dieselben lvie [eite, für die das britische Reich m den Kampf zog. Wir haben die preußische Hemusßirdecung aufgeFrifscn, um dre Ltzttt endgültig von der mrerträglickM» Drohung der militärischen GeisteSrickftu»»g zu befreien und die Möglichkeit für einen rxruernden Frieden zu schaffen. indem den unterdrückten Böllen» ihre Frcihcll wiodergegebcn wrd die Achtung vor jenen Gesetzen iüii) Verträgen erzwungen wird, die der Schuß aller Völler, ob groß oder ilein. sind. Ich bin niemals tiefer überzeugt gewesen «lls ljeute. dag die Absichten, um derentwillen die M liierten den Krieg wrisetzcn. ivedcr imnerialiisftch. noch von Rachsucht ein- gegeben such, sowie dag ihre VerntirNichung unerläßlich für die künftige Freiheit und dru» Frieden der Menschheit ist.
Arthur v on d e r so n, der unter erbeblicher Unruhe der Versammlung sprach, beantragte die Dinahme des Memorandums mch cctlärte. die Politik der Arbeiterparter sei folgende:
1. ES ist so schnell wie möglich eine aus der Grundlage der Demokran? begründete sichere Schlichmng herbe»;uführen:
2. Gedietsausgleiche dürfen nicht durch annexionistische oder imoerialistische Absichten oder aus strategischen Gründen diktiert sein, sondern müssen im Interesse fortschrittlicher Zivilisation und des Weltfriedens liefen:
3. toie Handelspvlink nach dem Zbnege darf nicht auf der wirtschaftlichen Unterdrückung oder kommer-ialcn Abschließung des. deutschen Dolles begründet sein.
Hcnderson befürwortete auf das dringeirdste eine A u s k l L - ^ßrng über die Kriegs ziele und sagte unter lauten Rufen der Opposition: Es ist sehr leicht möglich, daß. der gegenwärtige Zustand in Rußland durch die Unterlassung einer genaueren Umschreibung der Kriegsziele herbeige führt wurde. Wir wisseü von maßgebender Seite von einem Mitgliede des KricgsratcS de-S Kabinetts, daß wenigstens zwei der ^Kriegführenden den« .Krieg nicht fortznsetzcn wünschten. Carson sagte in seiner Rede in Porlsmoutb: Glauben Sie, daß Oesterreich weiter kämpfe.»' will? Ich weiß, daß cs nicht will und sage, das nicht etwa so leichthiit. Und glauben Sie, daß die Türkei den Krieg fort setzen, will? Ich wei ^ebenfalls, daß fte das nicht will. Hcndersvn fuhr fort: Sind wir nicht berechtigt, aus dieser amtlichen Erklärung zu entnehmen, daß Oesterreich und die Türkei zu einem Frieden bereit wären, nrtter der Voraussetzung, daß die Alliierten mit ihnen so verfahren würden, wie Deutschland mir Rußland verfährt'? Wir haben ein Recht, zu fragen, warum dieser Weg nicht ein- geschlagen wurde, besonders hinsichtlich der Türkei. Wir können, es uns nicht leisten, Rußland dauernd in den .Händen unserer Feinde zu lassen.
Havelock Wilson. Vertreter der Seeleute, beantrngte Verwerfung des Memorandums, über das er sich in sehr spöttisch-er Weise äußerte. Er lfalte es für das w che r sprach vollste Schriftstück, das scujlls in bent Gewertschaftskongreß verbreitet wurde. Er würde gern wissen, wie viele von denen, die das Memorandum bttürworiet-en, auch die darin ausgedrückten Anschauungen befürworten. Dis Arbeiter, sagte er. wisse,r nicht, warum eigentlich Krieg geführt wird. Ter Krieg würde fort geführt, um die preußische lAutokratre u,ld den .MilüariÄnus Mi zerstören. Wilson führte n?eiter aus, daß tue deutsche Nation, iowic die deutsche Regierung ichuldig sei, und Seeleute niemals wieder auf den Schiffen fahren würden, die Deutsche beherbergten, bis die deutsche Nation bewußt wird, daß sie viele Fehler gemacht hatte und ihre feigen Mörö- verbrechen bereute. Wenn dies geschehen sei, würde Wilson bereit sein, in einer großmütigen Weise zu verfahren.
Der Antrag Wilson auf Verwerfung des Memorandums irmrd-e abgelehnt.
, Unteryausmidglied T ho ul a s sagte: Die Regierung würde Pie "Kriegeziele hinter dem Rücken der Arbeiter verhandeln, wenn es ihr beliebe. ob jene einverstanden sind oder nicht. Auf Hendersons Beinerkungen über einen Sonderfrieden. mit der Türkei und Oesterreich eingehend, sagte Thomas: Es wäre ein großer Fehler, wenn >um Aiusdruct käme, daß ine Unterzeichner des Memorandums an erneu Sonderfrieden mit der Türkei und Oestterrttchlllngarn' glaubte,' und in ihren Kriegszielen nicht einig seren. Man müsse weiter kämpfen, um die Kriegsziele zu erreichen, die niemand für Recht hält.
Das Memorandum rrurde schließlich in eine,: Mstimrmrng durch Händcaufheben angenomnten.
Der AuchührungsMlschrnß, der Arbeiterparter und des parla« iwenrarischen Ausschusses verfaßte hierauf ein Telegramm an HuysmanS, den Vertretern Lws sozialistischen BureauS in Stockholm, in dem hie Bitte, tue Einschließung der Konferenz dem Solcher in Perersvurg mitzuteilen, ausgesprochen wurde und ihm die heutige Älneigung des Gr werkschaflskongrttfes und der Arbeiter- oarreien gegen einen Sonderfrieden zum Ausdruck gebracht wurde und worin gebeten wird, Brmtting zu verständigen.
dt
Eine englische Rationalversauimlrnrg über ErnährungHfragen.
London. Dez. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureau« Die N a tUMia'l u e r f.a m tn lun g, die sich mit den E r° n ä h r u n g s f r a g e n beschäftigt, ist heute in London eröffnet worden. £tc Vertreter der Gewerkschaften und der Arbeiterparteien^ die gestern dem Kongreß beigcwohnr Hallen, kvaren zahlreich anwesend. Es wurde ein Beschluß angenommen, der Berwahrm»g nnlegt gegen die unnötigen Leiden der st ädt »scheu Bezirke und besonders der Frauen infolge einer mangelnden gleichmäßigen Der- eilung der Lebensmittel. t^ltzneS, der Parlaments etretär tzi (Sc* i äbrungsministeriums erklärte sich mit dem Beschluß einvi-rstan-
' und sagte, keine Regierung könne eine andere Politik cin-
:geu, als die darin enthaltene.
* » *
Heftige Kämpfe in Palästina.
K' o n st a n ri n o p e l , 29. Dez. sWTB. Tagesbericht.
Palästina front: Harvorgernfen durchs beiderseitige Angriffs« Unternehmungen, mttbronntc am 27. Dezentster nördlich und östlich mm Jerusalem ein heftiger Kamps auf breiter Front, wobei wir eure Rtthe schöner Teilerfolge erzielten. An unserem linken Flügel stießen wir bis Eir Dost vor. Weiter nördlich wurde der Angriff einer englischen Division unter schwersten Verlusten für den Feind abge.chlagea und zwei Maschinengewehre und Gefangurc erbeutet. Nördlich von Fell st Full nahmen wir die vom Feurdc besetzte Löste 814 und hielten sie gegen alle Ge gen- unternehrnungen. Oestlitt von Btt Nebala hielten wir unsere Stel- bungen gegen wiederholte stärkste feiirdlich? Angriffe, machte". "!e- icrngene und schossen Panzertvaftwagen die von Jeruialr üameu, zusammen. Auch nördlich von El Krrbaba wurde dt. - astgesMag«:.
An den anderon Fronten keine Ereignisse.
Der Seekrieg.
Neue U-Boot-Erfolge.
Berlin, 29. Dez. i'WTB. Amtlich.) Unsere U-Boote im M i 1 1 e I m e e r haben wiederum neun fast durchweg Be** waffnete Dampfer mit zusammen üSer
30 000 Brutto-Register-Tonnen versenkt. Die Dampfer wurden meist in schneidigem Ueber- wassernachtangriff aus stark gesicherten Geleitzügen herausgeschossen. Alle Schiffe waren tief beladen. Ein Dampfer, der offenbar Gasolin geladen hatte, war sofort nach dem Treffer in Mje Flammen gehüllt. Ganz besonders wurde der Trans portverkchr im westlichen Mittelmeer gefaßt.
Der Chef des Admiralstabs der Marine. Berlin, 30. Dez. (Amtlich) Durch, die Tätigketr unserer U-Boote wurden im Sperrgebiet um England 19 000 Dinittorcgistertonnen vernichtet. Drei Dampfer wurden im Aennclkanal trotz stärkste feindlicher Gegenwirkung inner- hall» vier Stunden von einem U-Boot versenkt, darunter der enMche Darnpfer „Alice Mary" (2210 Tonnen) mit Kohlen
ladung von Newcastle nach Rochefort. Unter den übrigen vernichteten Schiffen befanden sich der englische Segler „Bri- tannic" auf der Fahrt von Branville nach Fowey und ein großer englischer bewaffneter tiefbeladener Dampfer.
Der Chef des Admiralstabes der Marttre.
*
Kopenhagen, 30. Dez. Ter Minister des Aeußern gibt bekannt: Der dänische D a m v f e r „Hekla" ist auf der Reise von Messina nach Neapel unter ge gangen. Bier Mann der Besatzung sind gerettet. Der Rest der Besatzung, bestehend aus dem Kapitän und dreizehn Mann, ist umackommen. Der dänische Dampfer „Ajax" ist auf der Reise von einem spanischen nach einem englischen Hafen verschleppt worden. Vier Mann der Besatzung sind gerettet. Ter Rest der Besatzung ist um gekommen.
Aus dem Reiche.
Umgestaltung der sächstfchrn Ersten Kammer.
Dresden. 29. Dez. (WTB. dttckstamtlich. Dem s ä ch si - sichen Landtag ist soeben der Emwnrs eines Gesetzes über cme veränderte Z u s a in m e n s e tz n u g d e r Ersten K a m - Itter zugegangcn Danach lehnt die Regierung alle Wünsche, die aus eine tiefgreifende Aetrdcrmm des Wesens der Zunchrdigkeet der.jetzigen Ersten Kammer gerrckstet sind, ebenso ab. wie solche, die eine Beseitigung der Ersten Kammer erstreben. Wenn die Regierung bereit ist, Atrgehörigen der Industrie, des^ Handels- imd Gcwerbestandes in der Ersten Kammer Sitze uni» Stimmen einzu- räumeit, so liegt darin teilt Ab gehen von dein Grmrdiatz, daß. das Wesetr der Ersten Kamn^ec ickchi das einer berufsmäßigen Vertretung ist. Die Regierung schlägt die Einfügung von 12 neuen Sitzen für die Kammer vor, von. denetr 10 an Angehärrge der Industrie und des Ämrdels, zwei an Angehörige des Gewerbes fallen sollen. Die Wahl dieser Kammeenurglieber soll den Handels« und Gero.'rbelanlmern Mtallen, und zwar bei den Vertreters des GeMrbes in vollem ilmsange, bei den Vertretern der Industrie und des Handels zur Hälfte^ ivährcnd die, andere Hälfte durck> den König berufen tverden soll. Sotveil sich auch in attdergn Berusiskreisen die Boranssetzmigen zur Mitgliedschaft der Ersterl. Kammer finden, soll auch ihren Mitgliedern der Zugang zu dieser Kammer ermöglicht werden. Es ist der Wille der Regierung, daß durch königliche Berufung auch Arbeiter Zutritt zur Ersten Kammer erhalten. Daß von den durch den König zu erneitnenden 15 Mitgliedern 5 den Besitzern von Rittergütern vorbehalren bleiben sollen, rechtfertigt sich damit, daß die bisherige Ernennung von 10 Rittera>ttsbesitzern durch den König wegiallr. Auch soll die Zahl der Mitglieder der (Gemeinden in der Ersteil Kamnier erhöht werdell. Es sollen dcinzusolge die nach den jetzigetr Bestimmungen der Bersassungslrrtunden den ersten MagistratSpersonetl von acht Städten des Landes zu- stehenden Sitze ansschl>.'ßlich den Städten mit revidierter Städte- ordlrung^ vorbrhalteir bleiben. Außerdem aber soll die Bertlfnug^ von 5 weiteren Mitgliedern der Gdlbstvmvaltnng durch den König erfolgen. Dem, Wunsche der Stadt Ehenmitz, daß auch ihrem Oberbürgermeister ein ständiger Sitz in der Ersten Kammer ein- geränmt werdell müßte, ist stattgegeben worden. Desgleichen wird im .Hinblick auf die Bedeutung der technischen Wissenschaft auf dem Gebiete der Estsetzgebnng sowie anck der Technischen Hochschule in Dr'eDen in derselben Weise lvie der Landesuniversität Leipzig ein Vertreter in der Ersten Kammer zugebilligt werden. Inwieweit der Eintritt von Abgeordneten in die Erste Kammer ans Grmld von Wahlen erfolgt, hat die Regierung Grloicht daraus zu legen, daß diese Waplen nicht auf begreltzte Zeit, sondern enu Lebenszeit erfolgen.
Der neue Personen- und Gepückranf.
Berlin, 29. Dez. Die Generalkonferenz der deutschen Eisenbahnen hat dieser Tage in Berlin den künftigen deutschen Personen- und Gepäcktaris nach den Vorschlägen des llntcrausschusses der ständigen Taristont- mission genehmigt. Falls keine Einsprüche erhoben werden, soll der Tarif zum 1. April «eingeführt werden. Man darf wohl annehmen, daß bis dahin die jetzige Verdoppelung der Fahrpreise in den Schnellzügen ihre Aufgabe erfüllt haben wird, so das; die Reisenden der Schnellzüge den neuen erhöhten Tarif als eine wesentlich? Erleichteruilg empfinden wer-
Jnduftrie durch freie Vereinbarung schon am 30 . Oktober zusammengeschloffen har, berufen.
*
Karlsruhe, 29. Dez. (WTB. Amtlich.'» Bei heute nacht exsolgten Antzriffen feindlicher Flreger auf Lahr sind Personen weder getötet noch verletzt worden. Einiger Schaden an bürgerlichen Wohngebäuden wurde an- gerichtet.
M ü n chc n, 29. Dez. (WTB.) Die Korrespondenz Hofs- mann meldet amtlich: Der Ministerialrat im Mrnisteriuw des Aeußern Dr. Gustav Rohmer wurde ab 1. Januar zum stellvertretenden Bevollmächtigten Bayerns zum Bau- desrat ernannt. Er wird seinen Wohnsitz in Berlin nehmen. Seine Aufgabe werde in erster Linie darin bestrhen. im Bundesrat die bayerischen Angelegenheiten auf dem Gebiet von Industrie, Gewerbe und Handel zu vertreten. Dem neuen Bundesratsbevollmachtigtcn ist der bisherige Syndikus der Handelskammer Nürnberg und nunmehrige königliche Regierungsrat Dr. Joses Gunz als Mitarbeiter bei der Vertretung der bayerischen Jirdustcie-, Gewerbe- und Handels- interessen in Berlin beigegeben.
den. Man wird also vom 1. April an in den Personenzügen für das Kilometer tu bei» vier Klassen 2, 4—8, 7—5, 7 und 9 Pfennig bezahlen. Für Schnellzüge wird ein Zuschlag erhoben, der in der 3. Klasse bis 75 Kilometer 50 Pfennig, von 76 bis 150 Kilometer 1 Mark, von 151 bis 350 Kilome 1.50 Mark, für längere Strecken 2 Mark und in der 1. u 2. Klasse das doppelte beträgt. F e r i e n s o n •* derzüge tu fielt 3. K lasse 2 P fg. das Kilometer, 2. Klasse 3 Pfg. Für G e s e l l sch a f t s s o n d e r z ü g e werden dritter Klasse 2Vs Pfennig, zweiter 4 Pfg. und erster 6 Pfg. erhoben; für das Kilometer sind mindestens 6 Mark, im ganzen mindestens 150 Mark zu entrichten. Es find 3. Klasse mindestens 240 Fahrkarten, 2. Klasse 160, und in der ersten 100 zu lösen. Angehörige der freiwilligen Kriegskrankew- pflege zahlen 3. Klasse den halben Fahrpreis mit 25 Kilogramm Freigepäck. Die G e p ä ck f r a ch l wird sonst durchschnittlich um 40 v. H. erhöht. Die Mindkstsracht für Fahrräder und Gepäckschein beträgt 60 Pfg. Die Aufbewahrung von Gepäck kostet für die ersten beiden Tage zusammen 20 Pfg., für jeden folgenden Tag 10 Pfg., ebenso für jedes weitere Stück. (Frkf. Ztg.)
Neue Amtsbezeichnungen für Oberlehrer.
Berlin, 29. Dez. Durch einen Erlaß des UmerrichtS- ministers werden der „Germania" zufolge für die vrcußifchen O b e r l e h r e r ne u t A intsbezeichnunge n eingeführt. Die Kandidaten des höheren Lehramts und die nnfsenschaft» lichen Hilfslehrer führen fortan den bei den Justiz-, Berg Forst- und Pvstbehörden üblichen Referendar- und Assessor- itel. Die geprüften Philologen also, dte ihr Seminar und Probejahr durchmachen, werden jecht als „Studienreferendare", die wissenschaftlichen Hilfslehrer als „S t u d i e n a s s e sso r e n" bezetchnet. Dtt Oberlehrer-Titel bleiben, dagegen werden die älteren Oberlehrer nicht mehr zu Professoren, sondern zu „Studienrätcn" ernannt. Aeltere Professoren und Schulleiter werden wie bisher auch weiter den Titel „Geh. Studiencat" erhalten, während der P r o f e s s o r e n t i t e l nur ausnahmsweise für be sondere wissenschaftliche Leistungen an Airgehörige des Ober lehrerstandes verliehen werden wird.
Die Herstellung von Ma»ga ine und Kunstspeisefett.
Berlin, 29. Dez. (Amtlich.) Der Bundesrat hat am 22. Dezember eine Verordnung erlassen, durch deren 8 1 die H e r st e l l u n a von M arg a,r i n e und K u n st s p e i f t fett nur denjenigen Betrieben gestattet wird, denen der Reichskanzler oder die von ihm dafür bestimmte Stelle die Genehmigung dazu erteilt, und deren § 2 jeden, der den Vorschriften des § 4 zuwiderhandelt, mit Strafe bedroht. Durch Ausführunasbestimmungen vom gleichen Tag hat der Reichskanzler den Margarine-Verband (Verband der Margarine und Speisefette) G. m. b. tz. in Berlin als die für die Genehmigung zuständige Stelle bestimmt. Wie bei anderen Industrien hat sich auch bei der Margarineindustrie eine Zusammenlegung der Betriebe als iwtwendig erwiesen. Sie ourchzuführen, erscheint der „Margarine-Verband", zu dem sich die gesamte deutsche Margarine-
»tt* Stadt und Tand
Gießen, den 31. Dezember 1917.
** Kalender für 1918, Zum erstenmal feit einer langen Reihe von Jahren sind wir leider ni'cht in der Lage, unseren Le ern den kunftlerich .'n Wandkalender als Rcensahr»- grutz zu übermitteln. Infolge der Papirrtnappheit hat die Kriegswirtschattsstelle für das Zeitmigsgewerbe den Zeitungen verboten, in dttfem Jahre ihren Beziekvrn Kalender kostenlos zu liefern.
*
** Auszeichnungen. Daß Eiserne Kreuz 2. Kl., früher die Hffjsjsche TavferkeilSmedaillc, erdielt der Kriegsb-eschädigt« Unteroffizier d. R. Karl Gail von hier. Das Kriegsehrviueichen wurde den Hochbauanifthern Hühner und Heller r^rliehen.
** Ä u t t e r a n s g ,a be. Wie das LebenÄntttelccmt mttteilt, ist iniolge der Feiertage eine Verzögerung in der Butterbelieferung elnaeweten. so daß die übliche Ausgabe erst mit bent 2. Januar beginnt. E-5 erfolgt lncrüber noch eine nähere Bekanntmachun-.
** Doli z eistu n d e. Wir werden darauf aufmerksam gemacht, daß bis zur Stunde für Gießen noch keine Verfügung über die Berlängcrurlg der Polizeistundc in der Silvesternacht erlassen ist. Falls im Lause des heutigen Tages . keine andere Bestimmung getroffen wird, haben somit Wirts- betriebe lvie gewöhnlich um 11 Uhr abends zu schließen, anderenfalls sie sich strafbar machen.
** Verkauf und Alrbr e n n e u d o u Feuerwerk s* örpern v e r b v t e n! Es lvird cindringlichst oaran' aufmeLk-» am genmckck. daß aas stellv. Gmerallonnnrndo des 18. Armee- wrvs den Verlaus und das Mb rennen jeglicher Art von Feuerwerl störpern. NDzn auch bengalische Zündböl^w t>n rechnen sind, auf Grund des § 9 b des Gesetzes ltber den Betimernngszustand verboten har und daß Zuwiderhandlungen gegen das Verb.n streng bestraft werben,
At ilitä r- und G ü t c r z Ü g r. Wttdertzoltc Zcklstungen :aben ergeben, daß überall inr Reiche weit über 50 v. H. des Ver- ketws auf das Militär kommt, in Bayern z. B. 60 v. H. Die Eisen* lühnverwaltungen sind sich daher, wie die ..Tägt. Rdsch." schreibt, schlüssig geworden, sür die Zeit der Zugemrchränkungen die Güter- üae zur Beförderung von Milrtärpersonen ioeürnge^n. Dieser Be- chluß konnte ^uttürlich nicht einseitig allein von den Eisenbabnver^ waltungeir gefaßt werden, es fwarrn btt den Besvrechitngrn auch die .^rieirsmntsstrlleir und die MilillttveUvattmegen ^ r Rstuv- grtnaü wird sich diese Ansnuhntz-e nur arff solche MitttarverjoneN äusdebnen lassen, sic brsliminre Renten regxlniäßig zu whrnt hoben- darauf deutet dir Tatsache hin, daß für die Benschung der Gütern züge durch Militär nur auf den dcamAr lautende DanerkarlM ausgestellt werden dürfen.
** L4 chtspirlhaus Bahnho 5 str. 34. Der Fil,n ^Gefangene Seele" wttb nur noch einige Tr ge vorgeWnn rriehe Anzeige.
Landkrei-S G!eben°
** Heuchelheim, 31. Dez. Das Eiserne Kreuz 2. Elaste cttnelt der Wehrmann Will». Kehr. > -
** fi lein - Linden, 31. Dez. Die Goldene Hlnhzeit »'eierten! am 2. W bnachtsseiertag die Eheleute Philipp R eu» ck t ing.
Krrls Schotten.
^ Schotten. .30. Dez. Der Kreisrag erklärte irch arnnb- sätzlich »nit der Errichtung einer Sammellvw'enmttstertt durch einsr .llnttrnehn»er und der Leistung einet» Ialw^beitnrgs zu den Betriebskosten einverstanden. Die Verhandlnngc,: mit einen» llirttr- nehmer »vcrdcn sofort ausgenommen. — Für aas Rechmmgsiahr 1917 wsurde der Haushaltsplan der KreMnffe von dem Kreistage in Einnahme und Ausgabe aui 206 465 Ml. icstgesetzr Tie llnrer» Haltung der Kreisstraßen ^ordert im I-abrc 1918 oeenn^'ichtllch 101550 M. O
Hessen Nassau.
----- Frankfurt a. M.. 30. Dez. In der Vteichstraßr murde an» Samstag ein von» Frankfurter Verband für MttvSstütsvrga errichtetes Verwrgungshnn» für alte alleinsrehmde Fwuan ew öffnet. Die Errichtung eines Män»»erdttms ist gleichfalls in Aus-, sicht gnwnnnen. Die Einrichtung bitter Anstakten dar» atv eine „Neuorientierung" für die. Stadtvenvaltmrg nm deswillen aiv- gesehen werden, well sich hier dis Stadt imd d»e tirchlichL Diakvni« jum erstemnale zu gemeinsamer Arbeit zuiamme»»mnden.
^ Frankfurt a. M., 31. Der Reiseverkehr nur d°üv Bahn ist »unvermindert stark Viele Reisende müssen »vegrn Matz- mangels ivätcre Züge benufp-.n. So nutfe-M aus dem D-Zuge nach Berlin Samstag abe»»d 300 Reisende im hreftgeu Pahnho»ü zu rück- bleiben.
mr. Frankfurt a. M., 30. Dez. We^en aänllich unzureichender Belieferung mit Kohle»» »mrßttn d»e städtischen Bäder bis Mm 16. Jawrar geschlossen Norden. Außerdem erhalten sämtliche gewerblichen Betriebe, außer denen der Lcbensmittttvettor^ gnng. bis aut weiteres kein Brermmaterial.
— Hünfeld, 30. Dez. Im Felde verstarb der im Kreise bochgeacktetc Freiherr Sigmunb von S e ck e n V o r f f - G n t e n H^r aus Buchenau. Obentzetm und Unterdemste.tten. Ein ttagi- sch es Geschick »ügte es. kaß zrvei Tage nach de»n JÄfbc des Frerherrn diesen' der Stau»»»kalter geboren wurde. Bei der fetzt in der Bnckenaue'- Kirche erfolgten Beisetzung der Leiche wurde das neu- geborene Söhnchen am Sarge getauft. Der Verstorbene hat sich un» die heimische 0^eschich1sforich»:ng bleibende Verdieirste erworben.
»Neteoroiogische Seobachtungen der Station Elchen.
Wett,»
Höchste TemperLtur am bl» 30. Dezvr. 1317 Niedrigste ^ , 1ÖI7
Nlederichlag 0,
Himmel
= + 1,7*0.
«■- 04*c,


