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$ie Internierung der Deutschen in Italien.

Rom, 3. Jan.Epoca" berichtet, der Minister des Innern habe strenge Vorschriften für die Internierung aller noch in Italien befindlichen Deutschen, Oesterreicher und Ungarn erlassen. Nach Ablauf einer fünftägigen Frist werden 'oje feindlichen Untertanen nach den vier ProoinAen Apuila, Asel- lirw, BenevenLo und Coser^a oerbrachL und interniert werden.

Die neue italienische Kriegsanleihe.

Rom, 1. Jan. (WTB.) Meldung der Agenzia Stefani. Durch einen Erlast wird die neue konsolidierte fünfprozentigH Staatsanleihe zum Ausgabepreis von 86Vs Prozent vom 15. Januar bis 3. Fckrrucrr zur Zeichnung aufgelegt. Zeichnungen aus nichteuropäischen Ländern werden biß zum 15. 3prtl ange- nommen.

Eine Rede des italienischen Ministcrpräsrdenterr.

Bern, 1. Jan. (WTB.) Nach einer Meldung der Agenzia Stefani ergriff in der heutigen Senatssitzung Mi­nisterpräsident Orlando das Wort. Er betonte zunächst, wie wichtig der innere Widerstand für Italien sei. Alles, was darauf gerichtet sei, ihn zu schwächen, sei im gegenwärtigen Augenblick als Verrat und als feindliche Handlung zu be­zeichnen, denn die Existenz Italiens stehe dabei aus dem Spiele. Was die äußere Politik betreffe, so habe er die Ver­antwortung dafür nur unter der Bedingung übernommen, daß Sonnino sein Mitarbeiter werde. Der Partikularismus oder, genauer ausgedrückt, der Mangel an Koordination sei »chuld an der Verlängerung des Krieges, denn die Völker der Entente seien nicht wie ihre Feinde von einem einheid- luchen Willen beherrscht. Aber die Konferenz in Paris habe darin Wandel geschafft und darüber hinaus die Zusammen^ kunft in Rapallo, als deren Ergebnis die italienische Armee den rechten Flügel einer einheitlichen Armee der Alliierten bilde. Italien werde seinen Verpflichtungen auch weiterhin treu bleiben, einen Einheitswillen bilden helfen und, um dem Siege entgegenzugehen, zur Koordination aller Hilfs­mittel der Alliierten beitragen.

Eine italienische Stimme.

Bern, 2. Jan. (WTB.) DerCorriere della Sera" erklärt in seinem heutigen Kommentar zu den Verhandlungen in Brest-Li t owsk, die Gegenoffensive der Entente aus den deut­schen Frickensfühler dürfe nicht unterbleiben. Pichons Rede ge­nüge nicht. Man dürfe es daher auch der Presse nickst tueitcr über- iaSwti, b ic feindlichen Rckcke aufzudecken. Andererseits sei eine eigentliche diplomatische Antwvtt ausgeschlossen, da man den Ver­rätern in Petersburg nicht die Machwollkommeicheiten. von Ver­mittlern zu erkennen könne. Tie Entente dürfe sick nicht zum Frieden verleiten lassen. Erst müßten unmittelbare Vorschläge an die kämpfenden Nationen erfolgen. Denn den Alliierten könne ver­möge der straffen deutschen T Ionisation die Unterbrechung d<s Krieges zum Nachteil gereichen, wenn dadurch auch nur ein Mit­glied der Allianz wankend lverde.

Generalfeld««rschall «oyrsch.

Berlin, 2. Jan. Wie dieLeidiger Neuesten Nachr." aus Breslau aus allerhöchster Kabinettsorder vom 31. Dezember mrtteilen, ist der Generaloberst Woyrsch unter Aufhebung seiner Molnlisierungsbestimmung als Oberbefehlshaber der Heeres-

C ve Woyrsch zum Generaiseldmarschall ernannt wor- Der Generalfeldmarschall hat bereits seinen Wohnsitz im Schloß Vilsnitz bei Breslau genommen.

ver Seekrieg.

Neue U-Boot-Et folge.

Berlin, 2. Jan. Durch, unsere U-Boote wurden imenglischenKanal und im Atlantischen Ozean

neuerdings vier Dampfer, drei Segler und zwei Fifcherfahr- zeuge versenkt, darunter ein bewaffneter, tiefbeladener Damp­fer, ferner der englische Schoner Proba, mit Kohlen von Swansea nach Cherbourg, der portugiesische Schoner Apor- tugeza, mit Salzladung nach Frankreich, sowie der portu­giesische Fischdampfer Argos. Von den übrigen versenkten Dampfern hatte einer Stahlbarren von Swansea nach Cher­bourg geladen. Ein anderer Dampfer wurde aus einem ge­sicherten Geleitszuge herausgeschossen.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

Die Buude»treue der Türken.

Bern, 1. Jan. (WTB.) Ter Berliner Mitarbeiter der .Züri­cher Post" hatte Gelegenheit, in Berlin den türkischen Ministzer des Aoußern. Nessimy Bei, darüber zu befragen, ob die in der letzten Zeit in welschschweizerischen Maltern enthaltene Nachricht zutresfe, wonach die t ü rki sche Sv indergesandt scha s l in der Schweiz, die mit englischen Vertretern über den Gefangemmaus-, Lausch rmterbandle, auch in Verhandlungen über die Friedens frage emaetreten sei. Der Minister erklärte:Diese mir auch bekannte Nachricht gehört zu den von der Entente geflissentlich verbreitetest Gerüchten, daß die Türkei geneigt sei, in Verhandlungen über emasi Sonderfrieden mit den Westmäckttm zu treten. Tatsächlich," sagte der Minister,hat die Gesandtschpfr, die sich in die Schweiz begab, lediglich den Auftrag, mit den englischen Vertretern über die Frage des GefchrgenenousdrusthS zu verhandeln. Zur Erörterung der Friedensfrage ist sie in keiner Weise befugt. Wenn man der Gesandtschaft andichtet, daß sie auch über den Frieden verhandeln stau, so rst dies lediglich eine Erfindung, um die Stimmung in der Entente zu heben. Die Türkei wird den Frieden nur in enger Gemeinschaft mit ihren Verbündeten erörtern, mit .denen che ihre Geschicke verknüpft und mit denen sie durch die trenr und Lange Waffenbrüderschaft sich verq Kunden hat."

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Der Reichstag und die Frieden-Verhandlungen.

Berlin, 3. Jom. Wre derLokalanz." vernimmt, hat fickt dre Mehrheit der bei der interfraktionellen Bespro- chung beteiligten Parteien, die gestern abend im Reichs tags­geb äu de zusammengetrert-n waren, gegen den sozialdenwkralischen Man ausgesprochen, den ilreichstag vorzeitig zusammen treten zu lassen. Ter gleichfalls heute taglTnde Aeltcstenausschuß dürste dem­gemäß in diesem Sinne formell beschließen. Man glmrbt im Haupt- Ausschuß das geeignete Organ zu besitzQr, um die notwendige Füh­lung des Parlaments nüt der Regierung wahrend der jetzigen V c r - Handlungen aufrechtzuerhalten.

Die Ansprüche de- PolentumS.

Bern, 2. Jarr. Das polrrische Pressebureau meldet aus W ar- schau: Vor dem polnischen Regentschastsra! erschien eine Abordnung aus Litauen und Weißrußland, die eine diese Länder bc- tvefsende Erklärung zugleich mit einer von den hervorragendsten Bürgern Litauens und Weißrußlands Unterzeichnete Denkschrift abgaben. Tie Erklärung hebt die historisch? Gememscha't Liraucns und Polens hervor und drückt den Gctarken mrs. daß nur ei,re Union dieser Lmrder die Macht intb Selbftändigstil Polens, am- «Lerseits aber b'e freie Entwicklung der Nationalität LitanenA gowährleisten könne. Die Mitglieder des Regentschrrstsrats, Fürst Ludonurski w.rd Herr v. Ostrowski, betonten in ihrer Antwort die Uckbeveinstimmnng des Regentscha^tsrates mir den Ausftibrnnoxn der Abordnungen und erklärtest, daß die Lösung der titanischen r5vag? im Sinne der in der Denkschrift bezeichnrten Forderungen erne der ^antptiorgen des Regentschastsnrtes bilde.

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Hlndenburg und Ludendorff in Berlin.

B rlin, 2. Jan. (WTB. Amtlich.) Generalseldmar- schall von Hindenburg und General Ludendorff und am heutigen Vormittag zu Besprechungen in Berlin emgetroffen.

Tirpitz beim Reichskanzler.

. Berlin, 2. Jan. (Privattel.) Am Silvestertage fand, wie derrchtet wird, im Reichskanzlervalais eine längere ÜMerredun^ des Rnchskanzlers mit den, Großadmiral v. Ärpitz statt. Herr v, Tirpitz ist bekanntlich der erste Vorsitzende der deutschen Baterlandspartei. Man darf deshalb wohl annehmen, daß ihn d,r ß&imfdy, dem Reichskanzler die letzten Schriftstücke über die amcek- rionotirch? Werbearbeit der Baterlandspartei zu überreichen, ins' Rcichskanzlerpalacs geführt hat. (Frkf. 3tg-.>

Die Beratung des Kaisers.

^ Berlin 2. Jan. (WTB.) Heute nachmittag empfürg der Ka l se r den Reichskanzler Tr. Grafen v. H e r t l i n g, den Gene­ral seldmarschall v. Hindenburg, den General guarttermnster Luden d o r f s. den Staatssekretär Grastn Rödern und den Staatssekretär Dr. v. Kühlmann zu gemeinsamem Vortrag.

Berlin. 2 Jan. (WÜBj TieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Unter dem Vorsitz des bayerischen Minister Präsidenten Dr. Dandl fand heute vormittag im Reichskanzler- Hans eine Sitzung des Bundesrats ausschu sses r aus­wärtige Angelegenheiten zur Besprechung der politischen Lage statt.

Oberst Eglis KriegSkrttit.

Oberst E g l i, der bekanntlich früher an hervorragender Stelle dem Schlvrizer Generalsdab angehörle, verteidigte sich in den DaÄer Nachrichten" gegen die Angriffe, die von westschweizerische. Seite aus seine militärischen Berichte unternommen mucklen. Er schreibt, es handle sich für ihn um rein sackstiche Darlegungen und Erörterungen. Wenn seine Auseinmchi.wetzungen auf einen Teil der Leser nickrerdrückLno wirken, so dürfe tach gewiß nicht ihm die Schuld beigcmessen werden, sickern diese Wirkung fei ganz ein­fach die Folge der Ereignisse, die er darzusüellen übernommen habe. Es sei die Bemerkung gemocht worden, daß er «eit seiner Rer e ivach Belgien ;wch viel zuversichtlicher für dir

Mittelmächte schreibe, als er das schon früher ge-

rm, habe. Das sei richtig, de,m dort bei den deutschen Truppen in Flandern, die seit Monaten im ungleiche,» Kampfe ständen, Hab-? er die gan»-? Aenderung der Gesamtlage, wie sie durch die Ereignisse in Rußland und Italien.entstanden sei, in ihren, vollen Umfange erfassen können. Wenn die Alliierte:» bisher ncit ihrer gewaltigen Ueberlogenheit im Westen rncht mehr erreicht hätten, wie müsse sich da erst ihre Lage gestalten, wenn nun gewaltige Kräfte der Verbündeten frei werden und in Frank­reich und Flandern eingreifen könnten! Uebrigens habe er nie ein Hehl daraus gemacht, da?st er die Ansicht liabe, daß trotz der Ucl>ermacf) r der Alliierten die Mittelmächte urch ihre Verbündetem siegen würden. Mit dieser Anschauung sei er in den Kttieg getreten, denn er habe seit langen Jahren die Entwicklung der Armeen genau verfolgt.

Ter Not Frankreichs stehe er ,richt teilnahmslos gegenüber. Es hätte aber vor den, Kriege in Frankreich nicht der Geist der Pflicht­erfüllung geherrscht, sondern das Heer sei ein Mittel der Politik, nicht im Sinne eines Clausewitz, sondern der Parteiführer gewesen. Das habe verhindert, daß die rechten Männer an den rechten Platz gestellt wurden, irrtb das französische Volk müsse nun dafür büßen. Was Italien anbelange, so kenne er Offiziere, die die Art. wie Italien in den Krieg getreten sei, als persönliche Schande empfun­den hatten.'. Sie hätten aber rrotzdem ihre Pflicht getan bis an ihr Ende, auch als ihnen ihre Truppen nicht mehr nachfolgten.

Oberst Egli sckstießt mit der Feststellung, oaß er für die gewal­tigen Leistungen Deutsckstands Hochachtung empfiiche. Auch hertte noch stehe die Ausbildung der englischen Armee in vielen Bezie­hungen lstnLer der der anderen Heere zurück. Für ihn Liege klar xurage, daß es den Dereinigdem Staaten unmöglich sein ,verdös nrnerhakb nützlicher Frist, d. h. bevor in Europa die Enttckroidung gefallen ist, mit einem knegsbrauchbaren urü> ausveichend starkes Heere aus einem der europäischen Kriegsschauplätze entscheidend aufzutreten.

An§ -cm Reiche.

Keine neuen Amtsbezeichnungen für Oberlehrer.

Nach einer Berliner Mitteilung brachten auch wir vor einigen Tagen die Nachricht, daß die Amtsbezeichnungen für Oberlehrer eine Neuorientierung erfahren hätten. Ein Er­laß des Unterrichtsministeriums in dieser Frage ist jedoch noch nicht ergangen. Wohl sind in dieser Richtung vor länge­rer Zeit Anregungen gegeben, jedoch nach eingehenden Be­ratungen wieder beiseite gelegt worden. Neuerdings sind sie vom Kultusminister in erneute Erwägung gezogen worden, allein bis zu einem fertigen Erlaß sind sie noch keineswegs gediehen.

»m* Hessen.

ZwmigSumlage zur Aufbringung der Schweine.

Abg. Leun stellte in der Zweiten Ka m i m ler folgenden 'eiligen Antrag:

Hohe Zweite Kamp,er wolle beschließen, Großtz. Regierung zu ersuchen, die Bekanntmachung Gvotzh. Aiinisteriurms des Innern vom 15. Tezeinber v. I. wieder müzuheben, weil sonst die Gefahr besteht, daß Mastschveme vollständig verschwinden werden.

Höchstpreise für Spirituosen

Abg. Leun beantragt:

Die Kammer wolle beschließen, Großst Regierung zn ersuchen, tm Bundesrate dillin zu rmrtht, daß Höchstpreise für die im freien Verkehre basrndlichm Spirituosen festgesetzt werden. Die Beseitigmrg der Zolle auf Brotgetreide. Mehl. Gerste, Wern. Vieh ustv.

Abg. Uebel hat in der Zweiten Kan^mer folgende dringliche Anfrage gestellt-

Nach D^itteilung verschiedener süddeurscher Zainmgev sotten bei den zurzeit .zwischen Deutschland und Ocsterreich-Ungarn stattnnden- sren Beratuiraen über die zukünftige Handels- und Wirtichaftspvlitck iüitens der V.-rrreter des Deutschen Reiches bezüglich der Beseiti­gung des Zolles auf Brotgetreide, Mehl, Gerste, Wem, Bveh u. a. m. Zugeständnisse gemacht worden sein, welche geeignet wären, auch die hessische Landcmrtschaft aufs schrverste zn sck^ngien.

Ick, erlaube mir daber, an die (^roßh. Regierung die dringliche Anfrage: zu richten: a) Ist die (tzroßh. Regierung in der Lage und bereit, Zwer den Sliand der erlvadnten Berhandlungeil und ins- bes-onde^ie über die Richtigkeit der diesbezüglichen Zeirungsnachricb- ten den Lmchtage alsbald Auskunft zu geben? b) Was gedenkt Großb Regierung zu tmr, um die Interessen des hessischen Getreide und Wc^nbaues imd der hessrscheir Viehzucht nachhaltig wahrzu nehmen'?

notwerchr^ machten, in verschärftem Matze forrbestrhen. Der Pak verkehr ist inzwischen betrachllich gMegen. Auf ein wefentlih Nachlassen des Verkehrs nach Wellmach.rcn ist nichL zu rrchm

Tie Behandlung der PaketTnassen verursacht aber um so groß: Schwierigkeiten, je nichr die Zahl der .regelmäßigen Beförderung Gegenseiten durch den Wikgfall kostst'itig benutzter Züge ve ringrrt worden ist. Die Pakennanen ssie-stm daher jetzr nickt schnell ab. wie zu gewöhnlichen Zecksn. Würbe die Gnschreibiu für Pichwtpakete wieder KugelMstm. so wäre auf große Ma"' von Einschrcibvaketen rechnen. Damit wären aber, da du Padre im Betriebe von den gewöhnlichen» Paketen getrennt, v, stelle zu Stelle über gebar und gegen Quittung von den Empstmg berechtigten ausgehandigt werden nrüssen, unter den jetzigen Be hältnissen und bei der beschränkten äZerwendüarheir emes groß» Teiles der zahlreichen Aushllfskräfte nickst 'zu überwmdende Schw, rigkeittn verbunden, die die ordimngsnürßiae AbwicLung des g samten Postoerkrhrs gefährden tc aa ti a i. Dement sprechend Hab» sich die Bez irksbehörden auf Grund ein redender Beodachruna d Päckcreivertzehrs ickereirrstimmend dahin ausgesprochen, das Bub der Einschreibung ausrechtzuerballen. Unrer diesen Unrst)uden es zu meinem Bebauen! -zur Zeit nicht .angängig, die Einfchreibui ber Prioatpakcten wieder zirzulassen.

*^diähgarn auf Karten? Die Rerchsbekleidungsstell die die BcwiNschasrung der baumwollenen und leinenen Nähgarr von der Kricgsrohstoffabteilung des Kriegs Ministeriums übe nominen hat, erläßt eine umfangreiche Bekanntmachung über d Verteilung von Baumwollnähfäden und Leinennähzwirn an Kleü Händler, Verarbeiter und Anstalten. Von allgemeinem Jnteres llt wur kne Art und Weise, wie die den Kleinhändlern pMwiesene Mengen an Garn den einzelnen Berbrauch-rn für den Hausbeda zuzusühren sind. Es ist dies von den Kvmmunalverbänden z regeln, denen vorgeschrieben ist, für jedes Mertel fahr zu bestimme« imcbtel ernr den einzelnen Verbraucher (Emzelperfon oder Haushal entsällt. Die Kpmmunalverbände haben anzuordnen, daß die Al gäbe in den Geschäften mir gegen Ablieferung bestimmter Byug« auswerse lz. B. LebensmiUelkattenabschnitte'» erfolgen tat, bi bcs ausgehenden Kvmmunalvertaches gickte surfen. Dre KlemhandÄsverkaufsprmse werden ftp: jedes Äertd whr von den KomnrunalveckbäTiden verössenrlicht. m ** Bezugsscheine bleiben gebührenfrei. D .lreuhsbellcidungsstelle hat auf ihre Absicht, Gebühren für Bezug« ichnnc einzuführen, endgülttg verzichtet. In einevr Rundschreibe an die Landeszentralbehörden. in dem btefe ersucht «ostrden. au die Vervollkommnung und Verbesserung der örtlichen Bezugs scheinstellen mit allem Nac^ruck hinzuwirken, wird nrityeteilt, da die Reichsdclleidungsstelle zunächst zur finanziellen Erlttchterun dieser Verbesserung der Bezugsckeinstellen die Erhebung einer an geinessenen Gebühr für jiden dem Verbraucher auszustellende Bezugsschein erwogen habe. Aus das Gutachten des Beirats de Reichskctleidungsstelle hin ist aber diese Absicht aus schwcrwieger den Gründen falleirgelassen worden.

** Die Feldpost mit Bulgarien, Feldpostbriefe we, den >im Verkehr mit Bulgarien künftig bis zum Gewicht vo 50 Gramm portofrei befördert. Dasselbe gilt ^ür gewöhnliche Pvsi karten. Tie Portosrciheit erstreckt sich auf Sendungen aus Deutsch larck und aus den von deutschen Truppen besetzten Gebieten nac Bickgarieu u«rd nach den Gebieten, die von bulgarischen Truppe besetzt sind. Sie können an beliebige Personen gerichtet sein, a deutsche, österreich-ungarische und bulgarische Heeres- und Marine augehörige, von deutschen und öftcrreichisch-mlgarsschen Heeres und MOrnreangehürige.l und von bulgarischen Militärversonei ustv., die sich in Deutschland auf Urlaub oder zur Heilung v Krankenhäusern oder Kurorten aufhalten. Die Sendungen stni auch zulässig an beliebige Personen in Deutschland aus Bulgarie« und aus den Gebreten, die von bulgarischen Truvpeic besetzt find die von deutschen, osrerreichisch-urrgarischen und bulgarrfche« Heeres und Marineangehörigen abnesandt werden

** Die Ergebnisse der Ernteerhebungen Brotgetreide. Welrn auch die Erntenackprüfung gegenübe der Erntevorschätzung euren erbetckichen Ausfall an Getreide alle Art ergeben l-at, so steht doch fest, daß die tatsächlich erzielt« Erntemengen größer srnd, tme sie sick: m den Zahlen der Ernte Nachprüfung ausdrücken. Diese Zahlen können also für die Ersassun« der vorhandenen Getreidevvrräte nicht maßgebend sein. Es muj vielmehr jeder einzelne Erzeuger eine seiner tatsächliche« Erut> entsprechende Menge von Brotgetreide im Interesse der Ernäham, der Gesamtbevolkerung abliesern. Wenn daher behördlicherseits von jetzt ab alles davangefetzt wird, um sämtliche verfügbare« Vorräte lierauszuholen, so toird sich die Landlvirlschaft treibcrrd> Bcvötterung der Einsicht sicherlich nicht verschließen, daß das was nun geschehcrl muß, rwtwcndig ist, um durchzuhaiten uni rnsere Bolköernährung bis zur nächsten Ernte auf eine gesichert» Basis zu stelle«:. Wer jetzt noch mir Getreide zurückhalt, es su Unrecht verfüttert oder mehr, lvie erlaubt ist. verzcbrt, handelt sck»ältdlich und arbeitet unserer Feinden in die Hand. Glaube keiner, daß rncht eines schönen Tages auch' ihn der Arm ta Gersck tiqfcit erreichen wird.

Kreis Frtedberg.

Friedberg, 2. Jan. Das Eiserne Mu* früher die Hessische DaN'erkeitSmedaille, erhielt der Landchmmmm» Otts

F ich. .__

Vermischtes.

Ausbrmh M VefrwS.

Bafel. 3. Jan, DieBasler Nachr." melden: Am Sssvefd r ereignete sich ein sehr heftiger AuSbrnch des Vesuvs^ Die Lava fließt in sehr großen Megrsrv die schneebedeckten Berg- hänge herab.

Aus Stadt und Cattft.

Gießen, den 3. Januar 1918.

Keine Zulaffung von Einschreibpateteu.

In enrer vom Deutschen Handelstag an den Staatssekretär des Reichspvstamts gerichteten Eingabe wurde gebeten, m eine Prüftmg darüber einIUtreten, ob nicht die Emschreibe^Pakete wieder erngeführt werden könnten, da dervn am 5. Februar 191.7 erfolgte Aufhebuny eine empfmbkiche IZerMechterung des Post- Verkehrs darstelle. Der Staatssekretär anttvorwtr hierauf vor kur- Nnn:2ie Prüfung der Frage, o>b es angängig sei, die Em-

schreibung bei Prchatpaveten ivieder zuxuLassen, hat «geben, daß __ __ _

tac Bett^ebSfcht«jgkeitM die tm Öl te Beschvvrkwrg, BEover ^Msiel ta Sach stchrssen: vs

TLunst und

Die Erstaufführung eines Jugenddramas von August St rindberg. Aus München witd uns ge­schrieen : In den Münchener Kammer spielen gekargte August

t trindbergs romantisches SchauspielFrau Mrrgit", eiri tück aus des Dichters jüngeren und lichteren Jahren zur Aus­führung. Er schrieb cS, nicht so aus denr großeir Bekerneckwange, der seine späteren Werke in ihm frei roerden ließ, fontern eraenv- lick, um seiner ersten Gattn', eine große Rolle zu sckckfen. Aber. Frau Marait" ist keine ZwecDichtung. Das >L>tück ttt noch frei von der Erbarmungslosigkeit der ZustandsschilderunMr,, aber es trag: schon den tieferen Grundgedanken der Strindlerg'ichen Ge­samtwert! Nur wer sich selbst bezwingt, seinen 2am,/eme Ichsucht, und wer die eignren Äberr^Nrünscbe mit dem Leb^ selbst in di ^ rechte Harnronie zu setzen vernlag, daß errein" bhbe oder «verd«. der gckängt zum Glücke und zur Seligkeit. So mnf Fvau Margu. Ritter- Bengts Gattin, als sie aus dem Rausche rhps Ehefrühlings erroacht und eckerrrtt, daß das Leben kein Pavadie^voll Glücklelrg feit fti, in hartem Rinyen mit sich selbst, übler scheSnrng, Eh.'- bruck^grenze und verruchten Selbstmord hrnweg, >ie Demut zu er­lernen, um zu ihrrrn Gatten sich zurückzufrnden . Die Aufführm«^ unter- Kalbecks Leitung suckste durch Uebm'pcrmung des Tones zu stilisieren. Sybil BindersFrau Marp^^ ha rte ihre H öhe-- p-.nrkce in den stillen Augenblicken^ wv sie r: der Erkenntnrs d, r mrnsckuichen llnzulängkichkckt llein und ergebrr nmckre. R. N.

D re llraurfübrnng einer E^opiu-Oper. Aus Wien tvird uns .ges-chxieben: Die Bo'l'fsoper brachte eine mit Theaterfindrgkell cürae s ädcktt : polnische Geschichte dorr Bikkir LeonDer weiße Adler" zu grwstr äußerer Dickmrg. Im Mittelpunkt der Handlung stcht der orÄrrsche Nanonalbckd LVosciuskv. neben ihm. weil Brkvor Leen seme Wiener kennt, Ms- ciusVos Hausj'ude Iebuda Ben Ledp. Es l«chell sich also um ebre Jargon-Oper, dre bar Zargm^Vosse.. der JavAmr-Opecetle rrach- aesolgt ist. Zu diesem Gernisch aus dskonäven Szenen, heldischer Pose uno einem genrütvollen Brimbormt von der Opernbühne muß die edle, «rervöse. romannsiche ?.Eufk Frcderic Chopins herhalten. Rcwnl Mader schrieb endlich die Ueberleitungen von einer Chopin-Melodie zur andern, numm idrtlarnawckschen Gesang vareür und inür«rmennerre cne aufgepeitsae «rnd aufgevutzta Ehovi- nade mit demselben l-erzlos-nüchternen 0 -e schick, mit dem Viktor Leon die Handlung in Riesenletterrr schieb. Dem PubüLum der

BejM.