Ach abgsnV-nrmen lwxben, wo erlaubtet Futter nicht SSerfit-qiiTtig steht. Die Landwirte werden gut tun, die rschKssigen Schw-eine und alle, für die ausreichendes erlaubtes Futter nicht zur Verfügung steht, bis 30. 11. 1917 alHustofien, da nur bis dahin die Preise für' alle Klassen, auch für die gering gewichtigen, auf den Preis der 100 Kgr.- Klasse einheitlich festgesetzt sind.
Jin übrigen ist mit Rücksicht auf die Futterlage baldigste Vornahme der Hallsschlachtungen geboten. Die kühle Wüterulw lermoglicht jetzt,schon ohne Nachteil die Vornahme der Hau.sschlachtnng.en und die Konservierung des Fleisches.
- Der Tierhalter ist jetzt auch in der Lage, die Haus- schlachtung ohne Schaden vorzunehmen, auch wenn die im Frieden üblichen Gewichte infolge Mangels an Eiweißsutter nicht erreicht werden,^ da ihnen geringgewichtige Schlachttiere günstiger auf die Fleischkarten angerechnet werden.
Die Aufsichtsbehörden haben darüber zu wachell, daß nicht etwa Tiere zur Hausschlachtuug mit verbotenem Futter gemästet werden. Sie sind hierbei auch auf Grund der Bundesratsverordnung vom 27. März 1916 ermächtigt worden, m Fällen, wo die Viehbestände, einschließlich des Kleinviehs, nn offenbaren Mißverhältnis zu den verfügbaren Futtermitteln stehen, die Abschaffung eines entsprechenden Teiles des Viehes in die Wege zu leiten. Hinsichtlich der Gänse ist hierbei wichtig, daß die Verordnung vom 3. 7.17 eine gewerbsmäßige Mast zum Wiederverkauf überhaupt nur bis 85. November zuläßt, so daß die Abnahme der Gänse vor diesem Termine nötig ist.
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** .A in tliche Personalnachrich 1 en. Der Gvoßherzog empsing gestern zum Vortrag: den Staatsministrr Tr. von Ewald, den Minister des Innern Tr. von Hombersi zu Vach, den Gene- valadiutanten General der Kavallerie von Hahn und d-en Vorstand des Kabinetts Wivkl. Geheimerat Röml-eld. — T^er Großherzog Mt -um 31. Oktober dem zweiten .orderrtlichen Professor der Meolvgie am Predigerseminar und Pfarrer zu Frieoberg D. Tr. Ml Helm Tiehl die Silberne Medaille für Kirnst rmd Wissatschast verliehen und am 10. Oktober dem bisherigen Bürgermeister, Orts- gcriM^orsteher und Standesbeamten Heinrich Stepl-an zu Staufenberg das Silberne Kreuz dels Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.
** Großherzogs Geburtstag. Der Großherzog hat genehmigt, daß wegen des am 25. d. M. stattfindenden Totenfestes die Feier des Allerhöchsten Geburtsfestes, und zwar auch die kirchliche evangelische und katholische, am Samstag den 24. November l. I. begangen wird.
L. U. Weihnachtsgabe der Universität. Die Landesuniversität beabsichtigt, ihren Studenten im Felde eine Weihnachtsgabe zu schicken. Die Angehörigen von Gieße- ner Studenten werden gebeten, das Universitäts-Sekretariat Msmarckstr. 22) durch, baldige Mitteilung der Feld- Adressen zu unterstützen?
** Evangeli scher Bund. Im Jahre der Resormations- jubelfeier darf Und will auch da: Evangelische Bund nicht beiseite stehen. Aus maucki-erlei Gründen war eine Luther-Feier des Gießener Alveigvereins bis jetzt noch nicht möglich. Ütunmehr soll sie am nächsten Sonntag abend in der Stadtkirche stattfinden. Die Verunstaltung ist als Abschluß der Gießener Luther-Feiern -dacht. Nachdem in den vorangegangenen Vorträgen aus beruse- nem Muud Luthers Werdegang, sein Verhältnis znr modernen Mtauschauung nnd zur evangelischen Kirche in mustergültiger Darstellung geschildert worden sind, wird am kommenden Sonntag Ä irrer I). W a i tz - Darmstadt, der Vorsitzende des hessischen Haupt - Vereins des Evangelischen Bundes, als vortrefflicher Redner weithin bekamst, das Thema behandeln: „Luthers Fortleben i m de u t s chen V <o I ?c". — Die > evangelischen Bewvl-ner von Gießen und aus !der uälieren Umgegend, die Mitglieder und Freunde des Evangelischen Bundes werden auf die Veranstaltung hingewiesen und zur Teilnahme eingeladen. Siehe Anzeige.
** Evang elis cher Arbeiterverein. Das 25. Stiftungsfest des Vereins findet reicht, wie gestern milgeleilt, am 18. l. M., sondern voraussichllich erst Anfang Januar nächsten Jahres statt.
** Das Gewerbeblatt für das Großherzogtum Hessen Nr. 45 enthält: Hauptversammlung des Landesgewerbe Vereins ^Fortsetzung), Mitteilungen aus dem Vereinsleben: Gewerbe verein ründorf. Allgemeiner Teil: Maßnahmen zur Beschränkung der Heizung und Beleuchtung, Südwestdeutsche Holz-Berussgenossen- schaft, Verschiedenes, Bücherbesprechungen, Lehrstellenvermittlung.
** I m Licht spiel haus, Bahnhofftraße 34, wird heute imd morgen zum letzten Male das Fstmfchauspiel „Der Knute ent- Aohen" vorgesührt. Siehe Anzeige.
Landkreis Gießen.
ter Beuern 15. Nov. Anton Heinrich Kehr. Sohn des Totengräbers Joh. Kehr, wuvde zum llTckerofsizier befördert und erhielt', nachdem ihm 1914 das. Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehe tvorden nxrr, ram auch, die Hessische Tapferkeitsmedaille.
z. Geilshausen, 14. dtov. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt der Wehrmaun Heinrich Kaus, bei einem Scheinwerferzug im Osten. — Wehrmann Konrad Enge l starb in einem krregÄazarett. v
** Utphe, 15. Nov. Dem Musketier Otto Euler wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen.
Kreis Alsfeld.
up. Merlau 15. Nov. Daß der letzte Sturmwind einen orkanartigen Charakter gehabt und in den Wäldern zu einer Windhose geworden, hatte man nicht erwartet. Erst die furchtbare Wirrung des Orkans in unseren benachbarten Wäldern zeigte das. In dein nahm Bungwalde hat der Sturm in einem Zug eine ganze Rest ■ stärkster Tannen am Waldweg aus den Wurzeln gerissen, daß die Stellen wie Sprengtrichter aussehen. Dabei sind Stämme in der Mitte abgerissen worden, als tveirn sie von Granaten getroffen ivorden wären. Im benachbarten Linnes hat der Orkan noch schlimmer gehaust. Tort sstrd .Hunderte von Festmetern an Fichten mtrvurzelt wordeir.
Kreis Lauttrbach.
rr. Schlitz, 15. Nov. Lehramtsreferendar Tr. Phil Karl Grimm. Leutnant d. R. in einem Jnf.-Regt., an der Westfront, wurde mit dem Eisernen Kirenz 1. Masse ausgezeichnet. — Gefreiter Willy Malsy, Sohn des hiesigen Possiekretärs Malsy, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Masse, Wehrmann Heinrich Kircher das hessische Kriegsehrenzeichen in Eisen.
Kreis Schotten.
B. Burkhards, 14. Nov. Musketier Theodor Balser, Sohn von Johannes Heinrich Balser, erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Masse. ., ...
G Gedern, 14. Nov. Das Ehrenzeichen für Mitglieber freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen an Eduard Dinges, Philipp Franz, Heinrich Koch, Karl Lim per t, Chrtsttan Reichert und Berthold Simon. ,. , <
B. Kau l stoß, 14. Nov. Gefreiter berget erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. — Musketier Johannes Appel die Hessische Taherkeitsmedaille.
u-u Kölzenhain, 15. Nov. An Auszeiickmungen erhielten bis jetzt Karl Kraft, Wilhelm F u chs, Heinrich S cha r m a n n, Heinrich Berges und Otto Werner das Eiserne Kreuz 2. Aassi Wilhelm Fuchs Und Otto Kr a f t die Hessische Tapserkerts- Wdaille. ^
um ll l r i ch st e i n, 15. Nov. Lsis vermißt gelten Karl t e r n von hier und Karl Frank von Langwasser.
Starkenburg und Rheinhessen.
h.L. Darmstadt, 14. Nov. Am 31. Oktaler und 1. Nov. Var die östtrve-icksische Rote-Kveuz-Schwester Prinzessin Croy ,m stadt antvesend und 'hielt im Bureau, Paradeplatz 3, wer ihren Besuch in den russischen Gefangenenlagern, ihr zugänglich gewesen wjaven, und über die dort gewoNTvemm ücke und Erlebnisse. Die von Schwester Prinzessin Croy be
suchten Gebiete waren in ZentralruUand: JavoÄaw, Nischni^Now-- govod. Twer und Wladimir, im asiatischen Rußland: Akmolinsk lirnd Domsk. Zu den Vorträgen tvaren die Airgehörigen der Gefangenen, die sich in den in Frage ßomintenden Lagern befinden^ eingeladen, etwa 200 PlerHvnen wohnten den Vorttägen bei und waren sckhr dankbar für die ihnen gegebenen Auskünfte, aus deneis sie erneu Einblick erhielten in das segensreich,e Wirken, das auch auf diesein Gebiet unter besonders schwierigen Verhältnissen von dem Roten Kreuz und seiner Schwesternschaft ausgeht.
I. T a r m st a d t, 14. Nov. Das Gaswerk gibt die Grundsätze für die Gaseinschränkung bekannt, durch die die bisher geltenden provisorischen Bestimmungen ersetzt werden. Turch Abstufung wird ein weitgehender Schutz der Kleinverbraucher bewirkt. Bis zu 240 Kubikmeter pro Jahr erleidet der Verbrauch überhaupt keine Eilstchr^nkuug, ebenso nicht aus der Stufe von 240—360 Kübik- metex. Nur darf hier die Höcbstmeuge von 360 Kübikmeter nicht überschritten werden. Von 360—600 Kubikmeter wird der Verbrauch um 10 Prozent des vorjährigen Verbrauchs gekürzt, lieber 600 Kübikmeter treten sehr starke Einschränkungen ein; bis zu 70 Prozent. Von 22 000 Gasäbnchmern fallen nur 2200 als 10 Prozent unter diese Stufe der Großabnehmer. Um die sparsamen. Verbraucher nicht zu schädigen, wurde nicht lediglich der vorjährige Verbrauch zugrunde gelegt, sondern es wurde ein Schlüssel ausgearbeitet für Leucht-, Koch-, Badegas. Für eine als notwendig anerkannte Leuchtflanrme werden z. B. rmch diesem Schlüssel für Septernbcr 10 Kubikmeter, Oktober 18, November 23 und Dezember 29 Mibikmeter, was für Dezember einer täglichen Brmndauer von 7—8 Stunden entspricht.
Kreis Wetzlar.
ra. Wetzlar, 15. Nov. Mit Begimr der langen Wntter- abercde hat caidy wieder ein gierngesehener Gast, die Wandcr- bück>erei, . in unsererr Kreisdörsern Einkehr gehalten. Dank der Beihilfe ist -die Zahl -der Bände sämtlickier Bücherstöcke scholl weit über 12 000 gesttegen. Eine Fülle von llnterl-altung und Belehrung geht von dieser Kreisemrickünng ans. Die Bücher sind in den meisten Familien liebe Freunde, die man nicht m!ehr entbehren möchte.
E! Dute n'hofen, 15 .Nov. Dem Restaurateur Skambat rvurde das Eiserne Kreuz» verliehnr.
ra. V vf l n ki r chen, 15. Nov. Musketier Heinr. Frisch- hvl z wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichlret.
Hessen-Nassau.
— Frankfurt a. M., 15. Nov. Gestern morgen 6V2 Uhr wurde auf einer Bank der Forsthaussttaße die Leiche einer ermordeten Eisenbahnbeamtin aufgesund eil. Die Errnordete ist ungefähr 35 Jahre alt, 1,65 Meter groß, untersetzt und trägt an der rechtem Hmld einen Trauring mit beit Zeichen B. T. 27. 8.17. Von dem Täter, der polizeilickien Mitteilungensiufolge erheblich mit Blutspuren bedeckt sein dürste, fehlt bis zur Stunde jede Spur. Zu dem Dtord werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Tie sosott von der Kriminalpolizei tziligeleiteteil Nachforschungen nach der Persönlichkeit der Toten bei den in Frage kommenden Eisenbahndienst- ftellen ergab, daß es sich um die am 27. Allgust 1898 in Frankfurt geborene Paula Weigel hatrdelt. Tiefe war seit längerer Zeit als Eisenbahnschaffnerin hier tätig und wohnte bei ihrer Vtutter im Hainerweg 8. Das Mädclwn hatte Dienstag abend sin Hanpt- bahnhos Bereitschastsoienst, b'ei dem es bis 12 Uhr tättg war. Zwischen 12 und 1 Uhr wurde es noch im Bahnhof in lebhafter Unterhaltung mit einem Soldaten gesehen. Seitdem fehlt jede Spur. Vermutlich ist die Weigel mit dem Soldaten spazieren gegangen und später ermordet worden. Gegell 5 Uhr früh hörten die Bewohner des Sieä-enhoses einen Schrei, der aus der Gegend der Motdstelle kam. Nach 67§ Uhr fanden dann Arbeiter den gräßlich am Ullterleib, an Hals urtd Rückeir verstümmelten Leichnam vor. Tie vorgenommene Leichenschau stellte unzwüselhast Lustmord fest.
= Frankfurt a. M., 15. Nov. In einem Gasthause der Altstadt fand man dieser Tage eine 35jahrige Frau Therese Börner mit ihrem fünfjährigen Sohne tot vor. Als Todesursache nahm rnan zuesit Bergistuirg duvch eigene Hmrd an. Tie eingehende Untersuchung ergab jetzt, daß die beiden giftigen Gasen, die einem schadhaften -Ofen entströmten, zum Opfer gefallen sind.
nn:. Frankfurt a. M., 15. Nov. Die Kriegssürsorge beschloß, der Schwesixrnspende 50 000 üNark M überweisen unter ver Bedingung, daß in Frankfurt a. M von einer Straßensammtung abgesehm wird, da die Einwohnerschaft in der letzten Zeit durch Sammli'ngen stark in Allspruch genoininen war.
** Königstein, 15. Nov. Dem Hostpediteur Kroth ssild seit Kriegsailsbruch bereits 10 Pferde nilter Vergistungs- mtd Erkran- kungserschünung-en verendet. In der letzten Wivche gingen irrner- halb 12 Stunden abermals drei Tiere esia. Ti-c Untersuchung ergab eine Zerstövlmg vion Herz teud Lunge. Ob eine absichtliche Vergiftung der Tiere vorliegt, konnte noch nicht sestgestellt werden.
--- S p r e n d l i il g e n (Kreis Ost-enbachü 15. Nov. Ter Vdnsik- lehrer Artur Meißner aus Frankfurt a. M. ließ sich am Dienstag von einem Zuge überfahren und wurde auf der Stelle getötet.
Usingen, 14l Nov. lieber der Bluttat, der am 31. Oktober im Obernhaiuer Revier der Forstmeister Birke na ner, Usingen, zuin Opfer fiel, schwebt trvtz der fortgesetzten Nachforschungen der Gerichtsbehördell noch ttesstes Tuükel. Inzwischen sind aus Äe Ermittllmg des Mörders lveitere hohe Belohmmgen aus- gefetzt worden. Tie Pächter der angrenzenden Jagdgebiete stellen Mein 2500 Mark in Aussicht, die Wiesbadener Stasisanwaltschast 1000 Mark, der Allgent. Tesisch? Jagdichutzverein und der Verein hirschgerechter Tannnsjäger je 500 Maük, so daß also ein Gesamtbetrag von 4500 Mcark für Belohnungen zitr Verfügung steht.
Gericr-esdLrckl.
I Darmstadt, 14. Nov. Für die am 6. Dezember besinnende Dagimg des Schwurgerichts (Bors. Landgerichtsrat Dr. Stein, Stellv. Landgericlhtsrat Dr. Lehr) ist nur ein FM in Aussicht genommen. Der Former Mich. Landol. Sanderbeck aus Münster bei Dieburg hat sich wegen v'ersuchiten und Vollendetei?! Mords zu verantworten.
G. A. Frankfurt a. M., 14. Nov. Gilt die Wucherverord- nung nur für den Kaufpreis oder auch für dell Mietpreis? Diese interessante Frage tauchte am Schöffengericht auf, leider olme ent-' fcksteden zu lverden. Gin Kaufmann hatte eine StartzMaschine, die er selbst für 2 Mark pro Tag gernietet hatte, für 2,50 Mark an einen Fabrikanten weitervermietet. Gegen dort Ausschlag von 50 Pf. war nichts zu sagen. Als aber nach Äblaui des Mietvertrages die Viaschine nicht zurückgeliefert wurde, erhöhte der Kausinann, um einm Drtlck -auszuübe::, den Mietpreis auf 5 Mark. Ter Fabrikant zahlte mtd behielt die Maschsire, deim er brailchte sie not- wendig. Nun erhöhte der Kaufnnarln den Mietpreis auf l.0 Mark. Ter Fabrikant zahlte und behielt die Ätaschine. Von dritter Seite wurde daraus Anzeige wegen Preiswuchers gemacht. Der Staats- auwalt bejahte die Rechtsfrage und beantragte eine Geldstrafe. Von der Verteidignng witrde ausge'ührt, man müsse sich an deil Wortlaut des Gesetzes halten. Es heißt: Wer für „Ge.wustände" des täg- lichell Bedarfs oder des Kriegslwdarfs Preise fordert usw. Von „Benutzung" stehe nichts da. Außerdem solle mau die Konsequenzen bedenken. Es könnten daun z. B. crilch alle WohnuugsMietverträge unter den; Gesichtswinkel des Kriegswuchers aug»srisiert werden. Das Gericht ltmschiffte die Klippe durch Freisprechung ans sub- jekttven Grtsilden. Der Angeklagte habe deil Preis nicht gesteigert unl des Geldes, um Wuck>ers willen, sondern um »nieder in den Besitz seiner Maschine zu gelangen. Es könrte daher in diesem Falle unentschiedelt bleiben, ob das Wuchergesetz auch auf den Mietpreis awvendbar sei._
rrivchUche Nachrichtsn.
Israelitische Neligionsgemeinde. Gottesd. i. d. Synagoge (Süd- Anlage). Samstag, 17. ffLov. Borabd.: 4.30; morg.: 9.00: abds.: 4 55 u. 5.30. — Israelitische Religionsgcsellschaft. Sabbatseier am 17 Nov. Fvesiaig abd.: 4.15; Sainstag vorm.: 8.30; nachnt. 3.30; Sabbatausgmtg: 5.30. WockM.gvttesdienst: morg. 7.00, abds. 4.00.
Briefkasten der Redaktion.
tAns«Ymc Anfragen bleiben unberütrsichtigt.»
llnterossizier L. Das .Kriegsehrenzeichm in Eisen kann verliehen toerdeil, wemt der Nachweis erbracht ist, daß nachstehMde vier
Vorbedingungen alle erfüllt sind: 1. Besitz der hessische» Staatsangehörigkeit mindestens seit 1. August 1914; 2. mehr als zwei> jährige Zugehörigkeit zu Verbäudeil, bereit Tätigkeit, abgesehen von zeitweiligem Auseitthalt sil Rulw' und Neservestellung, fid> dauernd im lvirksanten Bereick) des feindl icheit Feuers ab spielt. In die zwei Jahre vom Tage des Ausrückeits ab ist die Zeit des Aufenthalts in Lazaretten und in der Heintat nicht einzurechnen, welche zwei Monate übersteigt; 3. ein- ^oder mehrmalige Verwundung; 4. Dapferkeit und gute Führung.
K. B. Tie Oberwuettverkerschule befindet sich in Berlin. Sie untersteht der 1. Fußartillerie-Juspektion. Bayern hat eine Ober- feuerwerkerfchule in Ddünchen.
vermischte«.
* Glogau, 14 .Nov. Ein gut erhaltenes menschliches Skelett und etwa 100 Stück wertvoller alter Sllbermünzen wurden in der? Nähe des Bahnhofes bei Glogau bei Ausschrchtungsarbeiten gcw simden. Die meisten weism keine Jahreszahlen auf: sie enthalten? auf beiden Seiden polnische und lattinisme Inschriften, die ver^ schiedensten Stadt- und Grafenwappen, Mjch^ ziert ein Bischofs- köpf «oder der eines Regenten. Einige iveisen einen Bischossapsel mit prächisigen Verzwcungen auf. Die Münzen schsinert aus der Zeit des dreißigjährigen Krieges herzußiammleit, da eine die Zahl 1631.' trägt.
^ Ein Asphaltsee existtert auf der Insel Trinidad, d«, wie die Zeitschrift „Wirtschastsrnow'v" berichtet,^ eine^ -Fläche von 50 bis 60 Hektar bedeckt und eine erhebliche Tiefe aufweist. Sein« Oberfläche ist mit so hartem Ecdpech bedeckt, daß man ^selbst bei großer Hitze daraus gehen kann, ohne einzusinketl. Aufgehoben« Löcher füllen sich in kurzer Zeit von selbst wieder. Obwohl man dem' See schon mehr als eine Million Tonueit Aspl)alt entnominen hat, ist sein Niveau nur um esil Geringes gesunken. Früher soll er sogar übergelaufen sein. Ein noch ^größerer Asphaltsee ist in Venezuela. Tisier ist etwa 3000 Hektar groß, allerdings nur ellva einen Mater tief. Mehrere Quellen, aus denen das Pech heiß herausquillt, füllen den See immer wieder, obwohl auch von ihm große Mengen Asphalt nach Nordamerika ausgeführt tverden. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß Kolumbus das Pech, mit denen er seine Schiffe bei Trsirrdad abdichtete, aus dem erstgettanuten Asphaltsee, lder dort „pstch-take" heißt, geschöpft hat.
— 500 Jahre Münichener Ha ckerb r äu. Das Münchener Hackerbräu, dessen Bier dazu beigettagen hat, den Rühm Münck^ens in der ganzen Welt zu verbresten, feiert jetzt sein 500jähriges Bestehen. Tie G<ch>ichte Bayerns im Allgetneinen und Münchens im Besonderen ist eng verknüpft mit der Brauindustrie, mtd darum bedeutet die Vollendung eines halben Jahrtausends der bayerischen Biererzeitgung auch einen Meükstein in der allgemeinen Geschichte Münchens. Tie Zeit der Gründung des Hacker-, bräu, die Mexander von Gleichen-Rußwurm in einent Sonderheft der vom Eckstein-Verlag herausgegebenen „Teutscheil Industrie und dewtscheil Kultur" schildert, ist reich an interessanten Merkwürdigkeiten. Tie Aiimchener Kunst p.nd die Münchener Gemüts lichkeit haben nicht zum wenigsten einen Förderer tmd ange-, nehmen Begleiter im Mmrchener "Bier gehabt, und wenn die im Jahre 1158 als schlichte mönchische Siedlung begründete bayerische Hätlptstadt besonders frühzeitig bei den wandernden Mönchm und Burschlen wegen ihres guten Trunkes beliebt wurde, ft ist dies auch auf die besonderen geographischen GrundbedinglM' gen zurückznführen.
DöcheM. Usbersicht tzerToderfSIle l tz. Stadt Sietzen.
42. Woche. Vom 14. Oktober bis 20. Oktber 1917. Einwohnerzahl: angenommen zu 33100. Sterblichkeitsziffer: 23,56'/,.
Nach Abzug von 11 Ortsfremden: 6,29
Es starben an
Zus.
wachsen-
vom 2 bis lL. Jahr
Altersschwäche
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Ruhr
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Krankst d. ^reislanfsorqane
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danunq^organe Krankbeiten der öaril- und
5(5)
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Geschlechtsorgane
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Krebs
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Verunglückung
2(2)
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Sumina:
15(11)
15 (11)
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Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie vi^ der Tovessälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießeit gebrachte Kranke kommen.
Berösientlichung des Großh. Kreisgesundhestsamts Gießen.
I. V.: Dr. Bötticher.
Mettöwiogische vesbachtungen der Station Gietzeni
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höchste Temperatur am 13. bis 14. Novbr. 1917 ---st- b,b' 6. Niedrigste „ ^ ,, 1917 =-f 3,8*0.
letzte Nachrichten.
Verhaftung von Lebensmittelf-chmugglern.
Berlin, 15. Nov. Wie das B. T. berichtet, ist das ganze Zugpersonal der Züge, die zwischen Düsseldorf mrd Vohwinkel verkehren, verhaftet worden. Bei den von der Kriminalpolizei unternommenen Haussuchungen wurden u. a. mehrere Zentner Schokolade und Zigarren gefunden.
Amtlicher Teil.
XVIII. Anneekorps.
Stellverttetendes Generalkommando.
Abt. III b. Tgb.-Nr. 23 322/6429.
B e t r.; Pferdeaushebung.
Verordnung.
Aus Anlaß der bevorst^hendeir Pferde-Vornmsterrmg und Aushebung bestimme ick) auf Grund des § 9 b des Gesetzes über den Belagenlngszustand vom 4. Juni 1851 sir der Fassung des Rei-chs- gesetzes vont 11. Dezember 1915 für den mir unterstellten .Korps- bezirk und — sin Einvernehmen mit dem> Gouvernetir — auck, für den Befchlslrereick) der Festung Maittz:
Vom 15. November d. I'. an bis auf Weiteres ist jeder Besitz- wechisel eines Pferdes verboten.
Lljusgenonunen sind diejenigen Pferde, deren Besitzer noch $ 25 des Gesetzes über die Kriegsleistmrgt'n vom 13. Juli 1873 (R. G. Bl. S. 129) voll der Abgabe ihrer Pferde an die Militärbehörde befreit find.
Zuwiderhandlungen werden inst Gefängnis bis Ml einem Jahol^ beim Borliegen mildentder Umstande inst Hast oder mit Geldstrafe bis zu 1500 Mark besttast. i
Frankfurt a M., den 7. November 1917.
Ter stellv. Komntandicrende General:
Riedel, Generalletstnant.


