fijufi zu schlagen, ihn als Regenten einsetzen und die Monarchie wiederherstellen wolle.
Berlin. 19 Nov Wi edem B. T. aus Basel berrch-tet wird, soll dem ,.Marin" zufolge Kerenski aus Verzweiflung über die wachsende Anarchie einen Selbstmordversuch gemacht habe.
Kopenhagen, 18. 9Lov. Ter neue Legations-e:retüt der hiesigen russischen Gesandtschaft, Baron von der Wieth, dc. aus Petersburg hier eingetroffen ist, teilte .einem Vertreter des Mattes „Politiken" mit: Wir .verliehen Petersburg :m letzten Augenblick. als die Kugeln der Bolchmoisten uns schon um olc Ohren pfissen. Was Kerenski anbetrisst, so glaubw man früher in ihm den Retter Rußlands zu sehen. Nun aber nicht mehr. Seine Macht ist gebrochen. Er bleibt ein Mensch, der krank an Leib und Seele ist. Wir stehen an einem entscheid.nden Weudepunll, vor dem einigen Wunsch' nach Frieden um je>en Preis. Rußland wird aber seine Alliierten nicht im Stich lassen, und si: guten Kräfte in der .Bevölkerung werden chvsseutlich nieder zur Macht gelangen. Das Heer ist trotz des BorgefalLenen nicht vernichtet, wenn die Werbetätigkeit der Bolsche.oicki es auch geschwächt und seine M-rnneszuck-t geschädigt hat.
Geffentliche Versammlung öer Deutschen vaterlandspartei.
Gießen, den 18. November.
Tie nach dem Saale des Gasthauses „JLrstenhof" von der dcut- den Vatcrlsndspartei, Landesverein sür die Provinz Oberhessen, iugeladcne Versammlung war von den Bewohnern Gießens so- als auch vor? der näheren und weiteren Umgebung zahlreich deucht. ^er Vorsitzende. Professor Opitz, begrüßte di.' Erschiene- reir und J»& hervor, wie oir .Deutsche Vaterlands Partei aus der bcot der Zell hervargegarrren sei und 'welchen Anklang sie deshalb in alten Schichten der Bevölkerung finde. .Insbesondere führte er aus.'
^ M b io neu unserer Brüder stehen draußen in hartem Kampfe, ähren unr wohl mit mcmijeii Entbet rirngen zu kämpfen Haren, :m großen imd ganzen aber in -Sicherheit leben können. £a, manch,? veriftenen mehr als in Friede,rszeilen. Während unsere .Y)c?r. von ^ieg zu Sieg schreiten und Hindenbnra erklärt, daß unsere Kriegslage besser sei denn je. faßt der Reichstag die bekannte MehvhettsreMntion. Ta ging ein^ Aufatmen der Erlösung die deutschnr Lande, als der Aufruf zur Gründung der
t des Kai sc
mehr."
deutschen Vaterlands Partei erging, die das Wort des Kaisers wahr machen will: „Fck; kenne keine Parteien
rm ^lkettvaynverrenr m e?rcrrc lw - nngarn. n.aui.en wul: ,-enne f?uie Srri?.. \i mehr. Denn jeoer Deut-
/ 17. Nov. - (WTB.) Meldung des K. n. K. Koraefpon- Unrersck.fts ty: Parte', umt fick anschließen, kein
. Mit Rücksicht au' die durch die kriegerische.! Er ng- uv} ' h '' l>: ' 1 ' '" L «r Va erlandSparlei im
jcrufnteit außerordentlich.m Berhälmifse wiro mit Wirk-1 F..^ , aug : !. leder. der ihr angegört, muß
1. Dezember ab im Personenverkehr der oster-1 's... \ r . 7 * M! 1 v — ! C: ' :r Gentftsrnlnfte streng durch-
Zuschläge im Sisenbahuvcrkchr in Oeftcrrcich-ttngarn.
Wien/ 17. Nov. (WTBck Mcldrurg deS K. n. K. Korrespondenzbureaus nisse hervor gerufenen
samkeit vom 1. Dezeni^t-t. v ^ t.- > _ ö c <• <..«- _
reichischen StaatSbadnen ein50prozentiger Zuschlag zu I sch/ " . [ r . c l Lei1, ! ^ 10 - 1 ' s K1L ' ll ' : or V'it bu* deutsche Vliterlanos- den gegMwärtigen tarifmäßigen Fahrpreisen erhoben. I ^rc-en, dahm gehce.d, das; sie Zwietracht säe und
_ , I r.. tpartenu vekamp-e. Tie,e Vonvune gehen einesteils von Leuten
i m :ß’ t-le leine Liebe für Deutschland, ltzoh! aber für ihre amerika- npt.- '.u oder sonstigen Wertpapiere haben, denen der Geldbeutel E.aule ^NU' Vster^andslieb? ersetzt. anderntrilS von- Idealisten, vw den Fortschritts der Menschheit zu fördern meinen, wenn sie für ~t. ettiumir, Abrüstung, Versöhnung der Feinde durch besckieidene Forderungen eintreten nnd verlangen, daß man deshalb aut Machp u wachs verzichten soll, ohne zu bederlken, daß alle dke»e schönen Tinge zur Zeit nur utopische Träumereien dar- f.ellen, die uns angesichts der tatsächlichen Verhältnisse über
Aur bm Reiche.
Berlin, 16. Nov. Die Mgeordneten Fuhrmann, Merlin fOels), Frhr. v. Los und Winckler haben mit Unterstütz ;ng von Mitgliedern der Nationalliberalen, Ko-?r.'eroativen, F .ilonserva- tiven und Zeritrumsfraktion folgend«! Antrag im Abgeordnetenhaus ein gebracht: „die SbaatSregierrurg zu erfrtchen, das den S t a a l S b e a m 1 eti versaflun gsm ä ßig zustehende v'i e ch t der p o l i t i s ch e n B e t a t i g u n g.unter Zurücknahinre neuerdings oer snchter Einschränkungen wendet sich vor allem gegen Erlaß des Ministers des die politisch e B etätigunig für die. Deutsche Vaterlandspartei uni er sagte.
lurz
oder lang ins Verderben stürzen müssen. Tie deutsche
schneiendes Fragen auf die Zeit nach dem Krirg verschoben wür- oen, dannt -auch die treuen 5^eloen. denen wir Leben und Dasein
Ar25> Hessen.
Aus der Zweiten hefsi'chen Kammer.
Zweiten Kammer hat sich am Donnerstag über k ^ ngcnn,s . n **** lLr.olge
die Vornahrne von Nachwahl e n unter Wahrung d e Besitzstandes der Parteien entschieden. Nrrr übe^c d
Wahlkreis B a d -Na u h e im - Butz b a ch, der durch den } kirnt hm-en. oic wg;en, daß Deutschland nur durch die Deutschen Tod des keiner^ Fraktion angehüreuden 'Mg. Joutz oer-l g.u, befugen in. und demgemäß tenoüst sie. Es wird in diese in warft ist, konnte mau sich nich. verständigen. Schließlich br-j Khi'ge in Frag.- au sgejochtceu, ob da Angelsachftntum die un schloß man, die Aujstellung eines Kandidaten Dem Wahl- N:,chränkre Wütherrschirft erringt und wir zum SÄavenvolke heräb- treiS selber zu überlassen, nachdenr ein Vorschlag, diesen Wahlkreis unbesetzt Uk lasserr, nicht durchgedrungen war.
„ ß j ‘^' ir ‘ m Verlauf von 3 Kriegs;obren gegen eine mehr als zehnfarist: - ■, Uetermach-t errungen Hal en. Aber es fehlt mfe das Bewußtsein ClX i r ' ’ ei ^ e7 l e51 Wertes, den die Engländer und Ameriläner längst er-
Seekrieg.
Reue U-Boot-Erfolge.
Berlin, 18. November. (Amtlich) Im w e st l i ch t n M! ttelmeer hat die alte Angriffs sreuoig keit unserer U-Boots-Kommandcnvten zu neuen Erfolgen geführt. Elf Damp fer n nd neun Seg ler mit üb er 36 000 BRT. sind vernichtet woroen. Unter den versenkten Schiffen waren die englischen Dampfer „Lllavi" {3627 Tonnen) uno „Cambrio" (3403 Tonnen), letzterer mit 5000 Tonnen Eisenerz ans der Fahrt nach England, der italienische Dampfer „Doris" (3979 Donnen), der griechische Dampfer „Despina G. Michalinos" (2815 Toniren), ferner zwei tiefbeladene Transporter und fünf italienische Segler. Alte versenkten Dampfer waren bewaffnet.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
Ein Seegefecht vor der deutschen Bucht.
Berlin, 17. Nov. (WTB. Amtlich.) Zum ersten Male seit den ersten Kriegsmonalen versuchten am 17. November starke englische Seestrcitkräste in die deutsche Bucht einzubrechen. Durch unsere Sicherungen wurden sie bereits auf der Linie Horns Riff-Terschelling festgeftellt und durch den sofort angesetzten Gegenstoß unserer Vorposten-Slreitkräfte mühelos nnd ohne eigene Verluste abgewiesen.
Durch die Tätigkeit unserer U-Boote wurden auf dem nördlichen Kriegsschauplatz neuerdings 16 000 Brutto- registertonnen versenkt. Unter den vernichteten Schiffen befanden .h drei durch Geleit gesicherte Dampfer, von denen zwei englischer Nationalität waren.
B ert irr, 18. Nov. An dem Gefecht während des englischen Vorstoßes in die deutsche Bucht am 17. November nahmen aus englischer Serie außer einer größeren LUrzahl kleiner Kreuzer und Torpedobootszerstörer nach! einwandfreier Feststellung durch unsere Seestrektkräfte und Flugzeuge sechs Großkampsschrffe (Linienschiffe und Schlachtkreuzer) teil. Der englische Seebefehlshaber wird sich hierüber ini Gegensatz zum amtlichen Bericht der englischen Admiralität, der nur von leichten englische^ Streitkrästen spricht, nicht im unklaren gewesen sein. Dem Vorgehen der Engländer wurde unsererseits alsbald mit entsprechenden Kräften euigeaengetreten, die den Gegner zürn Rückzuge bewooen. Aus den feirldlichen Schissen und Zerstörern wurden nach einer einwandfreien Beobachtung unserer Streitkräfte >üne Reihe von Treffern erzielt. Zwei Flugzeuge voir uns haben in das Gefecht eingegriffen uno die feindlichen Großkampsschisre mit Bomben 'belegt.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
Die eng'ische Meldung.
Tie britifche Admiralität meldet vom 17. d. M.: Un-ere Leichten Seestreitkräfte, die in der Helgoländer Bucht operierten, gerieten heute ruh mit feindlichen leichten Seestreit- kräi-cn ins Gefecht. Die einzige bisher vorliegende Nachricht yt, daß unsere Schiffe leichte feindliche Kreuzer an- gegrls.en haben, daß diese sich mit voller Geschwindigkeit zu- rückzogen und unsere Schiffe sie verfolgten.
London, 18. Nov. Die Admiralität hat bisher keine weiteren ^tn.^elhelten über die gestrigen Unternehmungen unserer leichten streuzer in e»er tzelaoländer Bucht erhalten, außer der Meloung, daß dle sEtichen leichterr Kreuzer bis dreißig Meilen vor Helgoland oetriebeü wurden, wo sie in den Schutz rhrer cechlachlftotte urw Minenfelder gelangten, woraus unsere lerchteu ^trectkrättc sich znrückzogen. Einen der feindlichen leich len Kreuzer fah man brennen. Ein anderer schien Schaden an den Maichlnen zu hlchon, da er am .tzeckkiek lag. Ein feindlicher Mmewucher wurde verfentt. Wir hatten keine Verluste, außer mrbeoeutendem LLchsthnden an den Schiften. Untere Verluste an Mannschaften sind gering.
un&üiid; ist. Darum war der 19. Juli 1917 ein schwarzer Taq in aenticrlams ^eschrclüe. Tenn Freurw und Feind mußte den Schluß zretzen. daß wir selber an uns verzweifelten. Dem Sieger ziemt nur erne .Sprache: gebt euch gchchlagen, dann werden wir mit euch verhandeln, eher mcht. Ein Berzichtfrieden bedeutet den langsanren anal vollen Untergang unseres 9ieicheS. Nicht aus Eroberungslust nnd im* ut den Krieg gezogen, nur aus verzweifelter Notroehr. Nim aoer dürfen imr das Schwert nickst eher aus der &anb legen, bus wir Srckeerheit getvmmen haben für unsere Entwickelung, vo^ neuen Uebersällen geschützt sind und entschädigt werden, .venia- stens für die zerstörten Werte Tie deutsche ^'^^ 1111 ^ ist da Möge fte auch m der Heimat ein Geschlecht stnden, würdig der torotze der Zeit, würdig unserer Helden da draußen.
Auch 19 Kollegen der Universität haben einen Ausruf er- Ubn, m dem fte vor dem Beitritt zur Vaterlandspartei warnen. Mv Antwort darauf möge die Tatsaelie gelten, dag 29 Professoren Gießen-, der Vaterlandspartei angehören.
Nach dieser Einleitung ergriff als zweiter Red- ner der Neil:stagSabgeortmede LandgerichtSrat Strack- Fnedberg ^ das Wort. Er erinnerte zunächst an die herrlichen Taten - ‘' ^ ' ...
ferne glückliche Bildung, da das Volk der Polen keine staate
Kraft besitzt. Von der größten Wichtigkeit aber ist Belgien, die von den Errgländern dorr zurzeit geführten, lvahnsim Angriffe beweisen die Wichrigkeit des U-Boot-KriegS und Wert der flandrischen Küste. Elsaß-Lothringen wird als vorgeschoben, um die belgische Frage zu verdecken. Belgien soll W Sprungbrett werden, um rms langsam abzuwürgen. Wir müss^ den Rat der Fachleute hören und beherzigen, wonach ^sere Er 60 Jahren aus gebraucht sein werden. Wir brauchen einen s detitschen Frieden, nicht zum wenigsdmr auch im Interesses dcut'chen dlrbeiter. Es ist nicht richtig, daß wir aus Mangel Rohstoffen Frieden schließen müssen. Auch haben wir allen infolge der Verbesserung und der größeren Anzahl der kleinen siegreichen Ausgang sür uns erhoften. So betrachtet, die NeichslagSentfchließung vom 19. Juli 1917 ein Fehler, u mehr, als das neutrale dlusland an uns irre tvurde. Bol' die Forderung, daß jeder Kanzler sich ans diese Entschlie >eftlegen soll, ist ein Versassungsbruch schlimmster Art, denn der ReichSverfassung hat der Kaiser das Recht, Frieden fchließen. Alles Gerede über den Frieden bringt ihn nicht n was eben in Italien geschieht, das sprengt die feindliche ^riou. Ein Ber-ftchtsrieden kann uns nichts helfen. Das l Frankfurter Zeitting früher selbst erklärt. Ein Verständig [rieten wie 1871, in entsprechender Weise vergrößert, kann jd)on recht sein. Wie wir unser Haus einrichten wollen, das nur uns an, keineswegs aber unsere Gegner. Jeder, der tzatzingehenden Forderungen Unterstützung gewährt, stärkt n. Gegner. Unser Kamps gelte dem Kriegswucher und unsere S der Ernährung unseres Volkes. Die Vaterlandspartei err an die Zeck der Not vor 100 Jahren. Sie kehrt sich nicht a Parteien. Sie bringt den starken Siegeswillen zum Ausdruck, von England bestgkhaßte Mann, der ehemalige Grvßad v. Tirpitz fteht an ihrer Spitze. Das deutsche Volk brinc Verständnis und Begeisterung entgegen. Mau darf auf die I..
0 racher nicht hören. Dem deutschen Volke schlug seine Schicks ftunde. Tausende haben sich schon zusammengeschart. Andere den noch kommen. Der Deutschen Vaterlandspartei, die den 1 chen. <oiegeswillen auf ihre Fahnen geschrieben hat, gilt ^ Wunsch und bester Gruß sür die Zukunft. (Anhaltender Beifal..
Nach einem kurzen Schlußwort des Vorsitzenden, worin btt Anwesenden zum Beitritt aufsorperte, schlug er n Entschließung vor, die an den Reichskanzler und Rera^stag abgesandt werden soll und die einsttmmig zur Am gelangte:
„Vertreter von tausend Mitgliedern der Baterla.^^.^ Oberhessen haben heute nach Anhören der Reden der Reichst abgeordneten strack und Werner folgende Entschließung ein mrg angenouimen:
.. . heipen Tankes huldigen sie begeistert unserer m sflcnchlickwiil adrett macht und ihren genialen Führern. Sie s ttß zu Kaiser uuo Reich uird wollen, uirbeirrt durch Entbehru und Not in fester Zuversicht und Einigkeit ausharren, bis der pW errungen. Wir bekämpfen nicht die Foittenttvicklung der (affung, zr: der jeder nach bester Überzeugung Stellung neh, uiag, aber nur verurteilen jeden inneren Hader und den um Wahlrecht und Parlamentarisiernng, so lange der Feind den L.oren fleht und verlangen von den Volksvertretern ll.. ordnung der Parteien unter die eine Aufgabe, alle Kraft auf Erreichung des Sieges znsammenzusassen. Wir wissen uns nut der^gewalttgen Mehrheit des Volkes, wenn ioir fordern: ss^bs 'yricdensangebat von' unserer Seite, keine Ervrterur nlev mtretung deutschen Reichsgebiets, in erster Linie unser- rend-er Einftuß in Belgien, dann aber Machtzuwackch in Ost West und Uebersee, Entschädigung mr alle Verluste daheim Eutzen. Kein Fußbreit eroberten ^Landes darf ohne vollwertig Entschädigung sreigegeben, volle Smwrh^t gegen Wiederholung des rauberrfchen llebcrfalleS von 1914 ^nmß erreicht und lern Krreg nach dem Krieg darf geduldet tverden. Tie Freiheit Meere muß erznmngen werden. Wir stehen geschlossen hinter j Regierung, die diese Forderungen vertritt und werden jede f' hct;e Nachgiebig! 4t auf's schärfste bekämpfen."
Nack Sch!.;! der Versammlung traten 150 Mitglieder hrnzu.
Friedenszeit von 40 Jahren hat kein anderes Volk aufznweisen. .-er angesichts der Erfahrungen trüberer Zeiten war der
d^lllich. hat der Sucoomluwwprozrch gezeigt, iv'-ec den WelLbranel entzündest hat. Der Widerstana gegen die ItLsmngsbesttebnngen ist rndeffon erktärftch,. denn durch den Krieg wird viel Blur vergossen und viele Güter werden ceraifet'. Ae er feine Macht ist iml fände, das Halten der Verträge zu verbürgen. Okraire her letztge Krieg Lewcift, daß alle völkcrrc4:illi chew Abmachu ngen nur von zweifelhaftem Werte sind. Obwohl der Ailsbn-ch. tz-es Krieges zivi- sch-en ^Serbien und Oesterreich erfolgte, so ist doch die eigentliche letzte Ursachp in der schache zu suchen, daß Eng laue sich in feiner Wcltmachtstellung bedroht sah und demgemäst die Fäden vorher gezogen hatte. Zwar führt es, wie die Engländer stets versichern alle Knege m Nansen der MmsMKeii, in Wirklichkeit aber' um ferne Macht z«u vermehren. Auch jetzt bekämpft es angeblich den, Militarismus, rn Wahrheit abirr soll Deutschland vernichtet werden Das Deutschland der Dichter und Denker durfte bestehen, .aber den Liufschivung in Handel und Industrie verzieh es uns nicht. Da legte König Eduard einen Ring um uns und verbarid sich mit Frankreich und Rußland. Zielbewusst und zähe verfolgte die eng- tifche Presse das Ziel und verstand es, das Volk zu erneuten Anstrengungen zu vercuüassen. England suchte aus seine Weste den Krieg zu führen, d. h., so daß die Verbündeten die Sache machen follten Da aber feine Bere-chnungw vielfach falsch waren, wandte es andere Mittel als die anfangs beabsichtigten an, führte iogak Ire allgemeine Wehrpsticht e«v*u deren Bekümpsung man angeblich rn een Kampf gezogen war. 'Sei uns ist das Bü'd anders. Der Burgfrieden, den die einzelnen Parteien anfangs tadellos beobachtetemä wird in Letzter Zeit durch das Ausrollen nmerer Angeteyenheitent und die notwendig damit vercundenen Parteilämpse immer 'mehr
an geböte find mit Hohn uird Spiott tznrückgewiesen ivvrdvn. Sie
erneu Verreidigungstal.rps. der aber unsere Zukunft sicher,telftm l'.rutz, und dürfen nick: vergessen, daß .zur Zeit kein innerer Zwist ausgctragen werden darf. In diesem Sßnne nÄl die Vaterland-'- Partei wirken. Darum müssen wir sie unterßLtzen. (Beifalls
Als dritter Redner legte der Reichstagsabgeordnete Werner- Gießen dar, warum der Vaterlandspartei unsere Snmpathie und Unterstützung ^gehöreii müsse. Er unterzog die Lage in Rußland Italien und Oefterreich.Ungarn einer kniischen Beleuchtung. Was unfern Verbi'jndeteii an der Donau anbetrifft, so ist zu benierken daß dort der Panslawismus eine schwere Gefahr bedeutet Die Tschechen dringen in beängstigender Weise vor. Ter Sicgeszua des dwrckfEngland und Frankreich verstärkten tschechischen Kapitals ist eme Mahnmig dafür, die Augen offen zu Hallen und unsere beut,eben Bruder m Oefterreich nicht zu verlassen. Der Rational- sinn geht uns noch viel zu viel ab. Die tschechischen Sozialdemokraten denke.) natwnal Die Siedlungspolftik im Often und Süd- offen darf Nickst rmterschätzt werdeii. Das neugeschaftene Polen ist
7S-3K Stadt und €mt$,
Gießen, den 19. November 1917.
Wer Gold und Edelsteine der Goldankaufstelle brii stärkt das Vaterland im schweren Daseinskaurpf und t zu seiner unerschütterlichen üeberlegenheit! Und wer es i nid)t tut, der sieht untätig dem Ringen zu, das auch Sicherheit und Schutz gibt.
Berrcharstcr Hilfsdienst.
Amtlich wird bekamst gegeben:
Ter Bundesrat iyat mit Zußimmung des vo-m Reichstage wählten Aus,a uffeS neue Bestimmungen erlassen, die dazu dst wllen. die Unterlagen für eine vecsäzärfte HeranziehuNg 1 Hilfsdrenft zu sck asten. Tie neue Bewronung ivill eine Ergänz her^estühren und oabei die Mängel der erste?! vermeiden Sie stimmt im wesentlichen folgendes:
Auf öffentliche Aufforderung der Ortsbehörden haben innerhalb der m der Aufforderung m bestimmenden Frist der darin angegebenen Stelle zu melden:
1. Alle männlichen Tent.-chen, die rrnck- dem 31 März 1! geboren sind .und das 17. Lebensjahr vollendet baden son ** mckt »um aktiven H ?re oder zur atntKxi Mmne Vbiv ^r aul Grund einer Rv'lamation vom Dienst im Heere obn] der Marine zurückgestellt sind.
2. Alle männlichen Angekwickgen der üsterreichisck-ungarisc Monarchie, die nach dem 31. März 1858 geboren sind irnd ' u. LebenSfahr vollendet haben, soweit sie im Gebiete des ^ sä en Reiches ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufent haben und nicht zum aktiven Heere ioder zur att'ven Mai gehören.
Ausnahmen, )mt sie die Verordnung vom 1. März 1917 geiaften hatte, gesteht also die neue Bundesratsverordnnng i
Abgesehen von den dem aktiven Heere oder der akttven Ma angehorendem .Personen, die ja nicht der Hilfsdienstpflrcht' Mt liegen, find allein die Rellamierben von der- Anmeldepflicht , genmnmen, iveil sie eme>- ausreichenden militärllchen Kont' unterstehen.
ist die für leben Meldepflrchjstg,en 1 auch für solche wch fchon nach der frül-eren Veroroming gemeldet haben) gelb VerPNickstung, auf Auftordernng des Vorsitzenl^n des Lind NiNgsausfchusses persönlich zu erscheinen, auf Fragen des Vorsb den oder fernes Stellvertreters Auskunft zu erstellen und sich, Untersuchung durch den vom Vorsitzenden bestimmten Ar unterziehen, i-ofern dies .ftir die Feststellung der törperlichm' uun^des Hstfsdienstpftlchckgen für eine bestimmte 'Arbeit ersor
Zur weiteren dauerrtden Ergänzung der notwendigen N Weisungen haben sich ferner persönlich bei dem für ihren Wo oder Unft'nlhaltsort zuständigen Emberusungsansschusse zu melk
1. Alle männlichen Teutschm, die das 60. Lebensjahr mtiir. vollendet haben und die nach Ablauf der von der Or Horde für die allgemeine (neue) Meldung bestllnmten Frist dem Dienste im Heere oder in der Vöarrne aus anderen Grüst als infolge einer REamativn Ausscheiden
2. alle im Reichsgebiete wohnlwften männlichen Deutschen Angehörigen der ouerreichisch-ungarisch'en Monarchie, die nach Ians der zu 1 bezeichneten Frist das 17. Lebeuchahr vollen
.) alle mannlicken Deutschen ^und Angehörigen der ö reichifch-ungarifcken Monarchie vom vollendeten 17 bis -um t endeten 60. Lebensjahre, die nach Ablauf derselben Meü^ ihren Wohnfitz oder gewöhnlvck^i Aufenthalt in das Reichs verlegen.
Auch 'hier gilt die Meldepflicht (zu 2 und 3) nicht kür dem aktiven Heere oder der aktiven Marine an gehörenden fo-nen.
- . f ?J e Meldung j>at binnen zwei Wochen zu. erfolgen, r^rrst beginnt m den Fällen zu 1 mit dem Tage nach der


