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morgen südlich brr Somme Angriffe gegen unsere jmb Ina wanzösifck^en Truppen in der von Rvye und Chaul- neS entroickelien. Tie Verluste des FeindeS bleiben schwer. und er ist genötigt gewesen. fcS«*e Schlachttront von allen Seiten beS westlichen Kriegsschau Platzes x,» verstärken. Ueber 70 letndlulx Divisionen sind bekannternmßen in die Schlacht verwickelt.

26. März nachmittags.

.Im Verlauf des gestrigen TaqeZ kam eS südlich von Deronnc sonne südlich und nördlich von Bapaume zu äusterst festigen -Kämpfen. In beiden. Abschnitten wurden vom Feinde heftige Angriffs gcmackst und zahlreiche frische Truppett ins Fe.»er ge führt. Trotz unserem energisck^n Widerstand sahen wir uns ge zwungen, Gelände sreizugeben. Ter Fernd ist im Besitz von NeSle und Baprnone. Die. außewrdOukich hartnäckigen Käm^e nehmen ihren Fortgang.

Der Kaiser an den Kronprinzen.

Berlin, 26. März. (MTV.) Der Kaiser hat folgende Tepescl^ an den Kronprinzen gemfret:Die schönen und gwsten Er-olge, welckre die Truppen der Euerer Caifcrficfycii .hvlxnt unterstellten Heere^tppe m den Zbämpfen gegen das englische Heer in diesen Tagen errungen haben, geben mir willkommenen Anlaß, Euerer kaiserlichen Hoheit meine warme Anerkennung da­durch zum Ausdruck zu bringen, daß ich Eure kaiserliche Hoheit zum Chef deS Grenadier->RegimentsKronprinz" (1. Ostpreußischcs Nr. 1) erneimc. Ich bin überzeugt, daß das tapfere und kr rogser probte.Regiment stch fernes hohen Ehess allzeit würdig enveisett wirb.

Großes Hauptguarlier. 24. März

Wilhelm I. R.

Ein Empfang bei Ludendorff.

Ter Kriegsberichterstatter derKöln. Ztg.", Prüf. Tr. Georg Weg euer. schreibt vom 25. März: Gestern aliend noch nach 11 Uhr empfing unS Exzellenz Ludenbors f. Er h-ch zuerst nnt einem kurzen Mort die Größe der im Fluß beindlichen Er- ngnisse hervor. u (3i steht sehr jyirt," sagte er. Was sich nun auS dem Erreichten weiter entuncLeln werde. daS lasse sich zurzeit noch nicht andeuten. Dann brachte er mit der stärksten Betonung seine Bewunderung vor der außerordentlichen LeisttMg der deut­schen Infanterie zum Ausdruck, die, ausgezeichnet unterstützt von dm übrigen Wmfetrgattnngeit, wahrhrt Unvergleichliche; voll- bvacht habe, um fo mehr, als die Mehrzal/l der Solimten, die ka erst in den letzten Nächten vor dem Sturm in die Stellungen! rücken komtten, fünf bis sechs Tage lang vor dem Angriff kaum ordentlich geschLasen hatten, und die mm in mehrtägigem Dor- wärtsdrängen «ickK nur einmal, ionbem lmzähligc Male von Leib unb Leben ein setzen mußten. Ter Engländer habe sich äußerst hartnäckig gewehrt, namentlich mit seinen Maschinen­gewehren. mit denen die englische Armee außer ordentlich reich ansgestattet lei imd ^>ie sie sehr geschickt zu verteilen p leie. So litten die Engländer hier zu großen, vor jftren Hindernissest liegenden vrMiattrichtern von ihren Unterständen Mts unter­irdische Gänge gehabt, und wenn Unsere Artillerie die Äellungeu eingctrommelt hatte .so nxrrcn sie mit ihren Maschinengewehren M diese Trichter gegangeit, wo man sie nicht vermutete und im Nebel nicht sehen konnte, und gaben nun von da beim Sturm chr Feuer ab. Trotzdem wurden sie überwältigt, und gewaltige Mengen dieser Kriegsmaschinerien wurden ihnen aüaenommen. Tw Armee v. Hutier telephoniert mir soeben, daß sie über <*000 Maschinengewehre erbeutet htt." Der Schwimg sei da, bei unfern Truppen vorn, mm komme es daraus an, ühnen von rückwärts nachzuführen, was sie brauchten, um ihre Aufgaben weiter zu lösen. Er Sam bann auf eine .Aeußernng deS Kaisers mrück. der den tiefsten Enrdntck von den fürchterlichen Ver­wüstungen des französischen Landes im Kampfgelände mitgebrach! und noch einmal darauf hingewiefen habe, welchen Tank die. Heimat dem Heere buffte schulde, daß eS diese Schrecken von dett eignen Fluren ferngehaltm habe. Das könne in der Tat nicht stark genug unterstncksen werden und sei eine heilsame Lehre für me Zukunft Wir selbst sprachen dann dem General unfern Glückwunsch für die Heutige kaiserliche Auszeickprung aus. Sehr ernst antwortete er, daß er sich dieser Auszeichnung ehrlich gefreut habe für seinen Generalstab, ber mit größter Hingabe die gegeinvärtige Durchbruchsschlacht seit langer Zeit vorbereitet Habs urrd zwar ganz genau und unbeirrt durch alle sonstigen Ereignisse. Die von Myang an in Aussicht genommene Zeit, der Tag des wirklichen Anfangs, der 2 l. März , fei den Ein­geweihten bereits seit Anfang Februar bekam nt gegeben »oorden. Ter General schloß die Unterredung mit dem Hinweis auf die sehr frfmwren Kampfe, die zur Stunde um Bapcmme spielten. Er erwarte aber, daß diese Stadt twch während der Nacht genom­men werden würde. So ist tzs ja auch gekommen.

<L1ück»vünsche des Neichstagsprafidiumö.

Berlin, 26. März. (MTB.) Ter erste Vizepräsident des Reichstags Tr. P a a s che hat au den Ka i f e r folgende Drahtung gerichtet:

Euerer Kalserlichm imb Königlichen Majestät bitte ich zu den grtvaltigeu Liegen, die unsere Truppen mul, sorgsamster Vor­bereitung in diesen Tagen über uufere Gegner int Westen er­äugen die wärmsten Gl ückwünschadeS Reichstages übennitteln zu dürfen. Mit vollstem Vertrauen sah daS.ganze deutsche Volk den schweren GittficheidrmgSkämpfen entgegen, die wir mit den .erbittert­sten Feindeit des deutschen Vaterlandes auSzukämpjen gezwungen stnd: aber wett über alias Hoffen und Erwarten hinaus ist es ge­lungen. dem ruhmredigen Gegner die Ueberlegenheit der deutschen Heeres macht, ihrer Führer und Truppen zu betoeisen. Im stolzen Gefühl der unbezwmglchm Kraft unseres Volles, durchdrungen

unendlicher Dankbarkeit gegen alle todesmutigen Kämpfer und ihre Führer, hoffen und wünschen toir, daß unS bald der end- gültige Ln eg besck)i.Lden sein werde.

An Hindenburg sandte der Vizepräsident folgendes Tele­gramm:Herr Generaffll-bmarschnall! Im uneingeschränklett Ver- tmiien auf Oberste HeereAtetturg sah das deutsche Volk uüder- schiedSlos dem Nahen der letzten rieiengrofoeu GnsichidungSkämpfe entgegen, brc unsere Feinde wollten, trotzdem sie den Siegeslauf tmserer Heere an allen Fronten gesehen und die mrgebrochene Kraft und den festen SiegeÄtüllen ganz TentsclLandS kennen gelernt ballen. Aber staunend, bewundernd und von dem Gefühl imend- lichcr Dankbarkeit durchdrungen, vernehmen wir die Berichte über die glänzendst Siege und die gennaltigen Erfolge, die unsere Helbcnsöhne bereüs errtrngen ,haben, trnd in unerschütterlicher Zuversicht erwarten wir die weiteren siegreickpn .Käinpfe. Wollen! Euere Exzellenz mir gestatten, Ihnen den unauslöschlichen Dank,md die wärmsten Glück- und Segenswünsche zu otesen neuen großartigen Errtlngenschaftm namens des RevchS- tageS auSsprechen zu dürfen. Dett Großtat nt Euer Exzellenz,

^ Mc .^t(^[W)ltc den kommenden GesMechtem verkündet, wtro, retht sich der letzigc §iogeSl«lf unserer Heeve alS glätl-enda Krönung würdig an.

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Die Verluste.

Berlin, 26. Mär». (MTB.) Die Engländer geben) tne gert npen Verluste der deutschen Truppen zu Der.^mtlttärische Berickiterstatter deS englisck>en Funkendienstes Mkibt' Der ^nzige Angriff im Abschnitte von St. Quentin am 23. Mär» wurde durch den Nebel begünstigt, dessen dichte Scktwa- ben e< dem Feinde ermöglichten, ohne beträchtliche Verluste durch das Sperrfeuer m kommen.

Berlin, 26 Mär» MTB.) Die Verluste der Eng- länder haben sich dadurch so außergewöhnlich gesteigert, daß b*e engltschc Artillerie m tun schoß und die englisck>e Jnsan- terte ßtvtschen dem deutschen VernichttmaSfaler uttd dem eigenen Ar- tillertefeuer eingekeüt war. Die große Zal)l der Gefangenen kommt bat Teut,ck-en bet der Wiederherstellung an den Wegen im rück­wärtig«! Gebiete besonders zugute.

Die neuen Methode» der «rtillerje.

Berlin. 26. Mät^ lWTB.) Der Einsatz der Artillerie enolAe mit gewaltiger Wucht und völlig überrasckiend. Zahlreiche m aller Stille erfolgten Berbellerrorgett bewahrten sich glänKmd.

Durch bisher nicht angewandte Fliegerdeckimgen blieb der deutscye Vormarsch der feindlichen Ermordung völlig versckileiert. Durch Neue teckmischc Mittel wurde das Einschießen verborgen. Tiefe Vorbereitungen blieben natürlich den eigenen Truppen nicht verborgen, um so mehr muß die Verschsvicgenheit der bei den vor- angcgangeuan ErkuiidigungStzefechten rn FcindcShand geratenen M<mnjschaf1«r anerkannt werden. Der M unilionseinsatz war gmwttig. Die Wirkung bet GaSgranal en war groß. Beim Vorgef)en entwickelte die deutsche Artillerie beispiellosen Schtteid. Tie feindliä<n Maschiuengewchrnester tvurden voti der Feldarlille- rie durch Nahbckämpsung erledigt.

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Tröstungen.

Haag, 26. März. Der König von E n g l a n d und Marschall Haig wechselten zuversickttliche Telegramme. Lloyd George versicherte Haig, die erforderlichen Re­serven und der Matertalerfatz seien bereits in Frankreich oder dorthin nntenvegs. Auch Präsident Wilson hat an Haig telegraphiert.

Einheitlicher Lbcrbesehl bei der Entente?

i. Köln, 27. März. Die Köln. Ztg. meldet von der Sck)weizer Grenze: In derVictoire" behauptet Herve, daß Clemenceau und Lloyd George den französi­schen und englischen Armeen einen einzigen uttd obersten Führer geben würden, um auf diese Weise die Einheit in der Leitung der großen Sck)lacht zu sichern.

War Verantwortung tragen herjrt, auch dafür ist uns der Krieg ein ernsterLehrmeistergewordeu. Wer kann ermessen, weich unendliche Verantwortung uns ere Heerführer bei all den grossen Unter­nehmungen vor stch selbst und vor ihrem Volke tragen. Wer dächte nicht an die ver- atttwortungsvO^e Aufgabe unserer Re­gierung, LtaatTmännerundPolitiker, nicht minder an die derPrefse? Wie aber trifft die Schuldigen an dem Völkermorden und die Kriegshetzer die ungeheuere Ver­antwortung für die Weltkatastrophel DerKrieg hat jedem das Gefühl der eigenen Verantwortung verstärkt zumVewutztsein gebracht. Wir selbst haben es ju verant­worten, datz das Reich frei und unversehrt nuferen Nachkommen bleibt. Zeigen wir bei der 6. Kriegsanleihe, datz wir u n f e r e Verantwortung erkannt Habens

Die Stimmung in Wien.

i. Köln, 27. März. TieWln. Ztg." meldet aus Wien: Tie öffentliche Ansmerstmnt'eit ist völlig tord andauernd aus die Schlacht im Westen gerichtet. Viele Gebäude prangen in bruttem F^aagenschmuck der verbündeten Mächte. Tie Blätter widmen den meisten Raum den deutsä>eu .Kampchericküen und besprechen die Erfolge mit höchster Vvpunderuing. Das ,.N eueWienerIvur- n a l" spricht vom deutschen Sieg-eszug, von Hindenbnrgs Triumph, von den DLundern der Kric^Siechnik und sagt: Ter Eindruck der Berichte über den deutschen Siegeszug im Westen sei atemraubend. Tie Künde von der Deschicsting von Paris aus der Ferne errege grenzenlose Be wunde rnng. Dieses Wunder der Kriegstechnik, das deutsche Nie senge schütz, das künftig auch Englands Küste bedrohen werde, sci ein Pionier des Friedens: über dett Verband sn ein grauenhaftes Strafgericht herein^ebrochtm.

TerNene Wiener Abend" verbiiidet seine Betrachtun­gen süber die Siege im Westen mit dem rumänischen Frie­de n s s ch l u ß 'und ' hebt drohend l)ervor, nun werde auch ein Mackensen frei. Im ganzen Cftm herrsche Friede, nur die Salmiiffront lagere nach wie ein verirrter Block.

Die italienische Preffe.

Bern, 25. März (W.B.) Die hcntünm italienischen Mätter enthalten den deutschen H ee r e S bc r i ch t n i ch t. Die Pariser und Londoner Berichte »vollen die deutschen Erfolge abschwächen. Der Pariser Vcrichterstarter des ,,Secolo" erklärt allerdings, in Frankreich l)abc in letzter Zeit etn großer Teil der öffentlichen Meinung nicht mehr an eine graste Offensive geglaubt, jetzt aber eien allen die Augen aufgegangen. ^

Der Seekrieg.

Neue U-Boot-Erfolge.

Berlin, 26. März. Unsere U-Boote versenkten im Aermelkanal und in der Irischen See fünf Damp­fer und mehrere Segler mit zusammen 20000 Br.-N.-T. Die versenkten Dampfer waren sämtlich tiesbeladcn. Namentlich wurden festgestellt: die englischen bewaffneten Dampfer Navi­gator (3798 Br.-N.-T.), Tweed (1777 Br.-N.-T.) mit Koh- lcnladung, der englische Segler Aliza Anne, die engliscl)en Fischkutter Margaret, Wave, Senrise, und der belgische Fischdampfer O. (266 Br.-R.-T.).

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

DaS deutsche U-Boot im Hafen von Ferrol.

Madrid, 25. März. (WTB.) Meldung der Agence HavaS. TaS Unterseeboot, daS sich wegen eines Seesckxck^nS in den Hafen vvic Ferrol geflüchtet kxtt, ist drS Unterseeboot 45 Nach einer Einfahrt in den Hafen wurden die SchiftSfche-anben und daS Kriegsmaterial «uS detn Boote entfernt und d^S Boot unter strenger Bewachung mehrerer Torpedoboote gestellt. Ter Kommandant be­gab sich an Land mtd machte den Seebehörden seinen Besuch. Tie Mehrzahl der 30 Mann betragenden Besatzmtg nrirb Ui Alcal« de HenareS interniert werden.

Die Eröffnung der Schiffahrt nach Odeffa.

Berlin, 25. März. (WTB.) Ter dcutsckie DampferPat- n öS" von der Levantv-Linre trnd ein anderer deutscherDamp- ser sind in Ödes so emgetrojfen. Die-issahrt nacü dem wich­tigsten Expvrthafen der Ukraftre kamt damit als eröffttet gelten. Dieser Erfolg ist im wesentlick)en der im Schttvtvn Meer tätigen !VtinenrLum-DiVision der Kaiserlichen Mmftne zuzuschreiben, die unter großen SäMterigkriten den Weg durch daS mtnenverseuchte Schkvarze Meer von Eonstanza nach der Donaumündung und von dort nach Odessa freiaemacht hat.

Aus dcm Reiche.

Die Stichwahl in Niedcr-Barnim.

Berlin. 26. März. (WTB.) Bei der heutigen Stichwahl im Neichstag^wahlkreise Nrederbarnim erhielt Wissel tSoz.1 25 232, Dr. B r ei t s chei d (unabh. Soz.) 252 Stimmen. 31)8 Stimmen waren ungültig. Wissel ist somit gewählt. lDie unabhän­gige Sozialdemokratie hatte für die Stichwahl Wahlenthaltung pro- llamiert.)

Aus Stabt und Cmift.

Gießen, den 27. März 1918.

Das Feldheer brartcht dringend Hafer, Heu und Stroh!

_ Landwirte helft dem Heere!" _

** Auszeichnung. Dem Krankenträger Adolf Müller wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen.

** T ie Gold» und SlilberankausSstelle, Gießen ist in der Zeit von Mittnxch den £7. März bis Freitag den 5. April d. I. geschlossen.

"Magermilch. ScitetrZ des Lebensmitdelarntos wird MlS geschriebetr: Mit dem Eintritt der wärmeren Jahres­zeit wird es Vorkommen, daß die Magermilch beim Kochen gerinnt. Es kann den Hausfrcrwen deshalb nur empfohlen werden, vor dem Abkochen eine kleine Kvchprobe zu machen und gegebenenfalls die Milch als Scruermilch zu verwenden

** Preußisch-Süddeutsche Klassen - Lot. tcric. Die Erneuerung der Lose zur 4. Klasse muß unter Vorlegung des Vorklassenloses bis zum 3. April, abends 6 Uhr, geschel)en. Auch müssen bis zu diesem Termin die Freilose gegen Rückgabe der Gewinnlose in Empfang ge­nommen werden.

** Annahme von KriegSa nkeihe an Zah­lt: n g s st a t t. Man schreibt uns: Bei den Verkäufen und Versbeigerungen aus Beständen der Heeres- und Marine» v-erwaltung, die für Kriegszwecke nicht mehr benötigt wer­den, kann die Zahlung vorzugsweise durch Hingabe von Kriegsanleihe geleistet lverden. Diese Vorschrift erstreckt sich auf alles, was bei der Demobilisierung zur Abgabe an die Bevölkerung frei wird, also insbesondere auf Pferde, Fahrzeuge und Geschirre: F-eldbabnaerät, Motorlokomotiven und Kraftfahrzeuge nebst deren Zubehör: Futteriniltel und sonstige Vorräte; landwirtschaftliche Maschinen und Geräte s-otvie Werkzeug; F-abrikeinrichtttnaen mtt den zugehörigen Maschinen und Geräten; Eisen, Stahl und andere Metalle: Holz und sonstiges Baumaterial; Wcbftvffe und Rohstoffe aller Art. Käufer, welche die Bezahlung in Kriegsanleihe anbieten, werden bei sonst gleichen Geboten in erster Liilie berücksichtigt. Tie Kriegsanleihe wird zum vollen Nenn­beträge angerechnet und bis zur Höl^e des Kauf- oder Zu­schlagspreises in Zahlung genommen. MS Kriegsanleihe gelten die 5o/oigen Schuloverschreibunaen aller KriegSan leihen ohne Unterschied solvie die erstmalig bei der 6. Kriegs­anleihe ausgegebenen 4hzv/oig^n auslosbaren Schätzung weisnngen.

** T ie Gewerbeba n k Gießen, t. G. m. b. H. hielt am Dienstag imGwßherzog von Hessen" ihre 59. Generalver­sammlung ab. Ter Vorsitzende des. Auf sicht srates, 0>eivvrberat Petri, berührte in der Begrüßungs<un'pvache die kriegerischen Ereignisse des vergangenen Jahves uird wünscht detn neuest«, Hirrdcnburgsieg einen Hindetwirrgfrieden. Aas Andenken des im Berichtsjahre .verstorbenen langjährigen AussichtsratsmitglicdcS Hermann Eichenau er ehrt die Versammlung in üblicher Weise. Weiter stattet der Vorfitzettde dem Aussichtsrat, dem Vorstände iltw den Beamten ft'lr ihre Tätig veil im verflchsenen Jahre den wohlverdienten Tank ab und gibt dem Wunsch Ausdruck, daß die Gewerbe bank auch ferner als Wählt atigkeitsinstiNN für den geroerbetätigen Stand wirken möge. In dem von Herrn Direktor Arnold erstatteten Geschäftsbericht wird ebenfalls der Tätigkeit der Beamten, die trotz erhöl-ten Geschäftsumlanges die Arbeit bewältigten, a-chacht. Direktor Arnvl) berichtete darauf ausführlich über den letzten Genossenschaftstag, der eingehend sich u. a. mit der Frage der Getvährnng von Bäukredit, des Haus- besitze- und der Organisation des Hmtdwerks in genossensck-ast- lichem Sinne beschäftigte. Der Geschäftsbericht der Aewervebank zeigt auch im abgclau enen Jahre ein erfreuliches Bild sorrfchrei- tcuber Entwicklung der Genossenschaft: der Gesantnrntsatz stieg von 52 244 890 Mk. aus 85 817 523 Mk.. die Geschästsgathaben von 1 107 652 auf 1 110 401 Mk.. die Gesamtresetwen ans 586 000, die Kriegsreserven aus 35 000 Atk. Am Schlüsse seines ausftllir- lick-en Berichtes fordert Direktor Arnold zu reger Beteiligung an der 8. Kriegsanleihe aus und gibt dem Wunsche Ausdruck, daß lich das deutsche Genossenschaftswesen nach dem Kriege weiter glänzend bewähren möge als Stütze deS Mittelstandes. Der Kriegs!ürsorge für Waisen und Halbwaisen gefallener Zbriegsteil- nehmer, über die Herr Pros. Dr. Krausmüller eingehend be­richtet. wird auch die Gewerbebank Förderung angedeihen lassen durch Unterstützung derjenigen Waisen, die dem Handwerk als Lehr­linge zugesührt werden. Tie Versammllmg beschließt, den Höchst­betrag der anzunehmettden fremden Gelder (§ 49 des OkrnofinL- schaftsgesetzes) aus 6 Millionen Mark fesrzusetzen. Dnn Vorschlag, von dem 80 018.04 Mk. betragenden Reingewinn den Mitgliedern 57 556.66 Mk. 5'/; Prozent Dividende zu gewähren, dem Hauptreserveonds 9784 Mk. zu überweisen, der.Kriegsrücklage 7651 81^ Mk. zu überweisen.' für Kriegssürsorgezwecke 3500 Mk. bereitzuslellen. ans neue Rechnung 1525.57 Mk. vorzutragen, wird zugestimmt. Die satzungsgemäß ausscheidenden AuuichtsratS- mitgliedcr Karl Berg, Daniel Heil. ?jrr. Krogmann, L. Petri ll. und H. Schassstacdt wurden wieder-, Fabrikant Karl Georg: neu- gewähtt.

** Die Aliceschule des Mice-Schnl-Vcreins be­schloß im März ihr 40. Schuljahr. Der Lehrkörper bestand aus 7 festangestellten Lehrerinnen und 6 Hilfs­lehrern. Die Zahl der Schülerinnen betrug 174, davon von attswärtS 105. Auf die einzelnen Klassen verteilten sie sich folgendermaßen: Klasse für Schneider 54 (37). für Weiß- zeugnähen, Flicken und Stopfen 44 (24), für Handarbeiten

20 (17). Die Kochschule war von 15 (8) Schülerinnen besucht, die Hanshaltungsschule von. 18. Die Lehrerinnen-Seminare für Handarbeits- und HeruSwirtschaftslehrerirnten waren von 18 jungen Mädchen besuck)t, die vor der Gwßl)erzoglichen PrüjüngSlommillion, die vom 13.16. März unter dcm Vorsitz des Geh. OberschukratS Dr. LnciuS auS Darmstadt hier zusammentrat, sämtlich die Prüfung mit gutem Erfolg bestanden und zum größten Teil sofort im DolkSsäMdienst zur Vertretung eingeborener VokkösckMehrer Verwettdung finden. Im neuen Semtnarjahr, das am 9. April begintt^ werden die Seminare voraussichtlich einen Bestand von

21 Sck)ülerinnen h<rben. Der SommerhalbjahrkursitS der HauShaltungSsckwle, der bereits begonnen hat, zählt 14 Teilnehmerinnen.

** Berichtigung Am 7. d. M. entschlief tn einem Laza­rett seiner Vaterstadt Königsberg der Oberstabsarzt Dr. med. Richard von Hippel. In der Nacknufanzeige »var der Verschiedene infolge eine- Druckfehler» als Oberarzt bezeichnet, ivaA hiermit berichtigi wird.

vessen-NafflM.

jf Biedenkopf, »6. März. Der SkadtdcrushlattSvvrMdi schlag wurde m Emnahme und AuSgabe mit 446 000 Mark fest, gesetzt- An Stetem werden etwas weniger Zuschläge wie früh« «1«dLN. und war 170 tave ttinlommen* und Gebäudosteuer und