Ausgabe 
8.12.1917 Erstes Blatt
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Vmb jebe Fron au km Kriege teil. Wir alle teilten u*»?<

ö<ir darüber fein, für »uaö wir kämpfen. Diqeriigen ober, die sich riar darüber srnd, verlangen nach einer Gelegenheit, sich ar»S- Mprechen. Wir bedürfen vor allem der Mldnng einer ftattew offentlick, n Meinnng, btc trjren Willen tnrafrc&cu ftmn. SanSbonme Iwt »ms an die Ideale erinnert, mit denen wir iu den Krieg ein- c^etreten smo. Die <cher, die noch den Glauben besitzen, tvotzdon» aber ltrilschveigQl, smd Verräter an der Menschheit. Der Sieg ist pve, fellos eine gsbretensche YLotwendigkeit. Aber da« Ä »ichs ge»rug. Das Ziel d«s Kricy/vS ist nicht der ^chr, sondern der 'frii&cn, fiur (Z-rredeii von Bestrmd, aesiciuertc <JfDri&rtt und die s«^ortiae U.bwendung vom Tod jum j6oJ>cii für den Reichtum, da« Genre und dm Erioerb. Z«de Stunde tinnützen Blutvergießens gilt allge­mein als im verz echliche Sünde. Mir die klare Erfassnng und offen llirlv FeWEung unserer KriebSziste kann einen anderen Frie­den als einen ans gegenseitiger Enck-öpstmg beruhenden beschleuni­gen oder überhaupt l-erbeifül-ren. Klares Tennen »oird die müftäri- ,che Mtv»n förtarn. ^

Da» neue Wahlrecht in England.

London,?. Dez. (Reuter.) Das Unterhaus nahm ore Wahlreform Vorlage in dritter Lesung an, die allen Männern über 21 Jahre, allen Soldaten und See- JfHten über 19 Jahre das Wahlrecht gibt. Frauen sind von .°!0 Jahren aufwärts wahlberechtigt.

Ein englisches Gesetz über den Handel mit Metallen.

Amsterdam, 6.Dez. (WTB. Nichtamtlich) Wie das Ran- rersche Bnroan ans London meldet, trat das Unterhaus in dre zfveite Lesung des Gesetzes betreffend eisen artige Me- talle nn. Das Gesetz bezweckt, den Handel in gewissen Metallen Nne stnpfer, Zink, Zinn. Me, Aluminium seitens solcher P-rstmen zuveryirchern, die feindlicher Hncknnft sind, mit km Feinde Ber- lmchung haben und unter ferndlchmi Einfluß stehen. Ties schließt Mch solche Personen ein, die vor dem 4. August 1914 Angehörige Staates hxrrat, der später zum Feinde wurde. Foriwr er* llrd) das Gesetz auch aus Frrmen, die finanziell an Unter­nehmungen beteilstft sind, an densn der Feind mit einem Füifttel des Kw.^tals oder mehr interessiert ist. Ter Präsident M Handels- «rre Albert Stanley, sagte in ainer BecUi'indung der Vor­lage, me Regierung verhandelte nach der Pariser Kontereni mit t>cn 2*°^ und Fpankreick», um den Beschlüssen der Konferenz, die dMWllnerten die Pflicht auserlegte, ihre La?cher hinsichtlieh der tmchtixzfnm Bedarfsartikel von den Feinen unaübänmg z machen, ^Wirksamkeit zu verHerhen. Ar den »vicküichiteu dieser Artikel ftu ? 7 eg wre im Frieden gehörten eismartige Metalle, die direkt und indirekt unter dein Einfluß der den Weltmarkt beherrsch-iiden QWivp* my beiitfdier (Gesellschaften standen. Dies brachte England bei Kriegsausbruch in große Verlegenheit. Es sollten daher für den ^setrraum uad» denr Kriege deutsch' Interessen und Verbindungen xvpi allen Unternehmungen ausgeschlossen seffi. die in Grsstbrit-n- fvlchen Bietallen .Handel tnriien dürften. Ma^i müsse ver- imidern, datz die Deutsclimi jemals wieder Industrien, die für land eme Lebensfrage seien, mit tödlichem Griff erfassen kövmten.

V, dilrch die ^ieherrschrng des .Handels in den genannten Bb,'tollen vor dem ilwiege möglich war.

Gras Lzerm'n siber krie§sps!kt!sche Fragen.

Budapest, 6 Dez. (WTB.) Ungarische Delegatimi. In der heutlMn Sitzung hielt Graf Ezernin folgende Rede.-

J nh J a ^ fhrach mit der von ihm erwarteterr Wärme von dem Bund-ms mit Deiitschlcrnd rmd stellte die Frage an inich. ob und inwieweit wir in den Kriegs zielen mit Deutsch- l^a.n d einig snid. Ich kann diese Frage in positivem bcailtworten. Wir sind einig mit Deiitschland und zwar Zaber Balls deS Verteidigungskrieges, der hier in dieser hoben «erfa mmuing. ungeteilte Zuitimm^mg gefunden bat, welch im -rxrnrftben Reichstage als Rickit tute für die Kriegsziele fest gelegt wurde, und welch der Staatssekretär v. K'chlmann in den letzten öreden meiner Ansicht nach klar und deutlich fmäzisiert hot, indem ^ t v .

er oen L>atz aussprach.' Es gibt kein Friedenshindeniis als Elsaß- rendon U-Bov ^l^burgs düneii wir, wenn wir .unsere Lage mit dm- > Kohlen da m y

wie ans unserer Seite d-r Ueb-rzArmrng AusknMÄ gsSsii, daß die vnch»>7?g der M,mctionK-usutzr an der Unö 9Wf«f»oW so stark nx»', daß sie den Gang des Krieges wesentlich baerNslutzii bat, Mrd daH unsere G eg n e r g e wa l t i g unter seiner Wirkung leiden, das mysen wir ganz genau Auch in anderen Punklar mn vb vollkimmen der Meinung mit Tisza, der dr 2 n dwakcn Kaoolyi decken Benierkivra antwortete, imsere Diplomatie sei schuld daran, daß Italien unt> Rmiiämen auf die gogneriMh.' Svite^nber- getcete» ernan Einzß«n Satze gesagt, fach ich die Sillm-

kraii fo «ft. daß Ruwibüe,; Jtzalcen erne falsch Mackitspeßula^ s?aben, als sie sich der unS feindsichen G»wve cm- xmochn. Wir haben wvDen unserer treiren Bardes genossen schalt mit Deutsl-i'land mit der Oiegnerschaft Amerikas rechnen nrüsseri. Wenn Ainerita diase nerwm zieht, ist das, ich ijeSw.

j»!, schinerzlich wegen der OeKerreicher un^> lln^ru, die in Ameviko > «d imd nt bi« Pnickichtte Lage gctairgen, an Den Kriegs- ergebin^s ye^dt wich das nicht das geringste änaern. We?rn man diese Aulscnßmg des Präsidenten Wilson in seiner neuesten Rede ber.rfeickü nüt jener, weici^ die Vrtn.rte in die Bkiiiarchie fymem- ^ uird die mit dem Schlagworte SelbslbeN inrm.ii.ngZ - rocht der Völker" bezeichnet wird, uud die au' der Friedenskvnse- reiiz mit .Hifte der 8»»tente verwirklicht weedeii soll, so finde ich Ailssalnng dös Präsidenten einen großen

mw bedeuienmni Fortschritt, einen Fortschrüt, ^-elchii wir curer- ketmen und fcfeuMten wir ein lebhaftes Ja^ese haben.

bnmnt.. daß die Enten.e das Scll>sch4mrün^n»s^ echt der Ssffrr m Een dissen B>«ckion«n mir für ihre Gegner gelterr ^ kintt euren ?SnLa^ fmkt, um feiTert tz>ei ^rmg aus

Ä»vr AsrhÄtn<se ire^e«. Go die Etvte. das B-ftiftchns

nackf Annexionen oder Tesanncxionen fühlt, er-m'<t sir natLrlich nicht d>s Recht des zu schmiUem^m Staates an. hierüber srkbft zn sxchchsi?^, ja mrch nicht d«S Recht der zu irrtue >Yi*:cxhc^ ki ?k»,.vutÄ-io'i rnitMpmchen. AU die Frei- m^sv-r m Paris deii ©downifeH ^rci^id^vi bai ii-er das

der txm l'Ecf^i-uchMM «in Pl«biSzit fh^er

Tschechen hll, erhsb sich e-fti Stunn der (ÄrtriAlme in ' imd e^iso wide m Frankreich der einen-

w nrg in EFaß-Lot^rchg-m znrü kg,.-v^'en, Ni dort eVw nur w*c Ifcwo'fyt gntzüifaiack^n sei. Srs^cht sich darum lMi^ekt, da»z J kr en^iwi Sbratsi die BwöW^asitÄen il-r Vex-

nÄtyAS mrter-eiMMrder gnmi Sd-«ie zu re^<n liegt feine*

!Ä^Ew«»e, ßmdern eine inners^at'iftv Frage vor. J>i dicker mir ein Nscht zur AeuHenmg mit Vezerq au» die oftorreiE summarische Monarchie nur irrVem tu, als die Vctrif- cSral^'^ 5 ^?! m,T ^ auswärtige Politik Einfluß itr^men kil-n^er.

» Ilsve mcht an, zu wftkYtr,i t daß ich im Ral^len dch^en mir zu- stebniden ' flbc iftißerv EinDqFiaÄ^ie auf die G-e^a^lnng un- ^ch^i Berhaltnisse mit aller Enischiedeiiheit ablelme. (Leb- l-after Beifall.)

Eine Reise des Grafen Czernin nach Berlin.

Berlin, S. Dez. Der österreichisch-ungarisch-- !Mi- mstrr des Aeuhern Gras Czerntn wird am Montag in Berlin erntressen und im Hotel Adlon Vohimng nehmen.

seiner Begleitung befinden sich Legationsrat Graf doU !oVed^5KanSscld imd ber Gesandte Baron v. Wiesener.

verschleppen. Wir treten entschieden für das wirkliche, allgemeine^ -lerche, direkte und frefaimc Wahlrecht ein. Nur dadurch kann die Partellicrrschaft der Konservativen in Preußen gebrocheil lverden. Wenn eS aus Anlaß des Nich. zu stand c ko m mens oer Vorlage wah­rend des'ieges Nimwahlien geben sollte, so würde es zu einem Kampf der Krone und der Regierani'-l auf der einen Seite und der Konservativen n.nd der Schiverindnstriellen auf der atideren Seite kommen, mrd da§ dlnselnm der Kcoice wäre dahin, tumm sie auch ietzt wieder vor den preiiszischen Junkern die Waffen streckeih soll«. (Beifall bei den Sozialdemokratert.)

?ksg. Schiffer lnationalliberal): Ans beu Kreisen

im Lande kommen schon jetzt Stimmen, die mit der Vorlage nicht ernverstaiiden fmb. Auch auf die Ansichten der großen kultiirellen unb wrtschaftlick>en Körperschaften muß die Regierung Rücksicht nehmen. ErxmütigVect besteht aber auch barm, t- daS gegc.Mrärtige Wahlrecht re^rnfbedürftig ist. Das gleiche Wahlrecht ivird zweifellos eine Radiralisiernng des Abgeordneten»- l-auseS niil sich bringen. Warm rvir dicfen Krieg so dnrchgr^haltrni haben, namemlich auch hüistchtlich der Bolksernährnng. so ist da» Kurückzuühren auf die wirtsdrrrstliche Politik, die der Mehrheit dieses Hanfes Zii danken ist. Jii der Komm isst cm, in der natürlich auch der Teil meiner Freunde vertreteil sein wird, der prinzipiell kür die Mgiernngspoü.ük ist, lverden wir zu prüfen lfaben. ob das P l u r a l w a h l r e ch t in seiner Wirkung sich von den> Reicbstags- walürecbt einseitig unterscheidet, mnd ob es zur Einführung ge­eignet ist oder nicht Es fomt nicht geleugnet werden, daß die Lcrstnn.zen dos Abgevrdnetcnlxnises in brltureller und Wirtschaft- sicher Ziehung je-arr Vergleich mit den Häusern cm.derer Länder aushaltcn. (Sehr risÄig.) Tie Schutzzollpolitik findet Anhänger lnS tief in die Sozialdemokratie hinein, D. die Arbeitersci oft das RMt erhalteri muß, im Herrerchausc vertreten zu sein, ist auch unsere Ansick-t.

Daraus fvird die Beratung vertagt. Fortsetzung Montag l ^^lhr. S chluß nach 4 Uh r.

A?rs nnd

Gießen, den 8. Dezember 1917. Die "Tages-Kspft«tjon an Kartoffeln beträgt ein Pftund!

<* **

eekrlrg.

Nerre )!-Boot-Ersolge.

Berlin, 7. Dez. (Amtlich.) Im englischen Ka­nal und in der Nordsee wurdet! durch unsere U-Doote lviederum 1 5 0 0 0 V r. - R. - T. v c r s e u k t. Unter den ver- nidyicwn Schiffen befatiden sich der englische Dampfer Al- mond Brauch (3461 Doniten) sowie drei bewaffnete eng­lisch. Dampfer, von deneii zwei vollbeladen lvaren.

Der El>ef des Admiralstabs der Marine.

.?.o fj^2)ez. Eines unserer im M i t te l m e c r operie- o t e traf kürzlich auf einen voll beladenen *v- r -, ^5 auf der Fahrt nach Italien begriffeii

Lebensmittelmarken.

Für die Zeit vom 10. bis 16. Dezember 1917 haben nachstehende

Lebensmittelmarken Gültigkeit:

^rotmnfen der 60. Woche, gültig vom 10. 12. - 16. 12. 1917 Bult-rmarken 50. ^ w 10. 12. - 16. 12.

Fleckchmarken , 60. ^ 10. 12. - 16. 12.

ftavtoffelmnrfeu , 50. 10. 12. - 16. 13.

Deckeninarken für den Monat Dezember 1017.

Ein Nultansch verfallener Marken findet nicht mehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marke« kein Ersatz gervährt.

Nenaninrldnngen und -Anmeldung von Neugeborenen haben nunmehr unter Vorlage der nStigeu Ausweise, tnS- b^fonocre der Lebensmittel ÄluSweiSkarte, «uf dem Lebens mittelamt zn erfolgen.

Umzüge innerhalb der Stadt und Wegzüge von Gießen find in den zuständigen Bezirken anznmelden.

GeschästSstnudcu des Stadt. LebenSmittesamte» von D-42 tttzr vorm., 24 Nhr nachm.

Markenausgabe iür Urlauber:

Sonntags von 1912 Nhr vormittags.

*?, «ü* WraÄ m Lir I mr! 'ÜÄ.°L.Ä«v» ffffiS

' ScÄChinta m eine T^ferfn, 0«^ «r? ^ cullafjcn. al« eine neue R inck<vvlke aufstieg mrf 14- U * sogleich

^uta Angriff zchahrm wollte. Da hörte man plötzlich lautes an-

Iler BtMehung in eine bessere Lage befinden als rÜLr ei?? Sut w« unser gwizeS Territorium in Belitz, Deutsch ! anos ^vivmen smd heute in Fein>eshaiid. Wemt »vir nun »wii mancher der Borwmft gemacht wird, daß das eine Schwäche meiner Politik fei, welche sich im Schlepptau Deutschlands be- Ande, und nne diese Phrasen sonst lauten, daß diese Politik mrS Zwinge, den Kneg lwrger fortzusetzon, als es sonst der Fall mörc, ja Daß rott für deutsche Eroberungen käntpsen müßten, so setze ich tnefen Argumenten ein kategorisches Rein entgegen.

C ? Verteidigung Deutsch­

lands ebenwgnt, wie Deutschland für die unsere. In dieser Beziechilng kenne, ich kerne territorialen Grenzen. Wen»» ^lck, ob wrr für Ellaß-Lotungen kämpfen, so Mrtworte ich icknwhl. wrr kampf-en für Elsaß-Lothringen genau so »me Deutsch-

T Öt ^J5Lr cmI ^ ^ Triest gekämpft hat. Ich teme da keinen llntersckMd zwckcheii Straßburg und Triest Wcknn in dem allge- eurvpm,ck>en Kriegsbllde eine andere Konstellation ein-- treden follte, was rnckü ausgeschlossen erscheint, tmd a u anderen L.ronten groftc Ereignisse Vorgehen sollten, dann würde

uni> ^ Wrtei emä mit

(«raf Trs^g, lebhaft begrüßen, wenn der Moment käme, in dem aua> ! \v tr an den anderen Fronten mit unseren offen kämpfen würden. Wnm es also nach breser Richtung, -ne wrr emgeschlagen haben, seitdem der Krieg «>22212 wir mit voller Zuftimmung der erdrücke,» den

^elfrl-ert so wol fl OejterrerchS wie Ungarns gehen, »venn nach der .NLarlegnng dw,er Richtung drüben bei der lÄrtente cs immer noch Eeuv grbt, dre tn denr Glaube»: leben, eS könne ihren gelingen, }[ n l von unseren Bundesgenossen zn trennen, Vf 11 !/'® uls: dmjen^en, die dis glauben, sind»

schlechte Politiker und kindische Gemüter.

Graf AndraO) hat mit Bezug auf Italien eine Anfrage an Mich genMet, am dre ich vollstmidig offen antworten möchte. Tie rtalrenif che Politik seit KriegA^gimr bewegt sich auf schie- TeT «et! e abwärts. Es ist den Lnwren bekannt, daß Italien vor oem nrrege mrt uns hätte spreckfen können, »veil wir eilt le^lwstes Unteres» edaran hrdten, diesen überflüssigen Krieg zu vermeidlrn.

oürte ^stehen zu einer Veren»barn»ig gelangen komren, die es heute wohl m feinen külinsten Träumen nicht mehr zu cnrnchen Iwffen kmrn. Ltal»«i Hit seitdem in zwölf Schlachten Hundert-- lause»,»c cm Toten verloren mrd hat Milliarden an Werte», und xotze Teile des eigenen Bodens eingebüßt, die lxnte in nnserer mb. Italien kann totte im besten Falle hoffen, den Sratus guo «,te bellum, zu crr-elchcu. Ich muß aA'r noch einen Schritt ir»el- cL Tr n ' mlkn lrf) - mif m komme, nws Graf Mnolyi gesagt hat.

hat mrr. wenn cch recht verftaiüx-n habe, ant Sck>lusse seiner inshilnung«» zu verfteh.m gegebwi. ich müßte unter allen Ilm- fkanoen ü cutrance sein. Im Zusantmenhang damit liat er

ni «Wer Budapelter Rc-de einige wohlwollende Worte gewchmet, zu mmmn Erstarmen aber nur deren ersten Teil, wäl-rend er den -n totgesck>wiegen hat. Dieser znnnte Teil «idrrt aber den m ^hira Hder der Rede. Was Mrolpi Don mir verlarigt, heißt, ?*** r£ v c -^kuranz für dik üalienische Abenteuer her- g«« nwge. Jchsoll nach der Ansicht des Grafen Kttrolyi heute d«»Jtat^nern er»Lren: ^oetzt dvi Krieg fort, so lange iln »vollt, wmqr urbati, fooft lln wollt. perlÄrgert den KAeg nach Belieben ** ?! r ?2 ie ?T 11 euch' baß euch nichts geschieht. Nun, menie Har­re«, ta> «n »ehr watt Bon diesem Staridpunkl entfernt. Ich sage eS sa«t offen und h«nt »mm es in Ram hört: Wenn Italien den Krieg mutwillig fortsetzt, so wird es später fcLL 1, '? Tl .J ^ c rfrinden bekomme«. Das sind »oir dm Tr»wpen und d«n.Hmteclan^' sjchuldig. (Beifall.) Kgrolyi möge e s «Gen, l ^liat ^ ^ »^Biel, daS l»erßt: baldig Erreicknmg eines r m1,99 n L ±chn wergrve ich wich, den Feinden Prä-

nn« «uf 4>lvso«eTlLn^'?rm«g «gKifeha«.

der L-Bovte kann ich vollständig bvfiätiEN. waö

Gra» Tisza erwLhrrte. Es »mrd einer spÄereli Zeit vorbelÄttn sein ^«flci.ii Ich tarn afe KiÄyi vttsichem. d^

b« machgMbendsi mMürftchen Persönüch8»ten sowohl aus tx.rchchei

l>alte!^s Sckweien von der Untergaargsflelle her, was den Koni- manbanwi: veranlaßte, den brrbsicktigten Angriff anfznschiebeii und nach der Rrchttmg des Rniens zurückzulanfen. Ruch längerem ducken entdeckte man züvisck>en den zal^lloseii Schisss- ttckmmern .Menschen, die sich an Holzstücke angellainmert iXttten. ^ie völlig ersckwpften Lenke »onrden an Bord genommen, Nw fre ftcd Tr» »owöer erl-vlten. Ans ihren Aussage:» ging hervor, lXL u der Kapitän mit ben» kaum fraf5 besetzte,» Boot unbekümmert ^ ^ Scnckfal, ungeach^ü ihres Schreiens d-ioongesabr-en war Vier Tage ,fpater wurden die Leute, die auf dem »verfenftm Toinp- Jer al5 bcdia.istet Evesen waren, an das Boot eftres rar-°

senkttm rtalienft.lx-n Seglers abgegeben. An der tnnesrscheli Kl'iste traf diLfes U-Boot dann mrf ein lfalbe-5 Dutzend llebner Segler, die mit ^uSm^ttcln GraS., Heu uni, Phosphat beladen waren und Mm Teil iSer kein B-Äoot verfügten. Menscheiifren»idliche RücSftEu lreftimmten den .Konmiandanten deÄ?cllb, eines der <mb»z«lg-c mrt dnt Besatzungen der iibriaen fünf Schifte zu ent- -5!^>^N' uack)dem der ioeickvolle Teil der Ladung jener Fahrzeuge Wer Bow gefvorsen war. Gleichermaßen verfuhr, fast zur selbe»» Lert, «»» anderes unserer Mittelm^rlwote, das eftren nach der ^ftel Osttca k-eftimmt«» italienischen Segler Wege»?. Fehlens eines vrettungSbootes, ebenfalls »rack-, tleberbordwersen seiner Bannware enrnefi Militärische Micksickxten hätten in beiden Fällen die Der.e, kung doS Tcbiffes gefordert. Die Sorge-um das LÄen der feindlichen Sck ^ifsb esatzung eir wurde jedoch darüber gestellt.

proutzische? MgeordueteAharis.

^ »ertiit, bm 7. S^emStt 1917.

An M-^t»rtuche Dr. Friedberg, Drews 11l( Grai Schwer in - w i tz eröslne: die Sitzung um eii'L ^ ^ ^bwtte über die- Wa hl rechts vor la ge wird fortgssetzL.

GuJrft der Osten (Lm».).: Gegenüber der BchrvlEmg (24röbelo, dav. BBrtrM'eu >eS LlliÄmrdes könne mrr durch mne De- n»nfr«*vtermtg Deutschlands errungen «werden, »reise ich aus die urwerschämten Angiifse WilsonS hin, der es wagt, die rweußisck-e Kro«e ui»d preußi'chcn Einrichttmgen in »mer'Dvter Weise grafen. Die p»rußisck)en Jrmtec lernten nicht dn» p^eu ischen S«aat zu be^errscknm, sondern ilwi zu dittien. Tie -ü'rregrg-tellsaMi«;» werden nicht von Im Junf^r:: geleitet. Wir muffen die Vararttwor- tuTtn fw die Kc-in^önzntang denen z»p<h,L»en, \xc tne 9 k>f>afr bc 3 NaLrrt^S au4rÄtw, imi innerpvlft^ F»r»or-ir«.-en dv-.-ck-tzn- setzen, urch die StaaU^ieMMg, die nicht die Km t zugn Wider- st^»be gesmide»» Kat. Wer <mf uns los-chlägt. halte sich für ^ 5 - inchMt. die do-pslte»i Hisbe znrü-ckh^egeg. (Brrroo rechts, Bewe- g !U« ) klle wahre Rvyaki^«» mit im luic gesoiftsil W'insckfe« der Kro^e )m*tn Wt W«g der £wr untac tmn

W*£'*b<x n»m Urveromig uw» Jhrwte u>^ 2mb }&r*c* »rui »te nr^ni nicht um Kt» de'«chenüe Daylrach', tat w*i : CTnmn& t>oWh:'ü.l ist. Jii Fiw.ifceich Sauft der G-vi»L»>t.rii-mns die M- J»n Arnorisa mit denr aUgaitetnox WalÄwck»t, m*) die 1 ,n ^ 1 W«, imn'bc das i ( anb z»»r »echter! ichs^,. itn,f*r»6ftew lHorniptron. TiesaS Muster wagt Dtröbel im > vor- zul)aits»r.

will mit Hilfe des gleichen Wahlrechts die Kl->ssenherrs«baft deS Proletariat- m Deutschland anfricktKi ^aS ftrifcvbe et* schlimmster Art imd eine furchtbare

i bedeuten. Im Reichstag ist daö

gl«ck»e ÄaR«cht ertntallch und nnr den Sen nicht an dessen B<ck^ti- quijä, cbti im Landtag luib in den Gerne«rden würde es w 6m W^wm^en llRgevchttgleiten führen, stacht ein Uebermaß von Rachem, fordern e«r Ansglchch van Aechten und Pftichse« krmn uns innerlich ftrimachan

Abg. Hirsch (Soz.): Die Ueberweisniig der Vorlage an eine Äo»«G«n tzchrt zu k«er Verschleppung. Die (i^ner d« Vorlage vocholgen Ke Taktik, die Airgetegeicheit bis nach dem Kriege z«

Die Abgabe von Kucheii nnd Konditorei- Waren ah* Brotgetreide in Konditoreien. Auf die Bekanntmachnilg im Au-eigenteil der heutigen Kummer wird hin­ge wiesen.

** Amtliche Personalnachrichten. Der Großherzog hat zum I6. November dem Bsrrgermeister, Ortsgcwichtsvorstrher u»ld Standesbeamteti Jakob Dieft-'nbach II. zu Ober-NoSbach, Kreis Friedberg. das Allgemeine Ehrerlzeichen mit der InschriftFür largfährige treue Dietiste" am Bande oes Verdienstordens Philipps ves Grou.mütigen, znm 1. Oktober dem Direktor des Städtischen Was,er»oerks in Mainz Banr«' Philipp Balsz das Nitterkreuz 1. Klasw^des Verdienftvrdeiis Philipps des Großmütigen verliehen. Ter Großherzog hat am 17. Oktober d. I. den Oberbahiiassistenten in der Hes,i»ch-Preußischen Eisetibahngemeinschaft Karl Neuen- hagen in Bensheim aus sein Nachsuchen vom 1. Dezember d. I. an m den Nul)ef!and versetzt uiid ihm ans diesem Anlaß das Silberne: .itteuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen; terncr hat der Großherzog am 3. November d. I. dem Aushllfs^. Bah»iste»gsckfaffner in der Hessisch-Preußischen Eifeiibahngemeiw- schaft Georg Ludwig zu Alsheim ans Anlaß seiner am 29. Sep- tember b. I. erfolgten Versetzung in den Ruhestand das Allgemeine Ehre»»zeick)en mit der InschriftFür treue Arbeit^ verlicheti.

** A u s z e i ch n u n g. Der Gefreite Hch. K l i n k e I, welcher vor kurzem die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt, wurde mit dem Erseriien Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.

** K^inderwäschc-Sommelwoche. Die Einsammlung von ^tvilden in Wäsck>e >zur Kinderwäsche-Woche findet am Motv- tag in edier Aipahl von Spaßen stUlt, die in heutiger dtninmar angegeben smd. Siehe Anzeige.

^ 0 n der Polizei. Am 4. d. M. gelang es der hiesigen Polizei, einen -Schforndler fesMmehmen, der einen Geschäftsmann dadurch um einen Photograp!»on^Appcrvat prellen »vollle, daß er erftich-re, i»m zu leinem bekannten H-errn in der Brhnbofftratze zu sck-icken,, wofÄbst Zahlung erfolgen würde. Der Trick hierbei! »vor, nne ihn derartige Betrüger in solchen Fällen an wen dm, dM ^ den Ueberbringer des Gegenstandes auf der Straße absangen, ihn-, denselben unter irgendeinem Vorwand ohne Geld abnehrrian! N" > Nnrn Werte suchen wollte. Tfies stillte ihm! aber Nicht gelingen cerm derGeschä tsinhal»er hatte gemerkt, daß dieSachc- nicht aueri, verständigte die Polizei, die mit dem Ueberbrmgech erKyum und den Schwirrdiler, der tatfäckKich aus der Straße vor dem bezmchsiieteii Hanse ans sein Opfer wartete, festnahm. Der Bv- träger, der zueri't über seine Person jede Auskunft verweigerte, entpuppte sich', datrn als falMenflilchtiger Soldat. Die Täter, bie 00 t einigen Tagen den Lederkofser von dem Wagen eines bvesrge»» LpediSeirrs und aus dem Obstkernlager am Ärehmarkt- p-latz die Säcke eirttveikdoieii, ivorüber »mr vor kurzem berrchieten. sind ernrittelt nav) die Sachen wieder zjnr Stelle gebracht. ?lls> Diebe kommen mehrere halbwüichsige Burschen in Frage. Anzeige ist erhoben und werderr sie deiMi-chchsst ihren veiHienten Lohn vov Geiich,t erhalten. Den Koffer hatten sie erbrochen, turm dem Inhalt, gne_onefint, btc fte Feorauchtn konnten, sich angeeignet, und denj Rest mit dem Koffer, den sie mit Steinen beschwerten, in dis Wrefeck verfenrt, wosielbst er heute aufgefunden »uutbe. Den in bem Koffen beftisdllchmi lleberzieher, den sie ansch/einend nicht gebrauchen konnten, »varsen sie eben.s«tls mit einem Stecht bo- Icküverl in die Wiesech Am 4. d. M. wurde in hiesiger Stadt aus emcm inwersck^ossensn Hausflur ein Ner>z-Mnrinelpelz mit brauner Seide gefüttert .im Wierte vo>r 120 Mark entwendet, v^coi(bccnitd>>c Mitteilungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei ent­gegen.

Gießener Konzertverein. Dem Gießener Konzertz- veretn ist eS gelungeti, für v»S am Sonntag den 9. Dezember statt- ftndende Konzert die bekannte Wiener Sängerin Gertrud Foer- st^e l zu gerviniien. Die Künstlerin, die seinerzeit in der 9. Sym- p-i>on»e von Mahler eurvpchsck-en Mi hm gervaam, verftlgt über ei,ven «»rsnrhmend hohen, gloekenhellen Sopran. Die Kritik rühmt oestniderS die tresslick-e Schulung der Stimme und die Beri-nner- lichiing des DortragS. Tie Sängertti wird außer der bekannten «netter oufamfc «rsFigaro" v»ii MozartErblick) nabt sich bK stunde" je zwei Sieber von Sriwmann, VrahmS, Strauß und Mahler bieten. Ueber die iugendlick-e Geigerin Annie Betzak entn«om«i wir MiS Kritiken der Musikstcwte?Nünchen. Straßburg, Ma,mt>eim, Freilmrg r. B., AugÄmrg, Franffi.rt a.M. n. a., daß f« als Schülerin ck'leschs über sickiere und saubere Tecchrik und schönen, rein«» ^.on verfügt. Besonders hervorgehoben wird allend, halben Lbre naSürl»che milfökalische Anlage, ihr rassiges Temperas ment und ihre durchrfeistigtt' Auffassung der W^rke. die sie inteo- pretierte. De Frankfurter, Kpittk stellt sie jetzt bereits in die Reche der erstell Geigeriunen. Sie wird ein noch Nicht bekanntes, neu hev-