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I. Jahrgang
zrettag, 1. §evruar 1918
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fäuntlch in Gießen
Wettewerhandlung in Vr
(DTB.) GrotzeS Hauptauartier. 31. Januar. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Dir Gefechtstärigkeit blieb auf Artillerie- und Mmen- werferkümpfe an verschiedenen Stellen der Front beschränkt.
*
Am Weihnachtsabend und im Lause des Januar hcken Flieger unserer Gegner trotz unserer Warnung wieder offene deuMie Städte weit außerhalb der Operationsgebiete ange-
unserer Abwehr,na bnahmen traten nrnncnttverte Verluste und Schäden nicht ein
Zur Strafe wurde die Stadt Paris im ersten planmäßigen Luftangriff mm 30. zum 31. Januar mit 14000 Kilo
Bomben belegt.
Italienische Front.
Südwestlich von Asiago scheiterte ein italienischer Angriff im Feuer. Zwischen Asiago und Brenta blieb die Artillerietätigkeit rexr.
Die Zahl der von den osterrerchrch-unganichen Truppen in den letzten Kämpfen gemachten Gefangenen hat sich auf fünfzehn Offiziere und seck^hutidorisechzig Mann erhöht, den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.
Der Erste Generalguartürm erster Ludendorff.
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 31. Fan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbnrt:
Südwestlich von Asiago wurde ein feindlicher Vorsatz abgewiesen. Auf dem Ostterl der HoilMrhe von Asiago blitt: die Gefechtstätigkeit auf lebhafte Artilleriekämpfe beschränkt. Die Zahl der in den letzt, n Kämpfen eingebrachren Gefangenen erhöhe sich auf 15 Offiziere und 66 Mann.
Der Chef des Gcneralstabcs.
Der Abenvbericht.
Berlin. 31. Jan., abends. (WTB. Amtlich.)
Auf der Hochfläche von Asiago sind erneute Angnffe des Feindes gesckEitert. ., ^
Kon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.
werden
Die Verhandlungen in Brest-Litowsk sollen verschoben i, bis der in der Ukraine entbrannt^Kamp f ent
schieden hat, welche der dort sich befehdenden beiseu Polrtt- scheu Parteien die wirkliche Vertretung der Ukrarne rn Brest-Litowsk zu führen habe. So erklärte., ^rotzkr. uifo durch Kampf wird diese Rechtsfrage entschieden, nickt etwa durch einen Wahlkampf, sondern durch einen regelrechten Wetteifer der Bajonette, und Herr Trotzki lebt beinahe rn jener Gefühlswelt, wo ,chnehernd Roß, schmetternd Erz. Glan-. Prackft, Pomp und Rüstung des glorreichen Kriegs" so demperamentvoll gefeiert werden. Daß er mit Rumänien alle Beziehungen abgebrochen und sie mit stärkeren Ausdrücken, als sre jemals im Munde einer bürgerlichen Regierung erklungen sind, auf den Misthaufen geworfen hat, darüber haben die Mittelmächte keinen Anlaß, den Kopf zu schütteln. Aber auch in Finnland sind die Bolschewik: auf dem Marsch, durch Macht und Gewalt Recht zu schaffen. Hier redet ihm aber sogar der englische Minister Balsour dazwisäien, der dem finnischem Vertreter in London erklärt l>at, es sei ein schreiendes Unrecht, daß die russischen Maxi mattsten in das unabhängige, auch von Eng land als unabhängig anerkannte Finnland ein gedrungen seien und dort dem Lande mit Feuer und Schwert ihre Slaatsauffassungen ausdrängen wollten. Trotzki ließ es zu, daß die maximalistisä-em Rassen Soldaten über die Grenze sandten und Mord und Totschlag verübten; es hat sicherlich in seiner Absicht gelegen, in Helsingsors eine Filiale seiner Herrschaft aufzurichten. Da dies aber nicht so schnell ging, da in der Welt vorzeitig ihm unbegueme Bettachtungen über die Rechtlosigkeit des maximalistischen Vorgehens angestellt werden, so läßt er sachte erklären, es lMtdle sich nicht mn eine in s e i n e m Sftaia beschlossene Sache. Wahrscheinlich hätten die finnischen Soldaten sich den russ.schen Kämpen gegenüber Uebergrifse erlaubt, die diese hätten abwehren müssen, und so sei eine ganz ehrliche Keilerei entstanden. So lauten Trotzkis Auskünfte dem Sinne nach. Unb Trotzki ist ein ehrenwerter Manu
Dieselben Methoden aber haben auch im deutschen Vater lande eine Pflanzstätte. Diejenigen, die innerhalb politischer Parteikreise die gegenwärtige Strcikbervegung direkt oder indirekt angezettelt, unterstützt oder gerechtfertigt haben, entwickeln ganz den gleichen Rechtssinn wie.Herr Trotzki. Nur verfügen sie rwch nicht über Maschinengewehre und Kanonen. Einen Arbeiterrat aber hat man in Berlin bereits errichtet; er ist allerdings durch den kimmandierenden General alsbald aufgehoben worden. Eingestandenermaßen wollten die Strei kenden die Trotzkischen Forderungen an die Regierungen der Mittelmächte durchsetzen helfen. Das war ein oder der Haupt Punkt ihres Programms. Der Vorstand der sozialdemokratischen Partei läßt erklären, daß er die Streikleitung nicht übernommen habe; er habe sich an den Verhandlungen nur heteiligt, iveil er das Unternehmen, dem er anfangs fern gestanden, zu einem guten Ende habe führen wollen. Staatssekretär Wallras ist fest geblieben und hat sich in Erörterungen mit unbekannten Streikenden nickst eingelassen, hat es wohl auch nicht an der nötigen Deutlichkeit fehlen lassen, daß die Regierung in der auswärtigen und in der Friedenspolitik sich durch Streik nichts abtrotzen lasse. So heißt hs denn jetzt, die parteiamtliche Entscheidung der Sozialdemokratie gehe dahin, die i n n e rpo l i t i sch e n Fo de.u ge i der Streikenden iür berechtigt zu erklären. Mit Vieler Wendung suchen Sckeidemann und Genossen sich der Beranttvortung zu entziehen, die sie für die indirekte Unterstützung dos Ausstandes trifft. Wir warben auf die Begründung dieses Verhaltens noch znrückkommen; sie läuft aus eine Entschuldigung hinaus, daß das Interesse der Arbeiterklasse eine so vorsichtige, zweideutige und versteckte Stellungnahme erfordert habe.
Neue verhandlnngen in Vrest-Liiows!.
Brest-Litowsk, 30. Jan. cWTB. Nickxtamtlich.) Heute vormittag fand rauer dem Vorsitze Seiner Hoheit des Gwßwesirs Talaat Pascha eine Plenarsitzung statt, die von dem Vorsitzenden mit einer Begrüßung her erschienenen Delegationen eröffnet wurde. In einleitenden Worten wies Talaat Pa,cha daraus hin, daß seit dem Eintritt der letzten Pause gewisse Veränderungen in der Zusammensetzung der einzelnen Delegationen ein- geirtten seren, weshalb er die Vorsitzenden der einzelnen Debe- pa Nonen, bei denen solche VercmLerwrge:: slattgesundeu hoben, bitte, hiervon der Plenarversammümg Mittcilurrg zu machen. _ Hierarif teilte Staatssekretär v. Kühl mann mit, daß du königlich bayrische Staatsregierung, von estlem ihr vertragsmäßig zusiehmden Ftechie Gebrauish machend, im Einverständnis mit Mai. dem Kaiser und' dem Reichskanzler, den königlich ba Erichen Staatsminister Grafen Po ae >vi l s - T ü r n i tz als l-ren Vertreter zn den Verl-andlungen nach Brest-Litowst entsandt habe, so daß Staatsmimster Graf Podewils von nun an als Mitglied der deutschen Delegation an den Verhandlungen teil nehmen werde.
Herr Trotzki gab darauf die Erklärung ab, daß rn der Zu- sEmensetzung der russischen Delegation zwei Veränderungen vor- genoinmen worden sere-n, eine Aendermrg sei rein persönlicher Natur, indem an den weiteren Verhandlungen auch der Volks- Kommissar für Staatseigentum Herr Karelm teilnehnren werde. Die andere Vermckerimg trage einen staatsrechtlichen und voliti- chen Charakter und betreffe die Einreihung von zwei Mitgliedern der ukrainischer! Volksrepublik in die russische Delegation, wovU, bereits schriftlich Mitteilung .gemacht worden sei. Die Regierung der Rap» bei' Arbeiter-, Suloaten- irnd Bauern- deputierten der ukrainischen Volksrepublik habe drei Mitglieder zur Teilnahme an den Friedensverhandlnngen entsackot, von denen >as eine Mitglied Volkskommissar und Volksfkratssekretär Herr Satowsksi in Petmsbnrg zurückgeblieben und in die Regierung des Rates der Volkskommissare erngetteten sei. D^e beiden mcheren und zwar der Vorsitzmde des Erck itivausschisses Herr Medwsede'.v und Ddkksstaatssekretär für militärische Angelogen heilen SckMchrav befänden sich in Brest-Lito-lo^'k,md zwar imrerl)alb des Verbandes der russisckien Delegation. Diese Tatsache, die von größter Bedeutung für den weiteren Gang der Verhandlungen sei, spiegele die Lage wieder, wie sie sich in der Ukraine als Ergebnis der jüngsten Ereignisse cntnürkelt l-abe. Da die Gegenparte'en ein Interesse daran hätten, genau über die Zustände in der Ukraine unterrichtet zn sein, so halte er es für notwendig, eine kurze Erlänterimg zu geben. Die ickrarnschen Rate der Soldaten-. Bauern- und Ar- beiterdelegietten führen in der ganzen Ukrabw einen entschiedenen Kampf gegen die Kiewcr Rada. bei ban in vielen Teilen der Ukraine die Partei der Räte siegle, die in vollstärrdiger Ueberein- Ümmnng niit den^ Pttersburger Rat der Valkskbmmi'sare auftrete. Das ganze Kohleirbecken des D^nrez Reviers, das ganze Berg- werksgrbiet Jekaterinvslaws und des Gouvernements Charkow und Pvltawa seien in der Gen^rlt der nfrainischen Sowjets. In anderen Teilen der UVrairre wache die Macht der Sowjets und gehe der Einfluß der Ki-'wrr Rada stetig zmTÜck. Am Tage der Abreise Trvvlis mrs Petersiburg ans direktein Drahte aus Kiew aeme^det worden, daß das Kienru General'^k^et-nttot z'.rrückgetreten ei. Welche Lösung diese Krise in der Kiewer Regierung gefunden und welchen Einfluß sie enu die Delegation des Herrn .Holickowncz ausüben werde, sei noch nicht begannt, doch gebe aus dem Dargelegten jedenfaÜs hervor, daß ein mit der Delegation des Kiewer Sekretariats geschlossener Frieden unter beit aivgenblicklishen. Ver- hältni'sen keinesfalls bereits als ein Frieden mit der ukrainischen Repnblck angeselen werden könne
In seiner Rede im Hauptausschuß des Reichstages habe es Staatssekretär von Küblmann so dargestellt, als ob die russische Delegation die ukrainische so lairge anerkanut habe, wie fie ffabd annehmen können, diese werde die Molle einer Hilfsttuppe spielen^ Jetzt aber, wo die russische Delegation ihren Jrttnm eingesehen lyabt, verweigere sie ihre After^ennung. Dies sei eine zu subjektive Darstellmig des Vorganges. Schon in der ersten Sitzmrg. in der die Frage der ukrainischen Delegation angesckmittcn worden sei,
daß te* Vorsitzende der russischen Delegation seinerzeit mit keinem Worte angedeutet habe, daß neben der Abordnung des Herrn Holu- bowipz, noch eine andere Körperschaft vorhanden sei, welche Aw spvuch erhebe, namens der Ukraine zn sprechen. Die Lage cksernL ihm Arlz die zn sein, daß das Bestehen der ukrarnnchen Voiks^ republik von ckeinier Seite in Frage gestellt sei, daß aber zwei konkurrierende Körperscl)g>ten beh.rnpten, berechtigt zu sein, inler- frational die fteie ukrainische Republik zu vettreten. Die verbündeten Delegationen würden diese wichtige Frage mst Gründlichkett prüfen. , '
Trotzki erwiderte, er habe seinerzeit tatsächlich nicht erwähnt, daß auf dem Ukrainischen Gebiet neben der Rada noch eine zweite Körperschaft bestehe, welche den Anspruch erhebe, das ukrainische Volk zu vertreten. Es sei sür die ruistjche Delegation kern Anlaß gewesen, zu dieser Frage Stellung zu.nehmen, solange die Räw der ükrainischen Arbetter-, Soldaten- und Bauerndeputietten noch nicht entschieden hätten, o& sie eigene Vertreter zu den Friedens- verhchcklungerk entsenden wollten. Die Frage, welche der beiden Delegationen das Recht habe, endgültig über die Wünsche der^ukrar« knischen «Republik i >zn spreüjen. werde nach dem Ergebnisse des Kampfes zwischen den beiden Organisationen zu entscheiden sent.
Der Minister des Aeußern Gras C zernin erklärte, sich der von Staatssekretär von Whlmann ausgesprochenen Ansicht an- znschließen, daß die Erötterung der Stellung, welche d-re ukraiud- sche Delegation bei den Fri^densverhaudlungen einzunehmen habe, bis zum Eintreffen der .Kiewer Delegation aufzustlsteben sei. Da er jedoch es bedauerlich halten würde, die Zeit unnütz verltrerchen zu lassen so möchte er anregen, daß inzwischen die Kommission: für territoriale Fragen ihre Arbeiten wieder aufnehnie. Diesem vom Grasen Czernin ausgesprochenen Wunsche schloß sich Trotzki an. Er erklätte, es sei nur noch notwendig, aut eine Angelegenheit zurnckznkcnnmen, welche bei Beginn der letzten Verhandln ngsperiode eine Rolle gespielt habe. Damals sei angeblich ein von der Petersburger Telegrayhenagentur ausgegebenes Telegramm über eine in der ersten Sitzungsperiode abgegebene Erklärung Joffes zur Sprache gebracht tirorfren und darauf hrngo- wiesen worden, daß diese Depesche den Sachverhalt in wahrheitswidriger Weise darüelle. Er habe darauf erklärt, daß der deutsche und der österreichisch-ungarische amtliche Berichte über ftagltche Erklärung Joffes richtig gewesen sei. während der angebliche Be» richt der Petersburger Telegraphen-Agentur nicht den Tatsachen entspreche. In dieser Sache habe er jetzt in Petersburg eine Untersuchung vornehmen lassen, in der sestgesiellt worden sei, daß die Petersburger Telographen-Agerttur em solches Telegramm überlxauvt nicht abgeschickt habe. Wie dieses AttßVerständnis oder diese Fälschung entstanden sei. vermöge er nicht nachzuprüfen. Er überlasse es den daran interessicrren Stellen, dies festzuftellen.
Talaat Pascha schloß hierauf die Sitzung mit dem Vorschläge, die Kommissionsberatungen wieder auszunehmen.
Radoslawow in Vreft-LitowSk.
Sofia, 31. Jan. (Meld. d. B. T. A.) MinisberprLsidevtt R a d o s l a w v w ist gestern nach Brest-Litvwsk abgeiÄü, um in seiner Eigensckwft als Führer der bulgarischst Abordnung an den Friedensverhandlimgen teilzuwehmen.
me Frage der ukratpncpen ^elegarion angeiamtcren worven jer, habe er erklärt, daß Per Prozeß des SelbsÜbesbimmungsrechtes der Ukraine noch im Werden begriffen sei. Jetzt, wo in Petersburg der allrussische 5llvngreß der Räte der Airbeiter-, Soldaten- und Bancrw- lrlogierten tage, auf dem auch die ukrainischen Sowjets vettreten ßeien, urrd wo einmütig die föderative Grundlage für die russische Republik geschaffen werde. entspreck>e die ylnfnähme von Bectretern des ukrainischen Volkssekretariais in die hiesige Delegation durckxms den Zusliänden. die in der russischen Republik herrschten. Wenn hl der Delegation Herr Holulwwvcz nach wie vor ein Mandat des! Kiewer Sekretariats habe, so erhebe seine Delegation keinen Einspruch gegen deren fernere Teilnalnne an den FricdensverlMÜ>« lungen. Jedenfalls aber könnten nur solche mit der Ukrame ge- ttoffenen Abkommen anerkannt werde^i, welche durch die Regierung der jöderative-u Republik Rußland ihre formelle Bestätigung fänden.
Hierauf gab der in Brest-Litmvsk Wlttickgebliebene Bettreter der ukrainischem Volksrepublik. Herr Lewytsi kyi, folgende Erklärung ab: „Vor der Abreise unserer Vertreter wurde unter den Mitgliedern der De^gatvon verabredet, daß bis znm Wiederein-' treffen der ganzen Abvidiruirg einzelne hier Mrückgebliebrne M'it^ glisder in polrtischcm Fragen nicht auftreten sollten. Dalwr bleibt die SteNungnahme unserer Delegation z-u den lxier abgegebenen Erklärungen des Vertreters des Rates der Volkskommissare sowie zu der Frage der Zuzichung von Vettreten: der S'adt Clwrkow zur russisclien Delegation bis zum Wiedereinttefseu unserer Abordnung vorbelxilten"
Staatssekretär von Kühlmann erklärte, daß er im Ramen der Vnbündeten beftirworte, die Erötterung über die Darlegunanr di's Dlfrn Tl.wtzki bis uach dem Einttefsen der Delegation der Klikewm Rada auirusclneben. Er lege Wett darauf, festzuftellen.
Ans Finnland.
Kopenhagen, 30. Jan. (WTB. Nichäantikich.) Der Sonderberichterstatter der „Berlingske TidenHe^' hatte in Helsingfprs mit dem neuen sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Monn er eine Unterredung, in der dieser erklärte, das Programm Finnlands sei, mtt allen Nachbarn, Skandinavien sowohl wie Rußlands frerrnd- schastliche Beziehrmgen zu unterhallen unter bestimmttr Wahrung der Freiheit und Selbständigkeit Fi-mrtands Das innerpolitische Prograrnm der Regierung werde erst spater deröffentlickst, doch könne er sckwn jetzt sagen, daß es rein sozialistisch sei und unwiderruf.ick)> vottkommen durchgeführt werde, selbst wenn es zwischen der bürgerlichem und der Roden Garde zu Kämpfen kommen sollte. Die Lebensmittel- frage sei sehr schwierig, man fwsfe aber auf Hilfe aus Ruß- lanD. Ebenso sei swan dankbar 'sür Hilfe laus Sch toedeu, Dänemark und drorwegew Die t-elegraph sche D.wbindung zwischen Helsingsors und Petersburg s-ct unterbrochen. Der Eisens bahnverkehr zwischen Dornea und Petersburg sei unsiä-er. Die skaitdrnav.sä)en Konsrckn seien zur Zeit bemüh:, Sonder- züge zur Fortschafsung ihrer Landsleute aus Finnland zu beschaffen In Helsingsors s.nd Gerüchte verbreitet, daß sich die bürgerliche Schutzwehr von Norden her im Vormarsch beftnde. Sowohl Dänen wie Noriveger ersuchterr die Regierung um SäMtz.
Stockholm, 1. Febr. (Sv. Teh-Byr) Nachdem das ftmrländische Telegrapheickureau von der roten Garde geschlossen worden ist, drahtet ein Sonderberichterstatter, daß Helsrngsors andauernd ruhig ist. Die rmisffchen Zivclper* so neu reisen ab. Ein Karnps zwischen der roten und der weißen Garde ist augenblicklich bei Kibbo im Gauge, dessen Ergebrris unbekamtt ist. Die Schutzkorps lämpsen überall ruhmvoll und verfügen über Kanonen. In der Nackst zum Diei^tag fand ein neuer Kampf bei der Slatton Känrärä statt. 82 rote Gardisten wurden getötet und 127 verwundet. Die lveiße Garde verlor 8 Tote und einen Verwuickeren.
Die Vertretung Finnlands in Vreft-Litowst.
Berlin, 1. Febr. Havas meldet larrt B. T. von d« firrnisäien Grenze: Finnland wird eine Delegation von 5 Mitgliedern zur Teilnahme arr den Friedens verhäng lungen in Brest-Litowsk serrdcn. Die Delegation besteht aus drei Bürgerlick)en und zwei Sozialisten.
Dle sinntsche Gegenwehr.
Stockholm, 31. Jan. (WTB.) Tie ftnnländiscke <5^esandi» sclwft in Stvckl-vlm hat folgendes Telegramm vmc dem Besetiis- haber des Schutzkorps in Finnland, General Grasen Mannersheim, erl)«üten:
Tornca, 29. Jan., 11 Uhr abends.
Vergangene Nacht und im Lause des Dienstags wurden russische Soldaten in Keni, Kajena und Jlmola ernwafftret I»


