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ver SeeWeg.

Neue A-Boot-Erfolge.

Berlin, 13. Mai. (WTB. Amtlich.) Eines unserer in Flandern stationierten U-Boote unter dem Kommando des Oberleutnants zur See Lohs versenkte neuerdings während einer hundertstündigen Unternehmung im öft- lühen Teil des Aernrelkanals bei schärfster feindlicher Gegemvrrkung sieben bewaffnete Dampfer mit zu sammen 22 500 Bruttoregistertonnen, darunter zwei wertvolle, mit mehreren Geschützen bewaffnete, 5000 Brutto-Reg.-Tomren große Schiffe. Die Dampfer waren nrrt einer Ausnahme tiefbeladen, und zwar, wie aus dem Ort der Versenkung mit Sicherheit geschlossen werden kann, vorwiegend mit Kriegsmaterial für den Feind. Die Unternehmung des bewährten Kommandanten stellt eine her- vorragende Leistung dar.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

London, 12. Mai. (WTB.) Die Admiralität meldet: Der englische MinensucherStepp" ist am 6. Mai £on einem deutschen U-Boot tor ped iert worden und ge­sunken. Zwei Offiziere und dreizehn Mann werden vermißt.

Aus dem Reiche.

Der Austausch der älteren Landsturm-Jahrgänge.

Wie aus zahlreich eingehenden Gesuchen mtb Anfragen hervor­geht, herrscht über die seit einiger Zeit für den Aust misch der älteren Jahrgänge des Landsturms bestehenden Bestimmungen vielfach Unklarheit.

Zur Beseitigung von Ztveiseln und Einschränkung aussichts- loser Gesuche wird daher bekannt-gegeben:

1. Der 2luStcmsch erfolgt im allgemeinen nur bei den Trup­pen der vordersten Linie. Solange die Erfatzlage es zu läßt, soll Mo Maßnahme in besonders berücksichtigenswerten Fällen auch auf solche Truppen ausgedehnt werden, die zwar nicht zu denen der vordersten Linie gehören, aber trotzdem dem feiirdlichen Feuer stark ausgesetzt sind.

2. Der ÄuStausch erstreckt sich nur auf Mannschaften, die länger als 6 Monate in vorderster Linie Dienst getan haben. Diese werden aus der vordersten Stellung zurückgezogen.

Eine Zurückversetzung in die Heimat ist dagegen nicht ohne werteres angängig, da auf Me Verwendung auch der älteren Land­sturmleute hinter der Front, in rückwärtigen Formationen und in der Etappe vorläufig noch nicht verzickM werden kann.

3. Der Austausch war zuuäckfit beschränkt auf die 45jährigen und älteren Landsturmleute. Soweit die Ersatzlage eS gestattet, soll die Maßnahme auch auf die nächst jüngeren Jahrgänge ausgedehnt werden.

4. Der Austausch findet im allgemeinen nach dein Alter statt, besmürere persönliche, wirffcl-aftliche, familiäre und gesund heitliche Verhältnisse berechtigen jedoch zu Ausnahmen.

6. Das Fortschreiten des Austausches kann nicht gleichmäßig erfolgen. eS ist von der jeweiligen Ersatzlage in den einzelnen KorpSbczrrken abhängig.

5., Ohne Nüchicht auf das Lebensalter können Väter zahlreicher imöerforgtei: Kinder und die letzten überlebenden Söhne von Fa- d<e durch Mn. Verürst ihrer übrigen Söhne besonders schwer g-prütt kuw, aus der vordersten Linie zurückgezogen werden, soweü Adie nmttarsschen Verhältnisse, insbesondere die Ersatzlage ge­statten.

Die ReÄhstlMserfatzway! in Zwickau.

igWiifajx, 13. Mai. Bei der heutigen Reichstags- Ersatzwahl tm Zwükauer Wahlkreise wurden nach dem mLher worbce-Mmden Emebuis abgegeben: für .Aua (natl.) E, ftrr Vömer (Sozd.) 12433, für Heckert (unabh. Sozd. E uiL firr Braun (Mttl. Stänve) 102 Stimmen. Die Wchl Meiers durfte ohne Stichwahl gesichert sein, da nur iwch ernrge größere Orte fehlen. Der Wahlkreis war bis

bLvaund.uh im Besitze der Unabhängigen.

1 Z. Mai. (WTB.) Prof. Dr. Quid de ersucht uns mir die Bekanntgabe folgender Erklärung:

Mit dem Bericht über dreFriedensoffensive", .ffi ff 1 Mftrage der deutschen Negierung bei dem Ameri- rcmer Prof. $cron in Genf unternommen haben soll, machte dreDaily Marl" ihrem alten Ruf alsDaily Lrar" ^wr^-er alle <chre. Nachdem bereits erklärt wurde, daß ich '^ e L*£ Tt RnchsVanzler, noch vom Auswärtigen Am§ ^ 2SS?sicher Art an den genannterl Amerb- UH Wert oarauf, meinerseits festzustellen, A? jjPV sonstigen Inhalt des Berichtes nicht anders b^lt^Wahr rst mrr, daß ich Mitte April einige Tage ar der Schtverz war nicht in politischer Mission (leider') tzK-m um ^kid-mzWlle Interessen bei einer in Bernde'

Stiftung nmyrz^ehm^n- und baß ich Lei diesL Ke^enhc^ mit ^r, de Jmig dcm Beck en Donk Herrn Prof

uuiut criog en, frei erfunden £ 1 ' w°Ef es antommt bis zum ©eg ent ei" ber Wahrheit entfielt. Insbesondere mochte ich

weder zur Uebormittlmn, an Präsident Wrlson noch ün|t tote nnd tonnte also anch feine «Cfa^en haben. Es gab keine andere Entrüstung ÄÄS2* £f fc ^ Bericht schildert, mir oerabschie- dedm wrs lne.mehr von einander mit Bedauern, die Unter, hawmg, da d« Zeit meiner Wreise gekommen /var vor-

mick^muffen. Daß W Lnerlei «ach tzab, ^ Beal-fd:agt-n des Reichskanzlers oder Au^ warten Wirtes zu halten, ist so selbstverständlich, daß ich

«spa^lkm^^ mT ^Ekteristik des Berichtes Berlin, 13. Mai. lWTB.) Die Blätter melden de,,

SUUSWKKKL &** :Ä " £

Hb. Deiitjdj« Briäjstag.

Sitzung vom 13. Mai

«ber^d-^Gm der Gi^mg »mrde »»nächst in d« zweiten Lesunq 5K2L. r' 1 Jz; a t L "A. R«i chsmarrneam ts ab ge st i m Mt Es drv fünf Jntendantursekretäi stellend Die Errichtung von Bearntenausschüssen der 3^eiefv^mr>T 4 r»V mir>\

rrf Zimmermann lnatl.). Drin; Scfuina dv '^arrUath inatl.). Eben -,,z Die EnMli^m» m f

Mr ^ e 5ügeber Cetera n en von 18 7 0 7 / nrirb an? ^uimen, ebenso der Haushalt Ms Reichsschatzamtes Der E?at

ftfSSU? 1 * e Ö2£ wm K lt7irb lwi Ditraq Wesww vor der Tagesordnung^abge^tzt und der Etat des Reichsiustir.-

^bbatte tvird allgemein hervorgehoben daß das Rechtsbnoulstmn im Lchtvrnden begriffen sei g! 2 E_ ,R « i 15 r e f o r m kommen, doch sei hierfür iUi nirf? wf jjnnfhge Zeit. Die vielen Verordnungen versperrten jeden wtth+a. meg. Auch die Kriminalität der I u ae 7d <n,be« Maimabmen als strenge Bestrapmg eingeschränk wcN

Stoat-sekretär v. Krattsr bekorrte, daß die Borarbetten für eine

Rechtsreform in die Wege geleitet seien. Beim Strafrecht seien sie soweit vorgeschritten, da ßsie demnächst der Oeffentlichkeit in der Form eines Entwurfes vorgelegt werden köimten.

Daraus wird die Weüerberatung auf Dienstag 2 Uhr vertagt. Schluß V 4 6 Uhr.

Der Hauptansschnß de- Reichstag- und die außerordentliche Kriegsabgabe.

Im HaUptaussäMß des Reichstages, dar am Montag die Beratung über die Besi tzsteuern begann, ist von den Mehr- heilsparteien folgender Antrag eingebrarl^t worden:

In dem Geietzeiuwurf über die Krjegssdeuern Bestimmungen aufzunehmen über eine Kngmrsten des Reiches für das Reämnngs- jahr 1918 zu erhebende außevorderrtlllhe Kriagsabgabe vom Ein­kommen nnd Vernrögen der naturlcrf)iat Perionen, welche einen Gesamtertrag von 1200 Millionen Mark zu erbringen hofft und für welche nachstehende Grundsätze gelten solle,!:

I. Kriegsabgabe vom Einkommen.

1. Tie Abgabe toird erhoben von den natürlichen Personen mit ernem Jal7reseink-?minrn von mindestens 20 000 syratk. Tie Ab­gabe wird nicht erhoben, jpweit sie-einen Betrag übersteigt, durch den JahresernSommen nach Abzug der Abgabe unter 20000 Mark sänke.

Tan kommen der Eheleute ist z u sammenzurechnan und vom Ehegatten emheillvchi zu verstxwern, sofern die Cl)egatten nutzt dauernd Vvneirrccnder getrennt leben.

, der Abgab«pflichtigie Kindern auf Grund gesetz-

lrcher ^pAichtmrg (B. G. B. W 1601 bis 1615) Unterhalt, so ermäßigt sich Me Abo-abe für das dritte und jedes weitere minder- (iwwf w u I n Pyozent ihres Betrages, jedoä, nicht um mehr als 5000 Mark für em Kind.

orr \ A^^,deiratete Abgabep'lichtige und verheiratete kinderlose ^.vgabep.iichttge haben eine angemei'sene Erhöliung der Abgabe zu entricht e,r.

5. Die dlbgabe ist in durchgestafselten St?uenätzen zu erbeben, bechunend mit 3 Prozent für die eisten 30 000 Mark Einkommen abschließend mit 20 Prozent als höchste Staffel.

V m übrigen find die Bestimmungen des L indesgesetzes über r* r Bemessung der Kriegsabgaben und

das bei der FestiWellung und Erhebung der Steuern einzuhaltende Verfahren maßgebend. Tie Feststellung des Einkommens für die

fJP 'steuer bildet zugleich die Grundlage der Staffelung des Einkommens für die Kriegsabgabe.

BuuMsstaaten, in denen eine Einkommensteuer nicht oelteyt, tnftt Me Landesregierung die Vorschriften über Me Er­mittlung des Einkommens.

. ^ erhöhte Kriegsabgabe wird erhoben von der während

des Krieges erzielten Einkommens Vermehrung gegenüber Mm in der FrieMnstzeit erzielten Enkommen.

1. Maßgebend ist das Mehveinkommen gegenüber der letzten ZA^^veranlagnng. Auf Antrag Ms Abgabepflichtigen wird 5? Akette der letzten rftrckEnsveranlaguna das festgestellte durcki- ^chnittliche Einkommen der Jahre 1912, 1913, 1914 heran gezogen r , Steuer, atze für Me Einkommen Vermehrung sind Mtrffv

zustasfeln, beginnend rtut 5 Pro ent für die ersten 30 000 Merk ^bremkomwen, abschließend mit 50 Prozent als Höchftswffel.

Hl- Uls Ergairzungsechgabe tvird eine Abgabe vom Ver­mögen erhoben. . _

War?' ^oubefrei ist ein Vermögen im Mindestbetrag von 20 000

.Tie TLbgabe ist in durchgestasselten Steuersätzen m erMfvn o für Vermögen bis zu 100 000^Mark und

K^lMid mtt 3 Prozent als Sochstflaffel. Für die Bemessung- der

Mkvurcke gÄegt die MtstäLttmg des Vermögens, die l>ani 3. Juli 1913) am 31 De- ^dlv erfolgt ist. Euer besonderen Bermögensfeststelluna Mdarf ,nnr, wemr^ eme ^VermogensseststeLl'nng für die Besitz- 31. Dezember 1916 nicht erfvLgt über nachträglich cfne wefentliche Aenderung^s Verrnögensstaudes eingetreten ist. In Mesem FE wird das Vermögen aus 31. Dezember 1917 festgestellt.

Zuständig ffa jVCftfle&mg und Erhebung der Kriegsabgabe bvmEnrormnen und Vernchgeu sind di« LamdesbehörMn, die zur Feststellung nnd Erhebung Mr Besitzstener berufen sind.

A«» Stadt «nd Cattl.

Die dritte Lesung der preutzischen wahlvorlage.

I I m - - 1 r 10 cm * «! i c ... « . v

Blfi der dritten Lesung Mr preu ßlschen Wahlrech tsvorlage, '

- - - --^ :- ;die am heutigen Montag

rm Abgeordnetenhaus« begmin, stand als einziger greif- bar^ Vermittlungsvorschlag Mr Antrag Loh mann im Mittel­

punkt des Jnterefies. Er stellt eine gewisse Abschivächung des gleich­namigen Antrags dar. Mr in Mr «weiten Lesung einaebracht wurM. damals sollte ein« Zusatz stimme Mnjenigen Arbeitern zuerkaunt l .Mwilähriger ummterbwchcner Beschäftigung bei dem­

selben Arbeitgeber tätig waren. Diese Bedingung ist in Mm wieder ettigebrachten Antrag durch di« Bestimmung ersetzt worden, daß ganz allgemein Mi zehnjähriger Ansässigkeit in Mr Gemeinde eine Zusatz stamm« E verlrel)>en »verden soll. Dieser Gedanke wurde aus idem Haus« selbst nur von den F r e i k o n s e r v a t i v e n! unmittelbar angegriffen, deren ^Redner die Zustimmung seiner A-raktion für den Fall in Aussicht stellte, daß über Mn § 3 ein« Ver­ständigung zustande kommen sollte. $!m' übrigen aber fand Mr Antrag Lolimann kein« nnmitlelbar günstige Aufnahme. Der Ab­geordnete Ludewig erklärte, daß Me hinter ihm stehenden Mit­glieder -der nationalliberalen Fraktion auch dem ab- geanderten Antrag Lohmann ihre Zustimmung nicht gebe,! konnten. Der konservative ?k!bg«ordnete von Heydebrand lehnte Me VerstäildlgnngsgesichtZpnnkde ab, die in Mm Antrag Lohmann enti-al en find. Ausschlaggebend war, daß dann auch Dr. Fried- b e r g als Vizepräsident MS Staatsministcriums die Erklärung abgab, daß die von dem Mgcvrdneten LohTnann vorgeschlagenenr Zusotzsttmmsn für Ansässigkeit, Beamtenläligkeit und selbständige L-tellung für die Negierung nicht annehmbar feien. Damit >var im Grimde genommeri ichon das Schicksal dieses Bennittlungsversuches ent)chieben, ehe überhaupt zur Absfimmmrg geschritten werden konnte.

Trotzdem aber hch die 3. Leswrg mit ihren sichtbaren Ansätzen zur Vcritcmdlgnng eine Lage geschaffen, die gegenüber Mm Ans­gang Mr zweiten Lesung etwas günstiger und aussichtsreicher er­scheint. Es wurde auch diesmal wieder mit allem Nachdruck so- wohl vmidern Abgeordneten Tr. Lohmann wie auch von Staats- minrscer Dr. Friedberg der Wille betont, wenn irgendwie angängig, zn einer Verständigmig zu gelangen. Diesem Willen entsprach es anch, üra Abgeordneter Ludewig namens der gesamten nattonal- liMralen crraktion seine grundsätzliche Zustimmung zu den kulttrr- politlicheii »Sicherungsanträgen des Zentrums er- Ludewig _ erklärte es für eine patriotisckie Pflicht, Me Unruhen einer Auflösung zu vernieiMn, wenn über- der Bodeii zu einer Verständigung sich finden lasse, und um oiefen BoMn zu ebnen, sei seine Fraktion bereit. Mn Sicherlmhs- an tragen des Zentrums zuzustimmen, in Mr Hoffnung und in der Erwarsilng, daß auch die Anträge der nationalliberalen Fraktion auf Ensilbrung der Verhältniswahl in den osttnärkischen und in Mn -zndustriebezrrken eine günstigere Aufnahme finden fvürden, al^ bei der zweiteri Lesung. Ob sich die Erwartungen erfüllen! werden, di« man an ein solches gegenseitiges Entgegenkommen knüpft, ist lehr zweifelhaft. Gewisse Hoffmuigen aber kann man ?-i ran Tr. Lohmann ausdrücklich den Konserva

tiven erklärte, daß die hinter ihm stehendeti nationalliberalen ?lb

Gießen, den 14. Mai 1918.

** Am rliche P ers ona l na. chrichte n. Der Groß- Herzog hat am 11. Mai dem Oberlehrer an der Eleonoren- schule zu Worms Dr. Adam Heid den. Cha.ra.kter als Professor: erteilt ruid den Jakob Scl)iubert zu Bens heim mit Wir­kung vom 7. Mai 1918 ab zum Schreibgehilfen ernannt.

** Auszeichnung. Dem Musketier Kirrt Rödel, in einem Thür. Jnf.-Regt., wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen.

** Aus dem Militär-Wochenblatt. Befördert; zum Leutnant der Res.: Vizefeldwebel Kalteuhäuser, Gießen, Vizefeldwebel Bender, Gießen: zum Hauptmann: der Ober­leutnant der Res. Ewald, Gießen, zuletzt Leutnant im Feld- artillerie-Regt. 26.

** D ie Auszahlung der FamilienunterM stützungen an die Angehörigen der zum Heeresdienst Eingezogenen für 16. bis 31. Mai 19l8 ftirdet in den näch­sten Tagen statt. Siehe Bekanntmachung.

** Hunde an die Front! Auf den Ausruf im An­zeigenteil sei besonders verwiesen.

** Pfingstverkehr 1918. Die Eisenbahndirektion; hat eine Anzahl Bestimmungen erlassen, die im heutigen Anzeigenteil einzusehen sind.

** Iungwehr. Mittwoch 8 l U Uhr im Hofe der Obev« real schicke antretnr.

** Banke in schluß am Pfingflsamstag. Am 18. Maß (Samstag vor Pfingsten) find die hiesigen Banken, Bankgeschäft« und die Bezirkssparkass« für jeglichen BeiTkehr geschlossen. (Äv-i kanntmachung in unserer henfigen Auflage.)

** Dringende Mahn u n g. Biumenbästen und Dlib- mentöpfe, die auf Balkon« und Fensternischen au säest« llt werden, müfien, um Unglücks fälle, die mit Leb ensgefahr ver­bunden sein können, zu Verhindern, derart sicher befestigt tverdon, daß ein Hevabfallen auch bei einem Sturme aus­geschlossen bleibt. Bor der strafbaren Unsitte des schlechten oder unbefestigten Aufstellens von Blumenkästen uno Töpfen auf Fensternisck)en, Häusevgesünsen usw. kann nickft dringend genug gewarnt werden.

** Die Eisheiligen Mamertus, Pankratius und Servatius sollten Samstag ihr Regiment antreten. Ob sie ihre Reise verschoben haben und später bei uns eintreffen werdorr, wer kann's wissen? Zur Freude aller Gartenbe- frtzer haben wir diesmal nichts von Mn gefürchteten Heiligen verspürt. ^

** Dieb stahl. Bei Rübsamen an der Lahn wurden vergangene Nacht aus einem verschlossenen Stall 2 weiß« Gänse, 1 Hahn und 4 Hühner (weiße Wyandottes) gestohlen, sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei ent­gegen.

** Der Voranschlag der Provinzialhaupb- stabt Gießen für 1918 zeigt folgendes Bild: Die Be­trieb s r e ch n n n g schließt in Einnahme und Ausgabe ab mit 4 231985,67 Mark geaen 3 934533,23 Mark im Bor­iah r. Es ergibt sich hiernach ein Mehrbedarf von 297 452,41 ^ 0 ^. Mehreinnahmen sind vorhanden bei den Wal­dungen mit 103 625 Mark infolge der zur Zeit höheren Holzpreise, bei den Kapitalz.'msen mit 75 744,55 Mark infolge der Zinsemnahme der Stadt aus den Kriegsanleihezeich» nungen. Wenig er ein na h m en ergebeir sich beim Elek1> rizitätswerk 3541,47 Mark und dem Gaswerk 20 000 Mark, ba die Reirrüberfchüsse irrfolge der gefteigxrten Betriebs- ^s^u^^urilckgegangen find, sowie bei den Verb :xtu chsabga ben 10 000 Mark, Mt die Einnahmen aus der Abgabe für Gv« tränke Krrückgegangerr sind. Mehrausgaben ergeben sich bei den Waldungen 17 271,80 Mark infolge höherer Werbunyskosten, bei den Friedhöfen 13950 Mark infolge höherer Ausgaben für die Grabherstellungen, bei der StraßeTNrnterhaltung 8929 Mark und der Straßeirreinigung 10 160 Mark durch bie Heren Tara- und Fuhrlöhne. bei der Armenpflege 15 000 Mark infolge des geslregemm Zuschusses zur Armenkasse. Unter Titel 46u sind Mittel für Kriegs- steuerungszulagen an Beamte, Lehrer und Arbeiter vor­gesehen. Dre Ausgabe und Kapitalzinsen steigt um 98 155,43

Mark, verursacht durch, die Bcrzrusung der wahrend des Krieges aufgenommenen schvebeuden Schul!

Schutden. Bezüglich der Gemeindesteuern ergibt sich aus dem Voranschlag,

daß das Ergebnis der Gemerirdesteuerveranlaguna noch nicht feststeht, jedoch mit «irrer Mehreirmabme von 340 000 Mc

geordneten ihre Zrrstimmung zu Mm Mehrstimmenrecht Ms Kommrssronsbeichlusses nicht weiter auf

^ , V v fc *#i uuircd)tßrHften

wurden, tote wurden geschlossen für den Antrag Lohmann ein- tteten. und wenn er keine Annahme finden sollte, auch da§ ^L^"^^enrecht ablehnen, wie es in Mm Kommis- swnsbcschluß festgelegt rst. Diese Erklärrmg wird in allen Kreisen der natwnalsiberalen Partei mit ungeteilter Gemigtuung aufae- nommen werden. Sre zeigt, daß in der Tat auch ich dem Teil Mr nmwnallrberalen Fraklwn. Mr dem gleichen Wahlrecht seine Zu- strmm-ung noch vertagt, ein tat- und entschlußkräfttger Wille zur Verständigung vorhanden ist, und daß man auch hier die Gemein- schaft mit dem wilservattven Widerstand aufgegeben l-at. Staats- mmsiter Dr Friedberg bezeichnete die Einführwra einer Al- terssttmme wr cttvas, über das sich reden lasje.

aereck)net werden kann. Dies hat zur Folge, daß der Steuer^ satt- von 150o/o der staatlichen Einkommensteuer und 26,4 Pfenrrig von je 100 Mark der Vermögenssteuerwerte beide- halten werden kann. Die V e rm ö ge u s re ch n u n g schließt in Erm rahme und Ausgabe ab mit 489 575,30 DLark gegen 567178,59 Mark sin Vöriahr, also mit eurem Wonigerbedarf von 77 603,29 Mark, oa Neuherstellungen, die KckpiLalauf-, nahmen erforderlich machen, infolge des Krieges nicht vor> gesehen werden können. Die der Stadt durch den ftrieg erwachsenden befoirderen Au sgab e n für Unter­st ü tz u ng s zw>ecke, Leb e ns m i't t e lver t eil u ug, E r n- quartrernngskosten und dergleichen sind in derr Vor­anschlag nicht ausgenommen, da sie in einer besmrderM .Krie^vsko ftenbereckvmng verrechnet w'erden.

1 cJ** ^^^^bstscheckkonto! Nachdem seit denr>

1. Aprck der Postscheckvertehr we,enttich verbessert und namentlich I mr Ueberweisungsverfahren völlige Porto- nnd Gebührenfreihcit ein getreten ist. liegt es im Interesse der Gesckräftsleute, Gewerk. trmMnden. Aerzte, LlpotMkec. Rechtsanwälte, Gutsbesitzer. Vereine^ Genossenschaften, Krankenkassen usw., ein Postscheckkonto zu be­sitzen. In Mr nachten Zeit loird durch die Postanstalten an die hrernach rn Frage kommenden Kreise, smveit sie Mm Postscheck- verkehr noch seruibehen, ein von dar Reichsdruckerei heraus^ gegebenes WerbcblattNimni dir ein Postscheckkonto"' mit ein­liegendem^ Antrag mis Eröffnung eines Postsä-eckkontos Mgehen. Nähere Auskünfte erteilen die Postanstalteu bereitwckligst. BiL jetzt beftnden sich rn Gießen 400 PoshcheckkuuMn.

** Schwarz.-Werß-Lichtspiele, Seltersweg 81 Dtt neue topielplan enthält von heute ab bis einschließlich Freitag, 17. Mar, das DramaWenn die Stinttne des Blntes spricht" Außere, 1- mirb das Lustspiel .^öomuneulii>sckrlm (9.

dem wird dcxs Lustspiel ,L>onmnkllli-.-schm wird Filmditm" (2. TM gegeben. toael>e Anzeige.

_. ?^t spiel ha u s. Von heute ab gelangt der Mlnr

Die Rost von Technik Mir" zur 'Aufführung. Siehe Anzeige.

^ Kr ersblatt Nr. 54 eitthält Berorommgerr:

über: Fruhgenrüse und Obst, Aufbringung des Schlacht Viehs, Ausgabe von Süßstoff, Sckxrsherden, Runhaana dev Feldgescksivorenen, Waise nbüchsengel der, Kaffee-Ersatz.

Landkreis Gießen.

. S^^ba ch12. Maß Ten HeLdeutvd fürs VcrMrland der Schütze Friedrich zbarl Backhaus.

** Großen-Buscck, 14. Mai. Ter ffiehrmaim ^ukeleEt Ms Ei/erne Krery 2 Klassemmd wuL^n freiten befördert. " ' ,

U Leihgestern.>14 Mm

^ ^ Sattlermeister Ludwig Luh tt»

rMrt* Knegsehrenzeichen und lvurde zum (MireitLU^

o ^as Eiserne Kreuz 1. Klasse, frühe«

2. Klaist, erhielt der Musketier Heinrich Spruch

Kreis Büdingen.

t'L-fS <? y 1 ?,ff c l?' ^Ocäi. Das Eiserne KvouH, früher dre D«^

fische TapferkertSmedackle, erlfielt der LandstuiMuumu F-x« uE

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