Nr. 26
Der #if|mr Unzerae, erscheint täglich, außer Sonntag«. - Beilagen: Oießener F«m1! iendlätler; Kscvstlatt
für den Kreis Oletzea.
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Erster Blatt
168. Jahrgang
vonnerrtag. 31. Januar 1918
poffscheckranta:
Kra«rf«rt a.M. 11686
euer Anzei
General-Anzeiger für Oberhessen
2 iiw.u. { i.>e uou Anzeigen Die Lagesnumine: dis zum Nachmtnaq vorher ohne jedeBe: bmdlichkeit Seilenpreise: für örtliche Anzeigen 26 Bs.. für auswärtige 30 c ür Reklamen Alk. 1.— ; bei Plagvor- schrist 2"°/„ Auistnlag. Hauvtschri'lleüer: Auq. Goeg. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: vankoertehr: Aug. Moetr, Stadt u.b
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Trotzki für eine Verständigung?
Livland und Efthland stellen sich unter deutschen schütz.
Wwv.) GrotzrS Hauptquartier, 30. Januar. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
An verschiedenen Stellen der Front Artillerie- und Minemverferkämpft.
Die Jnfanterietätigkeit blieb auf Erkundungsgefcchte be-'
schränkt.
*
Unsere Flieger führten erfolgreiche Angriffe auf England und die "franzöfische Nordküste durch.
London u»rb Soitthend, sowie Dünki.chen, Gravelinrs und Calais wurden mit Bomben beworfen.
Jur Luftka-npf wurden gestern acht feindliche Flugzeuge und zwei Fesselballone abgescho sin.
O^ftlicher Kriegsschauplatz.
Nichts Neue^.
Mazedonische Front.
Die Vollste feindlicher Komprg'üen g"gen bulgarische Feldwachst^aNLgen iwrdöstlich vom Doiran-See wurden ab-
arwievn ^
Italienische Front.
Auf der Hochf iiche rwn Asi'go haben die Italiener mit starken Kräften ihren Angriff fortgesetzt. Im Gebi"te des Monte Sisemol sind sie unter schweren Verlusten gescheitert. Der Monte Di Val Bella und Col del Rosso blieben nach hartem Kampf in Händen des Feindes.
Der Erste Generalouaniermeister Ludendorff.
* «
Der vbendbericht.
lyerlin. 30. Jan., abends..(WTB. Amtlich.)
Vau den Kriegsschauplätzen nichts Neues.
D»h der Genruntierungen deutscher Radikalisten und khver streikenden Mitläufer soll Trotzki. der Führer der russischen Delegation, nach einer Meldung der ..Köln. Zttz." ausgesprochen haben, ein Friede rein auf der Grundlage des brsherigen russischen Standpunktes sei nicht möglich, es müsse ein Berstä idigunqsf rede g shlvssen werden. Die Meldung ist unbestä igr und fragwürdig, w.nn s e sich aber beivahrheiten fol te, so wird Herr S. hei bemann und sein Anhang damit belehrt, daß selbst der Russe es nicht mehr für'möglich hält, daß eine Bolksm hrhcic in Deutschland den dentsclien Unllerhändstrn bei ihren festgrhalteiiei: Richtlinien in den Rücken fallen könnte Die Sozialdemokratie hat bei ihrem jetzigen unverantwortlichen Verhalten von allen Seiten Absagen bekommen, so z. B. in einer parteiamtlichen Erkä ung der „F eisinnigen Zei ung", d e die fortschrittliche Dolisparrei vertritt Diese K e j: nxü'eit mit oem verbrechwischen Treiben der Voltsaufwüh er nichts mehr zu tun haben, und sie bekunden dies nnzweideung. Wie setzt sich also die ungeheure „Botksmehrhcit" des „Vorwärts" noch zusammen? Ledig ich einig? demokratische Organe stellen mtt Wohlgefallen die Teilausstände, über die sie in breiter, ausfälliger Weift berich.en, in den Dienst ihrer Bestrebungen. Im übrigen bleibt es dabei, daß die Ausstande verrunzelt bleiben und ihren Zweck verfehlen werden. Zahlreiche Blätter stellen fest, es sei jetzt erwiesen, daß die Urheber der Bervegung in den Rtthen der „Unabhängigen Sozialdemokraten" zu suchen sein. So schreibt die „Köln. Ztg":
.jedermann kennt die Drahtzieher, die hinter ihnen stehen, die Unabhängigen von der Frallion Haase, Ledestour. Tittmann. Es sind dieselben Leute, die seinei^eit die meutenrden Viatrosen berate,: haben. Die werden.auch jetzt den bolschnoikisck^: Hetzschriflen nicht fernstehen, die der russisch.' .Herr Trotzki nach Abschluß des Friedens als wichtigsten Absatzartikel auf die deutsche Einfnhr- itflfi setzen möch'e. Nach allem, ivas man von der Gesinnung dieser von zeder Ordnungs- und Gewissenspflicht Unabhängigen gelesen und gehört hat, gleichen sie den Anarchisten der Sorte Lenin-Trvhki wie ein Ei dem andern, sind auch sie Apostel des Reine-und Kleinemackiens, das wir jetzt in Rußland miterleben, wollen auch sie jene Despotie des Anarchismus, die das Selbstbestimmungsrecht der Völker nur achtet, wenn sie selbst bestimmt. wie er sich m äußern hat, die sich für die Freiheit, wie pie sie auffaßt, mit Maschinengewehren, Mord und Totschlag Gehorsam erzwingt. Ihr Ideal ist, in den Wahnsinn der Gleichmacherei, der jetzt vor unser aller Augen das russische Volk zugrunde richtet, die Methode des Fanatismus zu bringen, im Namen der genotzüchteten Freiheit Raub und Mord zun: Staats- systzem zu erheben. Es liegt klar vor jedem nicht ganz erblindeten; Auge, daß ein solches System alsbald in Mord und Lächerlichkeit tzngrmÄe gehen muß. Bei uns ging in den Märztagen des Jahres 48 ein Scherzwort mn, das den Freiheitsfanatismuck nach Trotz- kischeni Rezept treffend kennzeichnet. Das Programm der Revoluzzer, sagte man dcunals, besteht aus ztvei Artikeln, die lauten: Artikel 1: Jeder hat zu tun und zu lassen, was er will; Artikel 2: Artikel 1 wird aufgehoben, weil er dem Prinzip der Freiheit widerspricht. Nicht viel anders siebt auck: das Programm aus, pmt dem die Drvtzki und Haast jetzt die Welt verjüngen möchten. Daß die deutschen Arbeiter mit ihnen hinter einer jolchu Utopie' verlaufen weiden, ist undenkbar. Sie, die fast vier Jahve lang, eins nnt dem deutschen Volke, geblutet und gerungen halben um die Freiheit des Vaterlandes, werden nicht kurz vor denv Ziel g?« llnssrnlosen Versuchern erliegen, die sich nicht fdjeiicu, um hcrert Walmgebilde willen Volk und Vaterland und die dem Mbeitem Schere Aussicht, als gleichberechtigte politische Person! iä-keil ireben den Bürger m treten, aufs Spiel zu setze,:."
Sebr wirkungsvoll ist in de r bayerischen Kammer der Ttbgeorbneten die Sllreikbe.oegnng beleuchtet worden. Ans
bom „freien." Amerilk aber horwwt die Meldru:^ daß dort
die Regierung g^gen Agi a oren, die Au.sstandsbetvr.gn.ngcn anzetteln tvoupen, mit rücksichtsloser Gewalt vorgegangen ist. Ueberhaupt tritt jetzt in den mannigfachsten Ereignissen hervor, wie hart und streng in: gegnerischen Auslande die Rogier-nngsgewalt au fl.übt wird in: Vergleich zu der überaus milden nnd nachsichttgen Taktik unserer Berliirer Amlsstcllen.
Der österrcichisch-ttngarische Ta eSberrcht.
Wien, 30. Jan. (WTV. Nicht-amtlich.) Amtlich wird verlautbart:
Die sti?weren Kämpfe auf Der Hochfläche von Asiago dauern an. Südwestlich von Asiago und im Gebiet des Mo te Siseml ststeiterten alle italieni'chen Angriffe unter großen blutigen Verlusten. Der Mo' t di Val Bllla und der Co' del Rosse mutz en n^ch heldenmütiger V r eidignng und zch m Ringen den an Zahl immer stärker Hera ^geführten feindlichen Kräften überlassen werd n.
Der Chef des Generalstabcs.
Das xoUtijchr Lebe-r petersdurgs.
Stockholm, 29. Jan. (WTB.) Aus neutraler Quelle wird uns mitgeteilt, daß sich das ga.ize politische Leben Petersburgs in kvaurp,husten Zuckungen abspielt. Vorläufig glückte:: der Snwlny-Regienng ihre beabsichtigten großen Coups. Gestützt auf ihre rote Garde und die Marinettuppen, lvar es ihr nicht all zu schwer, die 5kcn:stituante nach knapp 24 Stunden wieder heimzu schicke:: und an ihre Stelle den ihr bedingungslos ergebenen Konvex, einzuberufen. Auck) m:f allen anderen Gebieten wird nach dem Rezept „Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein!" vorgegairgen. Tie Knebelung der Presse ist kann, :wch mi über treffen. Mit Ausnahme der Parteiblätter „Pramda" unö .^Jswestija" werden alle Zeitungen aufs schärfste kontrolliert urw unerbittlich bestraft. Mit politischen Gegnern wird kurzer Prozeß gemacht. Die Mitglieder der Opposition werde,: andauernd bedroht. Wieviele Person«: in der letzten Wock)e verhallet worden sind, läßt sich gar nicht übersehen. Die früheren Minister Schingarew und Kobn'chkin wurden wegen ihres leidenden Zustandes von der Peter-Pauls-Festung nach dem Krankeuhanw gebracht, ivo sie in der ')äuhi nach ihrer Einliefernng von Maari:esöll>aten niedergrschossen lvurden Kokoschkin war sofort wt, Scküngarew starb erst nach mehrsllmdigen Qua hm. Aus den ersten Blick trug das Perbrechcm alle Mcrknvale des gemeinen politischen Mordes an sich. Tie herrfch.mde Cli.we weist aber jede Mitschuld von sich und behauptet. Die Gegenseite habe die Ermordung aargezettelt, um sich eine Waise gegen die Boischnviki in die Hand zu spielen.
Stockholm, 30. Jan. Das Esthnische Bureau hier teilte dem Vertreter des WTB. mit: Beinahe alle nationalen Truppenteile haben gegen das maximalistische Verbot der Bildung nationaler Armeen protestiert. Ein lettisches Reginicnt hat dm ukrainischen Militärkongreß der Nordsront, der mit Wahlvorbereitungen znr konstituierenden Versammlung der Ukraine beschäftigt war, zersprengt.
Tie ukrainische Delegation der d^ordfront wandte sich an die esthnischen Truppen mit der Anfrage, ob die Eschen unter irgendwelchen Umständen gegen die Ukrainer Vorgehen würden. Die Delegation erhielt den Bescheid, daß die esthui- schen Truppen unter keinen Umständen gegen die Ukrainer Vorgehen werden.
Der Zustand des russischen Heeres.
Berlin, 30. Jan. (WTB.) Die rus'i'che Presse veröffentlicht ein Telegramm des Generals Bentsch Brupewitsch, des Stabschefs der Oberkomnwndos, das wörtlich Tautet:
Vollkommene Machtlosigkeit. Viele Frontteile sind entblößt. Ans der Westfront kommen auf die Werst nur 160 Bajonette. Die Reserven lösen ihre Kameraden in den Schützengräben nicht ab. Eine ungeheure Zahl erfahrener militärischer Vorgesetzter ist bei den Wwl/len ausgesckstckden. Der jetzige Bestand an Stäben ist ohne Erfahrung. Der Stab und die Behörden werden, in Kürze zu arbeiten aushoren, da niemmü) mehr arbeiten kann. General- stlabsofllziere sind nicht vorhanden. Die Arbeitsbedingungen in de,: Stäben fiub entsetzlich. Wirtschaftlich herrscht eine voll- kommme Anflöfung. Ausbildm:g und Ordnung der Truppen sind nichts wert. Eine O r d n u n g i m H e e r e g i b t e s n i ch t m e h r. .Die Befehle werden nicht ausgefübrt. Desertionen finden massen- haft statt, beurlaubte kehre:: nicht zurück. Der Zusammenhang ist an vielen Stellen zerrissen. Ter Bes.llnd cn: Pferden ist fast 'ganz vernichtet. Die Beststignngen der Stetlunge:: zerfallen. Die Drahthindernisse si,ck> zur Crleichtt'rnng der Verbrüdenmg und des Handels entfernt. Einen Angriff des Feindes arisMhalten ist unmöglich. Die einzige Rettung des Heeres ist der Rückzug hinter die natürlichen Grenzen.
Die russische Zeitung „Rjetsch" verurteilt die Reden Lenins im Rätekongreß, die aus die Instinkte der dunklen Massen rechnen n,:d Anarchie und Vernichtung der Kultur als Erfolge des Arbeiter- kampses preisen.
Trotzki für cincu BergleichSsrieden?
i. Köln, 30. Jan. Die Köln. Ztg. meldet aus Amsterdam: Nach einem Telegramvr sagte Trotzki auf dem Kongreß der Sovjets am Montag, daß an einen nichtannexionistö- schen Frieden nicht zu denken sei. Nur ein Vergleichsfriede fei möglich. Westeuropa dürfe Rußland nicht tadeln, wenn dieses zu einem Sonderfrieden gezwungen sei. Der Kongreß gab den russischen Delegierten freie Hand für Brest-Litowsk.
Erklärungen der Ritterschaften Efthland- rntv Livlands.
Stockholm, 30. Jan. (WTB.) Laut „Stockholms Tidnin- gen" überreichte gestern eine Abordnung, bestehend aus drei angesehenen Mitgliedern der Rittersck«ft Esthlands und Livlands, dem Vertreter der Bvlschewikiregiernmg in Stocklwlm Vorowsch eine Kürchgebung, tvorin mitgeteilt wird, daß die Ritterschaft Livlands und Esthlands ein e verfas ßnrgsmäßige Vertretung bes, Landes bildet und hiermit bttmmtgibl, daß Liviand nud
Efthland selbständig sind und in ihr Recht eiTwreten, um mit den andere:: Völker:: dlbkommen jeder Art zu treften. Zum Schluß heißt es in der Kundgebung: Die >viederl>olten liebergriffe her gestürzten SellsttHerrschern:acht und die zahlreichen Urbergmfc gegen die Gesetze des Landes, die von der republckanischen Re- gierrmg Rnßlgnds zngelassen wurden, brachte das Land in eine verzweifelte Lage und nahm ihm die Möglickckeit, sein !toarl:ches Daseu: zu festigen. Die Vertreter des Landes sind somit gezwungen, sich ,:ach Sckmtz außerhalb der Larchesgrenzen umzusehen und dort Garantien für Gesetz und Rech: zu suchen. Daher beschloß die Ritterschaft Livlands :nto Esthlands. das Deuts che Reich um Schutz zu bitten. Sie will die Benreter der russischen Negierung davon zur selben Zeit in Zl)enntnis setzen, lvie dies« Beschluß der deutschen Regierung übermittelt wird.
Eine Friedensentschrießnn^ der gesetzgebende» Versammlung.
Basel. 28. Jan. Wie Havas aus Petersbirrg meldet, hat die Sobranje vor ihrer dluflösung eine Friedensrefo^ lution gefaßt, in der es u. a heißt: Die konstituierende Ver-t sammlung bekundet den unerschütterlick^en Willen des ganzen russischen Volkes, dem Krieg ein Enste zu macken und einen ge-: rech'eK und allgem>einen Friesten zu schließen. Sie richtet an all« mit Rußland verbündeten Mächte d<m Vorschlag, gemeinsam die genauen Grundlagen eines für alle kriegsülrreuden Länder anmckpn-i baren denwkratischeu F iostens festz,istizen. Dieser Vorsäilag iväre alsdapn von der gesamten Koalition u:ck) den mit Rußland m^> dessen Verbündeten kriegführe,'den Staaten zu unterzcnchnen. Die Konstittmnte beschließt, eine Delegallon zu erneirnen. Diese soll mit den Verttetern der Verbündeten Mächw in Verhandlungen ein- treten und ihnen einen Aufruf überreichen, in bem jfc eHrgeladent norden, gemeinsam die Mttel zu vereinbaren, die dem Kriege cin huöglichst rasches Elche bereiten, um auf diese Weise die Friedensresolution der komstituierende:: Versammlung in die Wirklichkeit um^usetzc::. Die Nationalverfanrnckung spricht im Narnen der Völker Nutzlands ihr.Bebauen: aus, daß die in Verständigung nrft den verbündeten Demokratien ein gebeiteten Verhandlungen mil Deutschland den Charakter von Sonderfriedensverhandlungen cmge- nammeit habe::. Sie hält den vereinbarten Wapen still stand auft reckst und übernim:ut im Namen der Völker d« russischen Bundesrepublik die Furtsetzm^ der DerhM:dl:mgen mü den feindlichen: Machten in dem Bestreben, die Interessen Rußlands zu verteil di gen und gemäß 6e:n Willen der Nation einen demokratisches Frieden zu erwirken.
Der Vttrgerkrieg in Finnland.
Helsingfiors, 29. Jan. (WTB) Meldung des Svenska Telegrambyran. Der Aws führen de Arbeit e r a u s s chu ß b eschloß, den Arbitern Voranschlägen, eine Delegation des finnischen Volkes zu erneuten, anstelle d.s jetzt re oll neu aehaßttn Senats Die De egertion soll z::- sammen mit dem Zentralrut d r Arbeiter und dem Rolle kontroliiert werden und die Regierung ausüben, bis die Arbeiter anders bestimmen. Die Regierung, di? sozialdemokratisch sein muß, ist interimistisch und folgendermaßen zu- sammenge'etzt: Männer, Pr si.eut, Sirela. Auswärtiges: Haapaläncn, Inneres: Letonniätt, stustiz: Kun'inen, Unterricht; Kohonen, Finanz,; SmniimiriTe soziale Frag n: Elo- rauta, Ackerbau: Tokoi, Lebensnlitttt; Lindguist, Verkehr und Post; Turkia, Prolürator. Der Zentraleot wird 3ö Mitglieder zählln: und zwar 10 aus dem Parteirat, 10 aus der Bolksorganisation, 10 Rote Gardisten und ö organisiert! Helsingforser Arbeiter. Der Name Senat darf nicht meh: Vorkommen.
Stockholm, 30. Jan. (WTB.) Anläßlich der Lagt in Finnland ttaf die schwedische Regierung vor. bereitende Maßnahmen, um nö igen alls unverzüglich Schiffe dorthin zu senden, die schwedische Untertanen in ihr Vaterlarck) zurückführen sollen
. i. Köln, 30. Jan. Die Köln. Ztg. meldet aus Stockholm: Nach Meldungen, di" bei der sinnlälürischen Dele» gation eingelanfen si .d, besi del sich H e l s i n g f o r s vollständig in der Gewalt der m a r i m a l i st i s ch e n So l- d a t e n. Der geflüchllete Senat soll in Ham m e r f o t b irr Sicherheit gebracht sein.
Calais englisch?
Berlin, 31. Jan. Unter der Ueberschrift „Calais englisch?" verbreitet die Voss. Ztg. ein aus Skanöinavicn stammendes Telegramm, wonach die früher schon aufgestellre- Behauptung, daß Frankreick> einen Vertrag mil England auf- Pachtung von Calais für 99 Jahre abgeschlossen habe, jetzt endgültig bestätigt werde.
General Snttils Ober Uoloniakfragen.
London, 29. Jan. flZ.B.) Mclduna des Reuterschen Bureaus. Das Mitglied des Kriegskabmetts General S m u t s sprach pm SRvntag abend in der .Köuiglick>ei: (ö^^aohisck'en «Gesellschaft über die Kolon ialsrage in Afrika. Ostafrika swhe im itvirtscki«stlichm Werte hock) unter den tropischen Lä:ü>'rn -ffrikas. Tie Deutschen erkannten, daß der Wert des tropischen Afrika^ mcbt in der Erschlwßung für weiße Kowiniswn beillelst wie bei Britisch- Ostafrika, simdern in dem Pflanzungsshsten:, in welck)em rveißes Kapiidal nnd schwarze Arbeiter Zusammenarbeiten. Die deutschen voloncalen Ziele sind tatsächlich mcht kolorrial. sondern völlig te* ^.rrscht.vvn den umfasse,:den tveltpol:tisck)en Begriffen. Jhrr nwhren Z:ele )mb nicht die Äw-lonian, solcher,: die miliitärisck« Mack?t, strategische Stellungen, um diese Weltmacht in Zukunft auMiüben, D:e Teutsck)en verlangen eine neue Verteilung der Weltkolouien, damit Deutsckstand Anteil daran habe, wie «s f-eiiter Weltstellung entjpre^e. Zum Beweist führte Smuts angeblich' Ansfütnungenj Dr. SolfS nn Kolonial kalender von 1917 an und fuhr fort: Mit! anderen Worten: Berlin—Bagdad ist nickst sichr ohne Deutsch Zentral- oder Ostafrika. Die Gesick^mikte dcS britiichn Reick^S si'ch^n der Tat sehr andersartig. Erstens (Mtc es, abgesehen vost der ^seeniacht, die Zur Fortdauer des Bästmwes in dlfrika lvcsenttich ist, nrernalS militärische Ziele. Gs hat nienmls die Gingeboren?,ß milttansrert, W ist stets einer solchen cntgcgrngrtwn'n.


