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200 Pvvzent zn bet flkttlfieuetn. $er städtische Holzeinschlag brachte im Testet Jahr.,' nahezu 100 000 Mark ein.

'* Frankfurt a. M., 26. März. Die WohnimgSnot ist hier so groß, daß cs unmöglich ist, im kommenden Sominerhalbjahr für die Studierenden dfr Universität W ohngelegenh.it zu beschaffen. Infolgedessen erlassen der Rektor der Universität gemeinsam mit dem HansbesiVerbünde einen Aufruf an die Bürgerschaft ^nr Bereit­stellung von Zimmern für Studierende. In dein Ausruf wird her- voraehoben, daß die Wohnungsnot sich zu einer ernsten Gefahr für die Weiterentwicklung der Universität auswachsen könne.

-- Gelnhausen. 26. Mär;. Die städtischen Körperschaften beschlossen den Ankauf des Solsprudeloades und bewilligten dafür L7 400 Mk.

---- Höchst a. M.. 26 Mär;. Die Farbwerke stifteten der Kriegsstislung" der Wiesbadener Handcläkummer zur Unter­stützung roirtschaftlich bedrängter Geschäftsleute 1OOO0O Mark.

X Kassel. 26. März. Wie zuveclässig verlautet, tritt der Landesdirekivr der Provinz Hessen-Nassau und des Bezirksver> band es Kassel, Landes hmiptnuurn Frhc. Riedcsel zu E i s e n - hach am 1. Oktober 1918 in den R.chetzand. Frhr. Riedesel zu Erfenbach bekleidet dieses Amt seit dem Jahre 1894, vorlM lvar er Landrat des Kreises GAnhausen.

Limbura, 26. Mürz. Der Kaiser hat dem hiesigen Bi­schof das Eiserne Kreuz 2. Klasse am weiß-schwarzen Bande ver­liehen.

Kreis Wehlar

ra. Wetz 1 a r. 26. .März. In zahlreichen Gemeinden wurde mit ver Gewimrirng vom Fntterreifig beg">lrne:i, das ein gntes Vieh- futter darsteklt. Bor allen beteiligen sich.dar,rr die Schulkinder wrter Leitarng der Lehrer. Jan Dmnrenden Frühjahr soll dann auf ^dieselbe Weise Lcrubheu gennrnen werden, wozu die Forsd- dehörden bereits ihre.Genehmig rng erteilt haben.

ra. Hörnsheim. (Kr. MLtzlar), 26. März. Die hiesige Spar- imd Darlehnskasse verteilt für dis abgelausene 6-eschifts'jabr 2059 Mark Reingewinn. Die StnmmMtteile der 41 .Mitglieder be­liefen sich auf 8200 Mark, die Spareinlagen w.ch'en an mch 386 152 Mark, die Rücklagen betrugen 3616 Mark. Ausgeliehen waren 168 245 Mark.

Gerrchtsvaal.

I Da r m stab t, 26. März. Ein bei einem Sprendlinger Tape- zierermeister im Dienst stehender IchLhriger Lehrling aus Offen- la.ch brach wiederholt in einer Villa in O. ein, in der er mit seinem Meister gearbeitet hatte. Das zweite Mal stahl er ein Tutend silberne Eßbestecke und vergrub sie aus bent Sprendlinger Kirchhof. ?bus Versehen ließ er ein Messer bei seinen Arbeitssachen liegen. Dort fand es der Meister und erstattete Anzüge gegen den Dieb. Dieser erhielt 5 Mvnate Gefängnis. Drei Jugendliche in Ostnr- bach verübten miteinander 2 Einbrüche, und erbeute en 6 Hasen, die sie sckchacbteren. Der eine von ihnen verübte noch einen Einbruch in eine Wirtschaft und stahl für 600 Mark Speck und 100 Zigarren. Er erhielt 10 Monate. Gefängnis, feine Genossen kamen mit 2 Mvnachn davon. Die 39jährige Ehefrau Barbara Krämer in Lorsck stiftete ihren 13jährigen Sohn an, ihrer Nachbarin Kleider zu stehlen. Das Gericht nahm Mittä erschaft an und verurteilte sie zu 10 Mvuateu, den Buben .zu 3 Wochen Gefängnis. Der Metzger Aug. T-ocher von Seligenstadt hat bei der Steuererklärung tzhr Kriegssteuer um etwa 14 000 Mark zu niedrig angegeben. 7h r I,interzogene Steuerbetrag beträgt 2500 Mark, und der Staats­anwalt beantragte die dreifache Summe als Strafe. Das Gericht nipimt aber nur Fahrlässigkeit an und setzte Di? Strafe auf 500 Mark fest. Der Wirt Phil. Schmidt von Mühlheim wurde von der Anklage der Hehlerei freigespvochm.

fiauM.

** Darmstadt, 20.^. Der Anssickitsrat d"r Bank für Handel und Industrie (Darmstädter Dank' beschloß in seiner letzten Sitzung, der Generalversammlung für das Jahr 1917 die Vertei­lung einer Dividende von 7 Prozent vorzuschlagen. Der Brntto- nutzen beträgt für 1917 einschließlich Mk. 612 901,77 Vortrag aus 1916 Mk. 35 904 469,30. Nach den Abzügen verbleibt der verteil- bare Reingewinn mit Mk. 13 253 835,93.

^kirchliche Nachrichten.

Gottesdienst am Gründonnerstag den 28. Marz.

Evangelische Gemeinde.

In der Stadtkirchc Äbds. 6: Pjr Schwabe. Beichte u. hl. Abendm. s. d. Matth.- u. Mart.-Gcm. In der Johannes­ki r ch e. 9Vr t Pfrüfg. u. Vorstellg. d. Konfirm. d. Joh.-Gem. Pfr. Ausfeld; 7V«: Pfr. AuSseld. Beichte u. hl. Abendm. f. Luk.- u. Joh.-Gem. Kirchberg. Vorm. 10.

KatboIijd)c Gemeinde.

Mittwoch 27. März, nachm. 5 u. abds. 8: Gel. z. hl. Beicht. 6V*: Gel. z. hl. Beicht; 7, 7 1 /, u. 8: Aust. d. hl. Komm.; 9: Hockiamt, darauf stille Anbetnngsstunden; 6: Andacht.

*

Gottesdienst am Karfreitag den 29. März.

L . .. rar

In der Stadtkirche. 9Vs: Psr. Mahr. Beichte u. hl. Abendm. s. Matth.- n. Mark.-Gem. 11 Va : Kiuderk. f. d. Matth.- n. Mark.-Gem. Psr. Mahr. In der Johanneskirche. 9'/s;<: Psr. Bechtolsheimer. Beichte u. hl. Abendm. f. Luk.- u. Joh.- Gem. 11 V|: Kinderk. f. d. Joh.-Gem. Psr. Ausfeld: 6: Liturg. Gottcsd. Pjr. Ausfefd. Kirchberg. Vorm. 10. Lollar. Vorm. 10. (Hl. Abendm.)

UalhoNsche Gemeinde.

7^/2: Beginn d. Anbeluilgssttmden: 9: Verstörte Messe mit Predigt, daraus Anbetnngsstnnden: 6: Andacht.

Gottesdienst am Karsamstag den 30. März.

7: Hl. Weihen; & 1 '?: Hockwmt: nachm. 5 u. abds. 8: Gel z. hl. Beicht.

-ft

^ Israelitische Relkglonrgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Donnerstag 23. u. Freitag 29. März. Passah- f e st. 1. Tag. Vorabd.: 6.45; morg.t 8 30 Predigt 2. Tag. Vor- abd.: 6.45; morg.: 8.30 Predigt. Samstag 39. März. Vorabd.: 6.45: morg.: 8.30: abdS.: 7.00 u. 7 40. sfraklit fche Rc igions« gefellfchaft. Donnerstag 23. u. Freitag 29. März. P a s s a h f e st. 1. Tag. Vorabd.: 6.35: vorm.: 8.00 Predigt; nachm : 4.00 2. Tag Vorabd.: 7.35: vorm. 6.00. Sabbatfeier am 39. März. Vorabd.: 6.26; vorm: 8.00; nachm.: 4.00: Sobbatausgang: 7.40. Wochen­gottesdienst: Morg. 6.30, nachm. 6.00.

Dcrmilchici.

* Freie Rückbeförderung livländischer Flücht­linge usw. Mitelloe Deutsche, die aus Liolanh geflüchtet sind, wird für ihre dauern.de Rückkehr nach Livland freie Rückfahrt sowie frachtfreie Deform-rung istrer Habe in demselben Umfange wie den rüüwandernden Flüchtlingen auS Palen links der Weichsel und ans Kurland gewahrt. Zur Erlangung der freien Fahrt ist eine Emp­fehlung der Verkrhcstwlitischen Abteilung des Oberbesehlsl-abers Ost er'forderlich, die gleichzeitig mit d?r Genehmigung zur Rückfahrt abgegeben wird Polizeilich" Empfehlungen für derarttge Mücht- linge sind wirkungslos. Die Vergünstigung erstreckt sich nicht auf Reisen zum vorübergeheitlxm Aufenthalt an dem frühen Wohnort.

Lrtztc rraedrLclstelr. l

<WTB.) GrohrS Hauptquartier. 27. März. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Die am 25. März geschlagenen englischen und fran­zösischen Divisionen versuchten gestern erneut in dem un-- weg'amen Trichtergelände d^r SommcschlaM unserem Vor­dringen Ei-tlmlt zu tun. Unsere Angriffe durchbrachen die feindlichen Lt''.inr. Seit frühem Morgen begann der Frind auf breiter Front zu beiden Seiten der Somme zu merchen. Zäher Widerstand feindlicher Nachhuten wurde in scharfem Nachdrängen bezwungm. Nördlich und südlich von Albert erkämpften wir un§ den Uebergang über die Anere. Am Abend fiel Albert,

Südlich der Somme warfen wir den Mnd nach hef­tigem Kampf über Chaulnes und LihonS zurirck. Noye wurde erstürmt, Noyon in blutigem Strahenkampfe vom Feinde

gesäubert.

Wir haben unsere alten Stellungen vor der Somme­schlacht von 1916 nach Westen an vielen Stellen überschrit­ten. Die Gefangencnzahl wächst, die Beute mehrt sich.

*

Artillcriekämpfe in Flandern, vor Verdmi und in Loth­ringen dauerten an.

*

Rittmeister Freiherr von Nichthofen errang seinen 69 und 70. Luftsieg.

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Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste h-eneralguarliermeistcr Luöendorff.

Die amerikanischenSachverständige."

Washington. 25. März. .(WTB. Nichtamtlich. 0>etreral Wvvd erklärte in der militärischm Kommission des Senats, die Sa-ch^verständien seien alle darvn überzeagt. daß die deutsche Offensive n\d'A geling en werde Er empfnhl, daß di^ Amerikaner so rasch als nröglich 2 Millionen Mann über den Ozemi senden nnd weitere 2 Ndillronen zu Hause ausbilden svllew.

Amsterdam, 26. März. (WTB. Nichtamtlich'.)Allgemcen. Hanbelsblad" erfährt aus Nauyvrk: Der ernste Zustand an der Fvmit wird allgemein emyrurtden. Die Blatter geben oauerrch Sonderausgaben aus. Selbst die konservativen Blätter, die seit den Tagen des Bürgerkrieges niemals Sonntags crschenen sind, er­scheinen jetzt mit einer SmrntagSausgabe, um vvr^Optimis- mus zu warnen. Im übrigen schwankt die Stimmung von Nachricht zu Nachricht.

Eine Ansprache des Vizekanzlers v. Payer.

Berlin. 27. Marz. ."WTB. Nichtamtlich.) Ziir Begrüßung der Besatzung S. M. Hilfskreuzer ^.Wo-l ch fand am TienS^ (af) abend im Zirkus Bu'ch auf Veranlassung der Stadt Berlin ein Festabend statt. Dabei hielt der Vizekanzler von Payer eine Ansprache, in der er n. a. sagte:Haben'wir nicht manchmal dem Streit der An schau ungeia. b-rc sonst allezeit fein Recht hat, für die Kriegszeiten fast zuviel Mock/ eingeräuma? Haben wir nicht so viel vom taglrck,?m Brot gesprochen?, Uns bleibt noch vieles zu Um. wir s-ollten '.msere Einigkeit der Welt noch besser zeigen, als bisher, solltarr e.atschlossener nniangen mit der schoeren Kunsj des Svurens, sollten, wenn das Vaterland jetzt wieder um Mittel z uin .Kriegen und siegen bittet, mit einer Summe omtworten. wie sie Dentstl'sand noch nicht gesehen. Sollten nns unsere- Pflicht der Fürsorge für die Angehörigen der, aus marschierten Krieger nioch mehr als bisher bewußt sein, solch teu aufs ernstlichde jcht beginnen, dem beimkehrenden ^Kämpfer ein Heim zu schaffen .und es ihm ermöglichm, daß er unvermindert an geschäftlicher, bürgerlicher Stellung seinem Beruf wieder nochLom- mcn kann."

DaS neue weittragende Geschütz.

Berlin, 27. März. DerBerliner Lokalanzeigrr" meldet aus Rotterdam: DerNieuwe Rotterdamsche Courant" meldet aus London: Nach einein Exchange Telegramm sei die Geschoß- sprengkrast der deutsck)en weittragenden Geschütze viel geringer als diejenige der Luftl-omben. In einem Fall drang eine Granate in die Mauer eines oicrstöckigen Hauses imfr riß ein großes Loch. Das Dach wurlie nicht beschädigt. Die Fensterscheiben des diit.en Stock­werks wurden zertrümmert, aber die des vierten Stvckwerls blieben ganz. Die Perso:eu, die vettwundet ivurdLi, befanden sich sämttich m ide:i oberen Stockwerken. Eine andere Granate durck sch ug ras Dach eines alten Hauses, wodurch ein Stück Mauerwerk nies ergerissem wurde, aber das dritte Swcklverk blieb uilbeschävigt. Die Mieter bewolpien das Haus imrter.

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^ei Verkäufen und Derflelgerungsn aus Beständen Ser Heeres­und Marineverwaltung, die für Kriegszwecke nichi mehr gebraucht werden, kann die Zahlung an Geldes Glatt durch Hingabe von Kriegsanleihe geleistet werden. Diese Vorschrift erstreckt sich auf alles, was bei der Demobilisierung zur Abgabe an die Bevölkerung frei wird, also insbesondere auf Pferde, Fahr­

zeuge und Geschirre; Feldbahngerät, Motorlokomoliven und Kraftfahrzeuge nebst Zubehör; F u t t e r m i t t e l und sonstige Bor. rate; landwirtschafiUche Maschinen und Geräte sowie Werk­zeug; Fabrikeinrichtungen mit den zugehörigen Maschinen und Geräten; Gifen, Stahl und andere Metalle; Holz und sonstiges Baumaterial; Webstoffe und Rohstoffe aller Art.

Käufer, Welche öle Bezahümg m Kriegsauleihe ler'steu, Werden bei sonst gleichen Geboten bevorzugt.

Oie Kriegsanleihe wird zum vollen Nennbeträge angerechnet und 5°/°igen Schuldverschreibungen des Reichs ohne Lln^fchied b-s zur Hohe des Kauf, oder Zuschlagspreises in Zahlung ge- sowie Sie seit der 6. Anleihe ausqegebenen 4 % %ige« auoiog. nommen. - Als Kriegsanleihe in diesem Sinne gelten sämtliche baren Schatzanweisungen

Also: Nur die Kriegsanleihe, nicht der Besitz baren Geldes, bieiei Sicherheit dafür, daß der Landwirt und der Gewerbetreibende nach Friedensschluß das, was er braucht, aus dem frei werdenden Kriegegerät erwerben k«nn.

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