Dorsb«rvpner rumen HLufttz tor, yrr^Ioevven mrc&m ickrocy von den %kymrje&icn meist abgtfwefert. Die (ÄnMnder bmufetot be* fBdltc Fewer zum FutzbvKsptel und fkw*ffctie«^i spvrttitckxn Vermr-, Ppltimcvnr. Bitten und B^'rs'Mnn^an der Bauern wurden mit MiHbandllmgen bearftwortrt.
Berlin, 5. April. M.B.) Gleichzeitig mit der Meldung van der schweren Niederlage. die die Entente am 4. April südlich von der Somme erlitten hat, kommt die Naclfticht dam Siege deutscher und osmanischer Truppen über die Engländer am Jordan. Auch dort Imirdcn eiligst heran- ge8iope?ie MKlrstbe Reserven mit in den Rückzug hmeingti i,'sen.
An der Ukraine sind als ioillkkommene Beerte die soeben eroberten groben Mrmitionswagen awzuscheir. die mit mehr alsk einer Million Artill-erregesäwssen einen bedeutenden artilleristischen Aräfti-vnoachs der deuts^n. 9irmcc dar stellen.
Die bei d'r gestrigen Fortsülwmrg des Mgriffes ein gebrachten französischen Gefangenen sind völlig demoralisiert. Mit er staun lickser BercitimUigkeit n«r<hen sie MuSmgen über die Nummern der Divifronen und Regimmter und Anftr'tlxUlsorle sowie Über Antransporte rmd dergleickxm. Iinrner starker äußert sich die Wut. gegen den englisck-en Bundesgeuasicn, desserr brutales Vorgehen gegen die frcm-öfische Zivilbevölkerung sich -um Teil unter den eigenen Augerr a?gespielt hat.
Englische OsfMere glauben, daß die Kadastrvphe ihrer Armee in London und Paris tveittragende Folgen zeitigen werde. Bei tocrtemn Forlsckiireiten der deutschen OfsM-sive sei Llovd Georges Stur ^unvermeidlich. Die amerikanische Hilfe wird rari) wie vor gering eingeschätzt. Die große Bestürmung und Desorganisation im englischen Lager bestätigt sich. In aller Hast wurden Befehle ausgegeben. Zwei aus Flandern eiligst! herbeige^vgene Divisionen waren #T*n Tage lang ohne Verpflegimg. Sie wurden hungrig und durstig in den Kamps geworfen.
Der Kampftag am 4. April: Nach wechselndem Aprrl- wetter sie! starker Regen in der Nacht -um 4. April. Bei Tagesanbruch regnete es 7wch. Um 5.30 llbr begarm die Artillerievor- bereitnng. Eine Stunde später trat die Infanterie in den ver- fchiedeinm Absckstkitten ftaffelwepe Mrm Sturm an. Ein harter Dampf entbrannte. Der Gegner hatte in dem das stark ge- führt^te Amie?rs deckenden Abschrritt einen Angriff erwartet. Zahlreiche Verstärkungen, u. c. Australier, waren herbeigeholt rcnd Mischen die crnglo-fränkischen Diviaonen eingeschoben. Südlich der Somme bildete ein stark aus gebautes mehrfach verdrahtetes Werk das Zentrum des englischen, Widerstandes. Es erlag nach kräftiger ArtMerievorberntimg dem ersten Ansturm. .Dann »ourde die englische Stellung nach Norden onfgerolft
Zwischen den beiden großen Nationalftraßen nach Amiens war der Kampf besonders schwierig. Hier verfirgte der Verteidiger in Ortschaften und Waldstücken über kleine Stützpunkte. Zudem kamen im aufgeweichten Boden die Sturmwellcn nur langsam vorwärts. Um die Wälder von Arkberrourt tobte erbittertev Kampf, bis das Feuer der deutschen .schweren Artillerie den Widerstand der versteckten englischen Maschinengewehrnester brach. Durch Umgehm^ von Norden wird der Wald genommen. Der Engländer kommt ins Weiche!'. Dichte Massen fluten zurück. Aus nächster 'Entfernung werden sic von dcutsckstn Maschinengewehren reihenweise, niedergemäl-t.
s Inzwischen ist es Mittag geworden. Noch immer hat sich das Detter -nicht gebessert. Die deutsche Infanterie kämpft nicht minder gegen den tapferen Feind wie gegen den Schlamm und Regen. SÄ»lich Moreuil geben Franzosen und Australier keinen Fußbreit Boden frei. Da weicht südlich der Gegner. Sofort drängen! ihm deutsche Reserven nach und nehmen Eastel. Jetzt müssen auch die Australier zurück. Ein großer Erfolg ist erzielt. Er wiegt doppelt, weil der Gegner sich in günstig gelegenen Stellungen, mit ollen Kräften gegen den erwartetem deutschen Angriff rüstet hatte. Das Feuer deutscher Artillerie und das Verfolgungsfeuer zahlreicher deutscher Maschinengewehre füntm dem zurück- wetche^rden Feind außeryewöfttich hohe blutige Verluste zu.
Bei der: Kärnpfen zwisch r Somme und Avre am 4. April mmfetr trotz tieshängender Äotken und zeitweisen RegenS die deutschen Lchlachtgescbwader wiederholt in den Crdkanrpf txxL Sie nahmen westlich und nördlich Rouvel Lurückflutende französische Artillerie^ bei Sourdon abfahrende Batterien und Kolonnen unter wirksames Maschinengewehr- und Bombensener. Lm Morgen des 5. April warf der Gegner starke Kräfte mit Ponzerautos gegen die deutschen Stellungen in Gegend Lmmville -um Angriff vor. Sie Hunden unter hohe» Feind-- Verlusten restlos adgewiesen.
Glanzleistungen einer deutichen Division.
Berlin, 5. April. (WTB.) Eine deutsche Division, die erst jetzt aus den Kämpfen hercmsg-ezogeu wurde, vollführde folgende Glanzleistung: Sie eoobewte unter schrversten Kärnpfen imrerhalb fünf Tagen die Strecke von St. Quentin bis westlich des Somme-Kanals in einer Ausdehnung von 30 Kilometern Dabei nahm sie dem Feinde 80 Geschütze, 180 Maschinengewehre sowie ein schwerstes 30,5 Im ^Mvtzorgeschül; ab. Die Bedienung btefeg Riesen-
S chützes zwang ein einziger Radfahrer, der hinterher fuhr,
\ zu ergeben. Dieselbe Division erbeutete ferner 2 Flug- aeucje, zahllose Munition, Ausrüstung^gegetcstände und die Pferde «irrer ganzen Schwadron. Zu Gefangenen machte sie 60 Offti-iere und 1900 Mann.
Die Beschießung von Laon und Reim».
Berlin, 5. April. Die Franzosen setzen weiterhin dre Beschießung von Laon fort. Sie wurde noch lebhafter als an den Vortagen ausgenommen. Infolgedessen wurde auch deutscherseits das Vergelrungsfeuer aufReims fortgesetzt.
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Englischer Berich,
London, 4. Avril. (WTB.) Das KftegLarnt teilt mrt: Nört»- kch der Somme Seine Veränderung. Südlich von der Somme machte der Feind heute früh einen heftigen Angriff auf die englischen und französischen Streitkräfte und auf die britisck>e iFrom Er machte Fortschritte in der Rickstunst von Ha- me l und im B aire-Walde. Aus der üvrigen englischen Front wurden alle feine Angriffe mit bevcächtllchen Verlusten zurücklagen. Der Kampff dauert noch fort. Ach der franzÄischenl tt gewann der Feind unmittelbar «nrfchließend an un- :t Front zwischen Luce und Avre Boden.
Die Frontreise Lloyd Georges.
London, 4. April. lWTB.) Meldung des Reuterschen AuvemLs Amtlich wird mitgeckerlt: Der Premierminister ist heute morgen von eicrer Frontreise init Cte- nrenceau Hurückgekehrt. Sie hatten den Feldmarschall Haig und die Generale Petarn, Foch, Pershing vmd Bliß defucht
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«u» der französischen Kammer.
Paris, 5. April. (WTB.) Meldung der Agenec Ha- das. Die Kammer hat einstimmig mit 475 Stimmen die Vudgetvorlageangenommen. Finanzminister Klotz beglückwünschte die Kammer, das erste Kriegsbudget geneb- mrgt zu haben, das durch dauernde Einnahmen im Gleicy- gewicht gehalten werde. Die bewilligten Kredite betragen 8 378 478 483 Francs. Sie umfassen die Verzinsung der Kriegsanleihen und der lauferrden Schuld sowie die Gehaltserhöhung für die Beamten.
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Die Amerilaner in Franlreich.
Berlin, 6. April. (WTB.) MÄ Amerika in den Krieg eitttrat, versprach es der Entente rnit seinem Mil- lirarvenhaer und ungcM-lten Flug^lgen den Sieg. Heut rrach ci7«n Jahre find von den Millionen versprochener Sowaden mr Hßtchsvfalle 200 OOOMannin Frankreich
e tn getvchs« r, ober zmn übCttoteöcnbcu Teile bchpeyen sie nicht aus Fvanttruzwen, sondern bauen in der Etappe Eisen- bahrven oder rückvürttge Stellungen. Vorläufig besteht auch keine Aussicht, daß die amerikanischen Truppen der Entente den Sieg bringen werden weder auf der Erde nock) in der Luft. Bon de:, versprochenen Flugzeugen ist noch nichts an der Westfront -pr spüren. Will man den Nachrichten aus Amerika glauben, so ist dort das Problern, feldbrauchbare Masckstneii zu bauen, auch herrte noch ungelöst. Die Leistungen der anrerikanrschen Flieger haben bisher nicht einmal den eigenen Berickiterstattern in Frmrkreich Veranlassung gogeben., viel Aufhebens davicm M machen.
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Ezernins Rede und die amerikanische Presse.
Nc'uvork, 4. April. (WTB. Reuter. Die amerikanischen, Mor-enblätLer äu.ßern sich sämtlick?Me!>nenp zur Rede des Grafen C zernin. Die „TimesH^ sagt I Man könMe darauf rechnen, das; die Mittel möchte, nachdem die nevc Offensive zum Stehen ge- komnien ist, wieder Über den Frieden zu reden be- gTTmen wi'crden, da dies zu ihrer Gewohnheit gewordenj rst. Daß si-e dies jetzt wieder tun, deutet darauf hin, daß die Schlacht mißglückt ist.
„World" schreibt.' WS Reaktionär und Zyniker ist Czernin der ebenbllirtige Nack)st»lger Metternichs. Er redet geschickt und schlau, aber er ist nicht stnn eigener Herr wie Metternich.
„Tri f>une" schreibt: Man sollte nicht glauben, daß Czernrn derselbe ^lläann ist. der im Februar vorgab. sich vovi Deutschland abzuwenden und die verzweifelv' Friedens- aeste vor ben Vereinigten ©tootcn mache Czernin lügt nicht nur. soweit es sich unk Clemencoaus FrieL-ensmrnähenmrg handelt, sondern üöertMupt in allem, waS sick) auf die .Valtun« der Mittelmächte gegesrLber denr Frieden bezveht. Seine Friedens vors rftf äge «n die Vcweüriyrten Staaten waren umrufrrcdtta und bezweckten, Berwirruna uo-schon den Alliierten W stiften, sowie Deutschland für seine Missetaten gegen Rußland ffa entichulhigen.
Japans Haltung.
Berlin, 5. April. „Matin" meldet aus Neuyort: Eiire hochstehe7Ü>e japanische Persönlichkeit in Washington erklärte, Japan verweigere jede Teilnahme am Kriege rn Europa. Ein derartiges Projekt sei infolge der große,! Entfernungen völlig undurchführbar.
Die Stimmung in England.
London, 4. Apittl. (WTB ) Reutermeldmrg. Der nationale ausfühvende Ausschuß der Arbeiterpartei und das parlamentarische .Komitee des Gewerkschaftskon- a r e s s e s haben mit Rücksicht auf dieLagean derWest- front beschlossen, ihre Kriegs^ielpvvpaganda vorläufig auf- Lugeben, inn nicht den Anschein zu erwecken, daß sie in dieser Stunde der Gefahr die Nation im Stiche lasien
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Telegrammwechsel zwischen den Könige« von Italien und England.
Amsterdam, 6. April. (WTB.) Der König von Italien sarrdte folgendes Telegramm an den König Georg:
Die italienische Nation verfolgt mit mir zusammen mit Sorge und großer Bewunderuna die Aresenschlacht genau, in welcher die Arm« Eurer Majestät «gen den Einbruch des Feindes kämpft, durch die der englische veldermmt iebc Anstrengung der gegnmschen Massen in diesem Kamps, mm dem das Schicksal der Welt abhänat, hindert Wir l-alten die feste und be- stzäudige Hoffturng aufrecht, daß der Bund der freien BRker und der verbündeten Armeen im Bewußtsein des wahren Rechtes im staub« sein wich siegreich Widerstand zu leisten, daß unsere Ideale von Freiheit und Geoechtvgkeit triumphieren werden."
König Georg antwortete: ,^Jch empfing mit dem Gefühl tiefer Tonkbarkeit die Botschaft, in welcher Euer Majestät und Ihr tapferes Heer und die italienische Nation ihre Bewunderung über die Tapferkeit und Kvmpftüchtigkeit aussprechen, die das englische 5xer in der noch währenden Riesenschlacht entfaltet. In den Prüfungen, die der englischen Nation in diesem großen Kampf für unsere Ideale der Freiheit urrd Gerechtigkeit auferlegt sind, wird die lleber^eugung, daß Italien mit Herz und Seele danach strebt, die Verbündeten zu stützen, nicht verfehlen, mein Volk zu weiteren Anstrengungen für den Triumph unserer gemeinsamen Sache anzusgornE"
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Eine österreichische Offensive?
K onstantinopel, 4 April. (WTD.^ Das Matt des jung türkischrn Kpnrrloes „Hilal" schreibt: „Die deutsche Offensive scheint die österreichisch-ungarische Aktion w, der italie- nischenFront nach sich zirhrm zu sollen. Die italienische Front ist nnndej'tens teilweise von Engländern und Franzosen entblößt, ldas allein amvehnren läßt, daß Oesterreich-Ungarn nicht die Gelegenheit versäumen wirh, einen avoßon Schlag ziu führen. Auch in Italien macht sich eine große Unruhe bemerwar. Wird Oeslar- reich-Ungarn diesen günstigen Moment bemitzcn? Alles läßt dies glauben. Es gibt aber noch einen anderen Faktor, der Oesterreick>- Ungarn bestimmen wird, eine Paval-eLlaktton zu dem derttschen Vorgehen in Frankreich zu wtternehmxm. Dieser Faktor ist die Soti- kwrüät der Ansichten und Interessen der Mittelmächte, di« Solidarität. frit diese Mächte eng verbirrdet und bei einer Mion einer Mvchkt der anderen die Pflicht cmfeAegt, an einem anderen Punkte einzugreifen. Diese Solidarität haben wir glänzend bewiesen an den Dardanellen wo wir Deutschland und Oesterreich-Ungarn die Siege in Rußland ermöglicht habvm. So könnte auch jetzt ein Schlag Oesterreich-Ungarns einen ungeheuren moralischen Einfluß nock) außer dem mllitärischen ausÜben. Me diese Gritnde lassen uns glauben, daß cm der italienischen Fmont ein großer Schlag bevorsteht, -der wesentlich zu einem entscheidenden Sieg« beitragen ftum."
Serbiens. Griechmdaws, Rumäniens w® M De re r Staaten t am*
rat im vvrauS verteilt. Das Protokoll der Sitzung wurde N i k». laus II. zur Bestätigiung vor gelegt, der darin ergenhändvg vvr>- merkt: „Die Beschlüsse der Beratung heiße ich in vollem Urw* fange gztt." Deslxilb sind die rn der Sitzung angenommenen B»» schLüsse nicht pLcckonische Träume einzelner hoher Staatsrnänner, sondern stellen im Gggenteil das reale Aktionsprogramm der rujfö- schen Regierung dar. '
Nack) dem von der gena r utt e n Zeitung sodann veröffentlichten Sitzungsprotokoll haben an der Sitzung der ruffische Mi- mster des Aeußeren Sasanvw, der Marineinunster GriMmowitjch, der Chef des GeneralstabeS ShilinSkh, der damalige russische Botschafter in Kvniftsrtinopel Giers und andere hohe Offisieve des 5>«we>s lntb der Marine teilgenommen.
Bei Beginn der Sitzung nahm der r»sfische Ministe« des Aeußern auf das von ihm Lm Monat Novernber an allerhöchster Stelle vorgelegte Memorairdmn Bezug, in dem er dem russischen Kaiser folgende Erwägung unterbreitet habe: Im Zufammenhcrng mit der Veränderung der politischen Lage müsse vielleicht in naher Zukrrnft die Möglichkeit ins Auge gefaßt werden, daß Ereignisse eintreten könnten, die die internationale Lage der Aieerengen von Konstiantinopel von Grund aus veränderlerr. Es sei deshalb mckwendig, unter Mitarbeit der entsprechenden Bo Hörden rmverzi^lich z-ur Ausarbeitung eines allseitigen ylktioni^ prograrnms zi: schreiten, um eine für Rußland günstige Lösung der historischen Meevcngenfrage sicherzustellen. Obgleich er im gegew wärtigen Moment erhebliche Iwlitische Verwecllrmgeu für wenig wahrfcheftllich halte, könne er trotzdem selbst in der nächsten Su- nrttft tftr die Erl>aLllm.g des gegenwärtigen Zustandes im nahen Osten keine Gewähr übernehmen. Rußland kömre nicht zulassen. daß sich an den Meerengen irgendeine andere Macht festsetze wrd es sei desl-alb notwendig, iest^ustellen, ob alle Vorbei llmgen.einer' sckmellen Besetzung .des.Bosporus mib der Dardanellen bereits geschehen Jeiat, kmb was noch geschehen müsse.
Itn Verlaute der rvritzmt Erörterung erklärt« Minister Sasa- now, daß gegen die Besitzergreisiung der Meerengen sowohl Griechenland als auch Blügnrien austteten kömllen, daß ferner aus ^.ne Unterstützung Rußlands durch Serbien kaum gerechnet werden könnte, da man nicht vorcrusfetzen könne, daß die russische Aktion gegen die Meerengen außerhalb eines europÄschen Krieges unto rwmmen werden könne und unter solchen Umständen Serbien gezwungen sein würde, ferne gesamte Macht geKn Oestervoirh' Ungarrc M werfen. Ter Minister äußerte weiter, er glaube nicht, daß Rumänim im Falle Krieges zwischen Rußland « 7 v
Oesterreich talsächlich gegen Rußland Mlftreten werde, ebenso wercrg, daft im Falle eiires Zusammenstoßes zwischen dem Drei- önnd und Rußland Deutschland und Oesterreich Truppen nach den Meerengen loerfen würdem
W K t9 ^eneralstabes gab feiner Ueberzeutzrrng
Ausdruck, daß der Kkmpf um Ldmslnnliwopel außerhalb ernes europäischen .Krieges unmöglich sei. Botschafter Giers erklärte es für besonders erwü-nscht, die für eine ^ndungsvperatton notTvendigen! Truppen im voraus wusi/rückluÄ zu bejttmmen, und dabc-i festzusttllen. daß diese n-.cht von dieser Aufgabe abwerchen urrd für andere Zwecke verwendet werden düni'en.
. . Ter.Vertreter des Marmestabes Kapitän Njcmitz änßstrrte. «»5-- ^vland durchaus.gleickMftig init den Opevationen an der Wesltrvnt auch Kvirstrrntinopel und di« Vdeerengen durch feine Ltrertkräfte Setzeis müffe. Im weiteren Verlause der Berhand- iungen über ine t7chftiscl-en Fragen der Landung drückte Minister ^ a n a n v w den Wunsch ans, daß der crfte Gch.'lmt der Zan- dungsarmec, d H. bas zu-ammeng-letzte Korps, das innerhalb P>ret oder vier Tage mobilisiert wevderr soll', sowrt auf die Schliffe gesetzt und somit innerhalb vier bis fünf Tckgen nach Erklärung
Mobilisation nach dem Bosporus geschafft werde.
Rack) Beendigung der Beratungen der Haumfwgsr, dir sich bm der planmäßigen Vorbereitung für di« Besitzergreifung der M«we>nWm m nicht ferner Zukunft als notwendig ^weisen, sprach den Wunsch mrs, daß di« Regieruim in Lller emWlägigen Ressorts alle RLoßregeln evgüeifen nrüsst, die dir Aiksfuhrung dveser Aufgabe in technischer B^iehung erfvrderbe.
wurde beschlossen, daß daS MarüuÄ^ort mwer- zuglvch Mrttel ansfindvg machen müsse, wart den Transport der aus einem Kvrps bestehmden Echelons der Landungsarmee zu den Meerengen bis auf vier bis fünf Tage nach Mntregfcn des zu rrduzieren.
Die Kommiffwn beschloß daß seitens Rußlands alle Maß- nahm«: «trofteu werden müßten, um eine planmäßige Dorbenw' vrng für dre Beü«ergreiftmg der Dardanelsen in nicht ferner Zlv kunft vorMbereikkn. Der russische Zar bllligte ausdrücklich alle drese Matznahmen iniö ihre Ausführung und ihre sofortig« Imm- grrfftrahme.
„Nowcrja Slrisn" Mt »inM: Der ctwvrtetr gtdistiar Zwischm. Pall, der me Mlöglichkmt bieten sollte, eine eirigetretene Berwick lnng z-n bemitzen, um sich in den Krieg zu stürzen und den Versuch M maftum. die Meerengen in Besitz zu nehmen, trat alsbald ern. Me rnffftche Regienrng, roelche, wie aus den übrigen Protokollen zu erses)en ist, rrur auf einen derartige Vorgang wartete, hat ,m Voraus die Möglichkeit in Rechnung gestellt, Serbien in den Krieg mit -Oefterrnchllngarn zu vernnckeln und beeilte sich den Verteidiger dos beleidigten Serbiens zu spielen, um sich blrnd m das Kriegsalöente'.Ler zu stürzen. Wenn es trotzdem mcht gollmg. d,m Plan der Erobenmg Konstantinopels und der Meerengen zu verwirklichnr, so war der Mangel eines entsprechen- l>en Wunsches jedenfalls nickst der Grimd hierftk:.
Der Friede mit Rumänien.
Bukarest, 5. April. Das Bukarester Tageblatt veröffentlicht folgende, mit Rücksicht auf den Charakter des Blad' tcs als amtlich anzuseherrde Mitteilung: In den letzten Tagen wurde bei uns von verschiedenen Seiten angesragt, ob nach Unterzeichnung des Friedens die militärischen Behörden der verbündeten Staaten das Lmrd verlassen werden. Bon zuständiger Stelle erfahren wir, daß auch nach Unterzeichnung des Friedensvertrages die militärischen Stellen sowohl in Bukarest als auch in der Provinz ihre Arbeiten sortsetzen werden. Die rumänische Bevölkerung hat btn Anordnungen der militärischen Stellen nach wie vor unbedingten Gehorsam zu leisten.
Line Lnthü8«ntz über russische plane tn -er Vorgeschichte -es Krieges.
Berlin. 6. April. Die ,Morbd. Allg. Ztg." verüffentlickst nckch der Gordischen Zeitung Nowcrja Shisn" vom 19. Februar d. I. ein Dokument« ns der Vorgeschichte des Krieges, das von crussckstaggl'bender Bedeutung für die Frage ist, wer den Krieg gewollt Hot urtd wer ihn planmäßig vorbereitete. „R'Vwoja Shisn" schreibt: Am 8. und 21. Februar 1914. also Tiihf Monate oor Beginn des Weltkrieges, yat rn Petersburg eine ganz geheime Sitzung stattgeftmdeit,! ich der der Pl-an der Eroberuny Konstan t i n o pe ls! U u d d 1 1 : Meerengen auSgeheckt loorden ist. Dabei wurde in Aussicht genommen^, das; dn'ser Plan im Rahmen eines allgemeinen europätscben >vrieges ansgeführt werden sollte, und die Rollen
Der Seekrieg.
Neue U-Boot-Erfolge.
Berlin, 5. April. Eines unserer Unterseeboote hat unter der bewölkten Führung des Oberleutnants zur See Lohs den feindlichen Transportverkehr zwischen Frankreich und England durch Vernichtung von 6 Dampfern und 2 Seglern mit zusammen 22 000 Br.-N.-T. geschädigt. Die Mehrzahl der Dampfer wurde im östlichen Teil des Aermelkanals versenkt. Es ist anzunelnnen, daß ihre Ladung vorwiegend aus wertvollem Kriegsmaterial bestand Ultter den Schiffen waren drei große Dampfer von 4 bis 6000 Br.-R.-T. Namentlich sestgestellt wurden der englische Tankdampser Sequoys (5263 Br.-R.-T.) und die kran zösischen Segler Arvor und Anne Bvonne.
Der Chef des Lldmiralstabs der Marine
Aus dem Reiche.
Der Kaiser in Karlsruhe.
Karlsruhe, 5. ?lpril. (WTB.) Der Hvfbertcht mel» det: Der Kaiser traf gestern vorruittag z»u einein kurzen Besuche der gwtzherzvglichen Herrschaf teil hier ein. Der Kaiser wihm im gwßl>erzoalic1)cit Schlosse bet der Groß, bedlftn Luise Absteigeq-ssartter und folgte später einer Ein- laduira des Grosrhrrzogs u,rd der OwotzHerzogin zur F<unt lientafel tm proßhcrz-oglichen Palais. Die Abreise erfolg nachmittags.-- Der (SrvM'rzvg empftng gestern nachmittag den StaatSsekretLr des Auswärtigen Amtes Dr. v. Kühl^ mann.
Asßs Hessen.
Zur LandtagSstichwah!.
Bad-Nauhei m . 6. April. Nach eichenden Vesprechungrn mit dem LanideSvorstanb der Soz4aldrirwkrntisck;en Partei Husens imd den' Kv7ldidawn der Zeirttnmstiarlei, Rechtsanwalt Dr. Schr öde r- Bad-Naicheim, beschloß die sozialdemokvati ch« Partei des Wahlkreises bei der lievorskebenben Stichn»ahl zwischen dem Ba uernbün tster und Dr. Schröder einstimmig für Xt. Schrötvr einAftreten.


