•W^btnrfjtim'rn und ähnliches tnt Im-ereffe bex Milch! ieserung moi EntschciMgnng tn .Anspruch *u nr.fr. trat. Dw Molkereian^ Wutz M da. wo dir wirtschaftlichen Verhältnisse ihn zulassen. durcb- DuMva^ .^e iommmiale ^Ackung des Dtilchverkchrs hat sich auf bie (Srmnimg der Milch zu erftrccfett mtb dies Ziel durch straffe Organtmtton — Emnchtting von Milchsammelstellen, Anstellung von Remsorm nnd derglcickxm — zu erreichen. Wo es erforderlich erscheint, können die Eommnnalverbände mit Zusttmmnng der Lan- beSaentroIb. i ,>rtnt auch gewisse Beschränkungen des Verkehrs mft Liegen- und Sch-afmilch anordnen. Zur Bekämpfung des Schleich- WMdels ist der bloße Versuch der Zuwiderhandlung gegen gesetzliche Bestimmungen unter Sttase gestellt.
Er
** Auszeichnung. Dem Matroseen-Artilleristen Heinrich lLuch. weläier. bereits vor einiger Zeit die .hessische Tapferkeits- metxnllr' erhielt, wurde nun auch das Eiserne Kreuz 2. Klasse
verliehen.
** Städtischer Eier ve r t a u f. Zn der Woche vom 12 . bis 17. November werden an die Bezugsberechtigten gegen die Eiermark.' Nr. 19 je 3 Eier abgegeben. Näheres siehe Bekanntmachung im Anzeigenteil.
** Abgabe von Petroleum. Die für den Monat November gültigen Petroleummarken werden Samstag den 10. November l. I. aus den Brotmarkenbezirken von 8 bis 12 Uhr vorm, und von 2 bis 6 Uhr nachm, ausgegebien. Siehe Anzeigenteil
** Jo c r ft c i l u n g u n b Ajbsa tz von T ü r r o b st. In einer Bekanntmachung der Kriegsgesellscha't für Obstkonserveit und Marmeladen tu. b. 5)., Berlin SW 68, Kochstraße 6, wird erneut aus das Verbot des Absatzes von Dörrobst ohne Genehmigung der vorstehenden (ßesellschcht verwiesen. Diese Absatzbeschränkung gilt für alle gewerbsmäßigen, sowie auch für diejenigen nicht gewerbsmäßigen Hersteller von Dörrobst, die mehr als 20 Doppelzentner im Kr! re Herstellen. Zugleich wird bekannt gegeben, daß Lohnperträge über das Dörren von Obst in jedem einzelnen Falle der Genehmigung der KriegsgeseUschast bedürfen.
** Anmeldungen zur Stammrolle. Tie im Oktober 1900 geborenen Landsturmpflichtigen der Stadt Gießen müssen sich am 15. November d. I., vormittags von 8 bis 1 Uhr und nachmittags dorr 2 bis 5 Uhr im alten Rathaus am Marktplatz zur Landsturmrolle melden. Siehe Bekanntmachung im Anzeigenteil.
** Neue Fahrplanänderungen. Von Sonntag, 11. November verkehrt Personeryng 718 von Gießen nach Frankfurt Nur noch Werktags. 2Cb Meßen 5.08 früh, an Frankfurt 7,48; vn Somt- und Feiertagen fällt der Zn.g aus. Zug .792, ab Gießen 6.44 früh, an Frankfurt 9.34, verkehrt täglich, also auch au Svnn- uni> Feiertagen. Zug 772 Friedberg-Franifort, ab Friedberg 4.29 früh, an Franffirrt 5.47, fährt ab 11. November täglich also auch mi Sonn- und Feiertagen.
** Neue Besti mm un g e n für Kinos. Die Einschränkung des Elektrizität sverbrat.'ckes hat besondere Bestimmungen sür di^ Kinos notwendig gemach!;' djirese ,'ich in den besonderen Jü- ? struktioncn enthalten. Danach ist der Kin-obetrieb in der Zeit von 5 bis 7 UhrN achm itta gs i m ganzen De u t s cheni Re i ch i m allgemeinen verboten, weil das die Zeit der höchsten - Belastung der Elektrizitätswerke ist. Diese WnsckiränktMg der Spielzeit findet nicht statt an "Samstagen u'.id Sonntagen und ferner nicht an denjenigen Orten, deren Elektrizitätswerke mit Wasserkraft, Braunkohlen oder mit Abfallprodukten betrieben werden. Es soll Heu Kinos für die ihnen verloren gehenden wertvollen zwei Nach- Mittagsstunden ein Ausgleich, durchi Verlängerung der Spielzeit über 10 Uhr abends gewährt werden, '.bie das von ihnen lebhaft erstrebt wird. Die Einschränkung der Spielzeit beschränkt sich auf e Monate November, Dezember, Imuar und Februar. Wie toiv ren, ist bei den hiesigen Lichtspielhäusern über di? Durchführung neuen Verordnung noch nichts Näheres bekannt.
** Bo m hiesigen Verein der Fortschrittlichen Volkspartei wird uns geschrieben: Die Mitgliederversam m- lung des Beverns der Fortschrrttlichen Bol'kspartei, die am Mittwoch stattg-tgundcn hat. stimmte nach einem Bericht des Landtags- abgeordneim Prof. Urstadt der Resolution des hessischen Landes- ausschuises, die innere Resornren in Hecksatt fordert, einmütig zu und begrüßte mit Dank den Antrag der Landtagsfrakchon cruf Um- gestaltnug und Weiterbildung der Rechte des Volkes im Staat, in den Provinzen, Kreisen und Gemeinden. Nach einem ebenfalls von Prof. Urstadt erstatteten Bericht und längerer Aussprache erklärte sich die Versanrmtung einmütig mit der Reichstagsresolntion vom 19. Juli einverstanden. Dieselbe war durch die vorausgegangenen Angriffe gegen den Reichs kanzlet Betftnatcn-Hollweg und di'? laute Agitation für Eroberungspolitik nötig geworden.. Sie bar Den dadurch an gerichteten Schaden zum großen Teil wieder ausgewogen. Die ihr von den Gegnern zugeschriebenen nachteiligen Wirkungen smd lange nicht so schlimm wie die Neuansachung des Kriegs willens der feindlichen Völker durch die Annerionsforderun- qen und Vernichtungsmidrohungen. EKgenüber der „Vaterlands- jiartci" schließt sich die Versammlung dem Zentralausschuß an, der die Erwartung ausgesprochen hat, daß die Mitglieder der Forvz schritt!icken Volksvartei sich von jeder Unterstützung der „Deutschen Baterlandsmrtei" fernlxrlten, weil ihr Auftretetr die innere tve- schlossenlnt gefährdet und ihr Zi-ch insbesondere darauf gerichtet ist, woi'nd ees Krieges die Turchckihrung innerpolftischer Reformen tu verhindern, die gerade geeignet sind, beit Entschluß zum Durch! alten im ganzen Volk zu stärken und alle seine Kräfte zum Kamt n' wachzuruien. _
I
Nach ®o!öe drängt - am Golde hängt - doch aller - auch in diesem Kriege!
Die Goldankausftelle
in den Räumen der Bezittsspüttasse Gießen ist morgen von (0 bis \2'h Ahr geöffnet!
Landkreis Gießen.
** Kesse Ibach, 9 Nvv. Am 1. b. M. wurde der Gefteite R .Sfhmd- Bccker vvn hier Min UnteroMrer sfet sieht \d$m feit Anfang dcLEn-gS ^ ^Ets trührr
jrbc er mit fcrr .tzesiischen TaPstüHcüSm-cdarlle imd oem Erserir-m
euz 2. Klasse ausgezeichnet. _ ^ . ...
Trois-Horlosf, 9. Nov. Unser Ortsdtener, der Unter- fUier Hch. Schneider, wurde mit dem Eisernen Kieuz aus- zeichnrl, nachdem er schon vor Jahr^srtst die Heuffche Tapfcr-
^ Schütze Otto H i r z i n g e r .wurde zum
ntetrffi^iex befördert und mft der Hessrschen Tapsmkeitsdenk- üazc ausgezeichnet. Musketier Alfred Wet t e r h a h.n erbielt eielbc Auszeichnung.
Kreis Büdinqen. .. .
e. Büdingen, 9. Nov. In tmserer .yennbit xrt* jeü eginn d. M. eine von der (öroßjh. 3r :ttt j^ >c äualmgssürsvrge hierher beorderte Schwester, ber^^^t o,v die 6keinkinder-Wvhnungs- und Tuberkulosefürsorge er
Düdelsheim, 9. Nov. Die.Hessisch^TaMr^itsm^?!.^ hielt der LLmdsturmmann Karl Michel. — Fürs Vaterland )t r
r Musketier Karl Armbrust er.
* Effolderbach, 8. Nov. Zur 7. KnegScnüerhe zi?nynete
L hiesige einklassige Volksschtile 1390 Mttrk. .
e. Hainchen , 9. Nov. Der Wehrmann Jakov R e i ch a r b 'hielt die Hessische Tapserkeitsn^aill^ M e i-
f MittelgrLndau, 9. Nov. Der Gardnt Wsthelm Je c i inger wurde mit 19 Zähren ein Opfer dieses Kiaeges.
e. Ortende rg, 9. Nov. Durch euren Gmnat.pl, tter wurde
-r ltnegsfreüvillige Ernst H i r s ch m a n n . Jnl>aber des Erftrnm rev^t 2. Klasse, aut dem Felde der Ehre getötet. - Geftetter s ü u t o '• C erhielt das Eiserne K'reu; 2 Klasse .
f. Ranstadt, 9. Nov. Der 20iährrge Musketier Aobtrt iender starb den Heldentod fürs Vaterland.
e Usenborn, 9. Nov. UnterosftNer Mthelm Conrad mtd Lehrer Georg Po lrts ch vvn hier nourden mit dem Eisernen Kreuz, 1. Klage ausgezeichnet.
ft, 9 - Nov. Zum Unteroffizier befördert wurde
der Gcsrerte Mlhelm Heil, Inhaber des Eisernen K^reuzes und der Hessischen Tapferkettsmedaille.
Kreis Schotten.
e Schotten, 9. Nov. Der Verein „Lehrekhcim Vogels- verg hat in seinem, in der Nähe unserer Stadt gelegenen H-üm, or L^Uesfttst tnelw brjm 60 heimatlosen Urlaubern und einer i7^ erholimasbedürftigen Rote- ?freuz-Schwestern kostenlos Umenünft uird Berpilegimg ge^vährt. Z'.rr Zeit verbringen wieder ? < Feldgraue, darunter auch ein U-Bootsmann, ihren 14tägigm c!?K Lehrerheim, das mit Vieser, durch seinen Vorsitzenden ge- lch'.tfsenen Etitrtchttmg, manchen armett, mittellosen Soldaten, der de Angehörige in der Welt steht, die Möglvchkert groben hat, wieder mimal einige Tage in der Heimat zu verbringen.
^ C:ch elsdorf, 8. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielt der Grenadier M ö se r
d inartshauien, 8. Nov. Das Eiserne Kreuz, früher vas Ehrenzei.chen für Kriegsverdäenste, erbtelt der Reservist Rinkenberger.
u^u Feldkrücken, 8. Nov. Lehrer Ltto Iochem, gebürtig aus Laubach, der einige Mt an der hiesigen Schale tätig war, wurde zum Leutnant der Reserve befördert.
Kreis Frl^dSfrü.
- ^ ^ Friedberg, 9. Nov. Die Hessisch- Taperkeitsmedailte, lrul-er ims Erlerne Kreuz, erhielt der Grenadier Otto Dörr.
^ ^ ^brücken, 9 Nov. Das Eiserne Kreuz erhielt
der Mnskerrer Ludwig Weitzel.
B. A. Butzbach. 9. Nov. Tie Treibriemonmarder hat man nun in Frredberg Mtsch?inend ermftteln können. Der Hauptschuldige r,t ein schon oft vorbestraster älterer,Men!ch, der in Fricdberg wohnte, wohin auch die Spuren wiesen. Maki hat in seiner Wohnung ein ganzes Lederlager, von zerschnittenen größeren Tr eib- rremm herrirhrend, aufgef?unDen. Das Leoch hatten die Diebe vordem Transport in viereckige Stücke gefchnitt-en. Bei der beabsichtigten Fes: nähme des Haupttäters ist er durch ein Fenster entwichen. Seine Hausnnrtin, di? man gleichfalls verhaftete, wurde bald wieder entlassen. Jedenfalls hat man es mit einer weitverzweigten organisierten Banf.e zu tun.
. ^ Harheim, 9. Nov. Die Hessische Lop'erteitsmedaille, trüher das Eiserne .Kreuz, erhielt der Mmsketier Heinrich Weiler.
K i r ch g ö n s, 9. Nov. Leonl>ard M e i e r, Sohn des Vich- hcmdlers Simon Meier, wmrde zum Unteroffizier und Offiziers- Affpiranten befördert. — Der Gefreite Josef Pfeffer erhielt die Hessisckie Tapferkeitsmedaille.
G Re ich e l s he i m, 9. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielt der Nlusketier Wckhelm B ö n s e l, Sohg des hiesigen Vahnhosauffehers Bönsel.
Starkenburg und Rbeinhessen.
I D a r m st a b t, 8. Nov. Am Dienstag abend wurde ein zwei- spänniges Fuhrwerk in der Karls st raste oon einem Wagen der Straßenbahn erfaßt und fortgesHoben. Tie Pferde stürzten hin und die Deichsel des Wagens zertrümmerte eine Erkerscheibe. Der Motorwagen sprang aus dem Gleis und takn dadurch zum Stchen. Alle Personen kamen mit dem S > recken dav-m, auch Wagen und Gespann sind nur tn ästig beschädigt. Die Ursache des Unfalls ist in der Verdunkelung der Straßetr zu suchen.
^ Darm st 2 dt. 9. Nov. Zur Gewinnung von Richtlinien sür das Erntejahr 1918 fand hier ein- Konferenz vm Vertretern, der Heffiscken Land-?SsbUlelle. der hessischen Städte und auoerer an der Materie interessierter Körperschaften statt. Von der Reichs- Stelle für Obst und Gemüse war OZeheimrat von Tilly anwesend. Um die bestehenden PreiswUer-chiede zwischen Hessen und den benachbarten preußischen Landestril.en für Obst und Gemüse in Zukunft zu beseitigen utrd dadurch eine bessere Waren Zuführung herbeizuführen, soll auf Anregung der Reichssbelle eine Preiseinheit künftig in Anwettdung kommen, und z'.var sollen die hessischen^Preise erhöht und die Frankrurter Preise so gesenkt werden, daß kick, beide auf einer mittlch?etr Linie begegnen. Wie Geheim- rat v o n X i l l y mitteilte, werden 1918 die Lieserungsperträge, da sie den Erwartungen gar nicht entsprochen haben, voraussichtlich nicht wiederk?hren uftd durch eine andere Verkehrsform abgelöst werden. An den trotz der Riesenterttte sehr hohen Obstpreisetl übten die Vertreter der Städte schtrfe Kritik
sc. W 0 r m s , 8. Nov. In Gommersheim hat ein Fabrikarbeiter zwei kleine Lanvparzellen mit Pfefferminz angebaut und darauf 5000 Mark erlöst. Das Pfund kostet jetzt 8 Mark, während der Friedenspreis 1,50 Mark betrug.
= Ltus dem O denwald, 9. Nov. In dem Dörfchen Btlch traf per Landwirt Betz in seiner Scheune einen jungen Soldaten, der dort genächtigr l>att?. Ohne den Mann, der seit drei Jahrcn im Felde steht tküd sich! zurzeit bei seiner Mutter irr Breckeitbrunn auf Urlaub bfffftvet, nack? dem Woher und Wohin zu fragen, fiel der Bauer über ihn her, brachte ihm eine Anzahl Messerstich? bei und schleppte iea Dodwuirder dann vor das Dari. Hier wurde der Scckdai sterbetrd aus-gesunden. Ter junge Matrn hatte, wie sich heraussdeÜte, iit der Umgegend für seine blinde Mutter ettvas L?bensmfttel eingeVaust; er konnte aber die 5)eimat nicht mehr erreichen ibxb quartierte sich, um die Kosten einer Wirts- hausüberna-chttrng zu sparen, in der etwas abseits stehenden Scheune ein. Hier fand er auf solch entsetzliche Weise ben Tod.
= Vom Unterm ain, 9. Nov. Sämtliche am Untenmam «und Rhein wohnenden zuckerrübenbattenden Landwirte wucdetti verpflichtet, ihre gesamte Rübenernte aus dem Wasserwege den Zuckerfabriken in Wornrs us.v. zuzuführen. Durch die Postuohme soll eine Entlastung des Eisenbatu güterrerkehrs herbeige ührt werden. Die Beförderung der Rüben zu Schiff ist bereits im vollen Gange.
Kreis Wetzlar.
ra. Wetzlar, 9. Nov. Wie der Ausschuß zur Förderutrg der Kriegsanleihen mitteilt, wurden rm .hiesigen Kreise bei der 7. Kriegsanleihe 15,64 Millionen Mark gezeichnet, während ftch das Ergebnis bei der 6. Kriegsanleihe auf 10.61 Millionen Mark und bei der 5. Kriegsmrleihe auf nur 8.01 Millionen Mart belief.
Hessen-Nassau.
mr Frankfurt, a. Ml, 9. Nov. Die Weihnachtsserien dauern izi der Provinz Hei'ftn-Nassftu nunmehr vom 15.- Dezember bis zum 15. Januar, da ja bekanntlich, die HerHtferien mtt ihnen vereinigt sind. _ „ t
= Kassel, 9. Nov. Hochbetagt starb hter dte Gräfin Z o-
sevbinezuLeiningen-Westerburg-Neuleiningen oeb Spruner v. Martz. Die Verstorbene ist weiteren Kreisen durch sbre aemüttoolletr Dickchtngett nnb Erzählungen und ihr wieder st)! t crusges'l'brteö Schauspiel „Die Kaiserin" bekannt geivorden. Für den Geschichtstorfck)er sind ihre Lebenserinnerungen, die ihre gemern- same Erziehung mit den beide-.r unglücklichen bayerttchen W ürgen Ludwig II. und Otto behandeln, eine reick)e Fundgrube. Votr threm Reichtum gal' die Gräfin .während des Wreges Armen und Bedürftigen reichlich. Die größte Freup-e aber war es für dre alte Dame ivenn sie Verwundete beschulen oder »venu sie mtt ihnen in iraettd einem Kaifeebruse Domino oder Schw 'vwlen konny.
Y Marburg, 9. Nov. Während ,tädtt,chersetts ;etzt Maß- tralinetr getwffen werden, durch .Holzfätlung an stnt Straßen tutb im Sta^twald Vorräte trm Brennmaterral zu schauen, ,md vrele Einwolmer der StaL-t auch zur Selblchilfe geichrrtten. pic lanett sich von der Oberförsterei im Waü>? Bmrnre amrepen und rnachn !br Holz selbst. In dem Laftrgemr-r? lnnter der Latl.eshetlanstalt herrsch infolgedessen efftc vege Tätigkeit lolck-er Leute, ine sonst niedEN gcdach hättctt, nock) eimnal Holzfäller sptelen zu müssen.
Hessen-Nassau.
e Wolferborn, 9. Nov. Der Musketier Heinrich- Adam Ko hm, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse, starb mtt 21 Jahren 'den Heldentod. _
Gerichtssaal.
mr ^rankfurta. M., 9. Nov. Die Tänzerin Erika Bor n- c ch e?n wurde von der Strafkammer zu neun Monaten Gefangne verurteilt weil sie einern französttchn Kriegsgefangenen zur Nucht^Wf-nU°°ilt-. Vom SWensrnd» wurde sie nur »u
Mei Monaten und zwei Wochen Gefängnis verurteilt, auf ihve Berufung hin wurde nun die Strafe um sieben Monate erhöht, da die Strafkammer ein Liebesverhältnis nich als mildernden Umstand cmsehen konnte.
X Hanau, 8. Nov. Eitten rech gemeinen Streich begingen die Tagelöhner Karl Schröder von hier und Joseph Hutzel- meier aus Kleinkrotzenburg. Sie bummelten an einem Maiabende auf dem Ostbal-nhor'e henmt, wo sie itn Wartesaal einent! schafent^tt Soldaten ein Paket mit Stieseln und Lebenstnittcln staken In: Borr rsahrm hatten sie ihre SckMld in vollem Umkange ^gegeben. m der l-ettttgen Schäl ftttgerichlssitzung zu Hanau kamen sie mit der Besauptnng zum Borschin, das Paket ton einem unbekannten Postbeamten erhalten zu fctbert. Sie fanden damit aber keine u Glauben. Schröder erhielt 6 W«chn, Hntzelmeier 8 Tage Ge sängans
Yevmtschre».
" Frankfurt a. M., 8. Nov. Seltene Alparvögel int Zoologischen Garten. Einer der beiden großen, verglasten Flugkäftge im Innern des Vogelhauses bietet seit einiger Zeit ein besonders fesselndes Bild. Durch einen Zufall ist es gelungen, aus der Schwei- einige 'hier noch nicht lebend gezeigte alpine Bogelarteri einzuführert. die zu den reizvollsten Erscheinungen der europäischn Vogelwelt gehören. Als außerordentliche Seltetrheiten, die nur ausnahmsweise hie und da iit Gefangenschaft gehalten rcurben, sind die Tierchen nur dem Kenner vertraut, jeder Laie aber wird im^VorilbergeiML sofort durch die Anmut der zierlichen Geschöpfe gesesseL. Einer der Juwele der europäischen Ornis zeigt uns hier sein Leben und Treibst. Es ist der oberhalb der .H'xhwalogrenze auf tvitdem, sterilem (Gestein der Alpen, Karpathen nnb Pyrmäen lebende A l pen m a ue r ^ l ä u fe r, der in Höhen bis zu 30^0 Meter gefunden wird. Wie alle alpinen Vögel ist auch -er ent Strichvogel und steigt im Winter, wenn Nasrtmgsmangel in den Hoclwegionen eintritl, bis in fce Gebirgsstädte l-erab, cm Türmen seine Kletterkunst zeigend. Aeußerst selten einmal tritt er als Irr gast vereinzelt iit Deutschland am. Wie die drei Alpenläuser stammen auch die, denselben Käfig bewohnenden uttd meist einträchtig an Gestein vorsprim gen häugetrden beiden. F c l s e n s ck w a l b r n aus der Schweiz.^ Diese alpinen Verwandten unserer Uferschwalben gelangen gleichfalls selten auf Irr« ''asirten nach Deutschland. Borwiegeüb in einenr Rohrbestand lsiilt sich ein zierliches, nicht minder seltenes und mr^ unseren Garten neues Vögelchen aus, baf zur blatten Sipp- der Meisen gekört, die innerkxckb Deutschlands nur vereintst in Schlesien hie und da vor- kommende Be u te! meise, so genannt itacb dem beutelartig ni kunstvollster Filzwirkerei ans Blütemvotle, Bast unb Tierl-aarenl mit Speichel als Klebstoff l-ergestelltm Nest. Dieses ist das btmt' vollste Bantverk. das europäffck' Vögel zu erstell«! vermögen. Manche Naturvölker schreiben viesen Nestern heilkräftige Äirttin gen zu, so benutzen sie z. B. die Mongolen zum Räuchern, andere als Kompressen bei rheumatischen Leiden. In Rußland werben me am Ein schlupf loch ausgeschnittenen Betttelnester als wärmende Fuß bekleidung verwendet. Jn>manchen Gegenden Italiens, besonders in Bologna, werden die Nester an den Haustüren befestigt und sollen die Häuser vor Blitzschlag bewähren. Dr. K. P.
M. Z. Mannheim, 8. Nov. Eine künstlerisch Geiseln de Uraufführung brack'te unser Hoftheater mft der Seti- r scheu Oper „Schaharazade" heraus. Der Text stamntt^vou Gerdr von Basse* witz, dem Dvckper von „Peterchens Mondffthrsti Die Mufft von Bernhard Sockles weist auch in dieser Oper Eiqewpräguttg aus Entschieden überragend in ihr, deren orchestraler Teil auch r*sr Dissonwrz-en nickt z-urückschreckt. ist das lvrffchckonmaleris äv Ele- tmrnl, zweifellos Bernhard Seiles stärkste Süto. Beweis dan'.r ist fast der ganze ztveite Mt, der frag'os der schönste des Wertes M. Um die Aufführung, die unter Hottapellmeffter Fttrtttuingtrrs verständnistiefer Leitung stand, machtett sich besonders Dorothee Manski als Schaharazade und Herrn BuUrngs wuchtiger Kalif verdiettt. Der Beifall war stark, zuletzt stürmisch.
Mchenlk. Aebersicht drrT»rl»rf 8 llr l V. 51 M Sichen.
40. Woche. Vom 80. ©eotember bis 6. Oktber^ 1S17. Einwohnerzahl: angenommen zu 33100. SterblichkeitSzifser: 28,26'/.,.
Nach Abzug von 13 Ortsfremden: 7,85 V*,.
a^ m Kinder
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Kindbettfieber TnvhuS Rose
andor. Wundinlektionskrh. 1 Tuberkulose der Lungen Llmgenentzündung strankb. der Almungsorgane 3 (2)
Krankh d. Kreislatifsorgane 1 ll)
Gehirnschlag 1 (1
Magen- und Darmkatarrh 2 (2 Verunglückung and. den. Todesursachen
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vlnm : Dte m Klammern getoyien Einern groeu an, ivic ber TodesfäUe in der betreffenden Krankheit attf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. .
Veröffentlichung des Großh. Kreisgesundheftsam'.s G'.elren.
Dr. Wal g er. Med.-Rat.
MleörKögfsche Beobachtungen der StatiönGießen.
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(OeffentlicherWetterdienft.)
Unbeständig, zeitweise Niederschläge in Schauern, Temperatur wenig geändert. - , -.- ■ ■ - ■ ■-
Letzte Nachrichten.
Der Umsturz in Rußland.
i .Köln, 9. Nov. Die „Köln. Ztg/' meldet aus Stockholm ' Die Menschewiki, die gegen den Leninschen Staatsstreich opponierten, sind wegen der Gerüchte über L-onüer- friedensveryandlungen -wischen Deutschland, und Frankreich auf Kosten Rußlands, trotz aller Dementi, derart mißtrauisch gegen die Verbündeten geworden, daß sie als dte .Hauptaufgabe der rnffischen Demokratie eine ständige lieber- wachuirg der Verbündeten erstreben und gegen den fnc Rußland katastrovhalen Schritt eine Verstandrgung mtt Deutschland wagen. Diese, wie es heißt, Frechhett und Gemeinheit wird von ver englischen Bourgevtsre als ohne weiteres erwiesen angenommen. Berücksichtigt man alle Me
BÄ'as.sfx cssnsxÄ
ist so wird man nicht mit einer kampflosert Räumung
durch die andere Seite rechnen, es sei denn, datz die BolsckMvili bald in der Lage wären, der Front die wttl- tommene Botschaft von amtlichen deutschen Fmedensbedrr^ gnngen zu verkünden.


