vermischte».
* Ein prophetischer Neujahrsglückwunsch Vrnst Mori fc Arndts. Als Ernst Moritz Arndt, einer der begeisterrstcn BorkLmps^r fftr Deutschlands Einheit und Freiheit, am fioSjm Alten von 90 Jahren <nrt 29. Januar 1860 in Bonn a Rh. starb, fand sich unter seinen Papieren der folgende, nicht mehr zur ALsendung gelangte Mujahrsgllt.cknmnsch vor. den er an seinen in PcmMvMi lebenden. Schwager gerichtet hatte und der gleichzeitig idle Bekundung seines Tankes für den ibm einen Monat zuvor ui feinem 90. Grüurtstag ansgesprochenen Glückwunsch darstellt: „Bonn. 26de Wmternmnd^ 1860. Herr Schwager! Ein srö^iches Jahr Mvor Ihnen und allen wackern Männern, die des überaltert Neunzigjährigen so sremrdlich gedacht haben. Es ist ein mutiges Erkühl, von denen geliebt z-u werden, die uns zunächst anqelwrnr. Zu diesen meinen Nächsten rechne ich die Urenkel der alten un- bezwinglichen Sachsen, die um die Elbe und Weser wohnten und vor deren Lanzen und Schrvertern die römischeil Legionen in den Staub sanken. Möge Gott dia Kerzen der Germanen beg i'lern, wenn Russm und Franko,'en sich über ims dir Hände reichen wollen, mir den rm.um «rmamschen Wammen! Möge jener Geist mehr und mehr alte Mumren durchblasen! Ter das Kleine zu einem QJcofeat, da.- mele Zw-ieträchtige zu einem .Knäuel macht! Also ein nöHiches Neujahr wld Jeder mLnriiglich mehr und mehr zu einem deutschen Stolz der Macht und des Ruhmes erhoben! Amen. In deutscher Treue. Ihr E. M. Arndt aus Rügen."
' Eine Maschine, die seit hundert Jahren ununterbrochen arbeitet. Am 21. Dezember des Jahres 1817 lourbo im Hrunnhans' zu Jlsank bei Berchtesgaden die ..größte Maschine der Welt" in Betrrcch geiwmnren, und bis auf den lieuligeu Tag hat diese Dampfmaschine nnunterbvocbnl. Tag uild Nacht, gearbeitet. Tie Maschine ist. so erzählt der „Prometheus", ein Werk des seiner Zeit bekannten Mechanikers und Bayerischen Oberbcrgrats G.vrg von Reichen back: sie ist sechs Meter hoch, hat einen .Golden vrm 950 Zentnern Druckkraft imd dient dazu, die ge-
sckttigte Sole mit einem Druck nach dem 356 Meter hoch gelegenen BrunnbauS Södenköpfl zu heben, von wo aus sie weiter-
geleitet wird. In den hundert Iahven ihrer TätiqLett hat dis Maschine eine gewaltige Arbeit geleistet: sie hat 7742 Mill. Liter Sole gefördert, und wollte man die darin ertüjalfcene Salzmenge mit einem Eisenbahnzuge befördern, so müßte er eine recht stattliche Länge l)al*ew
tehte Nachrichten.
<WTB.) Großes Hauptquartier. 3. Januar. (Amtlich.)
W e st l i ch c r Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.
An verschiedenen Stellen der Front Anitterielanipf.
Nahe der Mstc wurden bei gelungcner Unternehmung Gefangene eingebrackt. Französische Vorstöße in der Eham- pagne. nördlich von Prosnes und nördlich von Le Mesnil scheiterten in unserem Fnier.
O e st l i ch e r Kriegsschauplatz.
Nichts Neues.
An der
mazedonischen und italienischen Frönt ist die Lage unverändert.
Der Erste Genrralguartlermeistrr Ludendorff.
Erhöhung ver Höchstpreise für Zündhölzer.
Berlin, 2. Jan. WTB. Nichtamtlich.) Die im Dezember seiLgestellten Höchstpreise für Zündhölzer entsprechen nicht mehr den inzwißi-en erheblich gestiegenen HerstellungsMen. Der Reichs lanzler hat balser die Herftellerhöch'tprci c um je 30 Marl sür die gan-e Kiste oder die entspoe>L ncde Packung lum 25 Mark der Ber-i! Packung in Sckvachleln -oder Ztosfern zu je 300 Stück) imt> die Zuschläge für imprägnierte bunte oder dache Hölzer um je 20 Mack erhöht. Entspreck.'nd sind die Kleinl>anoc!shochswreise für bas Jgarf zu 10 Ätadjftdn um je 5 P seimig heranfgtie:zl Für eine -schackpel SicherbeltshÄzer oder überall entzündbare Hölzer beträgt, der Höchstpreis jetz 5, Pfennig (früher sür zwei Sä)achteln neun Pfennig) für ttm Sck-achteln imprägnierte bunte oder flache Hölzer 11 Pfennig (frülicr sür eine Schachtel 5 Pfennig).
Die deutsch-russischen Verhandlungen.
Petersburg, 2. Jan. (MTV. Nichtamtlich.) In der ersten Sitzung des deutsch-russischen Wirtschaftsausschusses ist bestimmt worden, fürs erfte über die Einrichtung von Post-, Telegraphen-und Eisenbahnverkehr zu verhandeln!/ Mir diese drei Gegenstände sind Unterausschüsse gebildet worden.
Petersburg und die Ukraine.
Petersburg, 2. Ion. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Nach Mitteilungen der Ab ordnung, die von Kiew zurückgekommen ist, nin den Zwist zwischen der Mackst der Sowjets und der Rada freundschaftlich beizulegen, wird die Möglichkeit festgestellt. daß der Zwist freundschaftlich bei- gelegt wird unter dem Gesichtspunkt der Einrichtung et n e r neuen Rada der Sowjets, wobei ihr Einfluß gleichseitig! mehr erweitert wird. Tie Zentral-Radr beabsichtigt, das Ultimatum^ des Rates der Volkskommissare zu erfül len, vorausgesetzt, daß die Ukraine mit Geld versorgt wird und din amtliches Dekret die Republik der Ukraine anerkennt. Wie die Abgesandten sagen, wird die Ukraine die Getreideausfuhr nach Groß-- rußland nicht sperren.
XV! II. tlrmeekorvs stellvertretendes Generalkommando, Abt. Hl b. Tgb. 9kr. 2! 722/6554.
Werbung bo« HeereSangcbörigeu nolirückw Vereine.
für
Äerordnlittg
Stuf Grund des § 9b des Gesetzes über den Be- luger.mgozustand vom 1. Juni 1ST>1 in der Faffung des Reichsgesetzed vom 11. Dezember 1915 uerbtetc ich politischen Vereinen, inSbesonoere Wahlvereinen, jede Tätigtet.. die auf Werbung von Mitgliedern im Heere und der Marine abzieit.
Zniuiüerhundlnngen werden mit Gefängnis bis zu einem Jahre denn Borliegen mildernder Umstände mit Haft oder mit Geldstrafe bis zu 1309 Mark bestraf!.
Frankfurt a. M., der« 28. November 1917.
Der stelloertreiende .lommandterende General:
R k c b e l, Generalleutnant.
Vorstehende Bekanntmachung bringe ick hiermit zur istenNichen Kenntnis.
Gießen, den 31. Dc.zeinber 1917.
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Am 1. Januar starb meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwester und Tante
Frau Emma Schmidt
Um stilles Beileid bitten die trauernden Hinterbliebenen.
Adolf Schmidt Emma Schmidt Erna Schmidt.
Giessen (Stephanstrasse 31), den 1. Januar 1918.
Die Beerdiguug findet am Freitag den 4. Januar, nachmittags 3 Uhr, vom Neuen Friedhof aus statt. 0 S 235
Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme heim Heimgang unserer lieben
entschlafenen Tochter
Ame MOateu Sepler,
insbesondere dem Herrn Pfarrot Eidenmüller
für die trostreichen Worte am Grabe, der Firma E. Klingspor, finuic für alle Kranz- linb Blumensvendeu sagen tuii* auf btefem Wege unseren innigstert Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Heinrich Hillgartner u. Angehörige.
Klein-Linden :»k. Dezember 1917. 44
Danksagung.
>ür dw vielen Beweise herzlicher Teilnahme be^ den: uns so schwer betroffenen Verluste, sonne die am Grabe gesprochenen, zu Herzen gehenden Wone dee> verrn Pfarrers und des Herrn BittdenniLd im Namen der öO er und die aus- om'crnde Pflege der Schwestern der med. Klinik sagen ivrr herzlichen Dank.
Fra« Julie CüslcrS Ww. «eb» Rindern uud AngebSrigen.
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