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Xnt Stadt «nd Land.

Gießen, den 15. Januar 1918.

Das LVs-Psrnnig-Stück.

Durch die Emfführmrg 'van Postwert Zeichen im Wert 5 toöit 7Vs Pfg. tfr e& iBTtrootbis geiuorfccn, a ndj eine Münze zu

Waffen, die den Erwerb eines enrzeüven solchen. Po-stwertzeick)ens ermüqlvck r. TS tmrtiK 'fealjcr bk Einführung einer neu e lt Münz c int Werte Vv-n 2^2 P fg. b^Äwit. Von der Durch- Führung dieses Beschlusses wird aber ein skr eilen ^Ibstond genommen werden. Weil die für eine solche Münze tu. Betracht tommeuben MetMe sur Zeit nicht zur Verfügung stehen. Das 2Vs-Psg.-2tück Wird erst Mvck» de« Krieg zur Au spragiMA gÄdAM». DM <r.n sra Erscheinen im ZayLlmigAperkchr wird das 2-Pftr. -Stück entbehrlich, da es zwecklos ist, zwei Münzen, deren Zalü werte so dicht beiem- qmderlwgen. cheichyttttZ im Berbehr zu haben. Auch kann, das l-Pfg.-^tück I»ei ausreichender Prägung das 3chPfg.'Stück Uolt- Almnnen ersetzen. /

** Ausg 2 be von Kunsthonig. Die Ausgabe des Kunsthonigs erfolgt von Mittwoch den 16. b. M. ab gegen Barzahlung und Rückgabe der. Bestellansweise.

** A u s g ab e o n S ütztzo fff (S a cch a r i n). In der Zelt vom lir. bis 31. l. Mts. wird gegen den Lieferungs- abschnttt 11 der SüßstoffkartcnH" (blau) und gegen den Lief er un gsabschn itt 2 der SüßstoffkartenG" (gelb) von den Lüßstoffabgabestellen Snststofs abgegeben. Es gelangt em Briefchen bzw. eine Schachte! auf den Abschnitt zur Aus­gabe. Mit dem 31. Januar 1918 verliert der Abschnitt 11 bzw. 12 seine Gültigkeit. Nach diesem Zeiwuntt nicht ab geruiene Simstoffmengen dürfen von den Abgabestellen frei verkauft werven. Siehe auch) Bekanntmachung im Anzeigen­teil.

( ** & fl u ß f ch laä$tn n tj e u. Auf ök heutige Bekainitmachung des 'Großh. Kreisanrts Mosten wird ganz besonders hing e wieson.

** H e u- u nd S t ro b l i e f e r u n g ff ü rd e n H ee r es- bedar f. Alle Personen, die zur Ablieferung von 5)eu oder Stroh für den .^)ecresbrdarf von den zuständigen Stellen auf­sordert werden und dazu im Stande sind, haben der Auf- rderung Folge zu leisten und die Lieferung rechtzeitig zu erfüllen. Siehe Verordnung im Anzeigenteil.

** Wa rn ung vor dem Eierkonservierungsmit-- t « I ^Eiwotzl". Die Pr-ersprüfunMtellc der Stadt München teilt mit: Die Firma Georg Stanke, Berlin-Steglitz, läßt durch verictstedene Firmen itr Etzwkmrse.rvierungsmittelEiwobl" ver­kanten, baz- im wesentlichen aus gelöschtem Kalt besteht. Ein Päckchen enchält durchschnittlich 45 Gramm, der Verkaufspreis be­trägt 30 Pf., so datz ein Kilogramm Mrshl bei Abgabe an den Lechrauchei 6F0 Mart tostet, während der Aiaterialwert nur wenige Piennige betragen kann. Bor dem Llnkauf dieser nnbrauch bauen und viel zu teueren Wart- wirb gewarnt.

** Der Evanq. Arbeiterverein feierte am Sonntag fern 25. Stiftungsfest. Bormittags fand Besuch des Gottesdienstes in der Johannesttvchc statt, bei welch. r Gelegenheit Pfarrer A u«~= seid »einer Predigt den Wahlspruch des VereinsFürchtet Gott Ehrei der. König, L>abt die Brüder lieb" zugrunde leche. Ge än e des Madchmchores gaben dem Gottesdienst ein besonders feierliches Gepräge. Abends fand im Vereinslobal ein gutbesuchter Famitten- abent» statt. Lingeleitet wurde derselbe durch einen Muickoortrag (Large non Handels uns ttue fnv^c Begrüßung durch den 2. Vor­sitzendem K. Weller. Zwei voac Freunden des Vereins gestiftete Gedichte, '.uelch? bu Tätig keck des Jubilars rn den letzten 25 Fahren tn bester Weise veranschaulichten, nmrden von Frl. Weller mrd Frl Becker sttmmungsvsll vorgetra<pm. In der lnerauf folgenden Änsprvci e des Schrffiführers leg Bererns^ Pchroe s Ausfechd, he euch- tete dre,er che Evaug. ?ArbeitervereiAsben'egumg unter besonderer Derücks ichtigimg der Wirksamkeit des hiesigen Vereins innerhalb der letzten 25 Jahre. Mit einer Deklamation des Ehrenmitgliedes und iMrbbcgrüniders ibes Vereins T. S fl u f ft, solche ic.nem Kvoiteren MusrLK-rtrag Slbendchor aus der- Oper: Das Nachtlager von

Granada v. Kreutzer) fand der erste Teil des PvogrammZ sanvn

Abschluß. Ter zweite Teil wurde ebigeleitet duvch eine weitere musikalisch,e Darbietung (Gavotte von Strauß), woranf che Ehrung einer größeren Anzahl Mitglieder stattfand. Bor allem wnrde der langjährige Vorsitzende und frul^erc Schriftführer Professor Dr. .Heuseracuter tefonfcßr r Aue kmnung e ne gvoßen Te dicnste um den Verein zum EhrenD.orp 'enden ern?. . t. Ebenso wurden die beiden Vorstandsmitglieder Kauffmann ; u Graulich ans Anlaß ihrer 25jährigen ummterbr ochenen Zug'-härWeit zum Vorstand Ehrenmitglieder. Weiter erhickten eine g öftere Anzahl Mitglieder, die dem Verein unuuttrbrochen 25 Jahre angehören, Ehrenur- iunden. Dach einem gemeinsichaftlichen Lied, einer sehr stimmungs­voll vvrgetragencu weiteren Deklamation des Ehrenmitgliedes Schufst. ',vwie eurem Mnsikoortrag aus der Oper Tannhänser von R. Wagner, schloff; die schön verlaufene Feier.

Sttlrlrnburg und Ahkinhcssen.

l Darmstadt, l4. Jan. Der Berliner Domchor unter Leitung von Prof. Runde! veranstaltete gestern äbeud ein Konzert in der Stadtkirche, zu denr das Groß herzogs­paar mit den beiden Prinzen erschienen war. Auch war dee Kirche bis zum letzten Platz gefüllt. Der Ehor war diesmal be­deutend^ stärler als bei seinem letzten Besuch, lvas der Tonfülle seiner Darbietungen sehr zustatten kam. Im übrigen bewährte er seme von irüher her bekannten Vorzüge, die prächtige Schulung der stimmen und die feine stimmungsvolle Abtönung, durch die er auch diesmal einen vollen Erfolg errang.

Oessen-Nassau.

mr. Frankfurt a. M.. 15. Jan. Auck) rn bsv hiesigen .vandwerl'slammer und im Aiagistrat schweben zurzeit Berhand lungen, um ähnlich, wie dies in Wiesbaden dieser Tage geschehen ist, die Zusammenlegung der Bäckereien uns zu heben, da sie sich in keiner Weise bewährt hat, vielmehr die Fottschassung der feutia^ gestellten Waren in die einzelneit Vertanssstellen unendlich? Schwie- rigbeiten macht._ _

Letzte Ncrckrrckten.

kW TB.) Grotzrs §>auptauar1ier, 15. Iimuar. (Amtlich.)

W e st l i ch e r Kriegsschauplatz.

Keine bewudereu Ereignisse.

An verschiedenen Stellen der Fwnt Artilleriekampfr.

O r si l i ch e r Kriegsschauplatz.

Nicht' Neues.

Mazedonische Front.

Tie Lage ist unverändert.

Italienische Front.

Starte Ängriffe der Italiener gegen die östrrreichisch- ungari chgm Stellungen am Morte Asolone und Monte Per- tira sind unter ftstrveren Verlusten gescheitert.

Tagsüber in den Angriffsabschliitten anhaltender Feuertarnpf dchnre sich zeitweilig nach Westen über die Brenta, nach Osten bis zur Piave aus. Auch längs der un­teren Piave und in Verbindung mit italienischen Vorstößen im Piaveöclt-a war die Artillerie-ätigkert vielfach gesteigert.

Der Erste Generalauarttermcister Ludendorff.

, *

Die Wahlrech tsb-ermtung im Ausschuß.

Berlin, 14. Jan. Am heutigen Montag führte der Minister des Innern Dr. Drews aus: Die Einführung des gleiäxm! Wahlrechts im Staate habe tnchc logischer Weise das gleiche Wahlrecht in der Gemeinde Kur Fvlge. Echr nationall ibe-, raler Redner sprichst sein Bedauern aus, daß dch Regierung wiederum keine Auskunft gegeben habe, wie sie sich die Gestaltung der Berhättmsse im Osten de.tkr. Obwohl der Redner einen westt lrchen Kreis vertritt, sei die Mirbmeg des gleichen Wahlrechts auf den Osten für ihn eines der schwersten Bedenken gegen das gleiche Wahlrecht, und dieses Bedenren würde noch vergrößett, wenn ein selbständiges Wnigreich Polen entflöhe, beim dann bedeute

das gleiche DahtrE sie Geffachc, saß Westprnutzen unö ,

Ober schlaf ien dem Tentschttun verloren gehe. Scharf wendet sich der Redner gegen die letzthin getane Aenßernng des Vizepräsidenten des Staats Ministerin ms über die Lälmnmg des DiegesivillenS. Es sei unverslärchlich, wie mau sagen könne, durch Ablehnung des gleiche Wahlrechts luerbc der Äiegcswille gelähmt. Vizeorässt dem des Staatsmrnisterinms Dr. Fr iedberg wendet sich ge^en die Auslegung und Kritik seiner .Worte durch den Vorredner. Er habe gesagt:Wenn die Vorlage vielst zustandttümmt, wird in den VoWkreis-en, die diese Vorlage am meisten nstinsch^n und das Hauptt interesse daran haben, eine große Enttäuschung entstehen, nnd diese Enttäuschung könnte dazu beittagen, in.diesen Kreisen den Sieges^ willen abzu,chwäck^n." Das halte er aufrecht. Selbstverständlich würdige die Regierung die Schwierigkeiten im. Osten, und sie halt? die Folgere, die sich dort aus dem gleichen Wahilrrckst ergeben, nich! gerade für erfreulich, Mer auct) ein Muralwahlrecht würde diese Folge nicht vermeiden, und über ein Pluralwahlrecht sei im Sam mcr beinahe eine Verständigung der Atthrheitsparteien erfolgt Er könne dem Vorredner nicht darin zu stimmen, daß den .Polen der Kampf angesagt werden müsst. Nach rechterer Aussprach: wurde die Verhandlung aus Donnerstag vett-agt.

Pressestimmen zur Verbandlungskrisis in Brest-Litowsk

Verl in, 15. Jan. (Privattelegr , Alle Blätter äußern sich zu den gestern veröffentlichten Berichten über die Verhnndlnngen der Friedrnsdelegiorten in Brest-Litowst.

Der Lokalanz. meint, es habe sich von vornherein ver­muten lassen, daß Herr Trotzki eine andere Tonart an schlagen, würde als die Genosstn. die vor ihm allein in Brest-Lttowst die russische Sache zu führen l-atten. Er wer " sich mittlerweile davon überzeugt haben, das: auch die deutsch, m Delegierten übo. andere Register verfügten und daß sie fick; nich: scheuten, auf einen Sck;el men andern halbe zu petzen. D ie von dem Vertreter der deutschen Obersten Heeresleitung gerührte Sprache habe deir Vorzug der Klarheit; sie rnöge den Russen gefallen vder nicht. Ob Herr Trotzt nach Brest-Lilowsi gekommen sei, um es uns zu verderben, darübc. dürfte das rnssische Voll anderer Meinrrng sein, das unter allen Umständen auf einen brünstigen Abschluß der Verhandlungen rechne: Sollte es dann enttäuscht werden, so .vürde die Regierung de: Bolfchewislen die Folgen in erster Reil^ zu tragen haben.

In der Voss. Ztg. wird ausgefühtt: Deutschland konnte nienrals daran deüken, die von ihnr besetzten rrchsischen Gebiete vollidarmen zu räumen, bevor es aus allem J-rvnten Frieden hätte. Anders liege die ^-ache bei den Russen, sstußlano Hot in dem'e'.ben ^ Augenblick iKn sZollen Frieden irr: Larrdc, wo es sich mit den Mirtelnrächten einigt. Es hat in Brest-Lito-vsk die Gelegenljeit, sich mit seinen Feinderr zu den gleichen Bedftrgungen zu einigen. Wir müsserr rveiter scktzueve Kämpfe nach Westtu, nach Süden nur im fernen Osten führen. Die Wschstlfülle des Krieges tonnen wir nicht voraus,ehen. Wir würden leichjttertig handeln, wenrr wil­den striategischen Vorteil unserer Besetzungen im Osten preisgeöen und unser Vaterlmrd dadrwch womöglich irgenowelchen Geicchven aus setzten.

FeftimhMf eines Svwns.

Berlin, 14. Jän. W.T.B. Nicht amtlich.) Wie wir hören, ist am 11. Dezember 1917 der Herausgeber der in Amsterdan- erscheinenden radikal-sozialiftiseben WochenschriftD e r K a m p f", Karl Min ft er, auf deutsckrenr Boden von der deutschen (sftrnz wache in der Nähe von Nievelftein sc st genommen worden, nachdem er unbefugt den deutsch-niederländischen Grenzfluß 'Wurm übersckwitten hatte. Minster ist dringend verdächtig, mir dem eng tifcf.en Nachrichtendienst, insbesondere dem B'.rrcau Tiensletz in Rotterdam in Verbindung zu stehen und für diel'- dürft Mittels Personen ni Deutschland militärisch.' und wirtschaftliche Spiomnz gettieben zu haben. Er hat bereits angegeben, durch eine Ber ttauensperson an den Bureanvorsteher einer Kricgsamtsstelle einen Brief gerichtet haben, in dem er um Auskunft über nufere Vorräte an Rohstoffen, die für die Rüstungsindustrie wichtig llnd, bittet. Von seinen Helfershelfern kamen etwa ^Per­sonen im Westen Deutschlands und in Berlin in Betracht, von diesen tonnten nach kurzer Zeit wieder 5 Personen auS der Hast entlassen werden.

Deutsche vaterlanöspKrtei

Ortsverein Gießen

Freilag den 18. Januar, abends 8 Uhr, im großen Saale

des Fürstenhofs

Mitgliederversammlung zur ßeier der Neichsgründuug

Festordnung:

1 Hindenburgmarsch (Orchester), 2. Vaterländische Gesänge (Frau Lerch), 3. Königsgebet aus Lohengrin (Orchester), 4. Vaterländische Dichtungen (Fräulein Strack), 5. Festrede 170118711918 (Pfarrer Kübel, Frankfurt a. M.). 6. Gesang: O. Deutschland hoch in Ehren, 7. Schlußwort des Vorsitzenden, 8. Gesang: Deutsch­land, Deutschland über alles.

Gesinnungsgenossen als Gäste willkommen.

/T

Carl Heller

Minna Heller

>

geb. Schmoll

-

kriegsgetraut

Lieh, Januar 1918.

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Hotel Fürstenhof, Gießen.

Meute AkBütag, 15. d. Ht«. 4 '-

KONZERT

Humorist Brandenstein mit neuem Programm.

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