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ben sich, fast alle auf dem Weg nach dem Orient und fuhren sämtlich unter starker Bedeckung. Unter ihnen konnte der be­waffnete, tiefbeladene englische Transportdamp­fer Spiraza (3620 Br.-R.-T.) festgestellt werden, der in gutdnvchgesührtem Angriff aus einem stark gesicherten Ge l e i t s zu g he r a n s g e scho s se n wurde. Von den an­deren beiden Dampfern war einer englischer Nationalität, be­waffnet rmd nach den Holzaufbauten, zahlreichen Booten und Rettungsflößen zu urteilen, ein Truppentranspor­ter, der andere ein großer Dampfer anscheinend der P. imd O.- oder White-Star-Line.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

Berlin, 18. Jian. Die Unsicherheit der Schiff­fahrt im Milteimeer infolge fet Tätigkeit unserer U-Boote hat die Gegner zu immer neuen Schutzmaßnahmen veranlaßt. Tic Fahrstraßen ftihren dicht unter der Küste. Der Verkehr c us ihr en spielt sich vorwiegend in der Tunkelheir ab, wahrend am Tage die Handelsschiffe in den Häfen liegen. Diese Maßnahmen haben neben großem Zeitverlust auch eine Zunahme der Strandungen und Beschädigungen zur Folge. Unsere U-Boote kommen daher häufi­ger in den Bereich der Landbefestigimgen, die deren Mbeit' zu stören versuchen. Der oben erwähirten Batterie an der Küste von Tripolis ist es Ebensowenig gelungen, den Truppentransport- danrpfer zu retten, wie es der .Batterie bei Cap lSan Vito aus Sizilien, deren Nieferkämpfung durch ein. U-Boot kürzlich be­kannt nnwfe, gelang, einem U-Bot seine Beute zu entreißen.

britische Tsrpedojüger rrutergegangen.

London, 18. Jan. (Reuter.) Die Admiralität teilt mit: Zwei britische Torpedojäger sind bei der Rückkehr zu ihrem Stützpunkt während heftigen Schriee­st u r m e s in der Nacht vom 12. Januar an der schottischen Küste gescheitert und nr i t M a n n und Ma u s u n - tergegangen. Nur ein Matrose wurde gerettet.

Ans dem Reiche.

Die Wahlrefornr in Preußen.

Berlin, 18. Jan. (MTB.) Nachdem sich in der fortgesetzten Beratung des W a h lr e chts au s s chu s s e s des Abgeord­netenhauses noch einige Vertreter der Parteien zu der Frage des gleichen Wahlrechts geäußert hatten, wies der Vizepräsident des Staatsministeriums darauf hin, daß er die Vorlage nicht unterschrieben habe. Er habe sie bei seinem Eintritt in das ^taatsministerrum bereits fertig vorgefunden. Er wies den Vor­wurf zirrück, daß die Negierung nicht mitgearbeitet habe. Die Not- weicdigkeit der Einbringung der Vortage folge aus der politischen Situation. Zwischen dein gleichen Wahlrecht unter gewissen Kan­teten und dem Muralwahlrecht sei überhaupt kein wesentlicher Unterschied. Die Polsorvolitik der Regierung verschanze sich nicht hinter die Botschaft vom 11. Juli. 4

In der au^die Debatte folgenden Abstim7mmg entschied sich die Kommission, die Herrenhausvorlage zunächst zur Beratung zu steUen.

Erhöhimg der Renten mrs der Unfallversicherung.

Berlin, 18. Jan. Der Bundes rat hat in seiner Sitzung vom 17. Januar beschlossen, daß die Empfänger von Berletzten- Rienten aus der Unfall Versicherung eine monatliche Zulage von o Mar? W ihrer Rente beantragen können. wenn folgende Be- dingnngeii erfüllt sind': 1. Die Renten, die der Verletzte gegenwärtig bezieht, neust mindestens eine solche von zwei Dritteln der vollen Rente sein. 2. Der Verletzte nruß sich im Jnlanfe anshalten. 3. Es dürfen nicht Tatsachen vorlivgien, die dse Annahme rechtfertigen, das; die Zulage nicht benötigt wird.

Ter Antrag ist an fen Bersicheuungsträger oder ein Versiche­rungsamt zu rächten. Zweckmäßigerweise werden geeignete Schrift­stücke dafür, daß die drei Bedingungen erfüllt sind, sofort beigefügt. Der VersickierungstrLger teilt seine Entscheidung schriftlich mit. Dirc Arrtragsteller kann gegen die Entsä>eidnng feirnen einem Mo­nat uach Zustellung Ern sprach beim Oberversick)erungsomt ein- lvgen, das Mrs seinem RertteTibescheid angegeben ist. Das Ober- versicherungsamt entscheidet endgültig. Zulagen iverfen vom 1. Fe­bruar 1918 bis Mm 31. Dezember 1916 gewährt und durch die Post ausg-ezahl t.

VomBunde der Kriegstzrschtidigten".

Berlin, 17. Jan. (WiTBll TieNorddeutsche Mlgememe Zeitung" veröffentlicht eine Verfügung des Oberbefehlshabers in den Markeir, in der dem Wvrsipenden des B n n d e s d e r Kriegs­beschädigten und ehemaligen Kriegsteilnehmer Erich Kuttner '<ede weitere Tätigkeit für diesen Burü> auf Grund des Belagerungs- Gesetzes verböte:: wird. Kntttrer hat in eurer Versammlung an die Kriegsbeschädigten die Mrsfordernmi gerichtet, die Bänfer ihrer .Kriegsorden ab^tlegeir. Diese Ansfvtferung, der zahlreich^ In­haber des Eisernen Kreises Folge leisteten, sei geeignet, 'im Heere und Volke die hochgearhsteLe .KriegsauSzeickMung veräckstlich zu machen. <fen Verlxrlteu feioai'e. daß Kuttner die sachliche Lei- rn»g des Bundes nich t gewährl eiste.

Aus Ktcrdt mrrd

__ Gießen, den 19. Januar 1918.

LebenSmitLelni irrten.

Für die Zeit vom 21. Jan. bis 27. Jan. 1918 haben nach­stehende Lebensmittelmarken Gültigkeit:

Vrotinarken der 4. Woche, gültig vom 21.1. 1918 - 27. 1. 1918

Butter,narken 4. 21, 1. 1918 - 27. 1. 1918

Fleüchinarken . 4. . 21. 1. 1918 - 27. 1. 1918

Kartosselmarken, 4. .. * 21. 1 1918 - 27. 1. 1918

Seiseninarken tue für den Monat Januar gültigen.

Ei» Umtausch verfallener Marken findet nicht mehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marten kein Ersatz gewährt.

Neuanmeldrrngcn und Nnmeldrrng von Neugeborenen haben unter Vorlage der nötigen Ausweise, insbesondere der Lebensmittel-Ausweiskarte, auf dem Lebensmittel- amt zu erfolgen.

Umzüge innerhalb der Stadt und W 'gzÄge von Gießen find in den zuständigen Bezirken anznmelden.

Geschäftsstnnderr des LcbeusmittetamteS von 912 Uhr vorm., 24 Uhr nach:«.

Markenausgabe für Urlauber:

Sonntags von 1912 Uhr vormittags.

FürsorgevcrmittLttugÄstelle für erwerbstätige FrauenuridMädchen.

^ Am 21. Januar wird die Fürsorgevermittlungsstell-r Weit-Anlage 31 eröffnet. Sie will nach besten.Kräften ver­suchen, ihren vielfältigen, unentgeltlich zu leistenden Aus­gaben gerecht z-u werden.

Sie will den Frauen, deren erhöhte Tätigkeit außer­halb des Hauses durch den Krieg gefordert wird, die Sorge für die Familie erleichtern.

Sie will den Mädchen, die sich zu auswärtiger Ar- Iwttsüberuahme bereit stufen, Aufschluß über die dortigen Lebens- und Unterkunftsverhältnisse verschaffen und in Ver­bindung mit geeigneten Organisationen auf die auswärtige Fürivrge Einfluß anstreben. Sie will Industrie und Land­wirt jchaftsbetrieben durch Beratung tauglicher Kräfte für tüchttge Arbeiterinnen sorgen.

Sie will den Müttern helfen, die jetzigen guten Ar­beitslöhne zu verdienen, indem sie für Säuglinge und größere Kmder zuverlässige Aufsicht und Pflege heranzieht.

^>ie hofft auf große Inanspruchnahme, auch von solchen Frauen mrd Mädchen, die bisher ihre Kraft noch nicht in den

vaterländischen Hilfsdienst gestellt haben: sie sollen nach ein- geheiider Aussprache und Prüfung der Ansprüche, der Fähig­keiten und Leiftungsmoglichkeit in der Wahl der Beschäfti­gung beraten werden.

Kartoffelanbau im Jahre 1918.

Jin parlamentarischen Beirat des Kriegsernährungs­amtes ist kürzlich im Anschluß an die bekannten Vorschläge des Grafen von Schwerin-Löwitz und an die Verhandlungen im Haushaltsausschuß des preußischen Abgeordnetenhauses die Frage der Förderung des Kartoffelanbaues im Jahre 1918 behandelt worden. Es bestand darüber Einverständ­nis, daß der Kartoffelanbau im kommeuden Wirtschaftsjahr nach Möglichkeit gefördert werden müsse und daß es zu diesem Zwecke dringend erwünscht sei, den Landwirten schon jetzt dar­über Gewißheit zu verschossen, daß sie mit einem den Mühen und Kosten des Anbaues entsprechenden Preise rechnen kön­nen. Nach längeren Erörterungen sprach sich der Beirat in seiner überwiegenden Mehrheit unter Zustimmung des Staatssekretärs des Kriegsernährungsamts dahin aus, daß im Interesse der Förderung des Kartoffelanbaues eine Herabsetzung des Preises für Kartoffeln gegenüber dem Preise für 1917 nicht angängig sei. Der Kartoffel­preis wird t sich. daher auch im Jahre 1918 ebenso wie im Jahre 1917 auf einem Grundpreis von 8 Mk. für den Zentner Frühkartoffeln und 5 für den Zentner Spätkartoffeln aufzubauen haben. Wie bis­her werden, je nach, der Anbaugegend und bei Frühkartoffeln auch nach der Licferuugszeit, Zuschläge festzusetzen sein, deren nähere Ausgestaltung ebenso wie die Frage, ob und in wel­cher Höhe Schnelligkeits- und Anfuhrprämien zu gewähren sind, späterer Entschließung Vorbehalten bleiben muß.

*

** Handkäse anstatt Butter. Wie aus der heu­tigen Bekanntmachung des Oberbürgermeisters ersichtlich ist, wird anstatt Butter in der kommenden Wock-e Handkäse ver­teilt. Die der Sthdt Gießen von der Landes-Milch- und Fett­stelle zugewiescne Butter reichst in der Regel dazu hin, in drei aufeinanderfolgenden Wochen je Vs Pfund auf den Kopf der Bevölkerung abzugeben, während die vierte Woche aus­fällt. Würde die Ausgabe fortlaufend erfolgen, so müßte die angegebene Menge wesentlich herabgesetzt werden. Beim Auswiegen kleinerer Mengen sind die Gewichtsverluste be­kanntlich recht hohe. Außerdem wird den Bezugsberechtigten die Mühe einer nochmaligen Abholung erspart. Eine Kür­zung der den Bezugsberechtigten zustehenden Menge findet bei dieser Vertcilungsart keinesfalls statt.

** Amtliche P e r so na l n a chr i chte n. In den Ruhe­stand versetzt wurde am: 9. Januar die Lehrerin an der Volksschule zu Mainz Antone .Kirschstein auf iiyr Nachsuchen unter Aner­kennung ihrer langjährigen treuer Dienste vom 16. Januar 1918 an. Der Groß Herzog hat am 16. Jjaiiruar dem Regierunasrat a. D. Dr. Gustav Elemrn von Hohenberg zu Hochheim' fei Mainz den Charakter als Gaheinrer Regieerteilt.

** Störungen im Telegramm- und Fern­sprechverkehr. Jnwlge umfangreicher, durch Schnee­stürme imd Unwetter veranlaßter Leitungsstürungen ist der Telegramm- .und Fernsprechverkehr nach Baden, Mittel­deutschland sowie Berlin und darüber hinaus erheblichen Verzögerungen unterworfen. Die Weiterbeförderung der Telegramme kann vielfach nur durch die Post erfolgen.

** Oberhessisches Museum. Seit Kriegsbeginn haben das Oöerhessische Museum und die Gailschen Samm­lungen im alten Sck)1vß am Brandplatz in vorbild­licher Weise sich bemüht, durch Sammeln von Kriegsdokumenten jeglicl-er Art späteren Generationen sichtbare Zeugnisse zur Erinnerung an den Welt­krieg zu bewahren. Diese Sammlung, die inzwischen be­deutend angewachsen ist, hat jetzt durch die Stiftung eines hochherzigen Gießener Bürgers eine Erwe.iterung erfahren, die wohl nahezu einzig dasteht. Der Präsident der Handels­kammer, Herr Geh. Kommerzienrat S. Heichelheim, hat in dankenswerter Weise die Mittel zur Verfügung gestellt, um die Kriegsauszeichnungen aller Bundesstaaten zu erwer­ben. Nur mit mitunter großer Mühe gelang es durch die verschiedenen Ordenskanzleien, die während des Krieges gestif­teten Auszeichnungen in allen Arten und Klassen eichalten zu können. Die Erweiterung der Sanimlung, so besonders die Erwerbung der Kriegsauszeichnungen der mit uns ver­bündeten Staaten, hat, wie wir von gut unterrichteter Seite erfahren, Herr Geh. Kommerzienrat Heichelheim sich Vor­behalten. Die Sammlung dürfte umso wertvoller sein, da das Oberhessische Museum wohl das erste Museum ist, das über l5me solche Zusammenstellung verfügt. Die Auszeich­nungen, die in einem besonderen Schranke untergebracht sind, können an den beiden nächsten Sonntagen, vormittags von 111 Uhr, im Oberhess. Museum (Wafsensaal) am Braud- platz besichtigt werden.

** Der O b e r h e s s i s ch e K u n st v e r e i n gibt wieder Ver­anlassung zum erneuten Besuch seiner Äusstelllmg. Professor Mols Beyer und seine Frau Anna Beyer-Darmstadt Hafen eine Sondcr- ausstellung ihrer Arbeiten, welche den größeren Rmrm der Aus­stellung einnehmen, veranstaltet. Diese abwechslungsreiche Samm­lung wird sicherlich allseitiges Interesse finden und den Besuch lohnenswett erscheinen lassen. Im kleinen Raum, wo zuvor die Dr.-Hans-Bvck-Stistung untergebracht war, l-abeir 3 bekannte Meister der Radierkunst, wie Professor Frank, Direktor der Berliner Kunstschule, G. Jahn-Dresden und H. §)aferl-München eine kleine Sammlung sehr künstlerischer Radierungen, welche zur Vervoll- ständigimg der neuen Ausstellung beitragen, ausgestellt. Die Aus­stellung ist täglich mir Ausnahme Samstags, von 11 bis 1 Uhr, Mittwochs nachmittags auch noch von 3 bis 5 und an Sonntagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen geösßnel.

** Bon der Polizei. Bei einem gestern hier sestg^nmnlme- nen Soldaten, der auf den Namen eines Leutnants in der chi- fencn hiesigen Eeschästen Waren erschwindelt hat, lvurde noch ein Paar schwarze Ga m a s ch en Größe 40, unten mit Schaft nud einer Schnalle versehen, vorgesunden, über deren Herkunft er zrveifel- hafte Angaben macht. Der Eigentümer wird ersucht, sich dicserhalb mit der Kriminalpolizei dahier in Verbindung zu setzen.

** Monopol ober freier Handel. Am Mittwoch, 23. Januar, wird Herr GiArevalsekretär R. Baum, der Leiter der Krieg sschntzstelle des Hansa Hundes Frankfurt a. M., soirne Syndikus des Deutschen Verbandes kaufmännischer Vereine, das zeitgemäße Thema über die Aiusgestaltung der wirtschafllichen Monopole im kommenden Frieden behandeln. Bekanntlich fttei miau in letzter Zeit viel von 4Nonopolen gesprochen, die eventl. ans den baslel^endent Kriegsqesellschaften abz^ileiten wären. .Klarfeit über diese Gerüchttj zu schafseu fefehtt mit Rücksicht aus die Vsoarbeiden zur Neber- gangsnnttschaft geboten. Alus diesem Grnvrde Hafen sich: Handels­kammer, Ortsgruppe des Hansabundes, 0rtsgewerbeverein. Kauf­männischer Verein, Bürg ec verein, Verband mitteldeutscher Jn- farOriciter, GAosststen.-Berein igi mg, Veoem der' ^Tletailliß'en ent­schlossen, eine össeuttiche Versammlung über dieses Thema abzii- halten, an der sich in freier /Tlsussprachie alle Berufskreise be­teiligen können. Siehe Anzeige.

** Fabian- und Sebastiantag. Der Fabian- und Sebastiantag, der 20. Januar, gilt in der läudlichen Bevölkerung Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz als die Zeit, in der die Starrheit der Natur nachläßt und in der überall in'den Bäumen undSträuchern eine lgeheimnisvolle Bewegimg'vot stch geht. Mögen auch noch .Kälte und Schnee drohen, in Baum und Sttauch steigt doch bereits wieider der Sa'sst in die Höhe, und tvie die Sonng wieder höher zu steigen beginnt, so setzt auch draußen in der Natur

der Kreislauf in seinen ersten Aidfängerr von neuem ein. Es gib- verschiedene Sprichwörter, die alle daraus Hinweisen. So heißt es im Elsaß:Am Fabian und Sebastian fange d' Bäum ze saften an", und^in Mecklenburg sagen die Lairdleute:Fabian Sebastian lat den Saft in die Böm gan." In früheren Zeiten war der Sebastiantag ein Volksfesttag: denn der fettige Sebastian war der Schutzfettige der Schützengilden, und sein Namenstag wurde von den Schüfen überall mit lauter Fröhlichkeit gefeiert.

** Wucher bei P ferdev er kaufen. Dem in Darm- stadt in Untersuchungshaft befindlichen Landwirt Ludwig Mittel­dorf $it Tarmstadt wird u. a. zur Last gelegt, bei Pferdeverkäufen .Kriegswucher getrieben zu haben. Da das öffentliche Interesse es dringend ersvrdett, daß das Treiben Mfitteldorfs völlig aufgedeckt wird, Iverden alle Personen, die über den Sachverhalt unterrichtet ittrd. gebeterr, ihre Wahrmehniungen dem Unterftrchungsrichler l 0 Rundenttcrmstraße 8 in Darnfftadt möglittfft aus'ührlich mitznteil«r

** Seine Majestät der Kaiser hat den Wiursch ge­äußert, daß auch in diesem Jahre s-ein Gebuttstag mcr durch ernste Feiern und Znsammeükünfte rvie in den Schulen und fein, pirntäglichen Gottesdienste in den Kivchm bedangen imd von [aiiten festlich-n Veran attnn/an ttnttichst Abstano genommen wer» de?r möge. 'Auch veranlassen Seine Majestät die Rücksichten aus den stark felaittten vostalischn Verkehr im Felde zu der Bitte, oo.r der liebermtttlung von Glück!vünichen gbznsehen ^md sich au? ein freurrdlichs Gedenken und aus tverce Fürbitte zu fe'chränkem

* A n l a g e m u s i k. Sonntag den 20. Iam:ar, vvrmittagS 11Vr> Uhr, findet in der Ost-Anlage Konzert von der Garrison- spelle statt. Gespielt wird: Eaüurger Jvsias-Marsch: Jubel» Kuvertüre von Ehr. Bach: Farttasie aus der OverTravicrta" von Verdi; Ungarische Tänze Nr. 5 und 6 von Brahms; Schatz- Walzer-von I. Strauß.

** S chw ar z - Weiß - Thea ter /Seltersweg 81). TaZ neue Programr.r enthält u.a. das Tetettn>-Schmspiel ..Die Bronze­schale" sowie das Lustspiel15 Vkark (feldstra^ oder 3 Tage Hast"^ Siehe Llnzeige.

** Lichtspielhaus, Bahnhasstraße 31. Das neue Programm enthält u. a. Das GebirgsdramaDer Geiler von Sanft Deck" sowie das LusffpielM'delllxncs Täublern". Siefe Anzeige.

** Für die Be wer tun g der Kaninchen- und Hasen- felle ist in erster Linie ihre Behandlung nach dem Abziehen: maßgebend. Ein ordnungsgemäß behandeltes Fell erstell den vierfachen Preis eines frischm unfehandelten Felles. Es werden 'gerade jetzt in den Haushaltungen sehr viel Kanincken- rmd Hasmfette gewoimen. welche zu Heereszwecken dringend gebraucht werden und geeigilet sind, dem allgemeinen Ledcrmangel abzu- helfen. Hierzu ist in erster Linie eine sachgemäße Fellvehandlunc« notwerrdig, und wir verweisen deshalb unsere Leser im eigenen Jnteüesse auf das Merkblatt, das von der Kriegs-Fcll-Aktiengeselfe sck-ast, Leipzig, Tröndlingring 3, kostenlos abgegeben wird.

** Das Großb Hessische Re gierrcng sbl a tt Nr. 1, auSgegeben den 17. Jarruar 1918, hat folgerten Inhalt: 1. Be- kamttmachung, die Abänderung und Erlcncterung der Jnsttukttt>n ftir die Großh. Kreisgeßmdheitsäm ler, für die Jmpfärzte und prak­tischen Aerzte, so>vie für die Großh. Bürgerm ei stereie:r und Vor­steher vmr Schulanftalten zur Ausführung des Reichsimpfgesctzes vom 8. April 1874 fet^ff<md. (S. 1.) 2. Bekamrtmachung. die Deutsche Arzneitaxe für 1916 fettefferrd. (S. 15.) 3. Bekannt­machung, ben privaten, gewerblicheil und fausmännDchmr Fachunter­richt betreffend. lS. 15.) 4. Bekanntmachung über Gemüse-- Versorgung. (S. 16.)

I Dic tägliche Kopfration an Kartoffeln beträgt ein Pfund? Streckt Eure Kartoffeln durch Verwendung von Rüden!

Stellt den täglichen Verbrauch durch Abwiegen fest. Ersatz für iwrzeitig verbrauchte K artsff.stn erfolgt nicht?

Landkreis Gießen.

** S o n b o r f, 18. Jlan. Das Hessische Kriegsehreirzeichen er­hell der Forsttvart Ludwig Wißner. ' E Kreis Schotten.

§ Aus dem oberen Vogelsberg, 18. Jon Ein orkan- arttger Sturm fegw vorgestern nachmittag über die ganze hiesige ^fegend und fet allerorts bedeutenden Schaden an den Dächern angerichtet.

Swrkenburg und Rbeirchesfen.

I. Darm st a dt, 19. Jan. Im Openc-Spielplan des Hvf- tlieaters tritt Verdi in letzter Zeit wieder hervor. Nach dem Rigvletto" und derTraviata" kam gestern afend der ..Trou­badour" Mir Ausführung. Es war insofern eine Jubiläumsauf- führung. als der Troubadour vor ausverdruftem Hanse zum 125. Mole ist»er die Tiarmstädter Bühne gttrg. (Erstaufführung in Darm- stadt 12. Tez. 1855.) Auch so:rst war die Ausführung von bo scmd-eremE Interesse, da gleich z^vei Gäste aus Anstellung sich vor- sbellten für die scheidenden Kräfte Joseph Mann und Gabor, von denen besonders das Scheiden des crsteren. der nach Berlin üferriefelt, als ein schwerer Vertust für die hiesige Bühne fezeich- rvet werfen: muß. Um seine Stelle bewarb sich Herr Peter I o n s- son llyrisch/er Tenor) vom Stadttheater in Kiel in der Rolle des Manrico. fer bei dem Publikum eine sehr beifällige Aufnahnre fand und auch von fer Krittk recht sreiucdlich aufgeirommen wurde. Er wird am Sonntag als Stvlzing in den Meistersingern eine ziveite Probe seines Könnens geben. Als zweiter Gast sang Herr Theodor Heusser (HeldeTrbartton) vom Hoftfeater in Dessau die Partie des Grasen Luria. Ihm gegerulbec nahm die Kritik eine im ganzen wohlwollen.de Haltung ein. ohne aber nach einem einmaligen Auftreten ein abschließendes Urteil füllen zu wollen.

I Da r m sta d t. 18. Jan^Die Großl-erz-'gin bestch'igte gestern in Begleitung der Fürstin zu Solms-Lüh die Schuhmaifenverk- stätts des Gewe^'areius der Heimarbeiterinnen und oie ange- gliederte Schulfllckstn'.fe: in her Werktätte arbeiteten 8 Frauen und Mädchen als Schtzchmacherinnen unter Leitung eines'Meisters, in der Fckckstufe Nxrren eine ganze Änzahl Fvcttven und Mädchen mit Ausbesserung ihres Schrh-verkes tätig. Besondere Aufmerk­samkeit erregte eine entfaefe Pressev'orstchtung. durch die Ersatz- sohlm rvks Lnvoleirnc, Gummi oder .,Ago"-Platte ohne Zwirn und Nägel M.rf die Brandslohle aufgekittet werden, was sich bestens bewäbrt fet.

ch. Aus dem Rheingau, 18. Jan. Der erste Abstich fer neuen Meine hat verknnzelt schon begonnen Und wird in den nächsten Tagen tvohl allgemein vorgenomtmen u>erdeu Tie Nachfrage hat sich zwar in feil letzten Tage>'. belebt, doch kom'ntt es fei den. hohen Forderungen nureften zu Mschlüssen. Dabei würfe: im mitb leren Rheingau 6700 mrd 7000 Mjark für das Strick angelegt Kreis Wetzlar.

ra. Wetzlar, 19. Fürrf Gemeinden des Krei^e^ Wetzlar sind noch! immer in fer beneidenswwteu Lage, rveder Zuschläge zur StaatZen k-^mirmMeuer. wuh Reulsteuenl erheben zu brauchen. Es sind divs die Otte Greife'tthal, Griedelbach, Holz Hausen, Ober- wetz und Neukircheu.

Hessen-Nassau.

ra. ^ B i e d e n k o v f, 19. Jan. In diesell Tagen sind eS gerade 50 Jahre, daß das König!. Landratsamt Biedenbyps ein­gerichtet wurde. Durch den am 3. Swpemster 1866 abgeschlosserlr-eni Frieden zu Würzburg gelairgte das Hinterland an die Krone von Preußen.Dbögen die ,Baivohner ihrer nmlell Mgierung ver- tvM!ensvioll , crttfcfenltam'mea," sagte (hwßfew-vg Ludwig III in seiner Äb-schisfevefe, die am.1-7. September veröffentlicht würfe Unser Kreis wurde v-vrläufig durch das ZivilLimmi'sariat in Homburg venvaltet, das am 1. Oktober 1867 die Geschäfte fer Wniglichen Regiewmg in Wies-bafeu übergab. Mit Beginn des Jahres 1868 besteht als Koeisfehörfe das hiesige Land rat samt. Ihm untersüthen die vom Kreise Gießen üfelmmrrmenen Orte, die in fer Uebergangszeit eine eigene',Regierungl fe>abt hatten.

--Frankfurt a. M., 16. Jan. Die Stadt hat beabsichtigt, das Bad S o d e n t h a l bei Aschassenburg anUikmifen und zu einem Erholungsheim für skrophulöse ,md ttrferkulöse Kinder umzuwandeln. Der Kaufpreis bettägt 300 000 Mk. Die Herren Mar und Gustav Kaufmann stellten hierzu 200 000 Mk. geschenkiveise zur Bersüginrg. Den Rest übernimmt die Stadt. Die Stadtverordnetenversammlung wird sich demnächst mit der Vor­lage beschäftigen.