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Erstes Blatt
M. Jahrgang
Dienstag. 23. April
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vaakoertehr: Sewerbedank Gießen
Swillingrn-nLdru-I u.Verlag: Brühl'sche Unlv.-Vuch- u.Zteindruckerrl «.Lange. SchrifiiUtung, Geschästrstelle ».Druckerei: Lchulfir.7.
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(WTV.) Arobes Hanptyuartier, 22 April. (Amtlich.)
Westlicher Krieasschauplatz.
An den Schlachtfronten örtliche Jnfantericunternch- mungen. Versuche des Feindes, über den La Vassöe-Kanal nordwestlich von Vethune vorzndringen, scheiterten in unserem Feuer. Nördlichen Albert nahmen wir 88 Ena- länder, darunter 2 Offiziere, gefangen und erbeuteten 22 Minenwerfer und einige Maschinengewehre. Der Artilleric- fampf lebte mrr in wenigen Abschnitten auf.
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An der übrigen Front blieb die Gefechtstätigkeit in mäßigen Grenzen.
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Südwestlich von Altkirch machten mir' bei einem Er- lundungsvorstotz Gefangene.
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Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.
Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff.
Der Abendbericht
Berlin, 22. April, abends. (WTB. Amtlich)
Kon den Kriegsschauplätzen nichts Neues.
Das verhältnismäßig außerordentlich günstige Ergebnis unseres U-Boot-Krieges im März belebt wieder die Erwartungen, mit denen wir in die Zukunft blicken. Die augenblickliche Kampfpause im 'Westen täuscht uns nicht darüber, daß zu Lande ganz bald die unvermeidliche Entscheidung fallen wird. Die Engländer bereiten selbst darauf vor, indem sie in Unger Weise dem infolge von Hiobsposten zu erwartenden niederschmetternden Eindruck vorzubeugen suchen. Auch wenn tz»ir, so erklären Lloyd George und seine Leute, unsere Front in Flandern, ja selbst Ealais und Dünkirchen, aufgeben müssen, so führen wir unseren Abschließungskrieg zur 'See weiter, der Deutschland zum Ermatten und Nachgeben zwingen muß. Wir dürfen also eine Weile uns dieser Zu- lunftsaussicht zuneigen und uns fragen, was dann wohl würde, wenn wir im Westen gesiegt haben und England immer noch nicht zum Frieden bereit wäre. Dann wird die U-Bootwaffe aufs neue geschliffen. Der im vorliegenden Blatte wiedergegebene amtliche Kommentar zu dem März- Ergebnis zeigt, wie sehr unsere Marine davon überzeugt ist. daß England unter der Zwangslage, in die es durch unser Vorgehen gesetzt wird, schließlich Friede machen muß. Wie lange dies noch dauern mag, darüber nwllen wir keine Prophezeiungen anstellen. Aber wie die nächste Zukunft aus- sehen wird, wenn im Westen das harte Werk Hindenburgs getan und auch Frankreich aus der Reihe unserer Feinde gedrängt worden ist, darüber dürfen wir nicht nur, sondern müssen wir uns ein wenig klarer werden als bisher. In der „Vossischen Zeitung", die in England unseren Hauptgegner erkennt, dessen rücksichtslose Bekämpfung fordert und darum mit Rußland glimpflich verfahren haben wollte, wird heute wieder festgestellt, zwischen Deutschland und England stehe die Sache „augenblicklich so, daß die eine oder die andere Macht aus der Reihe der Weltmächte ausscheiden muß". Das Blatt meint, es beständen zwei Möglichkeiten, den schließlichen Frieden herbeizuführen. Entweder müsse man den Vertrag von Brest revidieren, um an Rußland besseren Rückhalt zu haben und demzufolge auch den Franzosen Zukunftsbürgschaften zum Wiederaufbau ihrer Stellung gewähren, damit ein europäischer Block gegen England geschaffen werden könne — oder man müsse den Mut haben, eine weitere Möglichkeit gerade ins Auge zu fassen. Leider müsse zugegeben werden., baß die Seelenverfassung der Franzosen aller Voraussicht nach den ersten Weg ungangbar mache.
„Dann bleibt als erste Voraussetzung für den Politiker die Tatsache beste (jen, daß Frankreich und Telle von Rußland nach wie vor die gegebenen Verbündeten Englands sein werden. Zunächst genügt dann im Osten durchaus nicht das, lvas geschehen ist. Dann können unmöglich die westlichen Randftaaten Rußlands bloß durch Verträge verknüpft •— womöglich mit selbständigen! Fürsten — lose neben Deutschland stehen bleiben.. Dann müssen boxt vielmehr unlösliche Verbindungen mit dem Reich geschafftuf werden. Drcrm ist es nötig, die baltischen Staaten als Kolonialstaaten dem Reiche anzugliedern, Litauen ebenfalls in koloniale Verwaltung zu nehmen, die Reichsgrenzen nach Polen vernünftig! vbzwcunden und das verbleibende Polen selbst und die Ukraine in Zollverbindung mit dem Reich zu bringen. Gleichzeitig ist cs dann aber auch nötig, daß sich Deutschland, Oesterreich ,md Ungarn bei aller Wahrung ihrer staatsrechtlichen und wirtschaftlichen Sonderheiten über ein Programm des engsten Zusammenschlusses vev- ständigen.
Das gleiche gllt dann aber auch für den westlichen Frie» tensschuß. Es kommt dann darauf an. Frankreich mit allen Mitteln zu schwächen Hieb Belgien in dauernde Abhängigkeit von DeutschLand zu bringen, so das; der Mock der Mittelmächte von der Osts« zur Adria und von der släords-oe zum Schvarzen Meere reicht. Dieser Ällüeg nruß gewiß schließlich zusammenbrechen. Die U-Boote vernichten die englische Wirtschaft, die Amerikaner können ihre Pwrmwlll'le, hie Brasilianer ihren Kaffee, die Inder ihren Reis (der jetzt schon zu Schundpreisen nach (Lrropa angeboren wird) Mit mit 'die Lücruer absatzlos lassen, Amerika kann nicht ewig
die schlnrne jochantsche KonVrrronz crlnageir und es nicht daraus auSommcn lasien, daß Japan iminrer sicherer in den Mittelmächen seinen Bundesgenossen sieht für seine zukünftige große Ausein- drdersetznng im Sslillen Ozean. Llber bis diese Dinge so weit süid, können Jahre vergelten. Der Kampf gegen England wird seine Entscheidung in erster Linie in 9l«gvpten finden, und auf den sich vorzubereiten wird dann Deutschlands Aufgabe sein. Dazu aber ist es notwendig, die Riistungslast brell zu verteilen, die Grenzen des Reiches austzuweiten, mrd innerhalb dieser Grenzen eine ganz neue Wirtschaft einzurickften. Ghue Wirtsck)oft, die sich selbst genügt. DeutM-and wird dann an seiner Wiestgreuze dauernd eine Streitmacht zu unterhalten haben, wälzend der größte Tell seiner waffenfähigen Mannschaft im Lande Friedensarbeit leistet. Dazu aber wäre es nötig, das innerpol itisck^e Leben Deutschlands aus eine breitere verfassungsmäßige Grundlage zu stellen."
So viel ist sicher,-daß die S i ch e r h e i t unseres Reiches für die Zukunft an der Spitze aller Erwägungen stehen muß. Pazifistische Träume lassen sich wahrscheinlich schlecht damit vereinbaren.
Der österreichisch-ungarische Tage-bericht. Wien, 22. April. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Der Geschützkampf an der Tiroler Südfront und in den Sieben Gemeinden hält an.
Der Chef des Generalstabes.
Der türkische Bericht.
ikv«y!a»ri»opek, 20. AprL. (WTB.) lAmtlichrr Tagesbericht.
Palästinafront: Unter dem Schutze starken Artlllerie- feuers machten mehrere englische Kavalleriebrigaden, denen auch Infanterie folgte, ernen Vorstoß auf das östliche Jordaunfer. Im Gegenstoß wurde der Feind Mvückgr warfen. Unsere Atttilleriej brachre ihm schwere Verluste bei.
Kaukasussrvnt: Unsere Bewegungen schnellen planmäßig vorwärts. Auf bat Übrigen Fronten ist die Lage unverändert.
Mb. Deutscher Reichstag.
In der Sitzung vom 22. Apoll wurde die zweite Lesung des Etats der Reichseisenbahnen fortgesetzt.
Rach Ausführungen der Abgeordneten Haegy (Elsässer), Graf v. Westarp (kons.) und Quarck (Soz.) erläutert Minister v. Breitenbach die LohnvechLlttrisse der Eisenbahnarbdter sell dem Jahre 1.91.3, wonach sich eine Steigermrg von durchschnitllich 4,60 im Jahre 1913 auf 8,60 Mk. im Jahre 1916 ergab.
Rach Aimahme des Etats folgt der Hausl-alt des NeickB- Eisenbahnamtes. Es liegt hierzu ein schriftlicher Antrag vor aus un- verzüglick)e Einbringung der im vorigen Jahre beschlossener! Fach' kommission zur Prüfung der Frage einer Vcrelll hcitlichung des deutschen Eisenbahnwesens unter Einbeziehung der W-allerstraßen, und z-ur Liusurbeitung einer Dmkscknill darüber.
' ^Vizekanzler Tr. v. Payer erklärt u. a.: Der Bundesrat ist bereit, nicht nur die Denkschrift vvrzulegen, sondern däe verbündeten Regierungen stnd auch berell, die Denkschrift in der gewünschten Weise ccnsertigen zu lassen.
Die Resolution wünscht die Einbez-iehimg mich des Wasserstraßen Wesens in diese Denkschrift: die verbündeten Regierungen halten das nicht für zweckmäßig. Die Bearbeitung des Eisenbalpr- Wesens allein erfordert die Siclistung eines ganz gewaltigen Materials: es kommen da eine Unmenge Fragen in Betracht, die alle in innigem Zusammenhänge stehen. Erst nach Bearbeitung dieses Vdaterials wird man zu den Wasserstraßen übergehen kilunen, um schließlich beide Materien zusammenznsassen. Sodann wlll die Resolution zunächst die Fachkommission gewählt wissen, und danni soll mit der Materialbeschaffung vorgegaugen werden. Tie verbündeten Regierungen meinen umgekehrt, daß zimächst durch die geeigneten Organe das Material zu besck-affeu ist, ivomit weniger Zeit verloren würde. Was den Zeitpunkt betrifft, so sind die verbündeten Regierungen berell, wenn sie können, das Material sofort Mi liefern, aber gegenwärtig sind sie dazu nichst in der Lage. Sämckll'chle btetciligten Bernxcktungen sind in starkem Maße durch andere Aus^al^n, von ixwen Umfang man 'ich keinen rechten Begriff macht, in Anspruch grnommvu. Ter Krieg urrd der dadurch bedingte Mangel an Menschen können einer sofortigen Avbeit der Kommission im! Wege stel)en, sonders wem: längere Tagungen beabsichtigt sind. Es ist erwünscht, bei dieser Kommission aiuch sachverständige Beamte und Vertreter des Großen Gemnälstabs zu betelligen. Dann ist die Frage auftu- werfen, ob diese Kräfte im gegenwärtigen Nirgendsick, ohne daß anderweitige Schädigu'cgeir entstehen, sich monatelang mit einer solchen Aufgabe befassen können. Endlich darf ich noch mitteilen, daß als Vorsitzender dieser 5kvmmission der Präsident des Reichs- eisenbahnamts in Aussicht genommeir ist.
Abg. Ulrich (Soz.): Die Sackte sieht doch sehr nach Der- ichlcppung aus. Wir haben alle Ursache, auf möglichste DeschlEinigung zu drängen. Mit den .Erneuerungen der Wagen und Lokomotiven darf nickt länger gewartet werdmr. Die Fack^mMission muß baldigst in die Erscheinung troten. Bei dein großen Degrzit der preußisch-hessisckieu Eisenbahnen leidet Hessen ganz be- onders. Seine Eisenbahnschuld wächst erheblich.
S-baatsminister v. B r e i t e n b a ch: In H-cssen denkt man über die preußisch-hessische Eisenbahngeineiiischast ganz anders als der Abgeordnete Ulrich. Ich bin kein GLgnvr c>er vorjährigen Ent- chließung, auch ick) bin für eure Fackukommissiicm, Halle sie aber jetzt für nnmöglich. Das Material nruß vorher gesichtet und geordnet Iverten, sonst ist die KL-mmission mir ein TrikitierNub ohne pvaktisckien Lßert. Unser Personal ist bis aufs äustrstc angeipannt, namentlich auch die Beamtsr in leitender Stellung. (As ist voll- 'tändig falsch, unsere Betriebsmittel nur noch als Bruchmittel zu bewerten. Tie Fachkommission soll einberufen werden, nicht aber
ohne daß ein gutes Material geordnet vockttegt. Gs wäre wohl an- gebracht, von dein Antrag abzu sehen und bex Ei senbahnoeriovlltrmgj du Vertrauensvotton zu unterbreiben. (Beifall.)
Rach einer Debatte, an der sich die Abgeordneten Schirme» (Zentr.), Schwa bach (natl.), v. Gamp (Deutsche Fraktion!)- B r and e s (Soz.) und Iir. S t a b m a n n (natl.) betelligen^ erfolgt die A'bslimmurvg über den Anttag in 3. Lesung.
Der Haushaltsplan des Re ichs e i sen ba her-, amtes wird bewilligt, ebenso der Haushalt des Reichstages.
Nächste Sitzung Dienstag 1 Uhr: Anftagen, erste Lesung der Steuervorlagen.
Dir U-Voot-Ligebnisse im März.
Berlin, 22 . April. (Amtlich.) Im Monat März sind rnsocsamt 689 6V0 B r.-R.-T. des für wlser« Feinde nutzbaren Handelsschiffsraumes vernich-
te t worden.
Der unseren Feindim zur Verfügung steherDe Wrlh- hündelsschisfSraum ist somit allein durch kriegen^ Maßnahmen seit Kril-gSbeginn um rund 16 469 000 Vr.-R.-D verringert worden.
Der Chef des Admiralstabes drr Marine.
Berlin, 22. April. Wieder ein M a r k st t i it in unserer opferreichen, unvermeidlichen und von hohen sittlichen Zieler getragenen Ansdmmdersetzung mit England. Ein Rtonatsverlust voll 689 000 Brutto-Register-Tonnen bedeutet 3Vs v. L>., aus das Jahr um gerechnet 42 v. 5 ). des ges-amttn den Westmächten für ihre mitt- tärisck)en und bürgerlichen Zwecke K'.rr Versügirng stehenden Schiffsraums, der nach amtlicher deutsch-r Berechmmg MN 1. Januar d. Jtzh keine 20 Millionen Brutto-Register-Tonnen mehr betrug. Woher schöpfte Gcddes den Mnt, in seiner am 5. Märn gehaltenen Paria-i mjentsrede von einer abfälligen Richtung der Kurve der brittscheu Handelsschiffsverbusbe zu sprechen? In feinem Weißbuch täuscht er vor, daß der Wellhand«cksscknsfSrmm im Berlmcse des Kriegcsl bis Ende 1917 nur 11,8 Millionen Bcntto-Register-Tonnen Verluste 'erlitten habe, wahrend der deillsche dldmiralstab die Kriegs- nick Secverlusde mit unwiderleglich rund 5 Millionen Bruttt-Register- To-men mehr^ nachwdst. Doch das Verfahren, mll dessen Dille die brittsche Admivallläl das Wagnis unternimmt, der gesllteten Welt dahdm und über See diesen sinnsäMgen Betrirg vorznsetzcn, ist entbarvt.E Lloyd George und Gcddos veruntreuen die Verluste an im mlllläri.schen Dienst fahrenden Schiffen, die sogenannten Marine»- Verluste, Lftllskreuzer. Wachlfahrzruge, Lazarettschiffe, sehr wahv- sckKnnlich aber mich Truppenttanstvrter und Mrmllicmsdampser> lllso gerade diejenige Beute, die unseren N-Booten besonders mcs- gesetzt und ersaßt wird. Diesen Sachverhalt hat lmll „Times" vom 13. Dezember im Unter Hause Dr. Atae Namara aus eine Frage pcs Abgeordneten Tr. Pringle aufgedeckt. ?!ur diese Unterfchlagunig versetzt das britische Kabinett in die Lage, der stürmisch stlarhaft fordernden öffentlichen Meinung Englands dne scheinbar beftiedi- gende Statistik zu unterbreiten. Schlimm bestellt ist es um eill Land, dessen MLnisiVr zu solchen Mittckl'n greifen müssen. Dev Tag der Llbrechnuug wird kommen. Das englische Weifchuch zeugt nicht geg'cn, sondern für die Richttgbnt der amtlichen deutt'chcn Angaben. Zu duer mörderischen Waffe gegen die Defraudanten auf Miwsttersessdn wird es wertdeii, seit wir den Betrug mrdeckten^ Geddes und Lloyd George stemmen sich der ehernen Entscheidung imserer Waffe mit Lug und verzweifelter Gewalt entgegen. Sie werden Unglück haben.
Der U-Boot-Krieg in den italienischen Gewässer».
Rvm,. 22. dlprll. (WTB.) Meldrrng der Agenzia Stefans Ter Dampfer '„Tripoli", der deir Dienst zwischen Sardi^ nien und dem Festlande versieht, ist am 17. März 10 Uhr 20 Minuten nachts torpediert und versenkt worden. Der Madnemürister ordnete eine stteirge Uittersuchnug an, um die Uno, stäicke der Versenkung und die Vorgänge beim Rettungsdienst festzilstellen. Tie Untersuchung ergab, daß der Kommandant des! Schffes. der den dluftrag l-atte, den Dampfer „Tripoli" zu ge- leiten, für die Versenkung verantwortlich M machen sei. Ec wurde demzufolge vor das dRarrnekriegsgerick)tt gestelll. Außerdem wurde bei der großen Bedeutung des Verkehrs zroisckren Sardinien und dem Fesllande ein Ausschuß errarnnt. um ehre weitere Untersuchmg über dieses schirerzliche Ereignis' anzustellen. Ferner wurden auch Maßnahmen getroffen, um dne größere Sick?erheit in der Verbindung z>ois.chen Sardinien und dem Festlande zu ermöglichen.
Die Lage an der Westfront.
i. 1P 5T Irr,03. Aprll. lieber die Lage der Westftvllk mckvet die Köln. Volks-Ztg.": Die SMachtpause im Westen ist, lvie wir be- immt wissen, von der obersten Heercsldtung vorausgesehen, mpfe- ovdnret und von LbufanZ an in Reckxurirg gestellt worden. Oberster Gncndsatz unserer vberiden Heeresleitung ist, den Erfolg mtt mög- lickfist geringen Vchnschmvpsern zu ew-ielen. Hinter der jetzig«t Fvcmllircre besitzt der Fdud keine ausgebantcn Stellungen mekw, wie er sie voil-er hatte. Diese festungsartig arisgebartteu Stellungen muß.der Fduck jetzt durch den Mcksseueinsatz von Menschen ersetzen. Dadurch wird seine Front an anderen Stellen gesckfwächt. Rdcm kann sagen, daß bisher der Kampf gegen die feirrdlichm Reservep gefülwt loorden ist, die auch unserer Absicht eirtsprechend, vom Feinde auf alten Front!inieir herangezogen worden sind. Durch die Venrichttmg dieser Reserven kommen nur aber dem endgültiges Sjchag gegen die Feinde du großes Stück näher. Daß die F r a n ^ zvse n, die Zentrale des Widerstands, dabei am mengen Irtberuf und Wirten, ist im Interesse des Endkampfes nur zu begrüßen. Zu miesmaclierisck-er Stimmung ist wahrhaftig kein Grund vorhrnden. Wir kömren eine Kampfpause vertrnlien, der Fdnd aber nich, dem« er ist zu ßwtwäL/renden Gcgenmaßnahuien gezwungen.
Berlin, 22. Apr il. Marsckiall H a i g s Notschreie nach Ersatzmanns ch asten .um die ungehmwu cnglisckfen Verckuste auszugldchen. werdeu immer dringender. Er richtet sie nicht mrr nach dem dgeneir Mutüniaicke ünd den englischn Kolonien, sondern ruft in erster Linie Englands Verbündc^, die Franzosen, Amerikaner, Belgier und Italiener heran. Sie sollen dazu bienen, die gefährlich klaffenden Lücken seiner Armee zu füllen.


