscndungcn.

o* Be n: p f u n g de r ?l. ep fe l b a u n: raup e. Die Raupe Aepfelbaum gespnrstmvtte und der veränderlichen Gespinstnrotle

der

^ " AusKeichnuIrg Das ^Allgemeine Ehrenzeichen" für streue Mbcrt erhielt der Kilfsarberter Heinrich Weinand-t bsr. d irbc irwerkstette Gietzen aus Anlaß des UrdertrittS in den rnuyeloanv.

dieverloren" gehen. FewposhBrws^nvnngen werden be: den Posumswlten nafr'tmc vor tßglidj :n groher Zah: nnt Uebergetoül.t einaeliesert. Sie riber- Metten das G-wi , r von 50 Gramm, das für Portofreie Feldposl- lendungen ^ugelalb:: ttt,,sind aber nieU freigeniacht. Hauptsäck>l:ck> uw dies ^em>ung."u nnt Tageszeitungen und ülustrierten Zcü

~ , UILW L L/LLUIIIUI LUU;Ttll ^ U11IIIW U l.

Vt ut jüngster Zeit nüeder an Acpsel- und Zwetschenbüur:e.n auf. P:e Raut^er: sitzen in Gruppen von 20 bis 50 Stück an den Bäumen n: ernem etrva saustgroßen Gespinst, in dem sie sich verpuppen. 20s wrrhames Mlvcl zur Vertilgung der Schädlinge ist die Vernichtung -der Nester durch AbsckMeiben und Verbrennen der betreffenden Vwngc oder das Verbrenne:: der Nestjer und Raupen an den Baumen nirttels einer Raupeilfackct zu emlpfehlen.

rv*r ß i ri r nachahm enswer te Einrichtung. Eine .'Meldestelle für Verpackungsniateriat ist in Leipzig .eingerichtet b'vrde,:. Dort inerdcn alle Leergüter genwldet, die nichts ofort Wreder.Verwendiuug si:rdsn. Weim Firmen.Bedarf haben, so tönnenl fte bei der Handels kam vier die Stellen erfahren, wo gebrauchsfähiges w'.ateriat an Kisten, Wrbsr, Kartons, Latten gestellt: nsw. lagert, ^.tirch.den Llusgleich zwischen Besta:ü) und Bedarl' wird dein all- gememen 'Mangel an VerpacLmgÄnitteln beigeguet. Es wird dadurch auch bic Eisenbahn von der Beförderung des Leergutes entlastet. T:e P-ermitllung geschieht t!ostenlvs durch die Verkehrsabteilnng der Handelskammer

Letzte Nüchrrchreu.

miiiiiHüniiiiiiiiifmiNmNiiimmiHiiiHiiiiiiimiiiimiiiiiimmiHiimimimiiuiiüiiimiiiiimmi

VtLle Wenig machen Vielt

Auch die kleinen Gliben

znr Ludendvrfs-Speude werden notwendig gebraucht. Wenn Du keinen Taler entbehren kannst, gib eine Mark, wenn Tu leine Mark hast, gib einen Groschen.

?lns sorgenvollen Opfern des Krieges freudige Lcbcnskämpfer zu machen, ist die Ausgabe der Lndeudorff - Spende für Krieflsbefchädigt

Hilf und gib!

lllllllllllllll!llll!fllilllil!lllllllllllllllll!Ulllllllilj||||||!^l!l!l!l||||!!l||f||lti!ffl!ni||||tl!||il|||!||!!l!

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Kreis Schotten.

e. Aus den: Vogelsberg, 4. Juni. Ter Lürdrang von

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Erholungsuchenden zu den Sonnuerftischen des Vogelsbccgs ist trotz der nicht unerheblichen Verpslegunaspreisc i;i diesem Fahre außerordentlich groß. Doch wird der Frc:nde::zustrom, der ist Friedenszeite:: von allen Geschäftsleuten und Wirten recht gern' gesehen wurde, miter de:: heutigen Verhältnissou von den Ein- heimischen mit recht gemischten >Gesi:hlen betrachtet. Biele Sonuner- srischlcr sind nämlich mcht damit zufrieden, daß ihnen außer reiner Höhenluft eine verhältnismäßig gute Verköstigung geboten wird, sie staeichen wich d:e nmliege:rden Orte ab nach allen möglichen! Lebe:'.sn:itteln, treiben dadurch die Preise außecowerttlich in die Höhe und verleiten damit oft die Landbevölkeriurg, ihrer Llbliese- Nlugspslicht nicht in der gelvünschten Weise nach;ukon:n:cn Diese Jagd nach Lebensmitteln sollte von den Kurgästen im Interesse der allgemeinen Volkscr::ährung imbedingt vermieden werden. Kreis Wetzlar.

ra. 2lus dem Kreise Wetzlar, 4. Juni. Mit dem Eifer

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nen Kreuz lonrden ausgezeichnet: Wilhelm R ü cke r - Mnderbach Gefr. K ö p p e- Bermoll, Karl P a n z - Niederbiel, Jakob Hen-

~ v M .i «j - jmyuuiu, ouiüu Hen­

kel- Hermanngeu: )on,ie Fr:tz Luter und Friedrich Weller ans Münchholzhausen

Urnversircrts-rXirehvkchten^

-- F r a n k f u r t a. Ml., 4. Juni.' Zun: Nachjiolger Prof Em.it Pc cker tS auf dem geographischen Lehrstuhl der Universität Frankftlrt :,t Pros. Tr. Norbert Krebs von der Universität Würzbnrg m ^Aussicht genomnwn. Pros. Krebs ist Oesterreicher und 1876 in Leoben geboren. Bon 19091917 war er au der Wiener Universität als Privatdozent und z-irglei>ch an einem Go:n-- nasinrn als Lehrer tätig. Seit Ostern 1917 lehrt er in Wnrzlmrg, >vo er. zugleich das Ordinariat für Geographie mne ^-at.

Dev nerreste LZericlit der Äeere-'leitttng.

(WTB.) Großes Hauptquartier, 5. Jurü. (Amtlich.)

W e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Erfolgreiche Vorstöße in Flandern brachten befangene un. An der ganzen Front hielt rege Erkundungstätigkeit an. Der Artilleriekampf lebt.' vorübergctzeud auf.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

>',n Erweiterung unsere: Erfolge auf dem Südufer dcr Ais.'.e warfen wir den Feind aus AmAteuy-Eotry zurück und naynltn seine Stellungen nördlich von Dsmmiers. Örtliche Kampfhandlungen beiderseits des Ourcq-Flusßes Iw übrigen ist die Lage unverändert.

/ *

Leutnant Löwenhardt errang seinen 26. Luftsieg.

Per Erste Generalgirartiermeister Ludendorff.

Von der deutschen Offensive.

Luni. iWTB. Nichtamtlich.) Schon in der Schlacht zwischen No h o u und Rotze hatte General H u m - oer: seme Reserven überhastet und tropsenweist in den Kampf 1 nMsen. Damals fochten jedoch die Franzosen immer noch :n gejchloUenen Verbänden. Ter Einsturz der Front am Ehern tn des Farnes wirkte jedoch so gewaltig, baß der geordnete Aus marsch der geringen ftanzösischen Reserven ocn: der m:aufha1t- wmen deutschen Berfolgmrg gefaßt und 'erschlagen wurde. Die Gruppen des Generals von Eonta bekärnpften in den letzten Tagen em buntes Gemisch von Tivisionen. In einem W-ildchen westlich vonE Hertz mürben Gefangene von allen Truppen garEmgen ge- "LN: Neger vom 12. madagassische« Bataillon, das geroölmlieh als rlrbettstruppe diente, in der bedrängten Lage aber als .iv.mpi- truppe eingesetzt wiwde, 2lngehörige der 10 Kolonialdivisimr, der . und 154. Twiswn> einige Leute von der 43., die sich M tagelangen Känrpfei: verblutete, ferner französische Kvvalle- r*}?^ von desr 4. und 5. Kavalleriedivision Die Gefangenen/ schieott.l die Schuld nicht auf ihre Generale wie d:e Englcnrder es ich ständiger Beharrlichkeit tim, sondern geve.i zu, daß allem! dre unerhörte Schnelligkeit der deittschen Beriolgimg an dem Unglück schuld ]et.

.Genf 4. Juni. Die heutige Havasnote erklärt, daß auch am achten Kampftage die Schlacht mit der gleichen Hesligkeic m:gedauert habe. D'.e französischen Gegenangriffe seien jetzt häufiger und wirksamer geworden iuti> durch das Eingr>.iieu !?er französischen Reserven }ei das Gleichgenücht iviederhergestellr. Aus der g a n z e n ?y vonttinie behielten jedoch die Deuts ck>en ein a hl en mäßiges -11 ebe rge io ich t u:ü> es sei eine neue M f c:: H v c an ernem anderen Fr vntab schnitt zu be- urchten. Zivischen Aisne und Ourcg dauerten die heitigen An­griffe an.

Die wirtschaftlichen Wünsch? des deutschen StrhaEls.

Hamburg. 4. Juni. (WTB. Nichtamllich.) Der Ausschuß der in Hamburg bestehenden Schiffahrts - und Han­del s verein tau ng hat an die ReickStagsabgeord-» ? m . e Einladung zu seiner Tagrmg am 15. und io «vyjnu nt Hamburg gerichtet, damit Unten von berufenen Seite die wrrlsck-astlickieu Wünsch' des größten dentstren See­handels vorgetragen werden können. Tie Einladung weist darauf h 1 -' ^ß. wie die Absperrung des Seeweges die letzte m:d eigentliche llrsach für die jetzige Zwangslage iit, so diese in Wegfall kommen muß, sobald der Weg zu den liberseeischen Handelsplätzen nxeöer »Trct wird, was erfordert gebieterisch nicht etwa das Jnterefstt einzelner Staaten und Verbände, sondern des gesamten Deutschen Wrches und Volkes. Unterzeickmet ist diese Einladung u. a. von S. A. Amsrnck, Albert BaLlm und S. H. Heye.

Dos omerikannche HilfSlper.

Berlin, 5. Juni. DerBerliner Lokalanz." meldet aus Giens: Gedrängt durch den Bedarf der Obersten Heeresleitnngj

amerikanischen Abteilungen aus den Uebungslagern nach der Front soll Ende der Woche diirchgeft'ihrt werden.

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Mchard Ajjmann

Bo:: Privütdozent Tr. .A. Peppler.

Am 28. Mai d. I'. stjarb in Gießen nach längerem Leidet: der Geheime Obereegierungsrat und ordeittlich' Honorarprofessor an .der La-ndesuiniverfttät Tr. nved.. Phil. Richard Assmann -der frühere Direktor des Königlich Preußische Aeronautischen Ob- fervatoriums Lindenberg bei Beeskow. Mit ihm ist ein mtt dem Gebiet der .Meteorologie selten erfolg- und ideenreicher Forscher und Gelehrter, der sich in allen Kulturländern des Erdballs höchsten An ­sehens erfreute, dalüngesangen. Wieder eiitcr im fever großen Führer inib Bahnbreck)«ev in der Erforschiung der Atmosphäre^ dessen genia­lem Erfindergeist es gelmtg, dam Lnstnr.-ere bis zu den größten, früher nie für möglich gehaltenen HNhen seine Geheimnisse zu entreißen, ist ins 5'wab gefunken.

Trotz des Weltkrieges, der manchen feiner überaus Zahlreichen etduiuex und K-oliegen ferne hielt, hatte sich am 1. Juni doch e:ne stattlich- ^char von Freunden und Vercbrern im Fried- bcrger Krematorium enrgefunden, um von dem :wck.geschätzten Toter, ck v lied zu nehmen. Als Vertreter der Landesnnivecsität widureten Leu-e Magnw'niz der Rektor der Landes Universität, Geheimer Folrat Pro: Dr Gn evius, und der Dckkan der PhilosophischeI »harultctt, Pros. Dr Lchlesinger, dem .Heimgegangenen ltwrm ' e < Ä^°v rfcc ^nchrnäs und b?': Würdigung )enter unifci -

schasttlck.en Berdnmstr. Xa; Nachfolger Assmanns am Kgl. Preuß.

, ueronautischen Obierv-.ttor:nm Ln^ .-nberg, (^lieinter Regierungs- vat Prvf Tr V c r g e se l l und l^ninrat -Pros Dr. H c l'l -mann, der Direktor des König!. Pr meteorologischn Jnsti- 'Ms m Berlin eiitlvarfeu ch leitck^.chen Firrben ein Blld vtm u f ni ci/'t :i "Ä ^chlss-'N des Versl! 0 rbeu.en. 'Prof. Bersv n svrack> als früherer Mitarbeiter Assmanns m:d Bwtreter des Berliner Vereins für ^nstschch'ahrt, Prvf. Dr. Linke int Aufträge des

J1 .ffaxtet Phi)!ikali'ckMi Vereins. Mit cmer Ansprache vom ^ogeinwn .Hiofrat Prof. König im 9Lamen der Vereme, denen der S sein Feueresse ,ngr omdet st:tte, besonders

Des lMogh. Vernns für Luftfahrt, fchvs; die für alle Teilnehiner ergreifende Fercr.

Zahllos waren die sckKifÜichrn u'ck) telegraphischen Beileids- kundgebungen, bt * oer Dockt er des Vestt>orben!en, FrärL-ein Hc l nie <111) mann, von den Spitzen der Behörden und der Gelehrtere 1^/ wurden-^ Auch S. Ml der Kaiser ließ ln nachfolgen-

Leloainimii seme rpcrrme Ant.-ilnah»ne zum Misdruck brcrneen:

d>r KLser un) König lyc^t di? Mckdmrg lvn > iit Ableben >ehr?s Herrn Vaters mit NTärmsl-.f Anteiluabme er- < beda-.kern l-'bhai: den Verlust, d'a die linssens-ckZaftliche «JlW i Mrn> Den Heimgang ihres Begrüirders esteidet. Seine bc? ' erdi-.'nstvel>n Mannes und feiner Lobens- -F' flmir ä'eden^i und haben mich za, livauftrageii geruht,

frftf ÜÜ 1 ® l ® r, '/ TT ftf , a t:r ^ Aus"w'i.ck,herzlicher Anteilnahme an dem schueren Verlust Kenntnis zu geben."

m-x < or . f Kultusminister Sch tu i d t.

T rb Ass mann, geboren am 1.1. ?lpril 1845 zu Mägde- , ' !i ' 1 '''' ' 'w:.;ck,ch dem ärztlichen Beritt zugewcrndt .kls

rr'nr * P: lir '^ fln 1^70/71 teil, ltit'o tmrrde mit dem

D.u'. Nisgczelchnet. Erst anfangs der achtziger S?b er g 5 mtte-»neloMsch?n Studien hin: nahezu 10 Fahre Vt u die Enttvutlnng dieser Wisseirßchaft in miermüidlicher, sälte::

erfolgreicher Arbeit gefördert. Mmmms erste wissenschaftliche^Lub-

litatwiien lagen mech auf dvn: Gebiete der pra k t i s chen W i t t^e-

rungskünde. Im Frühling 1681 verössculliick^? er einen

A'us-

nir, der zur Gründung enres BeDeins für landrmrchchaftlick)e Wetter fivlbe m Magdeburg führt?. Ter Verein bezeilck-nete als Ziel seiner Tätigkit die Organisation und Sammlamg guter ineteorolo- gifchcr BeobachtE;^n, sowie -deren praktische Benr-ertung im In­teresse der Land- ^nnd Forstwirtjchast. Tie McHe^rologie ivar ch damaliger Jett eilte vvn den Regiernngvn als cruch den Gelehrten w>ch wenig beachtete Wiffanschaft. Assntann erLmnte »rit sck^rfem Blch, ivas der Wtt!ens?chrft als Grundlage ihrer Eittwi^klMig wop tat, die Wecknng das J«teresses iu ,o>citett Kreisen, um dre zur Organlsaticar der Baobachtzmgänetze erforderlichen Geldmittel und Mitorberter Hu grppuM^n. Mtt Feuereifer siljckZte er dieses Ziel zr: erreiche. Der Berliner Verein Kr Lnftdahrr, der sich vor Assmanns Etntrttt nur mit sportl^ch-r Lnftjahrt befaßt hatte, wandte sich unter !e:n?r Leittmg wvstrti-chtasklicheil Mr§qäh«l .zu, die in der Folge zu überaus fnnckAblNVt Ergebnissen: führten und unser Wistzen vom Li'.chinser EeeoM-Miisch bereicherten. Jnr Jahre 1887 gelang Attnwnn die für die ML:k der Atnvosphäre grundlegende Ernndung des Asp^rations-Therutlonteters Ob­wohl sichoil über Isä Jahthmüerte seit der Erftuvmig des Tliervw- meters vergangen ivaren. besaß :nwt ch der LÄtternn^tlmdc doch noch), kein Insignment zur Meffttug der wahren LnKesnpe ratur, da die l'chgal^n g?:völmlichikr Th-ennonttler diwch Strah luiigscrnslüsse gefälscht lotsten. Tiestr Niangel eines ')lppnrates znr Bestimmung eines so snndanwntalen Elementes ioie der Luft- tencheratur lxattc vor 1887 eine Erftwsichjung des Luftnrceres mit Ballons unmöglich, g-nn^ü, da mlaar wegen der in höheren Schichten alle Angaben geN'öhnlicher Therniomever sÄscheupeu ltaröen Son- nentesttahiung zu k.inen: brauchbaren Ergebnisse gelangte. Willen- chaftlicüe Balloirsuhrteip die 1866 Gleisler in Eng laich aus ftchrte, harten Ikteslilrate ergeben, die mit den Gesetze: tec mechanö-^ sch«: Wärmetheorie m Wiverspnchi stunden, waren daher nicht tzneder ausgeiromnven werten. Aspmann leghe mit sein-eiu ^itwns-Thermwnttlcr ten Grund M dem neuen, jetzt in halber Blüte steheichen Zweig der Metevrochgie, der Aerologie, und hat ftckt schlon durch diese Tut unsterbliche Verdüiche cwwarten Unter seitrer enermscheu Führmm beyami im Jahre 1^95 der Berlmer Vevem für Lirftfahrt jene setzt Klassisch geuwitene Periode wissenschaftlicher .Ballona ufst ieg e, int TeittßMnd damals emtn großen Ursprung aeyenüber alle:: anderen Mckturlä«tern lwochttn und eine wahrhaft natwmcke T»rt durstellteu. T^ittj>ckLand lilxwuahm auf diesen: Gebiet die Führimg die es dank Assmann auch heute ivxh> liat. Als cifriger fontem! ww Helfer stund ihm tebei ftt-t» der Miser zur Seite, der namhafte Mittel aus seinem persönlichen Fonds l^eistenerte. Die erste denk­würdige imsseiischaftlich-e BaÜvndahrt erfiolgte am 1. Rkürz 1893 mit dem Ballon H umbvldt in Anwescicheit d?s Kaisers und erspielt dadnrck^ il-rrr ^^tenttvig nttftwntzend ein -anz besanterz^ offizielles Olepräge. 1900 überrastttw AssnimM nrit einem Äabe hockchefähigster RMn'teiler die ^vissensthaftlich^ Vielt mit dsnc drei­bändigen, die Ergebnisse der Falnten ,Msa-mnenscrssenten Werb- Wissenschaftliche LnfkfahrLm", das den Grnnd ,znr Phtzsif d e r ?l 1 m 0 s p h ä r e legte, und dcm Slftleier, m it dem die Natur ldie Geheimnisse des Linftnweres unseren Blicken nrtrvg, lifftt-te

Mit rastloser, gemuler SckPi-atzWvaft entwüMbe um: Usmam:

mit überraschender ^>ckmell:gkcit weitere Methoden zur Er- chrjchung ,des Lustmeeres. 'Berf-uck>e, die in väordamerrtä mit p-ratt«n ange,teilt woiten ivaren. verrmlaßten ihn, sich der tsckinck zit-moendgii. In kurzer Zeit gelang es ihm, den Drachen ^^'omemchaftlicher "ILaparate so zu verrwiNonumn^ daß diese Methode gleutißoerttg neber: dem Freiballon emem wichttgen Farschungsmittel wurde. Ter Forscknri!g-'>bereich

der Track-en und Freiballons liegt durchsckmiMich in den n st t e ren ^tmowhäre. Alinnnuts Verdienst ist es, auch di- hchen

Schichten von 20 mrd 30 Kilometer' einem Schlage der Forschnnst zugänglich gemackü W lyabcn, indem er das ntmitive Kmdersplelzpug, den Gumm,ibdlon, so vervrEmtncnete, daß P e .^tQgsahgkett sich ins m dieje Höhen erstreckte Daiti ^ bann ilmi^dw Entdeckmtg einer fundamentalen, oerter iiw leimten «stiM rfjtgirensc im öiirtmeerv bei ettoa 10- n Ma- metern nt der die normale Temveraturabnahne aus .'v"'und den- grvtten erreichten Hohen DenrperatmÄIchheit ctn- CHf ir *ikro Amchttiumgen vom Wärmehalls- halt der Ainlviphgre m ganz neue Bahnen .^lenkt liat

Assmanu krönte im Jahre 1899 sein Werk, die Erfvr- schung des Luftmeeres, durch die Errichtung cn«s in >e:ner Art auf dem ganzen Erdball einzigen Ob­servatoriums, des aeroitauti friien O bsersta tvri*

u n: s in Reinickendorf bei Berlin, das

einige Jahre später in

«vllcndetfr Form ui fiinfeenficrg südlich Borlm pn./.'f u>urNf wwtwr «tifer c>e,i _boifnnirM : wi aia?

ke'trn bntwftntc. n; ^m*dwtv*pn W-ttzod-i, z.rr (ffjorjct.ma i>» Atmosphäre haben Lichule gonmchl. zun-icb r iirt iibrijyai TeutstGam, da:m m nnMifl)al1iaul«n Siegestttuf iu dw ganzen Welt. &mv envettert und vielfach, vervollUindigt. ha-.- ,i i,e J!d> beute volle Gnttigkint, ja ilysc Bedentnug erst io ce.l.t in bem ^ ^.aseinsiampfe Deutschlands erwiesen, wo sie v; 11 0 # » KiTiecciiftrii inlli-ärisckien UnternelmnmK'n baltististlc. ..-nm.Vvi lnftüftisferischer nnd anderer Art umntbedrlick .in, - -st-- x«ner Z«t mei,t vvrawseüand. hat Assmann DLett-vten wmfoii bre der tt^ter anslebenten Ln ftschi ffahri die Wege et^ u«ten und die m nicht geringem Maße zum Siege n'n s e- r Waffen be:tragen.

o hütendem Eüst-i- fand Mftnann nedv: seiner

Fvrrchertattgkeit nach Z«t .zu ^chilreichm Arbeiten s chriG. stel le:: scher dlrt Ei^lettetc i»s an fein Ente ;uf von ihm beqnmte* Monntsjchns« ^Das Wetter", die ,V>A, er Physik 1' ~ '

schritte de

und dieB e i t r ä g e zur P h p s i k

dltmvsphäre" Mnmnn teschz eine große teich. ttgkcnt der Anffvssmlg, em tt.ch's, umsasstnrdes Wissen und ,-ark.>s Streben muh größter GenamgVeit. Seinen i:hu n

ein Irmrculvr Bentzer, mancki.am feiner im,gen >; .:if> '.'iürKid»ro

SBSS^, bcrv VI. l iriKxt P ] L cr allen ihm zur *fevfy<*ni: uetentvu Mül; -ö"'Eöckern bestrebt mar. 1908 sandte er B . n Elias nach Oitamka zur Erstmchmg des tropiickeui .'lmee»- dem Bnsasser und <5 t ae hl i ng ermfrrtuhte Asfmmm - -r.m teit die bwimnten B.ülvnhock..fallen mr Mes.ung der Strahlungsintensität der Smine

Im Frühjahr 1911 sichelte Afsm.m nack, Gießen über. ,r» in

unserer schönen Nniin'rsitätsstadt im wohlverdient-", Ru

, , ...'Mmuvuu.-i un IWIJIUVUircil

feteii. 1i>rr Itzkülii.ge Jahre find ihm hier bi'ichüten

gewe se n.

I'eüand zu