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atttetü'antjtfien uab südamerikanischen Mste, besonders mdev Nähe von Brasilien, deutsche U-Boote gesehen wurden.

WgsweS M f*gßk; DiL Verbündeten 3teB$öÄöeu sind sich btf? JdSeit S-ziatdenLokallre 5usrrm:nsn. Der polnische S^ialdmwkrat MMchlt p Aufrechterhaltung der Ordnung und DasZynski entlstelt sich der Abstimmung.

Sicherheit unter allen Umständen bewußt. Die Ruhe, mit der ich dies ausspreche, soll an dem Ernst und der Festigkeit «S Willens Ie»LN Zweifel lassen. Ich kann aber auch deshalb ct voller Ruhe foixdjat, weil ich von unserer Arbeiderichaft, der y in meiner früheren Tätigkeit jahrelang nahegestanüen habe, «ne trid zu hohe VÜeckmng habe, als daß ich gbaube, auch nur «n kleiner Teil unserer politisch und wirtschaftlich denkendes Acheiterschüft könnte einen solchen nicht verantwortenden und von unveranttvortlicher Stelle ausgehenden Stuf zum Ausstand Kvlge leisten. Wenn es den Feinden gelänge. die innere Front KL zerbrechen, dmrn nckrßten all die Raubpläne unserer Feinde wieder auswachen. Der Krieg würde in DÖrtschiänd verlängert jmb gerade die Atzbmterschast hätte davon wirtschaftlich und twlLtrsth die schwerste:: Folgen. In den letzten Tagen ist hier von fcat Heimkrieg ern gesprochen worden, die von der warmen Erbe ihres Starmnttsches ^a^s Hunderttairftnde da brausten in den To d senden. Heimkrieger, die leichtfertig über Gut und Blut anderer verfügen, sind auch meine Leute nicht. Aber es gibt noch mte andere Art von Heimkriegern, und das sind die schlimm­sten, die tu aller Heimlichkeit und in'sicherer Wahrung ihrer götnest Perion die Arbeitermassen an die Front des Wirt- fthaftÄriegcs schicken. Denn ein solcher Wirtschaftskrieg bricht die Front brausten und bringt den Männern den T o d, die auch für Heimat, Weib und Kind des Arbeiters stretten, und im gleichen Augmllftick, in dem die deutschen Räder stillstehen, werden die Räder der Munitionsfabriken in Frank­reich, England und Amerika doppelt emsig schaffen.

Ter Kifteg hat manche Schöpfung der Literatur uns gebracht, auch <rui dichterischem Gebiet. Ein GcDicht hat vor allem mir tiefen Emdruck gemacht. Es ist ein BFeirnuns des deutsck)en Arbeiters .nÄrl Bröger an das Vaterland, das mit den Worten schließt: Herrlich zeigt es in der gröstten Gefahr, dast sein ärmster Sohn auch fern getreuester war.^ Nun, meine Herren, alle Stände, arm und reich haben gewetteifert in der Treue *um Vaterland. D:ß auch die deutsche Arbeiterschaft in dieser vorbildlichen Treue.aus- harrt, das ist mrh bleibt mein fester zuversichtliclier Glaube.

AÄgeordneter v. Graefe (kons.): Man darf uns keinen

Eroberung^tzieg unterstellen. Den wollen wir nicht, son­dern es ift unsere besondere Ausfassung von denr, was rur unsere Verteidigungmtb Sicherheit erforderlich ift. Auch Fortschrittler haben früher vielfach die 9Lotwendigkeit von Land^ erwerb anerkannt. Auch in den Reiher: der Sozinldnnokraten be­stehen Mennn^gsverschiedenheiten, z. V. über hie Türkei. Wir Vo­lieren das Berrrauen der Grerrz-völker, wenn wir jeden Einfluß dort au s geben Zwischen den erwähnten Flugblättern und den un­abhängigen SoKialdemobraterr besteht eine ausfallende Seelenoer- wandtschaft.

Aba. Tr. Mumm iDcursche Fraktion) begrüßt die Erklärung des Staatss cfxct ärs Wall ras. In der Frage des Erzbeckens von Br rep hat man nichr nur Arbeitgeber-Interessen zu sehen.

Abg Gothein (Fortschr'. Dp.): Ter Schutz der nationalen Mmd^erheiten rst eine der wichttgsten Fragen bei dem allgemeinen Fr«dMsschlust. Damit wird ein bauender Zündstoff beseitigt. Hter ist eine internationale Regelung notwendig.

In ber Schlußansprache rvünscht der Vorsitzende Ab g. Fehrenbach den Abgeordnete gute Erholung und f-h t fort: Der Herr Staatssekretär hat wohl aus unseren Verhand­lungen die Ueberzengung gewinnen dürfen, dast die große Mehr­heit des ReickMrges seine Friedensb-nnüHungen lebhaft unterstützt.

deuttcheu Polink denernstlichen Friedenswillen" bezeichnet. Gral Ezernm Hai dem gleichen Gedanken für die österr.-ungar. Politik beredten AuÄdeck verliehen. Tie Ucberernstimmung mir diesen Zielen ihrer Regierung ^ ist aus den Verhandlungen der Delega- iftvnen und urrser-es Ausschusses klar uitb deuttich Herausgellungen

sich der Abstimmung. _

Kaijcrs Geonrt?taa.

^ ®etI in, 28.Äon. (WTD. Amtlich) @e. Maj. bet Kaiser into J^hre Mo:. d« Kaiserin nah.nen gestern vormittag an dam Gottosdumst tm Tom teil. Die Predigt hielt Oberhos predig er 3' Um 12 Uhr naher bec Karer die Glückwünsche des

Reichskanzlers entgegen und Härte später den Generalsdrbseortrag.

Gnadenerlasse des Kaisers.

~ ^ atl ' Nichtamtlich.) Auch in diesem

Jahre hat der Neichranzviger in einer Smrderansgabe zwei vom preußischen Staatsmixislerinm gegengezecherete allerhöchste Gnadenerlasse veröffentlicht: In dem ersten Erlasse sind w?oderimr ben Kriegsteilnehmern Vergünstigung mtb Nie- derfchLagung noft'i nicht erledigter Strafverfahren und des Erlasses n>och nich' vvslstreckter Strafen mr er den aus dem Vorjahre bereitsFftirnitteuVoraussoxuiHg«: und Beengungen >.nährt. Da­durch ist die Wirkung der RShercge:: Gnadenwlase dieser Art aus­gedehnt auch ans Personen, die seit den letzten Gnadenerlasse ,27. 1. 1917) bis zum heulissen Tage Kriegsteilnehmer sind. Hin­sichtlich aller bislwrigen Kriegsteilnehmer umfaßt die Nitzdersclüa- gung der Strafverfahren die Straftaten, die bis zum lockigen Tage begangen worden sind und der Straferlaß die Strafe:, die bis »um tziMirgm Tage rechts äfftg geword-.n: sind. Soweit die Voraus­setzungen des allerhöck/sten Erlasses nicht vorliegen, toll in er­weitertem Umfange geprirft Werder, ob Einzelgnadeneriveise für Kriegsteilnehmer zu beantragten snck>.

Ter zweite, auch für Zivilpersonen geltende Erlaß oronet im Anschluß an die entsprochmdm Erlasse der Jahre 1916 Mid 1917 an, daß im Strafregister und in den polizelliichr.r Lftten alle nock> nich) gelöschte:'. Vernierke über bis zum 27. 1. 1918 crfo'gie Bestrafungen denenigen Pionen zu lbschen sind, die keine schw erere Strafe als Geldstrafe aber Gefängnis bis zu ernem Jahre erSittm haben und in den letzten 10 Iiahcen nicht wieder Wege:: eines Verbrschans oder Bergel/ens verurteilt worden sind. Nach wucmi gleickMitig veröfscattlich en Erlasse 'Seiner Majestät des Kaisers erfolgen diese Löstl^mgen auch bei Strafen, die von Konsiilats-, Marine-, Schutztruppen- imd Schutzgebietsgerichten verhä«gt Nwrden sind.

, Berlin, 27. Imr. (WTB.) Es wird folgender kaiserlicher Erlau betanntgemacht:

Die auch im letzten Krieasjahre vm: Meinen: Heer errungenen Ersolge, heldenhafter Widerstand an der -einen, siegreiches Bor- düngen an anderen Fronten bestftwnen Mich, dankbaren Herzens auch an Meinem diesjährigen Geburtstage, soweit nicht einem der hohen Bundesürsien das Begnadigungsrecht zuseht,

. llcu Militärpersonen des aktiven Heeres und der S chu,tz r r:i ppen sowie den Personen des Heerssgeiolgrs (8 15o des Milftärstrafgefetzbuchs', allen Personen, die seit Beginn des letzigen Krieges aus dem arttven Heere, der attioen Marine den (Vchutztruppen oder dem Hseresgesolge wegen Tiensttuiürauä)- J over zu Kanegsarbeften oder aus wirtschaftlichen Gründen entlaften woi'den sind, dw gegen si-c bis zunr hruttgen Tag eiuschließ- Uch von Mil:tärbesehl* f)abent verhängten TisziMnarstrafw: und ^n Mftftargenchten' i^btKräftig verhängten Geld- und Fr^hftts- straMlm ra-3 G> ade^ zn erlassen, soweit die Strafen noch nicht voll- streckt srnd. niid ,-oier:: die anserlegten oder bereits gemilderten Fverveftsftra en sechs Monate nicht üdersteigen.

^ ^ geschlossen von be r Begnadigung sollm je- dch Perpmen »ein, 1. die unter Wirftmg von Ebimrstraen stehen, 2. me wegen einer odw mehrerer ffit der Verhängung der Strafe begangener 5)andlungLn mit einer Freiheitsstrafe von nutzr als vrerzehn Tagen oder mit Geldstrafe von mchr als 1.50 Ntark oder -w red erholt rnit Freiheitsstvafen disziplinarisch oder rchts- ^chllg gerichtlich bestraft rvorden »rnd, sofern diese Strafen nockf n«pl erlassen stich Personen, gegen die ein gerichtliches oder diszi­plinäres Verfahren wegen einer seit der Verhängung der Strafe

'T«ch diesem Will«: der Erfolg beschieden sein möge, daß diese begangenen Handlung schwebt, sollen nur unter der Bedrngniia Innung verwirklicht werde, das ist unser aller lebhafter Wunsch, bogmchrgt fern, daß iu diesem Ver'abren gsgeir sie keine militärisch^:

LM«7ter Beifall.)

Der Bürgerkrieg in Rußland.

Stockholm, 28. Jan. (B. T.) Die Petersb. Telegr.-Ag. meldet nach einer Mitteilung des Volkskommissars An t o n o w: Tie Städte 'KcemcntMua, Rninodan. Pnttwl befinden >'"ich in unseren Händen. Im Gebiet mit Mernrdrows? er. a en sich 14 KosakeueSkadrons nach Zusammen,mit unseren Tnippon. Sewastopol erkannte die Sowjetsbehörde an. Die Rada w::rde dort vertrieben und die Seestreitkräfte gingen auf die Seite der Sowjets über. Die Tartaven wurden bei Jalta zurückgeworfeiq und in der Nähe von Feodosia geschlagen.

Nack einer ^ Meldung aus Haparanda wurde die Hafenstadt Kilia in Bessarabien von der eigenen Garnison zerstört. Die Stadt stmrd am Abend in Flammerr. Aus zuverlässiger Quelle wird gemeldet, daß man in I n g e r m a n l a n d Truppen gegen die Svwjotregierung organisiere, um Jngermanland vm: Ruß­land abzutrennen und es Finnland einziwerleiben.

Einer B.-T.-Mcldung ans Genf zufolge melden Lvoner Blätter aus Jassv. daß vv:: russischen Truppe:: an de: rumäni­schen Front stinlk Rede mehr sein könne. Die Schützengräberß 'eren verlassen. Die wenigen dort verbliebenen Soldaten ver­brachten ihre Zeit mit Zechen, Spiel und dergleichen.

Wie die V. Z. berichtet, wurde nach einer Petersburger Mel­dung Maxim Gorki in Petersburg auf der Straße durch eine verirrte Kugel am Halse verletzt.

Die B. Z. berichtet: LautEorriere della Sera" herrscht in Betersourg volle Anarchie. Man habe den Eindruck. Lenin werde gezwm:gen sein, die deutschen Friedensbedingungen cmzu- nehmen und die Schuld den Alliierten zuschieben.

Dem B. T. zufolge ist Staatssekretär v. Kühl- mann rn Begleitung des Legattonssekretärs v. Hoesch gestern abend 9 Uhr nach Breft-Litowsk abgereist.

Kampfe in Finnland.

Petersburg, 2 - 1 . Jan. (WTB.) Meldung der Peiersb»rra?e Telegravhen-Agentur. MÄdunym aus Fin nland beäckren vor: Kämpfen zwischen der Roten und der Weißen Garde. In Wiborg fände:: bluttae, Zusammenstöße statt. Ter Bahnho? wurde vvn der stboten Garde genvmmM. Es geht das Gerücht, daß :m Normen Fnrnlands bei Kuchawin ein hefttger Kamps wütet.

Eine finnische Abordnung in Bre^-9itowsk.

« Stockholm, 27. Jan. Wie Stockh. Tidningen aus Helstngfors erfährt, hat der f i n n i s ch e L a n d t a g eine A b- o r o n u n g bestimmt, die Finnlands Interessen ber den Frie­densverhandlungen in Brest-rLitowsk vertreten soll. Sie be­steht aus dre: bürgerlichen und drei sozialistischen Mitglie­dern. nämlkf), den früheren Senatoren Hjelt und Stanroth, Prosenor Erich, Schriftleiter Sirole, Magister Vi^. Der sechste Name fehlt in der Depesche,

Ter Lebensmittetmangel in England.

^ Sfati- (WTB.) Eine neue Verordrmng des Nah-

rungsmrttell'vntrLlleurs m England über die beiden fleisch- losen Tage für Hotels, Restrmrants, Klubs. Pemionen setzt vom ^rßeorunr ab die Fleisch- und Zuckernreugen für sie herab Das Fleuch wiro von bis 340 auf 170 Gramm, einschließlich Ge- Mgcl und Vüdyret heraögesetzt. Vor zehn Uhr nwrgens sind Flenchgerichte verboten. Ganz neu ist die Fe t t zu t eilu n g von Mylrch 42 Gramm, davon die Hälfte Butter Ueberraschend ist die Erhöhutig der tagttchen Brotmenge von 226 auf 269 Gramw

Bertrauensvotnm für Czerniu.

-Wien. 26. Jan. Tie Abstimmung kirt Ausschuß für aus­wärtige Angelegenheiten der österreichischen Delegatton über das beantragte Vertrauensoottin: sür den Minister des Auswärtigen Ezernm fand erst in später Nachtstunde statt. Das Vertrauens- vottrm^vurde rntt Zweidri t telme hr hei t, näinlich mit 14 Men Ätnumen, angenommen. Die 7 Stimmen der Opposition letz en n r d aus 4 Gltmuueit der Tschechen und Südslawen und .) sttmnver: oer Vertreter der tschechischem, itttlrentsc^n und deut-

(ri - . - ---- rsrgeir fte ferne militärische

VM)TCTiftme verhängt wird. T:e Strafvollstreckung ist bis zur Be- envrgnng des schwebenden Verfahrens auszusetzen.

Unter dwsen Grurdenerlaß sollen fernin nicht fallen alle gericht- llch oder disziplinarisch i^rhängren Strafen lvegen^ndlnng, Veimdigilng oder vorschriftswidriger Behandlung eines Unter­gebenen. Smd mehrere Einzelstoasen wegen solcher Straftaten ne- '^ n Elfter oder mehre rcm anderen Einzelstrafen in einer unter den itS rallenben Geckmtstrase enthalten, so ^ermächtige Ich den Gr- richtsherrn, dem die Strafvollstreckuirg obliegt, die Gesanttoauer dieser Einzelstvir'en nach den gesetzlichen Vor'chrifte:: über die Bil­dung von Gesanttstvchen in ang^nesse 'er Weise zu ermäßigen.

Ergeben sich durch eine Aüsscktteßung von der Begnadigung in ernz-en^n^ Fällen besondere Härten, so ist Erlaß oder Mlderung der Strwe vorzuschlagen.

Giradmerlalle gleich«:: .Inhalts sind für die Kaiserliche Marine lowre von iecken der Bundesfürsten für die Angrhöckgen des königlich oaiMischon, sächsische:: und:vüxttLmbergisn)e» Konck'gcicks ergangen.

Ter * tfiifer über die -lnsgaben nach dem Kriege.

Berlin. 26. Jan. (WTB.) Der ® a i f e r bat tm beit Ober- yofprediger Dr. Tryander folgeirde Drahtung gerichtet:

Exzellenz Hofprediger v. Drpander, Berlin.

Ihnen und den Genercftsuperrn!M:denttm danke ich herzlich für die^tveuen Geburtstagswünsclw, womit Sie rnick nan^ens de^ Geistlichen und 'der Gemeinden unserer Landeskirchen wiederum erfreuten. Mit tiefer -Dankbarkeck gedenke ich m: diesem Tage dev großen Allen Gottes am deutschen Volk, der unseren Fahne:: weltgeschichtliche Erfolge geschenkt und manche Sorge gehoben urün trotz 9Lot und Entbehrung auch in der Heimat gnädig durck>ge- holfen hat. Ich vertraue .daraus, daß ^inseoe evangelische Kirche, der anzugehören und deren treue Arbeit tzu fördern mir ein vor, den Vätern ererbtes Herzensanlieg-en ist, mir nach siegreich beon-? detem Krieg l?elfen wird, in ftiedlichLM Mettftceit mit anderen! Konfessiomn die Wunde:: zu 'heilen und die Gegensätze zu versöhnen; und unser Volk über alle Gegensätze hinweg in begeisterter selbstloser Hingabe cm das gemeinsame Vatxwland zu einigen und zu stärken. Meine besondere Aufgabe gehört den großen Aufgabe::, die detz Wiederaufbau des Familienlebens und die Erziehung einer gottes- fürchttgen, gesunden und der Väter wüMgen Jügend Staat mch Kirche gleicher:naßen stellen wird.

Ge».: Wiltzekm I. R.

Der Seekrieg.

Neue N-Booä-Grfolge.

Berlin, 26. Jan. (WTV. Amtlich.) Unsere U-Boote haben auf dem nördlühen Kriegsschauplatz sechsDampfer und zwei Fischerfahrzeuge versenkt. Die Dampfer waren meist tief beladen. Bei zwei von ihnen konnte Be­waffnung festgestellt werden. Unter den versenkten Fischcr- fahrzeugen befanden sich der französische Fischkutter ,^Oiron- delle".

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

B e r l i n, 27. Jan. (Amtlich.) Neue U-Boot-Erfolge im Sperrgebiet um England: 20 000 B r.-R. -T. Ein großer Teil der Schisse, die meist bewaffnet waren, wurde unter erheblicher feindlicher Gegenwirkung vor dem St. Georgskanal vernichtet.

Der Clief des Admiralstabes der Alkarine.

DieGöben^ wieder frei.

Berlin, 27. Jan. (WTB. Amtlich.) Wie uns von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, ist der türkische Panzer­kreuzerSultan Javus Selim" (Gäben"), der aus dem Rückmarsch von dem Vorstoß nach der Insel Jmbros in der Enge bei Nagara festgekommen war, in Die Dardanellen ern- gelaufen.

Dcutfche N-Boote an der amerikanischen Küste.

Bern, 27. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die französische ! Presse meldet, daß ameriLMtischen Zeitungen zufirlge an der I

Kristiania, 27. Jan. Die Versenkung des norwegischen6000To,:nen-DampfersElsaim Sperrgebiet aus der Reise von Java nach Norwegen mit wert­voller Ladung an Lebensmitteln für Norwegen hat in hies:- geat Reeder- und Geschäftskreisen große Erbitterung erregt, die sich diesmal auch besonders gegen England richtet und m der Presse offen zum Ausdruck kommt. Die Blätter stütze:: ihre Angriffe gegen England darauf, daß das Schiff trotz des Emspruches norwegischer Behörden gezwungen worden sei, dre Sperrzone zu durchfahren, um zuerst Falsmouth anzulan- fen und darauf in Bristol 1700 Tonnen Zucker zu löschen, dre von den englischen Behörden beschlagnahint worden seien, worauf das Schiff von neuem nach Falsmoutb beordert rmd auf der Heimreise nach Norwegen durch das Sperrgebiet bei Dartmouth torpediert worden sei.

XjcffiKfocr Landtag.

Zweite Kammer.

52. Sitzung ictn 25. Januar.

Der Präsident eröffnet die Sitzung um 10Vi Uhr bei mäßig besuchtem Hause und leeren Tribünen, .'te Remerungstisch jinÄ die drei Minister anwesend.

Die Anträge K o r e l l - Ingelheim. EierMieferung im Jahre 1918, Rückgabe der emgezogeiien Entrahmer imd Buttermasckünen. betr., eine Vorstellung des Ortsaussch lsses mcd des Ernährung?-- bcirats in Hirschhorn a. N.^ MilchverroiLung bitt:., nerschveoen« Anträge, die. Odstversorgurng betr., :oevdcn den Vorschlägen dev Ausschusses enlsprechend ohii? Aussvrache sür erledigt erklärt, eben­so ein Alttrag Adelung, .Herabsetzung des Gasverbrauchs betr. Der Antrag Wolf- Stadecken, betr. Abänderung des Einkommen- stsuergesctzeS, wird der Regierung als Mckeriat überwiesen.

Nachdem voin Regierungsttsch aus ein Berckhen iu den Kammerdrucksache:: rickchggesrellt worden ist. tvrrd per' Beschluß der Erste:: Kammer betr. Abä.:cherung des Hlunbesteuergesiches, und ein Antrag Leun dazu mck einer ot der Regierung vor- geschlagenen kleinen Fassnngsänderurlg nach dem Antrag des Aus­schusses angenommen.*

Einen Antrag Köhler, Abgabe voi: Bremrholz- ans staat­lichen Waldungen an bis Kvmnrunalverbände, wird ans Wrursch des Antragstellers znrückqestellt. ein dringlicher Antvaa Eißnert. Ausfuhrverbot von Brerrnhvlz betr.. wird nach einer tti^en Be­gründung durch den Antragsteller einsttmmig angenommen.

Eine Vorstellung des dcmtschen Vereins für die Zement- und Kallindustrie betr. StilleNrng ber Ziegeleien wird der Regiermig als Material überwiese::.

Zu einem dringe:rden Antrag Lang. Erbauung einer Ver- bmdungsbabn Würzburg über Miltenberg-Erbach (Michelstadt) bzw. Heppenheim-Wornrs nach Kaiserslautern batte die Regierung im Ausschuß die Erllärung abgegeben, daß an die Berwcks^ lichung dieses Gedankens gegenwärtig nach Auskunft der zustän- d:geu bayrischen und tn-cußischen Eisenbahnbehörden nicht zu denlen sei. Sobald das Projekt in ernsthafte Erwägung gezogene werde, werde sich die Regierung der hessischen Interessen auf das entlchiedenste annehmen. Schon früher hatte:: die ^lbgg. Wie­gand. Köhler und Stephan, sowie Anker Anfragen in btefet! Angelegenheit an die Regierung gerichtet. Heute erklären sich dre Abgg. Wiegand (Ztr.), Stephan (Natl.' und Lang (Natl.) mit der RegierungseMärnng für befriedigt. Sie bitten jebock:, bit Lwche im Auge zu behalten, da rn Baven!: das Prro-jett ltt# völlig «allen gelassen worden sei. W müsse bei der großen mckischaftli^ri Bedeutung für den hessistt^n Odsnlvald und ttck den Hase:Wrr Worms :mter allen Umständen dem entgegen gearbeitet werden, daß dck Verbckltncngsbalrn unter UmgMmg des OdenivaldeS über badisches Gebiet hcrgeftellt rvird. Der Antrag Lang wird darauf für erledigt erklärt.

Zun: Antrag K o r e l l » Ingelheim. Kriqrsteuerungsbeidittcnr der Gemcindebeamten und Pfarrer betreffend, empfiehlt Abg. Dr. Oßnrn im Namen des Aussck?usses Dmahme des Antrages. Abg. Uebel (Ztr.) :veist auf die Tätigkeck der Gemetndebeamtsn! m: Kriege hin. Heute konnten die Gemeindeveamten, auch in Tfcmeren Gemeinden, ihr Amt nicht noehr im Nebenumte ausüben. -i-urck die >lomnumoloerbctttde werde ihre Arbeckskraft voll in Anspruch genommen. Um sv mehr sei ihnen einen angemessene Zr:-> läge zu gönnen, als ihre Gehälter an und für sich m:.zutä:rÄiÄ seien.

Staatsrat Hölzinger weist daraus hin, daß die Regierung dre Kreisämter bereits angeimesen habe, die Gemeinden zur Ge- währuirg von Teuerungszulage:: anzuhalten. Nöttgenfalls »verde dre Regier?:7lg die KteiSämter zun: Bericht auffordern. Abg. Ade­lung (Soz0 meint, man müsse de:: Gemeinden, von denen manche den guten Willen fehlen ließen, eine gewisse Frist setzen. Der An­trag wird einstimmig angenommen.

Nach Sckluß der Tagesordnung erstattet der Aba. von Brsw- k ^ u o (Z-entr.) Bericht Wer die BeftchtigungSreifc, die der Firumz«- aus)chuß m das Ueberschwemmungsgebiet an der Nahe unternahm. Vmr seiten der Regierung nahmen daran teil Munster des Innern vmr Hombergk zu Dach mtb Fckumzminister '^r. Bccker. G-eheimerat Rohde, Oberbaurat Huntmel, auch eine Abordnung der Bahnbehörden unter der Führung deS Eisenbahn'- Prasideuten Marttni nahnl daran teil.

Dck Schäden in Dietersheim sind nicht so groß, als man zu-- erst beftirchton zu müssen glaubte, der Gebäudeschaden ist gering. Ernige Lehmhütten werden wohl niedergelegt ro-etben müssen. Doch trifft der Schaden die Betroffenen um lo härter, als es sich um unbemittelte Leute handelt. Nach der Ansichr der Bcmsachverstän- dige:: wurde das Unglück durch die falsche Anlage des neuen Eisen- bahudammes. der zu wenig Durchlässe hatte und deshalb das Hoch- waffer zurückstaute, bewirkt. Es war ein Glück im Unglück, daß das Hochwasser bei Dag eintrat und kern Eisgang herrschte, sonst wäre rein Stein von Dietershein: anl dem andern geÄieben. 'Die RD- gierung hat sofort, was anerkannt werden müsse, alle Schritte Kur Linderung der dringendsten Not unternonunen. Die Al^gg. v. Bren­tano und Soherr haben den dringlick)en Antrag ein gebracht:Tie Großb. Regicrmrg zu ersuchen, aus den ihr zu Gebote s^hend-^i t5vnds die notwendig werbenden Mittel zur Schadenshebung berert zu stellen und weiter sofortige Untersuchung anzustellen, ob und in welcher Weise der Bahndamm wegen nicht genügender DurMässe au dem Unglück die Schuld trägt und Gefahren für die Zukunft in sich birgt."

Mcknster des Innern von Hvmbergk zu Vach LeUr mit, daß die Kommissvon zu der Ueberzeugung geSommen sei. daß die Rennngsarb eiten sehr prompt und erfolgreich durch Ehrt wurden. Das Unglück trat um 2 Uhr ein, schon um Vs3 Uhr war Hilfe zur Stelle. Auch eure Pionier-Abteilung hat lienwrragenden Anteil genommen. Die M<n:scheu konnten aus den überschwemmte:: Hau­sern gerettet werden, das gesamte Vieh. :nck Ausnahme eines Schweines und einiger Ziegen. Um der ersten Not zu steuer-r. hat der Groß her zog 2000 Matzt gejttftet. äußerem habe ich aus evwnr mir zur Verfügrnm stehenden Fonds 10000 Mark zugetvendet, und die dortigen Zeinntgen habe:: eine Sammlung veranstaltet, die bisher 78000 Mark ergeben hat. Damck sind die ersten Be­dürfnisse gedeckt. Es ist außerdem angeordnac worden, daß als­bald eine Untersuchung tückischer Art stattfindet, die stststrllen soll, mwieweck der Esserchahrchamnl an dem Zurückfluten des Wassers schuldig ist. Jedenfalls sind alle AwordnuugLn getvoffen. um die eingetretenen Schäden so:ov-hl tochirisck- zu beseitigen als auch Schadenersatz baldigst zu leisten. Der Antrag einer besonders schleunigen Behandlung wäre daher nicht nottoendig.

Aus Anregung des Abg. Adelung w:rd. jrachdenr Präs:- de:: Köhler die geschäftsordnung-smäßige Mögsirckx it dazu auSeinan- dergesetzt hat. der Antrag v. Brentano sofort zur Abstimmung g« bracht. Abg. Tr. Osann erklärt namens der anwesende:: Mitglieder des Finanzausschlffses die Znsttmmung dieses Ausschusses zu dem Antrag, der darauf ohne Debatte -einstimmig angetdommen wird.

Darauf wird um 11 Uhr die Sitzung geschlossen und buD