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Erster Blatt
168 . Jahrgang
vonnerrtag, 3 . Januar 19*8
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sämtlich in Gießen.
ßriedensgeneigtheit in London?
(WTB.) Grobes Hauptquartier, 2. Jonuar. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Von Dirmuiden bis zur Deute war die Artillerietütig- keir vom Mittag an in einzelnen Abschnitten gesteigert. Nördlich und südlich von Lens lebte sie in Verbindung mit erfolgreichen Erkundungen vorübergehend auf. Auch zwischen Arras und St. Quentin nahm das Feuer zeitweilig an Stärke zu. Die Zahl der in den letzten Tagen südlich von Marcoing gesungenen Engländer hat sich auf fünfhundert erhöht.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Nördlich von Prosnes und beiderseits von Qrnes erhöhte Gefechtstätigkeit. Erkundungsvorstöhe führten an mehreren Stellen der Front zur Gefangennahme einer Anzahl Franzosen.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Nichts Neues.
Mazedonische Front.
Keine besonderen Ereignisse.
Italienische Front.
Die Feuertätigkeit war auf der Hochfläche von Asiago und im Tomlmgebiet zeitweilig gesteigert.
Der Erste Generalgnariiermeister Ludendorff.
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Der Abendbericht.
Berlin, 2. Jan., abends. (WTB. Amtlich.)
Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues.
Auf die gestern hier besprochene Meldung des „Manifester Gnarduur", es stehe eine ernste, wohlüberlegte Antwort Eilands in Aussicht, hat ein großes Mtselraden ein- gesetzt. Wir haben dargelegl. daß es mit dem Willen bn: Entente, mit uns in Verhandlungen einzutrcten, sehr windig aussiebt. Diese Auffassung wird bestätigt durch Erklärungen, die Clemenceau in der französischen Kammer abgegeben hat uvfo die, lvie aus der Meldung im vorliegenden Matte zu entnehmen ist, sehr bestimmt und unziveideutia sind. Es tönnte aber möglich sein, daß die Älnkündigung des „Mcn^ chejter Guardian" nicht bloß ein privates Bemühen dieses Blattes darstellt, die Kanne der Menschlichkeit und Frie densliebe neu zu füllen. Es wäre vielmehr denkbar, daß Lloyd George durch die Abgabe undurchsichtiger „Erwägungen" oder Erklärungen in den baldigen Älvschluß des deutsch-russischen Einvernehmens hineinpsuschen mochte. Das ist nicht nur denkbar, sondern sogar wahrscheinlich. Deni- gegenüber stehen die Russen vor bedeutsamen Entschließungen. Fük die Bolschewik! haben die Engländer, Franzosen und Italiener bisher nur Verachtung übrig gehabt. Sie haben in Rußland den Bürgerkrieg zu fördern gesucht uud die Umtriebe in der Ukraine verstärkt. Trotzt: sprach von unverschämten französischen Generalen. Wird jetzt die Eitelkeit der in Petersburg Regierenden größer sein als ihr Charakter und Willen? Wollen sie sich streicheln lassen von den halben Anerkenimngen der Entente, und was ist ihnen lieber: verwickelte, zeitraubende und höchstwahrscheinlich zu nichts führerrdc Auseinandersetzirngen, oder schneller M- schluß des eigenen Friedens, der durch die Verständigungen in VrestLitowsk so nahogerückt war? Wird man in Petersburg etter Fristverlängerung geneigt kein? Dann haben die deutschen Unterhändler aber auch ein Wort mitzusprechen. Mehrere Blätter, wie die „Köln. Ztg." und die „Köln. Volksztg." weisen ganz richtig darauf hin, daß Lloyd George von den Mittelmächten, gar keine lveiteren Erklärungen verlangen oder wünschen kann, denn es lag von unserer Serie kein neuer Friedensvorschlag vor. Du Wiener „Neue Freie Presse", deren neuester Leitartikel übrigens von der Zensur gestrichen worden ist so daß das Blatt mit weißer Stelle erscheint, redet der Ettente zu, doch ja in Brest-Lirowsk zu erscheinen, dann würde auch über eine an B e l g i e n zu zahlende Ent- s ch ä d i g u i g gesprochen werden können! Wer die Entschädigung zu zähen hat, scheint das Blatt nicht gesagt zu habem Wer aber bet Charakter dieses Börsenorgans kennt, so be- irrerkt dazu die „Rhein.-Wests. Ztg.", wer sich noch der wüsten deutscheindlichen Artikel des Wiener britischen Botschafters Carniright an der gleichen, jetzt in Unschuld glän- jenben Stelle tiefes Blattes erinnert, weiß Bescheid. Zah- reicht Bruder in Berlin, der ja doch „an allem
ichuld rst".
Was w'chden mfere verbündeten Regierungen tun, wenn Uch die Ankündigung des „Manchester Guardian" bewahr- he"en sollte? Die Löln. Ztg." meint, wenn die Herren Lloyd (v^rge und Clemerceau den Mut aufbringen wollten, mit am ^eryanvi.ungstr)ch: zu erscheinen, würdet! sie keinen leicksten Lrtano haben, deundie Russen hätten bisher Eile entwickelt
t davvl nicht ablcvsien, weil sie das Spiel der
ränkesüchtigen Rawpolitik der Weftmächäe längst durchichau» Hutten. Also keine weitere Vertagung der Verhand- Darauf müste unseres Erachtens unsere Regierung besteherr Rebenb i könnten ja die englische: ^Fühler" bantwortet werden, und da schont die s^eibt Dolb-ztg. dls RicWge zu trejsen, wenn sie u. a.
„Es ist dringend nötig, daß über die Msichten der Entente in ganz kurzer Frist Klarheit geschaffen wird, damit ihr nickt Zeit und Gelegenheit bleibt, eine an sich ganz einfache Lage heillos zu verwirren und eine in vollem Flusse befindliche Entwickelung aufzuhalten. Was die deutschen Staatsmänner tun können. um die notwendtte Klärung herbei zu führen, sollte geschehen. Hierher gehört z. B. eine klare Umschreibung der Begriffe, die mit der Formel: „Keine gewaltsamen Annexionen, kerne Kriegsentschädigungen" verbunden sind. Es sollte zunächst einmal der Entente klar gemacht werden, daß diese Formel außer dem Verzicht FranktticlS auf Elsaß-Lothringen und der Rückgabe unserer Kolonien auch die Auslieferung Palästinas, Mesopotamiens und Aegyptens an die Türkei ebenso wie selbstverständlich den unbedingten Verzicht Italiens auf Südtirvl, Triest, Dalmatien und Albanien umsästießt. und daß für die berühmte „Wiedergutmachung", die man sreund- lichst von uns verlangt, im Rahmen dieser Formel kein Platz ist. Ist die andere Pattei zu diesen Folgerungen aus ihrer Seite nicht bereit, so entfällt damit von selbst die Anwendbarkeit der von: Vierbund ausdrücklich unter der Bedingung der Gegenseitigkeit in Brest ausgestellten Friedenssvrmel."
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 2. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart:
Oestlicher Kriegsschauplatz. Waffenstillstand.
Italienischer Kriegsschauplatz.
R!uf der Hochfläche von Asiago, im Gebiete des MontcTomba und an dem unteren Piave entwickelten sich zeitweise Artillci iekämpfe. Am 26. Dezember früh wurde unsere Besatzung aus der Dannnstellung bei Z e n s o n ohne Verluste auf das östliche Piave-Ufer zurückgenommen. Der Geancr, der diese Räumung erst am 31. Dezember bemerkte, hielt dis zu diesem Tage die verlassenen Deckungen fortgesetzt unter Artillerie- und Minenwerferfeuer.
Der Chef des Seneralstabes.
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Englischer Bericht aus Palästina
General Allenby meldet, rxrfl ferne Linien nördlich von Jerusalem weiter vorgerückt sind. Zwischen dem 27.12. und 29. 12. einschließlich nmchven wir 750 Gefangene, darunter 39 Offiziere. Bis jetzt wurden. 1006 feindliche Gefallene gezählt.
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Die englischen Arbeiter und der Friede.
Bern, 2. Januar. (MTB.) Auf der am 28. Dezember in London abgehaltencn Konferenz der britischen Arbeite r o r g a n i s a l i on e n, der über 800 Abgeordnete beiwohnten,« die dreioiertel Millionen Arbeiter vertraten. wurde zunächs, das vom Reuterscken Bureau witgeteilte Schreiben des Premierministers verlesen. Danach verlas Henderson eine lange Ansprache, in der er der sozialistischen Kundgebung vom 14. Februar gedachte, die es ablehnt, zuzulas? s.r, da st dieser Verteidigungskrieg zu einem Eroberungskrieg werkt? (md s ann auf .die in der zu erörternden Kriegs kundgeb u ng nie-dergelegte Fttedcnsvolitik der britischen Arbeiterschaft im einzelnen ittngmg. Der Krieg müsse jetzt als Kamps zwischen einem alten'und einem neuen Regierungs--, syftcm angesehen werden. Keine Verständigung könne befriedigend! sein, die nicht der Walt die vollständige .Diskreditierung des angrifsslustigen Militarismus bringe und an seine Stelle einch höhere Auffassung von nationaler und internationaler Verantwortung setze. Die Geheimdiplomatie, die Militärdrensbpfticht und die Prositmacherei aus der Herstellung von Instrumenten der Zerftöruirg sollten in der Gesellschaft ^freier Nationen unnötigt sein. Eine unumgängliche Vorbedingung des PLaneS der Völberligg sei die Ablehnung jeder Form eines wirtschaftlichem Boykotts gegen Deutschland nach dem Kriege. Man sei berechtigt zu fragen, ob die Regierung alles, was in ihrer Macht liege, tue, iinn die Feindseligkeiten abzukür^en. Der Redner wies dann aus die Be'^upvm.g Carsons in seiner Rede in Bordeaux hin, daß Oesterreich-Ungarn und die Türkei bereit seien, Frieden zu schließen und fragt, warum die Regierung nich: in Verhandlungen mit ihnen, besonders mit der Türkei, getreten sei, wie jetzt Deutschland mit Mlßiiand. Statt dessen habe er die Eftmahme van Jerusalem betrieben, obwohl nach fter Erklärung CärsonA die Türkei Frieden zu schließen bereit,war. Damit dehnte England» seine Front in diesem Lande aus. Es könne nicht wnndarnebnwn. da!ü 'man England in den neutralen Ländern in Rußland und selbst: in Amerika imperialistischer und annexionistischer Ziele verdächtige. Wenn die Arbeiterschaft weiter Opfer bringen solle, müsse sie dia bestimmte Zusicherung erhalten, daß solche Opfer zur Herbeiführung eines ehrenhaften und gereä/e-n Friedens notlvendig seien. Tie Arbeiterschaft bcstehr darauf, daß Teutschlatcd anerkenne, daß es unbedingte Maße gebe, die es annähmen müpse. Ajndererseits dürften die Alliierten keinerlei .'Zweifel .darüber l.asßen, daß der Kampf lediglich nur Grundsätze und Ideale und nicht um Eroberungen nnllen fortdaure. Die Atteitersckttft verlange eine Gelegenheit, festzustellen, imvieweit Deittschlaich bereit sei, ein Friedensangebot an-zjrmehmen.
Die Kriegsziele der Entente.
Rotterdam, 3. Jan. „Daily Chronicle" erfähtt aus Re- aierrrngskreisen, daß die Alliierten deimiächst eine neue amtliche Erklärung über die Kttegsziele veröffentlichen werden.
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Ter Einkausdrat der Alliierten.
Paris 2. Jan. (WTD. Nichtamtl.) Der Rat der Atliietten für Kriegsankäufe hielt gestern nachmittag eine Sitzung ab, an der für Englaird Donar Law und Chamberlain, für Italien Nitti und Major des Manches, sowie Professor Attalico, für Frankreich ZAotz, Elemente! und Loicheur. für Amerika OÄar Crosby und Prnü Eravath Teilnahmen. Tie Finanzabteilung, der Bonar Law, Motz, Nitti und Crosby angehören, beschäftigte sich in einer besonderen Ätzung mit den in den Bereinigten Staaten und in verschiedenen neutralen Lcmdern geplanten AnMyen und frefanMtf damit in Verbindung stehende Finanifragen
Ein Tagesbefehl PetainS.
Paris. 2. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agency Havas. General Petcrin hat zu Neujahr einen Tagesbefehl an die Armee gettchttt, in dem es u. a. heißt: Die Schwäche Rußlands hat Eueren Glauben nicht erschüttett, der drrrch den täglich wachsenden Beistand der Union st aaten bekräftigt wird. Schließlich erklärte er, daß, wenn der Eiligste nach Frieden verlange, der Beharrlichere dessen Bedingungen sestsetzen werde.
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Elcnrcncau verweigert Reisepässe für Petersburg.
Paris, 1. Jan. (WTB.) Meldung der Agence Havas. Mi» nistervräsident E l e m e n c e a u hat im Beisein des ^Ministers des Aeußenr Pichvn eine Abordnung d'er vereinigten Sozialisteni der Kammer, bestehend aus Albett Thomas, Hlckert, Wuaer, Rencmdel. Cachin. Longuet und Denk, empfangen, die um Reisepässe für Petersburg baten, wo sie den Abschluß eines Sonderfriedens verhindern oder wenigstens zu bewirken suchen wolllm, daß er so unschädlich wie möglich ausftele. Elemenceatt erwiderte ihnen, bei aller Anerkennung ihrer Vaterlandsliebe kimne er unter den verworrenen Verhältnissen in Petersburg keinen/ Erfolg vion ihrem Schritte erhoffen, vielmehr würde die Bewilligung von Pässen zu diesem Zweck ihrer Sendung einen solchen; Anstrich geben, daß unerwünschte Wirkungen aut die össentlichcj Meinung im Lande und an der Front eintteten würden; vielfach, würde man sagen, daß Frankreich an den Vorbesprechungen über die Friedenspräliminarien teilnehme; dies lei aber mangels ernst zu nehmender Vorschläge der feindlichen' ^'tächte ganz und gar nicht die Absicht. Clemen'ceau hob schließlich hervor, daß er die Entscheidung, dce gewünscht werde, nicht treffen könne, solange er keine Verständigung darüber mit den Alliietten erzielt hätte, icnd daß er keinen Grund zu der Annahme habe, daß sich deren. Ansichren seit der Stockholmer Konferenz geändert hätten.
Deutsch-russische FriedcuSauSschüsse.
Berlin, 1. Jan. (WTB.) Nach russischen Nackrrchten ftnü Kontreadmiral Zelcnji und drei Soeosfiziiere zur Waffenstillstands-Kommission für die Ostsee und Kapitän 1. Ranges Klykow und zwei Seeoffiziere airt Wassensttllstarcks-Kvmmisswck für das Schwarze Meer kommanoiett worden. Tiefe Kommissionen! nnden entsprechende deutsche Kommissionen unter der Führung des Kontroadmirals Freiherrn von Dalwigk für die Ostsee mib des Vizeadmirals Hopman für das Schwarze Meer vor. Neben diesen Kommissionen .Üst eine Svnderkommission. an deren Spitze ein Kontreabiniral steht, eittsandt worden, um die Regelung der im Waffenstillstandsverttage offen gcbliebercen Fragen des Eismeere-, der Murmanküste und einiger weiteren Einzelheiten vorzunehmen. Diese Kommission hat ihre Arbeit in Petersburg bereits ausgenommen.
Die Stimmung in Petersburg.
Bern, 1. Jan. (WTB.) „Daily News" meldcnr aus Petersburg vom 37. Dezernber: Die Antwort der Zentral-, machte auf die Friedenspor,'chlägc der Maxir.ralisten nmchte im ganzen einen günstigen Eindruck. „Tjen", das On-you der gemäßigten Elemente, schreibt: „Diese klare, latem rische Vorsicht, auf alle während des Ktteges gemachten Eroberungen zu verzchten und die Bereitwilligkeit, den Böllern, welche die Unabhängigkeit während des Krieges vettorcn haben, dieselbe zurückzugeben, nrach.m die Erklärung des Bierbundes zum Höheprutt'te des Wel.krieges. Es ist nicktt möglch, zu sagen, wie sehr die Hände der Bolschewiti durch die deutsche Erklärung gestärkt wurden. Zweifellos tvurde aber die Stellung durch die Aufnahme von 10 Der^ tretern der EvKialrevolutionären Partei in den Rat der Volkskommissare erheblich gefestigt. Man glaubt, daß, wenn die Bvlsche- wiki jetzt die Konstituante zusammentreten lassen, sie beinahe ganz Rußland h i n t e r s i ch haben ^oerden."
Ein russisches Milikärblatt über Ameritns KriegS- erk!ärnng au Oerterreich-Nngarn.
Berlin. 2. Jan. Das russische offtziöse Militärblatt schreibt zur Kriegserklärung Amettkas an Oesttrreich-Ungarn: Amerika hat Oesterreich-Ungarn ben Krieg erklätt, iuo die russische Demokratie alle Anstrengungen macht, um ein Ende der verbreck>e- ttschen Menschenschlacht ertx herbeizuftihren, bemühen sich die amerikanisch? und die englische Bourgeoisie, diesen blutigen Schrecken zu verlängern, nur um den Gegner so zu zerschmettern und zu entkräften, daß er als Konkurrent aus dem Weltmärkte ausscheidet. Denn nur darin liegt Sinn und Wesen des Widerstandes der englischer, und amerikanischen Kapitalisten. Sie wissen, daß die Länder. die den Krieg ftihren, wittschaftlich devattig geschwächt sind, daß sie als Konkurrenten in absehbarer Zeit nicht mehr gefährlich sein können. Sie wissen, daß sie, werrn sie den Krieg bis zur völligen Erschöpfung durchführen, auf dem knocheltbcsäten Leichenftlde die einzigen Sieger sind, weil sie ihre Kräfte geschont haben. Tann werden sie es sein, die die Welt teilen. Die verführerische Perspektive der Welbaufteilung fleht vor den mächttgsttn Bamvmrn des Weltkapitals, der englischen und amerikanischen Bourgeoisie.
Finnland.
P c t e r sb u r g, 1. Jan. (PTA.) In seiner Antwort auf das Ersuchen der sinnländrschen Regierung bezüglich der Anerkeunung der Unabhängigkeit der finnländrschen Rapubftk bttngt der R a t der B o l k s ko m m i s s ä^r e in voller lieberemstimmung mit den: Grundsatz der freien Selbstbeftinmrung der Nationen im ansmhrnr- ^en Hauptcrus.schuß folgendes in Vorschlag: 1. Anerkennung ocr politischen Unabhänglgkelt Ler sinnländi- s.ch en R e p u b l i k. 2. In Ucbeveinstimwung mit der sinnläTrdi- schien Regierung Einsetzung eines Sonderausschusses von Vertreten! jeder Mwbei zur ?lusarbeitung derjenigen Niaßnahmen, die sich aus der Trennung Finnlands von Rußland, ergeben.
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Rußland uud Za»an.
Bern, 3 Jan. Das „Berner Tagblatt" bettchter aus 'Tokio* Tie japanische R eg ieru ng beschloß, de diplomatischen Beziehungen zur neuenrussischenRegierungin ool- lem Umianae wrttrer aufzunehmrn. Ter japanische Botschafter nnrd m den nächsten Tagen in diesem Sinne Erklärungen in Petersburg abyeben. — Diese Nachricht wurde bisher von der Entente nicht freigogeberr.


