** Die cammtiing für die vom Hochwasser ge« schädigten Einwohner vvn Tietersheim hat bereits die Ontnkfv tzöl« von 4 05,50 M ark ermcht: imö *n»r
ton: Gießerver Anzeiger 100 Dkk., Frl. Vigelins 5 Mk., Tr. Stubl 5 Mk., Frau Dr. Rösler 5 Mk., N. N. 10 Mk. N. 1 Mk., L. Fuhr 2 Mk., I. B. 10 Mk., Robert Stuhl 3 M, Fcbrckftnt Henrpel 20 Mk., S. Praetorius 10 Mt., N N. 2 Mk., Frl. Behaghel 2 Mk., Frau Kommerzienrat Gail 10 m , Landgerichisdir. Bücking 100 Mk., Frl. W. 10 Mk. Zahtmeister Witting 5 Mk., Rsallehrer Straub 5 Mk., Uiuie- xumitt 1 M., öesgl. 3 Mk., Frl. Carl 2 Mk., Frl. Schloß Hauer 2 Mk., B. M. 3 Mk., Ungenannt 2,50 Mk., desgl 5 Mk., L. Avttrrin 10 Mk., M. A. Kvck- 5 Mk., Lederhändler Keil 20 Mk., E. B. 10 Mk., %. G. 10 Mk., A. B. 10 Mk., Joses Simon 5 Mk.. T. Becker 3 Mk., Leicht 2 Mk., W. W. 5 Mk., N N. 2 Mk. — Nach wie vor nimmt die Geschäftsstelle Geldspenden entgegen. Wer schnell gibt, gibt doppelt!
** Auszeichnungen. Dem Landsturnrmann Ludwig Hecht wurde das Kriegsehrenzeicben verliehen. Gefreiter Richard Sorge erhielt die Hessische Dopferkeitsmebaille. — Tein Kaufmann Carl F i r, Feldintendantur-Asjisdent-Stellv., imrrde das Eiserne Kranz 2. Klasse verliehen.
** Gemüsebau im Jahre 1918* Die LandwirtschaftS- kammer für das Großherzogtum Hessen verbreitete im Jahre 1917 daS Kriegsflugblatt 9dr. 5 über Gemüsebau im Kickegsiahre 1917 in vielen Lauseirden Exemplaren. Von diesem Flugblatte ist noch eine größere Anzahl vorhanden und kann von Einzelpersonen wie auch Dereftren unentgeltlich bezogen werden. Bestellungen sind an die Landwirtschaftskammer in Tarmstedt. Allee 6. zu richten.
** Erleichterun gen bei der Zwo nasumläge für Schweine. Nach Verhandlungen mit den: Kriegrs- ernährungsamt hat letzteres Mgestimmt, daß bei der derzeitig angoordneten Zivangsu.mla.ge der Schweine folgende Erlerchiterunge n zu gelassen werden dürfen: 1. Alle Ferkel unter acht Wochen sind von der Umlage frei: 2. diejenigen Personen, die Ferkel für ihre Hanssch'achtnng ab 1. kOtober 1918 bereits erworben haben oder aus eigener Zucht be* sitzen, dürfen diese Ferkel behalten, sofern, sie sich über den Besitz von Fntterinltteln aus weisen, die zur menschlichen Ernährung nicht geeignet sind: 3. diejenigen größeren Betriebe, die im Sommer Hanszrischlachten pflegen, oder die mit Rücksicht auf ihre Versorgung in diesem Sommer haus- schtachterc müssen, dürfen die dafür bestimmten Schweine
g ckbehalten. Die Großh. Regierung hat alsbald die Bieh- >elsverbände angennesen, in diesem Sinne bei der ngsumlage der Schweine zu verfahren.
Von der Feuerwehr. Bei dem letzten Hochwasser wurde die Hüfe der Feuerwache des öftern in Anspruch genommen. Tie hvchgehenden Fluten der Lahn, die säst den höchsten bekannten Wasserstand vom 1. Januar 1879 erreichten, hatten die Schützen- straße, KroidorserSttaßr', die Straften im Mühlen gebiet überschwemmt und eine Anzahl .Keller unter Wasser gefetzt. Zum Aus- vumpen dieser Keller wurde die Motorspritze verwendet, die in kurzer Zeit die umfangreiche Arbeit bewältigte. Obwohl das Hock wager äußerst schnell und gefahrdrohend eintrat, so sind doch dank der getroffenen PÜLftpahnren irgendwelche nennenswerte Schäden nicht zu verzeichnen gewesen. Tie Aufrechterl>ajwng des Verkehrs in obengenannten Straßen war durch schlagen von Not- stegen lv gut wie nwglich bewirkt worden, während der städtische Nackten zum Bergen von Kleinvieh usw. in den überschwemmten Gebieten tätig war.
** Gi ' ßene r H a u Z f r a u enVerein. Eine Llbend- unrerhallung mir Vorträgen aller Art und der Vorführung eines Lustspiels Halle gestern abend der Gieftener Haussrauerrvercin im Fürstenhof verailstattet. Mit viel Liebe und Sorgfalt war die Spielfolge ausgesucht und einstudiert rvordsn. War auch der Grundgchanke aller Darbietungen eine gewisse Propaganda für die schönen Zwecke des Vereins, so bat sich dach auck dem Ferner stehenden eine angenehme Abwechslung und Unterhaltung. Ern von Fn Wallach verfaßter und von Frl. Hüter zum Bortrag gebrachter Prolog führte miss beste ein. Dann folgte ein von Kindern allerliebst getanzter und gesungener Schustertanz, dem sich ein von Frl. Schudt und Frl. Koch vortrefflich go- sungenes lustiges Duett, van Frl. Holzapfel verfaßt, anschloß. Ten Abend schloß das Lustspiel „Die Kochkiste", das auf humorvolle Weise mit den Vorteilen dieser Kocheinrichtung bekannt machte imd zeigte, wie die Kochkiste auch zur Ehestifterin werden Sann. Herrn Oberregisseur B a k o f, der das Werkchen einstudierte, sowie den Darstellern Fr. Seybold, Frl. Schudt, Frl. Krüger, Frl. Biermann. Frl. Tin gelben und Herrn En gisch gebührt der Dank für das Gelingen Das vollbesetzte Haus folgte den Darbietungen mit Interesse und spendete reicher: Beifall, der zu öfteren Wiederholungen Ml aß gab.
** Wertere Verkleinerung der Zigaretten. Am 1. Februar tritt eine Verordnung in Kraft, nachher das Format der Zigaretten weiterhin verkleinert werden muß. Für die Herstellung von 1000 Zigaretten dürfen nur noch 850 Grarnw Tabak verwendet werden, so daß also eine Zigarette in Zukunft nur 0,85 Gramm wiegen darf.
** Verordnung über Bier und hier ähnliche Getränke. TaS Kriegsernährungsamt hat für das nochdeutsche Brausteuergebiec neue Bestimmungen über den Stammwürzgchalt und den Herstellungspreis des Bieres erlassen. Bier, das auf Anfordern der Heeres- oder MarineVerwaltung an die Feldrruvpcu liefern ist, ist, wie bisher, ausgenommen. Dagegen sind in den Bereich der Regelung auch das obergärige Mer und die bierähnlichen Getränke iErsatzbier) einbezogen worden. Bier (obergäriges und untergäriges) und bier ähnliche Getränke dürfen nur mehr mit einem Stammwürzgeha!t bis zu 3 vom Hundert an Ertraktstoften berge stellt werden. Diese Einschränkung bezweckt., die Bierversor- gung wegen der geringen Rohstoffmengen, die der Bierherstellung zur Verfügung gestellt werden können, möglichst zu strecken und eine gleichmäßige Heranziehung der Brauilchustrie zur Versorgung der Rüsttrngs und Schwerarbeiter zu gewährleisten. Praktisch wird diese Begrenzung von der Braumbustrie mit verscknvindend.m Ausnahmen schon jetzt eingehalten. Der Herstellerhöchstpreis ist ohne Rücksicht aus deir Stammwürzigehalt für untergäriges und obergäriges Mer einheitlich auf 23 Mark, für bierähnliche Getränke auf 21 Mark für 100 Liter festgesetzt worden. Tie Höchstpreise gelten auch beim Verkaufe durch am Orte der Herstellung ansässige Bierverleger, sonstige Vermittler oder ZwisckrenHändler sowie beim Verkaufe nach dem Herstellungsart durch solche Personen. 9coch nicht erfüllte, zu höherer: Preisen abgeschlossene Lieferungsoerträge gelten als zum Höchstpreis abgeschlossen. In die Bestimmungen über die Beförderungskosten sind gemäß den Be oürfnissen der Praxis auch solche über die Verseilung mit Fuhr werk über den Herstellungsort hinaus, sowie über d:e Rückdeför derung der leeren Fässer mit ausgenommen werden. Mer und bier- ähnliche Getränke untereinander gemischt zu verkaufen ist ausdrück lich verboten tvorden.
**Das Großh. Hess. Regierungsblatts r. S, aus- gegeben den 28. Januar 1918, hat folgenden Inhalt: 1. Bekanntmachung, betreffend die Ausfuhr von Zucht- und Nutzvieh aus dem
Groß hoc z-og turn und aus einem Kreise des Grolcherzogtums in einen anderen, vom 10. Llpril 1917, 'lfter Abänderung des H 4 dieser Bekanntnrachnng: 2. Bekainrtnrachung über den Verkehr mit Kaffee- Ersatz: 3. Bekanntinacki-nug, Ausführung des ß 11 des Gesetzes über den vaterländischen Hilfsdienst betreffend; 4. Bekanntmachung über den Verkehr mit Eiern: 5. Verordnung, die Abänderung de:' Verordnung vom 8. NovSmber 1909 über die Tcvmpf- Vesse! betresfend: 6. Bekanntm>ack)ung, die Löschung von Strasver- m-crkei: im Strafregister und in der: politischen Listen betreffend: 7. Bekairntnrachung, Erzeugnisse auS Gänseleber betresselü>: 8. Bekanntmachung über die Beschränkung des Verkehrs mit Hen aus der Ernte 1917; 9. Bekanntmachung zur Verordnung zur Abände- r:mg der Verordnung über den Verkehr nrit Getreide, Hülsen- srlickiden, Buch.veizen und Hirse aus der Ernte 1917 zu Saat- zrvecken vom 22. Dezember 1917.
** Das Kreisblatt Nr. 10 enthält Verordnungen über: Absatz von Sauerkraut, Heu und Stroh, Schlachlverkehr, Verkehr mit Getreide usw., Laubheu und Futterreisig, Saat- und Steckzwiebeln, Verbreitung von Druckschriften, Eingelagerdes Obst, Wintersckmle, Schilfrohr, Behandlung von Häuten, Säxulärztlicher Dienst, Nährmütel, Mehllieserung, Feldbereinignng Hattenrod.
Lünvkrcts Gietzkn.
)l Mainzlar, 30. Jan. Fahrer Friedrich Becker erhielt die Hessische Tapserkeitsmedaille.^ — Tie Sammlung für die Schwestern-Spende ergab in lstesiger Gemeinde den Betrag von 66,25 Mark.
** Utphe. 30. Jan. Grenadier Schmidt V. wurde zum Gefteiten befördert.
Kreis Büdingen.
# Stockheim, 30. Jan. In derselben Nacht, in der ein Einbruch in eine benachbarte MdlPerei geschah, wurde ein solcher in die am Bah::hvfe stel-enden Milchroerke des Tr. Sauer-Zwin- gei:berg a. d. B. verübt. Gestohlen wurden 120 Büchsen Ramogen und ellva 1 Zentner Zucker. — Bonhausen. Das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Gefreite J-ohannes T em mer. — Rinde rbügen. Das Eiserne Kreuz, früher die Hessische TapferkcitSmedaille, erhielt der Falirer Heinrich Röder, die Hessiscki-e TapftrkeitsMedaille der Schütze Wilhelm Weidling. — Büdingen. Das Milllär-Scmrtätskreuz erhielt der Fahrer Karl Herzin ger.
Kreis Schorlen.
O Gedern. 30. Jan. Ter Gemcindeforsttvart Unteroffizier Karl Tie hl wurde zum Sergeanten befördert. — Die Hessische Tapserteitsmedaille erhielt der Wehrmann Ferdinand O e ch l e r. — Tie an Kaisers Geburtstag durch den. h esigen Zweigverein vom Roden Kreuz zugunsten der Schwestern-Spende vorgenommene Haussammlung erbrachte den schöiwn Betrag von 265 Mk.
# Gedern, 30. Jan. Ein fremder Gärtner verkaufte hier Geinüse und überschritt den von der Landesgemüsestelle festgesetzten Höchstpreis, weshalb er 30 Mart Geldstrafe erhielt. — Götzen. Tie jHess. TapferVellsmcdaillc erhielt der Dragoner Karl F r i tz g e s.
Kreis Frieüderg.
** Friedberg, 30. Jan. Das Großh. K^reisamr Friedberg fordert alle Selbstversorger auf, ihre Hausschlachtungsanträge bis spätestens 1. Februar 1918 durch Vermittlung ihrer Bürgermeisterei des WohrDvrts bei dem Kreisamt einzureichen. Nach dem 1. Februar einlauferckw Anträge müssen abgelehnt und die fraglichen Schweine beschlagnahmt werde::.
Starttttburg und Rhetuhessea.
I. Darm stadt, 30. Jan. Im Natio:mllDeralen Verein sprach gester:: abend Reallehrer Kahl über Wirtschaftlick^ Kriegsziele. England, die Seele der Kriegsführung unserer Feinde, habe den Krieg als Wirtsckxiftskrieg gegen uns angezettelt und durck>- gefÄhrt. Es muß daher die Ausgabe sein, einen Frieden zu schließen, der es England unmöglich macht, sein Ziel, Deutschlands wirtschaftliche Erdrosselung, nach dem Kriege zu verwirklichen. Im Anschluß daran gab Landtagsabg. Tr. Osann einen lleberblick i'üDer die inner- und außenpolitische Lage. Beide Vorträge fandeir bei ter sehr gut besuchten Versammlung lebhaften Beifall.
I. Darm st a d t, 29. Jan. Geh. StaatSrat Krug von Nidda ist heute vormittag gestorben. Bei seinem Scheiden aus dem Amte an: 31. Dezember 1912 wurde ihm der Charakter eines Wirk!. Geheimerats mit dem Titel Exzellenz verliehen.
D. Z. B en s he i m, 30. Jan. Der Dod räumt auf unter den hessischen VolkSdichtern. Karl SckKfer mrd Karl Errrst Knodt gingen. Nun ging auch der Bensheimer Philipp Bittbaum. Der am 23. März 1843 zu Raunheim a. M. geborene Großh. Seminarlehrer, der sich auch um die hessische Landwirtschaft verdient gemacht hatte, scherikie irrrs zuerst den „Moosbauer", eine Heimal- erzählung, dann „Hauswirflen", „Wildhecken", „Werklagsgestal- tcn", „Von Jägern und Wildschützen", „Die Heckenrose", „Der Gcckdvogel", ferner „Dorfttücke, Lied^spiele mcs dem Odenwalder Volksleben", und im Kriege „In Feldgrau, Heldentaten hessischer Krieger aus Deutschlands größter Zeit". Sei:: letztes Werk, der Kriegsnomcm „Durchs Kreuz geadelt", wird in nächster Zeit erscheinen.
ch. Ebern bürg, 30. Jan. Bei dem großen Nahehochwasser drangen die Fluten, die sich gestaut hatten, plötzlich über die Ufer und überschwemmten den ganzen innere:: Dorfteil vollständig. Von der Gastwirtschaft der Gebr. Schmuck (Sickingerhos) war nur noch das Dach sichtbar. Viele Geräte::nd Möbel schrvammen fort. Das Wasser stand stellenweise zwei bis drei Meter hoch. Sämtliche Gärten sind vollständig verwüstet.
I. G u fta vs bu r g, 30. Ja::. Gestern fand eine Besichtigung des Werkes Gustavsbürg der Augsburg-Nürnberger Maschinenfabrik durch Vertreter des Kommunalverbandes Darmstadt-(^roß- Gerau statt. Die Besichtigung verfolgte den Zweck, das Verständnis zwischen Landwirtschaft und Industrie zu lörder::, indem es der CTjtemt .Gelegenheit gab, die Arbeit der letzteren kennen zu lernen.,
Hejsen-Nafsau.
--Bad Hvmbürg v d. H., 30. Jan. Zur Deckung von Gemeindeb^dürftrissen beschloß eine Geheimsitzung der Stadtverordnetenversammlung die Aufnahme einer Anleihe von 6 Millionen Mark, v-orl>el)alllich der Genehmigung das Bezirksaus.chnsses. - Maler Küpper stiftete für den StadtvcrordnetensitzungSsoal ein von ihm gemaltes Kaiferbildnis.
ul. Elz, 30. Jan. Seit letzten SamStag ivurde der etwa 24 Jahre alte Josef Hertzog von hier verrnißt. Er war in den Wald geäugen, ,un Holz zu sammeln. Nun haben Holzleser die Leiche im Walde gesunden. Da Hertzog an epileptischen Anfällen litt, nimrnt man an, daß er im Walde von einen: Anfall betroffen wurde und an dessen Folgen verstarb.
— Frankfurt a M., 30. Ja::. Mit militärischer Hllse veranstaltete die Polizei Montag abend eine Streife durch die Mrstgidt, wobei ihr 49 verdächttge Persoue.: n: die Hände fielen, da:-unter 5 Militärpkws'oncn. Von dem halbe:: Hnudert wurden nicht weniger als 28 Personen verhaftet, den Rest entließ man nach Feststellimg der Namen. _ __ _
— Frankfurt a. M , 30. Jan. Seit Monaten wurden fct den Wartesälen des Hauptbahnhofes durchreisenden Soldaten Tor» nister u. Pakete in großer Zahl gestohlen, ohne daß es möglich war^ des Täters jemals hablurft zu werden. Am Dienstag gelang es nun dem Kriminalwachtmeisder.Gimitz den Dieb in einem lahnen^ flüchtigen Soldaten nanie:^ Frimncert zu ermitteln Um de:t Mann in jeder Beziehung der Diebstäliilc zu überführen, folgte dn gewiegte Beamte il>m 12 geschlagene Stunde:: in unaus'ällrgiM Weise während einer Bah::fahrt nach Bockc.rheinr, dann durm d:S Stadt mit ihren manä>erlei Vergnügungsstätten und e:wl:ch gegen 12 Uhr nachts in den Hauptbahnhof, der das Haupt" und ocacl)t-- quartter Fwiimncrts war. Hier wurde er verlxcftet. Bei ferner Vernehmung gab der Bursche unumwunden zu, die innerhalb der letzten Monate oorgekommencn Tornisterdiehstähle verübt zrl haben
ul. G ö r g e s h a u s e n b. Diez, 30. Jan. Beim Heuholen stürzte der 80jährige Landwin Johann Nink II. im stalle von der Leiter, wobei er eine schwere Kopfverletzung erlitt, so daß ern Bluterguß :urch dem Gehirn erfolgte. Der alte Mann ist an den Folgen des Unfalls gestorben.
--- Höchst a.M., 30. Jan. In einem Hause der M ainze r Straße des Stadtteils Unterliedcrbach erfolgte Dienstag abeno eine Gasexplosion, durch die erhebt:ä-c Verwüstungen in zwei Stockwerken angerichtet wurden. Ter Wohnungsinhaber, der die Explosion verursachte, mußte schwerverletzt dem Krankenhause zn-, geführt werden. Tie Untersuchung ergab, daß ein Gasleitungsrohr; statt mit einer Muffe mit einem Kork zugestopft war
][ Ro sen t h al, 30. Jan. In unserem Burgwaldstädtchen brach gestern morgen kurz nach 4 Uhr in dem an der Frankens berger Straße gelegenen Gehöfte des Christian Groß ein Brand aus, der Wohnhaus, Sckzeune und Stallungen in Asche legte. Das Vieh konnte noch rechtzeitig in Sicherhell gebracht werden, doch sind reiche Vorräte an Futter, Korn und Saatftucht dem Brande zum Opfer gefallen. Die Löschmannschaften mußten sich aus den Schutz der umliegenden Gebäude beschränken
vermischtes.
* Königshütte, 30. Jan. (Priv.-Tel.) Dem „Oberschlesi- scheu Kurier" zufolge entstand vormittags in einer Volksschule ein kleiner Kellerbrand. Hierdurch entstand in der von 1600 Schülern besuchten Sckpcke eine Panik, zwei Kinder wurden! erdrückt, 15 so schwer verletzt, daß an ihrem Auskommen gezweifelt wird. W!ie ergänzend gemeldet wird, sind außer den( sckmcerverletzten 10 Knaben und 5 Mädck>en noch 60 Kinder leicht verletzt.
* Thomas Earlple für die Zugehörigkeitf Elsaß-Lothringens zu Deutschland. Ms nach! der Kapitulation von Paris im Jahre 1871 iw! der Presse der gesamten Welt der bevorstehende ^ Friedensschluß zwischen Deutschland :md Frankreich sowie diL deutschen Friedensbeoin gurren eingel?eno erörtert wurden, zu der^rr auch, wie bcckaimt, die Rückgabe Elsaß-L-olhrlligenS an Deutsch»- laud gehörte, veröfsenllichte der bekannte und berühmte englische historische Schriftsteller Thomas Carlyle, der stets ein treu« unb begeisterter Freund Deutschlands gewese:: ist und der sich imt die Berbreittmg der Kenntnis der deutschen Literatur in seinem Baterlonde hervorragende Verdienste erworbe:: hat, in der „Time^ einen Artikel, in den: er auf das entschiedenste die Zugehörigkeit.■ Elsaß-Lothringens zu Deutschland verfocht. In dem Artikel, auf den der Reichskanzler Gvaf Hcrlling in feiner Rede im Haupttrus-j schuß soeben hingewiesen hat und die daher ein besonders aktuelles Interesse beanspruchen dürfte, heißt es it. a.: „Richelieus List,« Ludwigs XIV. grandilofe-c Säbel das sind die einzigen RechlstllMl Frankreichs auf die deutschen Länder . . . Bor hundert Jahrenk wünschte man in England lebhaft, daß Elsaß-Lothringen den Franzosen wieder abgenommen werde. Und man hoffte es nicht nur, sondern man gab sich auch darum Mühe . . . Daß Bismarck nnb Deutschland jetzt in ihrer günstigen Lage das gleiche Verlangen stellen, dies überrascht mich nicht. Nach solcher Herausforderung und« nach solchem Sieg ist der Entschluß vernünftig, gerecht und sogar besche:den . . . Daß das edle, geduldige, tiefe, fromme imd Mtb^ Deutschland, endlich in ein Volk z:rsammengeschweißt Königin;' des Kontinents werden soll an Stelle des windigen, prahlerischen, gestikulierenden, strellsüchtigen, ruhelosen und überempfindl:äZen> Frankreichs — dies dünkt mich das verheißungsvollste politische Fäkll:m, das in meine:: Tagen sich ereign et hat."
Meteorologische veodachtungen der Station Siehen.
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Höchste Temperatur am 29.bt» 30. Januar 1918 — -ft 0,4* C. Niedrigste „ . . „ 1918 -» - 2,1 • C.
Niederschlag 0,0 mm.
Letzte Nachrichten.
(WTB.) Großes Hauptauortier. 31. Januar. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Die Gefechtstätigkeit blieb auf Artillerie- und Minen wkrferkämpfe an verschiedenen Stellen der Front beschränkt.
Am Weihnachtsabend und im Laufe des Januar hgben Flieger unserer Gegner trotz unserer Warnung wieder offene deutsche Städte weit außerhalb der Operationsgebiete angegriffen.
Dank unserer Abwetn'matznahmen traten nennenslmutte Verluste und Schäden nicht ein.
Zur Strafe wurde die Stadt Paris im ersten planmäßigen Luftangriff vom 30. zum 31. Januar mit 14 000 Kilo Bomben belegt.
JtalienischeFront. %
Südwestlich von Asiago scheiterte ein italienischer Angriff im Feuer. Zwischen Asiago und Brenta blieb die Ar-- tillerietätigkeit rege.
Die Zahl der von den österreichisch-ungarischen Truppen tu den letzten Kämpfen gemachten Gefangenen hat sich auf fünfzehlk Offiziere und sech.Lchundertsechzig Mann erhöht.
Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.
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