Kr. 289
Ter Siehener Anzel-er erscheint tätlich, außer Sonntags. — Beilagen: OiebenerZamilienbiatler; Xreirtlatt
für dev Ureis Gießen.
Ä reis:
20, vierteljährlich 'Dlt. H-60, durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.10: durch die Post Mt. 3.60 viertel- jährl. ausschl. "jcfieH^. siernsprecti - Anschlüsse: lürdieSchriktle.iung!13 Verlag,(^eschänsstelleöl Anschrülfü: Traytnach- richleu: Luzeiger Stehen.
\()l. Jahrgang
Samstag. 8. Dezember
Postscheckkonto: Zrantfurl a.M. N 686
Vankverkehr: Gewerbebank Sieben
ZwillingsrunddruL u. Verlag: Vrühl'fche Univ.-Vuch- u. Steiudruüerei R. Lange. Zchriftleitunq, GeZchsstsstette u. Druckerei: Zchuiftr. 7.
Annahme von Anzeigen
f. die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeVerbindiichkeit Seilenpreise: für örtliche Anzeigen fürauswärtige 30 Pf., c ür Reklamen Mk. 1.— ; bei Plahvor- schnst 20 °/ 0 Ausschlag. Hauptschriilleiter: Auq. Goey. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Eoetz; Stadt imb Land.Verinischtes u.Ae- richtssaal: W. Meyer; Airzergenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen.
Gras Czernin
Wochenrirckblick.
Hindenbirrg und öudercdorsf sind wieder einmal in Berlin angeko-nrm'en, und es scheint, als stehe ihre Reise in eivgem Zusammenhänge nrit den Waffenstillstandsverl)and- lungeo: für den Osden. Während dieser Verhandlungen sollen, znnnchst für 10 Tage, die Massen rnhen. Die Russen haben es mit den: Verlangen nach danerudem Friodensschlnß sehr eilig. Die Regier ertdeu in Petersburg werden dabei '.richt sowohl von der Ueb-erzengung geleitet sein, daß ihr Reich dringe nb der Ruhe bedarf, um sich innerlich wieder aufznrichten, als vielmehr auch von dem Gedanken, daß jetzt rasch noch nach einein günstigen Frieden gegriffen werden müsse, bevor es z>u spät ist. Es ist wohl in der Weltgeschichte noch niemals dagewesen, daß ein im Kriege so gewaltig und entscheidend geschlagenes Reich, wie es Rußlcnid heute ist, nach einem ,-annexions- und ent- schädigungslosen" Frieden zu greifen sich vermessen konnte. Bel der hundertfältigen Verzweigung und Verkettung von Interessen in diesem Weltkrieg lüften sich vereinzelte Fragen los, die sonst einer langen Entwicklung noch bedurft haben wurdet:, um sofort erledigt zu werden. Die russische Frage macht uns heute nicht mehr so viel Kopfzerbrechen wie vormals. Das frühere Zarenreich hat für lange Jahrzehnte mit sich selbst zu schaffen, wird keinem Nachbar mehr durch imperialistische Politik gefährlich. Das BöO'ergennjch innerhalb seiner weiten Grenzen drängt nach Klämmg und Trennung. Das „Setbstbestimmungsrecht" der Völker tritt im Osten zuerst seinen Äegeszug an; zahlreiche Ländergebiete Rußlands Haber: bereits ihre Unabhängigkeit evllart. Deutschland karm diese Entwicklung durch einen baldigen Friedens- schluß mit den: östlicher: Nachbar ohne Gefährdung deutscher Interessen fördern. In demselben Geiste des Selbstbestimmung srechtes läßt sich die für uns wichtigste. Zu- kunstsfrage der Gestaltung der riördlichen Ostseeländer lösen. Dort ist'der „Verständigungsfriede" wirklich anr leichtesten. Ein friedlicher Handels- und Ausgleichsverkehr wird sich mit Rußland ohne Gefahren uick) Schwierigkeiten wieder an- knüpsen lasser.
Dtd<rs stehen wir den Westmächten gegenüber. Ein trefft lichres Walten des Schicksals hait uns dasselbe Ziel, um das sich lmfere Hauptgsgner so heiß nnd vergeblich bemühen, nämlich einen den: Frieden der Weck gefährlichen Militär- geift zu brech>en, bereits erreichen lassen. Der russische Säbel i st in diesem Sinne zerbrochen. Aber England und Frankreich haben ihre Gewaltvertrage aus den Gühcimschränken noch nicht heraus geworfen. Von ihrer Seile winkt uns noch kein schneller Berständigunasfriede. Dürfen wir es wagen zu hoffen, daß in fraitzösischen Herzen in absehbarer Zeit der alte Groll schwinden könnte, n.m großen allgemeinen Bölk-eridealen Platz zu rnachen? Dürfen wir annehinen, daß England seine Pläne, seine Mißgunst und Besorgnis vordem Rivalen, daß es seine Nredecktagen und deren noch zu erwartende Auswirkmrg so bald vergessen werde? Zureden nnd Verständlgwlrbswille spielen da keine große Rolle. Die Macht der Tatsachen wird zuinrchst noch bittere Konflikte ausbösen. Die ernlenkende Veröffentlichung Lord Lansdow- nes hat zwar eine neue Bewegung unter den Geistern hervorgerufen, aber sie ist noch! stark umstritten. Da scheint uns wirklich Ludendorff das erWsende Wort gesprochen zu haben: „Der Friede wird um so eher kommen, je günstiger die Kriegslage für uns wbÄ."
Sie wird mit jedem Tage günstiger für uns! Die Eng- läirder waren töricht genug gewesen, einen billigen lokalen Ueberraschnngsersolg bei Canrbrai für einen entscheidenden Sieg auszngeben. Sie läuteten die Glocken von St Paul in London, um einige Tage später zu erkennen, daß ihnen aus dem entscheidenden Ringer: vor aller Welt nur eine bittere Demütigung erwachsen ist. Am selben Tage haben deutsche Flieger einen eindrucksvollen Angriffs füg auf England unternonrmen, und auf der Hochfläche der sieben Gemeinden haben die Italiener eine schwere Niederlage erlitten.
Nach alleden: ist es unerfindlich, woher Herr Wilson, der Präsident der Verewigten Staaten, den Mut zu so stolzen, unversöhnlichen Worten nimmt, wie sie in seiner neuesten Dezein.b rbotjchast an den amerilanig,,e.i Kongreß stehen. Wilson steht noch unerschütterlich in seiner Feindschaft gegen Deutschland. Er kündigt neue Schritte gegen die Zentral- mächte an und wil! auch Oesterreich-Ungarn, den: Vasallen" Deutschlands, den Krieg erklären. Die neueste Rede des Grafen Czernin, die wir heute veröffentlichen, kann ihn: manche Aufklärung geben. Es liegt in ihr die Warnung und Drohung an die Entente: Oesterreich-Ungarn wird lü ; ftig auch an anderen Fronten mitkämpfen! Der Sinn des Wilfon'fchen Vorgehens ist: Die Verbands freunde zu neun Blutopfern anzuspornen, Deutschland aufs neue einzuschüchtern und das Gift der Zwietracht in unseren Bund zu säen. Da liegt's: ihm ist der Glaube noch immer nicht entschwunden, daß in Deutschland doch noch einmal Uneinigkeit eintreten könnte, die zum entscheidenden Bundesgenossen der Entente würde. Er spricht wieder von dem „ruck)- und ehrlosen Wesen" der deutschen Macht und erklärt wörtlich: „Wir kämpfen in der Tal für die Emanzipation der Deutschen". Zuerst will Wilson den Krieg gewinnen und daun will er seine Gerechtigkeit verteilen. „Wir werden den Krieg erst dann gewonnen haben, wenn das deutsche Volk durch seine beglaubigten Vertreter uns sagen lassen wird, es sei bereit, einen Frieden anzunehmen, der beruhe aus der Gerechtigkeit uick) aus der Sühnung
- ungarischer
des von seinen Herrschern begangenen Unrechts, auf der Vergütung des Schwadens, der Belgien zugesügt wurde."
Deutschland wird doch wohl einen anderen Weg zum Frieden einschlagen, ohne sich der amerikanischen Vorsehung zu bedieueu. Amerika wird von uns wohl zuletzt gefragt werden, ob es mit uns Friede machen wolle. Wilson ist doch nicht Herr und Gebieter über die Entschlüsse der anderen Enten e-Völker! Diese wollen von ihm Hilfe, nicht große Worte. Wenn seine Hiffe versagt, dann werden seine Ratschläge überall abgelehnt tverden. Die Deutschen haben mit diesem salbungsvollen Redner — uni) wohl auch die Mehrzahl der Sozialdemokraten geht hier mit — nichts mehr gemein. Bei der ersten Lesung der neuen preußischen Resormvorlagen ist es von verschiedenen Seiten zum Ausdruck gebracht worden, daß Wilsons Einmischungsversuche h:erbei gar nichts bewirkt haben.
(WTB.) Großes Hauptquartier, 7. Dezember (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
HeereSgruppeKronprinzRupprechi.
Das im Bpern Bogen zeitweilig starke Feuer dehnte sich nach Süden bis zur Lys aus.
Auf dem Südufer der Scarpe war der Artitteriekamps am Abend gesteigert.
Zwischen Grainconrt unD Mareoing führten kleinere Unternehmungen zur Verbesserung u s rer Stellungen. Das Gehöft La Justiee wurde g-estürutt, Mareoing vom Feinde gesäubert.
Nördlich von La Vacquerie behaupteten wir unsere Stellungen in er bi .erten Kmnpsen ggen englisch? H?ndg ana'en- ln:grisf". Vorübergehend eindr'ngcnde Feinde wurden im Gegenstoß zurückgetrieben.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Aus beiden Maas-Ufern war die Feucrtätigkeit am Nachmittag lebhaft.
Heeresgruppe Herzog A l b r e ch t.
Rheinifäx Landw hr brachte von küh nem Stoß in die französischen Gräben im Walde von Apreinont 20 Gefangene ein.
Leutnant Müller errang seinen 36. Lustsicg.
O e st l i ch e r Kriegsschauplatz
Nichts Besonderes.
Mazedonische Front.
Geringe Gefechtstätigkeit.
Italienische Front.
In Ausnutzung ihrer Erfolge h^en die Truppen des Feldmarschalls Conrad den Monte Si'emol erstürmt. Die Zähl der in den Sieben Gemeinden gemachten Gefangenen hat sich! auf fünfzehntausend erhöht.
Der Erste Gemralquart ermeistcr Ludendorsf.
V
Der Abendbericht.
Berlin, 7. Dez., abends. (WTB. Amtlich.)
Im Westen waren örtliche Kampfe beiderseits von Graincourt ft'rr uns erfolgreich.
Von den anderen Fronten nichts Neues.
*
Der ö'ierreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien. 7. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart:
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Waffenruhe.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Die TrMp-n d^s Feldmarschalls (5onrad haben im Angriffe weitere E r so ' g e err ngen. Oesterre-Msche Schützerrrcginren e?- brachen in m"hrstünd'g-m. erbittei-em Nahöampfe d'N fürrd Widerstand auf d m Monte Si e-
r:wl. Mit den: Fall di'.'seS durch Wochen zähe verteidigten Bollwerkes v-r.or der Ftulie-rer über tausend Gefangene u::d groß? Mn-g'n von Kampfmitteln aller A't. Die bZesamt- zah du- fti- den: 1. De emö r äst von A'iaao ei"gebrcnh- N'n Gefangenen stieg auf l5 000. die Geschützbcute er- h.h:c sich.
Der Chef des Generalstabes.
Die U^mpse im Westen.
Berlin, 7. Dez. (WiDBd Ter bentschr Sieg in der Schlacht non Carnbrai ist seit dev Pvern-Sb^achl 1915 ber (wbca eubfte Ofsensiveersolg beutfrfiei’ W-astn geaen enqlisä»e Ueberleaenheiü an Zabl mrd .Matennl. Aastw« a.m 6. Dv-nnber crranaan wir müdere Erfolge. Die Stadt Mareoing wnrde vom Fnnda gesäubert mrd ein hesii^r Gegenangriff nördlich La Dacguerie anter sck'stoersden Verl nisten für den F.äud ^»geschlagen. In den letzden ü.'agei: wurden d>m Engländern Graineonod, Bonrlon. An- nonx, Eonloing, Novelle, Masniöres, Mareoing entrissen, na che dam sie am 22. November ans Flvndarne geworfen waren. Die starmnende nBrände dieser von den Engländern angezündeten französischen Dörfer lutnd Städte smd ein Zeichen für die Art englischer Kril^führung, die odne zftlün^enden Grund das Land ihrer französischen B^desamoss«^ verwüßen. wie einst in Rumänien irnd Belgien. Wi>cdt-rholt bestätigen neu eingelausene Meldungen die schweren blutigen Bcrlusip der Bride!i die hier unter Einsatz
stärkster Kräfte einen entscheidenden Ersv-lg suchten und nach kurzen Ansangsei-folgen den schwersden Rückschlag des Krieges erlitten. Die Hofsnmrg der Engländer, den Eindruck der dauerirden Niederlagen in Flandern dem eigenen Volk, bei Verbündeten und Newi ralen durch den Vinbosti bei Eambrai za verwischen, Pt völleg fehlgeschilagen nnd hat mit einer schweren GnttÄbschung der Engländer geendet.
Auf der gmrz-en Flandern front lag am Rtorgen des 6. Dezember Störimgsseu'r wechselnder Stärke, das zwisä)en Bece- taere und dem Kanal von Hjalied^ke von 9 Uhr vormittags ab an Heftigkeit z-unahm. Das zeitweilig stärkere Feuer dehnte sich anch nach, Süden bis zn Lys aus. In der Nacht z.em Ü. Dezember wl?rde eine stark? ftindlickie Erkundungsabteilnng südlich Houthoul- sder Wald abgewiesen. ' 1 y
Oesckichl der Mars lag stärkeres^Störnngsseuer auch phwerer Kaliber aus unseren Stellungen zwischen Beannront und Bezon- vanx. Bei dein erfolgreichen Untenrehmen im Walde von Alpre- mont ain Morgen des 6. Dezember hatte der Feind außer dev Einbuße an Gefangenen schwere blutige Verluste.
In Italien ll-at sich die Gesangeneirzahl^ in den Kämpfen lauf der Melettahöhe aus mehrere Tausend erhöht.
Die rage in Ruhland.
Die Wassenftillftandsverhandlungen.
(WTB. Amtlich.) Die Vertreter der vier verbündeten MilMe mrd die zurückgebliebenen Mitglieder der russischen Delegationen hielten gestern vormittag uird nachmittag K o m m i s s i o n s s i tz n n g e n ab, in denen die Redaktion der Sitzungsprotokolle und die Vorarbeiten für die kommen- dtn Vollsitzungen abgeschlossen wurden.
Trotzki gegen die Botschafter und Agenten der Entente.
Haparanda, 6. Dez. (WTB.) Die Erklärung Trotzkis be- trcssemd die fremden Militärvertreter lautete nach der ,, P rawda " so 'gerrdermaßen:
Ter Vertreter der Bereinigten Staaten von Amerika beim russisch??: Geueralstabe Räajor Kerth und der Führer der frrm- ?äsisichen Mission Laderne hielten es für angebracht, sich in Ro.eu uiw Reskripten mit Vorschläge ait den abgesetzten Ober- befehls Haber T uchonin zu wenden, die eine Aufreizung gegen die jetzige Regierung enthalten. Dieses Vorgehen kmm i,ch nicht unbeack'äret lassen. Die gegenwärtige Regierung ^drängt nicht crif die Aner'kennicug durch die Botschafter imd Aßgenten der Astiierten, sie mach: sie aber aufmerksam, daß ein Entgegen- arnvct eu nicht geduld?s wird, nnd daß die Fortführm^ der bisher'gm Taktik sehr schwere Folgen herbeiführen wird, für die dw 3tat der Volkskommissare im voraus jede Verantwortliichkeit ablehnt.
Petersburg, 6. Dez. (WTB.'' Meldung des ReMerschen Bureaus. Bewaffnete M a x i m a l i st e n haben dm Marienpalast besetzt nnd.den allrussischen Ausschuß für die Wahlen zu der verfassunggebenden Versammlung vertrieben.
Washington, 6. Dez. (WTB.) Meldung des Reuterschar Burea^. Das Staatsdepartement erAärt amtlich: Oberst Johnson, der Führer der mnerikanischen Militärmission in Ruschand und der zeitweilige Militäraststachs Major Kerth haben ohne A n w e i s u n g e n der R e g i e r u ir g gehandelt, als sü der Bol'chewiki-Regierung Mitteilung machten iiber die 5)attung der Vereinigten Staaten gegenüber den Bemühungen, zu einem Smwerftieiden mit Deirtschland zu gelangen.
Ettglifch-russische Spannung.
Bern, 7. Dez. /WTB.) Die „Daily Mail" neidet aus Petersburg vom 1. Tlezember. Da aus Trotzlis Berlarcgen der Freilassung der in Englan'd^intern i ertcn russi- scheu Sozialisten einschließlich Tschitscherins von der englischen Regierung keine Antwort pingegangen ist, hat Trotzki verfügt, daß 'kein britischer Untertan Rußland vor einer beftiedigeniden Lösung des Stteiffalles verlassen dürfe, wodurch mrgeblich mehreren Engländern, die abreisen wollten, stark: Ungelegen heilen envachsen sind. Trotzki berichtete in dem Petersburger Sovjet, er habe dem englischen Konsul, der um' Reiseerlaul^- nis für seine Lmchsleute bat, gesagt, wenn russische Genoss«: in englischen Konzentrationslagern gelalten würde::. loerde das revv- b.ttionäre Rußland nick:,: pudern, gegen die englischen Gegenreov- lntionäre in Ri:ßlaird dieselbe Maßregel zu gebrauchen. TrvtzÄ fügte hnM:: Unsere Brrndesgenossen und Feinde müssen es ein für alle Mal ckeriren, 'daß es mit dem Zar«:, nick Kere::ski irhlbi mit Milftrkow vorbei ist, imd daß jeder russischer Bürger, gleicl>- gültig ob politischer Flüchtling oder revolutionärer Soldat jetzt unter dem Srfjnfte der Obrigkeit des russischen revolutionären Saates steht. Tie Rede wurde mit lang anhaltendem Beifall ansg«-ommen.
Petersburg. 6. Dez. (WTB.) Reickermeldung. Die mg. tische Botsckxr't und das Konsulat stell«: Engländern Staats- angebörigkeitssche: ne aus, die an den HaUstürenan- geschlagen werd«: sollm.
Haag, 8. Dez. Aus London wird gemeldet, daß wahrschein» lich am Montag eine Wdrnung der britischen Regierung an die russische vmöckmtlicht w'id, in der auf die Ge- '<i r n lno gewiesen wird, der Ru Rand s'ch jetzt nnd später wirtschaftlich und sinanziell aussetzt, wenn die Eittmte Rußland fallen läßt. Auch andere Ententeregierungen ivevden ähnliche Erklärung«: au Rußland erlassen.
* » *
Die Friedensbewegung in England.
Bern, 6. Taz. (WTB. Nichtamtlich.) „Dally News" ver^ öff«:t'ßcht folgenden „Bnnley Johnson" unterzeichnet«: Brief:
Wenn Lord Buckmaster und .Heirderson eine zustimnrend" Adresse zu Lansdownes hochherzigem Appell c.us- setzen würden, würden Millionen e i n s i ch t i g e M ä n n e r und F r a u e n i n: g a n z e n L a n d e sie begeistert unterschreiben. Wilson mrd aickxre habm «cklärt, daß ivir nur mit o«n Volke Tentschilands verhandeln werden. Aber angen' .cks der bestehend«:, tt rrfnt verfasftrngsmäßig«: ?Rethoden unserer Regie- ruug länn es kom:nen, daß DeutsMand keine Möglickueit hat nüt dem Volke El^lmrds zu verhcuÄeln. TrvtzdeM nimm: jeder Mann
■i


