Nr. 32
Donnerstag, <• Zebrnar W8
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Eichener Anzeiger
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General-Anzeiger für Oberhesjen
Die lNaximalisten im ttonflitt mit der Nirche.
leb-
das
(WM.) Trotzes Hauptouartier. 6. Tidnmr. (Amtlfth.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgrupp« Kronprinz Ru pprecht.
Au einzclaen Abschnitten der flandrischen Front, in der Gegend von ArmenticreS und am La Basscc Kana! war die Arnllerietätigkcit am Nachmittage gesteigert. Bei LenS haster Mincnkamps. .
An der Scarpe und westlich von Cambrai nahm Artilleriesener vielfach gegen Abend zu.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
ErkundnagSvorstößc des Feindes in den Aegonnen und südlich von Avoconrt wurden abgewiesen.
*
Gestern wurden 7 feindliche Flugzeuge »ud ein Fesiel- baür« abgrschosscn.
Leutnant Bongartz errang seinen LS. Lnstfieg.
*
Mn den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.
Der Erste Generalguartiermelfter Ludendorff.
j* *
Der Abendbericht.
Berlin, 6. Febr., abends. <WTB. Amtlich.)
Mn den Kriegsschauplätzen nichts Rems.
Säe Berliner Beratungen sind vorüber, und' es wird «MgrE, daß sie sich um die Gestaltung der ^ge tm Osten gebäht hatten. Der Berliner ,^okal-Anzeiger' hatte in buMpfyrä^ndvm Tone viel zitiettr Andeutungen ge- macht, wonach toegeu der Ausftände in Oesteweich-Ungarn lund Deutschland „folgenschwere Entschlüsse" gefaßt worden seien, die sich auf den Osten bezögen urrd srch ans cinex «am anderen Linie bewegten als die sogenannten Irre- denSverhandlirngen in Drest-Litowsk. Daran ist etwas BcchreS, tmb die heutige Auslassung der amtlichen „Nordd. Allgem. Ztg." über die neue Berhandlunasphase in Brest bieftatiat es. Es lieat dieser Erklärung gegen dre
.Berhcnrdlungsweise des Herrn Trotzki eine gewisje festig Veit mid Entschlossenheit zugrunde, und res ist anzunehmen, daß die Entscheidung bald erfolgt und die Vttttelmächte über die Folgen des sehr wahrscheinlichen Scheiterns eines Ueber- oinkonrmens mit den Petersburger Gewalthabern sich bereits geeinigt haben. Die Neigung geht dahin, mit den Trotzki- schen Uebungen Schluß zu machen Dafür steht der Friede mit der Ukraine, dre in den letzten Tagen bemerkenslverte kriegerische Erfolge gegen die maximalistischeit Terroristen davangetragen hat, unmittelbar bevor. Das ist aber auch alles an den „schwerwiegenden Entschlüssen" des Berliner „Lokal-Anzeigers". Dieser drohte den Bolschewiki mit einem gcmL unnötig dicken Zcrunpftchl, so daß gewisse Vertreter der MchrheitSparteien des deutschen Reichstags geängstet aus dem HäuSckien gerieten, lvülMnd Hertlings Organ nur sachte, aber deutlich genug, den drohenden Finger erhob Denn es wird Trotzki und seinem Anhang nicht
nur angekündigt, daß der Abbruch der unfrucht
baren Reden zum Fenster hinaus bevorsteht, son dern es wird ihnen zwischen den Zeilen auch zu Gemütc geführt, daß der Friede mit der Ukraine und der sich im Anschluß daran nähenrde Ausgleich mit Rumänen für das weitere Säxicksal der maxiinalistischen Zukunststräumer in Petersburg schon etwas bedeuten! Ihre Macht ist ohnehin im Sinken, und es berührt sehr lächerlich, wenn in der russischen Hauptstadt, wo Mord, Totschlag und Diebstahl an der Tagesordnung sind, mit geivichtigem Eiser jetzt auch die Beziehungen zwischen Staat und Kirche neu „geordnet" werden. In offenen Probestversanrmlnngen mel beten sich schon die Anzeichen eines nahen Erwachens des russischen Bürgertums. In einer aus Men datierten Darlegung der „Köln. Ztg." werden uns die Gedankengänge ber Berlin-Wiener Amtsstellen noch etwas deutlicher verraten als in der „Nordd. Mgem. Ztg". Darin heißt eS u-a.:
„Sodann wird klar, daß auch die Nnterzeichwmg eines Friedensvertrages an den gegenwärtigen Verhältnissen zwischen den Mittelmächten und Rußland kaum ettnas ändern würde, denn die völlige Ungewißheit über die künftige Entwicklurrg der Tinge in Rußland würde den Mittelmächten nicht gestatten, ihre Truppen von der Demarkationslinie zurückzuziehen oder gar ihre eigenen Grenzen zu entblößen, lreil dann die Bolsä)ewiken in den bisher besetzten unb mit einer guten Verwaltung aus- geftatteten ehemaligen russischen Randl ändern sofort eben saus ihre Schreckensherrschaft und heillose Mißwirtschaft ein- richden und auch über die Grenzen yn tragen versuchen würden,. Anderseits ist es keineswegs sicher, sogar ziemlich unwahrscheinlich, daß die Herrschaft der Bolschewiken in Rußland lange dauern wird. Mindestens müssen die Mittelmächte eine Reaktion Rußland in ihre Berechnung stellen, die immerhin einen Versuch, durch Wiederaufnahme der Offensive Rußland ini Innern nndber. zu sammeln, mxictpm könnte. Keinesfalls aber würde bei dem jetzt in Rußland herrfärenden Wirrwarr auch nach der Unterzeichnung eines Friicdensvertragcs an die baldige Wiederaus nähme eines geregelten wirtschaftlickxn Berkelfts zu denke»: sein, denn heute und noch für lange ist in Rußland kein Ersenba hnzug vor Beraubung sicher."
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 6 Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Anrtlich wird verlantbart:
Keine besonderen Ereignisse.
Der Chef des Gcrirralftubes.
Die neue verhandlungrphaje in Vrest-Liiowz?.
Tie Nordd. «g. Zig. schreibt redaktionell mrtvr der Uebcr- schrift „Tie nQre Verhandlungsphass". Attt Spcmwm, nb?r ruhc- jer Erwartung sieht das deutsche Volk aus den WrederbdN >er Verhandlungen. Unsere Diplomaten haben bisher Herrn ^notztt äußerste Geduld und weitestes Entgegenkmnmen bewiesen, um den Russen Gelogcnü-eit zu geben, durch einen Friedender VerloWung und der Verständigung im W^ge des Zwmpvomlffes zu eurer, für beide Länder befriedigenden Lösung zu Lonrmen. ^ brsherrgen Verhandlungen und der bogleitende Ehorns der ruinsclM. Frink- prüche zeigen nicht, daß die Rrlssen dies tgegeirkommen und
ese Geduld zu '.oürdigen verstanden hätten. Ern Gipfclpuntt der Entstellung ist es, weior Trotzki jetzt n.uh Petersburg drahtet, daß die Teutscken die Derhandlurmcn versMeppten.
Berlin, 6. Febr. Laut V. Z. )vi'cd Trotzki rn den nächsten Tagen wieder vorübergehend in Petersburg weilen.
*
Petersburg, 6. Febr. (P. T.-A.) Seit vier Tagen sind die direkten telegraphischer: BeMndungen mit Brest-Lrtow-sk unterbrochen und bisher ist keine amtliche Meldung über dre Frredens- perhandlungen veröffentlicht tvorden.
Die Lage in Rußland.
Plünderungen nnd Kämpfe in PeierSbnrg.
S t o ck h o l m, 5. Febr. (WTB.'> .Irr der Nacht zum 4. Febr. wurde die Hauskapeüe in dem Palais der Großfürstin Marra Pawlowna gepLündett und aller KostbrrrLeitar bevaubt. Jn der gleichen Nacht brach eine ^waffwtte Bande von etwa 600 Menschen m beit verschkdemm Lwuftäden m ocm Wosnes>enskr- Bezirk. Gevlündert wurden vierzehn Fuwelterläden, fteb^ zehn Kl-eivergeschäsLe mb Pier AMheke». Ter , garrze ÄA.rk lourde von Militär mit PcnrzerautonrobUen -mcd Marchinengewehr^t umstellt. Die erbftlerte:: Kämpfe dauerten die ganze Nacht, wobei 120 Personen getötet und eine noch größere Zahl verwundet wurden,
«in Zwist zwischen Kaledin «ud «lexejew.
Petersburg, 6. Febr. (P. T.-A.) Das Smol7w<Znstttut empfing folgende Mitteilung: Zwischen K a l e d i n und General A l e x e j e w brach ein Streit atrs. Mexejew bestand aus der Notwendigkeit eirres nochmaligen Kampfes gegen die Maximo- listen, niclit nur in der Dongegend, sondern in ganz Rußland. Ta Kaledin bekannt ist, daß die Sympathien der Arbeiterklasse und der Kosake:: auf seiten der maxinmlistischen Grundsätze stehen prach er sich für eine weniger unversöhnliche Haltung aus Infolge dieses Streitfalles ist Alexejew, nachdem er nne Armee von 30 000 Mann zusammengezoIen hatte, mit dieser aus der Tongegend äbmarschiert. Das Suwlny-Znstitut ergriff Maßnahmen, um die Marschrichtung Alexej^ws und seiner Armee zu erfahren, um diese Bewegung zur rechten Zeit mifzuhalten — Der große wirtschaftliche Beirat beim Rat der Bolkskommiffare erklärte alle Bergwerke im Tvnetzb.rken, die von ihren Eigentümern verlassen worden sind, für Staatseigentum.
Eine Durchsuchung der dänischen Gesandtschaft. Petersburg, 5. Febr. (PTA.) Gemäß den getwssenen Bestimmtmgen über die d^chs-orsckx'.ngvn nach lstnterz-ogenen Lebensmitteln in den einzelnen Wohimngen, erschien heute morgen eine Abteilung Soldaten in der dänischen Gesandtschaft um eine Turchsnchung vorzunehmen. Der Gesandte erklärte zunächst dem Führer der ^lbwilnng, einem einfachen Soldaten, daß in den Räumen eurer fremden Gesandtsäsaft eine Durchsruhung
nicht vorgerwmmen lverden dürfe. Arrgesütiits des Widerspruches des Führers der Abteilung mußte der GssMrdte sich darauf ern- lassen, mit ihm zu verhandeln, o-hire übrigens zu erreichen, daß die Soldaten von ihrem Vorleben ablreßen. Unmittelbar nachdem der Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten benack)iriäxtigt worden war, schickte dieser einen Vertreter in die Gesandtschrft, der ungeachtet aller abgeyebouen Erklärungen aus die gleiä>e Hart nackigkeit bei dem Führer der dübteiltmg stzi-eß. Dieser nahm dann seine Turchsnick-'.wrg in den Rärrmen der tz^sandtschaff vor. wo sich allerdings Lebens in ittelbeslärrde vorfanden, die jedoch aus Däne mark stammten. Mrs Widerspruch nrehrever Soldateir der Ab teilrmg, die die UTtrockffuräßigkeit der Drrrchffkchnng einrärurrterr wurde fsdock) nichts weggcrronrmen. Der Gearrdte wohnte. der Durchsuchung petsörrtich bei und gab dem Vertreter des Aus wartigen Amts gegenüber seinen Ernsprrrch gegen die Verletzung des Sitzes der dänischen GssandtsÄAff zu Pootokol'l.
Petersburg. 6. Febr. Tschttscherin, der Gehilfe Trvtzkis drückte dem dänischen Gesandten das Bedauern des Rates der Volksbeau ffragten mrs wegen der ungehörigen Durch suchung der Gesandtschaft.
Ein Streit mit der Kirche.
London. 5. Febr. (Reuter.) Aus Petersburg wird vom 3 Februar gemeldet, daß Tausende von Frauen in einer großen Prozession gegen die B e s ch l a g tt c t> m e des Aleran- der-Newski-Klosters prtestierten. Aus dem Woge vom Newski-Prospekt zur Kasan-Kathedrale hinten der Bischof von Petersburg und andere Geistliche Gottesdienst unter freiem Him mel. Ter Gemeindekommissar zur Verteidigung von Petersburg ließ morgens bekanntmachen, daß Prozessionen verboten seien, da sie Anstoß erregten. Ter Bischof und die ülnngen Geistlichen toerden für die Handhrckting der Ordnung verantwortlich gemacht. Soldaten von der Roten Garde wäre:: nicht zugegen.
Petersburg. 6. Febr. (PTA) Ein Erlaß über die Gc Wissensfreiheit der religiösen Gesellschaften, die Tren n ü n g vo n S t aa t u n d K i r ch e'. Absäiasfung aller Vorteile, die sich aus das Glaubensbekenntnis bi'grÄTi-den, und aller Be schränkungen der GetoisseirSsrt'iheft verlüirdet völlige Freiheit der religiösen Rften. Tor religiöse Eid wird ai'gescha'ff und durch eine seterliche Versicherung ersetzt. Tie Effttragvng der El-eschließungen und Geburten geht aus die bürgerlichen Behörden über. Tie Schule wird von der Kirche gettVtnt, der obligatorische Religionsunterricht coufgehobcir. 9llle Kirchengüter werden Volkseigcnrtwn, Gebäude und
Gegenstände, die dem Kultus dienen, gehst <m die religiösen Gesellschaften zu koststlosenr Gebrauch über.
Petersburg, 6. Febr. Aus das Dekret über die Trennung von Staat und Kirche haben die kirchlich gesinnten Kreise ziemlich lebhaft reagiert. Der Patriarch von Moskau belegte die Bolschewik: mit dem großen Kirchenbann. Am Sonntag fanden von allen Kicchen aus feierliche Prozessionen statt, die sich vor de:n Merander-Newski-Kloster zu einein Mmserr-SühnegotteLdienst sammelten. Die effrdrucksvvllL, Protestkirndgebum; wurde von der gegnerischen Seite nicht gestört, Rotterda nr, 6. Febr. Dem N. Rott. Cour, zufolge er- 'ahren „Daily News" mrs Petersburg vom 3. Februare Die Revolution geriet zum ersten Male wegen der Beschlagnahme des Grundbesitzes und der Gebäude des reichen Mcxander-Newski- Klosters in eritsten Streit mit der Kirche. Man braucht die Gebäude ftir wohltätige Zwecke. Als bekannt wurde, daß Vertreter des Sowjets das Klostergebiet mit Soldaten von der roten Garde und mit Matrmen betraten, um das Inventar aufzunehmen, liefen Scharen von Gläubigst aus der Nachbarschaft herzu, und es wurden Protestzusancmenkrff:fte abgehalten. Der geistliche Rat des Klosters beschloß, den Vorfall zur Kemrtnis des Pattiarchen z-v brircgen.
Die Niederlage der Bolschewiki in der Ukraine.
Berlin, 7. Febr. Aus Kiew wird durch Furckspruch bekannt: 2(n die Zenttalräda wurde folgender Funtspruch gerichtet:
In dieser historischen Zeit, wo die utrairrische Nation an der chwelle emes langersehnte:: Friedens und der Freiheit steht, wlll (die Bande?) der Gewalttäter gegen die Revolution und gegen die heilige Sache des ukrainischen Volkes in der Person des Hauptes der Charkower neugebildeten Regierung die Macht und die Friq- den-sangelegenheiten aus den Händen unserer Erwählten, der Go- iteralorrda, reißen. Im höchsten Grade erbost über diese Gewalttat- erklärt das 20. Kvrps im Namen von 50000 Kosaken laut, dahl dlckie Mißhandlung der llkraine seitens der Mächte der V. H. nicht gcdilldet toird ssw es auf den ersten Ruf der Zentralrada auM rückerr:oird. Es wird eher als Heldenleichen auf dem Felde föeütaf* aber alle Gewalttäter von Bolschewik: werden aus der Ukvamü hinaussekehrt.
Ein weiterer Fmckspruch meldet: Ter Aufstand der Bolschewik? in Lisv ist dabei, ganz' unterdrückt zu werdem Alle Regierung^ ansbalten, der Bahnhof und das Arsenal, sind von Ukrainern fte- etzt. Dir Bolschewiki haben bedeutende Verluste erlitten, die llfrttU iter rarr sehr unbedentenide. Die Zentralrada übertrug Goluwowitzj die Bildung eines neuerr Mmisterkabinetts.
Dte Kämpfe zwischen Rumäne« «n- de« Maximalisten.
t Köln, 7. Febx. Der Köln. Ztg. rußolge berühren bße Pariser Blätter a:^ London: Tie blutigen Zusammen., stoße zwischen Rumänen und Maximalisten dauern an. Tie Maximalistsr ziehen ihre Trrrppon von der Front zurück und konzentrieren sie in der Bukowina und Ukraffre.
Die Eröffnung der fibirischen Duma.
Petersburg, 5. Febr. (PTA) In Tomsk Wurde dis s i b i r i s ch e D u m a eröffnet, die bis zur Berufung der sibirischett gesetzgebenden Versammlung die vollziehende Gsvalt ausüben wird. Tie Duma zählt 300 Mitglieder, Vertretender Semstwos, Städte, Gonossenschasten und der Sibirien bewohnenden Völkerichaftc-n, sowie Vertreter der Eisenbahn- und Postbeamten und anderer öffentlicher Einrichtungen,
AuS Finnland.
Kopenhagen, 6. Febr. (WTB.) „Berlingske TidoEe" meldet aus Stockholm: Tie hiesige ftmiische Gesandtschaft erhielt gestern abend die Mitteilmrg, daß die Lage m T o r n e a sehr drohend sei und die Rote Garde aggressiv vorgehe. Mehrere Eisen- bahrrwagcn wurden in der letzten Nacht auf dem Bahnhof aufgebrochen und ausgeplündert. Es komme:: bestäirdig Truppen- mengen mrs Rußland in Finnland an.
Petersburg, 6. Febr. (PTA.) Die gestrigen Abendblätter meldeten: Tie finnische weiße Garde, die von der roten Garde >aus der Gegend von Wiborg nach Nor4>7n gedrängt worden war, hat sich dort wieder gesanrmelt und nach Eintreffen bederitcnder Derstmckungen die Offensive ergriffen. Sie. bedroht Wiborg ernstlich, dessen Garnison Maßralnnen zur Verteidigung der Festung getroffen hat. Die Eisenbahnverbindungen sind abermals unterbrochen. Der Zug, in dem sich Kamenew und Galkiick» befanden- die sich nach Frankreich urrd der SckMeiz begeben wollen, konnte nicht über Tommesfors gelangen.
Petersburg, 5. Febt. Ter GeTreralstab in Wiborg er* ^ielt die Mitteilrmg, daß sich der Generalstab der Weißen Garde m Marbialo befinde. Mteilnngen der revolutionären ftnnlaw* bischen Trrrppen »mrrden aufs Lmrd geschickt. Sie umringten die Sitze der Bürgerlichen und verhafteten diese sämllich.
Die Erklärungen der baltischen Ritterschaften.
Stockholm, 5. Febr. (WTB.) Das esthnische Bureau wen- jdet sich gegen die Erklänmg der Repräsentanten der Ritter^ schäften Esthlands und Livlands. Es erklärt, daß nur die konstituierende Bersammlimg Esthlands das Recht habe, über dis Geschicke Esthlands zu entscheiden.
Amerika und Japan.
i. Köln. 7. Febr. Die „Köln. Volksztg." meldet auS Amsterdam: Wie aus Washington gemeldet wird, erllärte der Vorsitzende der Kommission für miswärtige Angelegenheften im Abgeordnetenhaus, das^ »zwischen dem japanischen Bol^ s ch a s t e r und dem Staatssekretär Lansing en: Noten^ aus tau sch stattgesunden habe, wodirrcb die Mcftmngsverschio- denheit zwischen Amerika mW Japan beseitigt und der Friedeft im fernen Osten gesichert werde ^
Amerikanische Prahlerei.
Wa s hing ton. 7. Febr. (Reuter.) Flood, der Vorsttzendtz des auswärtigen Aussckmsses. erklärte bei Vorlegung der Forderungen für das diptonuitische und KvnsularkorpS. Aftrerika würde »t e t) r Geld für den Krieg in tveit kürzerer Zeft liefern, als es dir Lttmsten Hoffnungen des Volkes und der L^n-bündeten glaubten. Bei der Erörterung der Misftvn des Obersten H«us« wach England :md Frankreich sttllte er die völllge Uebereinstiimmm«


