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Die Stellung Llohd George».

Köln . 24. April. DieKöln. Volkszeiturrg" meldet aus Wenn DasEcho de Paris" meldet aus London: Die Stellung Llot-d Georges ist durch erbitterte persön l«he Feinde im Kabinett erschüttert. Lord Northcliff ver­aschte auf die Fortführung der Auslands-Propaganda We­yen der Berufung Chamberlains, während Lord Rothermere als Bruder Northcliffs heftigen Angriffen hoher Militärs, von denen viele, besonders im militärischen Flugwesen, zu­rücktraten. ausgesctzt ist.

Aus dem englischen Unterhaus.

London, 23. April. (WTA.) Unterhaus. Fm Laufe der Bttdgetberatung drückte Bvnar Law seine Genug- rmrwg über die dem Budget bereitete freundliche Aufnahme Es. HinsichÜich der gewaltigen Ausgaben für die ver­schiedenen Kriegs departements erwarte er, daß im letzten Hahr allein hinter den englischen Linien 900 Merlen tveitspuriger und 1000 Meilen leichter Eisenbahnen errichtet worden seien.

Schwätzer Churchill.

London, 23. April. (MTV.) Reuter. In einer Ansprache wr die Mordnung amerikanisckftr Gewerksämsten sagte der Mu- nitimrsminister Churchill: Wir baden, keinen Grund, durch den Deckaus der Offensive eurmurfttt zu sein. Wir haben sehr schwere Verluste erlitten, aber beit Feinden auch sehr sckuoere Verluste zu- igefügt. Ter territoriale Gemimt, den der Feind erzielte, beem^ flllßt unsere Macht und macht rmsere tapferen französischen Al­liierten durchaus nicht in vitaler Weise kampfunfähig. Es ist vom Feinde trotz aller ungeheuren Opfer, die er hat bringen, müssen^ keinerlei Uedergenncht eines tatsächlichen Vorteils erreicht worden. Die moralischen Wirkungen seines Angriffs sind sämt­lich ans unserer Seite. Unter dem Drucke der lMNeu Kämpfe dieser Schlacht fnrd nur .in der Lage gewesen, Hunderttainende von Männern Mts Englmrd her aus zu ziehen, die, loetut dieser schwere Druck nicht vorhanden gewesen wäre, schioer mrznfordern gewesen, wären. Weit mehr Männer sind durch die ScAacht zu den Fahnen gerufen »oordert, als in der Schlackst verloren gegangen sind. Das­selbe ist bei Amerika, dasselbe bei Frankreich är Fall imd das­selbe geschah infolge der italienischen Offensive. Was die moralische Wirkung anbelangt, so steht alles, was die Deutschen durch die Schlacht^ erreicht baden, in einem Antvachsen und eng «wen Zu­sammenschluß der Kräfte, die gegen sie kämpfen. Durch ihren An­griff hoben sie in diesem Feldzug allein mehr als eine Million Soldaten gegen sie ins Feld gerufen, außer denen, die bereits gegen sie im Felde standen.

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Irland.

Lv n d o n, 23. April. (WTB.) Meldung des Reuter- scheu^ Bureaus. Carson verö'ffenckicht durch die Presse eine scharfe Kritik an der Msichr der Regierung, dieHome - r ule-Bill für ganz Irland eiilzuführen. Er errnrrert an die Versprechungen, die iracheinauder Asguith, Lloyd George und Bonar Law zu verschiedenen Zeiten gaben, daß mn Versuch gemacht werden könnte und sollte, Ulster unter die Homerul^Regieastnzg M zwingen. Er schließt mit Äen Worten.Was di? Moral von der Geschickte ist, will ich nicht sagen."

Rotterdam, 24. April. Niemve Roirerdamfche Cou- raut meldet aus London: In ganz Irland mit Ausnahme der Ulstergrafjchaft ruhte gestern als Prolest gegen die Dienstpflicht die Arbeit. Keine Züge gingen, alle Läden waren geschlossen. Es gab kein Gas, keine Elek- ^rizität mtb keine Zeitungen UeberaH wurden Versamm­lungen gegen die Dienstpflicht abgehalten.

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Da» indische Hilfsheer.

n. 24 April. WTB.) Um die S timm ung des eug- aschen Volkes zu heben und das nach den schweren Niederlagen jm der Westfront erschütterte militärische Ansehen Gaglands durch vai Hinweis aus die unerschöpflichen Mensci>envorräte des briti­schen Weltreiches wiederherzustellen, verbreitet Reuter ein an Ine ettäjifdp Negierung und an den Vi^ekömg von Indien gerüh­mtes Telegramm des indischen Nationalkongresses, roonackr In­dien m der Lage sei, fünf bis zehn Millionen Sol­daten zu stellen.

Reuter vergißt an zugeben, so schreibt die Jlorbb. Mlgem. o4g ." redaknvnell, unter welchen Bedingungen die Vertretung E cngltsci-en Nationalisten die Aufstetttorg eures solchen Heeres für möglich hält. Die Schaffung einer nationalen, <nii Indern besiegenden rndpchen Volkstxrtrcttrng und eurer verantwortlichen, ^tme vom Lorrdoner Kabmett und vom englische?: Packament tenablmmgai Nationalregvrimg intb bk Bildung einer von indi­schen Offizreren geführten Wehrmacht nebst einer »ür hm Dienst cn den rndrschen Gewässern bestimmte nationalen Flotte, ohne ^re Herrschaft in Indien auszsrgeben, heißt es in derNordd .Augeim SU.", tarai Großbrittamietk au? diese Vorschläge nicht Angehen, joegtn bcz geringfügigen Ne formen des fetzigen

iM3Xxwtrair f ciKn Systems wurde das wirf die. Volk aus die Zeit nach dem Frieden v?rttchtet. Eine Ermvüllurrckim Sinne des ^rational- tmgvyjrtjft, solange die Engländer in Indien blerl'm, völlig auSgeichloncn. Wie Äe Stimmung in Indien. belveist Mcr Genüge das klägliche Ergebnis der indisch?» Rekrutierung

oün,ct>e Natwuallongreß und die mit ihm zusammen gehende >,mi -jrtfna MvÄam League" wählten geschickt den Augenblick, wo ^Englands militärische Macht der bättestm Probe und-ttmiffen wrw, mn ihre Forderungen m fttUen, oenen Deutscüland ; ebenfalls Ehr. Bermandnis entgegeichringt, als England. An dem irische B^ipiel kamt ^mbitn sehen, daß Großbritannien nicht daran dentt, den von ihm unterjochten Völkern guten Willens auch nur ,m germgstm mt^gmMtommen. Nur die Niederlage Englands

iS? tfrnv&t Irlands. JüdiLNs, Aegyptens und der anderen WnJSnqhmb unterjochten Völker gewährleis-en können. Reuters Eln mit dem rndcschen Milliournheer wird daher niemand m täuschen vermögen.

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Eine Nationalversammlung in Versailles.

Genf, 2S. April. iL.-A.) Die Sozialisten haben Jfpvn einen gwfien Teil linksstehender Abgeordneten und Senatoren für eine Kundgebung gewonnen, die auf die Elnberuflrng einer Rationalversamniluna mach Versailles abzielt.

Clemenceau läßt dieser sozialistischen Werbearbeit durch persönliche Freunde entgegenwirken.

Erue Rede des amerikanischen Krieg-minifterd.

21 Apvil. WTD.) Meldung des Reuter- schen Burcans staats)ekretär Baker jagte in einer Ansprache, er habe Grüße der amerikanischen Armee *n iwerbringen, rankreuh, England und Italien llirnvften im engsten Zusammen- mtt der bürgerliche. Bevölkerung. Niemand in Frmrfrftch den leiiesdm Zweifel, um was es sich, in diesem ^kriege han­dele und wie er gewomu-n werden nrüsft. Tie Alliierten kämpfteNl mtt eurem Gegner, der die Welt zum Mitll-lpunft seines politisch- Arlowplftschen Syslpm-s genuilhl habe. Das sei keine Bltzlosophic Utt da - Volk oer Vercuügüm Staaten. Aber die Alliierter, hätten diese ^-vausforderung angenommen. Es gäbe keine andere Ant­wort als dieerbarmungslose Gewalt. Das englische, wan- xSstsche und Italien.sche Volk erhalte seine Armeen nicht nur aus fcoi Ueberflüssen ihrer Reichlümer. sondern die bürgerliche ?ievöl° ^rmrg brmge Opfer Lu diesem Ztoecke!Air mjchsen mit ihnen Lmvren, müssen rm Geiste mit ihuezi kämpfen, müssen mit unse--

Berlvaueu um km schLießlichen Triumph kämpfen. Wpc mlfff en en, indem wir unsere Mittel zum Opfer bringen."

Der Kampf in Finnland.

Stockholm, 23. Avril. (WTB.) WieUftonbladet" aus Finnland erfährt, besetzten die Deutschen N y v i n a e und Svea- borg. Tie Roten Gardisten sind zwisckten Lojo und Rushi- maeki umzingelt. Die Grenze Zwischen EU and und Rußland wurde abgesperrt. Es wurde ein Schacrerbataillon errichtet unter dem schwedischen Grafen Ehrensvard Dpäja. Tic Roten Gardisten plündern alle Orte aus, bevor sie sie verlassen, und richten große Zerstörungen an.

Nach einem Telegramm aus Wasa cmAswnbladell' dankte General Graf Mannerheim den Generalen H-indenburg und Ludendorff für ihre Glückrvunschdepeschen in einem Tele­gramm, worin er besonders die Befteiung von Äelsingforsi durch die deuffchen Truppen hervorhebt.

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Die japanische Truppenlariduug in Wladiwostok.

K ö l n, 24. April. DieKöln. Volkszeitung" meldet aus Basel: DerTemps" meldet: In London hat sich ein Umschwung vollzogen. Sowohl die französische wie die englische Regierung seien jetzt überzeugt, daß die japanische Intervention dringend notwendig sei.

Tokio, 24. April. (Reuter.) Minister des Aus­wärtigen Motono ist zurückgetrelen. Der Mi­nister des Innern Gote folgt ihn: im Amte.

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Kämpfe an der mazedonischen Front.

Sofia, 22. April. (WTB.) Mazedonische Front: Im Osten des Ochriba-Sees Arrill«?rietiitigk?it auf seiten des Feindes m der Richtung Mit die Tschorveno Sana, auf Aiargareve und Mp Bvamhol. Die Kampstätigkeil auf beiden Sei- t c 7i verstärkte sich. In der fejeni> der Moglena zerstreuten wir mehrere feindliche Gruppen, die gegen unsere Posten oorrückten, im F'euer'. Im Süden von Keüuirenz wurden zwei französisch? .^donr- pmiien, die gegen unsrre SÄHprheitsliniien südlich von Gewgheki v-orn":cften, m unserem Maschmeirgiewelprfeuer und durch Boniben zurückgeschbagen. Ein .französischer Oftizirr und etwa zehn fran­zösisch? Soldaten näherten sich unseren Posten und ftelen inr Nah­kampf. dftrch einer h/ftigen Artillei-i^o-rbereittmg, die fld> zeit­weilig legte, um eine größere Heftigkeit anzunehmen, griffen mehrere englische Bataillone in einer ausgedehnten Front unsere Stellung südlich von Dvjran an. In l>artnäckigem Widerstand wies unstre lapsere Insvnberie, unterstützt von unserem Artilleriefeuer, den seindlichm Angriff vollständig ab und machte englisch? Gefangene, darraUer erneu Offizier^ Eine große Zahl toter Engländer liegt vor unseren künstlichen Hindernissen. Unsere Verluste siud unbedeutend.

Veutjchlanü und die Notlage der Schweiz.

. Bern, 24. April. Wie der schweizerischen Tepeschenagenttrr gemeldet wird, hat die deutsche Rogierung die Erllärung ab­gegeben, daß die Schweizer Getreideschiffe auch wenn sie die Flagge einer nrck 'Deutschland im -.Kriege bcftndlichen Nativiy führen, frei passieren könnien. Die Schiffe haben die Sperrzone zu meiden, neben der Flagge ihres Landes das Schweizer Wlappen aus dein Schifssrumpf unv überdies die Sch>veizer Flagge in gn.t sick)tbarer Weift ^u führen.. Die amerikanffck-e Negierung ist mit der Führung der Schweizer Flagg? neben der aml?ritamschen aus den mit Getreide für ove Schweiz beladenen Kck«ffen einverstanden.

Bon zuständiger Seite rvivd uns hierz« mitgeteilt, die Nach­richt bedürfe eines ivickTlge.r Zusätze?-. ES ist zivar richtig, daß die deutsch? Regierung in Anerkennung der Notlage der Schweiz, in die sie durch den ?lushun!geLn.ng6kriLg der EntLnte gekommen ist, derr für die Versorgung der Schweiz in Fahrt zu ft'tzellden Schiffen trotz der damit verbundenen giwßen Schwierigkeiten für die Svekriegführuny freies Geleit zusichrrn wird. Die schweizerische Regierung ist aber ausdrücAich ersucht ukti&ot, ihrem Volke keinen Zweifel darüber zu laiftn, daß, obgleich der Betel»! ioßvrt erlassen, aus befelüstakchnischen Gründen erst nackt Ablauf von drei Monaten damit ger^ckmet »oerden darf, daß i^des der in Soe befrEichen deutschen Kriegsschiffe den Befthl erhallen hat, die für die Schweizer Verfiorsuug besrimmten Schiffe durchs ulassen. Sie ist ferner aufmerksam gemacht morden, daß die Tlurchführung der Zusage des freien Geleits vor Ablauf dieser drei Monate dadurch aufs äußerste ersckVvert u-nd unsickier gemacht wird, daß der Präsi­dent der Bereinigten Staaten die in amerikanischen Häfen rechts­widrig iveggenoimnenon Schiffe auch dann zavingt, anstatt der holländischen die amerikanische Flagge zu führen, wenn sie für die Schweizer Versorgung tätig sein sollen. Sollte mithin ein in See befindliches deutsches Kriegsfahrzeug den erlassenen Befehl aus irgendwelchen Umständen nicht erl-allen haben und sollte es danir in Untvifsenhert der Zusage der deutfck»en Negierung ein mit Waren für die Schwei^r Versorgung WaberteS Schiff versenken weil es nach Völkerrecht bevechtigt ist, jedes Schiff unter feind­licher Flagge ohne Rücksicht mrf seine Ladimg m versenken, so trifft also nicht die deutsche Regierung die Schuld, sondern den Präsidenten der Bereinigterr Staaten von AmeriLr.

Deutschland und Holland.

Berlcn, 24. Llpril. ^WTB. Unter der Ueberschrift Die deutsch-holländischen Verhandlungen" heißt es in der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung":Evening Stau dard" hat einen Artikel veröffentlicht, nach welchem Deuffch- larrd a n g e i ch an Holland ein Ultimatum gestellt habe.

Deutschland soll Nirm seine Forderung, Sand und .lki-es durck-- Aulafserl, erneuert und bchauMet haben. .Holland habe feine Neutrali­tät aufgeaeben, indem es nicht vorbehaMos seine Schisst den Alliier- ten rvcmcstgertL. Ferner soll Deutschland die neue Forderung hinzu geft'.gt haben, daß der Durchtransport von Mannschaften und Muni­tion durch Holland noch Belgien zcigelaffen werde. Ter englische Alrl'Äel ist vhrie Angabe der QuiÄe erschienen und.sagt weiter, Deutschtand habe den Bvrteg davon, wenn die n?utvaft Grenzc- et­was verändert würde, da diese Msemvärtig sich ftp- eineir deutschen pm-ckzug nicht eigne; die Schelde und die holländische Küste würden außerdem ein-e sehr gute Basis für Unters«boote sein.

Wie bekannt, finden zurzeit Verhandlungen über ein W r rtschaftsabkommen zwischen der deutschen und der holländischen Negierung statt. Außerdem soll eine Verein­barung getroffen werden, nach der holländische Schiffe un­gehindert aus den heimatlichen Häfen nach Uebersee ausfah- ren dürfen, wenn yolländischer Schiffsraum von gleichen! Umfange aus Uebersee nach holländischen Häfen einläuft. Dwse Verhandlungen, deren Srhwierigkciten beidknr Seiten bei der Derschiedenartigkeit der Interessen hüben und drü- oen bewußt sind, nehmen ihren ungehinderten Fortgang. Die Abschl desEvening Standard", Mißtraueri zwischen den Verhandelnden zu säen, ist zu deutlich, um nicht sofort er­kannt zu werden. Wohl find von Deutschland bestimmte, auf den bestehenden Verträgen basierende Wünsche ausgesprochen worden, deren Bercchtigmig der holländischen Regierung nicht unbekaimt sein kann, die Behauptung desEvening Standard" aber, daß Deutschland an Holland ein Ultimatum gestellt habe, bildet den Gipfelpunkt der englischen Leistung und kenrizeichnet diese ausreichend. Daß bei der gegenwärti­gen militärischen Lage derEvening Standard" von einem deutlchen Rückzug zu reden wagt, sei nebenbei sestgehalten. Das gehört zu den kleinen Mitteln englischer Stimmungs­mache

dccung der jüdische-ir Buden auf dem Marktplätz bogmrneu unv sich dann auf die ganze Stadl ausgedehnt. Ueberall seien die Fensterscheiben eingeschlagvn, die jüdischen Läden geplündert und die sofort gespertten jüdischen Geschäfte ailfgebrock-en worden. Die Menge Ijoben Straßenbabuwagen überfallen imb die Juden heraus- geschleppt und mißhandelst. Ter vom Pöbel Getötete ist cm soeben erst vom Militär beurlaubter, zum Besuche feines kranken ern- gezogenen Sohnes aus Stryj eingetroffeuer Mann, der zwölf un­versorgte Kinder hinterläßt.

In dem Bericht über die Ausschreitungen mvrt> behauptet^ daß sie sich nur gegen die jüdisäic Bevölkerung richteten, also nicht den Charakter von HrmgerausschreittrnFen trugen, sotme daß die Polizei sich vollständig teilnahmslos verhalten, habe.

Der Seekrieg.

Neue U-Boot-Erfolge.

Berlin, 24. April. (Amtlich.) Neue U-Boot-Erfvlge im Sperrgebietum England: 22 000 Br.-R.-T. Un­ter den versenkten Schiffen waren ein rvertvoller 7000 Br.- Neg.-Tonnen-Dampfer, der im Aermelkanal aus stark ge­sichertem Geleitszuge herausgeschossen wurde, und zwei voll- beladene Dampfer von je 5000 Br.-R.-T.

Aus dem Reiche.

Drr Neichskanzler.

Berlin, 24. dlpril. (WTB. Amtlich.) Der Reichs- kanzler ist nach Berlin zurückgekehrt.

Ausschreitunge», gegen die Juden in Krakau.

,_^ ^24- April. Die Blätter melden cmS Krakau, daß

wrt am 16. Apvrl große Ausschreitungen gegen die fllfi von denen einer getütet, zwanzig schwer und

tAb. Deutscher Reichstag.

152. Sitzung. Mittwoch den 24. April 1918, nachmittags ly* Uhr Dom j^igen Herzog von Anhall ist ein TanktelegrcrmNr auf die Beileidsbezeugung des Reichstages eingegarrgen. Anläßlich der g-roßen Erfolge im Westen hat der Präsidenit des ungarischen Ab- gwrdnieteuHauses ?fti BegrüßimgstelegrLmm gesandt, in dem dac- seste Bundesverhaltnis mit D-nitschärnd betont wird. Der Reichs tag w-ift> inr gleichen Sinne anttvorten.

Vizepräsident Tr. Paas che gedenkt dann, wähnend das Haue M erl-ebt, des Heldentodes des Frei Herrn von Richthofen, des Fliegerkönigs. Schon in jungen Jahren war er zum Nationalhervs ^Eschen Volkes geworden. Er war der Typ eines echten deut- icheir Osiiziers. Millionen Herzen trauern mn ihn, und mit ihnen auch der Deutsche Reichstag.

, Ter Vizevrusident macht dann Mitteilung von dem LMeben des vulgarvck^r Gesandten in Berlin Rizow, Hessen große Verdienste um das Bündnis Bulgariens mit den Mittelmächten er hervorhebt Die SteueraussprachL.

_ «r, . . . Zweiter Tag.

ei n (F. V.) weist die Vonvürfe des Grasen Pmadowsly zrurück, als ob der Reichstag oberflächlich arberte Es muß rasche Arbeit geleistet werden w'geri der TrörglichFeit des Bedarfs- Der Reic^tag sieht sich einer patriotischen Ver- pflcchtttng gegenüber. M<m^ sollte daher nicht mit leeven ScUag- worten kommen, wie Graf Pösadowsky. Der Redner mißbilligt dann die eiw'<ütige Art der Vorlage!?, die nur den Verkehr und Verbrauch belasten. Ter Vefttz muß eüblich auch vmn Reicks uach< inner wirllicl-en Leisurngssähigkeit l>erangezogen wnden. Viele Kriegsverdiener haben das Geld vergeudet, (irm der Steuer zu entgehen. Tie ^tzriegsgewinnsteuer hätte an das Einkvmrnen an- knüpfen müssen. Der Hrvischenhaudet darf nicht stcucrpolitffch ausgeschaltet werden. Die Liste der Luxuswaren muß geändert ir>erden. Man soll die richtigen Sachverständigen hören, nicht rau tue größten Kausleute und die grvßren BanDirektoren. Noch nir batte ein Parlamerrt ein solck)cs Bündel von Steuern zu beraten.

Dr. P aasche incrtl.f: Wir unterstützen die Anregung, CTrte ^ 7T!eiie Befttzsteuer den Steulwgesehentwürfen anzureihen. Wn wenden uns gegen solche Aeußei-unpen. wie sie im Preußischwc Herren hau ft über die^ Kriegscnr s chLn ^mng gefallen sind. Kämpfe», nur um ^KriegsentschÄng?r7?g zu erzrelen, das wäre das gröfete Uxi rLcht, das wir tun konnten. (Zustimmung links.) Es w^e äber dringend wünscheirswett im Jhtteresse der gesunden Fortrntwich- lmrg unseres Volkes, daß wir uns bcmüben, wenn wir den Kampf beendet haben, auch eine reichliche Kästepsentschäd-igung zu erhalten. Das können wir von denen verlangen, die als ihr Kriegs ziel hinf gestellt l)aben, uns bis aufs Blut auszusaugern Wir kämpfen um unsere Erhalttrng. Darin sind sich wohl die meisten Parteien einig, daß, wenn es möglich ist^ eine Entschädigung zu bekommen, wir sie niM durch die Theorie des annexions- und kontributionslosen Friedens beiseite schieben wollen. ^ Hatte nimmt man das Geld da, wo es am leichtesten zu nehme:: ist. Von einer organischen Finanz- restrm smd »vir »wch weit entfernt. Auch die direkten Steuern dürfen dem Reich nicht vorentk>alden bleiben. Die Krstegsausgaben rverden auch /ür die Einzelsbaaten gernacht, da kömren diese nicht verlangen, daß das Reich allein die Listen aufzubringen hat. Kriegsgrtvinnsteuer der Einzelpersonen muß schon in das vorliegende Stercerdukett hineftigearbeitet werdend Dem Sbeuerstrauß stehe»? wir nickK ablehnend gegenüber. Bei der Umsatzsteuer liogt ein Bedenken im Buchfülprings^wang. Durch die Anlßmgmrg der Lu^usf'beu^ wird der »mrkliche Luxlks zu wenig getroffen. Bei der Börsensteuer würden die erwarteten Erträge nur bei Milliardenumfätzen aufLommen. Bedeuten haben wir gegen Belastung der KriagÄcmleihen. Ten Getränkesteuern stimlnerr wft zu. Dem Steuerfluchtgesetz liegt ein guter- Gcdcrnke zugrunde' Die Auswanderung im Interesse des Dcutschttuns darf aber ?ridv belästigt werden.

Abg. Dietrich (stuf.): Das SchÜaywott von der Besteue rung des Besitzes sollte keine Rolle spielen. Der 5>orptsitz der Besitzbesteuerung siegt in de»? Kommunen. Dort ttägt der Brsiu fthjon zu den Kriegslasten bei. Wir lehnen jeden Weg ab, der am die Ueberttagung der direkte!: Steuern au? das Reich geht. Tie Ein­kommensteuer ist der Grundpstiler der eftrzelstaatlick^n Finanzen Die Krietz9ge»?ünnsteu<er der EnMstpersonLn muß st bald rme möglich kommen. Der Gedanke einer Vermög«rsabgabe ist phantastisch zu ??ennen. Tie Erhöhung der Posttarife ist n» der EvlOhstug alle, Preise gerechtfti-tigt. Die llmsatzstLuer darf nicht auf die wirt­schaftlich S<hwäck>eren abgavälzt werden.

Abg. Berrrst^in (ll. So^st: Wir hasten an den prvgram- »nattschen steuerpolitischen Gru-ndsätzen der deutschen Sv-ialdendo- kratie fest und sind gegen alle indirekten S-teuenr.

Damit schließt die Lln-ssprache über die Besitz«, timsttz- «»*> VerkehrsstVuern.

Das .Haus vertagt sich.

Donnerstag: 1 Uhr: Gett'älckestielMN. »

Schluß 6i/ 4 Uh,- s

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2I«s dem yauptaurschutz -es Reichstags.

Berlin, 24. Llpril. Der Hauptausschuß des

Reick^-bags setzte die Berattmcg des HaushällS der Bertvaltung des Iieick)!-Heeres sttt. Der Kriegs minister gedachte zimächst bei gefallenen Fliegers Rittnreffäft Freiherrn vv?? .Nicht hofeu. dessen Tod nunnvcchr zur Gewißheit geworden. Auch dreien HeLc^: deckt jetzt der Rasen. Was er Vorbildliches geleistet, brauche ick> hier nicht besonders zn erwähnen. Das garrze deutsche Bvlk bis zu den Kindern sprM d-L'ion. Deine Lersttnr-gen werden auch in oller Zukunft unvergesseir bleibe»?. Sein Beispiel wird »vefter wirken und Früchte ttagen. Der HMiptausschuß ehttr das Andenken des gefallenen Offiziers durchs Erheben von den Sitzen. Der Krie-gs- minisier erklärte, die gestern gestellte Frage noch der Anzahl der Amerikaner an der Westfront sei nicht mit Sicherheil zu be,mtworten. Niculs alle»? Festslellimge?, durch Erttrndung u?rd smigenemrussag-en kann die an der Fvou.1 eingesetzte Zahl der Amerikan er^nur gerntg sein Auch fdfimt der Einsatz bisher in klemm Berhänldn? w erstlarn. die mit den englischen und ftnn zösischm vermischt »verden Im AnMuß hveran mcuhte der mmcster vertraulich? ^lüsft'U>ruugeu über den gemeinsamen Ober.

»den dich. ^'ÄtolkMlSartlK ÄÄ* W ^ vam ** &**"*»