loOO Kvsaken ^cren^Ttö zsoischen lAatscbina intb Zarskoie ©feio ichLugeu, 16 000 Mlann Pähl den. In Moskau btcfxmi i>er Kanrps am K>_ Modems. Die Truppen der R-egiermrg bestandene aus 3000 Soldaten, .SMbetten und Studenten, sie versüßten ü ?r drer Kanonen, eine große tHjngaVt ßtaivfjre und einige S D1üchtneitge* wehoe. Von den 100 000- Mann der Garnison sind ungefähr 15) 000 auf die Seite der Bolschewiki. die übrigen blieben in den Kasernen. Der revolutionäre Militärausschsuß beschoß mit 15 Kanonen am- dauernd das Zentrum der Stadt. Bis zun, 14. November- k a men 300 0 P e rso non tum, hauptsäcksich friedliche Bürger, dis Leichen blieben tagelang unbestattet liegen. Die Kathedrale im .Kreml wurde zerstört, die Basiliuskirche wurde in Brand geschossen.
Ein Hungcrkrieg gegen Petersburg?
Stockholm, 19. Nov. (WTB.) Die letzten Nachrichten aus Rußland betonen häufiger als bisher, daß Kerenski das Spiel verloren hat. Gestern abend traf nach „Stockholms Tidningen" feilt Privatsttretär in Stockholm ein, dem es gelungen . .ist. mit salschenr .Paß aus Rußland zu entfliehen. Auch er bestätigte die Behauptung anderer Redender, daß Keren s li geflohen sei und die Bolschewiki Petersburg beherrschen. Die Nachricht von Kornilows Teilnahme, .am Kampf b-'zeichnete ' er als uurickig. Dagegen sei wahr, daß Kaledin das Tongebiet beherrsche. Das Vorgehen des Kofakeitgenerals Kaledin tritt in den Berichten immer mehr in den Vordergrund. Ter ganze Kampf zwischen Lenin nnb KereuM scheint von einenr solchen zwischen Lenin mrd Kaledin abgelöst zu »verden. Ter Kosakengeneral geht nach verschiedenen Aussagen darauf auS, einen regelrechten Hnngerkrieg gegen Petersburg zu.führen. Darum besetzte er die Kohlengebiete des Don-ez, weil er dadurch einen Druck auf den ganzen Eisenbahnbetrieb Rußlands ansüben kann.' Auch, Charkow ist von seinen Truppen genommen. Diese hielten dort 200 Eisenbahnwagen mit Lebensmitteln zurück, die für Petersburg bestimmt waren. Tie Lebensmittelnot in der Hauptstadt soll schon sehr groß sein.
Nahrnngsmittelmangel in Belgien.
Paris, 19. Nov. (Havas.) Der Finauzminister hat dem Ministerrat eine Vorlage über die Eröffnung von Kriegskrediten kür das erste Vierteljahr 1918 vorgelegt, die sich auf 9263 Millionen Francs belaufen. Davon sollen 8639 Millionen' Francs ausschließlich für militärische Ausgaben verwendet werden.
Berlin, 19. Nov. Eine Neitermeldung aus Washington über Äußerungen Hoovers zu der Pariser Meldung, daß i u B c l g i e u Hungersnot herrsche, wird durch eine Sondermeldung der „Daily Mail" ergänzt, wonach Hoover gleichzeitig sagte: Der Nah- vuugsmittelmangel in Belgien ist lediglich die Folge der Knappheit m Schiffsranm und von Verzögerungen infolge der Tätigkeit der Tauchboote. Im Zeiträume vom 1. Februar bis 1. Oktober wurden m Rotterdam 400 000 Tonnen Lebensmittel angegliedert. Weitere 250 000 Tonnen vermochten ihre Besttmmung infolge von Versenkungen und dem Unvermögen, durch die Kriegszone brndurchzu- kommen, nicht zu erreichen. Die Kommission ist außerstande, die Verluste zu verhüten.
Hierzu wird uns von zuständiger Stelle u. a. folgendes mit- geterll:
. Wenn Nahrrmgsmittelkuavpheit in Belgien eintreten sollte 1 v rft die rUsache hiervon nicht der U-Boot-Krieg, sondern einerseits das miUwillige, gegen das getroffene Abkommen verstoßende Ber- whren der Lchtsfe der Unterjtützungskommis-ion, andererseits per von England ailf diese Schiffe ausgeübte Zwang, im Interesse unlerer i-eernde, besonders im englischen, Fahrten im Sperrgebiet ouszutubren Nickst unsere U-Boote entziehen der belgischen' Bevölkerung ihre Nahrung, sortdern Willkür und Ergennuü unserer bie Interessen der belgischen Zivilbevölkerilng wie ubkch den eigenen opfern.
inr Saale des Bundesrates ern-e „ArbeibAgerneinschast für deutsches Jugendrechi" begründet. Die weiteren. Schritte, vor allem die genauere Feststellung eines Arbeitsprogramms, wurden einem ueungliedrigen Verwaltungsausschuß übertragen. Da diese Arbeitsgemeinschaft alles, was in Deutschland irr Sachen der Jugendfürsorge sachverständig und erfahren ist, in sicht-vereinigt, so bietet sie die Sicherheit, daß sie nicht nur selbst gute und sachliche Arbeit leistet, sondern auch der bisherigen selstidlichen Zersplitte- rung ein Ende bereitet. Es wird daher geraten sein, daß keinerlei neue Schritte in dieser Sache getan werden, ohne sich mit ihr in Beziehung zu setzen. 'Geschäftsführer ist vorerst Herr Direktor Abrahamczht von der Deutschen Zentrale für Jugendfürsorge, Monbijouplatz 3, Berlin. Aus Hessen gehört dem Verwaltungsausschirß Geh. Kirchenrat D. Schlosser (jetzt Frankfurt a. M., Schisserstr. 72) an, der auch zu jeglicher Auskunft bereit ist.
Der Kohlenmaugcl in München.
Berlin, 20. Nov. Dem B. T. zufolge hat der Kommunalverband München infolge der immer fühlbarer werdenden K o h l e n n o t in München die Veranstaltung von Vorträgen, Konzerten und Versammlungen in der Zeit vom 1. Dezember bis zum 15. Februar untersagt. Die betreffenden Räume dürfen weder mit Kohlen noch mit .Holz oder Torf beliefert werden.
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Berlin, 1,9. Nov. (WTB.) Die unabhängige sozialdemokratische Partei Deutschlairds plante für gestern in Berlin Versammlungen, die behördlicherseits nicht zuge lassen werden konnten. Im Anschluß an diese Versammlungen versuchten die Teilnehmer in geringer Anzahl, im Osten Berlins auf den Straßen zn demonstrieren, wurden aber mühelos von der Polizei rasch zerstreut.
Aus pcsse».
Gewährung von Staatsdarlehen an vom Kriege betroffene
Schwere Ausschreitungen in Zürich.
.J3ßri d>, 18. Nov. lWTB.) Meldung der schweizerischen De peichen-Agentur. Am Samstag abend fand in Zürich eine Kund n ^ lK>r tem $Bezirksgeb aude statt, wo die Führer der pazi- NMscheu gegen dre Munitionsfabriken gerichteten Kundgebung vom Ul vaft sind. Tie Veranstaltung ging von jungen ^-urschen aus. Mehrere Lausend Personen nahmen daran teil Es kam zu schweren Ausschreitungen. Tie Polizei zog blank und !ckoß mrt Revolvern. Barrikaden wurden errichtet Es Ach vwr Äste, darunter einen Polizisten und viele Verwundete. Eme^Majchinengewehrabteilung säuberte den Platz mit blinden <-chu,stu Um 1 Uhr nachts trat Ruhe ein.
1 ch/ ^^zRov. >WTB.) Meldung der Schweizerischen Level chen-Agentur. Nachmittags 5 Uhr. Nach den neuesten Nachrichten K rb r n Fisher nur drei Opfer des Krawalls, ein Polrzerbeamterund ern gewisser Linrger aus dem Kanton Bern und ern gewnier Nagelr aus Rorschach. In dem Kantonshospital liegen mrt Baustychuß eine Frarl, ferner zwei simge Leute im Alter von mit Bauchschuß und Lungenschuß. Ueber 20 S Schüsse Verwundete wurden in Behandlung genommen.
>i b e r 80 Verhaftungen vorgenommen, die mersten Terhafteterr wurden nach Aufnahme der Personalien wieder irergelasten. Abends wurde die Ansammlung um die Kierswacke 4 wieder starker. Das Militär fordctte mm Weckergeheir auf. Jus- Sonntag abend 100 Berhaftuugeu vorgeirommen. Lms Platzkommando erließ einen Anschlag, in deni jegliche Ver- wmmrung verboten wird. Zuwiderhandelnde sollen den Väilitär- gerrchten ubergeben werden. — Westschweizerische Blättermeldungen von einem Angriff der Manifestanten auf die Geb äulrck keilen der „Neuen Zürcher Zeitung" sowie auf die Geschäftsräume der ^chwerzerr,chen Depeschen-A gentur -entbehren jeder Grundlage. Einige Personen veranstalteten wohl Kundgebungen vor dem Gebaut. es kam redoch zu keinerlei Unruhen.
^. einem Aufruf erklären die wMiL^nokrattsche Arberterunion, die sozialdemokratische Fraktion des Kantonrates und die, sozialdenwkratische Fraktion des großen Stad trates in Zürich,, mit den Veranstaltern der Aus schrei- die^l^st^s^Men Tage keine Gemeinschaft zu haben. Sie fordern die Arbertersch^st auf, alles zu vernindeii, was zu solchen AuS- sltrei Lungen fuhren kann Eine Delegierten Versammlung der Union mmmt heute abend zu den Ereignissen Stellung. Tie Geschäfts lettung der sozialdemokrattschen Partei der Schweiz benef für Eienstag nachmittag nach Zürich eine Borst an dssitzung ein
Personen.
Durch das'Gesetz vom 12. Mai 1917 ist der Großh. pelß Regierung ein Kredit bis zu drei Millionen Mark zur Verfügung gestellt, um hieraus an vom Kriege betroffene, wirtschaftliche gefährdete Personen zur Aufrechterhaltung ihres selbständigen bürgerlichen Berufes oder zum Uebergang in einen solchen Darrlehen zu gewähret!.
Nach den Grundsätzen, die für die Gewährung von Darlehen maßgebend sind, können alle infolge des Kriegsdienstes wirtschaftlich gefährdeten Personen zur Auftecht- erhaltung ihres selbständigen bürgerlichen Berufes oder zum Uebergang in einen solchen aus den hierzu bereitgestelllen üstitteln Darlehen erhalreii, sofern sie kreditwürdig sind und mindestens ein Jahr vor Ausbruch des - Krieges in öef)eit gewohnt haben oder in: Falle ihres Zuzuges aus dem Ausland die hessische Staatsangehörigkeit besitzen. Das Gesetz verlangt, daß die Gesuchsteller an dem .Kriege teil- genoinmen haben und daß die wirtschaftliche Gefährdung eine ^olge des Krieges ist. Wo der Einberufene etwa ge- fallen ist, kann der Witwe oder den Angehörigen, die das hinterlassene Geschäft oder den Gewerbebetrieb sich erhalten wollen, ein Darlehen gewährt werden. Ausnahmsweise tonnen auch Darlehen in besonderes! Fällen an Personen gegeben werden, die nicht am Kriege teilgenommen haben, weim deren Angehörige, die in dem Gewerbebetrieb tätig waren, z. B. Söhne und Schwiegersöhne, zum Heeresdienst erngezogen find und infolgedessen der wirtschaftliche Niedergang des Geschäftes verursacht ioorden ist. In allen Fällen ist zu prüfen, ob das Unternehmen berefts vor dem Kriege Überschuldet oder überhaupt lebensfähig war. Betriebe, deneii dre Bedingung zu ihrer wirtschaftlzcheri Entwicklung fehlt, oder Betriebe, die weder im Interesse der Allgemein- hett oder iig Interesse der Gesnchsteller liegen, 'scheiden aus und können nicht berücksickstigt werden. Die Hilfe darf nrrr dort erntreten, wv sie gerechtfertigt ist, uub zwar in der ^brm der Derettstelluug eines geschäftlichen BeLriebs- Darlehen sollen also insbesondere nur zu ge- fchasttichen Aufwv^ndungen dienen, die die Ausrechterhal- tung oder Neuaufnahme einer selbständigen Erwerbstätigst bezweaen. Hierzu gehören beispielsweise die Beschaffung von Maschtnen, Werkzeugeu, Material zur Weitcrver arbeitting, Waren, die Bestreitung der Miete ftir gewerb- lrche Raume, bei Landwirten die Anschaffung von lebendeni und totem Inventar. Zur Deckung alter Verbindlichkeiten dürfen dre Earlehen nicht verwendet werden. In der Re- grerungsvorlage und den Kciu^merverhand^Mffen ist über- ernittmmemd zum Audornri gekommen, daß zur Behebunq emer anderen als der geschäftlichen Nottaqe. z. B m X Be- trtebigung persönlicher Lebensbedürfnisse -einschließlich der l]^} en Wohnung) bic Staatshilfe nicht bestimmt ist. Hier emzugreifen, rst die Aufgabe anderer Organe.
Der Reichskanzler in Ronstantinopcst
»onstantinopel, 18. Nov. (WTB.) Ter Reichskanzler nt heute vormittag hier eingetrosfen.
beekrleg.
Nene U-Boot-Erfolge.
Berlin, Id. Nov. (Amtlich.) Durch die Tätigkeit unserer U-Boote wurden im Sperrgebiet um England wiederum 14 000 Br.-R.-T. vernichtet. Unter den per- lenkten Schiffen befanden sich zwei englische Dampfer, die aus emem stark gesicherten Geleitszug herausgeschossen wurden. Der eine Dampfer war bewaffnet. Ein weiterer englischer bewaffneter Dampfer, der ebenfalls ans einein Geleitzuae herausgeschossen wurde, war tief geladen mit Lebens- Mitteln nach England.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
Aur dem Reiche.
Arbeitsgemeinschaft für deutches Jugendrecht.
Berlin, 18. O^ov. In einer von der Deutschen Zentrale f ü t I u g e ri b für so r g c ernbrrufenen Ver- littnmlung der Vertreter aller dafür rn Betracht koinmenden deutschen Zentralorgcrnff<rtronon wurde um 8. November
rlus Stadt nnto Eantz.
Gießen, den 20. 97ovember 1917.
Auch geldwirtschastlich müssen wir uns unüberwindlich zeigen. ’
(Mb dem Natoriandi. darzubringen, ist Stärkung unserer Waffen- und Geldgewalt.
Wer möchte es über sich bringen, zurückzubleiben?
*
** 21 m 11 1 d> e Personalnachrichten. Der 0-roß- herzog hat am 17. November d. I. den Hauptsteueramtsassistenten bei dem .hauptsteueramt Bingen Nikolaus Jakob Scymrtt zu Bingen zum Steuereinnehmer des Steuer- ^stost-Gerau ernannt:. Am 14. November wurde Adam
b lrntz aus Kempten vom 3. Dezember an zum Schreib- gehllsen bet dem Ftuanzamt Bingon ernanut.
** ä h r m i t t e l a u s g a b In der gestrigen Be- rtchttgung über die Nährmittelausgab^ muß es heißen- Aus die blauen Karten ( C) 125 Gramm Teiawaren- 125 ©ramm Graupen; 200 Gramm Suppen oder Kartoffelstärke mehl oder geschälte Erbsen.
_ ** Keine Neujahrsglückwünsche zwischen
H e r nr a t und Feldheer. Bon auitlieher Seite wird mitgeteilt, daß Anfang Dezember eine Bekanntmachung der Heeresverwaltung zu erwarten sei, nach der, wie in den verftossenen Kriegsjahren, auch in diesem Jahre der Austausch von Neinjahrsglückwunschkarben zwischen der Heimat und dem Feldheer unterbleiben müsse, a ^-7 Die Feldpostpaketsperre. In-der Zeit vom 9. brs 2o. Dezember d. I. findet keine Annahrne von Privat- Paketen an Heeresangehörige nach dem Felde statt Recht- zerttge Auflieferung der Weihnachtspakete ist unbedingt erforderlich. Pakete für Truppeitteile ch Siebenbüraeu »Italien und auf dem Balkan müssen am 1. Dezember bei o^^Mndrgen Samnielpaketantt sein. Frachtstückgüter bis zu 50 Kilogramm an .Heeresa.ngehörige> im Felde UTtterlieaen der Aimahm^perre nickst.
** Verein der Gastwirte von Gießen und Umgegend. Auf die Bekanntmachung im Tlnzeigcntell wird hin-
gewiesert. «
** Novemberarbeiten im Gemüsegarten. Im Gemüsegatten ist im allgemeinen die Arbeit beendet. Nur Kohl- .arten, wie Grün-, Braun- und Rosenkohl werden erst eingeheimst, wenn sie etwas Frost erhalten, denn dadurch werden sie schmackhafter. Junge Setzlinge, die im Frühjahr das erfte Gemüse geben, sind mit Erde zu behäufeln, und zwar so weit, daß nur das Herz frei bleibt. Karotten, Mohrrüben, Petersilie sind bei Einttitt strengen Frostes mit Laub zu bedecken, damit der.Boden nicht friert; und das Gemüse jederzeit herausgenommen werden kann. Leerstehende Beete sind sofort zu düngen und umzugraben. Gesät werden jetzt Karotten, Mohrttiben, Schwarzwurzel, Petersilie, Dill. Kerbel uss. Tie Saat dieser Pflanzen ist jetzt um so notuxmdiger'. als sie lange Zeit zum Aufgehen brauchen und überdies zum Teil ihre Keimsähigkeit schnell verlieren. Werdert sie also erst im Fchhjahr ausgesät, gehen sie erst sehr spät, nicht selten aber gar nicht auf Spargelbeete sind im Laufe des Winters einige Male zu rauchen.
** Das Krei^ bl a t t Nr. 191 enthalt Verordnungen über:
Hausschlachlungen, Sprechstunden bei den Beamten des Kommunal- verbandes, Verwertung der Walnußernte, Auskunftetteitung, Aus- luhr von Pferden, Heranziehung von Kriegsgefangenen, Gefunden, Verloren, Aufnahme der taubstummen Kinder in dre Taubstummen- Anltalten des Landes.
** Gießener Lazarett-Zeitung. Die Nr. 1 ist erschienen und enthält u. a.: Zu Großherzogs Geburtstag. Wie ick den britischen Spürhurwen entrann, Welche Steuern inuf 3 ich während der Dienstzeit zahl-en?, Heldentum, Ver- w u n deten-Un terri cht u. a. ist-
Landkreis Gießen.
** Beuern, 20. Nov. Bon den 4 Gefreiten Arnold hier ist nun Reinhold Arnold zunl Unteroffizier befördett ivorden. Außer ihm besitzftauch der Gefteite Wilhelm Arnold das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Sein Bruder, der Gefteite Heinrich Arnold, geriet in englische Gefangenschaft.
** T a u b r i n g e n, 20. Nov. Von sch.wevem Schicksal wurde dre Familie ches^ Bahircnrgestellten Heinrich Weimer dahier be-, troffen. Zwer Kinder, eins Doch^r von 21 Jahren und ein Sohn £ c ' n , V Jahren, starben am gleichen Tage infolge Scharlachs und
Trphther,e.
^ ** L a n g - Göns, 20 .Nov. Dem Gefreiten Otto B i u k,
Inhaber des Ei lernen Kreuzes, lourde die Hessifckss Tapferkeit^ medarlle verliehen.
. , "7 Rn tiershausen, 20 .Nov.Der bald 3 Jahre im Felde stehende und mit den: Eisernen Kreuz ailsgezeichnete Seeioldat Hemrrch> Bepperling von hier ist bei den schweren Kämpfen m Flandern gefallen.
Kreis Büdingerl.
y. N i dd a, 18. Nov. Gestern fand im Sitzungssaale des Spar- laiiegebaudes dre diesjährrge Hauptversammlung der Bezrrisspar- ka,se Tabu statt. Zu derselben waren die Mitglieder des Vorstands und Aussichtsrats sowie die sämtlichen Vertreter der B'ärrs- oemeuldeu erschienen. Der Vorsitzende der Kasse, Herr Oberamrs- run'er R ö m bel d, eröiftrele dst Versammlung, gedachte der schwc- reu 'brregszert, rn der die Losung heißen müsse: „Durchhalten mit Gottoectraueir und Sregeszuversrcht, mit gkeichenl Helden,mit urd der,etbkn stvierfreudiccheit wie saitl^er bis zum starken, deutsäE Frieden, wer Rechenschaftsbericht für 1916 zeigte eine bedeutend Zuuabme des Umsatzes. Die Ernnahmnn betrugen 6 457 218.03 Mark, die Ausgaben 6 322 227,82 Mark, der Reingewinn 23 958.79 . Marr. Für Krregsanleil? wurden bei der Bezittslasse 7 271000 Mark gezeichnet, davon 2 600000 Mart für die Kasse selbst. Sie !?^.aater allen Bezirks Lassen Hessonts in dieser Hinsicht an erster ™ e '> $5? (AE ^ ^varkassebücher betrug am Ende des Jahrrs
^'06> ^tück urrd hat um 398 zugenommen. .T^m Bottlattv und Auisichtsvat wurde u,ach genebmigter Reck^rang Entlastuns ettellt und dann der für 1918 festgesetzte Voranschlag einstimmig angerrommeu. Aus dem^ Reingewinn wurden an verschiedene -ge. werbliche und landwirtschaftliche Vereine und Lehrerstellen, au Wohltatrgkeitsanltallen und gemeinnützige Einttchitungen bedeutende Zuwendungen geschlossen und an 25 Dienstboten des Bezirks für sünftähttqe treue Dienstzeit 526 Mark Prämien vertttlt. Dem Reservefands foimten nochi 12 027 Mark 79 Pfennig überwiesen werden.
Starkenburg und Rheinhessen.
. M. T. ftMarnz, 20. Nov. Zu einem hiesigen Althändler kaur duster -vage ern ilerner Knirps Von etwa neun Jahren und tot tf/m em großes Drahtseil zum Verkauf mi, das er keuchend u,rt- geichileppt hatte. Ter Händler traute den: kleinen Burschen nickt und lchrckte rhu ah. Tie Nachforschungen ergaben, daß der Junge das L-erl aus eineyr a/ni Rhein haltenden Schiffe gestohlen batte Ms lbtzi stst es nicht gelungen, den kleinen Dieb zu ennitteln. Die -Lrebstähle ^ugendlick^c wachsen neuerdings geradezu ins Unge- beuerlrche. Kern Tag vergeht, ohne daß kleinere und größere Diebstahle durch Ichulpflrchtige Knaben und auch Müdrhen ausgeführt werden. £
, ^enfels r. O., 20. Nov. Zwei in hiesigen LazaE retten benndlichen Soldaten begegneten zwei gillgekleideteu Touristen und gttrstten sre, erhielten aber keinen Tank) Sie stellten die Leute zur Rede und machten dabei die Entdeckung, daß es zwei aus Franfturt entwichene Kttegsgefmigene toaren. Mit der Wandermw rrach Frankreich über die Schweiz war es vorbei.
Hessen-Nassau.
n nkjurt a. M., 20. Nov. Das Heiliggeist-Hospital hat auf ,eurem Hofgi'-t Hohemvald bei .Kronberg ein Ge ne- ftungs- und Erholungsheim mit vorläuftg 31 Betten für h rwacksterre und (40 für Kinder erdichtet. Eine ivertere Ge- nenmgsstatte für Kinder, die am Keuch,husten litten, ist in V-or- verertung. Ein großer Teil des Hohenwald-Gebietes soll in Werde-- gclaude für mchrere hundett Milchkühe umgewandelt iverden. Außerdeiu pmnt das.Hospital, das über ein Vermögen von 15Hz. M illionen^ Mark verfügt, auf Lwhenwald die Einri-chtung einer größeren » uhnerHaltung und Gemüseanlagen in Größe von 50 Morgen.
X-, öanau, 20. Nov. Ter Weihnachtsgabe 1917 für Heer und Flotte smd aus den Kreisen der Jndusttie in Stadt und Land Harlau namhafte Beträge gespendet worden. Tie chemische Fabrik llassella & (Io. m Marnlur Iwt z. B. 10000 Mk, die ßigarreu kistnr- unr. Wrnkelsornrensabrrk I. Brüning 6- Sohn in Langen» vrebach 3v00 Rrk. gespendet.
. ® ? [' c ?' 20- In einem ernenten Wahnsinns-
arttalftuoerfiel der frül>er schon einmal geisteskrank gttvefeur Land- wrtt ..Yohatut Ammer rn-Arenshausen ferne Familie. Die 'Frau er- hwll eine Anzahl Ltrche in den Rücken, der auf Urlaub daheim wellende ckstahrige ^ohn eine Stichrvuude in den Hals. Am schwersten zugerrchtet nmrde der 18jährme -Sohn, der dem Äaukm- haus zugesuhst werden mußte. Die 19iähnge Dochler lomrt,' sick retten und Hrlfe herbeiholen, die) den Wiahnjinnigeu fesfette.
letzte 27.'.^cd»^ich'ten.
Der Sieg oer Bvlschewisten.
Berlin, 20. Nov. Ueber den Sieg der Bolsche- lvi steu, dis Moskauer Bluttat und die Niederlage Ke- reusns werden unkontrollierbare Nachrichten verbreitet.
der Zarskoje Sselo drangen die rnaxima- listtschen Trlippen rn den Palast ein. Dies enttnuttate die Haupttnacht Kerenskis, die bei Gatschinn stand. Am Min- woch kam der Matrose Dpbenko als Abgesandter der Mat i- mallsteri und erklärte den Kosaken, daß sie isoliert seien. Wahrend der Unterhaltung tarn eine Deputation der füus- V lf b } e ^klärte, daß, falls der Kampf nicht ein- gestellt würde, ihr Heer gegest die Kosaken Vorgehen iverde. Dre Kosaken beschlossen darauf, Kerenski als Verräter zu verhaften. Während sie noch über die Art, n>ie die Verbuf- lung bewerkstelligt werden sollte, berieten, verkleidete sich KerenSki als Matrose und flüchtete.


