Ausgabe 
23.11.1917 Erstes Blatt
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erUfllten. i-er ArbeUsauSsiÜuß für aüßerbayrrischr Nmn- vnd Rhe,«gebt«t lwt Düsseldorf über die An^ L««che,t sehr beraten ,mk> ,st eimnütiq p dem

irnticfiluffc gekommen, cs ,oMen mit 4>-seireuniauna die n^rheinljchcn und ivestfälistKen, Städte. Industrie und fm^c, (5ui ^cloer trete r mtb C^cir Vif hatten ctfucftt ive r* bcn, emmaltge Beiträge für die Beteiligima an der Losten-- aufbnnMng sur das Großschtsfalwtsprojett $u widmen ?w Jnckrrungen für btc PrVjektienmg erfolgen *W jede 35ei*plLtctttiiua )ut die Zukunft. Insbesondere begründen sie ^E^derpflEmrg, an üer Ausbringung der den Aüsbcm de? Großschiftahrtsweges selbst treffenden Kosten teif^u nehmeit.

A»r» Stadt «nd «and.

G ir hen. den 23. November 1917.

LebentzmiLtek.

** Die Ausb ^ be de r Brot« u.nd Fleis ch - marren erfolgt diesmal Samstag vvn 81 Uhr vor- mittags und voll 2 3 Uhr nachn'.iüags, uirlifc lute gestern irrtinnltcü angegeben, von 2-3 Uhr nachmittags. '

^ * Städtischer Ge m ü s e v c rk a u s. Morgen

-mm?rag von 81 Uhr gelangen in der städtischen Gemüse verterlungsstelle, Brandplatz 3, Wirsing, das Pfund zu Io Psennig. Oberkohlrnbt, das Pfund zu 20 Pf., Unterkoblrabi, * a l jFVJtoJ* ' } M-, Weiße-Rüben, das Pfund zu 4 Pst, imd Gelbe-Rüben, das Pfund zu 12 Pf., zum Verkauf.

-'. Z 111 l e b e l- V e r t e.i l u ng. Die auf die Lebens­mittelmarken Nr. 3 bestellten Zwiebeln gelangen durch die leinhandelsgeschäfte gegen Mckgal'e der Vrstellans'.veise zur Ausgabe. Siehe Anzeigenteil.

I ** Amtliche Pe r s o n a ln a ch r i cht e n. Der Groß'- f#rm bat am 21 Novcmbe-r d. I. dem Oberförster der Lbtnstörswrei Feldkn'icken Adolf Keil zu Sckwtten und dein r der fürstet' der Oberförsterei Storndors Karl Dhnm zu Stmmdvrf den Charakter als Forstmeister verliehen.

uszeichnunger. Der Ärinee-Ölberkriegsgerichts­rat K o ü . der Sohn der' verstorbenen Kommerzienrats F. C. B. Kock, wurde von dem König von Württemberg nnt dem Rrtkerkremz !. Klasse mit Schlvertern des Kronen- m-dens ausgezeichnet. Dean Kanonier Ernst Bötz und tem -^fteiten Georg Ritzel, Znliaber des Hessischen Sani- iätskreuzes ani Kriegsband, wirrde das Eiserne Kreuz 2 Klasse verliehen. Die .hessische Dapferkeits medaille erhielt der Kanonier Leonhard M ü Ne r.

* A u s dem M j s i t ä r wa ckp e n bl a t t. Befördert wurden: 'Um Oberm'ü: der Assiftenzortt der Res. Karl Hillrr: zum Assi- iimvarst ber Re., dei Frtdhilssarzt Ivseph Schöning.

Kreis am t. Aus Anlaß der Feier des Geburts- -estes des GnoßHerzogs werden die Bnreanräume der Großh. ^ovinziakdirektton Oberl-esfen und des Großh. Kreisamts Gleßeri am Samstag den 21. 2cvvemb-er^ vormittags nur wit 0 bis 12 Uhr und mit zkum Vorbringen ganz dringlicher Age legen heilen für das Publikum geöffnet'sein

St a d t vermaltung. Aus Aulerß des Gelmrts- iages di'i- (Wwßlierzygs norden morgen Samstag die stä'dttt 'Den Dienststellen mn 12 Uhr mittags geschlossen.

Br o ck e n s a mm l ung. Der amtlickie Verkauf ge­tragener Kleider, Wäschestücke und Schulz erfolgt von jetzt ab hn Hanse Wehsteingasse 19. Näheres siehe Bekannt­machung int An zeigen teil.

** Opsertag. Ans den morgen im ganzen Groß- berzogtmn unter dem Sckmtze Sr. Wnigl. Hoheit des Groß- hrr^ogs stattftttdenden Opsertag zugunsten des Noten Kreuzes ^ weisen wir nochmals besonders hin. In unserer? Stadt wird die Sammlung in der seither üblichen Wein- als Bi'urfensammlung auf den Straßen und in den Häusern durchg" führt. Die tÄNHeichimmgslisten liegen nwch wahrend des gau,z.en Monats an den bekanntgegebenen stelle - offen, l-'i den großen 'Aufgaben, die das Rote .Kreuz zu erfüllen hat, ist ein guter Ertrag der Sammlung sehr eimiiriset'ch jede, auch die kleinste Gabe ist. willkommen. Bei der Sanunlnng kommen hübsclte Postkarten Mn Ver \fo U} ln-sonderes Fitteresse wird die Postkartensammlnnch Die unteren Sudenburg in verschiedenen Lebensaltern zeigt., erwecken.

f ** K u n st verein. Die Eriverbnngen aus der Darm- jtäoter- Kunst Ausstellung, sowie eine neuere Schenkung für den Ober hessischen Kunstverein sind von Sonntag den 25. No­vember an tu dem Saal am Brand plag ansgestellt. An den Mftnngen halben sich die Herren Geheim rate .S.. H e i che l - he i nt und W. Gail, Kommerzienrat C l o o s^, Fabrikant L. R i nn, Bankdirektor A. He i che l h e i m , Landgerichts Direktor W. B ü ck in g , Stadtverordneter K r u m ui, Sviciftsteller A. Bock, Fabrikant W. Meyer, Kanfmann ft' y ist a ck sowie (Keheimrat S o m nt e r und P o p pe r t beteiligt..Die Ausstellung umfaßt sieben Oelgentälde und Pastelle: 'von hessischen Künstlern nämlich R. Hölscher: '.Katzenbergerinnen" undAm Guckfenster' , 2ldols Beyer: ..(Drütte"' .Haarband", Philipp Zeltner:Junges Glück", Ltto Limuann:Rast beim Pflügen", Eimer:Der Mäuse Philosoph", Karl Bolz:Ewigkettsahnen", svlvie 35 Werke dck Schwarz BSeiß .Kunst von Peter Halm, Konrad Pfau, Alberr Hartmanu, Frieda Best, Herna Frey, Gertrud Seip, Jermaun Gcorgi, Elisabeth Wcihrich, Georg Altheim, Karl Thiemann, Otto Ubbctohdc, Leo Kay sec, Ernst Eimer, von Madiges, Konrad Lutter, Sophie Gvosch, H. Otto, L. von övsmann, Menbelsohn. Schnrotl von Eisenwrrth, ferner infolg,' (\\\n neueren Schenkung Stiche und Feichnungeri von Wachlmeier, F. E. Klimsch, Horslev, Steinten, Chodv- Wiectj, I. d. Witt. A. Acheuiurch, B. Bantier. Robert Stieter. außerdern ci u Werk der Plastik, denSensetnvetzer" des s'ießcner Bildhauers Koedding.

** Die den II tt t c r tt c ij nt c r u t a n b m t r 1 1 d> a f 1 1 i dj c r ö? t rt f b e z tt t E l n ä h ru tt a derS e l b ft v e r s o v g e r u n b öu r F ü 11 c r u n g % u belass c u d c tt F r ü ch t e. Das Kriegs- kr>t!U,rungsamr gib. iolaendc Begrimduttg zn der Berorduting über den Unternehmern lattowt'rjschastlicber Betriebe zur Eruähcung ucr Selbstversorger und zur Fütterung zu belassenden Früchte vom 1s. Aovember 1917: Nach der an« 13. November 1917 ergan s'kNl-u Berordomtg des Bundesrow dürfen die llmer.rebmer land wMschasllicher Betriebe in der Zeit vom 15. November 1917 bis .-ivPltt 1913 mr Ernährung der Selbstversorger aus den Koos "M. Monat nur mehr msgesamr 2 Kilo Hafer mld Gerste und 1 Ü\lo Hülsenirüchte verwendetl. Zur Füttming des im Bettiebe net)aUcneu Viehs sind auf den gan^n genannten Zeitraum frei- Meben worden insgesamt 6 Zentner Hafer oder Getnenge für das btfrb oder Maultier und insgesamt 2 Zentner für die zur Zucht verwendeten Zuchtbullen mit Genehmigung oes Kommmtoloer- vandee, ferner mit (^Knelmtignug " ' "

S Pfund .'ödet, (üemenge oder Eie und > . Pfuttd täglich für ( werden. Eine weitere Freigabe vor ZUlsenftüctNen zur Ernährung od glicht Die ireigegebenen ^

<Msütter»ug, sind au!>rordeittl,ch je nach dent Ausiallc der ^vltt aus. Sic stellen aber nach

oes .'tvmmunatverbandes d^erste für Zuchtsauen bei jed >.'der, die zum Sprunge beni ' Haler, (berste. Gemenge o er Berfütterimg stebl nicht -tengcn. insbesondere für gertug und legen den Lai Ernte oes Ein-eliren schw dem tommtcrnteerflcbiiiiic l

Aeußerste dar, was nwglich ist, wenn für das Heer die Miitdest menge, die notwendig ist, um die Kampfkraft cntsrecht zu erhalten, noch de raus kommen soll. Die Freigabe von Körnernttter für Ge- slügettütterung und Scksweinemaft ist nach Lage der Verhältnisse unmöglich gewesen. Es kann nunmehr für jeden Betrieb be­rechnet werden, wieviel er von den genannten Früchten surück- behalten. darf, und wieviel abgeliefcrt werden, muß. Aus die größte Beschlettnigung der Abliesermtgett an Hafer muß mir Rücksicht auf die Lage des Heeres, das bisber nicht einmal notdürftig mit .Hafer versorgt werden tonnte, mit allen Mitteln hingeivirkt werden.

** 5t o v c m b e r a r b c i t c tt in Ho fund Feld. Vor allen Dingen ist die FAtternng des Viehes sot-gsälrig z nbctreiben. Vom Herbst bis zum Frühjahr muß immer gleichmäßig gefüttert werden.

Zeit erfordert, daß »nt dem Futter sparsam umgegangen tvicd Besonders tunst die tägliche .Heugäbe sorgfältig berechnet werdetf. Aus die Gesundheit des Viehes ist jetzt großes Gowijcht zu legen. .Hat doch die deutsche Lan-d'.mrtschpft in diesem Kriege die Ausgabe, die Bolksernährung und.auch' zum größten Teil die Heeresernährung allein sichrrzusrellett? Zur Gtsnnderhattung der Tiere darf selbst- verständlich auch eine gleichmäßige Stals.uärme flicht 'vernachlässigt werden, auch aus die Hiautpslege der Tiere ist streng zu achten. Bei Rübenblattfütterung ist Torsstreit zu empfehlen, atich sind die Rüben gründlich zu reinigen. Bereistes Futter darf niemals ver- Nittett' w-erden. Die Enter der Milchkühe sind stets peinlich sauber zu halten. Droht Fntterknappheit, muß genügend Stroh zurück- gelegt »»erden. Feldarbeit ltestchränkt sich ans Düngen und Pflügen. Zur Hackfrucke muß mit dcm Untergrundpslug tiefer ge- pflügt warben. Aus den Wiesen sind die Gräben zu öffnen.

L i ch t s p i c l ha u s. Tos Nttrafelgastspiel ist um einen Tag verlängert. Siehe Anzeige.

Um seiner selbst und des Vaterlandes willen erstM jeder seine Ehrenpflicht!

in den Räumen der Vepttzspackasse ließen ist morgen von !ö bis \2% Uhr geöffnet!

Landkreis Gießen.

~ K:ejfelbacb, ^23. Nvv. Dem Krankenträger Heinrich L waas, Inhaber d.s Samtätsttenzes, wurde das Eiserne Karenz 2. Masse verliehen.

Itt Lang-Göns. 23 Nov. Das Fest der Silbernen .Hnch- zeit feiern nwrgen vrakt. Arzt Tr. Reiff und seine (Gemahlin. Das Eiserne Kreuz mlnelt der Lehrer Otto Stvll.

Münster, 23. ststov. Eine Belolprimg von 20 000 Mark Zt cntf die Wiederherbeischfasftmg einer Ladung Pfeffer ausgesetzt, die auf der Eisenb-abnfahtt von Amsterdam nack> Adünster i. W. spurlos versichwlnrden. ist. Der Pfeffer. 7000 Kilogramm, nxir in . Fässern verpackt, und zwar enthielten 22 Faß schwarzen, ein we,s>m Pfeffer, der noch rmgemahl^tt tvar. Tie kostbare stadung rvar zunächst von Bremen mit dem Schiff nach Amsterdam geleitet worden und dort mich angekommen. Nachdem er sodann auf che Gtsenbahn übergeladen war. wartete 7n<rn in Münster vergeb Och aus stine Anktmft. Der Pfeffer hat einen Wett voll 300 000 Mk. ^ ^' O be r-Dc s sin g e n , 23. Nvv. Schütze Heinrich r tz,

^ohn des Schuhnrachermeisters Karl Würy, erhielt das Eiserne KttntA und die .Hessische Tavierktttsmedaille.

Ober-Bessingen, 22. N»v. Gefterti feierte unser Bürgermeister Kühn mit seiner Ehefrau, geb. Setth, in geistiger trnd körperlicher Frische das Fest der goldenen Hochzett

Kreis Büdingen.

Büdingen, 22. Nov. Prinz Dieter zn Psenbltrg und Büdingen, Hrmptmann. und Bataillonsführer im Königin-Augusta- Garde - Grenadter - Regiment Nr. 4, erlüttt das Ritterkreuz mit Schwertern des KGrialichen Hansorden-: wn .Hohenzvlleru.

Fe. Stibin gen, 23. Nov. Wie ein Märchen klingen die Meinhandelshöchstprcise. die für Gemüse im hiesigen Kreise fest­gesetzt sfttd. So beträgt der Preis» für rote Kärvtten ohne Kraut 18 Pf. das Pfund, Tauettveißkohl 10 Pf., Rotkohl 12 Pf., mischkohl 20 Pf., Tomaten 20 Pf., Zwiebeln 21 Pf., Schwarz­wurzeln ^70 Pf., (strünkohl 12 Pf., alles vro Pfund, imd dabei ver- stehen tick dies'' Kleinhandelshöchstpreise tmr für markttäbige Ware erster Güte.

. ^ O Ö r t e nbe r g, 23. Nov. Pfarrer K a hn , der Bottitzettde des' hiesigen ans allen Gebieten der K'negsfLrsorge eifrig tätigen Zweigvrreins vom Roten Kreuz, wurde mit der Roden^'- hr* tz-Me-- daille 3. Klafft ansg^'zeichntt.

Kreis Schotten

(2 Gedern, 23. Nov. ZuMnslien bcs Opfertagee für das Rote Kreuz tmd die Soldat et r- tt nb Mattneheime veronftakteten der lstesige Zweigverem vom Rotetr Ktt'wz, der Zweigverein vom Alice Frauen verein und der Vollsläldtmgsvercin einen M ä r che n- a b e it d, wobei Fräulein "J)i e ß I e r aus Frankfurt a. M. die Erzählung einer Anzahl^ der schönsten Grimmichen Märchen über tbvMMeil hatte. Präcl Lichtbilder veranschaulichten das qe-

jprockene Work. Nach Abzug der Unkostezc. vettckeben 90 Mark Rein gewinn, welche dem Roten Kreuz zugute kamen.

Starlenburg und Rheinhessen.

I D a rm sta dt, 22. Nvv. Im hessischen Iagdklnb sprach heute abcno^der bekannte Ornithologe Dr. Fl öri cke überForsckiettahtt im Feindesland" Generalseldmarschall Mackensen hatte ihn im Frühjahr zsu einer Bereisung der naturgefchichtlich und jagdlich außrkrordenllich interessanten Dobrudscha eingeladen.

ch.. Lorch a. Rh., 23. Nov. Im vergangenen Jahre wurden die im Jahre 1917 in unserer Gemarkung entdeckten Reblaus- Herde lviederbolt einige» Untersuchungen unterzogen. Rtm dürfet^ aus den Bodcnslächnt dieser Herde wieder solche Gewächse, die oberirdisch aogeernttt werbe» 'können, ferner vom Beginn des Jahres 1920 an auch alle Wurzel- und Knollengelmichse jmede'r angebanr trerdcn.. Tie Mederanlage von Reben darzegen, ferner auch die Entsernmng von Erde und Dünger aller Att oo» diesen' Bodenslächrn ist itach wie vor untersagt.

n. Offenbach a. M., 22. Nov. Nach einem einleitenden Referate seines Borsitzenden nahm der hiesige Lehreroerein in einer gestern abend stattgeffmdenen Versammlung Stellung zu der Frage des Llufftiegs der Begabten aus der Volksschule in vnt- sprechende Klassert der höheren Lehranstalten. Nach längerer Aus­sprache irmrtv ein aus Volks und Mittel sch» tlehrern, Lehrerinnen und .Hanptle-Hrern bestehet!der Aussichnst gebildet, dem auch bc* bekannte Schul nt ann, Kreisschnlinspektor Schtrtrat Scherer, »n ge­hört. Die Vorschläge dieses A,»ssttmsses werden trach einer tveitereu Bttprechnng und Besckstußsassung im Lehrer vor ein der Schulbehörde unterbreitet, die zur Z it der Frage des ermöglicktten Anffliegs begabter Volksschüler die größte Aufmerksamkeit zniocndot.

T. T. R üsielshoim, 21. Nov. Beim Ansheben oon Baum- löchrrn machl" Philipp Knopp tttdkn interessanten Fund. Es handelt si'ti, laut .,Main-Spitze", um ein Kindergrab aus der Zeit von! 1000 'v. Ehr , ch'!N nicht weniger ai> sechs Tongefäße verschiedener Form nnb Größe keilte geben warnt. Die Funde kamen tns .Heimat- muscum.

Kreis Wetzlar.

** K rofdv r f, 23 .Nov. Dem Füsilier Albert Hotinann wurde das Eiserne Kreuz! 2. Klasse verliehen.

Hessen-Nassau.

** 5 v än k surt a. M., 23. Nov. Berliner Blätter lnwich- tcten, daß der Lnstmörder Suter in Dresden verliostet worden sei Diese Meldung ist, wie der Kleinen Presse aus Anfrage von zu­ständiger Stelle mitgetetlr wtrth falsch. Es handelt sich bei der dortigen Verhaftung um einen Dresdener Raubmörder. Auch, eine Meldung aus Mannheim, >v-vnvch der Lnstmörder dort verhaftet und wieder cntöommen ivar, entspricht nickt den Tatsachen.

Fc. Wiesbaden, 22. Nov. Ter 3eremo»ienmeisttr des Sultaits, Oberst F^ltm Bev an> Ä!entto»timv u. hier ettfgetroffen turd im Nassauer Hof abgestiegen.

Fc Von der Lahn, 23. Nov Dem Dekan D Deißmarrn in Eubach wurde anläßlich seines 50jahttgen Ämtchtckiläums der

Rote Adlerorden 3. .Nasse mit der Zahl 50 und der Schleife ver­liehen unb durch (HeneralsuperinLendent Ohly-Wiesbaden über­reicht. Gleichzeitig übergab der Generalsupcrintendent namens des Seminardirektors Professors D. Käodt in Herborn ein Diplom, ans dem der Lehrkörper des Seminars dem Jubckar, seinem ehe­maligen Mitglied, Glück- urrd Segenswünsche aussprach.

Gerichtrfaal.

I Darmstadt, 22. Nov. Vou der Sttaftammer wurde» Zwei Jugendliche aus Lamperthain verurteilt, oie im Armen­haus bei einer Mitbervohnerin Einstiegen und ein paar Weck und einige Brotmarken entwendeten. Der jüngere 14jähri(n', der ;ckon vorher einmal cingebrock>m, erhielt 3 Wockeat. der ältere. 16jähttge Zlvei Wackle» Eftängnis.Die B-ntrsung eines 17jährigen Kauf- manns aus Slrapburg, der bei einer hiesigen Firma Mark ttitttrschlagen hatre und deshalb vvm Schöffiengettchr zu 6 Woche» Gcsänguis verurteilt ivorden war. tmtrde kvstenfällig oerworfe»

Witternngsberichl.

Meffentlichcr Wetterdienst.- Bkeist trüb, geringe Niederschläge, etwas wärmer.

Letzte NachrichieK,

(WTB.) Großes ft a n p t p u a r t i e r, 23. Nov.

(Amtlich.)

W c ft l i ch t x Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.

Zn Flandern erreichte der Feuerkanips nur in den Rachmittngsstunden größere Stärke.

Auf d^m Schlachtfelde südwestlich von Eambrai waren Mocuvres und Fontaine die Brennprmktc des gesttiqen Kampfes, liegen ckstocuvreck und die westlick anschließenden Stellungen raunte der Gegner mehrfach vergeblich an. Kleine Anfangcerfolge wurden durch unsere Gegenstöße wettgemacht.

Auf beiden Seiten von Fontaine und aus Fontaine her­aus fiihrte der Engländer starke Kräfte gegen unsere Linien vor. Es kam zu erbitterten Nahkämpftn. in denen der Feind unterlag. In angrisssfrohrm Draufgehen warf Ihn unsere Infanterie zurück und erstürmte das Dorf Fontaine. Der Wald La Folie wurde vom Feind gesäubert.

Gegen Rumilly. Banteur und Bendhuillr gerickttkte eng­lische Angriffe brachen uerlüstreick zusammen.

Niederschlesische irnd Pommcrsche Truppen haben an dem erfolgreichen Ausgang der gestrigen Kamvfe besonderen Anteil.

Während der Nacht blieb der Artilleriekampr nur in einzelnen Abschnitten des Schlachtfeldes stark. Seit dem frü den Morgen sind am Südrand von Mocuvres neue Kämpft im Gange.

Heeresgruppe D e u t s ch e r Kronprinz.

Bei guter Sicht lebte Vas Feuer zwischen Dauraillon und Eraonne, in der Ehampagne und mrs beiden Maas» uftrn aut.

O e ft l i ch e r Kriegsschauplatz und M a z e d o n j s ch t

Front.

Keine größeren Kampfhandlungen.

I t a t i e n i s ch e Front

Im Gebirge zwischen Brenta und Piave für uns günstig fortschreitende Kämpft. An der iknteren Piave nichts Neues.

Der Erste Geucralguarticrmciftcr Ludendorff.

Urtier 12,6 Millionen Tonnen versenkt.

Berlin,- 22. Nov. (WTB.' Mit den im 'Duntaf Oktober ver­senkten 347 000 Br. -Mg. Tonnen übersteigt die Zahl des seit KriegSbcgmn vernichteten feindlichen nun im Feind^soienst tätigen nentrntt-u Haudelssck.iffsraumes 12,6 Millionen Br -Tonnen. Hier­von entfallen mein.' als 7,6 Millionen Br.-T. ru- oie ersten 9 Mo- uale des unemAsck-ränttcu U^Boot-Mrieges. Man kann sich einen Begriff von der Größe, des vernichdtten Sv «ft-,' raume- mocken. wenn mau den Schiffsraum der Wett. Segler .'tue Dumpfer, zu­sammen l>?trachtet, der lstr Kriegseutsbruck vidi auf 49,09 M'.llumen Br.-Tonnen bezifferte. Heute rndt bereits mehr als ein reichliches Viertel desselben Mit dem Meeresgrund.. Zum 2lusg!eick dieser Verluste stehen den Gegnern nur Neubauten und der vv» de» Neu- ttalen in ihre Dienste gepreßte^ Schiffsraum zur Verfügung. Was die Neubauten anlwtriist, ist es dem Feinde bisber nickt möglich gewesen, die gewaltigen Verluste-auch nur annähernd auZzualeicken, und alle Hoftrungen, die sie auf die ame­rikanischen Schiffst teubauten setzen, werden ebenfalls keine» auch rntr int eutfemfefren hinreichwdeu Attögleicli .'nas­sen. Diese Ausickt spiegelt sick i» dee ftüchlichen

Presse fast täglich tvider. Besonders di' SchiffahttMatler brachten in der Mrtte des M^natS Oktober Bemerknuge?!. vaß ffch über die Schiffsneubauten ein anffälffgr- SckKveiaett näge. und daß die Erwattnugen auf die .Hilfe der amerüanffckea ft-chffi§- iverfteu sich nickt verwirMche». Das die Vermehrung durch Er­pressung Neutvaler betrifft, so läßt fick diese Sck ranl» auch nur bis zu erneut gewijseu Punkte Mspamrcn. der, .nenn cruck nickt aenz erreicht, fein*- uenurtrAwerte Steigmamg mM ft» -

das neutrale Ausland bat im Laufe des .Oktobers diese Tariacke» einer Reihe von Bettackckuugen zugrunde geregt. Auch cke Bewer­tung Mlscrec und der feindlichen Ailgabe» über die Ettattw des Unterseehandels'krieges wird in einer irüländiüften Zeitung' dalcku beurteilt, daß die deutscktc» ?lngabon über di? Erfolge tedr loadr- sckteinlich richttg, die Angaben der Gegenpartei aber bestimmt falsch und irrefübraü sind. Es steht anher allem Zwei in, ogß der vlan- mäßig sott gesetzte II -Boot- .Krieg die schiffe - 4m et! er vermwtrt. als unsere Feind? sie mit dem größte» Kraftansgebot zu bauen ver­mögen.

D'Anmmzio wohlbehalten.

Schweizer Grenze, 22. Nov. Lank Baffer Nachrichten meldet Havas cms Paris- daß sich d'Annnnziv wahibebalten in der Kriegszone befindet. (Fr. Nachr.l

Amtlicher Teil.

An die Grotzh. Bürgermeistereien drr Landarmeinden des Kreises.

Wir beausttagen Sic. die in Ihrer Gemeinde als Heber- wachnngsperson ber den Hausschlachtungen tätigen Flrtsctchesckat'c- oder Wiegemeister zu einer Bttpreckuna aus Dcmnerstao d?» 29. d Mts. vormittags 10 Ubr. in

herzogltckten stIeisamts Gießen zu einer Brspreclmng wegen Neu»r- ntgchnng der .Hausschlacktuugen und Regelung der Speckab.ml. lädeu.

Gleichzeitig sollen cketenigen lkebettvvckungsvettanen. die nickst m ihrer ttunm,chast als rffeisckcheschauer vere-digt sind, durcl' .Hand icklag vevvfftchtet nvrden. ^ie wollen die lleberwockungspersonen auf,du' Buckligkeit der Besprechung Hinweisen und für deren Er- scheinen besorgt sem.

Gießen, den 20. November 1917.

Gwßherzagliches Krrtsami Gictze».

Br. Uft«s«r.