SMLls«r>» GchttSÄ OM Kriege.
Berlin, 15. März. Saut Lokal-Anzeiger äußerte sich der russische Botschafter in Washikrgtvn, Bavon Rosen, Äbet Rußlands Schuld am Kriege, indem er erklärte, wenn irgendjemand, w habe er Gelegenheit gehabt, die zaristische Dftrlwmatte voll'sllüchig kennen zu lernen und Grund dieser genauen Kenntnis tonne er mitteilen, daß der Krieg künstlich gemacht worden sei und gleichzeitig mit diesem Vor- gehen in der Geheimdiplomatte habe die Revolution ihr erstes Gvollen tief unten vernehmen lassen. Man habe jedoch gehofft, das; durch den Marschbefehl an die Truppen die Revolution eiiMl-alten wevderr könne.
Die Räumung Petersburgs beendet.
Stockholm, 15 . März. Nach einer Havasmeidung aus Petersburg vorn 14. März wird amtlich b-ekanntge^eben, daß die sräurrrlun-g Petersburgs beendet ist und daß von heute an kein B-ewohlrer die Stadt verlassen darf. Zu di^senr Zweck ist der Verkehr aller Personen- — selbst der Lokalzüge — von heute früh an aufgehoben. „Der Rat der Kommissare von Petrograd", so lautet von heute an der amtliche Narne für Petersburg und seine Umgebung, hat das Erscheinen aller sogenannten bürgerlichen Zeitungen, die seit Beginn der deutschen Offensive verboten waren, wieder genohnngt. Die Petersburger Telegrephen-Agentur ist nach VLoskau übergesiedelt und hat eine Filiale in
Petersburg errichtet.
Archibald Hurd über England- SchiflahrtSlage.
Bern. 14. Mrz. (V!TB.) Arcbibald Hurd daßt im „Tally Telegraph' die brutsche Sckrffalwtslage folgeudeirn-aßen zusamnren: Tie qvoßen schiffe zu du och'är. ritt! ich 5000, die kleinen Schuft zu 1000 TomEn angenvmmeir, verloren mir im Vorjahre 4»/2
Millionen Tvnnerr. Wir Letzten durch Bau mü> Arrkauf IVs
Millioum, erlitten somll entert Netto vertust von 20 Prszeut
tzmserer (^esamtümmag-e. Im Januar und Februar rvar trotz aller Neorganisatron und optimistiichm Rede^l das Bauergebius uirijt besser als im Vorjahre. Ter neutrale Schiffsmarkt ist so gut wie erscholl Vor d«' internierten feind!idjni Schissen ist kaum noch etwas zu erirmrten. Tie Vereinigdm Staaten unp die anderen Länder höernan vsnß, wie der erste Lord der Admiralität Eric Gßddes zugab, nicht dvport beisprchtge'.t, andereriells können jtznsere Loh-errÄnittelrationerr nicht weiter gekürzt werden, ohne die Mvräl mtb die physische Wiberstlmdskrast des Volkes zu be- emträchtigon. Avcl>il>a6> Hurd betont, daß iedss fetzt verlorene Srb-f: einen Vertust an dem >rk verminderte» Bestand bedeute Und daher verlMtnismästig viel empfindlicher sei als früher und an Vvozentua'ler Sclpwere zmrehme. bis die Sel>isfsbaustzcxkung durch radikale Maßnal?me^r beseitigt werde.
Er schiebt die Sclmld der Leitunq d?s Scknffsbaues krrch Nicht- sachmcvn'.c. zu, wie Geddes und Anderson, vo^? dmen der erste e /tu tütbliaer Ei jcnbahrü>rertor. der letztere viell ibt ein guter föcefrü sei. die aber beide vom Schiffsban nichts ver :ürch'N. Jetzt Wixt die Sturmglocke gelärllet. sagt A-chibald ^r>. , -Ermann fängt es jetzk an zu versuchen. daß die Pläne entweder schwach- w'rer «ider, wenn sie gut waren, versagt haben: w'ihrerrddes e r zerstört 1er Ferrch unsere Dch''fahrtskra'1 weiter, die unsere wesentlich'^ Kamps- tuv't ist, ol*»'.e welch? di-e Mcrrine, bas Heer, die Muniti-nsVersorgung. dir Vcr.xlegLnrg urtd cktfts andere der Erschöpiung entaeoen- gehst ruMscm. Tee Schreiber schließt: Wenn bst gegenwärtig Lage -bessert werden sott, müsse« sofort durchgreifende Neuordnung tzvrgcnommen. die Beziehungen zwischen Staat, Arbeitgebern und jkrbeitnehmern verein lacht und taktvoll an die Meister und Leute ««pvclliert tverberr. daß alles, wofür wir kämpfen, von ihren An- tzvengungen in bat nächsten paar Monaten abbängt.
E»tlasiu«g der älletteu Laudfturm.Jahrsü»ge in Oesterreich-Ungarn.
Wien, 15. Mär^ (WTB.) Der Kaiser hat nachstehendes Befehlsschreiben erlassen:
„Ich besohle, daß die den GeburtSiahrgANgen 1867, 1868 nno 1869 angelKrenden, ^em Larrdstatrmdienfte heran- gezogerven Personen und die 1867, 1868 und 1860 geborenen Angehörigen von landsturmpflichtigen Körperschaften sonne tene Personen dieser Geburtsjahrgäuge, die im Wege der unwilligen Assentierung in das gerneinsame Heer und die Kriegsmarine oder in die Landwehren auf Krieg.-daner eingetreten sind, sofern sie nicht selbst um Weit-rhelassung in dem aktiven Militärdienst bitten, mit Ausnahn-.e der Gagisten des Ruhestandes und des Verhältnisses außer Dienst, wi.e folgt zu. beurlauben sind: 1. die vorbezeichneten Angebörigen des Gebnrtsjahrganges 1867 mit Beginn am 15. März und Endtermin Ende Mai 1918, 2. die Angehörigen des Geburtsjahrgangs 1868 mit Beginn am 1. Juni und dem Endtermin am 15. September 19l8, 3. die Angehörigen des Geburt§jahrganc)s 1869 mit Beginn am 16. September und dem Endtermrn am 31. DeAenwer 1918."
Ver §eettieg.
* Neue U-Boot-Erfolge.
Berlin, 15. März. (Amtlich.) Im westlichen Mittel- wei'r wurden durch unsere U-Boote drei Dampfer und ein Segjer von zusamiuen mindestens27 000 Br.- R T. verfenkr Im besvtrderen war an diesem Erfolg U 35, Kom- mandallt Kapitänleutnant ArnaulddelaPeriöre, beteilig:. Dieser bervährte Kommandant hat in LVftLhriger Tätigkeit im Mittelmeer mit seinem kriegserprobten Boot an Schiffsraum rurrd eine halbe Million Br.-R.-T. versenkt
Der Chef des ALmi.ralstabs der Marine.
Derlrn, 15. März. Zu dem englischen Raub hollän- hischec Tonnage gesellt sich eine neue, für Englands Notlage nicht minder bezeichnende Nacl-richt der Times vom 25. Februar: das englische Kriegskabinett hat sich entschieden, daß bei der Zuteilung von Schiffsraum die Lebensmittel den Vorrang vor allem anderen Kriegsbedarf haben sollen. Der feind-- lichc- Schiffsraum reicht also nicht aus, um Lebensmittel u:rd Kriegsbedarf gleichzeitig in der erforderlichen Menge heranzuschaffen. Das Kabinett verzichtet notgedrungen auf die Kriegsmaterialzusuhren, um die darbende Bevölkerung nicht weiter zu reifen. Damit ist die englische Politik an einen ent- scheidenoen endepunkt gelangt: Leben ist wichtiger als Krieg führen! Schon Churchill sagte am 11. Januar im amerikanischen Frühstücksklub: Ich habe den Granatstahl um Hundcrt- tauiende von Tonnen vermindern müssen, nur aus Mangel an Schissen. Der vorsichtige Herr Geddes führt die Erdrosse- lu:ixr amerikanischen Zufuhren von Menschen und Rol>- -oiwn hauptsächlich aus einen großen Schneefturm und starken Frost in den Bereinigten Staaten, beiläufig allerdings audj auf oie Einschränkung der Schiffahrt zurück. Nur Geduld! und England wird einsehen, das; es seinen aussichts- Lasen Kampf gegen unsere U-Boote ans die DEr nicht fortsetzen kann.
Mt>. Deutscher Reichstag.
141. Sitzung. Freitag den 15. Märtz 1918, nachmittags 2 Uhr.
Am Tische des Bmrdesrats: von Krause.
An s ra g e n.
Aba. Cohn (U. Soz.) führt den Fall eines kriegsmoaliden. Meckcrnikers Becker an, iser mit Hilfe des Hilfsdienstgesetzes gemaß- regett worden sei.
Ein Vertreter deS Kriegs Ministerium- erklärte, daß hier nicht nach den Bofiä>riften des HilJso-ienstgesetze5 verfahren sei. Gegen den militärischen Borgejetzten tft das Erforderliche veranlaßt lvordeir. (Beifall.)
Mg. Fischer (Soz.) führt Beschwerde darüber, dav an belebten Stellen Berlins bei MllitärttanSporüm von den Begleit- mannschaittn geschossen worden sei, wodurch Leben und Gesundheit der Bevölkerung gefährdet werde.
General vo i W r i S b e r g: Di in Betracht kommenden Dienststellen sind angctviesen, die Anordnutrseu u^r den Transport van Milirärgefangencn. besonders in .großen Städben, nachzuprüfen und entsp'echend zu ändern.
Abg. Scheide mann (So».) weist davans hin. daß in dem Strafprozeß gegen die Geschäftsführer der Maschinenfabrik Wiesbaden die Grundsätze der Reästsprechung über den Begriff deS übermäßigen Gewinnes im Sinirc der Kriegswucherverordimng als nicht maßgeblich für die .Kalkulation bei den Lieferungen von Kriegsmaterial erklärt worden sind.
Ein Ministerialdirektor erm&ert, der Stamsanwalt habe Revision eingelegt. Man hcrlle daran fest, daß die Grundjätze über beu übernräßigen Gewinn auch bei Lieferungen von Kriegsmaterial gelten.
Auf eine Anfrage des Abg. Tr. Müller- Meiningen sF. Vp.) über die Lage der Kl iegsgefangenen in Rußland erNärt
General F r i e d r i ch Zur Zeit ist infolge der Desorganisation der KriegSverhälwisse kein Poslvcrkehr mit den deutschen Kricys- gesangeneit in Rußland möglich: auch das sonst so zuverlässrge nordische Rote Kreuz versagt zur Zeit vollWmmerr. Sobald die Verhältnisse es znlassen, wird die Heeres vernw! tun g eine Zentral- Poststelle für die Kriegsgesarigeilen in Rußland einsetzen. Namentlich die Lage der Anegsgefwrgenen m Ostsiüirieu gibt Beranlaisung zu crnsterr Defürchttmgen. lieber eine Räumung der sibirischen Lager liegt keine Meldung vor. Ein Teil der dort festgel)altenen Teutschni ist aber schon aus eigene Faust m die Heimat zurück- gelehrt. Nach Ratisik-ation des Friedens Vertrages werde:: sich deutsche Kommissiorbm na-Ä Ruhland und Sibirien begebe«, um die möglichst schleimige Kückserü>uug der Gesar-egenen durchzuführen und ihnen ihr Los nach DröglichÄl %u erleichtern.
Abg. Baudert tSoz.) klagt über die schwere Belüsttguug des Publikums durch bic Vorschriften^ über die Gaseinscl»ränkung und den erhöhten Gaspreis von 59 Pf. pro Kubikmeter bei lieber- schreibmrg der Kulässüren Voerrgc. .....
Tirelwr im Reich-w-irti-chaftsami Müller: Die Vorichrrften werden nicht engherzig aufgelegt. Wieitgeltende Ausnahmen werdest geinrrcht, wo wirklich ein wirtsckpftfiches Bedürfnis vorliegt. Strafgelder merken mix bei verschLvenberijckzem o^er gar böswilligem Mehrverbra^.r-ch erlwbm.
T ieKriegsabgabeder Reichsbank.
Boer dem Gewllme der Reichibank für 1917 »verd-en vorweg 136 Millionen Mark dem Reiche übcrwieien. Tieft Berlage wird nach kurzer Aussprache in ^lvcüer und dritter Lesung ange° wmmw.
Das Tienstgebände für die Reichs schuldender-, waltu « g.
Für die Berwvltuns der Reiche- und StQarsschulden soll m Berlin ein Neubau c'rrichtn werden. Dar- Grundstück kostet 12,3 Millionen Mark.
Freiherr von Camp (D. Fr.): Warum müssen die Behörden immer in der Mitte yvn Berlin wohnen, wo es am teuerst^' ist? Warrcm nicht K- B. m ZeR-Mdorf, wo ver Staat doch Gr^mdstücke hat?
UntcrstwttSftkrerär Jahn: Die NeichsschuLenverwcckttrng muß in Be: lpr sein, lvett sie mit der Reichsbank, der Rcichsdruckcrei ufw. stündlich verkehren muß.
Abg. Zimmer mann (nsll.) bemängelt dir Höhr des Kaufpreises.
Abg. Tr. Pfleger (Ztr): Muß denn akleS in Berlin fein? Tas erregt Mißsttmwrmg im Volke. (£ira Reil?e von Reicbsämtern müssen fort aus Berlin »md <ucf die B^mdesstaaten vertei.lt werden.
Tie Vorlage geht daraus an den Hmuüanslch'.'.ß.
Der Ge,'ftze?rtwurs E : h ö h u n g/d er Gerichts kosten tmb der Gebühren der Rechtsanwälte und Gerichtsvollzieher wird ails Antrag des Abgeordneten Tr. Müller-Meiningen (F. Vp.) einem Ausschuß von 21 Mitglietvrn überwiesen.
TaS Reichskinogesetz.
Mer gewerbsniästig Lichtsp'ele veranstalten 'will, muß eine Er» laichnfs halvm Sie i'r ;n pers-agrm, wenn die Veranstaltungen den Ge^etzerr oder guten Sitten prw''^laufen, oder- '»nenn der Nachsuchende die eriordi-rliche Zuverlässigkeit nicht nachweften Lann: ferner, wenn die Räume lven polizeilichen stlrchordenungen nicht genügen und wenn eine entsprechende Anz-ahl von Lichftvielbetricben bereits besteht. Wer vor pern 1. März 1918 mit solchen Veran- sts.-t-.'ngen frerpanunt hat, bedarf jttr Fortietznug des Betriebs keiner E o.bglis. Tie Erkcmbn-i : kann bei Verstötzen gegen die gltten Sitten oder bei Unzuverlässigfeit des Gttverbetreibenden zurück- geuommen werden.
Mg. Kn ck hoff (Ztr.): Tic Anzeicpm der Kinotheater in den Zntnngen. namentlich der mittleren Städte nrid der Industriegebiete sinch nur wt,s das Sensationelle eingestellt, von Belehrung keine Spur \ IftÄ dahinter kmnrneu die Todesanzeigen. Hier müßte die Pressi^ erwas mehr VevrmtwortungSgefühl zeigen. Mit dwn Konzessstm^zwang allein ist es nicht getan. Gefährlichen Monopolbestrebungen konnten wir am besten durch Personalkon-cssionen begegnen.
Abg. S ch u l--Erfurt (Sc^.): Das Gesetz ist ein Berlegen- heitsflickwerk. Hilfe und Rettung soll w-iederum die Polizei bringen. Der Entwurf bietet nur unzureichende Sick>ernngen gegen d?!' Kinomißstände. Am besten wäre ein umfassendes Reichskinogesetz im Rahmen eines Neickksthsatergesetzes. Hier Keigt sich wieder, wie wünsckwnswert ein Reick^samt für Volkserziehung wäre.
Abg. Kersch e n stei ne r (F. Vpt.): Wir begrüßen die Vorlage. die den Mißstiänden im Kiriowesen abMhelferr geeignet erscheint. Nicht das Kino selbst, tvohl aber seine heutige Entwicklung ist eine Gefahr für das Volkswohl. Die segensreichen Verbote, die die Generalkommand-iis erlassen haben, sollten in die Friedenszeit hiriübergenommen werden.
Abg. Ortmann lnatl.): Die KinoS sind gerade^ ein Ersatz des Theaters geworden. Sie sind im Begriff, ew bereckstigter Kwlturfattor z^i werden. Allzu l>ohe Anforderunge-n soll man aber nicht stellen. Sie müssnl erst ihre Kinderkrankheiten durchmackien. Wir begrüßen das Gesetz als einen Fottsckp:itt. Es soll das Kino- wefen nicht mrt-ervrücken, sondern fördern und veredeln. Hoffentlich gelangt es noch int Kriege zur Durchführung.
Abg. Graf v. C a r m e r skons.): Die Vorlage erfüllt ejn<ni altm Wunsch deS Reiä-stages. Viele Vorführungen der Lichtspiele wirken belehrnrd, aber nickst inimer sind sie das, was sie friit Cöunten; leider zeigen sich viele Auswüchse. Man sieht Szenen, die gar nicht mehr z-lveideutig smd. Das -Ano kann noch schlimmer wirken als die Schmutztllerattir, wenn N'cht vorgesorat wird.
Abg. Mumm (D. Fr.): Steter Twpftn lröbu den Stern Endlich haben wir das (?ftsetz. DaS Kino bedarf der Fürsorge. Aber auch für Kino gibt es Grenzen Es war ein Peinlick^er Mißgriff, daß nian im Friedenssaale z.u Brest Litvwsk %n kurbeln begann. Das spricht nicht für die Größe des Staatssekretärs v. Kühlnunn. Bismarck dachte anders. Ho-fftntlicks wird der R-eickMagsPräsident nie gestirtten, daß eine Reichstagssitzung kiwemaLographisch auf- genonnnen wird.
Abg. Cohn (U. SrH.) bespricht die Tätigkeit der Kon-er-ne in der Filmindustrie.
Tie Vorlage gelst an den Ausschuß.
Tas Haus vertagt sich.
Montag. 2 Uhr: Etatsnotgesetz, Angelegenheit Daimler,
FriedensvertrLge mit Großrußlmü> und Finnland.
Schluß SV, Uhr.
ver Yaupt 6 usschu 8 des Reichstags
Berlin, 15. März. (WTB. Nichdamtl.) Der Hauptausfchaß des Reichstags beriet abermals die Frage der HeerestieftrunMN. Dabei rvurden wiederunl die Fälle Daimler und von Behr-Pmnow erörtert. Schließlich wurden folgende Aitträge ernstimmlg a:r- genommen: in särntliche:! für den Heeresbebarf arbeitenden Be trieben die Geschäftsbücher und andere für die Bereclmuua de». Preise maßgebenden U-nterlagen. überwachen zu lassen, alsbau) bei sämtlichen zcnttralcn BefckmsiungLstellen für die Bedüttnisse deo Heeres und der Marine Preisprüfuugsstellen einzurichten und eim- Zentralprüfnngssteile für Kriegslftierrmgen zu schaffen, die dir Tätigkeit aller einzelnen Prüfungsstellen riberwachen soll. Zrrrück- gezogen wurde ein Antrag, die für den Heeres- und Marinebedar' arbeitenden Betriebsleitungen zu militarisieren und dieseti Bßk ttrebe» für cüe Zt?it der Militarisierung mrr solche Preise yu zahlen, welche die Verzinsung des llwestierten Kapitals zu 5 Pros gestatten.
Ans StcrHt rsnd CanS.
Gießen, den 16. März 1918.
Lebensmittelmarken.
Für die Zeit vom 18. März bis 24. März 1918 haben nachstehende LeoenSmitlelmarken Gültigkeit:
Brotmarken der 12. Woche, gültig vom 18. 3.1918 - S4.'S. ISI8 Buttermarken „ 12. „ . „ 18.3.1918 - 24.3. 1918
Ewrmnrken Nr. 27. „ ^ ^ 18.3.1918-24.3.1918
Fleilchmarken , 12. , . , 18.3.1918-24.3.1918
Lartoffelmarken. 12. „ . 18. v. 1918 - 24. ö. 1918
Seffenmarken für den Monat März.
Ciu Umtausch versattener Marken findet nicht mehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marken ket« Ersatz gewährt.
NeuaumeNrnngeu und Anmeldung von Neugebsreuen haben unter Borlage der «Stigc« Ausweise, insbesondere der LebeuLmiitel-AuSwcrSfarte, aus dem LebeuSmittel- amt zu erfolge«.
Umzüge inuerhalb der Stadt und Wegzüge vo« «letze» find iu den zuftäudigen Bezirke« anzumelden.
Geschästsstnndett des LcbsusmittclamteS vou 9— 1*2 Uhr vorm., 2—4 tthr uschm.
Morkenallsgabe kür Urlauber ^
Sonntags von 19—12 Uhr vormittags.
** A us Zeichnungen. Ter Einjährige Kriog-sfreiwillM' Rudolf Werner wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse au:- gezeichnet; das Hessische 'Samtätskreuz rrmrdc ihm )dmi frühe: vcrltchen. Musketier Theo Simon >orhftlr das Eiserne Kreu.:
2. Klasse.
** Eierabgabe. In der Woche vom 18. bis 24. März werden an die B-rzngsberechtftttn ge^en Abgabe der Eiermarft' Nr. 27 Eier abgegeb-.-lt. Siehe Anzeigenteil.
** N ä h rmittel. Ter in der Bekanntmach mn vom 14. 1918 über oie Ausgabe der Nährmittel msgegebene Klerrrv<r?<rur^- hxhsttneis für Teüpvaren (Wafsenr^rre) beträgt für das PsnnL 60 und nicht wie angegeben 64 Pst^rnig.
** Diebstahl. In hiesiger Stadt sind in letzter Zeit wlgende Diebstähle voraekommen ' In der Nacht zum 14. März wurde aus einer Sattlerwerlstatt mittelst Einsteigens eine Tasot brauner Filz, ztrxff Siücc Mödelnurle, 1 tjaui Mirdsleder, 8 bis 10 oran.geiarbi.,e Halsriemen: in der Nacht zum 15. März aus einem austerhalb der Stadt gelege nen Gebäude ein etwa 4 Meter langer, zirka 6 Zentimeter breiter Tveibriemetl und ans einer Hofreite in der Briuh« lttaße drei grau-- Stallh<is-rt, ein weiblicher mib zwei männliche. entwendet. Einen vor einiger Zeit ebenfalls au< einen: austerhalb der Stadt stehenden (betstlftr Lnrwendetei- Lreibrremen, ist es der Polizei gelungen, wieder zur Stelle zu brirrgen urrd dem Eigentümer wieder zurückzugeben ^ Diebin wurde eine Frauensperson ermittelt, die ihn angocigwet hatte, um sich die Schuhe damit sohlen Kr eit.
** Ablieferung von Gerste. Ta, wie uns mitgetellk
wird, auf dem Lande immer noch die Ansicht verbreitet ist, daß durch Anträge die Genehmigung zur Selüstver'lorgnng mit Geiste als Brotgetreide zu erreichen ist, so sei nvckin'^als auf die Reicks tagssitzung vom 12. März verwiesen. Abg. Sche r s (Fortschr. Pp. fragte hierbei an, ob der Reichskanzler geneigt sei, Dem Wunsch vieler kleiner Landwirte zu entsprechen, ihnen für oaS fehlrudr Brotgttrecde eine rntspreck-ende Menge sÄbsterzeugbi' Gerste zr belassen. .Unterfbaatssefretar v. Braun äußerte hierauf: Tie Gerste hat m weitgehendem Maste nicht als Brotgetreide, sondern zu anderen Zwecken zu dienen. Deshalb könnte die Gerste unter der Bezeichnung „Bvotgetrridr" nicket ausgenommen werden. Eine Ausnahme zugitnsterr der sogenannten Teilftlbstversorger würde eine BevorzrrMng dieser gerstebatrerrden Teilftlb'wersorger vor den nicht gersteba:lenden bedeuten. Außerdem tvürde durch eine solche Äu-snahme der Reichsgetreidestelle die Errechnung der Äb° liefernugs-Sckmldigfeit und damit die reftlid^e Erfassung der Gerste außevordeltttich erschvert werden. Es ist daher nicht möglich, der: g erste besitzen den Teilselbstversorgern für das fehlende Brotgetreide Ger st e zur Selbstversorgzmg zu belassen.
** Oberhessischer Kunst verein. Ter Ausstellung der Künstlerbuudes Karlsruhe wurde:: neu eingereiht Gemälde vor Pros. H. Thoma und Prof. H .von Volkmmm-Karlsruhe. Schluß dieser Ansstellm^; am 27. d. M. Im übrigen verweisen wir auf'die Besprechmg in der herlligen Nummer unseres Blattes.
** Der Volksbund für Freiheit und Vaterland Ortsgruppe Gießen, veranstaltet am Mittwoch. 20. Mär-, eine öffentliche Versammlung im Saale des Hotels „Fürstenhoft Siehe Anzeige. ^ ^
** Anlagemusrk findet nwpgen, vorm. 11V*
Uhr in der Ost-A.-klage mü folgender Spielwlge statt: Ouvertüre zur Oper „MartlM", von Fr. v. Flotow: Spanische Tärnze Nr 2 und 5 von M. Mosz^owSki: Fantasie a Oper „Mignon" von Tlwmas, Patrouille Espagiw-le von Tesl-ayes: Steinmetz-Marsch von Bratfisch.
** Ein Bunter Künstler-Abend, veranstaltet von der Wirtschaft!. VeMigikng Kriog-sbeschidkgler, Giesen, findet am Samstag, 23. März, im Hotel Fürftzenhos statt. Näheres sieh: ?ln zeige.
L i ch t s Pi el ha u S, V a hn ho f st ra fc e. Zrrr Auffsthrnng des zweiten Teiles des AufklnrnngSsilms ..Es w?we Licht" ^stelz Anzeige) dürfte nvck> eine Besprechung oer „Täg-lick-en Rund, schau" von Interesse fern, d:e u. a. sagt: Dieser „Kultursllm", wie ihn seine Verfasser R. Osivald und E. A. Dapvnt nennerr der mit llnterstützkkng der ,.Aerztlickj,n: Gesellschaft sch. Sernaft Wissenschaft" l^erarrsgebrächt wurde, ist dir Fortsetzuuq eines Licht- spiels, i>as nvan vor etwa einem Jahre sah. Wie fern Vorläufer, so steht auch dieser Film im Dienste sittlickner Aufllärung über- einen der schlimmsten Feinde der menftl>lick)en Gesellsämst. Ten äußeren Rahmen .de« Aufklärungsgedmkkens, den die ZtvisckM,texte mn Geschick zum Ausornck brinmm, bildet eine spannende Haridlung einen von der Schivere und Vermrllvortung seines Berufes erfüllten Mensckden perkörpei'l Blnmd Aldor, einer lknsere-r degablesten Film fck-ausvielex, den Arzt. Nahen ihm zeickvven sich Theodor Loos, Mto Elermoitt und Eva Sbeyer rus. — Im Gießeuer Lichtspielhaus nnrd der Film von heute ab bis einschließlich TienÄtag, täglich v on 3 11 h r a b vorgestlliirt.
** Schwarz-Weiß-The ater. Scftersweg 8l im neuen Proorankm tritt Mia May in ihrcin neiresten Filmwerk ^.Hilde Marren und der Tod" auf. Außerdem lmrb das Künstlertriv Herbert Paulmllller, Leo Peufinck mrd Mttita Petti iu einem Lustspiel „M u t t e r s S p a r k a s s e n bu ch" viel Heiter Pcit erwecken. Siehe Anzeige.
** Berichtigung. In der gestrigen Borbespvechun« bt£ Chvrkonzettes des KvirzevtvereinS am morgigen Sonntag sind leider einige iDruckjehler uulerlauftn. Ldö heitzt nicht „Damrt Ich dn


