Ausgabe 
6.12.1917
Seite
6
 
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Unter dem Schutz und Schirm Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Erotzherzogm von Hessen und bei Rhein.

vom 8 . bis 1 «. Dezember 1917 .

Hilf erg K inder brauchen Wäsche!

Gaslampsn

empfiehlt

iu schöner Auswahl

Georg Dahme**,

Spenglern und Installation. Neoenwcf; 40.

$rmmt Das Fehlen von Rohstoffen und

. Ardertskräften macht kS der Wäsche-und Weiß- zeugerzeugung mmwalich, dem großen Bedarf an allem, was Wäsche heißt, nachzutoiumen. Zahllose «bemittelte Familien werden bald ihre Klndcr nichtnt der riötigsto» Leibwäsche versorgen können, aber auch tu vielen ^>ohlföhrtsanstalten, den 5(iippen und Säuglingsheimen, b?8mnt sich der BLangel fülnbar zu machen. Der nahende Wiilter wird dreseu Mangel zu einer schweren Gefahr machen. Schnell cntfd)loucnc tollte tut not, vor allem das kostbarste Gut des deutschen Voltes, seine Zukunft vor ;eder Gefährdung sicherzustctten. Wir müssen die Kinder mit Leibwäsche versorgen.

OrüvrN. tlntsrriokd in M37

M^Giiirr.nsGlirefDS'i

Stenographie

Buchführung

v *Hr« HaJuWsfic cm.

Tfcfias- t. ÄHadkam

Honorar für l in«l- Rrhcr V.k. 10, , für Kuisr nach be­sonderer Vereinbarung. Anmeldung titßlich. Koste lose Stellen- v titiutlung.

FraKi'83iSC8,l5 f l5i!

6oet i«str. 32. T«'. 21531,

^tÖLiert habt, ohne zu zögern, Euer Gold, Euren

AI tzchm«ck a»,f den, Altar des Vaterlandes qe-

c . ,-v, , 7. ^ vtm amu ve» oaiCliailOTO «t-

oprert, Ihr habt Eure Tage und Eure Nächte der Pflege der Perwnndcien und Kranien gewidmet, Ihr habt Euch init beivundenrswürdiaer Tapferleit in die Bresche geworfen um die Arbeitskräfte von Hunderttauscndeu von avivefendcn Kanrpfern in Schreibstube, Werkstatt und Berkehrsleben durch Eure srauenkrafr zu ersetze». Ihr habt dem Batcrlande Dienste in schwerster Zeit geleistet, d.c Mich unvergcsjen sein werden für alle Zeit.

S u t """ noch ei" UebrigeZ! Erfüllt eine Ni r , £ Ausgabe der Nächstenliebe und weiblicher Für-

sorge I Ein unendlicher Legen twird ans ihrer Lösung aus unser Bol herabstromen, gilt cs doch leinen geringeren, als dem. was Frauenbecren

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ba§ Höchste undHelliastc bedeutet, gilt e8 doch unseren Ki.rdernzuIjcTfcn' ne zu Idjutscn vor Mangel und Kälte: In Euren S ' ' * -

" r r ~\. V Schränken und Trusten,

m Kaste , und --chrelnen, da nt immer noch etwas, um der drobenden Not zn begegnen. Eebh von Eurem Ueberfluß, gebt von dem. was da ist.

gebt von dem Langttvergeffenen, dos t<-ch. wenn Ihr flejstjo achfucht, unter drc Hände fällt. Gebt, was Eure («rosten aus­gewachsen haben, gebt, was Ihr für Eure Kleinen nicht ,,bedingt brancht, geoi, was Euch zerschlissen und unscheinbar erscheint, ja gebt, was nur irgendwie sich als Teil eines Kinderwäscheftückes e.gaet Jeder Lappen, jeder Leinen- oder Bonmwvllrcst ist uni als ®abe willkommen. «chon sind zahllose kundige Hände und schnelle Maschinen bereit, alles, was cmtommt, unfern Kindern nutzbar zu machen.

£t(tUClt BefeilS k D,e herrlichen Erfolge u»,crer Kampfe in Italien.

V die dem twulofen Bundesgenosse» von ernst ein

wohlverdientes Strafgericht gebracht haben, zeigen, daß auch in, vierten

Kriegsjahre deutscher Helden- und Männergeist noch genau so imaebrochcn

W» konnte.

WM Ihr di-Ihrch viele Schlachten gege..'inne^NöL'nnd°h-imMes Elend aus deutscher Frauen Weile geschlagen habt, wollt Ihr. daß es heißt dkutscheFrauenherM stehen rn. vierten Kriegsjahre den Leistungen deuflcher Mannerfauste und deut,c,,er Mannerherzen nach? Oder wollt Ihr den -daten Eurer Gatten, Brüder, Söhne ein Ebenbürtiges an die Seite stelle» ?

fkikn§f F wissen, daß eine rede ihre Schuldigkeit

^ tun will, und das gibt »ns die freudige Ge­

wißheit oeS Erfolge-, unierer Lammelwoche, die freudige Gewißheit eines aus dem Gebiete der Nächstenliebe und des Kampfes um bat, Glu« und die Gesundhert unserer Kinder, die frrichiqe Gewißheit einrr schoncn gemeinsamen Liebestat, die uns wie jene Jsonzolchlacht dem immer

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Auf denn zurKinderwäsche-Sammelwoche

in den Tagen vom 8. bis 16. Dezember 1917.

hessischer rünHesauMch für gröaeiiörbett im Kriege.

von Antiquitäten. Möbeln, annzen Emrichtunaett. Sttt- eiicn. sowie allen von mir tteiiihrtcn Artiieln. 88A>

Louis Rolbenberoer.

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hrlse,,owledieZweigverernedes 2 lliee--Franeu 0 ereitts

für Krankeupsiege iu de« Lnudgemeiude»; des Kreises.

- auf obenfirhenden Aufruf biten wir die OrtsaussLüssc und

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wir beschränken uns Lcshald auf Agende Vorschläg^^^ öcr kltcnbcn Organisation;

**£ssa$£z tu'WWÄfrÄStja.r £ , S«* 5 ' 4Ä,Sr«hj£ S 5 s 3

erwartet werden dürfen, wenn bk barm iJ r0 ^ au 5 öan «

erwartet werden dürfen, wenn üte Herrn OrtHgeistlichen im Jntereiie der outoti c;n*Z 117' bestimmt werden könnten, von der Kanzel herab auf die Kinderwa * i>ö3u

msiien nnr^.tK^si. ^< 1 - ü* l ^"roeiwa <he-Äa,nme!wvchc bmzu

weisen. LH wäre derbalb vorteilhaft, wenn sich die Vorsihei'den'^der'Slo^w'nrS / )in3 !

SSf h p.S." S?Ä,

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werden, d-b an den San,wettachn junge MSLchtn v»n «E zu m Empfang mhmen und sie aaf tzandwagen Inde,^ di? rwn Knaben durch die S^ken

gezogen werden. Ed bannten dabei' die Knaben durch eine S-b^Ils die B-oSIt-ernng auf die Wasche ammiunq «asm«»,a^m-ch.a Vben^ können auch Lammelfi eilen errichtet werden die Gaden cntreaen,^Nmvn ,st°^^^unqe:t dieser SiSleu. mutzle oi-dann sl'rge g^agen Eden N7d'L b'L

rst, so6 olles angenommen werden, was nur irnend ule Mpu:. e « octonl

eignet Jeder Lappen, jeder Leinen- oder Vaumwolle'Lt ist mmmZn ] ) * m *

Die gesammelte Wäsche ist zunächst einem Sammellaaer M-ufÄLr.» ' u Gememd« zu errichten und der Verwaltuua einer ürtliGen O'ommrkE . ^ ^ i^öer Diese oeranlasft c,, gründliches

Zerchms aufttehmen wöbet Lappen nach Gewicht, einzelne Wäschestücke nach A^r und aufzusuhren sind. Das Verzeichnis bitten wir bis zum 20 TtcLmLr L senden. Dar. gesammelte Material muss dis auf weitere Verfnauna ^

Gememden aufbewahri werden. n gung m den einzelnen

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MErspamisvon Brennftoffen bei kr Heizung.

a) Ratschläge.

Die Knappheit der Kohlen zwingt zur beträchtlichen Ein­schränkung der Heizung.

1. Besser in einem oder zwei Zimmern warm sitzen, als in mehreren frieren!

2. Ain leichtesten lassen sich heizen: Zimmer, welche die meiste ^sonnc crhnlten. ferner Zimmer, welche inmitten anderer siegen, und schließlich solche, welche in eine-n mehrstöckigen toau,e ubcrrinandrrlicgen.

& Die Zimmertemperatur soll den Aufenthalt im gewohnten HauSanzugebehaglich" machen und jede Schädigung der Gesundheit aueschliehen: für gesunde und jüngere Personen genügen 18* nach Celsius (ll 1 /» 0 nach Zieaumur), für kranke uitb altere 20° C (16 °R).

f Das Thermometer soll sieh in Ti schuhe (75 bis 80 em über dem Futzboden) befinden, bei dem sitzenden Menschen

der Lage der großen Kürperorgane entsprechend. Am Atz- eheizren Zimmers ist die Temperatur um 2°

Hoden eines geheizten W u ä,

niedriger ui?b w Augenhöhe (1,6 m) um als in Tisch­

hohe': beim Sitzen schütze man die Fütze durch einen Autzsack.

5. Danerbranoheizttttg ist zu empfehlen, wenn sie durch Regu- liervorrichtungcn während der Nacht stark vermindert werden kann. Bei WarmVaijc'>Zentrnthej-ung spart man an Heiz­materials wenn man das ^cuer während der Nacht ver­löschen laßt, solange noch kein Frost herrscht; bei Dampf- Heizungen ist das nicht ratsam. ^

6. Um ein Einmrrcn der Wasserleitungen und der Zentral­heizung zu verhüten, die in freistehenden Außenwänden ver­laufen. soll die Temperatur in der Nähe der Röhren halb so viel Grad über dem Gefrierpunkte betragen, w.ie die Außen- temperaLnr unter dem Gefrierpunkts: bei 10* außen --5» innen in der Nähe der Röhren.

7. Beginne zu Herzen, wenn es dir im Zimmer zu kalt wird, und höre damie auf, wenn es dir nicht mehr .zu kalt ist; da­her spare möglichst vorsichtig in den ersten Wintermonaten: wie man mit der verfügbaren Menge von Heizmaterial auS- lommr, ist jedermanns eigene Sache; rinc Mehrlieferung ist nickst zu erwarten.

8. Schlafzimmer find nur im Falle von Krankheit oder aus soisttigen Gesuudheirsrücksrchten, tunlichst durch Offenlassen der Tür nach einem geheizten Nebenraume zu erwärmen.

9. Küche bslvobnbar. wenn in ihr mit Kohle» oder Holz ge­kocht wird. Heizung der Küche mittels des Kochherdes vec- brauckst zu viel Kohlen, wenn nicht, oder wenn mit Gas und Kochkiste gekocht wird.

10. Nickst zu heizen sind: Salon (gutes" Zimmer), Speise­zimmer, unbewohnbare Diele, Flure, Treppenhaus, Mort, so­lange nicht Gefahr des Einfrierens der Wasserleitung oder Röhren der Zentralheizung besteht; Badezimmer außerhalb der Zeit deS Badens.

11. Für Gesunde nur ein Bad wöchentlich, tunlichst unter leriweiler Benukuna desselben SBöffetä für hifi

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teUwener Benutzung desselben Wassers für die Kinder: alle Fannlienmitglieder nackteinander baden. Statt eines Boll- badeö lauwarme Ntvergießung {ßn°C 28° R) tu bet nur handhoch mit Wasser versehenen Badewanne.

12. Untere Fensterscheiben durckrFenstecmänttl" schützen, die aber nicht einen in der Fensternische befindlichen Heiz-- törper der Sammelheizung überdecken dürfen.

13. Wasser-Verdampfungssthalen beseitigen, iveil unnütz und warmeverbrauchend.

b) Verorduungeu.

Ueberall, wo durckf zweckwidriges Verfahren andere HauS- haltimgen in Mitlridrn^aft gezogen werden, tretenBer-

ordnrurgen" und bei deren Außerachtlassung schiedsrichter- , im Notfälle Ordnungsstrastn in Kraft.

liche Entscheidungen _____

1. Die Lüftung der Zimmer ist auf eine tägliche Viertel­stunde für Wotmrüume nnd eine halbe Stunde für Schlaf­zimmer zu beschränken; Küche und Abort lind nur für tunlichst kurze Zeit zu lüften. Dauerndes oder auch nur sttmdculülkges Offenlafftn eines Fensters, ebenso Schlafen bei

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offenem Fenster, auch bei ungeheiztem Zimmer, ist verboten, weil dadurch dem ganzen Hanse große Mengen von Wärme

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c'ttzogen werde». Offene I-custcr im Lreppeuhuusc, im oberste» «tocllverkc oder auf dem hausbodcu sind besonders schädlich.

3. Luftklasyen und Vrittilakionseinrichkungen sind außer Be­trieb zu setzen oder zu verkleben.

)j. Die stlensikr in Kartoffel- und Obsttellern siird erst daun zu Miexen, N'cnn Frost eiutcitt, da die Kartosüln einer Tenb- veratur von t bis 8° 6 (3 bis 6S°R) und der Lüftung zu Wirer Erhaltung bedürsen: andere Kclkerscuster und Zwischen- iiireu sind zu schließen, besondcr-5 wo Zentralheizuugeu vor- banden nnd. iLt>ri,etammerftnster können, soweit das zur Er- haltung von Lebensinitteln nötig ist, bei milderem Wetter »ffengelassen werden.

T Undichte Fenster und Kasten der Rollüden, Haus-. Entree-, BaltAN- und Zrmmrrtüren sind durrs> Baviereinlagen oder Fr>e-,treuen abzudechten, besonders, wenn sich solche im vause gegenüber liegen.

ö. Wärimvasseraillagen. die einer besonderen Heizung be-- durscn, sind ausjer Betrieb zu setzen.

6. In Häusern mit gemeinsamer Sammelheizung ist eine ^erruttiarung zwischen dem zur ixizung verpflichteten Haus­wirt und dru Minern untereinander über die zweckent- lprcriwndste Zahl und AnSwuhl der zu heizenden Räume erforderlrfl>;t eure E-.mgung nicht zu erzielen, dünn ent- Ichechel der vom 7. Dezember an im Etadthause wochentäg- lnd von 11 bts 12 Uhr geöffneteAuslunstsstelle für HerzungsangelegLnhetlen" erchgümg.

G. i e ß e n, den 5. Dezember 1917.

Der Oberbürgermeister.

J.V.: Grünewald.

SS 61V