ff war stets bestrebt, ihre Interessen zu erforschen und die eigenen hmtenan^u setzen.
Das britische Reich ist bei weiten: feie größte afrikanische Macht. Keine andere Macht hat auf diesem Kontinent Interessen, die überhaupt mit den seinigen vergleichbar sind. Wenn nnr von um- sassends-LN Gesichtspmckien aus die Zukunft betrach vi, wenn wir ferner in Betracht zielten, daß Afrcka dre Ha!b,ve,ssüU'.vn null) Indien und Ostasien ich so verlangt das brüxidi? Reich nur inneren Frieden, die Dichtheit seiner Be ländungeu nach außen. Es muß auf die Erhaltung seiner Lage be.cul-en, die durch vas gm^e Land für jernc Gebiete die Verbindungen von eine n Lude beö Kontinents zum anderen garantiert. Dos britische Reich ist zerstreut über die Erde und völlig abhängig von seinen Verbindungen für die Fortdauer seiner Existenz. In Zukansl sollen diese Ler- bindungsrinien nicht nur zur See, sondern auch zu Lanoe weitergeführt werden-
i?llle diese Erwägungen weisen aus die Notwendigkeit hin, daß wir rn weiser Vvmnssich: die Berbiirdungen des Reick-es mit ollen zuständigen Mitteln sielxern. lieber die Zukunft der deutschen Kolonien sagte Smuts folgendes: Solange keine Aenderung in. der wirklichen Gesinnung Deutschlands vorgeht, solange nicht endgültig und unwiderruflich mit dem Mllilarismus gebwchQt wird, sollte das Gesetz der SelbsterHaltung als das höchste betrachtet werden. Kerne 2lüsdelinuug des preußischen Mili- larrsmus ans andere Kontinente irnd Meere sollte geduldet tVerven. Tie eroberten deutsck-en Kolonien können nur als Bürgschaften für die künftige Sicherheit des Weltftiedens betrachtet werden. Tiefe Meinmrg wird von der großen dNasse der juw-re:r Nationen geteilt werden, welche die Dominions des britischeit Reiches bilden. Freiwillig sind sie in diesen Krieg eingetreten. Ihre Bemühung dient vor allem der Vernichtung des deutschen Kolonialreiches. Die hartnäckige Verteidigung seiner letzten Kblo-nien durch den Feind war nicht nur an sich em-e grosi^ Veldenbat, sondern auch ein Beweis. eine wie große Wichtigiftt dieser afrikanischen KoLnfte von der dattstl)en" Regierung bei- gemosfen vftrd, soSvohl als wirtschaftliches Eigentum, wie gls strategischer Ausgangs pw.ckt mx Erricht»mg eines -eillralasrikLni- ^chen Reiches, von dem ich gesprochen habe Eine unzeitige oder un- kl-uge Anrückgabe von Teutsch-Osraftika könnte feal-er die Folgen haben, die weit über die Grenzen deS afriLrnischm Kontinents hmausreichen.
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Der Luftangriff auf London.
London, 30. Jan. (WTB.) Reuter. Gestern abend fand ein Luftangriff statt, derlänger als alle bis jetzt ausgeführten war. Er dauerte ununterstrvchen fünf Stunden bei Hellem Monderrschern und wolkenlosem Fimmel bei Windstille. DaS Gescchltzseuer war kräftiger. das Knattern der Maschinen- ^vehre deutlicher alis gewöhnlich und nur die fortdauernd^ Tätiget der englischen Flieger, die mft den Angreifern kämpften, ver- anlaßten Pausen von wechselnder Dauer. Dann brach das Feuer wieder vrm neuem aus, wenn wieder eine neue Gruppe Maschinen nichien.
Lvndon, 50. Jan. Bei dem Luftangriff in letzter Nacht Mrck>en vierzehn Personen, meist Kinder, zu Tode gequetscht in ferner Volksmenge, die in einen Unterstand einz-udringen versuchte, dessen Türen geschlossen waren.
Viu unterdrückter 6 e reralftreik in Amerika
Berlin, 31. Jan. Die Regierung der Ver einigten Staaten hat das allgemeine Streikkomitee rn Philadelphia, das zum Generalstreik aufforderte, kurzerhandverhaften lassen, und die Angelegenheit dem Handelsgericht zur Berjvlgrmg übergeben
Sin «uurchisteuherd tu Zürich.
Bern, 30. J>an. ^WTB.) Die schweizerische Depeschen- Agentur meldet: T« Züricher Polizei fand in einer Scheune in Zürich Kisten mit Revolvern und Handgranaten femne revvlu t ion äre Schriften. Wie die schweizerische Te- peschen^Agentur von zusüändiger Stelle erfährt, handelt es iwf> bet dem Fund um mSgesanct 102 Revolver. 50 Handgranaten, eine Menge Munition, Schriften und F4:rgblätter revolutionären Inhaltes ru italienischer Sprache. Es sind bereits vi-ec Verhaftungen äallienischer Staatsangehöriger vorgenommen lvorden. Tie erwähnte Scheune war von dem italienischen Anarchien Gine Andrer, der in Zürich ein Lebensmittckgeschllft betrieb, vor^ enriger Zeit gemietet norden. Gnre Andrei sitzt seit November in Unter- mchungshafl wegen Syionageverdach es. Er ist bÄannt als .Herausgeber des italienischen Blattes,,Ma>chia", das vom Bundesrat vor einigen Monaten auf zwei Monate rvegen verhetzender Sprache gegen die italienische Rogmmng verboten rvvrden war. Andrei ist in ^Italien wofeen Landesverrats in cvnttrmaci-nn zum Tode verurteilt worden. Tie neuen Bomben- und Waffenfmrde stehen möglicherweise im Zusammenhang mit dem Bomben fund, derlei den Züricher Unruhen im November gemacht wurde Die Untersuchung, die ^tLerhand von der Züricher Polizei geführt wurde, ergab bis zur stunde noch keinen positiven Anhalt über die Herkunft der Waffen >md Munition sowie der Bomben. Tie Schriften und Flugblätter waren dem Inhal: nach yirc Perbreitmrg im italienischen Heer amb Volk bestimmt und tragen kerne Angabe über T'nnkerei und Verlag.
Der ««-arische
Handelsminister dem Kriege.
über die Zeit nach
Budapest, 29. Jan (WTB. Nichtamtlich.) Bei der Eröffnung des Kongresses für Luftverlehrswefen und -recht sagte der Handelsminister Szterenyi in seiner Eröffnungsrede: Der Krieg wird hoffentlich sehr bald ein Ende nehmen. Da muß die Arbeit wieder im Zeichen der Kultur und der Zivilisation beginnen. Die internationalen Beziehungen müssen »nieder hergestellt werden: denn eine Mschließunng der Böller nack> Freunden und Feinden ist unmöglich. Jeder Staat, der sich im Bekehr gegen inter- nationale Beziehungen ab schließen will, wird es am eigenen Leibe zu büßen bekommen, wenn er diese Dummheit begeht. Wir furchten nrcht die Drohung unserer Feinde, sich von uns abzuschlreßen. Mögen sie es tun, wenn fte es zum eigenen Schaden tun wollen! Wir aber wollen gemeinschaftlich mit unseren Verbündeten vorangeheu im Zeichen des Friedens und der Versöhnung. Sodann führte der Minister aus: Ich begrüße aufs hwzlichste die Vertreter unseres mächtigsten Verbündeten, des Deutschen Reiches Zerfall.) Ich beruße aufs 1h .reichste unsere treuen deutschen Brüder, deren großer Staatsmann das Wort Don der Nibelungentreue prägte. Ich begrüße sie in unser aller Namen, die wir ihnen treu zur Seite stehen und hoffen, glauben und erwarten, daß das, was im .Kriege durch Blut vereint war, im Frieden durch gemeinsame Arbeit weiter gefördert wird.
Um dem Reiche.
vle Teilaurftände und die christlichen Gewerkschaften.
Berlin, 31. Jan. Eine gestern her abgchaltene Sitzung des Vorstand des Gesamtverbandes der ch r i st l i ch e n Gewerkschaften beschloß mj tat, gegenwärtigen Streiks eine Erklärung, rn der es heißt: In Berlrn und an einigen anderen Stellen im Z^nüe sind in den letzten Tagen größere Tei l a u s st ä n b c er* r<* 4 t. In mißen politischer Hinsicht will man die schleunige Herbe i-
ftchrung des Friedens entsprechend den von den russischen Volks- beuustraglen in Brert-Lit-noSk fovmulieNen Aussührungsbestim- mungen, m innerpolitischer Hinsicht wurde als haupnächlichste Forderung die Einführung eines gleiä-en. allgemeinen und gehei- men Wahlrechts aug.stellt. Tie christlichen Gewerkschaften haben seit Jahren sich für vre Einführung des gleichen Wahlrechts in Preußen während des Krieges n-aclst>rück1ich einge- ietzt. Unsere maßgebenden Stellen in Teuiscl^aad hch-en seit langer Zeit zur Beendigung des Krieges getan, was möglich ist. Arbeit snieVerlegungen in ber gegenwärtigen ernsten Stunde verlängern den Krieg, a n ft a 1 1 i h n abzu kürzen. Durch einen Streik kann das Weiche Wahlrecht m Preußen nicht erzwungen werden. Tie christlichen Gewerkschaften verurteilen die gegemoärtigen Streiks mit allem Nachdruck. Tie Strerks sind ein verbrecherisches Treiben g -gen unsere Kwnevaden und Volksgenossen an oer Front, gegen unser Vat^land u^id Volk und gegen die wohlverstandenen Interessen der deutschen Arbeiter. Die christlichen Gewerkschaften erwarten von ihren Angehörigen, daß sie sich überall Arb'its- uiLoetlegungen widersetzev und sich energisch für die ungekürzte Auftechterhrltung der K.irgÄoirtschaft einsetzen.
Kopenhagen, 31. Jan. (Pr.-Tel.) In London wurde die Noclirrcht vom Streik in Deutschland mit voller Freude aufge rrommen und dieses Ereignis in London durch Sonderblälter mit i^er Ueberschrift „Ter Zusammenbruch der Mittelmäcl)-ch" bekannt- gegebeu.
Düsseldorf, 31. JMr. Die Streikbewegung im r h e i n i s ch- westsälischen Industriegebiet hat gestern keine Fort schritte gemach:. Bei der Firma Friede. K'rupp in Essen feierten v-on einer Belegschaft von üler 120 (XX) Mann nur 300 Mann.
Aus Nürnberg wird gemeldet: Heute wird in allen Be trieben rn Nürnberg wieder gearbeitet. Der Demonstrationsstreik ist nach zweitägiger Dauer beendet.
lAius Barmen kommt die Nachricht, daß der Streik der Rüstungsarbeiter nur gerin-gen Ilmsang hat und etwa .ö00 bis 6(X) Mann umfaßt. Alles ist ruhig. Die Ärbeiterorganisätionent ermahnen zur Ruhe mrd Wiederaufnahme der Arbeit.
Eine Erklärung der Fortschrittlichen BoltSpartei.
DkH „Freisfturige Zbg." schreibt heute abend parteioft'i-iös: Währeird die Hirsch^>unckerschen Ge^verkvereine und die christlichen Gewerkschaften chre Mitglieder vor dem Streik warnten, während die fteien Gewerkschaften sich gegenüber dem Ausstand als einer politifchen Bestrebungen diene7ienden Bewegung neutral erllärt haben, hat es die Sozialdemokratie beider Richtungen für angemesfen gehalten, sich an die Spitze der Bewegung zu stellen. Die Fortschrittliche Volksvartei ist wahrend des Krieges wiederholt in der Lage gewesen, mit der alten Sozialdemokratie innerhalb und außer- haw des Parlaments zusammenzugehen, mit der n e u e st e n W e n - dtung der Sozialdemokratie will sie aber nichts gemein haben. Sie weist jede Verbindung mit solchen Kreisew zurück und überläßt der Sozialdemokratie die volle Verantwortung für alle Folgen, die sich aus dem Stretk ergeben kömren.
Eine Besprechung in der batzrischen Kammer.
, München, 31. Jan. In der gestrigen Sitzung beschäftigte ftch die Kammer der Abgeordneten mit der in Teutsch- land arlsgebrochencn S t r e i k b ewe g u ng.
Der Lkbgeordnetc Beckh (Fr. Vergg.) führte dabei u. a. aus: Die Vaterlandspariei hat niemals zur Kriegsverlängeruna gehetzt. Wir toollen unsere Grenzen sichern, niemanden annek lleren, und uns eine Kriegsentschädigung sichern, die uns instand setzt, nach dem Kriege bald wieder in inc Höhe zu kcmiNken. und stoar eine Kriegsentschädigung möglichst durch Lieferung von 91vh- stosfen. Das ist die Absicht der Vaterlandspartei.
Ter Minister des Innern Dr. o. Brettrerctz bedauerte, daß im Hause an preußischen Ernrrchtungen Kritik geübt nwrden sei. Der Behauptung von soziatdemokvaftscher Seite, die Stellung der Reichsleitung sei nicht klar, müsst er ganz entschkcden entgegenfteten. Der vermrü vo rtliche Leider der Reichs- Politik habe das Ziel der deutschen Politik klar und offen dar- gelegt, und es biete Leinen Grund z-wn Mißtrauen bei der Arbeiterschaft. Wir geben hoffentlich — sagte der Minister — der letzten, aber auch vielleicht der' schwersten Zeit dieses Krieges entgegen kAL i|t vor allein geschlafene innere Einheit nötig.
Ter Abgeordnete Dr. Schlittenbauer (Ztr.) wandte sich sck»ars gegen tne unabhärrgigen Sozialdemokraten, die auf den Trüm mern des Vaterlandes eine so-mlistische Republik aufbauen woll- leir. Jeder Tag der ArbeitSeiu; telln.ng kostete Taulenden von Brü dern im Felde ihr Leben, und deshalb sei ein solches Vorgehen ein glatter Lnrdesverrat. Das Wort Hindenbuvgs werde wahr werde,:: Diesen Krieg wird mir jenes Volk gewinnen, das am länglten seine Nerve,: behält!
n
Ein Firmnzhcimt für das NeichSschahamt.
soll an- des und
Der Finanzbeirat der Reichsftnnnz-
Berlin, 30. Jan. (WTB.) Beim Reichsschatzamt em Fi na nzb-ei ra t gebildet werden. Als Milglieder sind gesehene Persönlickfteiten aus den Kreisen der Landwirtschaft, Handels, der Industrie, des Handwerks, der Arbeiterschaft der Finanxwissensckmst in Aussicht genommen.
:>t als Sachverständigenkollegiunc gedacht, das vertvalttnrg Ansichten und Auftassungeir, K'snntnisse und Ersah rungen, wie sie im Votkswirtscl)aftsleben Vorhände,: sind, dauernd zur Verfügung zr: stetterl und dadurch ihrer amllichen Tätigkeit eine wertvolle Untersüitzung zu gewahren harte. Es ist beabsichtigt, ihn demnächst in Wirksamkeit treten z.u lassen.
Die preußische H-errenhcurs-Reftrrm.
d ^ t l i n, 30. Idar. (WTB.) Im W a h l r a ch t s a u s l ch u ß des Abgeordnetenhauses wurde gegen die Stilnmvn inv- Fortschrrttler, Sozialdemokraten und Polen der 8 14 angenommen, der lautet: „Ms Vdftalied des Herrenhaiuses ist derjenige volljährige Dlgnat, der der Krone am nächsten steht, nach erreichter Volljährigkeit zu berufen."
^ Sodann wurde 8 2 m der folgenden Fasftrng angenommen: „Mrtgl,Ä»er drs Herrcnhcmses auf Lebenszeit sind 1. diejenigen Prinzen des königlichen. .Hauses und des fürstlichen Hauses von Hohenzollern, die naclr erreichter Volljährigkeit vom Könige berufen weiten, 2. die Häupter der nach der deutschen Bnndesakte vom 8. Jmü 1815 zur Standschaft berechtigten vormaligen deut- ,chm rerchsstand:,ck>(n Häu'.er in Preuße::, die vom Könige berufen werden."
Ferner wurde §3 m der nachstehenden Fasftmg angenommen: „Aut Grund von Präsentation lverden auf Lebnrszeit in das Herrenhaus berufe:) fünfzig litt der Regierungsvorlage sechzig) Perso::en crus der Zahl der nach der Verordnung ivegen Bildunw der Ettten Kammer ... —*«<••
12. Oktober 1854 zü erblichen Ällld
24) als
vom
gliedern Berufenen, und
1. achtzehn Mtglieder (in der Regierungsvorlage Vertreter der Fürste::, Grasen und Herren,
2. 32 Aiitglieder (in der Regierungsvorlage 26) als Vertreter mit erblicher ^Berechtigung dem Herrenhause an gehörenden Perionen und der mit dem PräsenLttionsrechte begnadeten schlechter. ^
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Berlin, 30.J>an. (W.B.) Der Präsident des Abgeordnetenhauses richtete an den Kaiser folgendes Geburts- tagstelegromm: „Eurer foiterlirixm und königlrchen Majestät beehre :ch mich luimens des prvußisck-en jAjbgeordnetenhauses die innigsten Geöurts!agsivüufc!-e darzubringen. Mögen die mit einem Terle .uuftrer Gegner eingeleiveten Friedensverhand.- l u n g e n zu einem für unser geliebtes Vaterland gesegneten Aus-, gang führen' Möge die ungebrochene Kraft urch Einmütigkeü «unseres Volles im Kampfe gegen unsere übriger: noch immer un-, versöhirltclieii Feinde Eurer Majestät urü) Ihrem getreuen Volke m: neuen Lelx-nsjahre den vollen Stieg und geftck^rten dauenrdeu Frieden bringen!"
Daraus ist folgeiche Airtwort eingegangen: „Wärmsten Tank für die treuen Wünsche, mil tnuwm Sie mich nnmens des Mge^ ordnetenhaujes beim Bc-gim: lfs neuen und entscheidungsvottenk Lebensjahres erfreut haben. Mckbück «rf das vergmrgemi
Jahr iderrke ich mit tiefer Dankbar keil der neuen, unvergänglicher^ Lorbeeren, die den alten preußischen Fahnen unter .Führung großer Feldherrn zuteil gew-o-rdcn sind. Sie sind ermöglicht worbe» durch den Geist treuer PllrchrerftÜlung. starken Staatsbmmßtsrins und opferwilliger Hingabe, zu der der große König und geniale- Staatsmänner unser Voll in harter Schule erzogen fcdfcen und feie! feie Grundlage für das treue Durch beiten der Heimat bildet. Es :n mcw l;eißer Wunsch, für dessen Erfüllung ich die tteue Hilfe aller VaterlantMreu^dc aufruft, daß dreier Geist unser in Not urch Tod beivährtes j^^olk zu weiterem tt'euen und» geschlossener, Ausharrm einige, bis der Sieg unsere Waften unG ein guter Frieden der: Weg zu fteier, ''icherer Entfaltung semev reichen geistigen und winschafllichn: Kräfte öffnet.
Wilhelm I. L
Der Seekrieg.
^ Reue U-Boot-Erfolge.
Berlin, 30. Jan. Unseren U-Bvoten fidlen im mittleren und östllchen Mitlelmeer tviedenum 19 000 BSstT. Handels schiffsrau m Mm Opfer. Im besonderen wurde dadurch der Transportverkehr nach Italien betroffen. IL a. wurden zwei große Dampfer ans einem durch zahlreiche Bewachrr und U-Bootsjäger gesicherten Geleit- zuge hercmsgeschoffen.
Der Chef des Admiralstades der Marine
Berlin, 30. Jan. Ans den Seeverkehr nach Italien wirkt unser U-Boots'krieg geradezu verheerend. Dem „Popoio Romano" vom 22. Januar Mfvlge schätzt der italienisclje FinanMrinister Mtti den Verlust der italienischen Handelsflotte int Verlaust biefc6 Krieges a uf ö 5 v. H. Diese Entwickelung erfüllt uns Deutsche mit um so größerer Genugtuung, als das Bev- trauen auf die freie Scl-ifsiahrt für Itallen die selbstverständliche Vmtaussetzung bildete für seinen Verrat am DveA-« bund' uitd seinen Anschluß an Cnrgland. Nun die
Einfuhr von Kohlen, Erzen und Lebensmitteln. Die Eisen- bahnen und selbst die Kriegsindustrie leiden ^iot Italien i|t bötlig, auf die Gnade der Engländer angeftftSsen, das die Front m Benetien als Nebenkriegsjchauplatz behartdelt uno nur hilft, wenn Italien sich weiter opfert für die eigennützigen Pläne der Entente.
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^ottöon, 30. Jan. Amtlich. Der Transport-^ dumpfer Aragon (9588 Br.-R.-T.) Ronal Lrnie wurde am 30. Dezember im östlichen Teile des ^(meeres torpediert und zum Sinken.gebracht. Än brrtlscher Torpedojäger wurde, damit be-
chastigt war, die Ueberlebenden aufzusischen, ebenfalls tvrpedrert und versenkt, wie bereits im Kvmwnnique vom 7. Januar gemeldet wurde. Da6 H i l f s k r i e g s schi f f O s m a n : e h (4091 Tonnen) der K he d i v i a l M a i l S/S- Sü- ist am 31. Dezember an ungefähr derselben Stelle auf eme M: n e g e l a u fe n und g es u n ke n. Mit dem Dampfer Äragon und v:er Schiffsoffizrere, darunter der Kapitän, 15 Mitglieder der Besatzung, 10 Armeeoffizicrc und 5 81 Mann ums Leben gekommen, mit dem Dampfer Os- manieh 3 Schiffsoffizrere, darunter der Kapitän, 21 Mir- güeoer der Besatzung, ein Armeeoffizier, 166Soldaren und acht Pflegerinnen. Bon diesen beiden Schiffe« war m der Unterhaussitzung vom 23. Januar die Rede.
A m st e r b a m, 30. Jan. Die Niedcrländ. Telegr.-Agen- tur meldet aus dem Haag: Beim Ministerium des Auswär-- tlgen ist die Nachricht erngelausen, daß das Fischersahr-' zeug Antonius Sch 234 am 26.Januar mit einem englischen Torpedojäger zusammenstieb und sank. Die Besatzung wurde gelandet. Ferner wurde dem Ministerium gemeldet, daß der niederländische Dampfer Mer-- wedc gesunken ist Die Besatzung wurde in New Lastle gelandet.
Aus Stadt und Tand.
Gießen, den 31. Januar 1918.
Zur Berarbeit«ng von Gemüse ««fe Obst.
Durch eine Verordnung des Staatssekretärs des Krregserntch» ningsamts über die Verarbeitmrg von Gemüse und Obst werdenj die beiden bisher lstersür geltendei: Verordnungen, deren B^stim^ mungen in: wesentlichen gleich lauteten, zusarmnengefaßt und SL einigen Teilen geändert. Die Ni0ttvendig5eit Änderung ergab sich zunächst daraus, daß die Krieqsgese5Isckaft für Sauerkraut m. b. H. und die KriegSges-ellschaft für Weinobst-Emkauf und ^Ber- tellung m. b. H. mit dem 1. Januar ds. Js. m Liawidarion getreten! imb ihre Geschäfte von der RerchsstelLe für Gemüse und Obst. schäftsabteilung G. m. b. H., ilberniommxm sind.
Weitere Aenderungen von allgemeinerer Bedeutung sind: Nach der neuen Verordnung sollen künftig auch die konservierten Gurkatz aller Art, um den in: Handel !mrt ihnen httwvvgetretenrn Pi^iS^ tteibeceien zu begegnen, betnirtf-chaftet ivnLen, mD zwar irfte das Sauerkraut unter Aufsicht der Geschäftsaddeilung der Reichsstelle für Gemüse und Obst. Bisher hatten sodmrn die von den Krieg-- gesellschaften iür die Er^eugntllo der von ihnen beauffichittgven Be^ triebe festgesetzten Absatzpreise keine Gellnng für die dmeeben in devj Berkehr gelangende fteie Waoe andcver Herkunft, Drnms ergab sich die Möglichkeit von Schiebungen und Preisübcrschreitungen. Dahev sollen nach Z2 der neuen Verortmur^ die von feen zuständi«« Stellen festgesetzten Slbfatzpreisc auch beim Verkauf gleichartiger Erzeugnisse aus nicht beaufsichtigten Berr«t«n die Höchstgrenze bflbrit. Außerdem- wird durch die neue Berardwung der Kreis der teemf- sichttgten Betriebe, die sich ntit der Verarbeitung von Gemüse b*» schäftigen, ermdterc: In Zukunft sollen alle Hersteller von Go- müsekonserven in luftdicht verschloss,men Behältern und die Hersteller von Faßgemüse, deren Jahresevseugung mehr als 10 Doppelt zenttrer bettägt. den Besftlmuangxn fee: Bewrchnmg unter!«eg«.. Die Verarbeitung von Tür dm Verbrauch im eigvren»
Haushalt bleibt nach wie vor frei. , ,
Gleichseitig sind durch eine weitere Verocvmmg des Staatssekretärs des KriegseriMrungsamts die Beiordnungen über d« Regelung der Preise für Gemüse und Obst und über die Rvgetuns der Preise f^r Objtnms »uw sonstige Fettersatzstoffe zum Brotaufstrich vom 11. November 1915 und die B.ck<rnntmach»ng Über die^ Preise von Marmelch^n vmn 14. 'DvzemSKr 1915 (Reichs- Gefetzbl. S. 752, 754, 814), deren Bestimmungen inzwischen überholt und durch die neue Verordnung vollends gegenstmü^slos sind, aufge^ben.
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** Am rli che Personalnachrick ten. Der Grvh^ Herzog empfing zum Bortrag: den Staatsminister Dr. von Etvald, den Minister des Innern Dr. vm: Hombergk zu Bach^ den Geireraladjulanlen General der Kavallerie von Hahn, den Vorstand des Kabinetts Wrkl. Geheunevat Romheüx — Der GvoßherzDg hat am 26. Januar l. I. dem Pfarv- vermalter August Kuppler zu Stadecken die evangelische Pfarrstelle das.löst übcrtlxtgen. — lleberrragen wurde am 25. Januar oem Schutamtsaspiranletl Karl Hebenmehl anS Darmstadt erne Lehrerstelle an der höheren Bürgerschule zu Beerfelden. — Am 26. Januar d. I. tmrrde Wilhelm Görnert aus Grünberg Mm Schreibgeyilfen bei der Be» z-irkskasse Groß-Gerau ernannt.


