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Erstes Blatt

* 68 . öahrgang

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(WM.) Großes Hauptquartier, 25. April. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Auf dem Schlachtfeld e an der Lys scheiterte ein starker Gegenangriff der Franzosen gegen die Höhe van Vleug-elhoek unter schweren Verlusten. Qertliche Kämpfe nordwestlich! von Bäthune, bei Festubert und zu beiden Seiten der Scarpe. Südlich von der Somme griffen wir Engländer und Fran­zosen bei und südlich von Viller's-Vretonneux an. In hartem Kampfe bahnte sich unsere Infanterie den Weg durch Die Maschinen^ wchrnester des Feindes, Pai-zerwVen haben sie hierbei wirksam unterstützt. Wir nahmen den vielumkän-pften Ort Hangard. Auf dem Westrrfer Oer Avre trugen wir un­sere Linie an die Höhe nordwestlich von Castel vor. Den ganzen Tag Wer führte der Feind mit feiner» auf dem Krrmps- srld bereitgestellten, von rückvürtS h.'rangetzoltm Nnter- stÄtzüngen heftige Gegenangriffe; sie Hrachrn blutig zusam­men. Erbitterte Kämpfe dauerten, auf den: gewonnenen Ge­lände die Nacht hindurch an. Mehr als 2W0 Gefangene blie­ben in unserer Hand, 4 Geschütze und zahlreiche Maschinen- gewchre wurden erbeutet.

Von den anderen KnegsschLUplätzen nichts Neues.

Der Erste GenenUgnartienneister L u d e n d o r s f.

Der Abcndbericht.

Berlin, 25. April, abends. (WTB. Amtlich.)

Die Armee des Generals S i x t v. Arnim steht im Karupf n tn Den Kemm t l.

Die deutschen Heere haben im Westen ihre Angriffe wie­der ausgenommen. Auf den beiden Hauptkampfswuten, so- rooh! vor Amiens, als auch im Upernbogen, Haben die Schlachten eingesetzt, deren Bedeutung noch nicht in vollem Umfang überblickt werden kann. Der gestrige Tagesbericht naynte nur den Angriff zwischen Somme und Avre. ^3 geht aus dem Bericht hervor und die amtliche französische Meldung gibt das halbwegs zu, ba& unsere Truppen auf der Front von Brklers-Bretonneux über Hangard bie> Castel in der Richtung gegen Amiens Raum gewonnen haben. Der vielumkämpfte Ort Hangard wurde von den Deutschen ge- normnen; er liegt in der Mitte des Winkels zwischen Avre und Somme. Nach der französischen Meldung sollen unsere Truppen nur den Ostrand des Dorfes erreicht haben, dage­gen melden Engländer und Franzosen, daß auch Billers- Bvetomvenx bein deutschen Angreifer übierlafsen werden mutzte, wovon in dem Bericht Ludendorffs noch nichts steht. Da auch auf dem Westufer der Avre, bei Castel, ein Fort­schritt gemacht worden ist, so bedeutet der Kampftag, der sich auf'etwa 10 Kilometer Frontlänge erstreckte, eine ernste Ab­sicht unserer Obersten Heeresleitung. Ob diese dahin geht, Amiens mit allen Kräften anzugreifen, ist gleichwohl nicht zu durchschauen. Denn der deutsche Abendbericht bringt die inhaltsreichen Worte, daß die Armee des Generals Sixt von Arnim im Kampf um den Kemmel siebe. Das ist bekanntlich die starke .Höhenstellung der Engländer südwestlich von Npern. Ist uns vier der erwünschte Erfolg beschießen, so ist das Schicksal Merns besiegelt. Dann kommt, um einen Ausdruck Hindenburgs zu widerholen, da oben in Flandern die ganze .Frvntanlage des Feindesins Rutschen"! Wir harren mit 'größter Spannung nunmehr wieder der nächsten Meldungen, 'und alles Interesse ist wieder diesen: folgenschweren Ringen zugewandt, gegen welches der gescheiterte englische Angriff :wr Ostende und Zeebrügge ganz geringfügig und bedeu­tungslos ist.

Mit einigein Vergnügen lesen sich jetzt die Berichte, die ein bekannter Italiener, Barzini, über die -Schlachten im Westen geliefert hat. Ueberall seien bisher, so lesen wir im V. T., die Deutschen in ungeheurer Üebcrmacht gewesen, aber der Heroismus der Verbündeten, deren jeder von höchster sittlicher Größe sei, gleiche der: Mangel der Zahl aus. Die Engländer hätten in diesen Tagen Wunder vollbracht, wie sie die Weltgeschichte niemals gesehen habe. 'Was auf der Seite der Entente den höheren Wertfaktor ausmache, sei der Mensch, der einzelne Mann, der im Gefühle seines idealer: Wertes densiegestrunkenen teutonischen Massen" . weit überlegen sei. (!) Die .Engländer und Franzosen seien mit der heiligen Ueoerzeugung ihres Sieges in die Schlacht gestürzt, aber die nicht immer abgelösten französischen Divi­sionen, von denen einzelne sich vom ersten Tage der Offensive '.an schlügen, seien vielfach müde zum Umsinken. Erschalle aber das Signal eines Gegenangriffes, so scheine es, als ob sie von neuem von übermenschlicher Energie elektrisiert seien.

Der Karrefpondeirt schildert dann die wunderbare Ge­schicklichkeit der Deutschen im Straßenbau.. Es sei keine Rede davon, daß die Kaiserschlacht schon ihren Höhepunkt überschritten habe,vielmehr", heißt es,nriffM wir uns auf furchtbare und plötzliche mm Angriffe, vielleicht auf gmcz weiten Punkten der Front, gefaßt machen." r Barzini hat also eine ganz' richtige Mmmg gehabt. Die Deutschen wäre:: in der ab'gelausenen Kampfpause rmrtlich unter anderem auch mit den: Straßenbau beschäftigt. Und was haben die Engländer und Franzosen getan? Der Korre­spondent desSecobp" erwähnt eine kn.rze llntorrednug, die neulich 'Fuschen Lloyd George und General Fach stattgesil'.rde:' ha -e Llvtch Ge^rae fragte Fvch:Angetwmmen, Sje Minien ghre Partie wählen. ren Sie lieber a n L h r -e r ? '< - e r. an L n de n d o r f f s StelleFach er- widere tvo^eu;M der uremcherr.^

Ob Lloyd George wirklich eine so dumme Frage gestellt hat? Foch spielt mit seinertrockenen" Antwort jedenfalls dabei die bessere Rolle, dem: er konnte doch nicht gut die schlechteren Aussichten für die Entente so vlurüp zugeben. Im Interesse mrsever Gegner ist das sensationelle Histörchen deö Italieners jedenfalls schlecht erfunden. Wer darf, wenn seine Sache so bitter ernst und bedrohlich steht, an ein so scherzhaftes Frage- und Antwortspiel denken?

~~~>«asnnnsb!< CfW-R--»«»-

Ter österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien, 25. April. (WTB.) Amtlich wird verlautbart:

Am oberen Devole in Albanien wiesen wir in den letzten Tagen französische Vorstöße zurück.

Im Südwestm nichts Neues.

Der Chef des Generalstades.

* ... *

Die neuen Angriffe im Westen.

Berlin, 25. April. An: 24. Llpril früh morgens wurde von den deutschen Truppen zwischen Warfns6 e Ab a n c o ur1 -und der Sitte ein geplanter Angriff ausigeführt. Die Artillerie-. Vorbereitung war kurz!, -aber von größter Heftigkeit und Wirkung- Sie begann ü:rz nach 4 Uhr 30 Minuten vormittags und deckte die feindliche Artillerie, die anßrNgs zu erwidern suchte, bald zu. Mamwäßig tun 7 Uhr trat die Fnsignberie auf die vordersten. ferMichen Stellungen .zum Sturme au, die sofort gmonmren umrdeu. Den Angriff begleiteten mehrere Sturmpimzerwagen-, Abteilungen, die, mit der Infanterie vorgetaugt, die am stärksten ausgebauten feindlichen Stützpunkte der ersten und zweiten Linie mit Geschützen und Maschimmgewehren niederkMpsten.

Aus der Richj-ung von Warfusöe-Llbintonrt kam der Angriff sehr schnell über die erste englische Stellung lffttweg, bis an den Oftrand von Villers-Bretonneux. Hier leistete dci?. Engländer hart­näckigsten Widerstand. Die deutschen Stunnprüz.'rraagen unter­stützten jedoch durch Bestreichen der Dorfstraßen und flankierenden.! Angriff vom Nord- und Südrande des Dorfes sehr wirksam die Infanterie. Besonders erbittert !var der Kampf an der Bahn) am .Kirchhof dickst südlich des Ortes. Dieffe PnEe versuchte der Eugstärider- vergeblich zu halten. Unterdessen hatten weiter südlich, gleichfalls w\i Svnnnpanzerlvagen unterstützt, die deutschen ?ln- griffsiruppen von Marcelcove her die gegen lxrs ungefähr 6 km entfernte Dorf EackH sich hinziehende langgestreckte Ebene durch­schritten und die erste und zweite englische Lücke überwunden. Die rückwärtigen Verbindungen funktionierten gut. So war es möglich, das Fmer der Artillerie mit Sicherheit zu leiten. Die Wirkung des deutschen Arststeriefeuers zeigte fick bald in der ziemlich schwachen, Mrweilen fast ganz aussetzenden Antwort der englischen Artillerie, vor altem aber in der erfreulichen Tatsache, daß die deuffche In­fanterie trotz des :mt offenen und schutzlosen Geländes keine großen Verluste erlitt.

Be r li n , 25. April. Um den Wald von Hangard wurde wvHselvv-ll gekäinpst. Der östliche Ausläufer des Höhenzuges zwischen dem Walde von Hangard und den: Dorf Hangard siel schließlich in dmtsche Hand. Damit lvar das Dorf selbst umfaßt, svdaß es konzentrisch unter Feuer genommen werden konnte. Die Franzosen, die hier die Verteidigung hätten, schienen den in der letzten Zeit schon häufig heißumkampften Ort unter allen Umständen chrltei: zu wollen. Jedenfalls 'war ihre Verteidigung erheblich zäher als die d-er-Engländer auf dem nördlichen Teile des Gefechts- feldes. Aber obwohl die französische Führung die ganz außerordent­lich schweren Verllffte nicht scheute, die ihre Infanterie in dem tief- üegenden und mit Feuer überschütteten Dorfe erleiden mußte, gelang es ihr däbnvrh nicht, durch kranchsarckges Fesch-ckßen au dieser Stelle die Schlappe der Engländer weiter nördlich wettzu­machen. Um die Mittagsstunde hellte das Feuer ei:i wenig aus. Jetzt hatte man von den Beobachtungsstellen ans wenigstens soviel Ueberfi-ckt, daß man die Fortschritte der deutschen Truppen fest- stelle!: koiutte. Hangard war vom schstverften Fe::er zugedeckt und der lariu versteckte Feind unschädlich gemacht. ?st)ch am Abend des 24. April wurde nach erbittertem Häm erkämpfe das stark besetzte Dorf genommen. Hier allein wurden 500 Gefangene gamaast. Starte wiederholte Gsgenmigrisfe des Feindes gegezr Tors und Wald Hangard scheiterten bljubig. Lange Gefangenenkolonuen, hauptsächlich Engläuder, Mcrden von.dein Kampsselde abEvansPor- tiierr. Weiter südlich von Hangard. westlich der Avre gelang es den 'Deutschen, die Höl-e nordwestlich Castell zu nehmen. Die blutig«! Verluste des Feindes sind aus der ganzen Front sehr schwer. Tie in vorderster Linie befindlichen englischen Divisionen sonn: die von rückwärts zu genau griffen herangesührten frischen feindlichen Kräfte wurden teilweise schon in der Bereitstellung von unserem zusanimengesaßtxu Artillerie- und Maschineugewehrfeuer stark ge­lichtet. Bon den englischen Truppen hat vornehmlich eine austra­lische Division, die auch I>ier wieder im Brennpunkt der ltzäurpse staus, sehr gelitten. Mich die Franzosen mußten infolge der eng- lisch«: Schlappe aufs neue hohe Mutopser bringen.

Franz-ftscher Bericht vom 24. April.

Der lebhaften Beschießung der sianzösisch-englischer: Stellungen südlich der Somme und Avre folgte der deutsche Angriff, der an der ganzen Front von beträchtlichen Kräften durchgeführt wurde. Bon 6 Uhr in der Frühe richteten sich die Anstreugimgen des Fein­des gegen Hangard en Sauterre, die Gegend von .Hailles und der: Scnecasttvald. Südlich der Avre hält die Schlacht, die den ganzei: Tag über andauerte, noch besonders erbittert in der Gegend fctoit Hangard an. Nach einer Reihe wütender Angriffe gelang es dem Feinde, in dein Gehül- nördlich von Hangard Fuß zu fassen, ebenso an: Ostrand des Dorfes, das unsere Truppen erbittert ver­teidigen., Der Kampf war nickst weniger erbittert in der Gegend von Hailles. Vtehrere feindliche Stürme gegen den Bergrückens östlich dös Dorfes wurden durch unser Feuer mw Gegenangriffe gebrochen. Auch weiter südlich hatten die Deutschen mit ibrenj Versuchen gegen den Seirecasttvalo und die Höhe 82, dir vollständig in unserem Besitz bckebeu, einen Mißerfolg. Aiff dem rechten Maas- ufer lvar der AÄillerievalnpf ziemlich lebhaft. Aus der übrigen; Front war b-er Tag ziemlich ruhig.

Eirglischer Heeresbericht

vom 24. April abondd. Haute früh griff der Feind Uitph beftigeo

Beschießung «u.s te SMVM «uÄchvr FcvAt südlich hex SpmmH

ünd gegen die Franzosen auf unserem rechten Flügel an. Er wuat/e abgewi'esen. Später am Vormittag erneuerte er in heftiger Meise den Eingriff gegen unsere Stellungen in diesem Mschnitt. Obgleich an den südlichen Uno '.rördlickMi Teilen der Front verlustreich abgeschlagen, mackste cr Fortschritte bei Villers rmd Bret- tvnn eüx, wo der Kampf den ganzen Tag anhielt. Der Fe:nd nahm das Tors in Besi tz. Der Kampf hält weiter cm. Andere Llngriffe, die der Feind heute vormittag auf dem Nvrduser der Somme und nördlich! von Albert mackste, wurden abgew^St, wir /nachten einige Gefangene. Bei erfolgreich«: örtlichen Ilnieo». nehmungen, die heute nordwestlich Fe > tu der t ausgeführt >enrd«r wurde der vom Feinde am 23. April genonkrnene Posten chrvch Unsere ..Truppen zurückerobert, die feindliche Besatzung leistete heftigen Widerstand und hatte schwere Verluste. Wir macksten einige Gefangene und erbeuteten vier Maschiiffengelvehre. ^Heute früh machte der Feind einen heftigen örtliche:: Angriff ohire Erfolg gegen, unsere neuen Stekkm:gen östlich Robeca. Unsere Linie wurde rmversehrt gehalten. 84 Gefangene blieben in unserer Hand. Außerdem machten wir in erfolgreichen lleineren llnternehnnrngen östlich des Waldes vim: Nieppe imd in der Gegend von Mettwew Gefangene.

Der englische Klotirnangriss aus Gftende und Zeedrügge.

Darstellung eines Augenzeuge«.

Brügge, .25. April. lWTB.) Von einem Au gen zeugen wird :ms zu dem englischen ^lvttenan griff auf Ost­ende u:ü) Zeebrügge noch berichtet:

Der englisckie Flottenangriff auf Ostende und Zeebrügge am frühen Morgen des 23. April sollte die dortigen Anlagen zerstören und die Hafenausfahrten durch Versenken von Sperrschiffen blockie­ren. Die Nacht vom 22. zum 23. April ist diesig und unsichtig. Ein seiner Regen fällt. Nach Mitternacht schwirrt es über Ostende und Zeebrügge. Abwehrfeuer, Bomben krachen. Ein neuer Ton: das langgezogene Heulen der Achmnddreißiger und mglischer Moni- toren. Tie deutschien Küftenbatterien nehmien das Feuer auf. Aber das offene Meer mrfchtvindet wie unter einem dichten Scksteier. Das machen die Nebelapparate feiEicher Schiffe. Mit eurem Male zittert der mächtige Quaderbau der Mole unter surchtbaren Schlägen. .Eir: mit Explosivstoffen gefülltes englff.chas U-Boot ist gegen die Mole gefahren. Ein Teil der Gillerbrücke, welche die eigentliche Mole mit dem Festlande verbindet, fliegt in die .Lust. Für den Augenblick ist jede Verbindung mit dem Lande adgeschnit­ten. Vergeblich steigen die Leuchtraßeten und werfe:: die '-Morse­apparate ihre Lichtbündel. Der Nebel ist zn dick. Die Wache steht in ffeberhafter Erwartung hinter der meterdicke:: Brtrftrmg.der Molen- m-rmer. Da taucht loie ein Geisterschiff der englisck>e Kreuzer aus dem Nebel. Schon ist «er an der Mole im toten Winkel, Maschinen­gewehre rattern, imb die kleinen Maschinenkanonen spucken rasselnd Geschoß auf Geschoß auf das Deck des feindlichen Kreuzers, das schw-arz ist von Menschen. Aber von den 4 00 Noval MartneS weiß jeder einzelne, daß es gilt, zu siegen oder zu sterben. Unter dem tödlichen Hagel der ViaschinQrgetoehre werden Laussrege gegen die Molenwand gÄvorsen. Die Verwegensten klettern hinaus, die Kompagnieführer an der Spitze. Von Vieren bleiben drei tot aus der Mole. Ein wilder Kamps in Dunst::nd Nebel um die zitternde Mauer, ein Kampf mit Bajonett, Messer, Faust und Zähnen) Von den 40 Engländern, die die Mole erstiegen haben, kommt keiner lebend zurück. Diis Deck d's Kreuzers schwimmt in Mut. Der Englärcher Wirft wieder ab. Der Versuch, die Seeslugstation und die anderen Ernrichttmgen der Mole durch handstreichartigen Uebersall ya zerstören, ist a e scheitert. Mil gnal in enden Nebelchiparaten versuchen drei feindliche Kreuzer den ÄtpllNlkvps zu passiere::. Da bricht das Feuer der Molenkopfüartrrie aus den Röhren. Treffer sind im Schornstein, auf der Kommando­brücke und im R.-urpf. Auch die st en b a t t e r i e n greifen ein, die jetzt ihr Ziel int Tunst erkennen können. Die englischen Schiffe beginne:: zu sinken. Zwar haben sie noch Fahrt. Aber , es genügt doch mcht nvehr, um ihr Ziel, die Kcawlfr-leuße, zu erreichen mrd zu. sperren. Ein Zerstörer, der die Besatzungen snf- nehmen soll, sinkt im deutschen Geschützfeuer. Von den Besachmtosi entkommt kram: einer.

Doch,größer war der Mißerfolg bei Oftende. Die englischen Sperrschiffe kamen überhaupt ::ichi an die Hafeneinfahrt heran. Kaum gesichtet, sanken sie in: Feuer der deutschen Kiiftenbatlerien. Zwei Zerstörer, die sich Weuduyne zu nähern versuchte::, wurden gleichfalls vernichtet. Am Morgen des 23. April sahen die uuff klärenden deutscher: Flieger vor der Küste sieben treibende Kt t c r, Wracktzelle. und Leiche::. Fünf Lebende und einen Toten konnten die deutschen' ^Ärpedoboote noch bergen. Die gesprengte M off e n'b r ü ck e -ist^g-asch wieder h e r g e st e l l t. Ein einziges deutsches Tvrpedobsöt. ist unbedeutend beschädigt, seine Miecp'skrefi ist nicht beeinträchtigt. In OstenÜe sind einige Häuser beschavnll und zehn Belgier getötet. Der Engländer aber büßte fünf-kleine Kreuzer, drei Zerstörer und mehrere Motorschnellbovte ein. Noch schwerer aber wfegt der Verlust der zahlreichen Toter:, der tapfer­sten der Tapfereit'

Ter englische Fmckspruch von: 24. April meint, daß die Er­fahrt zum Brügger Kanal möglick>erweise wirksam blockiert sei. Sollten die Optimisten iirt vereinigten Königreich darauf ihre Hofft rmngen bauen, so wird d^r unveränderte Fortgang des deutschen U-Doot-Kriegeö sie belehren, daß England seine Schiffe und Men­schen vergeblich geopfert hat.

Atterkerrnurrgen des Königs.

London, 24. 'April. (MTV.) Meldung des Ideuterscheiz Bureaus. In f)lnerke::nung seiner Leistungen bei der LeittoZ.: der Unternehrmmg gegm: Zeebrügge und Ostende mn 33. April hat der König des: Vizeadmiral- Kepes zun: Ritter des Bath-Ordens ernannt und den Kommandanten Carpender, der den KreuzerVüwirtrve" befehligte, zum Kapitän lxffördert.

BeobachtungSstttae der Engländer.

London, 24. April. (WTB.) Tie Admiralität meldet: In Znsaurme:rhcmg mit der Seeunternehimuu: gegen die feindlichen Küsten wurden am gestrigen Vormittag durch unsere Flieger Deobachtimgen lMgestrllt und .Bombenangriffe mi- ^chührr. Wcaeu ' der ?Aolken wür die Btv4nuchtnng sckÄvier'ig. Mt Rücksicht ftteraaf gingen unsere Ft:rgzei:ge bis auf 50 F::ß herab. Ms es \y& Wizxte, nahm man auf zwanzig Bards Entfenrumg die an der Mole m 8 e e b r ü g g e, am inneren Ende und in Ostende versenkte:: Schisse wahr, wie sie zivisch'n den Biers lagen und den größeren Teil des Fahrwassers versperrte.:. Eiive Asnsochl BovLbm wuvös erü Z^-eb' ,tscr Küste abgeuvvrstn.