Ausgabe 
23.11.1917 Erstes Blatt
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tuid;mittag um l Uhr zwischen Corbeny unb Juvftrcourl. Unter scliweren Verlusten ivurHen die Franzosen zurückgeschlagen. Wesllict Juvineourl und an einer kleinen Stelle im vorderen Graben sind örtlicke Kämpfe noch im Gange. Jan Anschluß hieran lag auch nördlich Reims lebhaftes Feuer auf unseren Stellungen. Auch hier iruriv ein nachmittags erfolgender feindlicher Teilan­

der Amerika feine ganzen Hvffmrngen und Hilfsquellen eingesetzt habe, als für Amerika gefährlich erkannte. Bei der nächst«! Konferenz der Alliierten müßten daher Beweise der größten Kraft nnd Einig Leit gegeben werden, sonst hätte / Lord Northcliffe mit seinem Worte recht, toonach Amerika

griff im Gegenstoß blutig angewiesen, während aus dem Ostuser d> ^ berechtigt ser, die Kriegsnhrnng voll und ganz in die Hand Maas am frühen Morgen erkannte feindliche Ansammlungen süd i« ZU nahmen.

östlich vom Chmunewald durch unser Vernichtungsfeuer zersprengt * * *

nrnrocn. ......... ... , , 4 .. Eine neue FriedenSnote des Papstes?

In I t a l i e n haben oiterreichisth-ungarliche uno deutsche - . . ¥ \

Truppen dem Feind erneut zwischen Brenta und Piave zähe per Berlin, 23. Nov. In vatikanischen Kreisen wird an- tttdigte, stark ausgebww Hühenstellungen aus dein Monte Fontano geblich mit Bestimmtheit gesagt, daß der Papst einen <oecca und Monte Lpinuceia c nrissen. kneuen Schritt zur Herbeiführung des Friedens un­

ternommen habe. Die neue Friedensnote des Papstes gehe

mehr als die frühere aus Einzelheiten der Friedensbedingun- gen ei;i. Bezüglich- Frankreichs sollen Mitteilungen der fran­zösischen Kardinale anläßlich ihres römischen Aufenthaltes mitbestimmend gewesen sein.

-1- . *

Die

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ver Küracrfricg in Rußland.

Amsterdam, 22. Nov. (WTB.l Reuter berichtet aus Pe­tersburg voni 20. November: Anläßlich der ansgcbrochenen und möglichen Aus stände im Staats- und Gemeindedienst hat der revolutio n äre Mslitärausschuß einen Aufruf erlassen, der die besitzenden Klassen warm, mit dem Feuer zu spielen. Sie würden in erster Linie unter einer Hungersnot zu leiden haben. Es mürbe ihnen das Recht, Lebensmittel zu beziehen, entzogen und ihre Vorräte lnftckilagnahmt werden. Der Kommandant von Moskau ist ein gemeiner Soldat.

London, 21. Nov. >WTB.) Reurermeldung: Berichterstat­ter in Petersburg melden vom 20. November: Der Bruch zwischen den Maximalisten und gemäßigteren Sozialisten scheint vollzogene Tatsache zu sein. In ein paar Tagen wird das Datum für die Wahlen zur verfassunggebenden Versammlung bekannt gegeben. Bei der jetzigen Anarchie wird aber ein einigermaßen unparteii­scher. ordentlicher Verlaus kaum möglich sein. Ter Vormarsch des -KorvS, das in Luga angekommen war, wurde eingestellt. Die Onrziere kamen nach Petersburg wird schlossen sich den Sozialisten an. Wie verlautet, ist ein großer Teil der Mannschaften zu den Maximalistru übcrgegangsr. Der revolutionäre Ausschuß gab be­kamst. das: die zweite Armee unter seiner Kontrolle stehe. .Ter Poli­tiker Purischkewitsch urrd Fürst Zlussopow mitten, unter der Be­schuldigung, mit Kaledin in Beziehung stehen, verhaftet.

Amsterdam, 22. Nov. MTB.) Nach einem hiesigen Blatt wird der ..Times" aus Petersburg vom 19. November gemeldet, daß der Herzog von Leucht enberg verhaftet wor­den ist.

Tic Genleindeoerwalrung in Petersburg erhielt Telegramme vom 12. A r m e c f $ p S an der Front, daß es nahe am Der- hungern, i c i.

Amsterdam, 22. Nov. (WTB.l Dem Reuter scheu Bureau wird aus Petersburg vom 21. 9tovember gemeldet, daß sich der Kommissar der maximslistischen Regierung M c n s ch i n s i i

rf.r.'.arir.rffiÄs

n l begab und binnen zechr Minuten die Auszahlung von zehn Millionen Rubel verlangte. Die Beamte:: weigerten sich, der Forde­rung nachzutommen. Schließlich stellte sich heraus, daß .vedrr Menschch.Sll noch Murajew non dein Rat b:c maximalistrschen Kommissare zu .diesem Auftrag 'ermächtigt morden «raren.

Das marimalistischL OrganPrawda" teilt mit, daß eS in der Nähe von Wiborg zwischen der Roten und der Weißen Garde zu einem Gefecht gekommen ist. Die Eisenbahn tun nt aufgerissen worden.

London, 22. Nov. ..Central News" melden: DieAssocia- ted Prep" verösfentttchl eine Mitteilung an-. Wa s h i n g t. o n, derzurolge die amerikanische Regierung beschloß, daß weder L ebe ns mr k t ct no ci M unition uadi Rußland geschickt meröen sollen., ehe die Lage geklärt ist. Tie Transporte nach Ruß ° Ed werden erit wieder autgeirommen werden, wenn eine dauernde ?^gierung vorhanden ftt, die die Bereinigten Staaten an-yuertenncn tu der Lage sind. Wenn die Bolschewiedi am Ruder blieben urrd ihr Programm eines Friedens mit Deutschland durcknübrten, so würde das Ausfuhrverbot ein dauerndes sein.

Stockholm, 23. Nov. l'BT.Huvubstade Bladei" meldet aus Petersburg, datz in der mei taeu Untgebung ivr Hauptstadt n u £ Z u i c m m e n ft ö ß c zwischen Truppen der Bolschzwicki

dem

mit

u»w KerenEs bevorsllinderr. Es sollen. 20 000 Kosaken bei bekannten Kurort Star Rnsa an der Südseite des Jlmenftes Truppen .rus Nowgorod zusammengestoßen sein

Laut ,.B. T." wurde General Brussilow in Moskau von euren! KrarNvagen überfahren. Er brach ein Bein.

Die inneren Zwistigkeiten in der Entente.

Bern, 21. Nov. (WTB.)Petit Parisien" meldet ans Was h ' n z ton, man müsse der Weigerung Lord North- clifses, das englische Lu.ftmmisteriu.ni zu übernehmen, ernste Aufmerksam reit zu >r enden. Nvrtbcliffts Erklänmgen decken sich mit den Gesichtspunkten Amerikas, ivo man nur Besorgnis innere Zw ist i.ak eiten bei den Wjier- ten aus tauchen sehe, während zur Erreichung des Sieges 5 k größte Einigkeit auf aUcn Gebieten uot.ren'dig fei. Amerika envarte, daß alles, was an Geld, Lebensmitteln und Men- sGen geliefert werde, von den Alliierten schnellstens wirk­sam zur Erreichung des gemeinsamen Zieles eingesetzt werde. In ?naßgebenden Kreisen erkläre man, daß die Sprache Northelisfes im jetzigen Zeitpunkt die einzig palende sei. Man dürfe nicht glauben, daß Wilson Me­thoden durchführen lassen werde, die. er bei der Partei, bei

Unterdrückung der Friedensbewegung Frankreich.

Genf, 23. Nov. In Paris und in der Provinz hat bereits die Unterdrückung der Friedensbewegung begow neu. Mehrere Lehrerinnen wurden verhaftet, bei denen auf eine Denunziation hin Haussuchungen abgehalten wurden. Man fand bei ihnen Flugschriften gegen den Krieg.

Ein neues ftvlccj:iomiiec iss Frankreich.

Rotterdam, 23. Nov. (SB. T.) Aus Paris wird ge­meldet : Ein neues K r'ie g s k o m i t e e wurde unter dem Borsitz des Prchidenten Poincare errichtet. An ihm neh­men teil: der Ministerpräsident, der Minister des Aeußern, der Marineminister, der Munitionsminifter und der Blockademinister. Das Komitee ist mit der obersten Leitung der Kriegspolitik beauftragt.

Die Haltung Japans.

B e r n, 22. Nov. Die Pariser Ausgabe der ..Daily Mail" meldet aus Tokio, daß der japanische Minister des Aeußern aus dem Hauptngartier der im Manöver befind­lichen Armeen nach Tokio zurückgelehrt sei. Er hatte eine Audienz beim Kaiser, die mit einer Erhöhung der Zahl 5er japanischen Vertreter auf der Pariser Konfe­renz in Beziehung steht. Man erwartet, daß in Paris die Frage der militärischen Hilft Japans erörtert werden wird und daß die japanische Regierung vera"*"^ ' K *"* ihre augenblickliche Haltung zu ändern.

Seekrieg.

Die LlLybcrbente dev U-Boote.

Berlin. 22. Rsv. (WTB. Amtlich.)

Im Monat Oktober sind durch kriegerische Matznah- der Mittelmächte

6 7 4 0 0 0 B r u 1 1 o r c n i ft i r t o n n c n des für unsere Feinde nutzbaren .HandelSchiffsrmttn^ ver­senkt worden. Hiermit erhöhen sich die bisherigen Erfolge des ^meinge-chrankten U-Boot-Krftg-s aus 7 000 Brutto-

Regifter-Tonnen.

Der Chrf des Admiralstrchs der Marine.

Neue U-Boot°Ersokge.

Berlin, 22. Nov. (Mntlich.) Neue U-.Bcn>ds-Erfolge in der Nordsee: Drei Dampftr itnfc> eilt Segler. Bon den drei Dump ferm rmwde einer ans gesichertem Geleitszug heransgeschossen. Der Detonation nach zu urteilen, hatte er Mnnitiion geladen.

Eines unserer U-Boote hatte am 30. Oktober in der Nähe der englischen Ostküste ein Gefecht mit einer eng­lischen U - B o o t - F a l l e in Gestalt eines eisernen Zwei­mastschoners mit Motor, in dessen Verlauf dem Segler zwei Treffer beigebracht wurden.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

*

London, 21. Nov. (WTB.) Meldung des Reuter- schen Bureaus. Die Admiralität tneldet, daß' ein kvniglickres Pa tronil len schiss durch ein feindliches Unterseeboot am 19. November int Mittelnreer versenkt wurde. Bier Offiziere und 5 Manu wurden getötet.

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§ d-M Kelchtz.'

DundesratSbeschlüsse.

Berlitt, 22. Nov. MTB.) In der Sitzung des Bnn- desrats wurden angenommen7 Der Entwurf einer Be- ianntmachnng über Berj,'ihrungsfristen, der Entwurf einer

eritimetc

hmrd^rtjahrftier der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft.

Frankfurt-a. M., 22. November.

Nntcr Entfaltung reichen akademischen Gepränges wurde heute K.-'lfnfarider her Senckenbergischen Naturforschenden O^eselt- scha r glanzvoll begangen. Fast alle wissenscknstckichcn Körperschaften des Reichs batten Vertreter entsandt, selbst die Donaumonarchie war durch mehrere Abgeordnete vertreten. An Stelle des Kaisers war .Kultusminister Dr. Schmidt-Berlin erschienen. Das hes- lftche Großherzogspaar batte den Rektor der Gießener Universität Pro». Dr. Gisevius, zu dem Festakt entsandt, der auch zu- gleich di^ Umverntäten Gießen, Marburg und .Heidelberg und die Technnche Hochschule Darmftadt vertrat. Für die Medizinische Fatuwu der Ludlvlgs-Universität war der derzeitige Dekan Pros i r : ^ vtz, anwesend. Unter den Festgästen bemerkte mau auch lvrinz und Prmzetsrn Friedrich Karl von Heften. Die sonstigen wn.smchchtlichen Vereine Hessens und der Nachbargebiete waren durch Geheimrat Prot. Dr. Fresenius- Wiesbaden vertreten. Direktor der Iubelgesellschaft, Prof. Tr. M nobtauch,

;i -x. ct ,er - mit ^ nn kurzen Schilderung des Werdegangs

Mimxtian: sooann gab er eine Anzahl Stiftungen be- ^ii t, u* v0£ L. a . er ftranfhirt stiftete zur Erforschung und Betc.mvmnq bösartiger töescknvüre 3)0 000 Mark: bi-rvon

' s öercU 4 im nächsten Jahr für eiuc Prsisarbeit werden. Dann wird das Kapital 23 Jahre ver-

..MB' ^ ra 1 ^} ba » Sonden Krank?.,rt

a Jr. ^richtde an Stipendium über .5000 Mark für unbemittelte M Forschungsreisen Peosejsor

R e l ck , n tz a eOFraucsurt stiftete erne PortrL.'medaillc zum An- an den Anatomen George H. von M ayer: die Medaille soll alle sunt Jahre dem B.'arbnter einer Preisausgabe gewidmet ivcitcn. Für dieses Zahr wurde dft Medaille Pros' Walter Eck- oard^n Halle a. -c. zuerkanm. An die Fristvon Direktor ^ Straßen literü ri.cn uno Kriegsmoral im Lifte der nl reihte lick« Glückwunsch an Glückwunjg>. Kultus'ninißer D^ midt übermittelte die Anteilnahme c>es Kaisers die in t>a B-aülhunq einer Reihe von Auszeichnungen zum Ausdruck kam :.Tr>-l, T- r i n o t f a u 1 imirbe twr Charakter als Gel, Mi-dizmatrat k" ll-i - Pros. Jur Straßen der Charakter als Geh Re- mrr::iigsrol: .»:rrent?ausmllglled voll Metzler erhielt eine hohe. ijTcer.iQuiKil nun«. Sodann überreichte Rektor Pro' Dr GiseviuZ-Gießen unter herzlichen Worten hoher Anerkennung,

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89 Mo S 1

>cz Jubilarin

int Namen seines Landesherrn dem Direktor Knoblauch, das Ritter­kreuz erster Klasse des Sterns von Brabant und reihte daran die Glückwünsche der von ihm vertretenen Hochschulen. Ober bürgere Eiber V o i g t>Franksurt überwies der Jubilarin namens der Stadt 30 000 Mari und. eine besondere Plakette, die auii xirefror Knoblauch' erhielt, und endlich dem Mstieum das Oetbild des verstorbenen Oberbürgermeisters Dr. Franz Ad ick cs. Der Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Gieften, Pros. Dr. Opitz, feierte die herzlichen Büziehungen seiner Fakultät zur Senckenberg-Gesells l aft unter besonderer Würdigung der Ver­dienste Dr. Phil. Jakob C r e tz s ck> m a r s.

^ Die Mitglieder der Gechllsftast gaben als Jubilänmsspeiwe Schnleverschrcibungeu über den Mu'euntsneubau in .Höhe von 18 300 0 Mark geschenkweise zurück und sielltat vorerst weitere oOOOO Mark in bar zur Verfügung.

Die Senckenbergistbe Gesellschaft uctijm sodann folgende von ihr bosel'ilo'.senen Ehrung eit p.k : Zu außerord c n llich e n. E b r f n m i t g l ledern wurden ernannt: Kultusminister Tr. ^ 3) midt- Berlin, Oberprä,ident v v n X r t i ,jit Sole- Kassel, Regiccungsprästdent Tr. v. M elfter- Wiesbadep und (steh. Sa- m'tätsrat Dr. R o e d i g c r - Frankfurl; zu k >rrespondiereuden Ehrenmitgliedern wurden eenamkt: Zar F e r d i n a u 5 von Bulgarien und die Ged.'imrüie B u t s ch l i - Heidelberg,

1 > wc n d n e r B e r l i tt und Gasser - Marburg. Die von der Gesellschaft aus Anlaß der Säkularseier geprägte Eiserne M e - daille mit dem Bilidstis Senckenb-ergs erhielten u. a. Prinz Friedrich Karl v> o n H essen, Freiherr von Gol5schmidt- Rothschild und der Direftor der Demichen Bank, Arthur von Gm inner. Prächtige Eböre des Le Hrer-Gefang Ver­eins gaben oer Weik^stnnde ich mar nnirdevollen Rahmen.

3um 80 ^eb urtstagc von Johau nes Tiede-- L \ a \ ^L x ® 0 ft ^ 23. N o o e m b e r. Der niederländische

Pl-wiwr I D van der Waals gehört zu den (^lehrten, die lios. ubertagende,. A^^mtung außerhalb der Fachkreise völlig nn-

kannt. ftlettai,. n-.'it f r.. 4r»ch>k°chl«,lm wsttte Maftftab für

if,ee Le, sinn gen st Mt. .^rei gewaltige Leichwgeit sind es, durch biev t>ait der Waals die Entrmckltmg der Mftck mächtig gefördert llH ^ V. Ze-mam: (Aüst Herda Iw in denNaturwissen'.

fa.'af{< n l Verlag Jnlms Spci.nger, Berlin, ausemandersetzl Zu trr d« niedorlälldijch.. «el«tzr,c in sein« Dissenationl

" f erhttlr er bat tttiftoft durch du 'Sbbanhmiwut Mn

&.l wfiu 8 Ü ber chc Würnrr. Ls ^la.kg ihm. in dreier Lissertatwir lieber dic Kmrtimnttt des sLsfSnniyai und des flüssigen Uggre-

Bokaimtmachnng betr. Aendernng der Bevordmmg über die Bestellung eines Reichskommissars für die lleberqangswirt- schast vow 3. August 1916, der E^tnmrs einer Bekannt­machung betr. Aenderung der Berordirung über den Ver­kehr mit -Harz, der Entwurf einer Bekanntma-chuizA

betr. Krau-kenversicherung und Wockstathilfe mährend des Krieges, der Enttvurs einer Belänntmachung über die Wah­len nach dem Bersicherungsgesetz für Angestellte, die Bor- läge betr. den Entwurf einer Satzimg für die oberste rnili-- iärische Bermessuugsstelle im Deutschen Reiche rrnd seinen Schutzgebieten, der Entwurf einer Bekanntmachung betr. Ergänzung der Berordnung über Rohtabak vom 10. Oktober 1016, die Vorlage über die 0>ewährun.g von. Beihilfett an ftemeistden für die Kriegswohlfahrtspflege mrd die Vorlage über die Gewährung von Beihilfen an (tzemeinveit für die Erwerbslosenfürsorge in der Textilindustrie.

Berlin, 22. Nov. (Amtlich) Der Vundesrat hat eine Aenderung der Vervrdmrng über die Beste'siuug eures R e i ch s k o nt missars s ü r ll eberga it g s w t r t f ch a. f r unni 3. August 1916 beschlossen, wonach deir Vorsitz beim. Beirat des Reichskonunifsars an Stelle des Staatssekretärs des Innern der Reichskanzler oder ein von ihm bestellter Vertreter führt. Die Aenderung bezweckt, die (tzesckiäfts-- ft'lhrnng des ReichskornmifsarS für Uebergangsimrtschast in eine durch die Sachlage begründete engste Perbtnonng mit der Reichswirtschast zu bringen.

Die WahlrechtSvorlÄgen in Preußen.

Berlin, 22. Nov. (Privattel.) Wie die Abendhläckter zuverlässig erfahren, wurden die Vorlagen betr. Aenderung oes Wahlrechts zum preußischen Abgeordneteichaus und Aendernng der Zusammensetzung des Herrenhauses ^ nunmehr vom König vollzogen und werden in Kürze dem » Landtage zugeheir.

Der Fremdcnverkihr in Bayern.

, München, 21. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Die Kvr- Mponocn^Hossmann meldet: Das Kriegsministerium erließ üver den Fremdenverkehr im Winter Anordnungen, die in der Hauptsache darauf ausgehen, daß vom 1. Februar ab Fremde in H ei lb ädern, K n r o r t c n und W i n t e r - n g sp l ä tz en in allen Gemeindeit mit wenige- als 0000 Seelen sich nur dann länger als eine Woche auf! alte» dürren, rvenn ihnen aus Grund eines Zeugnisses eines Amts­arztes ihres Wohnsitzes ein längerer Aufenthalt durch die zm stäudige Polizeibehörde ausdrücklich bewilligt wird. ÄuS- tzahmen sind nur zugelasftn für die nächsten. Ang>.hörigen, für Militärpersonen, insbesondere Kriegsteilnehmer, 5ie zu Erholungszwecken beurlaubt find. Der Fremdenverkehr ist be­sonders in der Richtung zu überwachen, daß nicht Fremde nach Ablauf der ihneir zustehenden Aufenthaltsfrist in an­deren bayerischen Kurorten unerlaubtertveise neuerlich Auf- enthäut nehmeu. Die Zuweisungen für den Fremdenverkehr, insbesondere an Nährmitteln an^Kdmmnnalverbän'cn', müs-en für die nächsten Monate entfallen.

Ans Heften.-

RheinMainDonau-Kanal.

X. Offenbach, 23. Nov. Verschiedene Städte und Handelskammern des Main-aebicts haben in der letzten Zeit, der ?lnffordern.mg dos Arbeitsansschusfts zur FvrDe- rung des Großschisfahrtsweges Rhoin-Mar:i-Donaw nach kommend, Beiträge für die Entwnrfsbearbeitirng des Rhein- MaimDonamKanals gezeichnet. Dem RundsckTreibert des ge- normten Ausschrisfts sind folgende Enizelheilen zu enrneh- men: Der Aufwand für die EntwurssböarbeiOmg beziffert sich nach deni Voranschlag der baverisckren Smotsregiernng auf rund 5 Millionen Mark. H rer von sollen das Reich 2 Milliorreir, der Kwers der Prioatinteressenten an dieser Großschiffahrtsstraße 1 Million und der Staat Bayern den Rest übernehmen. Die bayerischen! Städte-an der Donau, -dem z-utünstigen Kanal und dem Main, Bayerns Industrie- Handel, die außerbayerischen Städte am Main und am mittleren Rhein rvie der dorftge Handel und.die Industrie haben bereits namhafte Beiträge beschlutzmäßig zur Pro- . jektierung der Großschiffahrtsstratze zn.gcsagt und sich damit Sitz und Stimme in dem Großschissahrtskonsortium (Ä>taim DoimwStormVerb and) und dem hieraus zir bildentien! ^ ^tromb^i rat gesichert. Konsortium und Strombeirat sllid berufen, in den wichtigsten Dingen bei den Vorarbeiten ynx Grotzschisfahrtssiratze die Entscheidung zu treffen, so über. die Limenftihrung, die Größenverhälttiisse. des Kanals und der Schlenftn, über die Schiffgrößen' und den Sehisfahrts- bftrieb und schließlich über die in Frage kommenden, so n-ichtiyen Besahrnngsgebühren. Bei dem' großen Jirteressc. das dre Städte, der Handel imo die Industrie des Nieder-, eHeins und der angrenzenden Gebiete an der Projektierung 'ckeftr 0) xo ßschifsahrtsst raße und ihrem ftustandKommen hoben, war es geboten, das; auch diese Kreise den nötigen n. esst ei eiwn.de n Einfluß im Konsortinm und im Stromb errat

tem westntlich'Tr Unterschied besteht. 1880 entdeckte van der Waal ^ "Ee,etz der übereinstimmenden .Anstände", dach inwweit t das ll eriwfte Verhallen betrifft, in jeder Substanz eine ft-opi, ^ nt p erni-ru-d' rrem ist,lab., einer anderen fthen /. staW ch. !U diese Entdeckung hätte w'ohl weder Dewar den Waftttstvfi neck) ^lW8 K'amerlirmh Onnes das Helium verflüssige, tonnen. Los dritte (Velnet, auf van der Wachs ftch. grnMeqen vetatigt hat, tu ote o Hoorn von den Gemischen. Er bat in die Jcr wirrere Mannigfaltigftit der Erscheümngen Ges-etz und' Ordnuu gebracht. Zur graplftoben Darstellimg seiner Formeln hat er di logsnauntr durch K'uN«ney eingehend studiertePsi-F-ache" ein gestchrr. mit deren Hilft er viele Erfti>.nmmgen .>er römisch wenigstens gnalllatw erklären und öfters neue int vvrawftagei jcmtfu. rer äußere Lebensgang des groß n Forschers «wift nicht.

-^u'evlenswert-es -aus.: er war Lehrer der Phusik nn 'in.er oirerwr der hol-eren Bln-gersch'lle im .Haag : ferne Dijftr taticni 1873 -- erregte in den Fach.reisen bevewentx's Ans ,r low,und tzchon im ^ahre nach ilwenr Erscheinen iache Marwell zweifellos werde der Name van der Waals bald z.n den meist genamue-n auf dem.Gebiete der Molekular,orsckmng gehch-en. ein Pvovyelzemng die emgetrorfen ist. 1877 wnroe van bei Woals ;u prefc,tor in 'Amsterdam ernannt, imi> dort lyri er bis 1908 ein« -^wst-nhl mnegeWbt. In diesem Jahre wurde, er emeritiert, di er das gefetzlvch dafür vorgeschriebene Alter erreicht hatte Aeit dem ist- er aber noch chrrch weitere ^erboitcn nnd Forschungen Ivr vorgetreten.

r,. f Z~ ^ ck?? de Rodins. Wie ans Paris gemeldet wird bat dw lranzonsche Regiernug beschlossen. Rodins Beisetzung au Staatskosten vornehmen zu lassen. Er soll aus seinem Eigentmr in Meudon an der roeite. wmer jnngeu Gattin, die im Vorjalm l)cstorben ist. oeerdigt werden. Die offizielle Trauerftierl'chkeb wll vorher im Pwttheon in Paris stattfinden. Die Leiäw ist i" dem lllkller des .Künstlers aufgebahrt. Von seinein Oftsicht wurd, cm G-psabgun genommen. Der Nachlaß des Verstorbenen fälst nach dem s estameitt dem Nationälmnsepm zu. Nur einzelne Oftge,!-- stände bleiben im Besitze der Famllie. Der Staat erhält alle Mar mor- und Bron,zewerke Rodins, sowie seine Machtvolle Antiken- jammlung.

(Tr a 5 ^ Strauß tritt, nach derVoss. Ztg.", in den Lehrkörper der Berliner Königlichen Hochsclulle für Musik ein. um dn daN durch den Tob Friedrich Gernsheims verwaiste Meister- llape firr Konipolttiomm m übernehmen.