O^enitH Wftrbot nicht chren Auf aufs Spiel setzen, wenn sie nicht die Gewiehert des Gelingens besäßen Das Blatt fordert, 'nNS die Maxim allsten nnrNich Verräter seien, solle man sie entlarven, andernfalls soll man ihnen erklären, vaß die alliierten Regierungen einen gerechten Frieden walten und Rußland durch Sonderfrieden eine nutzlose und imbdfooüe Handlung beaehen- mftcbe.
^arrait abberufen.
Amsterdam., 19. Dez. (WTB.) Reuter- berichtet aus Athett dom 15. Dezember: Die Blätter melden die AbberusungSar- r a t 1 s. Nach .olger sei .General G u i l l a n m a t. Sarrail sei für ernenlöl.-ren haileu bc nimmt Ferner cvird.remeldet, daß der ^ranzosi^ich^ 'Admiral, der da-.- löesckprader der Alliierten im Aegät- sckv.'n Meer beselige, durch Kontreaduttval Fatu ersetzt worden sei.
* . *
Portugal.
Genf, 20. Dez. 'WTB - „Temps" mE.cms Lissabon, daß cne Gestüten Großbritanniens und Frankreichs, sich der tatsächlich.:i Lag? anpassend, sich mit Sidonio Pa es in Verbindung ,n . ,: fahm. Diese tatsächliche Anerkennung, der- sich ?\Ü7 ^ -Italiens intb Belgiens aufchloflen, sei nnerlsß
lich, um di? Wege zur förmlichen Anerkennung vor;«bereiten. Si- WNliio Paee ergreiie. alle sich ilrn bietenden Gelegenheiten, um b-eti Entschluß Portugal.- zu bekräftigen, 'den >brieg gea>m Deutschland •i mrt,; tnVfu'u.
Deutsch-Neuguinea.
Berlin, 20. Dez. (WTB.) Den; Vernehmen nach ist der W« wr Krteg^iusbruch im Sckmtzgebiet mm Teutsch Reu guinea tätige GelMU' Olxuregienungsrat Haber zürn <&>u> t>cmnn: dieses L>chu tzgevielies vom Kaiser eritannt wochen
Die Schwei; und Amerika.
Beru^ lö.^Dez. Meldung der Schweizerisck)en Depeschen- ^genrur. > Das schweizer Bolkswirtschaflsdepartement teilt mit:
Bundesrat genehmigte am 5. Dezember das in Paris zwilchen den schwerzerischen Unterhändlern und den Delegierten der Vereinigten Staaten abgeschlossene Abkommen. Durch die Erklärungen der amerikanischen Delegierten wird der Schweiz die ^.teferung ihres notwendigsten Bedarfes an Brotgetreide, das in den letzten Monaten nur in ganz ungenügenden Mengen ncrnnkam und dessen Belchafsirng zu ernsten Befürchtungen Anlaß gab, zngenchert. Das amerikanische .Kriegs Handclsaml bat die Garantie übernommen, der Schweiz bis zur nächsten Ernte 240 000 Donnen Brotgetreide zu liefern, wovon Zweidrittel bis Drei viertel Weizen fern soll. Alle zwischen der Schweiz und den Staaten der Entente getroffenen Vereinbarungen, namentlich auch die bestehenden und künftigen Kontingente der Svci6ts de Surveillance Lauste und die sonstigen diese Gesellschaft betreffenden Bestim "^u gen werden von den Bereinigten Staaten anerkannt. Amerika wrrd künftig tn bte internationale .Kontingentskommission in Paris und in die ffir den^Berkehr zwiscknm den Regierungen der Entente stauten und der S. S. S. bestellte interalliierte Kommission in , - ™ J c . cmen Bertrerer entsenden. Für die wichtigsten Waren, htnstchtlich welcher die Schwei' auf Amerika anaewiesen ist, wnr den spezielle amerikanische .^Kontingente vereinbart, in dem Sinne das; das amerikanische .Kriegshandklsamt im Rahmen dieser Spe' zirukontrugenle die Ansfichrdewilligungen erteilen wird, soweit dw eigenen Bedürsmfse Amerikas und seiner Alliierten dies »Massen Die amentan,scheu .Kontingente werden berechnet vom L* PJf^J 9 . 17 '!?• ^p^nber 1918. TaS Kontingent
2^- ftosaen 300 000, für Hafer 120 000, für s^rstr 31500, für Mms 440000, für Oelkuchen 46 000 und ür ;4n*r 60 000 Tonnen.
Weihnachten im deutschen Vichterhause.
Die rrautzportfchwierigkett der ««erttauischen Armee.
Berlin 18. Tetz. Die Schwierigkeiten bei den heutigen Transport Verhältnissen, größere Truppenmassen nach Europa tzu werfen, beleuchtet Major Hoffe in einer Broschüre „Das Eingreifen, der Vereinigten Staaten in den Weltkrieg", Berlin 1917, durch folgende interessante Berechnungen: „Senator Calller, Thef des Schweizer Transportamtes, der wegen Vermehrung der Schweizer Ueberfeczufuhr im Juli 1917 in London war, hat auf Grund dieser Besprechungen den Transport mittet bedarf einer amerikanischen Ar^ mee aus 2'/^ Mill. Reg.-To. bereckmet, wobti freilich die Stärke dieser Armee nicht angegeben ist. Nach anderen Angaben vermag die gesamte Uebersee-Handelsflotte -2,8 Mill. Reg.-To.) der Union nicht mehr als 250 000 Mann zu befördern. Für eine Armee also, die unter einer halben Million -urückbleibt, brauchen die Amerikaner, selbst wenn der Schiffsraum aufs äußerste ausgenutzt wird, und die Schiffe aufs sorgfältigste und gründlichste für die Militärtransporte hergerichtet werden, mindestens 2 l /o Mill. Reg.-T. Für die Fahrt find einschließlich der benötigten Zeit zum Eit^ und Auslat<en, zur Rückfahrt und Wiederinstandsetzung der Sästffe durchschnittlich etwa sccl>s Mocl-en zu rechnen. Somit würde eine Flotte von 500 000 Reg.-T. bei fünfmaliger Fahrt zur Ueber- führung dreißig Wochen benötigen. Nehmen wir an, daß diese 500000 Reg.-T. jetzt zur Verfügung ständen und mit der Verladung bereits am 1. November 1917, zu einer Zeit, wo die Armee erst im Werden begriffen ist, begonnen werden könnte, dann würden eine ungestörte Uedersührung vorausgesetzt — die letzten Staffeln erst Ende Mai 1918 auf dem eulvpäiscksen Kontinent eintreffen. Hierzu kommt die Aufgabe, 400 000 bis 500000 Mann mit allen ihren Erfordernissen an Nahrungsmitteln, Kleidung, Gesct/ützen, Gesckwssen, Flugzeugen, Kriegsmaterial und den zablreickum andern für die heutige Krtegs- führung unerläßlick-en H.lssmitteln, z. B. Bahnmaterial, dauernd zu versorgen. Eine ameriHrnisckx Armee von 400 000 bis 5000 000 Mann würde sonnt, selbst wenn sie mehr als die englische aus Fraukreicks. entnelpnen könnte, doch dauernd mindestetts 1,2 Mill. Reg.-To. Sch ffsraum zum Nacktzchub benötigen. Bei einer Teilung der Uebersührung der Armee, nach) obigem Beispiel, würden also sofort für den Nachfch.tb der ersten Rate 240 000 Reg.-Do. sesigelegt tverden müssen, und diese Zahl dauertrd weiter bei jeder folgenden Rate. Zur Uebersührung nennenswerter Teile benötigte Anterika millstn von Anfang an rund */* Mill 'Reg.-To. Schiffsraum. Nach Maßgabe der Ueberführuug würde diese Zithl sich bis zum Sommer auf über 1 Million Donnen erhöhen. Tiefer Bedarf wäre dauenrd lediglich für Zwecke des amerikanischen H<eces feffcgcleg't und käme für keine ändere Berlvettdnirg mehr in Frage. Dazu käme der Bedarf der Flotte, die ja bei der Uebersülwung mitzuwirteu. hat. Die Höhe dieses Bedarfs ist in den Verhandlungen des Kongresses ans 2,3 bis.2,5 MN.-Reg.-To. angegeben worden, vielleicht wird er geringer sein. Diesen gen»altigen Anforderungen steht ein Be!'.and gegenüber von 4,15 Mil. Reg.-Do. am 1. Januar 1918.
Ein Vergleich des Bestandes und des Bedar's ergibt ohne weiteres, daß Amerika garnicht in der Lage ist, diese großen Schiffs- rcnrmmengen auszubringen. Ist doch sckwn ein großer Teil der wne- rikanisss^n Flotte für die Verf-rrming d^-r Engländer mid Franzosen mit ftta-vii'a, rial und Lele. ismiltel .«estgelegt, bn Rest für die eigen Haft fast unabkömmlich. t würde jedes Schiff,
das Amerika für Milltärtransvorie ver.'vendel, die Not in England und Frankreich) r>ecstärchm und diesen unentbehrliche Bedürinisse zuni Leben und zum Kriegsüs-ren entgehen. Englische Pressestimmen äußern denn auch schon starke Befürchtungen, hie Amerikaner könnten für ihre Tnrpprittransvorle die «England so wichtige Handelsflotte zu s-ehr in Anspruch nehnen. Im Frühjahr 1918 erkalten Enhlcnrd und Frankreich mir 40 bis 60 Prozent der Mengen, die fie an ?Nunitvon imd LebenÄnitteln notwendig haben. Dabei jst zu.beacksten, daß bei allen. Bevechrrungen dos Schiffsraums für Englan.d und Frankreich bereits mit dem deutschen gekaperten Sclnifsranm «und d.ni Nenbanten in Anverika gerechnet ist. Tie Höhe
der letzteren wird im günsrigen Falle auf 125 000 Regi-sterronnv, stn Monat ni'^emnmnen werden können. Wie will da Amerika Transportmittel aus der Welvwrmage decken?"
Die Lage in Ruhland.
Die Kämpfe um Ldefla.
P e t e r s b u r g, 20. Dez. iWTBs' Meldmig der Pewrsburg«' Telegraplienagenttir. Ter Berickisersdatto)' des „Dien" teleg ravhirrt Tie Kämpfe um Odessa geben weiter. Unter denr Druck der Vertreter des Panzerkveuzers „Sinope" iuld zweier Kreuzoc, frü- auf seiten der Bolschewiki stellen, nahm die Sitzung aller mu^lnrgrr^ Organisationen eine Enrsckstietzung an, nronach die gesamt-, !>'-ewast in die Hände der Bolsck«wiki und der Rada übergehr.
KriegSzttftand in Petersburg.
Petersburg, 20. Dez. (WTB.) Reutermeldung. Zu P < > ters b urg wurde der Krie gs zu stand erllärt. Alle Verfam«. langen asch den Straßen sind verboten: alle Plünderungsverfuch-
werden obne vorherige Warnung mit Maschinengc-ivrbren unterdrückt. Niemirnd darf nach 8 Uhr abends ohne l^esoirdere Erlmtbni- die Straßen betreten.
Die Wahlen zur verfaKnnggcbenden Versammlung.
Petersburg, 19. Dez. < WTB. - Meldung der Petersburger TelexsiM-ben Agcnttir. Der Ausschuß füi die Wahlen zur wx^ sassunggebenden Berscunmlung bringt Angaben über die 365 Mi! glieder'. Bon diesen sind 105 Bolschewiki, 192 revolutionäre Sozialisten, 2 Menschennki, 8 ukrainische R^-vvlntwnare, Sozialntru und Sozialdemokvnten sowie 11 Kadetten.
* las dem leichr.
Bimd^sratshe-chlüsse.
Berlin, 20. Dez. -(WTB.) In der heungrn Sitzung des B u n d e s r a t s wurden angenommen: Entwürfe: einer Bekanntmachung über die Geltendmachung von Ansvrüchen von Personen, die ihren Wohnsitz im Auslande haben: einer Bekanntmachung, betreffend die Fristen des Wechsel- und Scheckrechtes für Elsaß-Lothringen; der deutschen Arznei- taxe; betreffend die Aenderung der Bekanntmachung über Säcke vom 27. August 1916; einer Bekanntmachung über die Wiederherstellung der Lebens- und Krankenverschernngen: über die Ausprägung von Denkmünzen anläßlich der Goldenen Hochzeu des Königs und der Königin von Bayern: über die Ausprägung von Denkmünzen anläßlich der Refor- mationsfeier 1917; über die Gewährung von Reichsmitteln zur Unterstützung der mindebemitrelten Bevölkerung zweck.- Kohlen: betreffend die Ergänzung der Bekanntmachung vom 10. Mai 191 Silber die gewerbliche Verarbeitung der Reichs münzen usw.
Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" teilt mir, daß die Meldung, daß Staatsminister Tr. Delbrück an den Friedensverhandlungen in Brest-Litowsk teilnehmen werdtt auf Irrtum beruht.
«
Berlin, 20. Dez. (WTB.) Die volkswirtschaftUchc Abteilung des Kriegsernährungsamtes hat sämrluÜL Kriegswucherämter der Landes-, Provinz- und Be zirkspreisprüsungsstellen telegraphisch ersucht, die Preise für Weihnachtsäpfel und Weihnachtsgebäck einer Prüfung z« unterziehen.
J^krat bk weihevolle Stimmung unseres innigste nt md tvau- Fesles selbst den m'tchbwnstm Psstlister unwidrrstchlich in ttwm Bann ;ucht, um mimd stärker nmß dann nickst der Zxnrber des WeÄmcktSsestes auf die Dichterseelen wirken! Ten Dichtem ift die Feiern«äst Mw Lynrlwle geworden, darin mit dem Vertrautesten sich das Geheinmisvollstt verband und in dem Enqsten und Nächsten das Weiteste spiegelte. Dü' ^veihnacknen unserer Dichter stellen jo gleich,am eine gesammelte und erhöhte Form der deutschen Christstzier vor. und es hat einen eigenen Rtstz. i'c<* Dickster -zu Dichter sckweirend tzar beobach en, wie sich ihre Wejlmachtt' tzerer im Wandel der Zeiten geistaklet har. Am Hir-schgral^n zu Frankfurt, >vv der ,,mge Wvlfgang Goethe l>ermrwuchs. gab es all jährlich eine stattliche WeihirLclstsies'ch.-rung; freilich saß, inan noch rnckvt nur den Tannerrbamn, lstwumi, denn den kannte man damals Mu Fmnttnrt nickt, ivvhl abxr brannten die Wachsstöcke, man schnmuste März-ipan und anixnv L^kereien, nste sie Frau Ai'a mich u !, irster al!,älnru )n Weil/'achten ilnem .Hätschelbans schickte
Zuckern»err suche ,re selbst aus. „Nun nnrß ich diesen Mittag selb,t zum .^ondstvr, um das Zuckerwerk Mrszufuchen. denn übermorgen gebt der letzte Pvstwagerr vor Chri'sttag ab", so heisst es tn einem ihrer Brie re. ^Jänn und wo Gt.xchi^e den weihnachtlichen: Tccnrrenbamn keimen gelernt hat, lässt sich nicht mit Sichnlieit ^g.n: m Wetzlar, wo er mit Charlotte Buff und ihrem Dräutigarn Dmner zusammen das LlKilTmrchtssest beging, brarmten sicher die Ltchter ich-vn am Tannenlrmrm. deim die berük)mte Äkelle in, „Werthec-' widerst', wo twn dein äufgeputzlen Baume mit Dachs-- ItcM'ni, 8nck:nverk und Ackpfeln die Rede ist. der die Kinder 7N paradlesisüv Erstickung versetzt, geht auf die Weistarer Zeit Urrück.
Für Goetbe fafam der Weilmachtsbaum nie die Bedeuttmg, me er später erlangte, da sich cur ihm keine Kindbeitserirmerungesk vnwsten: aber gerade durch die Stelle im Werrüer hat Goethe weieirtlrch dazu bergettagen, die schöne Sitte in Deutschland zu verbreiten. Welch tte>n Eindruck die Wetzlarer Feier der Weih- nacku aus ihn gcnmcht hatte, zeigt sein Frankfurter Weihnachts- brres an Kechlers aus dem Jahre 1772. „Als ifh ärber den Markt ging und die vielen Lichter imd Spielsachen sah. dacht ich an Emh und merne Bnvens, nne Ihr ilmen kommen würdet, diesen Augen- C bnnmlstcher Bote mit dem blauen Evangelio, mrd wie mrfgerollt sie das Buch erbauen werde. Hätt' ich bei Euch sein künneu, rch hatte wollen so ein Fest mit Wachsstöcken illuminieren bau tu den ttetnen Köpfen ein Widerschein der Herrlichkeit des Hrinmels geglanzt batte." Scknller sah in seinem Elternhause N. ^'chnacksteti auckr keinen ^annenbanm: die äußere Feier des Ehrisstestes inag mit der des sungm Gttethe große Aehnlichkert «gehabt haben; ent später. nwhn'ck»einlich m Dresdert. lernte er
den Zauber des Wcibnachtsbartmes kennen. Später — 1793 _
bat ihn sein Jugendfreund Hoven einmal zu Weihnacksten besnckst- L-cknUer hatte damals noch keine Kinder, hatte sich al>er dennoch etnnr Wethnacht-^baunl ausgevtrtzt und mit allerliand Leckerwerk behängt Zur Erklärung sagte er: „Ick erimtere mich meiner Ktndhett und treue mußt, die Fretrde meines Sohnes zu antizö Meren. Der Mensch ist mtr einmal m seinem Leben .Kind, ,rnd er
S?J J tr ben ' ^ n ^kine Kindheit auf ein anderes fort- geerbt hat
.. .fnt ZÄNsrS Md G«th^ Tagrn jft aNmMich in den Mit«, ömrtt der 2BeiI;iintf:li>fetcv 1*1 Wrih-nncht^barmi Tdeodvr
v^ttrrm bffloitJi iml mrrrr Writz»mt«^irr inir man mit t>bel<rrt «rlksc weife, jffon läge nor &t4iä*en: et und seine waren nach iciticm eioBnot Andrucke „alle große Weth- m«Vsmcmner 3nwm tzuse „werbnachtet cs sehr"; taae- ut>ttt5. als Kisten packen trnd Pakete wachem: Wethnachtsbriefe werden zu dem „nvig umgett Kind he its feste" V nmn „ ^ ,alle Welt gesckticL. hie „breitästtge, zwölf
Fut; hohe Tcume ^ücl,t lange vor hem Feste bereits int grosztnz Zimmer, mtd 'ür -sch'.nnck wrcd angebracht: der goldene Märck-en. zwe:g. d^' Lrauben bü ck ic des Erlenfamms, große Fichtenzapfrm und em paar lebmsgwf.e ä-ceit^h cäbtt (atts Paprermasckiee) flam- mmt infr an. wahrend zwn Rv^hbüen neben ihrem Nest mit Ctnm un Tannengrün sitzen. Tie arckommenden Pakete mit Pfeffer» twini, Marz.^-rn inro anderen teeftent Dingen müssut atuwarft
werdett, bk Gesckretcke, häufig Bücher mü denen Sdvrm unter a idevcn mch sch selbst besckstmtt. werden besorgt, und trenn endlich der Weih «ckststag da ist, geht «?S erst m die Kirck«. um zu „hören, toas unser' Pastor sagt, die Krcker singen mehrsttmmig. die beiden l>ol)en Tannen am Altar brermen. Das Gehört dazu, Darrn bremrt der sck>önere Baitm zu Hause". Nach dem Alvndessen kommett die Vertvandten. und ma.n besästießt dcis Weihnachtssest mit „einem Glas nordiscl)en Punsche". Eine gewisse Aehnlickkeit mit Stvrin weist Seidel hei sein,er Weihrtachtsseier auf: auch er schmückt selbst den Taunenb»rum mit g-coßer Liebe und entzündet die Lichter eigenhändig: es müssen Lichter aus reinem Bienenwackrs seiit, itichk solch- aus Kuttstwack-s, das „nach fünf Min titelt kein Mckgrat meln l>,rch utkd tvie ein betrurtkerter Jockei aus dein Zweige sitze"; als besonders verwerflich stellt Seidel es dar, daß cs Leute gibt, die Ätcarinker'zen gcbrauck>en und dem Buum Lichter halt er in den Stamm bvh.en. Jst der Baum bei Seidels mit Schmuck und Leckererem crusgeptitzk. so beginnt die Be- sc^ierrmg: lehrend die Mutter Wrthrrachtslieder spielt, sitzt der Dichter schoeigend im Lehnstuhl. Plötzlich öffnet sich die Tür, und es slnigt ein .^Julklapp" herettt, ein Ueberrasckiungsgeschmk. Und wenit die Lichter am WeihnachtsSb.ru me verlöscht sittd. hält Seidel nock) eine kleine Nachfeier ab: er nimmt feine Kinder an die Hand und geht mit ihiten dttrcb die stillen Sttaßen, um durch die Fenster die fremden ReikinachtÄstlttme glärczen zu sehen. ..
*
* Eine Mercator-Karte vor Mercator. Das Jahr 1569, in dem die Weltkarte Mercators erschit-n, aus der zum ersten Male die Mercawr-Projektion angewandt war, k)at für die Geschichte des Kartenwefens große Bedeutung, ja es gilt als das Jahr der Reform der Landkarten. Professor Dr. Trecker (Dorsten) hat nun jmrgst eilte Arbeit über den Nürnberger Kartenzeichner und Kompasvnacher Erhärt Etzlanb veröffentlicht, in der er den büttdigett Nack^oeiS führt, daß um das Jahr der Geburt Mercators (1.512) die Mercalor-Projektion mit den wachsenden Breiten bereits bekannt war. Professor Ernst Hammer ^Stuttgart) fasst in „Petermmcns Mitteilungen" die Dreckersche Beröfsent- lstchung krittsch zusammen. Dreckr hat nachgetoiesen, daß von Erhärt Etzlaub, der üvrtgeirs in der Kartographie wohlbekannt ist, ein Kompast stammt, der aus dem Jahre 1513 dattert ist. Unter Kompast verstand man tragbare Sonnenuhren, die mit Bussolen verbunden waren; gewöchrlich handelte es sich dabei nicht um eine einzelne Soimenuhr, sondern um verschiedene, miteinander kombinierte Snsteme. Das JnstrumeM aus dem Jahre 1513 zeigt mm auf der Außenseite des Deckels eine Karte, du vom Aeguator bis zum Polarkreise reicht: ihre Länge geht vom Meridian des Westrandes von Asrika auf ettoa 60 Grad gegett 0 Grad: Süden ist bet ihr. wie auf allen Karten Etzlaubs, oben: links und rechts am Kartenrande sind die Breitengrade mtgegeben. von fünf zu, fünf beziffert, und zwar zeigen diese Breitengrade die für den Mercatorenttvurs eriorderticken Vergrößerungen verhältnismäßig gencnt. Aus der Karte sind 132 Städte- und Jnselnamen eingetragen; sie diente als graphisches Berz-eichtris der Polhöben. Warum mm hatte sie die Bertgrößertmg der Breiten? Für ein Pol- böhenverzeichnis ist dies ganz tmnötig. Die Erklärttng für diese Mlsfällige Tatsache ist wohl, daß e§ sich hier nicht um die erste Anwendung dieser Projektionsart handelte, sondern die Karte war nur die Kopie emer anderen, die zu anderen Zwecken eTttworten war. Nun findet sich bei dem Instrument die Jahreszahl auf der Uhr, nicht aber auf der .Karte, so bafa es möglich wäre, daß die ^arte später, also nach 1569, hülzu gefügt ist: dagegen sprechen die Gletcharttakeit der Schriftform bei Karte und Ubr, und völlig entkräftet wird dieser Einwand dadurch, daß Trecker eine «rnderc Karte Etzlattbs nachgewiesen bat, die die Meroator-Prviektion ebenfalls anwendet und vom Jahre 1511 dattert ist. Sicher ist demnach, daß nmd sechs Jahrzehnte vor Mercator« fötrte die Verarößerung der Breiten bereits bekannt war: daß Etzlaub das Verfahren erfunden hat, läßt sich nicht mit Besttmmtheit be- haupten, und mss alle Fälle bleibt es schwer verständlich, warum das Proiektwnspersahren nicht bereits im Anfänge des 16 Jahr- ^derts stch werter verbreitete und wie es bis'zu Mercator m voutge Dergesienheit ^n-atett kormte.
Der Brand im s chleswiger Stammschloß, des Er raren Ntkolaus. Uns wird geschnebm: Bor wMigc^
1 Tagen ist Schloß Javotschin im Posen scheu mit seinen Kunstschttm ^ abgebrannt, da kommt aus Schl c-wic^HwIstem die Kunde, dsf Sckstvß Gottorp, eines der ehrwürdigstmt Schlösser unsnrr Nord mark, von einer Femrsbrunft l-eimgesucht wurde. Schloß Gvttorv, Ech >Gvttvrf ges!äh:ieben, liegt aus einer .Insel der Schlei, die durch zwei Dämme mit der Stadt Schleswig verbunden ist. Dar Schloß war ursprünglich Bisckzoßssitz. dann Residenz der Herzöge luich von 1713 an der Sitz der dänischett Statthalter. Seme gegenwärtige Größe dankt der Bau düm König Friedrich IV. wrt Dänemark. Seit 1850 wurde er teils als Kaserne, teils zu Buraau- zwecken von der Regierung benutzt. Ueber dem stattlichen schloss« lag ein Sckmtten fml/mr Herrlich'^öt. M ifl die Wiege des gleichnamigen Fürsbeirgeschleckzhs, aus dem die Beherrscher des russischen Riesenreick-es kxnvvrgegangeu sind. Jedenfalls ist es ein eigener Zufall, daß just, j.n dem Jahre, in dem das russische Zarentintt zusccmntenbrach, auch sein Alpten schloß der Vernichtung anheillb- siel. Einen letztzen Albglanrz- einstiger .Herrlichkeit blieben m Schs)ß Gottrop die prack?rvvl!eit Holzsclmitzervven im Renaissancestil, der in der Schboß^Lpelle erhalten geblieben Md zu den schönsten derartigen Arbeiten im ganzen Os^iegebiet gerechnet wurden.
vüchettisch.
— Cvtta^sche Handdtbliothek, Hauptwerke der schonen Literatur in billigen Einzelausgaben. Nr. 197—202. Preis 40 Pf. bis 1,60 Mark. Verlag der I. G. Cotta'schen Buch» Handlung Nachfolger, Stttttgart und Berlin. — Gottfried Kellers Novelle „Romeo und Julia auf dem Dorfe"" durfte als die reinste und schönste Liebesgeschickr-te unserer neueren Literatur nicht länget in einer Samtnltmq fehlen, die deren edelste Frück-tt ^reinigen soll. — Freudig begrüßen wir auch eine Auswahl der Briest Wilhelms I. und Msmarcks. Von dem Wesen mtd Verhältnis der beiden großen Männer bietet ihr Briefwechsel ein vollkommenes Bild. Aus den drei Hatiptwerkcn des gnoßen Ethikers trnd Pstzäp logen Friedrich IM hat Wilhelm Börner eine Auslese in dem Bäudckml „Zur treueren Philosophie imd Seelenknnde" wsim- mengestellt, die das Eigenartige des Phssrssvphen und Schrift stellers in deittlichen Zügen hervvrtreteu läßt mrd viele zu eingeltenderer Beschäftigung mit diesen bedeutenden Denferpersön- luftfriten anregen wird. Von Kennern- längst in ihrem Wert erkannt imd lwch geprieseir, werden Th. H. Pautenius' Kurlim- btßch' Geschichten nunmehr in wohlfeiler Ausgabe auckr die allgemeine Anerkennung und Verbreitung finden, die sie verdienen Mit Richard Skowranneks beliebtem Rmwrn aus Masuren ..Ter Bruchhpf" und Graf Gobitteaits farbenreicher Erzählung .Das rote Tuch"" frndet die neue Reihe einen tvertvo-llen AbscÄkiß.
— „Walpurgisnach t"", der neue Roman Mey- r l" 5 s, 'Kurt Wolss-Berlag, Leipzig), führt nach Prag, aber mett trr das verfallende Ghetto des „Golem", svnvern in bk alten Paläste. Straßen mrd Türme um deit Hradschin, In vrm welt- alxgetoandceu gretseu Aristokraten dort oben erwachen die Tämomn der Vergangenlseit, und in den Eustrtn erstechen die Ahnen zu nettem Leben. Dte Erreguttg des Weltkrieges treibt Arisuckrattn nne Marler durch geheinrnisvolle Mackste ju- seltsamen Taten. Alle Ereignisse und Persotten werden bewegt urü> zusammen- gehalten dttrch die unheimlick^ (sZestalt Zrcablvs, des Spiegels, rn dessen willenlosem Körper sich Gestalten aller Zeiten manist meten. Xu mgendlichen Hckden des Romans find die Attstv kraten Polhrena, in der das Bild und die Leidenschasteu einer abenteuorltchen Urahne lebendig werden, trnd Dttofc:, der vn- ehelstche Solm der Gräfin ZahradVa, der, durch Ahnungen. PrsM- -eumgeu m\b die Sehnsucht fanattscher Sekncrer getrieben, da-^ norugnim L)ttvmrS von Böhmen erneut. Das Genienfpitt stellen der verknöcherte Leibarzt Flugbell und die bölMische Lieiel. eine alte a.irne, dar. Diese Sektierer halten ihre Zusammenkünfte m dem wmgerturm der „Daltborsta" am Hrädsschin ab, wo auM Polnrena tm5 Dttostar ihre Liel,esAmden feiern Tie Walpur- Msracht des verwirrten Prag endet mit dem Aufstand des Proletariats gegen vir Aristokraten, m dem Zrcatto als Ziska Führer ist wtd -^lto'kars Königstraum sich verwirklicht und znm trägst Wien Ende geführt wird.
— Georg Wegener. Der Wall von Eisen und Fener- : ^5 m bague-— Derdun—Somme. 160 Seiten mll
02 Add Morgen. Leidig: F. % .Backhaus. 1917. Geh. 1 W


