fttc Ktt and nützlich hakten würben. Sollten ffch m dies« Ber* y&reöuitgai Äerfügnngen hinsichttich der Vornahme ov-n Groß ^rrektvren befinden, so sei es ittcht einleuchtend, worum srese Gebiete rn d:c,en Fragen nicht ebenso frei sein sollten zu tim, toOG ihnen bdicbt, wie die anderen.
,u ^5 0 tz kr glaubte in tneser Auffassung eine Untergrabung des Äcwuftatzes des Selbjtbesttrnnrungsrechtes erblicken zu müssen und wvn die Frage ausi warum denn die Organe der täglichen Böl «rschaften dann nicht zu seit Verhandlungen in Brest ein g ei a beit worden feien, wenn sie sogar das Recht ^rben sollen, über Gebietsteile zu verfügen. Alt eine solche Teil- rwhme der Vertreter dieser Völker an ben Verhandlungen werde Aer. natürlich nicht gedacht, weil eben diese Nationen nicht als SuLwkt sondern als Objekt der Verhandlung betrachtet würden.
In Erwiderung auf diese Bemerkungen führte v. Kühlmann aus: Der Vorredner hat sich darüber beklagt, daß wir hier iwch verne Vertreter der besprochenen Nationen bei den Verhandlungen! hal^n Wenn er damit zum Ausdruck bringen wollte, daß auch naa- seiner Ansicht diese Volksinsividualitäten geschaffen sind und das ^Riecht der Selbstbeftimmmig ihrer auswärtigen Beziehungen ausü'öen können, so bin ich meinerseits bei rückhaltloser Anerkenn ^mng dieser Voraussehnug von seiten der russischen Delegation gern bereit, den Gedanken zu diskutieren, 0 fr und in welcher Form sich die Beteiligung von Vertretern der fraglichen Nationen an unseren Verhandlungen ermöglichen lasse.
Graf C z e r u i n äußerte gleichfalls seine Bereitwilligkeit, der Frage der Heranziehung von Vertretern der besprochenen Gebiete naher zu treten, fügte aber hinzu, er wünsche zu wissen, in welcher Dxnse die Auswahl dieser Vertreter getroffen werden solle, wenn russischerseits die in diesen Gebieten bestehenden Vertretungskörper nicht als berechtigt angesehen werden, im Namen der von rhnen^ vertretenen Nationen zu sprechen.
Trotzki beantragt hierauf, mit Rücksicht auf diese letzten rn der Nachmittagssitzung vom 11. 1. abgegebenen außerordentlich wichtigen Erklärungen der Vertreter der Mittelmächte die Sitzung zu vertagen, um es der russischen Delegation zu ermögttcknm, cme Beratung abzahalren und sich mit ihrer Regierung ins Beschulen zu setzen.
Breft-Litowsk, 13. Jan. (WTV.) In der Sitzung vom 12. Januar resümierte v. Kühlmann das Ergebnis der vorher- gegcmgenen Beratungen und bemerkte abschließend: „Wir haben der Anschauung Ausdruck gegeben, daß die cm der Westgrenze des ruTfifdyen Reiches wohnercden Völkerschaften bereits in' einer Ar wts maßgchenden Weise den Willen, selbständig zu sein, mndgegebeir haben. Auf tue von dem Von'itzenden der russischen Delegation gegebene Anregung hin haben wir auch den Gedanken für vollkommen diskutierbar erklärt, ob und unter welchen Bedingungen diese neuen Staaten an den Friedensverhandlungen beteiligt werden könnten. Wir sind aber durch die russische Delegation noch nicht darüber aufgeklärt, ob ihrer Ansicht nach die Staaten als selbständige Rechtspersönlichkeiten bereits bestehen, mithin, ob sie, um einen von der russischen Delegation gebrauchten Ausdruck zu wiederholen, als Subjekte an der Diskussion sich beteiligen können, oder ob sie bis auf weiteres nur als Objekte der Staatskunst betrachtet werden sollen. Ich wäre dankbar, wenn von seiten der russischen Delegation diese Frage in einer jeden Zweifel ausschließenden Weise beantwortet werden könnte."
Erklärungen Murenews.
.. Ohne auf die zur Diskussion stelMtde Frage ernzu gehen, bat ffettrur Trotzki, DAN Delegierten Kamenew das Mwt
teilen. Dieser führte aus:-Die russische Delegation ist zu der Ucber- seng-unj gÄMtgr, daß es zur DsrmcidiML jedes Mißverständnisses
»munützs 'aäw, die blschrrrge Arbeitsmethode gewissen Aendertm- igai zu urrverzrehen. Sie schlage vor, daß beide Seiten in einer schriftlichen Zusammenfassung ihre während der TL- fuffam «tötncfelte Auffassung darlegen. In Ausführung dieses Vor Mag« stellte d« russische TebDntion fast, sie fei nicht in der Lage, als Ausdruck dos BolMolltens der rckkuvierten Gebiete Er «rr z-u er kennen, die <mt dieser ober jener sozialen Gruppt' oder Einrichtung gsoacht worden leien, insoweit diese Er- rlärungen -unter dem ÄLginve einer fvsmjden Okkupation erfolgt sind «nd van OrgMen^auSgegauMt stnp, deren Rechte nicht von erner Bolkswah! herrühren und die überhaupt ihr Leben in «man Rachmw fristen, der den Plänsn der militärischen Okku- p-tionsbehörven nicht widerspricht. Die Delegation stelle seit, daß währenddes Qfhuxrtmn nirgends, weder in Polen, noch in Litauen, «ach in K urland , rrgenÄSrelche demokvariich gewählten Organe weder «brldL: werden Lnrnvert, noch existieren, die mit irgendwelc^m Rechte darauf Anspruch erheben könnte,:, als Ausdruck des Willens Kreise der Bevölkerung zu gelben. Was das Wesen der Erklärung über dasStrebenznrvollenstaat lichen ll n- ab h än gi g kei t beweise, so erkläre die russische Delegation :
1. Aus -der Tatsache der Zagehörigkeit der besetzten Gebiete Bereich des früheren ruy sichln ^Kaiserreichs zieht die ruf-
Ache Regierung keine Schlüsse, die rrgemnoelche staatsrechtliche -Lervff'.chtung der Bevölkerung dieser Gebiete im Verhältnis zur russischen Republik auferlegen würden. Die alten Grenzen dssl früheren russischen Kaiserreiches. Grenzen, die durch Gewalttäters Und Berbrech-Är gegen ,ftic ViSlter gebildet wurden, insbesondere, geger: das polnische Volk, find.z-usaimnm mit dem Zarismus ver- schwüud^ Die neuen Grenzen des brüderlichen Bundes der Völker, die aukerhalb ihres Rahmen bleiben wollen, nriif.fcn gebildet najbm durch. Hünen freien Entschluß der end-, svvvryenden Völker
2. Deswegen besteht für bk russische Regierung die Grund- Qrsgabe der jetzt geführten Verharchlnng.nicht darin, in irgend-' welcher Weise das weitere zwangsweise Verbleiben der genannteni «Gebiete im Rahmen des russischen Reiches zu verteidigen, fonte-m tn per Richtung seiner wirklichen Freiheit und Selbstbestimmung der inneren Staatseinrichtung und übernationalen: Lage der genannten -Gebiete. Rur daun null sich die russische Republik gesichert suhlen^ vor dem Hinemzerren in irgendwelche territoriale Streitigkeiten und .Konfttkte, wenn sie überzeugt sein wi^. daß dre Linie, ite fk ttwt ihren Nachbarn trennt, gebildet ift >4:4 den freien Willen der Völker selbst und nicht durch Gewalt von oben, die nur für kürze Zeit diesen Willen unterdrücken konnte
3. Die h verstandene Ausgabe setzt voraus eine vorher-
Schrnde Verftäudlgune DeurschLands und Oesterreich-Ungarns auf der einen und Rußlands auf der anderen Seite über v ie n Hauptpunkte: in bew® aus den U m sang des Territoriums, dessen Bevölkerung berufen fern wird, das Selbst- deftünmuligsrecht «uszMVen, in bezug cmf die allgemeinen politischen Voraussetzungen, unter welchen dre Lösung der Frage von den staatlichen Geschicken der entsprechenden Territorien mb> 9totümett vollzogen rverden soll, in bezug auf das, U e b c r- gangsregime, das bis zum Mvmentder staatlichen Konstituie- rrmg dieser (Msizte bestehen soll, in bezug auf bic Art und Form, in t»er die Bevölkernrig dieser Gebiete ihren Willen kundzugebew haben wird. 1
Tle Gesamtheit ber Antworten auf diese Fragen bilden die Paragraphen des Frieden ^Vertrages, die den Paragrapk 2 de-< dsrtfchen Vorschlages vom 28. 12. 1917 ersetzen 'sollen. Tie russisch- Delegation schlägt ihrerseits folgende Lösung dieser Fragen vor:
ad 1. Das Territorium: SelNtbefirmmungsrechL steht den Imerncn, omb nicht ihren Teüen zu. die okkupiert sind, irrte es H 2 des deutschen Vertrages vom 28. Da^urber vorsieht. Tem- enLsprocheiid gibt itzc russische Regierung aus cigOier Initiative das Reck>t der gleiitzzeitigei- <-LLbstbestünmnng auch den Tellen-der genannten Nationen, die außerbalb ber Besatznngs- zone leben. Rutzlano verpflichtet sich, diese Qtefctie weder d:E noch indirekt zur Annahnn dieser vd-er einer anderen Staats-, frrm zu nötigen, ihre SelbstLndigkell durch keine Zoll- odn MlluärtÄnvenLwnen zu beeinfluss^, dir vor der endgültigen Konstituierung dieser Gebiete auf Grund des Selb'! best im- mungsreches dieser Nationen geschlossen würden. Tie Regierungen Deutschlands und Oesterreich-Ungarns bettaugen ihrerseits kategorisch das fehlen irgendinelckel- An- spe^e sowohl aus die Gmvrrleidung in das TerrllorüLn Dent'chranvs uno Oesterreuy-Ungarns der Gebiete des frilheren rusillchen^tauerrerches, sie letzt von den veeren Deutschlands mb L-errrrrentz-llngarn: vKuprert worden find, wie auf sogenannte
Gren^korrekturen «mf Kosten dieser Gebiete. Gleichzeitig verpflichten sie sich, -diese Gebiete nicht, weder direkt lwch indirekt, zur Annahme dieser oder jener Staatsform zu nötigen :md ihre Unabhängigkeit nicht durch irgendwelche Zoll- und Militär- konoentionen zu beengen, die gesMossen würden vor der end- gnltigen Konstituierung dieser Gebiete aus Grund dcö politischen Selbstbestimmungsrecbrs der sie bevölkernden Nationen. Die Lösung der Frage Lber die Geschicke der sich selbst bestimmenden Gebiete muß unter der Bedingung der vollen politischen Freiheit und des Fehlens jedes äußeren Druckes stattflliden. Deshalb soll die Abstimmung nach der Rücknahme der fremden Deere und der R ü ckkehr der Flüchtlinge und der vom An- lange des Krieges evakuierten Bevölkerung stattfinden. Ter Zeit- punfr bet Zurückziehung der Ö»ere wird durch eine besondere Kommrision bestimmt r.ttivrechend der Lage der TrcrnSvorimrttel, der Gmährung und ariderer Fragen, die im Zusammenhang mit den Bedingungen des noch nicht beendigten Weltkrieges stehen. Ter Schutz her Ordnung und Rechte der ün Prozeß der Selbst- bestlmnunig sich besindtnll'en Geocele liegt den nationalen Heeren und den lokalen Mlliz-n ob. Den Flüchtlingen und den durch die Okkupationsbehörden seit dlnianq M Krieges Evakuierten wird volle Freiheit und die materielle Möglich?!i' der Rückkehr gegeben.
nä 3. Dm: dem Moment der Unterzeichnung des Friedens bis zur endgültigen staallichen Konstilniernng der genannten Giünete geht ihre innere Verwaltung, die Leitung der lokalen Angelegenheiten und der Finanzen usw. in die Dände ellres temporären, Organes über, das durch Verstandigmig der politischen Parteien, die ihre Lebensfähigkeit inmitten ihres Volkes vor und während des Krieges bewiesen haben, gebildet wird. Tie Hauptaufgaben dieser temporären Organe besteht gleick)zeittg mit der Ausrechterhaltung des normalen Laufes des gestllschaftlichen und öronomischen Lebens auch in der Organisation der Volksbefragung.
ad 4. Tie endgültige Lösung der Frage vor: der Staatslage der Gebiete, um die es sich handelt und von dor Form ihrer Staatseinrichtung wird durch ein allgemeines Referendum erfolgen.
Zwecks Befchleunigmrg der Arbeiten der Friedenskonferenz halt dw russische Delegation es für außerordentlich wichtig, von der deutschen und österrerchisch-uugarischeii Delegation eine voll- kommen exakte Antwort auf alle die Fragen zu erhalten, die, m die, er Erklärnrig anfgeivorsen worden such. Was andere kleine Fvagen betrifft, so könnten sie dahin behandelt rverden, daß sie im ZusamliiQlhang mit einer genauen Anuvott aus diese Pnnrte beantwortet tverden.
Hierauf erbat
General Hoffmann
das Wort und führte ans: Ich muß zunächst gegen den Tan dieser Vorschläge protestieren. Die russische Delegation spricht mtt uns, als ob sie siegreich in -unserem Lande stünde und uns Bedrngimgen diktieren könnte. Ich möchte darauf hur- wepen, daß die Tatsachen entgegenge?etzr sind. Das siegreiche steht in Ihrem Gebiet! Ich möckste dann teltiieitet, daß dre nfffifdr Delegation für die beletzt-n Gebiete die b-.nw"ndvng eures Selbstbestimninugsrechtes der Völker in .einer A>etze nnd in eurem Uiwarrge sovterr. m iees ihre eigene R e - 6 t er u n g m eigen t. n L a n id-i: 11 i d- t an wende t. Ihre Recherung ^vimyd ler.rgtea.Lns döe Macht, und zwar aus mn-- hläacht. die r n ck - i cb t s l 0 s nud m i t G eiv a 1 1 jeden dtederL- denkenderl kunterbrückt. Jeder LlnderEntende rvird einfach, als (uegenrevoteteTnär und Borcrgeois für vogelwei erklärt. M]< will bieie meme^Ansicht irnr <m zwei Beispiel
D1 « . . - - - .. ers echärtai. In der Nacht
UM ol. ^ezomser rmnche der erste weißrussische Kongreß in "Vus f, der das Selbslbe>ttm-mungsiecht des weißriösischen Volks geltend TXjadym wollte, von Maxi mattsten Lurch Bajonette mrd M->. schirrengewehre ausernMidevge-agt. ^lls die Ukrainer das SÄst- besttnttnungsrecht geltend nmchteli, stellte die Petersburger Regic- ^6 ein^ Uifeicußn imb versuche die Erzwingung ihres Wlllens m:t Wcnfengswalt durcl^nsetzen. Soviel ans den mir vorliegenden Funksyrnchen henwrgeht, rst der Bürgerkrieg noch im lÄvige. So stelt.c sich die Anwen-chmg des Sekbstbesttm'wnnZsred-ts der Völker durch che maximal, stische Regierung in der Pvaxis. Die deutsche Oberste Heeresleitung inuß deshalb die Einmischung Ln die Regelung der Angelegen hei- ^Ebiete ahlehnen. Für uns haben dre VoKer w dem besetzten Gebiete ihrem! Wunsche der Lostrennung von Rußland bereits klar und nnzweiderctta Ausdruck gegeben. Von den
w;chtigstit» Beschlüssen der Bewilkrrung
möchte, ich fölgerides hervorl?eben: Am 21. 9. 1917 erbat die kur- ländische Landesversammlung, die sich, ausdrücklich als Dertreterm der Ges^mtbcLöttÄung lK^rlands bezeichnete den Schutz des Deutschen Reickies. Am 11. 12. 1917 proklamierte ber Litauische Landesrat, der wm den Litauern des In- uno 2 tuZlani 0 es als die einzig bevollmächttgte Vertretung des lttaurschei, Volkes enerkannt ist, den Wunsch der Abtrennung von allen sbaatttchm Verbiridungen, die bisher mit anderen Völkern be- staiiden yabeu. .Am 27. 12. sprach die StaLstverordnetenversammkung in Riga eine ähilliche Bitte an das Deutsch- Reich aus. Diesem Anträge lraben sich die Rigaer KaunuamisLunmer, die Große Gr'lde. dre Vertreter der Landesoevölkernng'. iöwie 70 Rigaer Verems angesd^'scn. Schließlich haben m Dezember 1917 auch Veiteeter der Ritterschaft mrd der ländttchx.l, ftädtisä^n und kirch- lnbsn Gemeindeii ans Oesel, Dagoe und Meorr m ver- schstdenen Erklärungen sich) von ihren bisherigen Beziehungen lostzÄost. And) laus vermal tnngstechnischen Gründen muß die deutsch' Oberste Heeresleitung die Räumung Kurlands, und Rigas und der Inseln im Rigai- schen M eerbusen ablehueu. Mle diese Gegenden besitzen lerne VerwalttmgHorgOTre. keine Organe der Rech-tsvflege, keine Organe des Rechtsschutzss, teure Eisenbahnen, keine Telegraphen, keme Dost. Alles dies ist deutscher Besitz und in deut- s che m B e t ri e b e. Auch yar Errichtung eines eigenen Bokksheeres oder emer Mrnz sind die Länder aus Mange! an gcigncttn. Oroanen m absehbaver Zeit nicht in der Lüge
StmrtSsickrrtSr v. Kühlrmmn:
Ich möchte hervorheben, daß es nicht möglich ift, atf die Bier verlesene schriftliche Erklärung der rirssischen Delegation rmsererser^ letzt irgendwie Stellung zu nehmen. Ich muß mrr dre wertere Stellungnahme rn allen Punk- mMtr aber menrer persörllLd>en Ansicht Ansdrnck gevL'., Hatz bex von der russischen Delegation vorgeschlagene wvdav nämlich daß die Delegationen
sich gegenseittg forrmmerte Schriftstücke vorlegen, lveder zur Be- seytemigung der ^ VerhanL^Mrpxv beitragen wrrd, iwch. besonders wen:! di- Schrutstücke des^ tote heute vorgelegten entsprechen, UN auergerinMten baw teitxwen wirb, die Aussichten ber Ber- banDlimgm, dre wir führen, in besonders rosigem Lichte erscheinen zu lassen. Ich persönlich bin der Ansicht, daß es zweck- maßiger gsweten wäre, in der gestern angefangienen Weise fort- Z^Mbn, brs der ganze Stofs dnrchgesprochen war, und dann nach Arfcküusi der nlündttchcn Durcharbeitung, rvenn. es nöttg erschienen wäre, das Ergebnis der mündlichen Dr:rcharbertung schriftlich zu fixieren Da aber die russische Delegatton durch ihren heutigen Antrag sich aus einen andern Boden stellt, schlage ich vor, zur Beratung unter den Bundesgenossen die Sitzung ausirnheben.
Herr Twvki:
, Es ist s-elbstverftün^ich daß es durchmE nicht unsere Absicht ist, me Technik oer Berham;^unger: m erschweren. Wenn die Gegeii- parte sich cms den Standpunkt stellt, daß für das Borbrrngen schrrttlicher FarmulierungM noch^ mchr der richttge Zeitpunkt ist, ,0 wurde unser fertiger Vorschlag zur Diskussion gestellt vwrden, und mir raHrbot uns das Recht vorbehatten, im Laufe der n-eiteren Vertendlungen m unserer Deklaration als solcher ater zu einzelnen Tellen derselü«, surückzutebrcn. ohne in irgend einer Weise der G e g e n 0 a r t e \ eine ühiilliche Bezahlung bet Angelegenheit aufzwingen zu wollen.
Staetssikrcmr v Mblmann:
Ich .kann diese): ' Schlag nicht an ne hm err. Das Bor- h,'noe)isetzr schriftlich ! 0 ,.imü'ierter und auSgearbelleter Vorschläge aus der einer. Seite, denerr txm bei: anderen Sötte keine erst- spveckMide Gegenformulreruu'. entgegengeftellt wäre, würde durchaus Erwünscht sein. Ich inuß deshalb <m mettter Ansftttfüng
festhalten. baß vor irgend» welcher Stellungnahme Wernerzu der neuen Lage eine erneute Beratung der Bundesgsiossen notig ist..
Tie Sitzung wurde hierauf aufgehckben. Eine neue Sitzung) zur Fortsetzung der Beratungen ist noch nicht -arrbcraumt worden.
veratungen beim «aiser.
Berlin, 14. Jan. <Priv.-Tech) Wie der „Berl. Lo^ kalcmz." hört, wurden die Empfänge beim Kaiser hertte vormittag fortgesetzt.
Die ,,Nordd .Allg. Ztg." schreibt LLdaVriotrell unter der Uederschrist „Tatsachen und Gerüchtes Lchchskanzler Grar von Herrling hielt in den letzten Tags: mehrfach dem Kaisir Bortrag und hatte zahlreiche Besvaechungetc. Eine ver trauensvvlle Aussprache fand zwischen bem R eichskan z - I c r Mld den zurze:^ hier anwesenden Hee r i ü h r e r n statt. Die Mitteilungen über einen für heute einberuienen Krön rat sllrd unrichtig. Es liegen keine sachlichen T i f f e renzen vor, die eine Entscheidung im Kronrar verlangte)' 9luch sonst gehen mancherlei! unrichtige Nachrichten durcsi einzelne Blätter. So wird gemeldet, datz Staatssekretär von Kühlmann und Botschafter Graf von Bernsrorff in Berlin eingetroffen seien. Beide Angaben sind falsch.
Ber lin , 14. Jan. (Priv.-Tel.j Wie der „BerlinerLo^ kalanzeiger" hört, wurden die Empfänge beim Kaiser vormittags fortgesetzt. De:: Beginn machte eine Besprechung, |u der der Kaiser den Kronprinzen empfiLg. Darauf tarn der Unterstaatssekretär Freiherr von dem B u s s ch e zum Vortrag, worauf Reichskanzler Graf v. Bertling mrd Generalfeldmarschall v. Hindenbura gemeinsam vom Kaiser empfangen wurden. Nach Beendigung dieser Besprechung hielt der Kaiser den Feldmarschall noch längere Zeit zu einem besonderen Bor- träge zurück.
Berlin, 15. Jmr. Wie das B. X. berichtet, hat der Kanzler die Parteiführer entgegen den Ursprünge lichen Absichten nicht zu einer Konferenz empfangen, wobl aber bat der Stellvertreter des fcamt v. Kühlmann, Unter- ftaatssekretär von dem. Bussch-e, im Verläufe des Nachmittags den Parteiführern einige Aufklärungen über den Gang^ der Verhandlungen in BreALtrowsk gegeben. Darnach se en dort die Verhatidlungen gestern nachmittag wieder ailfgenommen worden und auch', heute vormittag werde eine Sitzrmg der Delegierten stattfivden.
Caiüaux verhaket.
Paris, 14. Jan. (Havas.) Eaillaur r scheute vrorgÄk verhaftet und unverzüglich rn das Gefmrg»tÄ M Kvmle übergeführt worden.
Paris, 15. Jan. -sHavas.) Die Verhaftung Qaillaux' wurde alsbald bekannt und erregte, wie Havas meldet, Aufsehen, Das Pilbttkinn riß sich förmlich um die Abendblätter und besprach eifrig die ^Nachricht. Alle Aömdblntter erschieiieu mit großen HcteT!d;rmeii wie: Die -Berbasttmg des Freundes Dolos, oder HvchverratSverbrechen, oder Ern Theaterstreich. Ohne bestimmte Ursachen für die lBerhaftung zu nennen, beriefrten die Blätter vor? der Durchsuchung eines Schließfaches, das Eaillaur \n Florenz unter dem- Namen Renoucrtt) in dem Finan z in stttur der Banca Jtalicma di Sconto babe. Nach, dem .Jntrannaeuust' batte man in diesem Schließfach Wertpapiere in betrach:- licher Höbe und Papiere gesunden, dereir Bedeutung unbestrrttbar Das Blatt fügt hinzu: Es ist ein Schriftstück in die >-»ände der
sei.
Militärgerichtsbarkeit gelangt, dessen Bedemwig und Wichttgkeft nicht gestatteten, Caillaux länger ans freiem 'Fulß h Waffen.
Ans Rumänien.
Wien, Ib.Iwi. (L.-Ä.> Noch einer MeL»rn.g der „Pvktt- »chl2l Korrespondanz^ «xus Sv rja spielen sich geg«Mxrrtig ch Jassy evlscheideuÄe antidynastrich-e Kämpfe ab. Die Slröinung gegen den König Ferd.in«nd iiehnve von T-ag zu Tag zu. Die Stellung des ähabrnettt- Bvatchrru ist viel zu scywach, um dchn Kömg arm: hinveichm.« Stütze $u bveten.
* .
Schiffbarmachung ber oberen Rstone.
Genf, 14. Jon. In Lyon fand gestern zm- Snitementaft statt, in der über verschiedene Pläw: Mv wirr'cha ft lichen Erschließung ider oberen Rhone bevaten ma&:. Die Stadt Paris hatte zwei Vertreter enttonvt: ans der Sck ree t z waren fünf Texten erschienen, bis in der Dvag, der Scknsidar- ma-cknrng der Oberen Rhsue mshr-mM> das Mott eröiinsr..
Die siebente ungarische Kriegsanteche.
Budapest, 13. Jan. -WTB. NichtamLlich) Dos Gvsevnio der siebenten nngaxischen Kriegsa,:!l-eihe üverstei';/. nach den endgüttioen.Feststellungen 3600 Nilllianen Kronen. Du: durch Die bisherig«) nngarisäMr KriogsanLeitzen ausg.edvuck.u- Sumine beträgt dauttt über 15 Mllliarte)). D-er Kösrig richtete anläßlich dos 9 latrvcrtten Ergebnisses ber Krckgs'LMleche en den Mi° nifierpTäfiboiten Tr. Wscheckes ein sehr herzliches DmEst^ten.
. Der ZeeMeg.
Neue U-Boot°Erfolge.
Berlin. 14. Joon. (WTB. Amtlich? Eines allerer 11-Bvote hat unter schneidiger Führung des Oberleutnante zur See Lohs tetzttsin inp Aermelkanal fünf Dampfer und drei F i sche r s a b r ze uge mit run d 210 00 B r -Re g.--T. ve senkt, eine Leistung, die um so anerkennenswerter ist, als die Erfolge von einem klellreu U-Bvot mrd in einem SeegeAet tx&dt wurden, in dem die feindliche Gegenwirttnig beionders'. stark ist Alte Da))lpfer, mit Ausnahme eines, moxai bewaffnet mrd tief J&-- lad«r. Es konnte namentlich festgesteltt werden : der englische Se. waffnete Dampfer 3081 T.' sotvte der ÄSvvffnete tna--
lisch- Tccnkdamrfter ,/Arock' 14839 T.Z der in geschickt durchgefichr- Angriff aus einem stark gesicherreu Dankaamvter-Geleitzu<i ff«: wurde. T4e versenkten Fsichervanipser waren eng
ten)
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bischer ,Varrma"
nalttät und ^führten die Nanren ,/ÄLtchude'' (B M . (B. M. 43 und B. M. 201.
Der Eher des Mmrrallttī. d-ec Marine
KriegHschiffe der Entente in Wladiwostok.
Basel, 14. Jwr. .D«n „Echo de Paris" wird aus LorteL^i gemeldet, Äaß zsvei eng l i s che u nb ant-er i kanil che Kr ie gs-- schiffe sich dem japanischen Kreuzer ang^chtoffen habe)-., der v-or drei Taigen in ALaS«M»>stVk eürtvw.
Aus dem Reiche.
Ein Fliegerangriff auf Karlsruhe.
Karlsruhe, 14. Jan. k'WTB. Arrrtlüh.) Bei einem heute mittag aus Karlsruhe erfolgten Fliegerangrifjf wurden einige Bomben abgeworfen. Eine Person tomie gan-, leicht vertetzr. Militärischer Schaden ist nicht entstanden, sonstiger Sachschaden gering.
Arrs Heften.
Dre Geschäftsstelle der N arrorrallibera- len Landespartei in Hessen ömbte an bic Reichs geschäftsftelle der Natimrallrberaten Partei tu Berlin folgende Drahttnl§:
„In tiefer ©wsr am die Zickunft ^ ^sitter^rdrs uns eins wissend mit den Parteifreunden im Lrmbe, bitte): mx bringerll, die ReichStagsfrattivn ft) ihrer bisherigen dantensioerr cmergrichsL Haltung zu bestärken. Wir hoffen und erwarte):, daß ür der Erst-, sch echungsstunde die RÄchstegslttckt«^ oahin wirkt, daß bei btn I-riedMsverhandttMgen bic Auffossnna der Oberste» Heeresleitung, msbejvnberr über bk fetämmoeii der beut* schm GvMGSi maßgebend ist und bleibt."
NattoEidevclle Landespartei in .^nm.
GMNtzOMe Dr. Linse. ' '


