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Gietzener Anzeiger

postfcheÄonto: Zranffurt a.M. N 686

General-Anzeiger für Oberhessen

Eine englische Thronrede. Rücktritt der Kabinetts Zeidler.

(DTB.) GrotzeS Hauptquartier. 7. Februar. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Nahe der Küste am Nachmittag Artilleriekampf.

Von einem Vorstotz östlich von Zandvoorbe und aus Torfewkämpfcn im Artois brachten Infanterie-Abteilungen Gefangene rin. Die englische Artillerie war am Abend ans beiden Seiten der Scarpe und westlich von Cambrai tätig. Ein französischer Vorstotz in der Champagne scheiterte. Im Maasgcbiet hielt Artillerietätigkeit im Anschlutz an eine süd- westtich von Ornrs erfolgreich durchgeführte Erkundung tags­über an. 1

^ . . '

Vizefeldwebel Ehvein schätz i» den letzten drei Tagen « feindliche Flugzeuge ab.

*

Don den anderen Kriegsschfluplätzen nichts Neues.

Der Erste Generalquartiermeister Ludendorfs.

Der Abendbericht.

Berlin, 7. Fck»r., abends. (WTB. Amtlich.) Ko» den Kriegsschauplätzen nichts NrmS.

bxx wMche Wniq hat eure Dhwnved^ gcha^r, m bec van ben Ratronendeschränkungen bet der DerietürnA bec Lebensmittel nichts steht. Diese Thronrede nmrmt M mbo ein zartes Treibhansgewachs mrs; man merkt e§ rhr daß chr Verfasser den bewegten Schauplätzen nnrMchen Geschehens der Geyerrwart ferngeblieben tfi Kmng Georg säüäat nicht den rauhen Gassen ton Lloyd Georges an, aber seine Rede lebt doch mrr von den Brocken, die von des Diktators" Tisch fallen; es ist dieselbe Taktik äußerlichen Ziegesdewußtseins. Die Hilfe Amerikas, der Glaube, tm Bunde mit den Völkern der Erde könne England im Kampfe mcht besiegt werden, das sind die Stutzen, mit denen der Englmrder' durchsfinstere Tal" geht. Auch, den Segen Gottes ruft der König an, nwbei er vor der grauenhaften Behandlung der gefangenen Deutschen, die jetzt eben ans Tageslicht gekommen ist, fronrm die Augen verschließt. Wrr wollen in Deutschland diesen neuen Ausguß der Taktik des Siegesbewußten nicht zu ernst nehmen. Wir wissen, auch der Zar Nikolaus hat bis zuletzt stolze, hochmütige Worte aus uics herniedergestreut, und dann kam doch dertiefe, donnernde Ml". Gin bißchen Unbehagen muß es uns frei­lich erwecken, daß dieses Zeugnis unveränderten Dünkels diesmal vielleicht einer politischen Dageslaune entsprungen ist, zu der gewisse Deutsche die Gründe und Stimmung ge­liefert Hoden. Es mehren sich nämlich die Anzeichen, daß die bei uns in die Erscheinung gekommenen Aus ständ e und Ansätze von Unruhe rm Lluslaude wiederbelebend uub er- zrrutigend gewirkt haben. Die Feinde erhoffe wieder alles von ihrer Politik des Wartens. So kamt König Georg er­klären, das englische Volk sei mit König und Regierung für die glückliche Fortsetzung des Krieges". Da läßt sich von unseren Friedenspolitikern der äußersten Linken wirklich kern Körnchen herausschlagen, von dem man glaubenmachen könztbe, es ließe sich etn Friedenshälmchen daraus hervor­ziehen. Es zeigt sich immer wieder, wie verkehrt es ist, wenn wir unsere großen Kriegserfolge der Engländer nimmt sich dagegen mit seinerEroberung" der deutschen Kolonien und oer Erringung von helfenden Schildträgern doch nur sclMächtig aus! -* dauernd mit dem härenen Gewan-d und dem Stachelgürtel der Wüstcnherllgkett beklei­den und den flötenden Büßergesang hinzusetzen. Wtr geben die Hoffnung nicht aus, daß die Ereignisse der nächsten Tage mrd Wochen, die uns den Gewinn aus unserer guten Kriegslage zeigen müssen, eine Stimmungsänderung ein- treten lassen bei uns unb unseren Feinden. Zunächst aber bei uns, denn dann kommt die Ernüchterung unserer Gegner von selbst. Erfreulicherweise hat sich in Ungarn^eine neue, starke Regierungspartei aufgetan, die alles Schwächliche unserer Politik und Stimnnrng ausscheiden und das Ver­trauen auf sicheren Sieg stärken will. Der Führer dieser Berfassungspartei", Graf Julius Andrassy. hat es im unga­rischen Abgeordnetenhaus unter stürmischem Beifall aus­gesprochen, daß das Streben nach Frieden um jeden Preis «daA größte Verbrechen gegen dre Nation" toäre.

Die englische Thronrede.

Haag, 7. Febr. Reuter meldet aus London: Die Thron­rede. lmit der her König das Parlament vertagt hat, lautet folgendermaßen:

Seit dem letzten Male, als ich das Wort an Sie richtete, sind große Dinge geschehen.- Eftrige W.ochu später beschlossen die Ver­einigten Staaten von AMfeckka sich an die Seite unserer Bundes­genossen zn stellen, um!die Prinzipien der Freiheit mrd des Rechtes zu verteidigen. Durch das Vor gelten der Bereinigten Staaten, denen andere Neutrale Staaten folgten, tfi nun tat­sächlich die gesamte tzibilisierte Welt zu einem Bpnde der Völker gegen gewissenlose Uebcrfäfle vereinigt. Dies hat unseren neire Kraft verliehe:: und uns ein neues Verträum zu dem fchtte^i lichen Triumph unserer Sache gegeben. Andererseits ist R u ß l a n d, das durch innere Spaltungen beunrülstgt wirdnutzt, l.mltande ge­wesen, den Kamps d-urchzuhalten, bis die Früchte >einer großen Opfer gepflückt tevdm formten. Iw jetzigen Augenblick hat es aufgehört, seinen Teil an der ylusgabe der Mrierten zu tragen Tie Unterhandlungen, die es mit dem Fseitrde eröffnet hat, haben, jedoch, dazu geführt, m beweisen, daß dre Begierden, die diesen! unglücklichen Krieg bervorgerusen haben, nngeschwacht und. D:ese tragischen Geschphniss e ha^en tazu bei getragen, auf dre anderen) Verbündeten zu drücken. Sie habe:: jedoch die G.usteskraft und die Loyalität nicht berührt, mit'der alle werter dem gemernichaftlichen Ziel zustreben. Mitten in der Verwirrung der wechselnden Ge­schehnisse steht klarer als jemals der Beschluß der Demokrat reu der Welt, einen gerechten urrd dauerhasten Frieden zu sichern.

Auf allen Kriegsschauplätzen taben meine Strertkräfte zu Wasser und zu Land während des ganzen Jahres einen edlen Mut, eme Hobe Standhaftigkeit und eine sich stets ^eichblechende Entschloßen- hert bewiesen. In Frankreich ist der Festch immer wieder glücklich zurückgeworfen worden. und rch emv«te voller Vertrauen oen weitere:: Verlauf des Kampfes. IN Palastma. m Nüesopvtamten sind die verehrunqswürdigsten ünd berühmtesten Städte des, Ostens den Türken entrissen worden, wähvend der Feind m Asrüa oen letzten Rest seines Kolonialbesitzes verlor. Aus allen diesen Kriegs- chouplätze:: haben die Truppen meiner sickti selbst verioaltendeN Gebiete und des indischen Reichs ihren vollen Anteil an den Lasten

Der Ssrerreichlsch-ungarrsche Taaetzbericht.

Dien, 7. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird

verllmtbarl:

Leine besonderen Ereignisse.

' i Der Ehes des t^eneralstabes

^ VT*

und dem Ruhme diesAlsZest gehabt. Im Laust dreses Jahve s nor den die Vertreter :neiner Kronländer und des rndischen Kaste rretch eH zum ersten Ndale -Kur Sitzung des, Kriegskabinetts berufen Eden. Ihre Beratungen müssen von größtem Werte sowohl für me setzung des Krieges, wie auch zu Stärkung der Retchsemheat setn.

Meine Herren Mitglieder des Unterhauses! Ich,danke Ihnen M dir Bereitwilligkeit, mit der Sie die hohen Kinegsam-gaberr bennlligt haben. Es freut mich. Ihren Vorschlägen zu emer besseren Vertretung des Volkes meine Zustimmung geben ziu können tm Ver­trau«: daraus, das; dieses Gesetz einer viel größeren Anzchfl meaner Untertanen im vereintgten Wnigreich eim Stamme oe: der Re­gierung unseres Landes sichern wird als biSl>er und dae nationale EanlKt, die in diesem Kriege so ck)arakteristisch gewesen :st, de fä­higen wird, weiter za: bestehen. Die glückliche Regelung der schlme- rigen Frage des Wioderausbaues in Friedenszertcn läßt tn mar dae Hofftn:ng entstehen, daß trotz aller Kompliziertheit deS, Problems eine Lösung bezüglich der Rcgieramg Irlands mögl:ch stt, über dae est: Konvent von Vertretern meines irischen Volkes gegenwärtig berät. Tie glückliche Fortsetzung des Krieges ist noch unser ständiges Ziel. Mit stolzer Tankbarkeat habr ach dae unoeschwächte Begeisterung wahrgenommen, mit alle Schachten meines Volkes sich jeder Forderung fahr dieses Ziel fugten Und indem sie die letzten Prüstrngen ertragen, die ihnen noch mlstrlegt werden können, ::m unsere Mästcentsaltaang zur vollen ftetfe zu bringen, bitte ich den Mmächtigen, daß er uns fernes Segens teilhaftig werden laste.

Beschlagnahme von Lebensmitteln in England.

Amsterdam, 7. Feör. (WTB.)Mgemcen Handels blad" meldet ans London vom 6. Februar: Lord Rh o n d da hat die örtlichen Lebensmittelkommifsionen ermächtigt, alle Lebensmittelvvrräte der Kleinhändler mit Ausnahme der Genntzmittel in ihren Distrikten zu requi­rieren. Dies ist dre strengste Maßregel, die bisher von dem LobenSmittelkontrollenr angewarrdt wurden

Rücktritt de» Kabinetts Seidler.

Wien, 7. Febr. (Mietd. d. W.K.K. Tckegr.-KorresP.-DüroS.) Das Abgeordnetenhaus setzte die.Generaldebatw über bm Staatshonshalt fort. Am Sitznngsschiusse erklärte der Prairdent. er habe soeben vom Mrnisterpräsideiatei: Tr. v. L? e :dl e r d:e Juxt», teilung erhalten, daß die Regierung dem Kaiser ihre DeEfstonj überreicht habe. Da die lRqgierung sich sonach im Äustosungszultarwe befinde, bleibe uaxfr.cktitutionellem Brauch mchts andres ubvw, als vorläufig die Sitzungen des .Hauses zu vertagen. Dre nächste Sitzung werde auf schristückMM Woge bekaunt gegeben In parlanwntarischen Kreisen verlautet, die Dermmon der Re­gierung sei aus einen Beschluß des Poterrklubs zurückzufutzren, dev ich sowohl gegen bfto Eintritt, in die Speziald-ebatte. wie gegen etn zweimonatiges Budgetprovislvrium aussprach^ wodurch dre MaiorrtM ür das Budget in Frage gestellt morde:: sei.

* * *

Die neue Regierungspartei in Ungarn.

B^dLpcft,6/,FcLr. <WTB.) Im Abgeordnete nhause erklärte in der Debatte über das Programm derRe g!t e 4 (tun g Graf Julius-Andr assy , daß die unter ferner Fu^ ttmg stehende Verfassungspartei sich vor eungen Tagen aufgelchö \xfbz und die große Mchrheit dieser Partei m dre neue Regterungs-, Partei einttete. Andrassy wies sodann auf die Notwerwrgkett yin^ eine starke einheitliche Regierungspartei z-.u büden. Er fagter Jetzt handelt es sich nicht um kteitüiche Parterinteresten, sond^kl die Interessen der Nationen stehen aus dem L-prel. >^ch betrachte jede Frage, die jetzt auf der Tagesordnung steht, ob groß oder klein, nur von dem Gesichtspunkte aus, ob sie die Natron tn oem großen Kampfe, der iwch bevor steht, stärkt. Es Hoopte Vflrc^ jedes Patrioten, bis zur Erreichung eines ebrltchen FrredmÄ. dessen Abschlich nicht einseitig von uns abhängt, dre der Natrost inrtewohnende Kraft zu verstärken, die Kraft, die notroendtg rst. dnrchMhalten, solange die Nation für ihre Existenz kämpfen mutz. Viele wollen Frieden um jeden Prers, das wäre das größte Verbrechen gegen dre N ation. (fetütt Mischer Beifall auf Herden «Seiten «des Hauses.) Gerade lme Memente twürden cun meistert büßen, die man jetzt aufrerzen null, tttn Frreoen: hrn: jeden Preis würde die Vernichtung des Selbstbewutztfems der Nation und die Lcchmung unseres wittschaftttchen Lebens zur Folge haben und die Kraft der Nation für lange Zett lahmen Alle unsere moralischen Kräfte müssen wir veremigen, um dtest« ftrrchtbaren Krieg einem glüÄtchen (Ende entgegenzuführen. (Let» Hafter Beifall aus aller: Seiten des Hauses.) Es wird tagtägltch schwerer, die dazu nötige Seelenkraft aufrecht zu erhalten. Es M zweifellos, daß wir unter dem schrecklichen Kriege v:el zu lnden hüben. Von Tag zu Tag mehren sich die Entbehrungen. D:e Aus- hungevungspolitik unserer Feinde zsiti^t in gewrfser Bezrehung» Früchte. Sie werde:: aber ihr Ziel mcht erreichen. Dadurch werden sie uns nie bezwingen. Sie vermehren viel­leicht funser Leiden, schwächer: vielleicht einigermatzen unfer« tWidmtandskraft, vermehren vielleicht die Zahl jener, die niqu* frieden sind, erleichtern vielleicht die Arbeit derjenigen, bw gewissenloser Werse für den Frieden um jeden Preis agitieren. Unsere Feinde sehen ein, daß sie mckitärisch uns nicht vezwmgar können, und daß auch chre Aushimgerungstaktik zu keinem vollen Erfolge führen kann. Jetzt versuche:: sie durch gewissenlose Agtt^ tioner: und Aufterzungen in Deutschland, Oesterreich und Ungarn rievolutionäre B-ellvegungen zu entfachen. Es :st dta Pflicht der Regierung und aller patriotischen Elemente, gegenüvep dieser Gefahr bis zum äußerste:: zu gehen. (Stürmischer Betfall.)

Budapest,?. Febr. (WTB.) Die unta: dem Namen48er Versassungspartei" gebildete einheitliche Recycrunaspartef hielt h?mte eine Sitzung ab. ft: (der ihre Konstituierung ausgesprochen Kurde. Ministepräsident Dr. Wekerle hielt die Erömrungs^ rede, an deren Schluß er beantragte, zu Präsidenten der Pattes de:: Grasen Julius Andrassy und den Grasen Tllbert Apponm zn wählen Gras Apponyi lehnte die Wahl mit Rücksicht daraus ab, daß er gegenwärtig Mitglied des Kabinetts sei. Graf An­drassy djarnkte in einer Rede, in der er sagte:Unser Ideal tft. die demokratische und nationale Entwicklung miteinander m E:N^ klang zu bringen und die Ordnung und Freiheit zu gewährleisten.^

Die Verwendung giftiger Gase.

Genf, 8. Febr. der gestrigen Sitzung beschloß der Aus schuß des Genfer Roten Kreuzes, an die Regierungen aller krieg­führende:: Staaten eine enevgisck)« .Asufforderung zu richten, in Zukunft aus die Anwendung giftiger Gase zu verzichten.

Der Luftangriff auf Pari».

Berlin, 7. Febr. (WTB.) Deutsche Dom ben ge-, schwader haben in der Nacht vom 30. zum 31. Januar zum ersten Male planmäßig und kraftvoll die L-tadt Paris an­gegriffen. Ter Angriff war erfolgreich. Verluste und Lchaden imch dem anillick^n: ftawzösisck^n Bertckjfte stack.

Tie Strafe, die die Stadt Parts dmnrt erdirldet hat, war hart, aber gerecht: schon vor entern Vierteljahr lxatten wir Frankreich durch Funkspruch gewarrck. die Bomb«umgriffe auf offene deutsche Städte weit außerl-alli der deutsche:: Oreoatiousgebiete fortzu­setzen. Wir hatten gedroht, daß. falls diese Luftangriffe nicht auf­hörten. Paris die Strafe zu tragen babe. Frankreichs Regierung batte nicht gehört. Am heiligen Wechnashtsabend überfteleu feuü>- liche Flieger die offene Strcht Mannheim, sie griffen im Laufe des Januar die offenen Städte Tcker, Heidelberg. Karlsrul^e Rastatt, Freiburg in zweckloser Weise m:t Bomben an. Tie Stunde der Strafe war geformrcen. Frankreich ist abermals ge­warnt, irickst mein tulich Worte, sondern durch die Tat. Und sollte mvch diese trtmmnbe Straft lmborafjel bleiben, sollten wieder­um friedlich- beatitf* .Hckmftäitken durch feindliche Fliegerbomben zu leide:: haben, so :mrd die Stadt P:ris erneut d:e ver­geltende Strafe zu erdulden taten rn eine::: Um sänge und einer Äärke, wie sie rückfälligen Verbrechern gegenüber am Platze ist.

Die Lage ln Ruhland.

Hungersnot in Petersburg.

London, 7. Febr. (WTB.) Neutermeldnng. Tie ^Times" beckchtet aus Petersburg vom 1. Februar, d- in einigen ftaupt^ straßen Hunger u nruhen ftattgeiunden haben, deren Ursache ivär, daß das Gerücht verbreite worden war, daß die Brvtratiory von V* Pfund auf 1 Pfund täglich erhöht worden wäre. Große Menschenmengen versainmelten sich vor den Bäckerläden und Ge­meindeverteilungsmagazinen. Sie mären sehr enttäuscht, als sich d«>s Gerücht als verftülst l^erousstellte. Tie Rote Garde feuerte aus die Aufrührer. In einer der größten Brauereien Petersburgs hinderten in den letzten Tagen Soldtten unb Rote Garde die hun­gernde Menge, sich der dort eingelagerten Kartoffelvorräte zu be­mächtigen. die meist erfroren und für die menschlich Ernährung ungeeignet waren.

Daily Mail" berichtet aus Petersburg vom 2. Februar: Die verfügbaren Lebensmittel reichen noch für acht Tage, bei der Hungerration von ein Vieckel Pftmd täglich einige Tage länger. Am Donnerstag und Freitag wurden die Voerät? geplü d rt Einig« Soldaten und Sedeute nahrnen an der Plürcherung teil. Regie» rm:gsvertreter konnten die bungenche Menge nicht beschwichigen. Kartoffeln werde:: ft":r einen halben Rubel und 40 Kopeken pro Pfund verkauft. Eft: Soldat, der ein Pfund Brot für 5 Rubel ver­kaufte, wurde ertränkt. Das Pfund Butter nürd zu 14 Rubel ver­kauft. Fleisch ist seit Beginn des Tauwetters billig. Das Pftmd Kohl koste 90 Kopeken. Tos meifte Brot ist mit Stroh vermengt. Selbst Sn Krankenhäuser:: gibt es Weißbrot nicht. T:e Haus­suchungen nack) Lebensmitteln taben weiüq Er<p'bnisse. sie ver­mehren die Nervosität der Bevölkerung Tte Aussicht auf Durch- sucknrng von Pckvatwobiruuge:: d:rrch Soldaten und Seeleute der Roten Garde beunruhigt die Bürgcrschft sehr.

Brusfilow verhaftet.

Berlin, 7. Febr. lPriv.-Del.) DasBeck. Tagck»latt" mcktak auS Petersburg: GerterajlB r u s s i l o w ist! «am Dienstag in Mas kau auf Brfthl des hortigen Sowj o t s von der Mniffon v« r ha fte 1

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