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Landkreis Gießen.

ul Hungen, 4. Feb. Schütze Otto S«uerroein vvn Ver wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. .Masse ausgezeichnet.

Kesselbach, 5. Febr. Musketier Wilh. Weber erhielt das Hessische Kriegsehren.pichen in Eisen. Gleichzeitig wurde ihm das Karpatbenverdiensdadzeicheir überreicht. Weber ist fdjlcm feit längerer Zeit Jirlxrbcr des Eisernen Kreuzes 2. Masse und der Ernsd-Lndwig-Eleonoren-Medaille.

** Lich, 5. Febr. Auch der Kanmckieu-Zrlchtvereiu von Dich und,Umgegend hat heitte eine Kriegs-Fell sammel- stelle eingerichtet.

Kreis Büdingen.

4 Ortende rg, 5. Febr. Bei der durch den hiesigen Bo ",rrksverband des Alice-Frauenvereins durchgr ührton Schwestern­spende an Kaisers Geburtstag gingen ein: in Bergheim 49,15 Mk., Effolderbach 46,20 Mk., Hirzercharn 100 Mk., Kvnradsdorf 55 Mk., Lißlierg 65,10 Mt., Ortenberg 282,10 Mk., Selters 75,25 Mk., Usenborn 65,35 Mk., Wippenbach 16^>0 Mk., zusammen 754,65 Mark. ^

4 Wallernhaus'en, 5. Febr. Tie Holzpreise scheinen in diesem Jahre noch höher zu merdeit als im vorigen. Bei einer in veracrngener Woche im Walddijtrikt Fintenloch ovrgenornmenen Holzventeigerung wurde für den Raummeter Bucheuscheft durck>- schiuittlich 40 Mk. geboten.

Kreis Lnuterbach.

rr. Queck, 4. Jab. Llm Sonntag Abend fanfr in der Sippel- schen Gastwirtschaft eine von der Leitung der Schlitzerländer Vaterlands Partei einbernsene Versammlung ffjaft, die sehr zahl­reich besucht war. Nach ei cm ausführlichen Vortrag über unsere militärische imd rmrerpolitische Lage bildete sich ein Ortsverein der Vaterlaudspartei mi: vorläufig 17 Mctglied-ern.

Kreis Frieoberg.

14 Weckesheim, 4. Febr. Das Eiserne Kreuz und das Hess. Verdienstkreuz erhielt d§r Landsttrrmmcrnu Otto Stre­de rt. Rodheim. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Gefreite Ru ll in anit. Friedder g. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Unteroffizier Ferdinand Eichler. Dasselbe Ehrrnzorchen erhielt der Landsturmmann Arno .L ö cb n c r. Nied er- W öl! stad t. Das Eiserne^ Kreuz, früher die Hess. Tapferkeitsmedaille, erhielt der Telephonist Arrton Scheidet., Melbach. Die Hessische Tapferkeitsmedaille, früher das Eiserne Kreuz, erhieU der Grenadier .Heinrich 5) eg er. SD cf ft a b t. Das Etserne Kreuz und die Hessische Tapfmckeitsmedaille erhielt der Wehrmann Georg Dönges.

Starkenburg und Meinhessen.

X Offenbach a. M., 5. Febr. In den .Hausihaltsplau für 7918 der preußischen EisendalmverwalNino ist u. a. ein fernerer Teilbetrag von 1500 000 Mk. für die Erweiterung des Haupt- bahnhos-es Offenbach eingestellt worden. Tie Gcsamtkosten sind mit 7 323000 Mk. varanschlagt, für das J-ahr 1919 verbleibt noch ein Restbetrag von 1423000 Mk. zu verivffligen.

Heffen-Nasjau.

mr. Frankfurt a. M., 5. Febr. Die Streikbewegung ist in Unserer Stadt vollständig abgeebbt. Trotz aller Prvpagandaverskiche der unabhängigen Sozialisten legten nur in den allerwenigstenl Betrieben einzelne Arbeiter die Arbeit nieder. Auch der dreitägige Sympathiestreik der Metallarbeiter ist dank der Einsicht des größten Teiles der Arbeiter im Sande verlaufen.

X Hanau, 4. Febr. Durch eine 0 5000 Mark betragende Spende eines ung-ervcrnnlen Bürgers ist es der Stadt Hanaar. möglich geworden, auf dem Gebiete sozialer Fürsorge wertvolle Einrich­tungen zu schaffcir Ein Kinderheim, bestimmt für Kinder solcher Familien, deren .Haussnrnd vorübergehend zur Auslösung gekonrmeu rst, sowie eine Milch'küche sind aus den Mitteln dieser Stiftung be­stritten und heute in Betrieb gencmrmen worden. Das Kinderheim ist in einer der Stadt Hanau bereits vor Jahren durch letztwilliges Bermärli-ttris eines Bürgers zicgefallenen Billa untergebracht und hat eint zwecke,ttsprechrmde ütnere EiTrrichttrng gefunden. Weiter lind die Mitte! der Stiftung verwendet worden siir die Einrichtung einer Mütter- und Säuglingsbercrtungsspelle.

---- Aus der Rhön, 5. Febr. Der Bezirksausschuß Derm-

bach beschloß, das Schloß Zella zum Dtommvermögen der Ge­meinde Zella und die Kemenate Diedorf der Gemeinde Diedorf zuzuschlagen. Schloß Zella sollte in eine Zigarrenfabrik, die Kemenate in einen landwirtschaftlichen Betrieb umgewandelt wer­den. Durch die Beschlüsse des Bezirksausschusses werden zwei geschichtliäze Bandeittmaler rechtzeitig vor Entweihung und Ent­stellung bewahrt.

Shsget'oüM.

(Für Form und Inhalt aller unter die,er Rubrik stehenden Artikel übcrn.mml bie Reoattwn dem Publikum gegenüber keinerlei Leramwortung.-

Die Gewallherrsichatt in Rußland.

Berlin, 4. Febr. ^Priv.-Detogr.) DieBvssische Ztg." meldet

aus Zürich:Utre Messij" wird aus Nv-wo-Tscl-erkask berichtotl Aus den früheren Kommandartten des Petersburger Militärbezirks^ General Polkownikow wurde ein Attentat verübt. Der General wurde schwer verletzt, zwei Begleitoffiziere wurden leichte» verwundet.

General Jäsivkiowicz, Kommandant des 1. polnischen revo-- luttonären Schützen re gimentt-, ist von den Bolsck-ennki auf entsetzlrche Weise ermordet worden, >weil seine Truppen sich wngerttDi,- gegen die Ukraine zu marschieren.

In Ihrem Bericht über die s oz ia l de m o krati s ch e Ver­sammlung (am Sonntag) haben Sie .das Schlußwort des Herrn Abgeordneten Müller etwas summarisch bel^andclt. Dadurch ist aber eine wichtige Erklärung des Herrn Müller unbeachtet ge­blieben, daß ich sie nachholeu will.

Herr Professor Urstadt wollte .auch den Frieden ohne Air- n-qrimteri und Kontribultion.cn aber er möchte doch damit den Feinden nicht einen Freibrief für alle Zeiten ausstellen, WQM sie doch den Krieg fre:>el sxrst verlängern wollen. In diesem Falle aber will Herr Urstadt Entschädigungen geltend machen.

Dagegen sagte aber Herr Müller ausdrücklich, daß die sozial­demokratische Partei bei ihrem Kriegs ziele bleibe (also ohne Ent- schülügmrgen), auch wenn die Fei. de den Krieg sortsetzeu sollten (was ja nach ihrem Beschluß in Paris gelchieht). Tie Sozialdemo­kratie so erklärte Herr Mcüller gehe auch, wenn der Frieden nicht angenommen würde, mcht von ihrem Grundsätze: O hn e An­nex io n e n u nd Ko n t ribu t ion en ab.

Bon der ganzen Rede des Herrn dläüller scheint mir diese Er­klärung die weitaus wichtigste, da sie für Amerika, England, Frank­reich einen Freibrief für die mutwillige Verlängerung des Krie­ges bedeutet. Ein Bersammllmgsbesucher.

verrn Achtes.

* Berlin. 4. Febr. (Priv.-Tel.) DerB. Z. .am Mittag" zufolge strengte der Schuster Wilhelm Boigt, letzt Prümtter in Luxemburg, der alsHaupt mann von Köpencck" b& rühmt geworden ist, beim Landgericht l in Berlin Klage gegen Frau Gertrud Werll-eim an, weil diese die ihm seruerzert aus-r gesetzten Rente von 109 Wirk monatlich seit dem Konkurse ihres Mannes Wolfs Wertheim schuldig geblieben ist.__

Letzte riaehrichtcn.

(WDB.) Großes Hauptquartier, 5. Februar. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Bon der Küste bis zur Lys Artilleriekampf, der ft# am Abend an der Balm BoesinMStaden bei Abwehr eines englischen Vorstoßes, sowie zwischen Pasjchendaele und Beee- laere beträchtlich steigerte.

Auch südlich vrm der Lys, am La Bassee-Kanal und an der Scarpe lebte die Feuertätigkeit zeitweilig auf.

Hei crfolgrestben Erkundungen südlich von Armeniens und hei Graineourt wurden einige Engländer gefangen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz

BadiM Stoßtrupps drangen südlich von Beaumont vis tief in die französischen Stellungen, fügten dem Gegner schwere Verluste zu und kehrten mit dreiunddreißig Gefange­nen und mehreren Maschinengewehren in ihre Linien zurück.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Auf den Maarhöhen, rötdlich> und südlich tnn St. Mihiel lebte die Gefechtstätigteit am dtachmittage auf.

Von den arweren Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Generalquartiermeifter

9 ii h t n o r f f.

Der seiner Zeit schwer verwundete McrxiM Gor kr bestnÜL sich außer Lebensgefahr.

Tendenziöse russische Verichterstatlung.

Berlin, 4. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Einen nene-n Be­weis für die tenpen?>iösc wahrheitÄvidrige Information der Oes- Örtlichkeit Rußlands und des gesamten Auslandes gibt ein Acle- gramm der Petersburger Telegraphcn-Agrntur über die Verhand­lungen in Brest-Litowsk vom 30. Januar. Tort wird als Begrün­dung für die Teilnahme des bayerischen Ministers lNra^ fen Podewils an den Verhandlungen angegeben: Seine An-' Wesenheit ist die Folge fan; gegensätzlichen Halt u n a, die von der bayerischen Presse aegerrüber der Berliner Polttir em* genommen worden ist. Ein Kommentar hierzu ist überflüssig.- Ter Bericht bringt dann auch durch die Veröffentlichung v«r'' W. T. B. wiedcrgegebene Erklärung Trotzkis, wonach er seitgestellt habe, daß der von der Petersburger Telegraphen-Agentur ver­öffentlichte Berickst über dst Sitzung vom 28. Dezember, der eme Darstellung enthalte, aus Petersburg niemals abgeschickt worden sei. Tie von der deutschen Presse fälschlich gegen die Petersbur^rl Telegraphen-Agentur erhobene Anllage richte sich also gegen dre. die dieses Telegramm nach Stockholm oder Berlin gesandt hätten.

Hierzu kcmn mitgeteilt werden, daß senes Telegramm zuerst in der dänischen Presse am 3. Januar durch Ritzau's Bureau vev- bveitel worden ist. Das cm dieses gerichtete Originaltelegramml ist unterschrieben .Mjesttrik" (das ist der russische dtame der Agm--- tur) und ist datiert aus Petersburg vom 2. Januar.

Die sck)ivedische Schiffserpedilwn nach Finnland.

Stockholm, 4. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der BefehlZ-. Haber der schwedischen Schi fssexpedition nach Finn-, land, die die Skandinavier dort abholen soll, tollt radiütels^ gnaphisch mit, daß am Sonrttag V 2 I Uhr von Raefsoe beit- Maenttyoto Granat sener gegen das vorderste Schiss ervtsnet wurde. Ungefähr sechs Granaten explodierten im -Eise etwa 1000 Meter vor dem Eisbrecher. Nach vier Stunden kamen russische Matrosen und Bertrtter der Roten Garde an Bord des Kanonen-? bootesSvenskund" und teilen mit, daß die Russen die Schiffe mft scharfen Schüssen angehalten hätten, well sie den Mbrecher für den von Finnland entflohenen EisbrecherLampe" gehaltai hätten imb befürchteten, daß die Schiffe Truppen Mid Waffen führten. Tie Schiffe mit Ansnalinre des KanonenbootesLvens- kund" erhielten darauf die Erlaubnis, in den Hasen von Maent- ltzoto einzulausen.

Die Opposition gegen Clemencean.

Bern, 4. Febr. MTB. Nichtamtlich.) Tie Tätigkeit btt; französischen Sozialisten gegen Clemenceau dauert an. Die: Deputierten Moutot und Ren-audel brachten eine Interpellation über die Bedingungen du, unter denen die Mllitärftcstiz ftmk^ tioniert Sie gehen dabei von der Tatsache «ans, daß Clemenceaui am 24 Dezember 1917 als Chef der Mllitärjnstiz den Genera!! Duball ersuchte, den durch seine schürfen nationalistischen Ansichten: bekannten Oberst Favart als Vorsitzenden für eines der Pariser Kriegsgerichte vor dem die Skandalaffären zur Sprache kommen werden zu bestimmen. Tubail weigerto sich unter dem Hinweis, daß seit der Treysußaffäre Vorsitzende und Richter der Kriegsgerichte halbiahrlicb im Voraus bestellt werden. Clemenceau stand erst von seinem Dorhabeir ab, als Duball seine Enllasffmg anbot.

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