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Vst M er^oÜKÄ. Nnsere Fähigkeit, den Krieg fvrtzusetzen, mutz den Mut des Feindes stark beeinflussen. Wenn wir Schwache be- ?«nden würden, wenn unser Volk sich weigern würde, die Geld­mittel herzugeben, die nötig sind, so würde der Feind ermutigt «rd ein fauler Frieden die Jvlge sein."

London, 8. Jan. (WTBJ Reutermeldung. Zu der Fest- MQung in der Denkschrift über die Kriegsziele des varlamentari- cken Ausschusses des Gewerkschaftskongresses, in der vorgeschlagen wird, daß die eroberten Gebiete im Iro­nischen Afrika eurer Liga von Nationen zur Verwaltung alö ein einziger, unabhängiger Staat übergeben werden sollen, sagt Svening Standard" von heute:Bei der Unterredung des Premierministers mit ben Arbeiterführern am Samstag erklärten diese, daß sie sich nicht auf eine solche Lösung festlegen möchten. Jede gerechte Lösung rvürde sie zufriedenstellen."

Der französische Muuitionsminister Thomas in London.

Amsterdam, 5. Jan. (WTB.) DasAlgemeen Haudels- ülad" meldet aud London: Der frühere französische Muni- 'tionsminister Albert Thomas befindet sich zu Beratimgen mit Lloyd George mrd anderen Ministern und Arbeiterführern in London. Im Gespräch mit einem Mitarbeiter vomDaily Thwnicle" sagte er, die französischen Arbeiterklassen seien nicht pazifistisch, sondern entschlossen, die Niederlage und die Bernich- rung des preußischen Militarismus herbeizusühren. Die Ansichten der französischen sozialistischen Partei seien dieselben ^ie zu Anfang des Krieges. .Die Partei lege großes Gewicht au, einen Völkerbund. .Clemeneeau.sei zwar kein Gegner des Völker­bundes. betrachte ihn aber als etwas zu fern Liegendes, ivährend die Arbeiter seine Verwirklichung für notwendig erachteten. Thomas fuhr fort:Wir sind Anhänger der Ideen Wilsons rrnd stimmen in den meisten Punkten mit der Erklärung der briti­schen Arbeiterpartei überein, glauben aber, daß deren Ideen über die Regelung der tropischen. Kolonien Afrikas nicht ohne werteres durchführbar sind, sondern ein genaueres Studium er­fordern." Thomas erklärte sich ferner dagegen, daß Kolonien mit nationalen Ueberlieferungen unter britischer, französischer oder belgischer Flagge der künstlichen Verwaltung des sogenannten Völkerbundes unterstellt würden. Im Gegensatz zu den Bolsche­wik^ die einen sofortigen Frieden wollten, verlangten die sran- Töftlchen Arbeiter einen gerechten Frieden. Sie wünschten den Krieg nicht durch einen Wirtschaftskrieg zu .verlängern: wenn aber Deutschland den Bedingungen eines Dauerfriedens nicht zustimmen und die Rechte anderer Nationen nicht achten würde, so sei die Handelssperre unausbleiblich. Deutschland habe wie alle anderen Nationen nur dann ein Recht auf kommerzielle und industrielle Freiheii, wenn es ein loyales Mitglied des Völker­bundes werde.

Die innere Lage Italiens.

i. Köln, 9. Jan. Aus Zürich wird derKöln. Z^g." ge­meldet: Tie Agentur des allgemeinen Poes edienues verbreitet über dre innere Lage Italiens folgendes Bild:

Während zu Kriegsbeginn Gorlittis Hans Tag und Nacht bewacht wurde und Grolitti nie seines Lebens sicher war, wurde er setzt, als er dieser Tage in Rom war, von der Volksmenge im Triumphz: ge nach seiner Wohnung gebracht. He te wicd Sonnrnos Haus bewacht. Sal a nbr a mußte ans Rom a b r e i s e n. Bvr der engl i scheu Botschaft stel-en Tag und Nacht Eara- blnieri und engl? ^ : Soldaten, während die i ra n s i s che Bol - fcha?: ebenfalls durch Militär vm der Autznwelt abgeschlossen rsuDm schärfsten wird der Platz vor dem Quirinal abgesperrt, obwohl m dem Königspalast zahlreiche verwundete Soldaten unter« gebrach: sind. Dicht daneben liegt die QsbnMta, in die sich So n - nrnv nur unter Bedeckung wagt.

Die Friedensbewegung in Amerika.

Bern, 8. Jan, (WTB.) DieMorning Post" berüh­rt aus Washington: In Amerika setzte überall eine starke ^.LrömungzugunsrendesFriedensschlus- > c £ ein, bie von Pazifisten, Sozialisten, deutschen Agenten MLVerrätern" gefördert wurde. Sie argumentierten, daß Deutschland eine aufrichtige Friedensbereitschaft bewiesen habe und daß. wenn Rußland imstande sei, mit Deutschland Frieden zu schließen, es auch den Alliierten unter Führung Wilsons möglich sein sollte, mit Deutschland zu einer sür alle 'Teile gerechten Verständigung zu kommen. Der Berrchterstat- ter rügte hinzu:Der Ernst der durch die russisch-deutschen Friedensvechandlungen herbeige^ührten Lage werde in Washington voll gewürdigt. Zweifellos würden die Alliier­ten gegen biehinterlistigen Jntriguen" Gegenmaßregeln ergrcnen.

Der Kaiser antwortete hrevcatf:

Hochwürdige und Erlauchte Herren des RegxntfchaftsrabeS! Es gereicht Mir Aur aufrichtigen Freude, Sie als die berufenes Vertreter des polnischen Staates in Meiner Haupt- und Residenz-- sdadt begrüßen zu können. Mit lebhafter Genugtuung tmtnehme ich aus Ihren Wjorten, oaß Sie in den von Meinem hohen Ver­bündeten und Mr twllz»«enem .Ajkten die Erfüllung des lang ge­hegten Wunsches des volrröchen Volkes auf Wiedererrichtung eines selbständigen Königreichs Dolen erbKcken ürnd daß Sie glauben, Ihrem B«terl<mde am besten zu dien«:, wenn Sie in Gemeinsck-aft mit dein DeiNschen Rrick?e und der österrerchifch^ungarischen Monarch^ die Ziele verf»lgen, die das LHchl der Menschheit unst das friedliche Z-usammanwirLn bei BSöffer vcrbürgern. Gegrrr- üfpcr den VerunglinrpSkmgem der Feinde enepfänbe Ich es inst Dank, daß Sie meinem ^mablärKzr.n Buhen, in einer bald 30jährigew Regiernngszeit ein Dormnrpfer und Schirmer dieser Grundsätze M fern, tiefes BersüÄrdi«s enlgegenb-rmgen. Möge es Ihnen, stxhivü^ftgr und er lauste :o-cran, tetrionrU fein, in erfolgreicher ÄL-beil dem polnischen Stzaaft' die Grundlagen zu geben, die seine friedliche Wefterenftvicllung als em Element der Ordnung. del Fortschritts i«cd der KuRur gewährleisten. Meiner und Meiner Regiermv, t>oflen lüNerstützung können Sie lsterLei nerfkfvert sein.

Berlin, 8. Jan. (WiTB.) Im Laufe des Vormittags rnachte der pokrnsche Regenrsckaftsrat mit dem Ministerpräsidenten ww dem Chcks l>es Zivilkabinetts Prälaten Ehelnrniki eine Reihe von Besuchen,. »Zistern nackMlttag fand eine Konferenz mit dem Reichskanzler statt, über deren Verlauf die polnischst Herren sehr zvchrreden firib. i'l-ends fand großer Empfang beim Reiärskcrnzler statt. .Heute früh empfingen die Herren eine Ab­ordnung der polnischetr Fraküon des deutschen Reichstags.

AA§ dem Reiche.

Berlin, 8. Jan. (MTB.) Der Kaiser ernannte den Staatssekretär des Innern Exzellenz. Wa l l ra f zum Staats- minister urrd MiögliÄ> des preußischen Staatsmimsteriums.

Berlin, 8. Jan. Die Deutsche Vaterlandsvartet fpeft gestem abend im Lehrervereinshause eine Versammlung ab. In der dabei angenommenen Entschließung heißt es: Bei den Frie­dens Verhandlungen im Osten verlangt die Versammlung umsastende Gckbretslrnßlietzerungen als unerläßliche Bedingung zur Währung der deutschen Lebeusintercssen. Sie erhebt zugleich den allerschärs- sten Widerspruch vageren, daß solche mögliäierweise mit oder ohne Zustimmmrg der dortigen VölÜw von uunmrdigen Zufälligkeiten abhängig gemacht werden sollen. Sie erklärt, daß das deutsche Voll in der .Heimat wie an der Front jeden Frieden weit von sich weisen wird, wenn nicht die Oberste Heeresleitung, die im deutschen Volke grenzenlose Verehrung und uneingeschränktes Vertrauen genieße, aus militärischen Gründen ihn rückhaltlos billige.

Berlin, 7. Jan. (Priv.-Tel.) Der Vo lksbundfür Freiheit und Vaterland hielt heute im Sitzungs­saale des Abgeordneienhauses seine erste Mitgliederversamm­lung ab. Die Tagesordnung lautete: Aufgaben und Ziele de§ Volksbundes. Der Vorsitzende Professor Francke eröffnet^ die Sitzung und sagte: Der Volksbund wolle wirken für Freiheit und Vaterland, eines durch das andere, keines gegen das andere. Darum trete er für die Neuregelung des preußi­schen Wahlrechtes ein, damit dadurch auf eine vernünftige Weise der tatfächlich bereits. bestehende Zustand zum Aus­druck komme. Durch den Reichstag müsse auf die drängen­den Entscheidungen eingewi^lt werden. D^r Reickstags­abgeordnete M R Leg ren behandelte aurfüchlüh die Fra­gen des preußischen Wahtrea-^-s. ^as .verrenhausmitgtied Stegerwald führte aus: Der Vollsbund lehne das Er­streben einer deutschen Vormachtstellung ab aus dem Boden von Recht und Gewalt, ebenso aber auch eine englische Vor­machtstellung im Kampfe, gegen die Deutschland sein Letztes hergeben würde. Nach dem Kriege müsse eine allgemeine Ber- tragspolitik herrschen. Deutschland rnü fe gleichberechtigt un­ter den anderen Staaten dastehen. Bei einem Frieden würde derjenige am besten fortkommen, der sich zuerst verständige. Einen Verzichtfrieden wolle der Volksbund nicht. Deutsch­land müsse eine freie Entwicklung gesichert haben. Aber der Friede dürfe nickst den Keim zu neuen Kriegen in sich tragen. Für solche Ziele müßte Deutschland kämpfen bis zur letzten Kraft. Den Westvölkern gegenüber sei zu sagen, daß der deutsche Verständigungstville nicht in eine Verftändigungs- duselei ausarten dürfe und werde. Die Redner fanden lebhaf­ten Beifall. Es NTnrde eine entsprechende Enlschließrmg an­genommen.

Ares Statt ss nt CaitO«

Die Tschechen.

W i -n, 7. J«rn. (Priv.-Tckl.) Ten Blättern zirfolge hat gcftsrn m Drag die angekündigte Versammlung aller tschechi­schen Reichsrats - und Landtagsabgevrdnet en aus Böhmen. Mähren und Schlesien stattgefunden, an der auch die be- gmbipter. Abgeordneten Kramarsch, Rasin, Choc. Vvjna und Durzwal reilnahmen. dcach einer- längeren Ansprache des Vorsitzen­den Stauef wurde die vvrcne'chlagene Entfch'ießu'ng einstimmig «ngenommrn. In dem ersten Teil der Entschließung, deren. Wort­laut noch Nicht Veröffentlicht rst, wird die staatsrechtliche Kundgebung vom 30, ,Mar 1917 wredsrbolt, m dem zweiten Teil wicd der M i st­ürm mung über die Ausführungen des Gvasen Czernin in Bvest-Lrlvwsk bezüglich ves Selb st bestimmungs rechtes der Nationen Ausdruck verliehen.

Der poLuische Regentschaft-rat beim Kaiser.

Berlin 8. Jan .WTB.) Tie Mitgliedsr des Reg?n schaftsrates des Königreichs Polen, der Mnrisl- yraswent Kucharze.E und die anderen Herren der polnischen $ Wiahrni sowie dre Herren der Begleitung wurden heute vormitt vom Kaiser in Gegenwart des Reichskanzlers und des stellvc tretenden,^taatssekrcrärs des Auswärtigen Amtes Frecherrn v de m Buchche-Haddembausen empfangen. Tie Einführung der polr iayai Deputation geschah durch den Oberhof- und Hausmarsch )rnd dem Ernführer des diplomatischen Korps. Bei dem Empia richtete tyux]t Lubomirsk, im Namen des Regentschaftsrat folgende Ansprache an den Kaiser:

Kaiserliche und Königliche Majestät! Wir sind glücklich dc Er. daß es uns vergönnt ist, Ew. kaiserlichen Majestät heut-- pc )0nlicy Miere tiefste Verehrung aussprechen zu dürfen und nnsr tvt) empfundene Tairkbarkest für die Akte auszudrücken, die un vim Baterlwcke das staatliche Leben in Gestalt einer unabhängig psEichen Monarchie wiedergegeben haben. Unverbrüchlich vc rrauen wir darauf, daß Ew. Majestät angesichts der großen, ihr Losung harrenden Aufgaben, das begonnene Werk geschrchrlicl ^verechngkert rn Gemeinschaft mir dem erlauchten Verbündeten glc reich vollOrden werden und dem entstehenden Staat durch Schc nrnq der für seinen dauernden Ansschwung erforivrlichen Leben bedmMmgeir Alleryöchp Ihre mächtige Hilfe angedeihen lass werden. W-rr sind auch fest davon überzeugt, daß nach Feftlegsr> inw VerwrrArchung der dem polnischen Staat zustehenden Rech wrr Polen gemeinsam mit dcr deutschen Nation t <rroßen Ziele verfolgen werden, die das Wohl der Menschheft ui ben allgemeinen Frieden verbürgen Wir wissen, daß Ew faife

Mamtat dre großen Aufgaben der Zulünft mit Jl^c-m tiefe und schaffenden Geäst übersehend, dem deutschen Volke ein Führ aus den,. Wege fern ioerden. dessen Ziel das friedliche und fegen wiche Zusammenwirken aller Völker ist. In dem wiedererstanden< Voland roerven wir die Bekenner dieser Grundsätze seitl. In d kaiserlichen Majestät erblicken wir ab mw begr.^en wir den Vorkämpfer und den Hort derienrgen lörmr Welt beherrschen und allen Schichten der mensc lrchm BolL^ememschaften Glück wtb Segen brrngen sollen

Gießen, den 9. Januar 1918.

HauHschlachtungen.

Eine möglichst frühzeitige Vornahme der Haus­schlachtungen ist dringend zu empfehlen, auch wenn die Hausschlachtungsschweine die Schlachtreife noch nicht erlangt haben, da durch die frühere Schlachtung Futtermittel für andere Tiere gestreckt werden und die für die Mästung der Sck)weine in Ermangelung von anderen Futterartikeln benötigten Kartoffeln der Volksernährung zu­gute kommen. Den Kommunalverbärrden (Kreisämtern) ist daher die Befugnis übertra^n worden, Ausnahmen von der gesetzlich vorgeschriebenen dreimonatlichen Mästungsfrist zu- zulasscn, jedoch mit der Einschränkung, daß in Haushaltuw- gen, in denen früher die Schlachtung eines Schweines nicht üblich gewesen ist, die Genehmigung ohne Einhaltung der Haltesrift nicht erteilt lverden darf. Ein Ankauf von Schweinen im Gewicht von über 50 Pfuwd ist verboten, worauf bei die-fer G- l»genheit NTi^derholt hingewresen sei. Fer­ner sei noch besonders darauf hingewiesen, daß Selbstversor­gern, welche aus den im vergangenen Wirtschaftsjahre vor- genommenen Hausschlachtungen noch in diesem Jahre für längere Zeit versorgt und aus diesem Grunde mit Stellung ihrer diesjährigen Haussthlachtungsanträge zurückhalterrd sind, (Gelegenheit geboten ist, ihre Anträge jetzt schon zu stellen. Die Selbstversorgung erstreckt sich in allen Fällen jedoch nur bis zum Ende Jahres 1918, da Fleisch zur Selbstversorgung aus Hausschlachtungen nach denr 31. De­zember 1917 höchstens sür die Zeit bis zum Schlüsse des Kalenderjahres 1918 belassen werden darf.

Tie Bcwirt'chaftung der Kartoffeln.

Neben dem Brot ist die Kartoffel zurzeit das zum Durch­halten wichtigste Lebensmittel. Die Karwffelernte ist im Großherzogtum zwar durchgängig eine gute gewesen, gleich­wohl steht zu befürchten, daß die Kartoffelvorräte im kom­menden Frühjahr knapp sein werden, weil, wie festgestellt werden konnte, gegenwärtig eine große Verschwelung mit den Kartoffeln getrieben wird. Es mache sich daher ein jeder Haushalt klar, daß er mit den ihnr zugemessenen Kartoffel- rationen auskommen muß.

Die Anforderungen an die Kommunalverbände wegen Ausfuhr von Kartoffeln in Gegenden, in denen die Ernte nicht ausreichend ist. sind groß. Die Marmeladesabriken er­halten große Kartoffelmengen: zur Herstellung von Kar- tosfelfabrikaten werden ebenfalls große Lieferungen verlangt und unter Unutänden muß auch mit der Freigabe für Futter­zwecke gerechnet werden. Sparsarnkeit ist also sehr wohl am Platze und das altbekannte Mittel, die Bestände durch Erb- kohlraben zu fheden, sollte nicht unberücksichtigt bleiben

** Kocht d re Mrlch ab! Es wird wiederholt die Fest­stellung gemacht, daß viele Leute die Milch, die sie" zmrr Genüsse erhalten, nicht abkochen. sonder,: ungekocht vor- wer wen. Da unter den heutigen Umständen dieses Veriahrerr nur als schädlich bezeichnet werden kanrr, wird rvack)drück- lichst daraus hingewiesen, die zum Genüsse bestimmte Nittlcb gleich nach Empfang adzukochen

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'* Amtliche Personalnackrichten. Der Graßherzog hat am 5. Dezember v. I. den Bahnhofsvorsteher Mil Helm Heb> zu Erbach ,. O. und den Oherbahnassistenten Bolentm Sauer Biebrich, beide in der Hessisch-PreußischLn Eisenbalxngerneürschaft. aus ihr Nochruchen wm 1 . Januar d. I. an in km Rnbestarrd verletzt, und am 19. Dezember v. I. bem Eisendrehec in der Hessssch.-- Preußischen Eisenbalmgenteinschaft Auron Schncider Ntarn; aus Anlaß seiner am 23. November v I. erfolgten Versetzimg Rubestand das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps be* Großmütigen und dem Ei'enbahn-Ilnterassisteirten Ludwig Jvchinc zu,Darmstadt und dem Ersenbahnschaffner (^earg Ploch zu Buchoss- 85 ssst'-^oe in der Hessisch-Preußischen Eisendalmgemeinschaft, aus Anlaß ihrer am 1 . Januar d. I. ersvlgten Versetzung in den Ru he stand das Allgemeine Ehrenzeick)-en mit der InschriftFür tteuc Dienste" verliehen. Am 19. .November v. I. wurde der: Eiscnbabn-Unterassistent in der Hessisch-Preußischmr Eisenbahngs-, mamschaft Ludwig Jockftm zu Tarmstadt aus sein Nachsuchen, vom 1. Januar 1918 an in den Ruhestand versetzr. In bat NnHeiland versetzt wurde der Rottenführer in der Hessisch-Preu strichen Ersenbahngemernschaft Heinrich. Hetterich zu Großen-Bnseck vom 1 . März d. I. an.

** Personal Nachrichten der Ober-Po st dir e k - Darmsta d t. Verliehen NTurden das Äserue Kreuz 7' und das Hessische Kriegsehrenzeichen dem Bizefeldwebel

d. R. Postreferendar Schweitzer aus Gießen: das Eiserne 2- Elaste den Feldpoftsekretären Mäirner aus Butzbach und Ätuhler aus Mainz: die Hessische Tapserkeitsmedaille dem Feld- Postserretär ^chwerdt aus Ofsenbach lMain) und dem Gefreiten: b 2. Postagent Kröll aus Bönstadt (Oberhcssen): das Hessische Knegerehrenzeichen in Eisen dem Feldwebelleutnant Ober-Post- wst'tent Rauch aus Mainz- das Hessische allgemeine Ehrenzeichens sür Knegsverdrenste am Kriegsbande dem Feuerwerks-LeutnaMi d. L., Telegraphrnsekretär Karl Moli in Worms und dem Tele- gravhisten, Telegraphengehilfen Jensch aus Darmstadt: das Hess. Allgemeine Ehrenzeichen ftrr Kriegsverdienstc dem Feldvostsekretär- aus Mainz. Den Rang der Räte 4. Klasse erhielt der Postdrrektor Zimmer in Bad-Nauheim, den Eharakier als Rech- Nungsrat der Postmeister Schuckmann in Groß-Gerau, den Cha- rakter als Postsekretär der Poswerlvalter Sck>midt in Auerbach (Hessen), den Charakter^ als Telegraphrnsekretär die Oberrels- graphena»!cstenten Hohenstein in Darmstadt und Busch in Worms. Aus Anlaß des Hebettritts in den Ruhestand erhielt das All-* gemeine Ehrenzeichen für langjährige treue Dienste der Ober-- Briefträger Töpfer in Mdda (Oberhessen) und aus Anlaß des Scheidens aus dem Dienste das Allgemeine Ehre,rzeichen für tvnch Drenste^ain Bande des Verdienstordens Philipps des Großmütigen der Postagent Kunz in Büdesheinr (Kr. Bingen). Versetzt wurcke: Der Ober-Postpraktikant Danneh! von Leipzig nach Bingen (Rhein> unter Ucbertragung einer Postinspektorstelle, die Telegraphen^ lefretäre Kirschke von Mainz nack Frankfurt (Main) und Faust vnn Frankfurt (Riain) nach Mainz sowie die Pvstassistcntr^ Käblinger von Wctztar nach Mainz und Mender von Mi'llhaustir «Elsaß) .nack Neu-Isenburg. Etatsmäßig angestellt wurden: Der Telegraphenassistent Kreitec und die Telegrapbengehllftn ttnger) in Darmstadt

** Beförderung. VMwachtmeister Dornberger von h,er wurde zum Leutnant d. R. der Fuß-Artillerie öeft>rd« 7 t.

** KriegsPatenschaft der Großherzogin. D« Grvßherzogm hat kürzlich bei der Rentmanstnlt und Lebensversiche- rungsbank in Tarmstadt die Versicherung einiger Kinder, deren Väter im Kriege gefallen sind, abgeschlossen. Diese Berncherung sogenannte Kriegspatenschast sMießt ein Kapital von ie ö00 Mark in sich, das am 25. dLovember 1931 fällig miib. Die K inder stehören dem ersten und ziveiten Lebensjahre an und verteilen sich gleichmäßig aus die 18 Kreise des Großherzogtums, so daß insgesamt 18 Kinder in Frage kommen.

** Regimentsjubiläum. Am 26. Januar begeht das Füsilier-Regiment Fütch Karl Anton von HahenKollern Äohew- zollernsches Nr 40) im Felde d-ie Feier seines hundertjährigen! Jubiläums.

*'2 Der Gabelsbe rger-S tenograpHe7r-Kere in von 1861 und der Damen-Verein Gabelsborgier eröffnen am Mon­tag 14. Januar in der Bezittsschule einen Anfängcr-LehrMwi in Gabelsberger Kurzschrift. Näheres sielie Anzeige.

** Keine Verkleinerung der Postkarte. Bon. der Vcrlleinc-vimg der Postkarten war in diesen Wochen tnd die Rede. Es dürfte aber kaum zu einer AsNderung kommen. Von einen Aetckerung bei den amtlichen Karten ist überhaupt nicht die RrLe Auch die privaten Postkarten ohne Bild sollen bleiben wie für such. In Frage kam lediglich die Bildpvstkarte. In der Tat har der Reichsc»sfckMß für Truckgewerbe, Verlag rmd Papiervecarbeitung vorgrschlagen, die Größe von 9X14 auf 8x12 Zentimeter zu ver-, mindern, ccm Karton zu sparen. Zur Beratung dieses Vorschlags fand auch eine Versammlung in Berlin statt. Tie Ansichten, waren dort aber sehr geteilt. Die PostLartenindlcsrrve chwdert sich nach der Art der Herstellung: Bromsilber, Chuomo, Auwchw;no-, Lichte druck sowie Drei- und Vierfarbendruck. Die Bre-msüber- und Chvomv-Pvstkartenhorsteller waren rwch am ersten für die Neue- rung, da sie ihre Ernrichttr'ng leicht jeder Größe anvassen können.. Auch die Herstellung von Autochrom und Lichtdruckkarten wollten den Bor schlag iwch. prüfen. Völlig abgelednt uwrbe er von den, Verlegern der KunstpoWatten, die mit .Farbendruck hevgestellt werden. Auch die Großhändler sprachen sich entschieden dagegest aus, ebenso die Kleinhändler. Zur Herstellung von .Katten mit! Farbendruck braucht man besondere Truckstöcke. Soll nun di« Karte verkleinert lverden, so sind säm.lliche vorhandenen Stöcke wertlos. Das Album, der Rahmen, der Stander, Kartzrms zuv Aufbezvahrung usw., nichts paßt mehr. .Bei eurer Verkl-emerungj auch die Hälfte des vorderen Teils für die schriftlichen Mid-, teilungen allzu Nein. Es dürfte somit alles beim alten bleiben,

** Rohzucker an Stelle von Weißzucker. Bevekts während des ersten Krregsjahres ist aus dm Kreisen der Rohzucker- fabriten an die zuständigen Stetten die AnvSlpmg ergangen, die Versorgung der BevMerung mit Zucker durch eine ausgiebige Verwimdu,rg von Rohzucker an Stelle von Wciß^rcker zu erleickuern. Nachdem von zirstä:id«ger amll.ch'rr Stckle die völlige UirschadlichScit des Genusses von Ro^ircker in gesundheitlicher 'Beziehung sesw gestellt war, entschloß sich dann must das Kttegsernäbri.mgSamt, in beschränktem Umfang Rohzucker zur menschlichen Ernährung zur Verteil-,mg zu bringen. Vom Burrde deutscher Zuckerrüberbauer! tvurde an den StaatsseHcetär des -Kriey^rnahrungsMnt^ eine Ein­gabe gerichtet, in der eine mögtlichft weitgehende Verwendung von Rohzucker beftirwortet wurde. Daraufhin ist von Herrn von Wdldow solgmde Antwort erteilt morde,:: Der Verzicht auf die Herstellung von Verbrauchszuck'n: empffehlt sich nickst. W!eißzucker ist für inanaie Zwecke im beding t -nötig urtd w r die Herausgabe an die BevöMr ang dem Rohzucker vorzuziehrn. Tie Melasse ist für die Futterwitt-i schaft, rnsliesondere auch für die Pferde ft: den. Großstadt- und Aümstricbezirken, und für viele andere Zwecke nicht zu entbehren^ Daher- tvird der Hergast) von. Rohzucker in ben Berbvmnb bet Br- völlermrg nur im Notfälle nähergerreten werden.

Landkreis Gießen.

\J Lang-GSns, 9. Jan. Das Eiserne Kreuz erhielten 2 Schütze Konrad R o m p f, Inf. Otto G r e e b :md Kan. WiM. Nudolvh.

** Wreseck, 9. Jan. Ter Unterosftzier Ludwig Weller wurde mll dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet und tum Vizefeldwebel besördett.

# Nidda, 9. Jan. Das Eiserne Kreuz, ftmher die Hessisc Tapferkeitsmedaille, erhielt der Schütze Albert H o i m a n n da selbe Ehrenzeichen, früher die Hess. Tapserkertsmedaille, der Ünte offt-ier Ehrhard und der Gefreite Walter Menget, .alleruhauferr Nach schwerer Verwundung stuck in röte