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15.11.1917 Erstes Blatt
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f> mVii> Vorgehens auf imrtsckx»Etlichem und sincurziellem Ge vret zu erreichen, in derselben Gesüumng, die Frankreich lnü den

-ertigt habe. VS Hab? langer Benu'il,ungen der gegenwänigen und früheren Regierungen bedurft, um die nahe berührenden, verwickel­ten Pläne, die sich bald überscbnitten. bald Lücken ließen, znsaiii- NunlzustimmeN. ?Unu jetzt witroen die großen Mittel, welche die Beteiligung Amerikas am Kriege freige macht haben, plan mäßig vernmndt. so das; die Alliierten in lÄrzester Frist neue Heere ans- rüsten könnten. Aber ebenso sehr wie von der notwendigen Ent­wicklung der Luftwaffe, erÄäret Painlevs, hängt unsere Zukunft von der Ausdauer und Entschlossenheit angesichts de^Z so langen K'ieges ab^ U n verm eidl i ck müssen außerordentli ch s cu Ni e r e^S t u n d en d n r ch g c in a d) t werden, unsere Zuversicht und Unerschrocken>: eil müssen sich verdoppeln. Neben den ungeheu­ren Mitteln, meinte der Redner, die den Alliierten zur Verfügung stünden, bedürfe es der heiligen Einigkeit «vlschen den alliierten: Völkern. Ti'se werde herbei geführt, Geduld und Ruhe trotz der b e v o r st e h e u den s chw c r e n M o n at c aufn'ch'erhalten wer­den. Die bewundernswerte französische Nation werde durch keine Drohung des Feindes^ und keine Laune des Kriegs glucks sich ev- schütte i, lassen, bis sie die Forderungen der Gerechtigkeit mcd iln-tnc 26illen durchgesetzt haben. (Lebhafter Beifall.)

* * *

Die Stellung Lloyd Georges erschüttert.

Am ster d am, 14. Noo. (WTB) DasMgemeen .Han-- delKblcrd" meldet ans London vom Ist. Novvmb-er: Die Pariser Rede Lloyd Georges hat im Parlament und im Publilirm außerordentlich große Aufregung verursacht. Die Pa rtmnen tSbe richt er statt e r der Blätter erklären, daß die stiebe ausschließlich den Gesprächsstofs in dem Wandelgängen des Parlaments bildete. Die Ansichten darüber gehen aus- einmtder. Einige sind der Meinung, daß, wenn eine solche Rede überhaupt notwendig war, sie in einer geheimen Sitzung des Unterhauses hätte gehalten werden müssen. An­dere erklären, daß Lloyd George für den Verbündeten ge­sprochen habe. Der Premierminister, der jetzt wieder in Londo?i is:. ivrrd morgen im Unterhaus erscheinen und wahr­scheinlich eine Erklärung abgeben. Die Blätter schwanken vorläufig ,wch und wissen nicht, tote sie sich steilen socken Im allgemeinen scheint man der Ansicht zu sein, daß die Stcl- ltrn.g des Premierministers erschüttert ist.

Haag, 14. Nov. Reuter meldet ans London: Im

Tie Einheit, nicht das Vorspiegeln der Einheit, sondern die wirkliche Einheit ist der einzige Wig, der sicherlich zum Siege ftUjrcu wird. Die Größe der Opfer, die von den Völkern in allen alliierten Ländern ertragen werden, soll uns überzeugen, daß wir alle nebensächlichen Erwägungen beijeite stellen müssen, um end­lich das allgemeine Ende'dieser Opfer selbst zu erreichen. Es ist notwendig, daß unverzüglich jede persönliche Meinung, jede sach­liche oder parteipolitische Absicht zurückgelmlten wird. Wir sind in einer der feierlichsten Stunden der Geschichte der menschlichen Entwicklung. Entwürdigt wirdd iese große Stande nur durch eine uneu tschuldÄare SlTcinii d)fcit

0 cl «:r könne, die eu in seiner Pariser Rede berührt hat. (Lebhafter Beifall. B o n a r L a w antlvortete, Lloyd George sei so oben zurückgekchrt und Ponar Larv sei sicher, daß Lloyd George d:. Frage Ltsguilhs beantworten werde. Bonar Law glon' / ohmeu zu dürfen, daß Asqutth für morgen keine ^ls.n.iwn wünsche. Asauith antwortete:Wenn Lloyd George morgen Mitteilungen machen kann, so ist das um so idccfall.) Ich wümihe ihn zu fragen, wann er diese Mitteilungen machen wird. Falls Lloyd George die Mittei- lungen macht, glaube ich, daß das Haus den Wunsch hat sie zu erörtern/'

^ der Pariser Rede Lloyd Georges, der im gestrigen ^E«uur kurz nnedcrge geben ist, kämet:

nrtJUmt, ^ ^ festen Ueberzeugung

gekommen, daß, wenn nichts geändert würde, ich nicht

. Verantwortung für die Lei- Krieges übernehmen könnte, der zu

SKl£ t S! e r a Z t r ^ an J ]e ^ Einheit verurteilt märe. r T u a ° taI,cn * kamt now die Allianz retten, weil wir nach obne dces keinen wirklichen Obersten Rat Geschäften lmtt«. Tie nationalen und beruflichen llcberlicfcnuiaen,

- ? nfc %£? der Empfindlichkeit waren dazu an- fSSb t S*gJ$ n Unarten zu vereiteln. Niemand nahm per- mid, bic öcfcilb aufa Die Schuld war die natürlich Schwie- ^.ber Vielheit der Nationen und der voneinander unab- ^''stannanonen. die alle ihre individuellen Sonderzwecke verfolgten, em ennges Znwmmcnarbeiten zu erreichen, wie wenn M «nn encziges Volk biwcten. Nun. da wir di.">r Tnt

' 5 V2* / v^Echen, daß die ' Einheit, die er vertrat, eure ^aftach und mchl ein Trugvcko kl

e ß* daß die Autokratie besser geeignet ist einen

öu führen: aber es ist doch die Freiheit, die das - wrrtntt locrbcn siegen: aber ich wül so rasch wie

Mit dem Mindestmaß der ersorder lm n möglich, sehen, daß noch genug dieser bie far ben Stea ram *

Hus Zriedrich der Großen Smmöcsfreis.

Gedcnkwort zu d'Alemberts 200 . Geburtstag am 16. November.

Don Alexander von Gleichen-Rußwurm.

Der durch die Zimmer des Königs in Sanssouci wandelt und me SlimmLmg gemeßr, dre von einer hohen, abgeftt-l-oftenen Kultur mwgttt gedenkt auch, gern der Männer, denen der Philosoph au, ixrm .Thron inn Vertrauen ftmtte intb die er aufnahm in diu berühmte Tw.lrunde. Im Jahr 1763 - dem Jahr de- Hubertus brn-ger '' c?ns erschien unter den fremden Gästen ein zier lutes citra: gebrechliches Männchen, dessen Geist im Gespräch.

wl- « langst m Briefen zur Frer.de Friedricks ge glanzt hatte. Es war der Pariser Mathematiker und Philosop! Zean le -umdd Alemüert einer der feinsten und erlesenste!

icnerschönen Welt", die den gebil-xten deutschen Höfe: als Beispiel rvr-ckwebte. Der Gelehrte, dessen Schriften Aufsehen i und ihrm HöheU:njkt in der Einleitung zur großen En

nii* *nnn#n i/>h au( «.< U(.i <?/.: jr . ( - - ^

mancher

Der gerklieg in Rnß.cintt

Berlin, II.Nov. (Priv.-Tel.) DieB.Z. ani Mittag" meldet ans Amsterdam: Das.Handelsblad" meldet aus Petersburg: Nach den letzten Berichten haben am Sonntag in Petersburg emfiic Straßenkämpjje stattoesundm. Der Bericht spricht von 800 Toten und Verwundeten. Mehrfach tvnrden leichte Feldgeschütze gebraucht.

Kojpenhagen, 14. y?ov. (WTB.) Die Nachrichten ans Petersburg lauten immer widerstreitender, sedoch vertieft sich der Eindruck immer mehr, daß die Meldungen, die gestern von Entente feite in Stocklwlm über a n g e 6 l i d;ie Siege Kerensli -.1 und K o r n i l o w s in Petersburg verbreitet wurden, zum minde­sten übertrieben ft nix Die letzten Naich>richtm, dw über Hapa- randa aus Rußland eingegangen sind, besagen vielmehr, daß Lenin noch Herr in Petersburg ist wcd daß die Kämpfe um die Hanptlnacht artdauem Ans Bolschswikiblättern ge st l-er vor, daß in der stttil)e von ZarskojeSselo am letzten Sonnabend ein wstiger Kamps znüscheit den Truppen der früheren Regierung und den Bolschewiki begann. Der Kampf sei blutig g-rroesen. es habe über 1 0 0 0 T o t e und Verwundete yegebe?:. Tie Truppen Kerenskis hättet gesiegt, und die Bolschannki hätten sich in der Richtung aus Peters­burg zurück?.iahen müssen:, von rpo ihnen bewaffnete Arbeiter zu Hilfe gekommen seien.

'Das BlattKalewa" vom Montag meldet, daß Kermskis Trnps^n ant Sonntag in Petersburg eincrerückt seien, nw Teile der Garnison sich Unten anschlossen. Es fei zu außer ordentlich ljritiiTcn Straßenkümtoen^ gekommen, aber aut Montag hätte die Lage fick» arrxmbt Tic Truppen jtzercnskis seien von einem Bolschwikilrer aus Reval im Rückeu angegriffeu worden, wobei 6000 Mann zu den letzteren übergingen. Es verlautet, daß Kerenski im Haupt.?nattier, in E»tttsck>ina gesangert genommen sei, daß es ihn jedoch später go- ttmgen sei, wieder zu entkommen.Sodowna Schisn" meldet, daß Kal cd in mit seinen Trnppeu in der Näle von Charkow ftely», es heißt, daß er zi m Diktator Rußlands ernannt sei. K o r n i l o w beindet sich in N' skcrn, blutig Kämpfe zunschen den Regie- rungs- und Bol schm ikitnttwen startgesunden hätteiL Kornilow wi'.m dm >lreml ein, wo die Bolschewiki ihr HaupttuaNier auf- tuftchlagen hätten : es sei ihn aber gelungen, die Bolschiviki zu be- ftegan, so da,, die Anhänger der vvrlämigen Regierung Herr dcr Stadt seien. Die Anzahl der Toten und Berwamdeten sei sehr groß.

London, 11. Noo. (WTB/ Meid mg des stleuterscheit Bu­reaus Folgendes ist der vollstän.db,e Bericht über die angeb­liche Niederlage Keren Skis, wie sie in dem drahtlosen Telegrantm gcmelbet wurde:

ÖVfterii besiegte die revolutionäre Armee nach erbittettem Kampe frei Zarsiöie Sseto die «regenrevolutionären Tnivveit unter Kerenskt und Kornilow vollständig. Im Namen der revolutionären Remcrung befehle ich, allen Feind n dcr revottttionären Demokratie Wtderttand zu bieten ünd alle für die Verhaftung Kevmskis not- kvencngen Maßregeln zu tteifett. Auch verbiete ich ähnlich? ab?n- teuerlickv Unternrhnvunaen, die das G?lingc-.t der Revolution und, den Triumph der revolutionären Armee in Gefahr bringen.

. gez.: M u r j e w.

Oberm'.clslSHaber der gegen Skontilvw kämpfenden Truppen.

«*%J lad 2 w n , 12 November roirb in b<r Geicknchir fortldwn. /lus Kerenskts Versuch, gegenrevolutionäre Truppen gegm die Hauptstadt verrücken zu lassen, ist die entscheidende Antwort qc-~ ge..«! morjen. Keren Fi zielL sich zurück. Wir ergrei'en die Oifen- Nve. Die Soldaten. Matrosen und Arbeiter v m PeterSlmrg wis'en da>, fte m-tt den M-rfen in der Hand dem Willen der Demokrat ,a ?:trn ^nve verhelfen mütßm. Sie werden das Um. Die Bourgeoisie traclnete danach, die Armee von der Revüntim jtt trmne i >ke- versuchte, sie durch die Mack»t deS Kvsakentums zu ver,lichteit Becke Berniche sind mißglückt. Arbeiter und dauern! Der große Gedanke der Oberherrschaft der Demokratie hat alle Ränge in der Arntee vereinigt und iw m W'cklen g stählt. Das ganz- Land wird K!et>, daß du? Herrscht t deS Soviets nicht nur v<>rüberm'ben^-r Natur, sondern unabänderltdie Tatsache ist. und daß sie die Ueber- mack»r der Arbeiter. Soldaten und Bauern bedeutet.

Im Namen der Volks kommissare, gez.: T r o tz k i.

^ London 14 Nov. R-uter erfährt, daß an maßgebender ^>,'4? lnn vom 13. d. M. z' datierendes Telegramm aus Stockholm ein gci rotfen nt, das besä ch: Das fitli.be Telegramm bureau teil mtt. day K e r e n s k i jetzt in Petersburg ist und so gut wie die ganze rrtadt besetzt hat. Moskut ist das Hauptgnartier der vorläufigen Regierung. Die Leinnisben behailptetl nur noch einen

Rußland m dem

Känden der vorläufigen Regrermrg. Garde aiusgerieben.

Dile Koia ken hiaberr die Rotze

England und Rußland.

London. 14. Nov. (WTB.) Nentermeldung. Llnttliche Kreis« iit Lo-itdon cxffäteit, sie könnden eine Bande von DerrL^ kern, die zeitweilig in Petersburg die Oberhand bekommen Ntlrrr, nicht anerkOuion. '

Der Sultan und Kaiser Wilhelm.

Kiv n st a n t i n o p e l, 14. Nov. (WTB.) WieJkdam" erfahrt, verlieh der Sultan dem deutschen Kaiser den Jstichcrr-Drdon in Brillarttem mit der Krone und Schwertern,

»

Erfolgreiche Deutsche Kampfflieger.

B erlin. 14. Nov. (WTB.) Zahl ihrer Luftsiege bis zum 1. November: Rittmeister Freiherr von Nichthofen 61; Hanptmann Betthvld 28: Leutnant Bernert 27: Leutnant Müller (Mar) 27 Oberleutnant Dostler (vermißt) 26: Oberleutnant Schleich 25 Leutnant Freiherr von Rich.'thosen 24; Leutnant von Bülow 23 Oberleutnant Ritter von Hutscheck 23: Leutnant Wüsthoff 21 Leutnant Adam 20; Leutnant Böhme 20; Leutnant Klein 19 Oberleutnant Bethge 18: Offiziersslellvertreter Bückler 16: Seut naitt Kisenberth 18; Leutnant Göttsch, 17: Leutnant Heß, 16; LentnaM Bongartz 16; Leutnant von Eschwege 16; Lmitnant Gö­nn g 15: Leutnant Sch:njidt 15; Leutnant Dh>uy 15: Oberleutnont Lörzer 15; Leutnant Udet 14: Bizefeldwebel Menckhdfs 14: Vtze- fcldwebel Thorn 13: Oberleutnant Buddecke 12; Leutnant Hau!- stern 12; Leutnant Kroll 12.

Mit dem Pour le morite ausgezeichinet sind: Freiherr von Nicht boßn. Hauptmann Berthol/. Lentnant Bernerl, Lenin ml Müller (Max), Oberleutnant Dostler (vermißt), Leutnant Freiherr von Richttwstil, Lentnant von Bülow, Oberleutnant Ritter vo« Dutschieck, Oberleutnant Buddecke.

Seefrfeg.

Neue N-Doot Erfolge.

Berlin, 14. Nov. (Amtliche) Eines nnserer ID Boote, Kommandant Kapitän lentnant Ger lach, hat im Atlantischen Ozean neuerdings vie^ Dampfer und einen Segler mit 35)000 BRT. versenkt, darunter einen sehr großen englischen Dampfer vom Anssehen derBaltic" von der White Star Line. Die übrigen Schisse waren sänttlich nach Frankreich be- stirmnt und hatten Stahl, Mehl, Kaffee, Tabak, Bohnen und Stückgut geladen.

Der Chef des 2ldmiralstabes der Marine.

Petersburg. Somit ist ganz

erregten _ .. ,,, J. ^ w

. ie fanden, sah auf ein stltjames Schicksal zurück, ein das tn den Tafelgesvrächen zu manck-em Sd:«erz und k wc.,müttgen Stimmung Anlaß gab.

^ d'Alemberts Vater war ein Ingenieurossizier namens Destou- &4v, sein' Mutter dv bekannte Freundin des Papstr- Benedict fNadanw de Tmcm. Sve schämte sich des Kindes und ließ cs nad sta-.er Geburt auf tett -tusen des Bapri-vriumS St. Jean i- waxis Gwcüen, der Poltz-noftizier des Reviers übergab den Fin. ling emer atmen »ran zur Erziehung, an der d'Alemöert fei: ßcr^'i Lcocn mit liebevoller Treue lnng. Mcbck.sivr von Grim erzählte in seiner literartsckjvt Kprnespondmz. daß dcr Knabe sd oer ^ck.ale bedeutende Neigung »ur Mathematik entwich' dank einer Rente seines Vaters saldieren konnte und bin f. «225 wNsein lastttchm Abhandlmigen in bie Akademie kam. dc-rc ' ^ekretac cc spater wurde. Den Platz unter den Unsterblichmt rer da>ck er demDiscvurs r4C-liminaire", jener Einlcitting in ) En-nkior... -rc, von der die eigentliche Ansklärungszeit ihren prat tisch- ^ Ausgang nahm. Sie gehört zu jenen Schriften, aus di wjdi '.mr zurücktommen müssen, rwrnn wir die schwere Rüstung des heult gen Materuüismus abwerfen ivollen. >

^ Auf die Er len Mn islehre Bacons und Lockes errichtet, baut d?Uemben darin .ane Sysfmatik der Wissenschaft an sich, gtf? nit Muster solcker Darstellung bleiben wird. Was uns die Philosophen besonders sympathisch erscheinen läßt, ist die stolz Bezcheidenhett, mit der er sich als freier Mensch behauptet trvl seu«c 1-n,lühk ärmlichen Nerhälttüsse. Er nimmt wohl das Ith. geyalt, vus ihm' die Großmut des königlichen Freundens ausfetz, und dankt dafür durch eine Reihe präckitigster Briefe, aber ,. bleibt in seiner engen Pariser Wohnung, von der au» er nuc P ^len Himmel" fielst, und schlägt aus, Präsident der Berlin.- ^nie m werden, ebenso wie er die verlockende Berufung ifrtm-rr« Katptrtna zurück weist, ihren Sohn zu erziehen. Er wil> ^teuiw des Monarchen bleiben und sich diese Stellung nicht dur et« seüe- L ienstverhältNiö verkümmern.

(m;.t jene materialistische Weltanschauung, di.' Didevvts Genossen oitst eigen tu. nicht zum Dur- sclstag kommen. Die Welt der Zahlen -rtat ihm deutlich die Grenzen mensichücher Erkenntnis und läs k.ii scheu znvückwei'>?n in allen Fragen nach dem Wesen GotteS md der Se-.e. Alis di-' V-ranlassung des Königs, mit dem er ule Dmge getswott vilänkelnd tturck^ieiprockien, schrieb

er den

Philosophie. Einfach und lickutvol'

Asay über die Elemente der

- so recht zur Orientierung des Freundes ist der damalige ^land der Wissenschaft darin festgelegt, doch nur leicht berühr r'i'v mit dem ^chttner einer acimfTiti Rücksiclstnabme bedeckt, er /einen wne prägen, die Gespritzp und Briefwechsel beherrschten ixr die Seele und die Freiheit d-s men schlimm Willens. Fragen .e 'mr dort wie er ausgreifen müssen, wo sic das 16. Jahrhundert n\ schleifen liefe Da finden mär in seinen Briefen eins

-teile die uns denken macht: ..Wkn die Menschen, die im Dun- n wohnen, zu plötzlich erleuchten tvill, muß befürchten, sie zu enden und ihnen das Lickst hassensioert erscheinen zu lasten, in- oen Glauben erweckt, es tue ihnen weh."

^Nackklingend an die Gesprä ' in Sanssouci und Berlin schreibt Friedrich dein Großeil:Ter Wählspruch MvntaignesWas ' st? ' J . ; rtnt mir in allen philo optstsckien Fragen das eine' , Bernün's.ige. Und m?ht derselben Entsagung b.-handclt er das .^en der Unsderbl.ck-.keit und du- Freiheit des Willens. Voltaire anntc ilm scherzhaft Protagvras. Es klar, lvas er mit dieser ezelchmmg sagen wollte: auch Protagoras besttitt die Mög- l'l kett des festen tatsä blichen und endgültigen Erkennms

Wir-men von vom Gelehrten, d.-r in Gesellsckaft ausgelassen ig. rm Gespräch, geistttoh und wirig. im Brief von nnnac!>

> '/. Anmut sein konnte und in seinen Werken den Ernst ja .Heitiiikeit dos Bennses meitutld verlcugniet-e, mancherÜei lernen I !d rvcrm nur seiner am fertigen G^-oenktaa uns erinnern, gc^ relst es nilu, um fremden (öeist zu feiern, sondern um uns klar ' haß der wissenfcliaftlick>e Geist an keine politische Grenze tti.ick'l! einmal an irgendenie Sprache gebunden ist. Die Philosophen bören der ganzen gebildeten Welt. Das können toir dcr Tafel- :nd<' von ^anslmci cntnelmm. zu dei>m Zierden, wenn auch nur ur kurze Zeit, d'2llembert gehörte.

Doch nicht nur als Philosoph, auch als Mensch und als Herzens­freund einer empsrndsamen Seele lebt er in unserer Erinnerung nt. Er tröstete mit feiner Fveundsthaft Julie de Lespinaste, deren riefe an ihren treulosen Geliebten unter den sch>önftcn Dokumenten r menschLußen Soeieu^eschichte lebendig geblieben sind. Liebend."

> l svcnu Herz Mio Sinn auch nockt> so »veit abschlveiftcn. ging! ,k Fraundrn auf die Ii testen d.-S treuen Gefährten ein, kämpfte /'toter an Schulter mit tt>m in allen literarischen F.Hen. vertiefte - m seine Studi-n, so r ihr Stil mit dem scknigeu identsstl» svurde io menmud mechr mitcrid ciben konnte, »vas d Alembert und was die ckmnasfe an den spateren Arlxüten des Pchilosoplwn geschirieben. Er P lue stille Beirvv^ung seiner schüchternen Natur darin, treulich r denselben SchtzlNlwgen gebangt, mit ihr zu arbcklen oder ''UM m lln»nn Salon an di-r Kvnv^-rsation teUzainehmen. die sie . ete. und sernmn (&nfif bZondere Gelttmg zu verschassen Dl"es^

axt chttuhewFliker beeinflußt in ihm dm Philosophen undichtes .^^erzcns nichts ' >nte' V bi^"irKmix,

Rris Stadt und CanO.

Gießen, den 15. November 1917. J

Wir brauchen Gold um der Wirkung auf das Ausstuiö

willen. Der Krieg ist aucki ein Messen der wirtschaftlich^ Kräfte. Die Widerstandsfähigkeit unseres Geldwesens steigt mit dem Goldbestand!

*

Zur Schlachtvicyhaltung.

Wenn crnch die Zahl der Schtveine infolge des Mangels an zur freien Verfügung stehendem eiweißhaltigen Futter von der Landwirtschaft verringert worden ist und die Fertel- schlachtung größeren Unifang erlangt hat, steht doch noch ein Bestand zur Verfügung, der die Versorgung von Heer und Marine erlaubt und den nottvendigsten Bedarf der bürgerlichen Bevöckerung deckt, selbst rvenn das geringere Durchischmttsgewicht der zur Schlachnnig tonnnenüeL Sckpvein e berücksichtigt wird. Dies geht auch ans der Zuckschenzählnng vom 15. Oktober herv'vr. Die Reichö- fleischstelle hat für die laufende Bersorgnngsperiode eine Umlage zur Aufbringung von Schweinen, die in erster Linie für die Versorgung nnserer Truppen dienen, ausge- schrieb-en, die aufzubringen notwendig imd möglich ist. 11m die zur Hausschlachtung erforderliche' lind zur Abgabe ver­fügbare Zahl an Schweinen festzustellen. ist vom >iwiegs- ernährungsamt angeordnet worden, daß Viehaufbringungs-' Von nn iss io t um überall geschaffen werden, die die Bestände zu Prüfen haben. Sie können eine genaue Nackstveisung des zulässigen Hausschlackstunasbedarfs fordern und sollen auch darauf achten, daß insbesondere dort die Schw-eine unvevz

! I N IH I 1.P.,MH'OTni ll .W|

toi* wollen, aber doch von einer feinen, edlen Größe, besonder-» >oenn man bedenkt, daß d'Alembert als gebrochener, einsamer '"rann durch seine Tage südlich, sobald ih:u klar iieworden, daß er niemals das §>erz seiner Gefäti-rtin wirkliift besesten.

Er narb am 29. Oktober 1783, gekränkt in den tiefsten Ge- rühlen seiner Seele und als Philosoph einer neuen Generation! 'egenüberstellend, die ihm viel zu weit giirg in der Ablehnung alles Metaplilvst ckim, '.md deren Träumen seine klare mathematisch- physikalische Erkenntnis nicht nachfühlen konnte. Seine Kvrre- .pondenz mit Friedrich dem Großen, mit Katharina von Rußland lurd.mit Voltaire liehört zu den bleibenden Werken aus eines geistig liebenswürdigen und doch kräftigen Zeit, aus der lvir nnS nerken kännteil, daß der freie Geist ein Recht ans Selbstbestimmung nnd feirrer Eigenart entsprech-mdes Wirken hat.

Der Urnenfriedhof des Lanqenberges in Neu- graben. Ans dem Urnenfrieddose des Langenberges in Neugraben im Landkreise Harburg sind auf Veranlassung des städtisdxn Muse« "ms zu Harburg eine Anzahl von Unten gehoben worden, die

I'nen» nntteilt. sind dort bis jetzt insg.iamt 40 Gräber geöffnet und , ch chmtöpse ausgegraben, welch letztere nur zum Teil erhalten blieben Tuse smd nach Form und Farbe recht versrkneden: tcilS md sic tchwarz. teils gelbbraun, teils glatt poliert, teils auS whein Ton gefertigt, tells mit, teils ohne Henkel Nur loenige Urneil zeigen ganz einfach« Stichmmster. ähnlich wie die aus dem iwrch-riillickien Friedliofe in Marmstorf (Kwnenl>erg) nnd Ebestock K ckeberg) ausgegrabenen Gefäße. Es handelt sich um tounannte Reihengräber, deren Töpfe sämtlich eine Stempaclnng liatten Unten lag ern Bodenftein, rnndfernm faustdicke Findlinge und "!>endrauf em platter Teckelstcin. Sie waren sämtlich in ganz geringer Ticke 'elge>etztt ÄLas die Beigaben betrifft, so bestanden diese zum größten Teil m Elien, innige aivch m Bnmzo. So wurdnt n. c eine bronzene Brustspange (Brillenfibula), zwei bronzene GürtelsckmaUtM. eine bronzene Getvandnarutt (die besoriders gut erhalten ist und deute nnxh ju gebrauchen Untre), ein Bronzering, eine bronzene Arm« spirale, drei eiserne Gürtelsdmallen, zwei eiserne Ringe mehrere eiserne Nadeln, eine eisenu Brustspange und ein bronzenes Beil (das leider frül-er verschleppt ist), ebenso vier gnt erhtltene Zälme m den Urnen .reftmlnm Drei Aschientöpse enthielttm feriter je eine jefjr gut erhaltene sogenannte Tränennrne. die ziemlich» dick aebaiicht. sonst aber oh-,' Zierat ist. Sämtliche Funde sind mit Geuebmignng der ^7taal->t>et>örde dem Hartn/rqer Museum geichukt lvvri^-n Aidcr^UinoifricMwf bürite. «ul her atiti brr "Tithii- töbfr imb berjlrt brr öfi,ialn-n wltttlffitn, an5 bn wnomiidtot 8nt ittwa KOO Jahre vor Christi ßammen In diekeyl

5/>tr<>um 'ratn, ncl>rn DrvnzrsEi, mW» UifmlvHnabnt «nt -rin ?T{:or SiliiT,- i'M) mit bcmioiiacn brr wmjniUWwii Äi;+t»- > Marm slvrs intb febfftorf brrfoi Tir iSrolnomm fotli-n fpfilrr fort» aefrtu werden Auch fallen demnächst wiederum Nachfackchnn^D aul dem Marmswrfer' Urucnsriedhosc vorgrtwnrmen lverd».