Die Schreckensherrschaft in Finnland.
v^-^E>ckholm. 4 Febr. Nach Meldungen der Stockholmer «rattrr nanmt bie Schreckensherrschaft der Noten Garde in H el - NnHsors immer schrecklichere Formen an. Die ganze Nacht him- rurcr) kmck man Osvedr-eiker. Auch in letzter NLcht wurden wieder m ch rr re Bur«rr E^i.n. Nach Angabe der Gisenkchrcheamten **rr-rl '^E^Ga.tzc oud) tn Hclsingfvrs Unteruütziiiig durch dv rnUrschen Truppen urcker Befehl eines Kommissars. Unter r en heute na.ck?t Ermordeten befindet sich auch ein junger Arzt, der rm RoterELAlzk-Kra nkenhcm se an gestellt war. Nach Berichten von Angenzengen wurde der frühere General der finnischen Garde LUsdehiclm, der i«h, obwohl schon fiebrig Jahre alt, tapfer gegen die chn lckenallenden Soldaten der Roten Garde verteidigte. k 011 Utwermacht rÄerwaltiigt. getötet, dann mit Bajonettstich'n durchbohrt und rn einen Sack gesteckt. Tie Kriegsabteilung
£-fJL5* u Li vlkskommissariats hat die russischen
Soldaten durch Order anfgefordcrt, die Rote Garde Ln
Finnland zu unterstützen.
Die Berliner Beratungen.
derlin, 4. Febr. (Priv.-Del.) Wie bekannt, ist heute erno Anzahl hoher Politiker und militärischer Persönlich- kerten in Berlin eingetroffen Die Verhandlungen erstrecken sich, rvie wir hören, einesteils auf die Ernährungs- agen, andernterls auf unsere Beziehungen zu unseren östlichen Gegnern und insbesondere ans den erhofften Friedensschluß mit der ukrainischen Republik Be rlin^ 5. Jan. 3m. Konferenz Ludcndorff-Kühlmann- iwnm sagt der „So Pa laus ei g er". Jedenfalls dürfen wir vorauf vertrauen, daß die Berliner Besprechungen einen rascheren' Verlauf nehmen werden als diejenigen von Brest-Litowsk Gene- ral Su^ndorff, der zu ihnen hierhergekommen ist, wird es wahr-, fchernlich ziemlich eilig haben, recht bald wieder ins Große Haupt- quartier zurückznkehren.
In der „Berl. Volks ztg." lieft man: Alle Boraus- letzmrgen und gegeben, um mit der Ukraine, wenn nicht Unvorhergesehenes dazwischen kommt, binnen kürzester Frist Frieden zu schließen.
^ reuZz eitun g" hat Anlaß, eine Darstellung des
für zutreffend zu halten, nach der auch die rumänische Fr a g e lert einigen Tagen in ein neues Stadium getreten sei. wcan glaubt, daß dye rumänische Regierung durch die Ereignisse ocr letzten Zeit eines Bessern belehrt, nunmehr entschlossen sei, aus chrer haltlos gewordene Lage die Konsequenzen zu ziehet und, dem Beispiel, der Kiewer Rada folgend, sich von Rußland und lernen Volksgeiwnen losxutösen.
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Die „Mordd. ALgem. Ztg." über Kurland.
"^ordd. Mg. Ztg." wird über die knrländische —«rndesversammlung und ihre Entsckließung eine Mitteilung twn guturtterrichteter Stelle veröffentlicht. Diese Landes- veesanrmlung faßte eine Entschließung, die lxscxgt, daß sie den sckMtz und Schirm des Deutschen Kaisers mrd des Deut schrn Rckches erbitte und Vertrauens voll als dir von der Bem>lkerung Kurlands entsandte Vertretung ihr Geschick ^ Hand dos Deutschen Kaisers und der von ihm ern- .resetzten Verwaltung lege. Außerdem bettet sie darum, einem EL^rMitte gewählten Landesrat zum Ausban ihrer geschichtlichen Vertasiung trnd TKrlnalttrng stellen zu dürfen iMnernsam mit der deutschen Verwaltung an viele ^ 'lmverständlich, heißt es in
.3^ ' lOTe behauptet werden darf, daß ^ Willen der Gesamtbevölkeruna Mrr Aarsdmtch bringe, da er auf vollkommen versassunas Mgn Wege Mtandegekvmmen ist. Me Schichten der ^v olkvnmg sin d berauaezogen. 'Die Gesetzlichkeit der zu- ltandogekommenen Besc Mfle tst n icht zu bezweifeln.
Die nationale IwaugSrationierung in England.
Nach langem Zpg^rn hat das britische
MwBSkabmttt beschlossen, nnt tunlichster Beschleunigung die n 7* iL KLV r a i n X e r u 11 9 einzuführen. Rhondda Sr T^^ ,f 010 v 81 - er hofic, daß die von ihm
und emige anderc ^ Turnkte angeordnete l okale Ratio- ni^mg Anfang Man durchgefühtt fem werde, wmanf sofort Maßnahmen ergrrfien werden würden, daraus eine einheitliche Ratio- Smrze Königreich zu entwickeln. Anscheinend sollen ^L Öer, !l?? RattomccnngÄwzirke, in die das Land einqeteilt lo abgegrenzt iwrden, daß in jedem derselben die we sentliche n durchs dazu bestimmte Landwirt- ^chen. T« Schapung eines nationalen ^ebeNZMittel-Clarrng-Hause ru Änidon soll lediglich dazu dienen B nngegrmen werden könne, wo die Bestände un-
^ ^ «^«-nEver-
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LanSdowne» Tiitigkeit.
'o 5 ' ^t T ‘ ® ie bie -.Mornrirg Post" melict, ™w,,r^. b sdvwoe rnm den Gewerkscdafton in
Manümsirr. Binninghan, nnd Glasaow Einladunff-n »i
'^ n Mehrfach dar-,csegten (SruX ernet Berstandrgung mit den MittelmächLeir.
eim sicheres Gefühl der Stärke, Vir Vekräftigt Witt» durch die Eiw- lieitlichkeu der Anschauungen.
der Gewissen und des Willens erstncbt als ein- zV«s Zwl dre Vetteiidigung der zivüisiettcn Völker gegen das brutale ^»orhaben der Unterjochung der Wett. Sie setzt den Gv- walttarM-etten des Frigides jene Ruhe enlgegert. die der Besitz der höchiüen^und immer neu ergmrznn: Energie ihr verleiht. Tie großen Soldaten unserer Demokratien haben sich durch unveraleich- llch.' Helrxmluger^den ihren Platz m der Gefchicküe schon bestrmmt.
edle Startd-Hafti^keit jedoch, die unsere Zivilbevölkerung bei den furchtbarer, Pnifungen jtidcu Tag bekurrdet, bestätigt nicht mmder als der prächtdge Schneid unserer Arm«, welch einen mooa- lrscl-en Sit^g der militärische Endsieg der befveienden Entente glor- rerch verkünden wird."
Französische Klage über die Mifterfol-e de» Verbände» zur See.
„Journal du Che x" sckireibt am 22. Dezember. 3md Ereignisse von nicht geringer Bedeutung haben sich soeben in der Nordsee abgelprelt; sie zeugen von eirver ge- nnssen .Kühnheit der deutschen Marine urrd sind leider nrcht gerächt worden, was die Deutschen geiniß zii einer Wiederholung veranlassen wird Will die deutsche Marine sich auf diese Weise für ein ernsteres Vorhaben einüben? Dann hieße es allerdings scharf aufzupassen. Inzwischen frohlocken dre AdmiraliM und die gesamte deutsch Presse über den vollcht Siog dicht vor der englischn Küste und bei den Shetlandinseln, wo man doch mit gutem ReM annehmen dürfte, es sei eine bessere Ueberwachung organisiert gervchen. „Die feindlichen Kräfte zogen sich unbehelligt zurück," — berichten die Engländer, die neuei^ings kerne Wahrheit scheuen. Dieses Argeständnis zeigt gerade den ganzen Ernst tneses ttaurigen Vorfalls. Me ist es, bei den sehr beträchtlichen Seeftreitkräften, die dem Verbände zur Versügu.ng stehen, überhaupt mö^glich gewesen, daß der Feind dre neutralen Dampfer und die'Begleitschiffe hat versenken können, ohne daß die imposante Mach, die sich doch in dieser OKgech befirtden mußte, auch nur aus dem Kampfplatz erschau wäre? Am selben Tage konnte ein ganz ächlicher feindlcher Angriff mit demselben Erfolg an der Tpnemündung^ ausgeführt werden. Und es ist lwch unver- au£ ^ herbei kein einziges englisches Kriegs- schfs de?, feindlichen .Kreuzern den Weg versperrt hat, denn man hätte vollauf Zeit gehabt, sie zuberiachrrchttge?!. Die Deutschen sind berechigt, sich dieses Doppelersvlges zu freuen, zumal der Abfall Rußlands eine ganze Anzahl Kriegsschiffe frermacht, die bis jetzt in der Ostsee festge- balten wurden. Die zunehmende Kriegstättgkert gibt sich bereits auf zienilich drohende Art zu erkennen, wie es der erste Lord der britischen Admiralität selbst zugibt Sir Eric Geddes hat sich nicht ZcsckMrt zu sagen: „Die U-Boote ver- mchten mehr Darupfer, als wir bauen können" — eine Tatsache, deren Bedeutung keinem entgehen wird." —-
Das Ergebnis der Versailler Konferenz.
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Unter diesen Unrsttinden lrEei lkrrr-rseor als seine nrnnitlrlbvre Pflich, vjc 2° li ™Wter emroic X'burrf,
oeil de. ÄUuerte» slchlNMit.eloen. Diese Arbeit wird fernerb-. >i getm? werden m üssen, b is sie bei den feindlichen Regierungen und Bolkei^^en (^mnungswvchsel herbeifickmi. der Ausfich- auf
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daraus hrirmrÄausen, dar, ine ,ürntlichen Prrnrwien derren ,
derchÄsen, die knitterten enijEchsen sind nutritiv
der GerechtrLt'^'L «ft*?
»rn^ben Hofften bet Natrorren, dem oasteifiwn MllittrrismuS
•Zv eTttftfteitattffen ine der Mat getroffen hat, umfassen nickt pralle mUttarrschen Angel egercherlen der «mn, J^St rln.
fie lrtreffen mÄnchmderr che
nNd Virksamstr V ere? n her l l, chu ng sämtlicher Anregungen der m, Lamm grgeu die Zentralstaaten vereinigten Mächte unter bet A-ntrolle d« Rates ^e Befugnisse des Rate« mäS S
b, L ,m r.l f0 °T^ r f- mawtI ° a-ckaesteUien öhmbfätrebrt wIü,f*Di®nf^twtö bet Einheit der Mion nnrrdcn in konkreicr mts vraktuchet Werfe auög.önu In all drefen fragen ist nach emgehendiier Erörterung der cin»usch,agenderr Ärlilik und dar N^ma«« Ve, eme lkmrmrn« . r#.elt wachen. Bol,ständig^
und den leitenden Mrli-
icheremftonmerch gefaxten Bochlirrse. tztenmS crmdchst nntz ollen
Der Zeettleg.
Rene N-Bovt-Ersolge,
Berlin, 4. Febr. Der feindliche TranspvrrvertDhr nach dein Orient und Italien wurde durch unsere U-Boote rm mittleren und bcsmiders im Mühen DeiLe des M i t t e l - meeres durch Bernickchung von vier Dampfern und vier Seglern wieder erheblich geschädigt. Einer der versenkten Daurpfer scheint der Oemaffnete englische Dampfer „Ha??tpswad" (3447 Donnen) gewesen zu sein. Der vernicbtete italierrische Seg:er „Gnifeppe" hatte Phosphat geladen.
Der Chef des Admiralstabes der Mwviw.
Berlin, 4. Febr. (Nchtamtlich.) Ueber die Ver- “ J 1 9 vv n Phosphat wurde schon öfters berichtet. Es zahlt zu den Düngemitteln, die über See in die feind- lrchen Mtttelmeerlander geführt werden müssen, um dort die finkenden Erträgnisse der Landwirtschaft zu steigern. U-Boot- Krreg und ^chufsraummangel verursachten in dem vergangenen ^ahre einen gewaltigen Rückgang der Einfuhr pkwsphat- halttger Düngemittel nach Italien. Diese fielen dem „Eco- nomnr d Jckalra" vom 5. Januar zufolge in Genua, dem Hailpreinluhrhafen Italiens, von 98 638 Donnen im Jahre i 91 ? auf 38578 Tonnen im Jahre 1917. Daraus folgt klar der Schaden den die Ernährung unserer Feinde auf diesem mittelbaren Wege erletdct.
Rn§ dem Reiche.
Die Verhandlung gegen den Abgeordneten Dittmann.
Berlin, 4. Febr. Bor dem außerordentlichen Kriegsgericht sur Berlin 2 stand heute Termin gegen den Reichst«gs- abgeordneten Wllh. Dtttmann cwmrb-b. Soz.) Dcm BvrM süßte LairdgenchtsdirektMr.Laue, fbie Berwidrgung führten die Rechts- anwälte vaast^und Dr. verzfeltz. Die Anklage lautet auk Landesverrat, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Uebettretuna der Vcrordmmg wonach den Mitgliedern der Streikleitung rede Betäti-- gung unterlagt iü. Der Angeklagte ist Porlefiekretär der unabhängigen Soz<aldenrskrat-cn. Einem Bericht der Frankfutter entnelrmen nnr: ^
Der Angeklagte erklärt sich für nichr ichuldig. Wie er aus Befragen erklärte, war er Bbttglied des Aktio-nsausschufseS des Arbetterrates: der Aussch uß habe aus 17 Perivnen, 10 Männern einer Frau rrn-d sechs Mia>sragsaö geordneten bestanden.
, . ^ v r s i tz end e r: Sie als Reichstagsabgeordneter lverden doch keinen Zweifel darüber 'habeic, datz es eine verbrecherisch? Döltia^ kett ih, warn die Arbeirer in der Zeit, in der das Vaterland in schlverem. Kriege steht, Deutschland in den Rücken fallen. Deshalb^ 'müfien die Regierung und die Heeresverwaltung mü allen Mitteln, gegen solä>e schjwrwe Verstöße gegen das Gesetz Vorgehen..
, Auge kla gter: Aus mich trifft dies nicht zu. Ich habe auch ÜFtdem ich nicht mehr an der Hobelbank stehe, mich stets än-gstliäl geh ulet, den Aabeltern zu sagen, ob sie streiken oder nicht Nreikel, sollen. Dies ist Sache der Arbeiter selbst. Und ich habe auch nichts ^r Förderung oieses Slceils getan. Die vom Borfitzenden betonte gefährliche Folge 'trifft'auch in diesem Falle tniäF denn es handelt sich hier nur um einen DemvnsrrationSstreif und zur Bekundung des,Willens, sah -wir keinen As.mexwnsfiie.den, sondern einen BeritmrdlMmgstncden schließen möclüen. Ter Streik sollte auch mir drei Tage oauern, und wenn die Regiernnp in die erbetene Ber-. Handlung erngetreten wäre, würde er auch mir drei Tage gedauert: haben. Er 'war nur als politisch^ Demonstrationsstneik gedacht.
, L^-^?cnder: Ob ein Teinonsttattonsstteik oder nicht, ist egal Tatsache ist doch, daß \n einer Anzahl von Krroasbetrieben ein Visier Teil der Arl^ter gestreikt h.rt und die Betriebe lahmgeleal «ne Bwogimst ausbrrebt, so ist es doch ein gefährfiches Spu-l mit dem Feuer, selbst wenn er mrr ztveiTaae dauerte: denn es kann ni -mmrd dafür emftcfom, daß man bie Arber- SjJf«? vwrd bat, dag dieB-ew?gung nicht ins Ungemessene an-
bummer inc Gej-ahr nahe: „Die Geister, die ich riifr werde rch mm mchl los." . ^
Angeklagter: Als intellektueller Urheber des Streiks ist n<uh un^rer^Anncht -derr von T i r p i h anzuspnechen <- Z'V-J'bt’nbcr: Exzellenz von Tirpitz, der doch große Ver- chknste chai, mag m ferner politischen Tätigkeit nicht Ihrer Ansicht
chrts^echan. Wenn diese Tätigkeit ^ne Arbeiter «mfregt, so wäre eS doch Ihre Pflicht, msi allen Mitteln dagegen zu arbeiten, daß diese Aufregung nicht in einem allgemeiner Streik Ausdruck findet.
^p«eklagter: Daraus hat der Einzelne keinen Ernfttch. Aus oresem Grirnde sind auch die Vertreter der Gewerkschaften abserts von dem Streik geblieben.
Den Angaben des Angetlaglen widersprachen die vernommenen Wiylwiiite!. Sie erklärten, daß der Arrgeklagte vor der wis mehreren tausend Personen besteherlden Berfammlung. die polizeilich lerrgemekdet gewesen sei, den Stteik behandelt und gesagt habe: „Wrr nuifien den Streik Hochhalten." Bei seiner Mifühning habe der Angeklagte Widerstand) geleistet, und die Menage sei sehr aus ge- regt geworden. Ter Arrgeklagte habe um sich geschlagen «rd habe Nch gewelTrt. Am Schlüsse der Ansprache des Angellagten habe die Menge „Hurra" geschrieen.
Nach zweisllwfiiger Beratung des Gerichtes venckiwdete kurz vor o Uhr der Vorsitzende das Urteil: Der Angeklagte gehöre als Mitglied des Reichstags der Parte: der unabhängigen Lozialdemokraten an, deren Grundsätze im schärfsten Gegensatz zu. der Weltansck)<urung der bürgerlichen Patteim stünden. Sie eritrebe die Herrschaft der Arbeitermassen ähnlich wie die Maxi- mallsten in Rußland. Tiefe politische Beivegun-g habe auch nach Teutschland übergegriffen, '»oie die Flugblätter bewiesen, die der Angeklagte zum Teil nrittmterzeichnct habe. Durch diese sollte der revolutionäre Br«den vorbereitet werden. Tie Arbeiter wollten bmbicrffc den Frieden, ihre Arbeitsein sbellung sollte die Re- gierurig zwingen, Frieden zu schließen, selbst unter den vom Feind au perl egten Bedingungen.. Ta her habe der Stteik einen revolutwnären Charakter getrabt. Ter Angeklagte habe zur Aufrechterhaltung iirtb Weiter Verbreitung pes Streiks germrkt und tnotz das vom OberÄomnramdiersndrn erlassenen Verbots die Massen Mm Festhalten am Streik mrfgesiordett. Tos Gericht habe aus der Gesamtheit der Berh»rvllrng die Ueberzeugung gewonnen, daß der Angeklagte als Mitglied des Mrionsausfckmsses des Arbeiterrates gegen der: chm bekannt gegebenen Befehl des Oberkommandierenden. \\&; in die Versammlung begeben mrd dort gespwckwn habe, und zwar nehme das Gericht auf Grund der eidlichen Bekundung der drei Pollzeiboamten mr. daß er gesagt habe: „Wir müssen den Ltreik lwchhallm." Auch dem Widerstand nehme das Gericht als erwiesen an. Ter Angeklagte habe fick durch fern Btthaltvt des versmßten Landesverrats und des Vergehens gegen das Verbot des Oberkomniandierenden schuldig gemacht. Mildernde Umstände Iwbe ihm das Gericht bewilligt und die Bekundung einer ehrlosen Geimnunq verneint, weil das Gericht ihm! geglaubt habe, daß er nicht beabfichckgr habe, durch fern Verhalten den Erfolg herbei-, Zufuhren, daß Deutschland zerschmettert werde.
Tirs urteil lautet auf Grund dieser Erwägungen auf fünf ^ ^ b,r e (V estungshaft locgen versuchten Landesverrats und 'wer Monaten Gefängnis wegen Widerstands.
Sk* Stadt und (attd.
Gießen, den 5. Februar 1918.
** Auszcich nung Der Pionier Heinrich Weiden- haus ercholt das Eiserne Kreuz S. Klasse.
L.U Von der L a n d e s u n iv e rsi tSt. Der außer- mrbentlrckp Professor des derrtschen Rechts in Rostock, Dr Eb wr n M a yer- H o rn der q , wnrde -Mn ordentltcheir Prnseslvr in der juristischen Fakultät der Landeiruurversitäl Gresten ernannt. Er tritt an die Stelle des »ach Halle qehen, dear Puch. Dr. Hübner.
r. -T Prnvinchalonsschnßder P rovi n z O der- bci)cn erkannt? tn der Sttzun« ts>nt i. t»-. Mis. m der Ent« etannnassachr von Frtedderg dahir.. daß ftü^ da-,, an MKw«, der Schlhelmsrrahc von der Staat bendtigte „Straßen"- Gclairbe chmatz der jchon dar elwa 2V JÄdren »rft«-sirlll«r Bau lluchtlune w ^.Mk. prv cflv für das cm die Bismarckstvafte stoßende Ä das Mt Festsetzung der Msmarcksttaßensluchtlinie im Jahre 1895 Barrgelände war. je 8 M. inv qm von der Stadt M Unter neTimerm tzu Een rim>. Gesetzlicher Norschriv zufolge ta&t die. üiii e rrtc|ra die Kiostmr des Berfahcens. — In etnamm liBiger schvebenden Patentenl^iehungssv cke hatte der Äe^ terlmte kurz vor dem Termin die Erklärung abgegeben, daß er ans tte Ausübung des Patents und die Rechte aus diesem verzichte; dem Antrag bn klagent^i Bchörde, die BerbanÄ.ung cwSzusetzen, um erne lleu^rung der Diszivlinarbehörde darüber zu veranlassen, ob, ckttc mit der Zurückgabe des Patentes fei, oder aut
^urchsuhrurkg des Verfahrens mit förmlicher Entziehmra des Patents veftehe. wurde statckgegeben. — In einer aus dem Büdingen Bezirk anhängigen Klage eines f^fennnrckvnrtsimLglieds, das sich trotz mchtsiackTen unentffchuldigten Fernbleibens von denj iGemeinberatssitzungen zu Unrecht mit einer Ordmurgs- graw belegt glaubt«, hatte der Betmssrne die Zurückmchmr der Klage ercklätt, so daß es nicht zur Verhandlung kam.
, ** H e b e r f a ft r c Tt. 3n ter Rahe des Bahnhofs wurde gestern vormittag ein Mann aus Köln von einem Straßenbahnwagen überfahren. Er befand sich mit Frau und Kind auf dem Wege zur Bahn und wollte kurz vor dem Wagen mxh btc Geleise überschreiten. Während Frau und Kind dies gelang, wurde der Mann jedoch von dem Wagen erfaßt und vor den Augen feiner Angehörigen überfahren. Der Bedauernswerte wurde in die Klinik verbracht, wo er bald daraus temen schweren Verletzungen erlegen ist.
* v ZuckerauSgabe. Der bi d?n Kleinhindferu der Stadt Greßen bestellte Zucker für Februar 1918 kann vvn Mittwoch den 6. d. M. gegen Vorlage des BestÄlausweises
Zltckerkarte und MLieferung der Zuckermarke Nr. 2 nt Empfang genommen werden. Siehe Bekatmtmackitna rm Anzeigenteil.
** L an dw i r tscha ft liche B e xsa m ml u ng. Wä^ rend des Krieges mußte naturgemäß die lmrdw. Bersamm^ ungstätigkeit erheblich eingeschränkt we,Den. In vielen Kreisen der Landwirtschaft besteht aber das Bedürfnis, näberr: Mitteilungen zu erhalten über Fragen, die für die Landwirt- ichaft während und nach dem Krieg von besorrderer Bedeutung sind. Die durch die Verhältnisse bedingten Schwierige leiten im landw. Betrieb haben ebenfalls das Bedürfnis zu erner Aussprache der Landwirte mit ihrer landw. Beruss°- vertrelung hervorgerufen. Hierzu ist in einer von der Lrnd^ wirtschaftslammer auf nächsten Donnerstag den 7 Februar ncchmittags 2V, Uhr, im Turnsaal der Augustinerschule (Gymnasium) zu Friedberg stattfrndenden landw Versammlung zu der alle Landwirte eingeladen sind, Gelegenheit Die Versammlung wird erngeleitet durchs einen Vortrag des Derrn Oekonomierats Dr. Hamann-Darmstadt über Die Laudwirtsckaft während und nach dem Krieg". Im Anschluk daran ist allgemeine Aussprache. Näheres ist aus der in der SamstagMummer dieses Blattes veröffentlichten Anzeiae tu ersehen. H 6
r X-Neue Telegraphen-Fernleitung. In den Haushaltsplan der preußischen Eisenbahnverwaltung ist für das Rechnungchahr 1918 auch ein Betrag von 69 000 Mk eingestellt worden für die Herstellung einer Telearadben^ Fernleitung von Berlin nach Gießen.
** Holzversteigerung. Montag den 11 Februar 1918 werden in den Waldungen der Stadt Gießen im rmttt« UtH-tfUmS
** Ern abermaliger Bicrausschlaa Rack, erner neuen Verordnung des Kriegsernährungsamies ist der Rrerprers um 3 Mk. pro .vekroliker erhöh, morden Die hresrk gen Brauereren gaben deshalb ihrer Kundschaft bekannt dasi msolgedessen dieser erhülne Preis in Änrechnuna M bri'nam tst. Demgemäß erhöhten ich auch die Preise si r bieck-.>ck Flache Bier um 2 Pfg. und fA*htS'&W? £


