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Der Gietzeser A«zeick« erlchetnl tägüch, außer Sonntags. - Beilagen: Sietzener Zamiliendlätter; Hreisblßlt
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168. Jahrgang
Samstag. 2. Februar l9t8
Santvertehr:
Grwerbebanf Gießen
Nw A° 5 ^er sieben. ZBiilingrrnndürllck u. Verlag: BrLHI'iche Unio.'Buch- u. StemLrüüerei R. Lange. Schriftleitung. Geschäftsiteilr u. Druckerei: Schulftr. 7 .
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sämtlich in Gießen.
wochemLSbNS.
Tn die Spitze aller Zeitbetrach,tungen darf man die DZahrnehmuarg stellen, daß die gesamte Entente, einschließlich der max imali frischen Regierurrg in Petersburg, ihre Hoffirungen ans die Revolutionierrmg der Mittelmächte chTÜnd-et. Die Nachricht von der Streikbelvegung in Deutschland lrmrde in England ans Extrablättern verbreitet mit der fvohlockereden Ueberschrist: „Der Zusammenbruch! der Mitbelmüchte!" Dazu teilt die „Boss. Zug." mit, anfangs Januar habe sich ein Propaganda-Komitee der Entente- starrten zur NeboXittionierring der Mittelmachte gebildet. Mit amerikanischem Gelde würden geeignete neutrale und „deutsche" Persone n^ an geworben, die willens sind, in Deutschland den paschenden Regierungsgctvallen zu trotzen, Propagandaschriften sollen über die Grenze ge- schnruggelt wer dem Man versteht es jetzt besser als vorher, ioarunl Wilson den Maximalisten so schmeichelte und warum er es verhütete, daß die Beziehungen zwischen der Entente und der. herrschender: Gewalten in Petersburg allzu gespannt wurden. Sie habe:: dasselbe Ziel und verfolgen bio selbe Taktik. Urcsere Regierung wird sich sehr zu frage:: haben, vb sie an der Erhalmng der russischen Rednertribüne tu Bvest-L:towsk noch ein großes Interesse hat, falls sich heraus stellt, daß Herr Trotz ki es auf weitere Verschleppungen abgesehen hat. Trotz aller Bemühungen unserer Feinde, trotz der sich mehreiü>en Anzeichen, daß es freiwillige Aussrreuec des bolschewistischen Bazillus bei uns bereits gibt, mochte:: wir glaube::, daß die Hofsirungen auf die Revolutio nierung der Miltelländer zuschanden werden. Wer möchte dem:, wenn er nicht Engländer oder Amerikaner ist, solche Zustände in unser Land überführen, wie sie fetzt tm ehemalige:: Zarerweiche herrschen? Blüht dort etwa die Kultur in besonders vielversprechende:: Farbe:: auf, und ist es nicht viebnohr dort mit Händen zu greifen, daß die harte Speise der Revolution sehr schlecht zu kauen ist und „kein Mensch den alte:: Sauerteig üerh-auit"? Trotz ki und Lenin hüben au der großen Tafelrunde das Tischtuch; tnkhrfach zerschnitterr. Mit der ukrainischen Staatsgewalt - in Kiew streiten sie, aus welchen: Topfe gegessen werden soll, den Sllchl des ruinänischea: Tischgenosse:: haben sie nn:gestoßen, mid gegen die sich absonderrchen Finnländer fahren sie mit Messer:: und Gabeln los. Und haben sie den inneren Frieden etwa gesichert? Wo blieb das Selb st be- stnnmurngsrechlt firr das eigene Land? Skrupellose Gewaltherrschaft erstickte die Opposition in Strömen von Blut. Trotzt: soll selbst geäußert haben: errtweder. werden wir Europa revolutionieren, oder wir werden urrtergchen. Also an einen nahen Ausgleichsfrieden denkt er nicht. Was er mit der vorzeitigen Räumung der von uns besetzten Gebiete will, das hat er in Finnland und der Ukraine praktisch ge- gezeigt. A:^ Finnland zieht er die russischen Soldaten erst dann zurück, wenn die Herrschast der Maximalisten sicher steht. Ob ihm da das finnische Schutzkorps UrUer General Marrnersheim nicht einen Strich durch die Rechnung machen wird, bleibt allerdings abzuwartow Der Ukraine läßt er das Selbstbestimmrrngsvecht erst, wenn die Arbeiter-, Soldaten- u:ü) Bauernräte dort das 5^eft ganz in der Hcmd haben. Ob seine Mitteilunge::, die er am Mittwoch irr Brest-Litowsk gemacht hat, wonach in Kiew sich eine Umwälzung zumrusten der Maximalisten vollzogen habe, rvahr und richtig ist, müssen wir abwarten. Die praktischen Erfahrungen beweisen aber, wie richtig der deutsche Stutzpunkt ist, daß an die Räumung der von uns eroberte:: Gebiete nicht gedacht werden darf, bevor der Friede geschlossen ist. Wir wolle:: in den Gveuzländern keine Selbstbestimmung nach der Freiheits- Methode, die Herr Trotzki meint.
Die „Bossische Zeitung" meint, aus der Streik- b«oe-gung in Deutschland sei „alles eher heraus- gebommen, als eine imposante Demonstration eines Politisch zielstrebiger: Willens". Eher habe man
den Eindruck gehabt, „eines Wiederauflebens jener weltharmonieduseligen Schwärmerei der deutsche:: Kleinbürger der Vormärzzeit, die sich für das freie Selbstbestimmungsrecht der Griechen und Pole:: erhitzten, ohne sich mit den Nöten des eigenen Landes ernsthaft zu befassen". Das mag zum Teil richtig sein: in: allgemeinen aber sind die Machenschaften, hinter denen die Leute Haches, Ledebours und Dittmanns stehen, doch weit schärfer zu verurteilen. Derrn wir stehen in einer Zeit, wo die Gewissen geprüft sind und der Vaterla:ü)sverrat nicht mit fter:rbürgerlicher Sckpvarmerei e::tschuldigt werden darf. Et kann auch damit nicht gerechtfertigt werden, daß inan ihn 'T Gegenbewegung gegen übermäßige Agitation der . l deutschen be- Heickmet. Der „Vorwärts" hat zugegeben, da!; dieser Demon- ftrationsstreik allerdings verbrecherisch wäre, wenn hiirter ihn: nicht die Meinung einer überwiegenden Volksmehrheit stände. Das war recht unvorsichtig von den: BlackteSchei.de- mcnrns. Auch wenn man der Sozialdemokratie nickst den Gefalle:: tut, den Reichstag einzuberufen, um weitere Ge- Icpenfydt zum offenen Eintreten für die bolschewistischen Znle zu geben, kann n:an schon Nachweisen, wie es um die ^VolksrneHoheit" bei’ Streikenden bestellt ist. Die christlichen mid Hirsch-Dunckerschen Gewertschasten heben die Bewegung energisch uirb „un^r^ideutig" abgewiesen, die fortschrittliche Bolkspartei ist in einer Erklärung von der sozialdemo- kratisckien Taktik toeit abgerückt, und die „Germania", das Blatt des Zentrums und Erzbergers, weist sehr lebhaft die Anlwhrne zurück, als stände etloa die Reichstagsrnehrheit hinter diesen Arbeitseinstellunaen und ihren Tendenzen So hat denn auch die Parle: Scheidernanns einen merkbaren Rückzug angetreten Es wird nritgeteilt, dac Parteiausschuß
Habs lediglich seine Sympathie mit den inner politischen Forderungen der Ausständigen ausgesproche::. Das :st freilich eine durchar:s hinfällige Ablehnung der Mitverantwortung für das frevle Spiel mit den Reichsinteressen In mnen: parteiamtliche:: 'Artikel der „Internationalen Korrespondenz" rvurde eingehend dargetan, die Parteileitcr hätten erst auf die ausdrückliche Aufforderung st?e eilend er Parteigenossen aus Solidaritätsgefühl für die Arbeiterklasse mit berate::, wie der Aus stand erneu: glücklichen Enbe zugeführt rverden könne. Hätte man sich von der Bewegung ganz ferngehalten oder abgewandt, so wäre das Ansehen der Arbeiterschaft geschädigt worden Abgesehen davon, daß hier unverblümt die allem voranzu setz enden reinen Klasseninteressen hervorgehobeu iverden, geht aus dieser Begründu::g hervor, daß die sozialdemokratische Parteileitung eben nicht den Mut Und Willen zur Wahrheit und Ofsenhert gehabt hat. Das Arb eiterin tevesse wäre durchaus 'inchit geschädigt worden, wenn die „unabhängigen Sozialdemokraten" in ihrer Pvetestlerecke allein gelassen worden wären. Man handelte eben ganz unbedenklich nach dem Grundsatz: Parteiinteresse geht über Reichsinteresse. Auch dieser Fall beweist wieder, wo die wahren Kriegsverlängerer steherr Die Entente wird in ihrer Wartetaktik bestärkt, und der Friede, den die Erfolge unserer Waffen haben heranreifeu lasser:, wird von den Utopisten des Zukunftsstaates in die Ferne gerückt.
r.-v» «cunv.’at
(WTB.) Großes Hauptquartier, 1. Februar. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Unsere ErkrurduugsabLeilungLN brachten aus den eng^ lifchen Stellungen: in Flandern Gefangene und Maschinengewehre zurück.
Bei dichtem Nebel blieb die Feuertätigceit an der ganzen Front gering.
JtaLienische Front.
die Italiener viermal starke Kräfte zu neuen Angriffen ein. Sie brachen jedesmal irn Feuer vor den österreichisch-unga- rischeu Stellungen zusanrul-en.
3
Auf den anderen Kriegsschauplätzen nichts dteues.
Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff.
*
Der Aberidbericht
Berlin, 1. Febr., abends. (WTB. Amtlich.)
Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues.
Dre WeiLerverhanh!nngen in Vrest-Litow;?.
Brest-Litowsk. 31. J<m. (WTB. Nichtamtl.) Heute wurde unter den: Vorsitz des Atimsters des Aeußern Grasen Czernin eme Sitzung der deutsch-österreichisch-ungarisch-russischen Kvmr.npwn zur Regelung der politischen und territorialen Fragen abgel)alten. Vor Eintritt in die Tagesordnung gab Herr Trotz k: eine Er- klärimg ab, in der er daraus fjtate, daß die heute in ferne Hände gelangten deutschen Blätter cüt angeblich von der Petersburger Telegravhen-Agenwr stammendes Telegramm enthielten, welches, ioenn ihn: Glauben geschenkt roerde, ans den Gm:g der Berlnuwlnngen in schlimmster Weise einwnrken könne. Darin werde der SckstnßPassus einer Rede anfgesührt, ivelch er vor den: dritten Kongreß der Arbeiter-, Soldaten- intb Banerndeputiertcn in Petersburg gehalten: habe. Er habe tatsächlich dort einen Bericht über der: 'Gang der Friedei^verbandlungen in Breit-Litowsk erstattet m:d habe seinen persönlichen Standpunkt uiw den Standpunkt der Telegatünr urü) seiner Regierung zum Ausdruck gebracht. Nach dem Tclegramn: hätte er angeblich gesagt, die russische Delegation würde keinen Sonderfrieden abscyließen. Diese Nachrrckst se: erfundei: mW stelle genau das Geg«:te:l von dem dar, toas er gesagt habe. .
Die Vorsitzenden der österrerch-ur^ariichen und der deutschen Telegaticm erklären, sie n-ürden den Ursprung der fraglichen Räeldung feststellen lassen, worauf ii: die Tagesordnung ein getreten wurde. - c. «v . p. -
Gras Czernin :oies darauf hü:, datz d:e Kommrstwu bisher die Frage der Gebiete besprochen habe, welche von ven reichs- deutschw: Truppen vesetzt seien. Er schlage vor, rummehr zu versuchen. eine gewisse Klarheit über das Gebiet zu schaffe::, das vor: österrechisch-nngarischen Truppen besetzt sei. Vor Eintritt in die Einzelheit dieser Frage uwchte er benwlcken, daß die Herren der ukrainischen Delegation ans dem Standpunkt ständen, sie hätten allein und selbstäntng über diese Fragen zu verhandeln und zu beschließen. Er bitte daher den Präsidenten der russischen Delegation seiner: StandMnR in der Znständigkeitsftage darzulegen. Herr Trotzki erwiderte, er grl-ebe in: dLanven seiner Delegation
uni) der russischen Negierung mit allern Nachdruck Einspruch da gegen, daß sich die Delegation der Kiewer Rada ans den Standpunkt stelle, sie körme territoriale Fragen einseitig und selbständig lösen. Seine Aufsassimg werde heute rroch mehr unterstützt durch die Teilnahme von zwei Vertretern des Exäkutivansschusses der ukrainischen Republik im Verbände der russischen Delegation. Dies sei die formale^Seite der Frage. Was die materielle Seite betreffe, so sei er der Ansicht, auf Grund verschiedener Nachrichten, in£U besondere auf Grund eines Telegramms, welches er ebei: erhallen habe, das die Frage einer Telliurhme der Delegation der Kiewer Rada an den Bvester Verhandlnnge:: mehr als eine Frage der Vergangenheit anznsehen sei, denn als eine Frage der Gegenwart und Zu-nnft.
Ter Minister des Aerchern Graf Czernin führte hievwlfans: ,chZch glaube, daß in diesen Anschruungen zwischen den Herren der ükramischeu .Und der Petersburger Delegation ein erttschiedener Widersvruch besteht. Die 5>erren der russischer: Delegation werde:: mjitr gckwiß recht geben, wenn ich sage, daß es notwendig ist, diese Frage klarzustellen. Ich >würde daher Vorschlägen, daß wir bald-
möglichst eins Vollsitzung abhilten, ivo diese in erster Linie KrFch« >den Regierungen von Petersburg und Kiew zu entscheidende iSrnge vereinigt wird. Ich Möchte nur zu meiner Anfklärnng um: eme M:t- teiLinLg bitte::. Wenn, wie ich mich erümere, in den ersten Sitzungen die Frage der territoriale:: Konrpetenzabgvmznng zwrschQ: Petersburg und Kieto bestwoche:: worden ist, so habe ich das so' cmf- .gelsiaßt, daß es sich um die Grenze handle, die die Ullame und da» von Petersburg aus verwaltete Rußland trennen wurde; :ch hatte aber nicht verstanden, daß die Grenze:: der Ukraine gege::üoer Polen der Gegenstand besonderer Beratunge:: mit Petersburg sein mußten. Dip Frage, die ich mär zu stellen erlaube, geht also dahin, ob dn Standpunkt des Herrn Vorsitzenden der russischer: Delegation sich dahin zusammienfassen läßt, daß die Ullaine über Angelegenheiten ldeö selbständigen ullainischen Staates, insbesondere über besser: Grenzen überhaupt nicht allein entscheiden kann.
Herr Trotz?: entgegnete, cs sei stlbltverständllch, dcch, ,tvenv die Ukraine als vollständig freie und von Rußland unabhängige Republik bestünde und weiter bestehe:: würde, sie nach der erfolgten Abgrenzung alle Fragen ihres staatlichen Seins, also auch terr:- wriale Fragen selbständig würde löstin können, aber tneiemga ukrainische Negierung, welche im Verbände der russischen ^.elegallan vertreten sei, stehe ans dem Standpunkt, daß die Ullaü:e einen ^.eu der föderativen Republik Rußland bildie, und deshalb ser es notwendig, daß diese lEntscheidnng erfolge ans der augenblicklichen tatsächlichen Grundlage, ausgehend von denk Beschluß, d:e inssische Republik föderativ ausznbauen. .
Ans Ersuchen des Staatssekretärs von Kuhlmann gab hierauf Herr Trotzt: de:: Inhalt des von ibm erwähnten Tele gramms bekainit, wonach der ausschlaggebende Teil der Kieivev Garnison zur ukrainischen Sowjet-Regierung übergegangen,:st und die weitere EMWz der Rada nur nach ganz kurzen Zellemhellen zu bemesser: sein soll. Auf Anregung des Vorsitzenden tvurde daraus beschlossen, die Zuständigkeit der ukrainischen Delegation für territoriale Fragen ü: einer morgen abzuhallenden Vollsitzung in rovpenheit der ukrainischen Vertreter weiter zu besprechen.
Zum Schluß erbat sich Trotz ki das Wort zu einer Anfrage, in der er ansftihrte. er habe aus der Presse erfahre::, daß Staats-' sekretär von Kuhlmann an den polnischen M:n:sterpräsidenten- Kucharezervsll einen Brief gerichitet habe, worin er mitgeteilt habe, er würde die Zuziehung eines Vertreters des polnischen Mm: stellums zu dm Friebensverhandllmgen anregen. Er bittet um Ansbunst, vb 'diese Frage bei einer der nächsten Sitzungen ange - schnillm werben würde. Staatssekretär v on Kühla NN verwieg aus seine wiederholten Erklärungen Äl öreser" Frage, Eche'Nn't der Frage der Anerbnmung der ^taatsversörrlichkeü der bcsetztLi> Gebiete durch die mssische Delegation im Zusammenhang sllhc. v. Kühlmann gab der Hoffnung Mrsdruck, daß es möglich sein werde, die Frage in der nächsten Zeit auf die Dagesordnunst zu setzen.
Der Minister des Aeußen: Graf Czernin fügte hnlzn, da^ auck er seinerseits die Entsendung von polwisschen Vertretern nntep bestimmten Voraussetzungen aufs wärmste begrüßen würde.
Hierauf unrrfre die Sitzung geschlossen.
* * *
Ein neuer Anschlag gegen Lenin.
Haag, 1. Febr. „Dcrill: News" berichtet aus Pet«rs- bürg: Es kvnrde wiederum: ein Attentat gegen Lenin vereitell. Ein junger Mann in Studentenklerdung drang in das Snrvlny-Jnstitnt ein und feuerte einen Revolverschnß auf Lenin ab, ohne ihn zu treffen. Der Täter wurde verhaftet.
Kiew non Verr ?Raxirnalisten erobert?
Berlin, 2. Fcb. Nach einer Meldung des „Rjetsch", die ians Hapcrvanda nack) Kopenhagen telegraphiert lvird, hätten, dem „Berl. Tgbl." zufolge, die maximalistischen Trnpper Kiew erobert.
Ans Finnland.
Kopenhagen, 51. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) .Perlmgstc Tidende" meldet ans Stockholm: Das schwedische Kanonenboot „S v ens'ksnnd" wtd zwei schwedische Dampfer gehen an: 1. Februar nach Finnland ab, tmt die schwedischen Untertanen dort abznholen.
Rumänen und Russen.
Sofia, 31. Jan. (WTB. Nichtamtlich^ ?tach Privat- Meldungen der Zeitung „Wojeni Jzwestic" aus Bahadag sind die rumänischen Truppen nach mehreren Gesech^ter: in Ren: eingezogen. Die Kämpfe dauern an der ganzen Front fort.
Eine Rede Wilsons.
Washington, 1. Febr. (WTB.) Reutermeldung. In einer Rede besprach Wilson die Gründe, die die Vereinigten Staaten sinangen, in den 5krieg einzutreten. Er sagte. Deutschland habe nicht allein die Gesetze der Gerechtigkeit gröblich verletzt, so:u>ern auch die lang bestehenden Ber- pslichtungen des Völkerrechts und der Verträge. „Die Regierenden in Deutschland," führte er aus, „suchen ihre Macht in so>lcher Weise anszuüben, da ßunser wirtschafte liches Leben abgeschinitten würde, sokveit unser Verkehr mit Europa in Betracht kommt, indessen sie ihre Llbfichten verwirkliche:: könnten, die jeden Fortgang rurseres nationalen Lebens dauerrck) verkümmerr: und verhindern und das Geschick Amerikas der Gnade der kaiserlichen Regierung überliefern würde. Bei Besprechung der Ernte 1917 sagte Wilson, es sei dringend nottvendig, das Erreichte nicht nur zu wiederholen, sondern zu steigerir Die Regierung würde nt jeder :nciglichen Weise helfen. Er glaube, da ßdie Arbeit, die Intelligenz und die Hingabe der amerikanischen Landwirte den Krieg zu einem ruhmreichen Ende bringen werden.
RadoSlawow über die bulgarischen Kriegdziele.
Sofia, 30. Jan. (WTB.) Beeidung der Bulgarischen Tele- acaphew-AgenMr. In der heutigen Sitzung der Sobranjc bückt M.inisterpräside::t Radoslawow die bereits anyeLtndigre Rede über die Kriegsziele Bulgariens and dessen Teilnahme an den Friedensverhandlunge:: mit Rußland. Der Mtnisterprasidert wieS


