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Amtlicher Teil.

NMrWMmtmchNg

Nr. W. I. 1771/1. 18. K. R. A.

ZU der Sekauntmachung Nr. V/. I. 177J/5. 17. K. R. A. doiü l Juli M7. betreffend Be­schlagnahme nnd Beftandserhebung der deut­schen Schafschur und des Gollgefalles bei den deutschen Gerbereien.

Vom 25. April 191,8.

Raitzst^honde Bckccirntt-.uichnmg wird auf Ersuchen des Kö­niglichen Kriegslniu-ifterium^ hiermit vjx allgemernen K'enntni^ gebrcxckst mit dem Bemerken, das; jede Zulviderhandliurg gegen die BeschlLgnahmevorschrifterr nach § 6 der Bekanntmachung über die SickerstrLung von Kriegsbedarf in der Fa.ssmi.g vom 26. April 1917 lRerchs-Gesetzbl. S. 376)*) bestraft wird. Auch kann der Betrieb des Handelsgewerbes gemäß der Beka:rntmachwrg Mr Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel vom 23. September 1915 Reichs<Gesetzbl. S. 603) untersagt lverden.

Artikel I.

8 6 der Bekanntmachung Nr. W. I. 1771/5. 17. K. R. A., be­treffend Beschlagnahme urid Bestandserhebung der deutschen <&djafa 'chulü und des Wollgesälles bei den deutschen Gerbereien vom 1. Juli 1917 erhalt folgende Fassung:

kTrvtz der Beschlagnahme ist die Veräußerung und Lieferung der Wolle vvr ihrer Einltesierung bei mner der int §5 beimnntei;

*) Mit Gefängnis bis zu einem Jahre oder mit Geldstrafe bis z.u zehntausend Mark wird, sofern nicht nach allgemeinen Straf­gesetzen höhere Strafen verwirkt sind, bestraft :

1 . ... . \

2. wer unbefugt einen beschlagnahmten Gegenstand beiseite^ schafft, beschädigt oder zerstört, verwendet, verkauft oder kauft oder ein arideres Veräußerungs- oder Ettverbsge schüft über ihn ad schli eßt;

3 . wer der Verpflichtung, die beschlagnahmten Gegenstände zu verwahren,md pfleglich zu behandeln, zuwiderhandelt;

4. wcE den erlassenen Äusführungsbestimmjungen zuwider­handelt.

Ftrnren oder rnners-allr 10 Wochen nach ihrer Emliefevung gegen! Schluß) chein allgeniein erlaubt, mit Ausnahme der Veräußerung oder Lieferung cm Verarbeiter.

!Die KiregÄr?vllbedarf-ADie7igefellschaft, BcrQn 3^48, Verl. Hedemannstr. 16, nimmt Angebote entgegen

a) von Schafhaltern in geschlossenen Mengen von mindestens 3000 kg Rohwolle,

b) von Groschändelsfirmen des deutschen Wollhandels welche als solche von der Krieas-Rohstvff-Ab-ellung des Winglich Preußischen Kriegsmimsterrums bezeichnet und im Reuhs-

' ( anzeig er bekanntgegeben worden sind in geschlossenen' Mengen von mindestens 10 000 kg Stohwolle,

o) von solchen Personen oder Firmen, welche die KriegS-Rvh- sto ff-Abteilung des Königlich Preußischen Kriegsnrmisteriums als Bezirksaufkäufer zum Aufkauf beschlagnahniter Wolle aus dem Besitz von Kleinzüchtern (das lieißt Schafhaltern mit einem Besitz von weniger als 30 Schafen) bestellt hat.

Artikel II.

Diese Bekanntmachung tritt mit dem Tage ihrer Verkündung

in Kraft.

Frankfurt (Main), den 25. April 1918.

Ter stellv. Kommandierende General;

Riedel, General der Infanterie.

Maintz, den 25. April 1918.

Der Gouverneur der Festung Mainz.

_ Bausch., Generalleutnant.

Betr.: Wie oben.

An den O-erdürgermrister zu Gießen. Großh. Polizeiamt Gießen und die Großh. Bürgermeiftereirn der Landgemein­den des Kreises.

Indem wir auf vorsbehende Bekanntmachung des stellver- trcbeitden Generalkommandos von heute verweisen, beauftragen wir Sie, von denk Jinhalt derselben den Interessenten alsbald Kenntnis zu geben, und die Bekanntmachung in Jhvnn Amts­zimmer zur ettoaigen Einsicht offen zu legen.

Gießen, den 25. April 1918.

Großlieriimiiches >breisa,nt Gießen. vr. U s i n g e r.

Nr. 31.9.17. W.V.I.5.

Nr. 526. 2. 18. W. V. I. 1.

Verordnung.

Auf Grund des § 9 b des Gesetzes über deir Belagern,vgs-

Abäschetm^ de^ Gesehtvs Wer tert BÄagepvrrtzvh^-od tun II. H

1915 wird im Jntevesse der öfsÄrtlichen Sicherheit Wr dar Bo» zirk des 18. Armeekorps folgendes bestimmt:

Der Verkauf und Bezug von metallische« W«lri«w ohne den behördlichen! Niachiweis, daß er zrr einem erlaubten ge­werblichen Zweck ve-rrätig gehalten oder verwandt werden will ist verboten. Diesen Nach.oeis erteilen auf Antrag die Austün- digen Gewerbemspekboven.

Tie Berw'mdung des Metallischen Natriums prc Herstkl- lmrg von Feuer- und Spielzeugen wird dB unerlaubter Zweck erklärt.

Mft Gefängnis bis zu einem Jahr, beim Vvrüegsr Mildernder && * Dbec Geldstrafe bis zu 15M Mark, wenn die bestellenden Gesetze kern« Mieren Freihertsstvafen bestimmen, wird bejtraft, wer dre VorstehOrde Verordnung Übertritt oder m solcher uebertretung auffvvdert oder anreizt.

Frankfurt (M.), den 25. April 1918.

Der stellvertretende Kommandierende Geneackz _Riedel, General der Infanterie.

DsnnerStag den 25 . April, abends 8 l / 4 Uhr, indergroßen Universität» Aula 2897 0

von grau Zregattenkapitän löa Boethke Eigene Erlebniffe einer deutschen Frar während der Belagerung von Tsingtau"

Preise der Plätze: 1.50 und 1.00 M. in Borverkauf bei Herrn C h a l l i e r und abends an der Kasse; für Mitglieder der Unterzeichneten Vereine be: Vorzeigung der Mitgliedskarte die Hälfte.

Zu diesem Vortrage laden ein:

Deutscher Klotteiwerein,

Deutsche ttolonialgeseLschast, Araueubund der üeutschenttsloniaigesellschast, Deutscher Zranenoerein vom Roten ttreuz für die Rolonien, Grtrgruppe Sietzen.

AuS den Waldungen der Stadt Gießen und den Ge­

werben.

1. Stadt Gießen.

ai Bezirk Hangelstetn.

LoS 1 2 Buchenstämme 2 Klaffe mit 272 Fstm. *26 Z. 5,63 n

,35 4. 3,44 *

b) Bezirk Großer Stadtwald.

LoS 4 2 Buchenstämme 1. Klaffe mit 3,11 Fstm.

5 11 2. 16,12

. 6 16 ^ 3. 17,40

. 7 12 4. * &48 *

2. Gemeinde Alten Duicck.

LoS 1 1 Buchenstamm 1. Klaffe mit 2,32 Fstm.

22 Buchenstämme 2. 3,30

. 3 10 * 3. 14,79

3. Gemeinde Wieieck.

LoS 1 4 Buchenstämme 2. Klasse mit 5,60 Fstm.

»26 3. ff 4,08

Das Gebot gehl auf den Jestmeter und ist für jedes LoS besonders anzugeben. Gegen ausreichende Sicherheit wird Zahlungsfrist bis 15. Noveinber. 1918 gewährt.

Angebote sind verschlossen und mit der Aufschrift Snbmtssionsbolzverkanf" bis spätestens 11. Mai 1918, vormittags 11 Uhr, für die Stadt Gießen an den Ober bürgermeister der Stadt Gießen, für die Gemeinden Alten Buseck und Wieseck an die Großh. Bürgermeistereien dieser Gemeinden etnznreichen, woselbst um die angegebene Zeit die Eröffnung der Angebote in Anwesenheit etwa er­schienener Bieter erfolgt.

Wegen vorheriger Besichtigung des Holzes wende man stch an die betreffenden Forstwarte.

Gießen, den 23. Avril 1918. 3157B

Ter Oberbürgermeister. I. V.: Grünewa ld.

Keiwillige Vcrstcigerung.

Montag den 29. 2lpril, vorm, von 19 Ubr ab,

versteigere ich in Bad-Nanbcim, Fürstenstrahe 29, tm Auftrag der Konrad Mörler III. Ehel. Erben das zur Landwirtschaft und Kutscherei gehörige Inventar gegen Barzahlung:

2 Landauer nebst 4 besonderen Nädern für Gummi­bereifung, 1 Halbverdeck, 1 0ekonomtewagen, 2 Schlitten mit Geläute, 3 zwetspännige und 2 einspännige Chaisen- geschirre l3 davon silbervlattiertl, 1 Säemaschtne, 1 Dick- rvurzmtthle, 3 Pflüge, 2 Eggen, 1 Gruvver, 1 Häcksel- nlaschine, 1 Jauchefaß,'Ernte-Leitern, -Tuch- und -Seiler, 1 Fegenilible, 1 Kettenwage usw.

Versteigerung bestimmt.

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Bet t.: Wie oben.

An den Odcrbürsermeifter zu Gießen, das G«ßh. Polizei- amt Gießen und dre Gwtzh. Bürgermeistereien oer Lnnd- gemeinden des Kreises.

Indem wir auf vorstehende Bekanntmachiimg des stellvertreten­den Generalkommandos von heute verweism, beauftragen wir Sie von dem Inhalt derselben den Jrtteressenttn alsbald Kenntnis zu geben und die Bekanntntackmng in Ihrem Amlszmvner zur et­waigen Einscchit offen zu legen.

Gießen, den 25. Avrll 1918.

Grobherzogliches Kreisamt Gießen. _ Dr. Ü f ft n g t r.

Bekanntmachung, ü

Bctr.: Kultnr- nnd Tüngintgsversuche.

Samstag den 27. April l. I., nachmittags 2Uhr, wird im L>vtel Grv-ßherzog in Gießen der Geschäfts^ führer der Gesellschaft zur Förderung des Baues der Kartosseür- Herr Tr. B i schoss ^Berlin, 'einen Bortvag überDie Be­deutung des Kartoffelbaues für die deutsche Landwirtschaft und die Maßnahmen zu seiner wei­teren Förderung halten.

Tie Mitglicd-er des Vereins, sowie alle Freunde der Land­wirtschaft werden hierzu ergebenst erngeladen.

Gießen, den 24. Aprll 1918. -

Ter Vorsitzende des landwirtschaftlichen Bezirks-Vereins, Gieße». Tr. U fing er, 6>voßh. Provinzialdivektvr.

Vsr^aucktsQ, ^rsnncisn ckasg ftsnts mittag 4 Uhr und Bruder

und Bekannten die schmerzliche Nachricht, unser einziger, hoffnungsvoller, lieber Sohn

Hermann Römer

nach langem, schwerem Leiden im noch nicht vollendeten 19. Lebensjahre durch einen sanften Tod verschieden ist.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Ludwig Römer V. und Frau geb. Becker Helene Römer Wilhelmine Römer Pauline Römer Marie Römer.

Heucholb«iin. den J8. April 1918.

Die Beerdigung findet statt. Freitag den 36 April, mittag« 1 Uhr, vom Trauerhauso Bachstraese 52 aus.

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