Berlin. 22 MwÄ Bei feem erfolgreichen Unternehmen, dar tocoen des 21. Avril feie Teiits-chen nördlich Albert durch«
Krtztten. erlitt der Feind schon während der Vorbereitung buckh Artillerie und Minmwersler schwerste blutige Verluste. Tie beiderseits der Bahn nördlich des Weges Anthuille—-Mesnil eingedrun- aenen deutschen Srurnitruppen fmrden die englischen Gräben voller Reichen. In hartnäckigem Kamps wurde der Rest der Besatzung Überwältigt. Blutzer den gemeldeten <>8 O^efangenan und der großen 'Zahl an Minenwerfern wurden zahlreiche Maschinen gewel-rc erbeutet.
Berlin. 22. April. In, der Nacht vom 20. -um 21. April versucl^e der Feind nach 'stärkster Artillerievorbereitung den La Bass 6 e - Kanal nordwestlich, Bet Hüne nrittels Pontons zu überschreite?!, um an dieser Stelle dix deutsche Liniq xurückzudrängen Urrter starkem Feuerschutz ließ er vier dichtbesetztc Pontons zu Wichser. In diese Hörern schlugen die deutschen Granaten und schossen die sämtlichen Pontons in Grund und Boden. Von den Iirsassen dürfte kein einziger entkommen sein.
Berlin. 22. April. Vor der deutschm Offensiv« gegen die Kriegsverlängerer bildete die Oise die ungefähre Grenze der französischen und der englischen Armee. Im Verlaufe des ersten Monats der großen Kämpfe haben die Franzosen die.englisch: Front bis in die Gegend der Somme übernehmen müssen. Tie Ausdehnung des von England abgetretenen Frontabschnittes beträgt rund 100 Kilometer und umfaßt den ganzen südlichen Bogen des im Scki5achtverlau.se auf Amiens vorgetriebenen Keiles.
Die Franzosen urußtcn aber nicht nur die Englcürder an dnn genannten Frontteil ablösen. sie mußten überdies starke Kräfte an Infanterie, Kavallerie und Artillerie zur Unterstützung der Briten an die Lhsfrwtt entsenden. Da di« französische Reserven stets an den Brennpunkten eingesetzt und vornehmlich zu den zahlreichen und vergeblich?! bl?rtigen Gegenstößen venvandt wurden, sind die französischen Berkirstt an Toten, Verwundeten und Vermißten während des ersten Monats der großen Kämpfe außerordentlich schwer.
Zur Beschießung von Reim-.
Berlin, 22. April. (WTB) Im Funkspruch ans Lyv-n vtom 20. April, 9 Uhr vormittags, wird die Beschießung der Stadt Reims als eine deutsche Barbarei lxHeichmtt. Es rnuß feftgestellr werden, daß die Beschießung von Reims lediglich als eine Vergeltung für die französische Be- schießrrug ihrer eigenen Stadt Laon beföhle?? wurde. Frankreichs Bemühe?i, vor der Wett die selbstverschuldete Beschießung von Reims als eine deutsche Barbarei hinzustelle??, ist zwar verständlich, aber vergeblich zu einer Zeit, wo die französische?! Batterien im Verein ?nit den britischen eine französische Stadt nach der anderen in Trümmer lege?! und dadurch ihre eigenen Landsleute feem Tod und Verderben anssetze?!. Es braucht bloß an Laon, Montdidier, Bapaume, St. Quentin und Rvyon sowie viele andere Städte erinnert werden, die mit ihren historischen Kunstbauten iit Ruinen verwandelt worden sind. Zudem haben gerade in Reims die Franzosen sich nicht gescheut, die Kathedrale zu mi lila rischen Zwecken zn benutzen, indem sie aus dem Turm eine Signalstatio?! einrichteten.
Die Beschießung von Paris,
Paris, 21. April. (WTB.) „Excelsior" beziffert die Zahl der Opfer der Beschießung von Paris durch das weittragende deutsche Geschütz auf insgesamt .854, nämlich aus 118 Tote und 236 Verwundete. Das Blatt bemerkt, diese rreunundzwanzigtägige Beschießung erinnere an die Beschießung von Pcrris im Jahre 1871, die 22 Tage dauerte und im ganzen 474 Opfer forderte, nämlich 105 Tate und 369 Verwundete.
Paris, 22. April (WTB.) Havas. Das weittragende «Geschütz setzte die Beschießu ng von Paris am Sonntag Hort. Es sind keine Opfer zu verzeichnen.
Verzicht auf die Maifeier in Frankreich.
Genf, 23. April. Die französischen Sy n di ka lrften haben beschlossen, den 1. Mai rnit Rücksicht auf die Lage nicht zu feiern. Der allgemeine Arbeiterbund will dieselbe Entschließung fassen.
Die Bevölkerung von Lille
Berlin, 22. April. (WTB) Me Bevölkerung von Lille hatte sich vor allen anderen französischen Städten während der letzten drei Jahre besonders deutschfeindlich gezeigt. Jetzt scheint mit einem Male eine Sinnesänderung eingetreten zu sein. Seit dem Beginn der siegreichen deutschen Offensiven hat man irr Lille begonnen, vom Frieden zu reden. Ueberall hört man die Möglichkeit der Beendigung des Krieges erörtern und diesbezügliche .Wünsche äußern. Me Hoffnung auf einen Sieg über Deutschland ist ausgegeben worden. Besondere Verstimmung herrscht darüber, daß Frankreich sich für England verbluten muß und dadursch den! Ruin entgegen geht.
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DaS neue Militärgefetz in England.
Rotterdam, 23. April. (L.-A.) Der N. Rott. Cour, vttldet aus London: Der König erließ eine Proklamation, wonach die Bestimmungen des neuen Militärgesetzes über die /Aufhebung der Dienstbefreiung gewisser Berufsklasfen für Männer unter 23 Jahren sofort duvchgesührt werden.
i. Ä ö ln, 23. April. Die ,Lvln. Ztg." meldet aus Bern: In seiner Rede zur 3. Lesung der Wehrvorlage gab Lloyd George offen zu, daß das Versprechen von Ho me Rule notwendig gewesen sei, um Amerikas volle Unterstützung in der Kriegsführung zu erhalten. Amerika billige die Wehrvorlage, aber nur unter der Bedingung, daß Irland Home Rule gegeben werde.
Stcuererhühungen in England.
Amsterdam, 22. April. (WTB. Nichtamtlich.) Wie «in hiesiges Blatt aus London vom 24. April erführt, wird Bonar Law heute das Budget einbringen. Man erwartet Steuererhöhungen für große Einkommen, Erbschaften, Eier-, Tabak- und Zucker-, vielleicht auch eine neue Steuer auf Luxuswaren, unter die auch teure Kleider gerechnet werden sollen. Es sind etwa hundert Millionen Pfund Steuereinkünfte erforderlich, die das Land mühelos aufbringen wird, da die Steuern im vergangenen Jahre de?! Voranschlag des Budgers unr 68 Millionen überstiegen und. 134 Millionen Pfund höher als im Vorfahre waren
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Gefahr eines Aufstandes in Irland.
Basel, 22. April. (L. A.) Der Bürgermeister von Du b l i n wird nach Washingtvn entsandt, um Wilsons Jnter- öenfcnm gegen die irische Dienstpflicht zu erbitten.
Amsterdam, 22. April. Mg. Handelsblad" meldet aus London: Mau schätzt die Zahl der Pe rsonen in Irland, die sich durch den Bischof und politische Führer vorgeschlagene Gelöbnis zum Widerstand gegen die Diensb- vslicht unterzeichnet haben, schon jetzt auf etwa d r e i M i l l i o n c n.
London, 21. April. (W.B.) „Daily Ehronicle" erfährt aus Cork: Tie Militärbehörden übernahmen die hauptsächlichste?! Eisenbahnen, Postämter und Teleplionbureans m Irland.
Amerikanische Großsprecherei.
Washington, 19. April. (WTB) Melduna des Reuterschen Bureaus. General Crowder empfahl die Mobilmachung aller Personen zwischen 18 und 50 Jahren in einem kürzlich verössentlicksten Bericht. Der Plan, der dem Kongreß unterbreitet wird, bezweckt vornehmlich die Mobilmachung des ganzen Volkes für Kriegszwecke und wird die Regierung instand setzen, sich rnit Arbeiterfragen zu beschäftigen und in weniger wichtigen Industrien Männer durch Frauen zu ersetzen. Wenn der Präsident den Vorschlag billigt, so tverden Fragebogen an die Leute innerhalb dieser Altersgrenzen geschickt, nach denen sie in Klassen eingeteilt werden. Die jüngeren werdest in die Klasse für besondere Dienste eingetragen, die älteren bereit- gestellt, um, wenn nötig, den wichtigen Industrien zugewiesen pi_ werden. Die Vorschläge Crowders beabsichtigen nicht die sofortige Auftusung solcher Leute durch die Regierung,^ sondern nur die Einteilung des Menschenbestandes, so daß, wenn in Zukunft Aufrufe nötig werden, Grundlagen für sie vorhanden sind.
Amerikanische Maßnahmen zur Luftverteidigung.
Bern, 22. Zlpril. Wie „Temps" aus London vernimmt, werden in Neuyork Maßnahmen zur Luftverteidigung getroffen, da man einen deutschen Versuch befürchtet, Flugzeuge mit Tauchbooten nach der amerikanischen Küste zu schaffen. Man hält es sogar für sehr wohl möglich, daß direkt von Tauchbooten aus Flüge nach Neuyork zur Beschießung der Docks erfolgen könnten.
Die Lebensmittelversorgung in Italien.
Bern. 22. April. (WTB.! Wie aus den italienischen Blättern ersichtlich, wird die Lebensmittelversorgung jedeWock-c knapper. Sie steht im Mittelpunkt der allgemebren Besorgnis. In einigen Provinzen wird fieberhaft gearbeitet, nm die Getteidepro- duÄion zu erhöhen. „Giornale d^Jtalia" Nagt über die mangelhafte Zufuhr an Mais. Italien sei an der Maiseinsuhr ebenso interessiert wie «an der Weizeneinfuhr, da beide Getreidearten zu Brot verbacken imfeeit. 9lls Ursache der ungenügenden Einfuhr bezeichnet das Blatt ganz offen den U-Boot-Krieg, der sich noch immer sehr unangenehm fühlbar mack?e.
Rom, 21. April. (WTB.) Crespi, der lluterstaaissekrerär für BerpftegiulgSwesen, gab in Erroidernng auf die Anfragen über Verte brspolittk folgende Erklärung ab: Schon im Roveniber, d. h. zu der Zeit, ttls die Ernte beendigt war, war die Lage, was Getreide anbe trifft, schirm sehr schwierig. In mchreren Pro-' vinzen, die kein Getreide erzeugten, fehlte es daran schon im November. Heute ist unsere Ernte fast vollständig aufgezehrt, aber unsere Lage in dieser Hinsicht ist ztoeifellos besser. Ohne' das anßerordenlliche Glück der feindlichen Unterseeboote zu Ende Mürz lKtte num schon eine tröstliche Lage erreicht. Die feindlichen Unterseeboote vollführen ihre niederträchtige Ausgabe, aber wir Italiener tun l-eldemnüttg das Unsere. Indem Crespi das von der Jjjffl n. Ztg." am 9. April verbreitete Gerücht ins Lächerliche zog, erklätte er, eine wirllick-e Lebensmittelkrisis bestand nieder in Italien, noch in anderen Ländern der Ente?tte, und die Bevölkerung in ihrem gesunden Menschenverstände nehme die Verteuerung der Lebensmittel nicht tragisch. Crespi betonte die ernsten Maßnahmen 'hinsichtlich der Verpslerprng und kündigt an, daß sie wahrscheinlich wich uni Milch ausgedehnt würden. Er fügt hinzu, baß er .über die Getteidelage im Juni beunruhigt sei, er zweifle aber nicht, daß sich die Mliierinr noch einmal von den italienischen Bedürfnissen überzeugen würden, feie offen dargelegt und sehr bescheiden seien.
Crespi erklärte rveiter: Die Ernten an Brotgetreide in Italien, Amerika, Frankreich und England versprächen das Beste Bei einer starken Einschränkung tverde das Oel ausreichen. Lln Zucker herrscht Mangel, dem man durch Einfuhr oder kurzfristige Verbranchsbeschränkungen zu begegnen trachten werde. Der Käse reiche nicht einmal für das Bedürfnis der Armee aus. Ein wenig Geduld sei vonnöten. Man müsse daran denken, daß wir im Kriegei stehen. Ter Krieg beschränkte unsre Einfuhr ernstlich, sie ist von 21 Millionen Tonnen im Jahre 1913 auf 11 702 000 Tonnen im Jahre 1917 gesunken Es ist unumgänglich nötig, daß sie wieder die Ziffer von 17 Millionen Tonnen erreicht, die sich folgendermaßen verteilen: ö 1 ^ Millionen Tonnen Lebensmittel und Dün- gerstoffe, 3 Millionen Tonnen andere Waren einschließlich Kriegsmaterial. Tie Arbeit der Kommissariate besteht darin, vom Auslände einen Zuschuß zu unserer Ernte und den Lebensmittelvor- raten zu erhalten. Der Feind möge sich keine Illusionen machen. Wir werden diesen Zuschuß erwirken und herbeischaffen, trotz aller seiner teuftischen Erfmdungen. Crespi kündigte an, daß am 25. April in der zweiton interalliierten Konferenz über die BerpftegungÄ frage verl)andelt werden wird und schloß: Wenn, die Kamnier ihm ihr Vertrauen erhalle, so werde er fottfahren, still und ernst sein«! Pflicht zu tun, wie Italiens Söhne in den Schützengräben. (Lebhafter Beifall.-
Die holländische Regierung und die Friedensbewegung.
Haag, 21. April. (WTB.) In Antwott auf den Kvmmissions- bericht in der Ersten Kammer über das Budget des Ministeriums des Auswärtigen führte die holländische Regier?mg über die Friedensbewegung aus:
„Tie Regierrmg zaudert nicht vor der Friedensbervcgung, doch trägt sie auch der durch die Kammer zum Llusdruck gebrachtes Ansicht Rechmmg, daß, wenn die Regierung sich in dieser Sache äußert, dies ?rur in dem 'gegebenen Augenblick geschehen darf. Tie Idee des Staatenbundes wird von der Regierung weiter verfolgt. Tiefes Problem, insbesondere der Vorschlag über eine» Liga zur Erzwingimg des Friedens, wird jetzt in der Kommission berateil, dlie fferncrfoeit zur Bo-rbereittmg der dritten Friedenskonferenz ernannt ivurde." Uedca die westindischen Kolo nien besagt die Denkschrift, daß die in den Bereinigten Staaten! zur Sprache gekommenen Idoen über den Ankauf holländischer; Besitzungen in Westindien der Aufmerksamkeit der Regierung nicht entgangen seien. Es dürfe aber angenommen werden, daß dieses Stteben nicht über den Rahmen at'ademischer Bettachtungen hinausgehe. llnster jdem Kapitel „Russische Staatsschuld" wird lnitgeteilt, der holländische Minister des Auswärtigen habe den Gesa?rdten in Bettin.ersucht, die Aufmerksanikeit der deutschen Regiermrg darauf zu lenken, daß die Ukraine sich gegemiber den Inhabern von Schulddriejen über die Anleihe, dii zur Ausführung öffentlicher dlnlcihen dienten, zur Bezahlung verpftichtet habe. Es würde daher u?rbillig sein, den neuttalen Fonds in Iwbern die Auszahlung zu venoeigern, zumal die betreffenden Anleihen znm Teil durch deutsche Bankhäuser in Holland untergebracht worden seien. Der holländische Gesandte erhielt gleichzeittg den Auf- ttag, cmMsragen, ob nicht durch die deutsch: Regierung bei der Ukraine für die uittxrländischn Anleiheinhcwer eine befriedigende Lösung zu finden sei. — Der Abschnitt über die l-olländisch Nahrnngsinittelausfuhr nach Belgier! besagt, daß crngesichts des besvrgniserrege?rden Zustandes in Holland die Le- bensmittetausfuhr nacht «Belgien sehr stark eingeschränkt, menst nicht völlig eiirgestelll ioerben müsse.
Verhandlungen mit Holland.
Berlin, 22. April. (Privattel.) Zur 'Erneuerung des am 31. März odgelcmserren Wirtschaftsvertrages ftrchn zurzeit zwischen Deutschland und Holland Verhandlungen statt aus der Grundlage, daß deutscheffeits Kohlen ?md Holz, .holländischer- seits Nahrungsmittel, Butter und Käse, sowie Gemüse mrd Futtermittel geliefert werden sollen. Ferner finden zwischen der deutschen und lwlläntäsck>en Kommission Mrzeit ^Verhandlungen zur HcrbcD führung einer Verei?rbcrrung lvtteffend den Austausch von in Holland liegendem holländischen SchssSramn gegen Schifte, die
in der Macht der Cnrarte sich befinden und zur Fahre mit Getterbe
nach Holland bestinnnt sind. Das Ergebnis dieser Verhandlungen niird voraussickstlich in wenigen Tagen der holländischen Regierune übermittelt werden.
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Ein Luftgefecht über holländischem Gebiet.
Amsterdam, 21. April. (WTB.1 Wie das „Mgerrve-eN? Handelsblad" erfährt, fand gestern über Carzant ein Luftgefecht zwischen vier Flugzeugen unbekanrtter Naticmalitat statt. Nachdem von niederländischer Seite das Feuer aus sie eröffnet worden war, verschwanden sie in westlicher Richttrng. Bernmttich ist eine der Flugmaschinen ins Meer abgestürzt.
Die estnifch-livländische Abordnung beim Rcichseanzlcr.
Berlin, 22. April. (WTB.) Den Abendblättern zufolgt wurde die e st n i s ch- l i v l ä ud i s ch e Abordnung am 21. April im Großen Hauptquartier vom Reichskanzler empfangen. Graf Hertling dankte der Abordnung für das in den Beschlüsse?: des Landesrates zum Ausdruck gebracht^ Vertrauen zürn Kaiser und erklärte die Beveittvilligkeit des Kaisers, die vom Landesrat vertretenen Lä?rder n?tter mild- :arischen Schutz des Reiches zu nehmen und sie bei ihren« Versuch der Loslösung vpn Rußland zu unterstützen. Schließ- lich erklärte der Ibeichskanzil-er sich rcamens des Kaisers bereit, die losgelösten Gebiete als einen selbständigen Staat anzu- erkenne?: Der Wunsch des Landesrates nach der Bildung eines einheitlichen mvnarchisck>-konstittttionellen Staates in eine Personaluuio?! mit der Krone Preußens werde vom Kaiser wohlwollend geprüft und de?n Landes rat demnächst die allerhöchste «Entscheidung mitgeteilt werden.
Der Rumänische Frieden-Vertrag.
Berlin, 22. April. (Privattel.) Die Verzögerung in der Unterzeichnung des rumänischen Fr i ede ns ve r tra g es? hat den Grurid datt?r, daß wir einen Koalitionsktteg führen u?ü> daß die für den endgültigen Abschuß des Krieges .notwendigen Unterschriften aller Beteiligten so schnell nicht herbei-nschafstn si?td.
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Ein Gcheimvertrag zwischen China und Japan.
-London, 22. April. (WTB.) Reuter. „Daily Mail" meldet aus Tientsin vom 16. April: Rach Meldungen chin-esischer Zeitungen wurde ein wichtiger G e heim vertrag zwischen China und Japan abgeschlossen.
Eine Brücke zwischen Europa und Asten.
K o n st a n t i n o p e l, 22. April. (WTB/), Der £)£* manische Lloyd veröffentlicht die Erklärungen der Beamten des türkischen Arbeitsministeriums über das Projekt einer Verbindung zwischen Europa uns Asien durch einen Tunnel oder eine Brücke. Das Ministerium ziehe schon vom üstl-etischen Gesichtspunkte aus eine Brücke vor, die 42 Me^ ter„hoch und zwei Kilometer lang sein würde. Eine Konv- Mission unter- dem Vorsitze des ungarischen Ingenieurs Wondra studierte die Pläne. Nach einem Monate werde eine nngarisck)e Firma mit den Bohrungsarbeiten am Meeresgründe beginnen, sodann werde die Ausschreibung der Pläne beginnen.
Eine Boltsbewegung in Rumänien.
Bukarest, 21. April. (WTB.) In der Moldau hat sich unter der Bezeichnung „£i ; jn Barintiloe" (Bund der Eltern) einä Vereinigung gebildet, oie mit äußerstem Nachdruck die Bestrafung jener Männer fordert, die Rumänien in den Krieg gedrängt haben. Der neue Bund richtet cm die Bevölkerung einen Auftus, in dem in leidenschaftlichen Worte der Erbitterung breiter Scl>ichten des Volkes gegen die Politiker Ausdruck gegeben wird, die ' das Land ins U?rglück stürzten. Der Aufruf führt die folgenden Programmpunkte des neuen Bundes an: 1. Der Bund treibt keine Politik. Er ist aus dem Schmerze und der Trauer der Nation hervorgegangen. 2. Der Bund wird von der Regierung verlangen, daß sie sofort nach dem Friedensschluß die Politiker zur Verantwortung zieht, die das Vertrauen des Landes mißbrauchten und das allgemeine Unglück verschuldeten. 3. Das Vermögen der schuldigen Politiker soll beschlagnahmt und für die Unterstützung mittelloser Eltern benutzt werden, die ihre Söhne im Kriege verloren haben.
Die Briefe des Kaiser» Karl.
Bern, 21. April. Zu dem Briefe desKaiseri von Oesterreich melden die französischen Blätter ergänzend, die Kopie sei wenige Tage nach der Uebermittelune bei einer Besprechung in Folkestone von Ribot Lloyd George übergeben worden. Der erste Kaiserbrief veranlaßt« die Alliierten, die Bitte um ergänzende Aufklärungen zu stelle??, worauf Prinz Sixtus den zweiten erhielt, der Poincare und Ribot gleichfalls übermittelt wurde. Aus Grund des zweiten Briefes wurde, wie der „Temps" wissen will, beschlossen, den im Gange befindlichen Unterhandlungen nicht Folge zu geben.
Aus dem Reiche.
Der Erfolg der Kriegsanleihe.
Berlin, 22. dlprll. MB.) Dem Staatssekretär to Reichsschatzamtes gingen gestern nachstehende Delsgramn« zu: Vom Reichskanzler Dr. Grafen v. Hertling:
„Euer Erzellenz übermittle ich zu dem, ?nir soeben mitl.Malwr varläufigen ZeickDiungsergebnis der achten KttagsanLeihe mein* herzlichsten Gitüchwünsche. Das deutsche Volk hat sich durch diese all« ^ bislmngen Kriegsanleihen weit übertretende Hergabe von Geldmitteln .dem im Felde siegreich- kämpfenden Heere lvürdig an di, Seite gestellt. Beide zeigen der Welt, wie sehr sich unsere Feint« getäuscht haben, als sie glaubten, 'unser Friedensangebot als Zeicher lmserer Sckiwäche auslegen zu können."
Vom,Generalfeldmarschall v. Hindenbnrg.
„Euere EWellenz spreche ich für die Mitteilu??g über das hoch erfteuliche Ergebnis der achten Kriegsanleihe meinen Dank aus und zu dem außerorderrttichen Erfolg meine herzlichsten Gliutz 'wünsche. Dieser Sirg der Heimat bietet der Welt einen deutliche? Beweis von TeutschjlMrds Kraft u?rd Siegeszuversicht."
Von dem ästerveichrscl-en Firmnzminister Frhr. v. Wimmer
„In aufrichtiger Bttmmdernng des herrlichen Erfolges de? achten deutschen Kriegsanleihe bitte ich Eure Exzellenz meine wärui- sten .und herzlichsten Glücttvünsche entgegennehnnn zu wollen
»
Berlin, 22. April. (WTB.) Die Mitteilung einer Korrespondenz, daß zwischen der Regierung und der Reiche tagsmehrheit Berhaudlimgen über die Außerkraft- setzung der Friedensreso lu tion im letzten Smn- nrer schtveven, ist, wie die „dLordd. Wg. Ztg." uieldet, richtig.


