Ätt der ftüfbc liegt die Hauptstadt VenetilMs, Venedig. Diese Stadt d« uictzt ungefährdet cvfcheint, ist besonders waln^rd des Krieges »u einer großen Jrümstriestadt ausgebmtt worden. Die Kriegs- mdustrie TALsdigS. das vor dem Kriege in der Haupt sack^ von Fremden- und Luxusindustrie lebte, ist heute recht bedeutend. Jedenfalls drin, jt der Vormarsch, der Verbündeten in Muskel fleisch und Nervensystemdes w:rtsck>aftlichen Italiens ein. Dieses Nervensystem verdichtet sich noch der Lombardei zum Nervenzentrum des modernen Italiens, denn dort liegt die Hauptiudustrie, die Basis feines vor dem Wege soeben wieder im Aufschwünge begriffene^ Wohlstandes, den die italiemsche Regierung freventlich auis Spiet gefept hat.
Eine Gcgenüderftektnng.
Bert in, 3. Nv v. (WTB.) Reuter meldet aus Italien: „Die Oesterreicher und Deutschen konnten ihre Unternehnlunaen nicht erfolgreich gestalten. Tie dritte italienische Armee konnte sich in Ordnung zurückziehen. Beide Isonzo^Arm-een blieben intakt und sind im Begriffe, die Gegenoffensive vorzubereiten." Dem gegenüber sei auf ven deutschen Heeresbericht vom 3. November Angewiesen, ivonach bis heute über 20)000 Gefangene und mehr als 1800 Geschütze gezählt sind und die Beute an Maschinengewehren, Minenwerfern, Kraftwagen. Bagagen und sonstigem Heevesgerät noch nicht annähernd festgestellt ist. Die Tatsache bleibt bestehen, daß nur Trümmer der zweiten und dritten italienischen Armee den Taglianiento überschreiten konnten. Ans dieser Gegenüberstellung kann die Welt ein für allemal ersehen, was von der lügnerischen Berichterstattung Reuters zu hacken ist, die 100 Meter vertrommelter Trichterzone in Flandern als größten Sieg seit der Marneschlacht feiert, dagegen unseren Erwlg in Italien, der kein Beispiel in der Geschichte !-at, als vollständig wb- bedeutend hinzustellen versucht. Es mutz schimm um die Entente stehen, wenn England nickü wagt, diese Niederlage zuzugeben.
Painlevs und Lloyd George in Italien.
Paris, 4. Okt. (MTB.) Meldung der Agence Havas. Painleve und Lloyd George sind heute früh nach Italien abgereist. x
Bcnisckos in Nom.
Nom, 3. Nov. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der griechische Ministerpräschent Veniselos ist hier angeßommen.
Rom, 4. Nov. (WTB.) Meldung der „Agenzia Stefan: Beniselos ist am Sams tag nach Paris gereist.
Die französische Hilfsarmee in Italien.
Bern, 3. Nov. Schweizer Blätter melden aus Paris, zum Oberkommandanten der französi'ch--englischen Hilfsarmee in Italien sei General Foch bestimmt.
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Französischer Ministerrar.
Paris, 4. Nov. (WTB.) Meldung der „Agence Havas".) Ministerpräsident P a i n l e v e setzte Samstag den M i - nisterrat von der Besprechung rn Kenntnis, die soeben in London ftattgefunden habe. Sodann prüf'e der Minis!errat die militärische Lage. Dem Ministerrat !var eine Sitzung des Krieasausschusfes voranfgegaMen.
London, 4. Nov. (WTB.) Amtliche englische Meldung. Painlevs und Petain sind- nach einen: kurzen Besuch in England nach Frankreich zurückgekehrt.
Aufdämmernde Erkenntnis in England.
Rotterdam, 3. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Die „West- minster Gazette" schreibt: Der leichtfertige Optimismus, der der rrüheren Regierung vorgeworfen wurde, : f von ihren Nack wl gern jedenfalls nicht aufgegeben worden. Die Negierung hat die Folgen der russischen Revolution nicht nach ihrer vollen Bedeutung gewürdigt. Sie hat, was den Krieg anbetrifft, einen zu hohen Ton angeschlagen. Jetzt Mutz sie dem Bolle mit aller Offenheit sagen, daß Man sich in der r 5 vage des Mannschastsnurterials aufs neue bemühen und,sich viel inehr persönliche Opfer auferlegen muß. Der nationale Dienst muß so schnell w:e möglich eingerichtet werden. Das Volk muß begrei'en, daß weitgehende Sparsamkcsit notwendig ist, nicht um die )7denschen' vor Hungersnot und Entbehrung zu schützen, sondern um es zu ermöglichen, daß möglichst viel Schiffsraum frei wird, um das amerikanische Heer nach Europa zu transportieren.
Rotterdam, 4. Nov. (WTB.) „Manchester Guardian" schreibt in einen: Leitartikel „Realitäten" überschrie- M? Dle Russen konnten nur noch annehmen, daß die englischen Avpchren die Grenzen von Recht und Notwendigleit überschritten. Ties tat ihrer Schlag ertigkeit Abbruch. Ta wir Oesterreich drohten, Zzu zerrertzen, brach es mit Deutschland nicht. Wem: das Geflüster über Elfaß-Lothringen niemals laut genug erklang, kam
zum Teil daher, weil sich fmnlofe Stimmen über das linse Ryemmer erhoben. Wir müssen auf eine schärfere Abgrenzung unserer Krregszielc hindrängen, wenn wir dm Krieg nicht bis 1918 oder 1920 verlängert sehen sollen. Natürlich, werden wir weiter rampsen, bas die Absichten des Krieges, auf die es anllnnmt erreicht sino, wenn wir sie nicht auf eine andere Weise verwirklichen können. Was auch che Folgen für Europa sein möge-:, aber wir müssen auger Z-weffel stellen, daß wir nur auf der Erreich mg der Hauptsachen besteben, daß kein ungeeigneter Programmpunkt den Tag Uausichkebt, an dem wir auiatmen können. Obenan steht der Völkerbund, der unmöglich ist, wenn der .Krieg mit erzwungenen Einverleibungen endet. Territoriale Veränderungen müssen von den versammelten Nationen bekräftigt -werde::, wenn der Kring ab- Ichlt. Wie der Premierminister im Juli angab, werde:: nur di" Ge- chete, dre wir besetzt tzrben, zur Vermgimg der Friedenskonferenz ^halten. W:rd Deutschland das gleiche .tun? Wenn das der Fall :st, dann stebt Me Tür zu Verhandlungen mfen. Der Premierminister würde gut tun, ivenn er seine Erklärimgen wiederholen wnd/unteritrnchen würde, und der deutschen Regierung am diese ^tnie ke:ne ebemolch Zusage abzwänge. Man sollte nicht übereilt. anne bnicn, daß D-mtschland sich weigern würde. Es kennt di- starke wlrtscha tliche Waffe, die wir noch i.n Reserve laben Daher ist ein fefffundierter ehrenvoller Fnede durchaus nicht unerreichbar, auch ohne zwer Jahre weiteren Blutvergießens.
Washi n gton , 2. Nov. (WTB.) Mekbrrng des Reuterschen Bureaus. Lansing sagte anläßlich der Unterredung des Bch- treters der Associated Praß mit Kerenski noch folgendes: Unsere eigenen Insor: Nationen zeigen, daß die vorläufige Regierung, in Petersburg energisch au das Problem, dem sie gegenüber stetst, herantrat. Kerenski und seine Regierung sind weit davon entfernt, sich der Mutlosigkeit zu überlast«:, und sind noch immer fest entschlossen, alle HiliSguellen Rußlands zu einem entschlossenen Widerstand zu organisiere:: u::d -den Krieg dem siegreichen Ende zuzu- führen. Die amerikanische Regierung und d-ie Verbünden gewähren Rußland hierzu alle mögliche Hilfe.
Zunehmende Tina chie in Ruß'and.
Am sterdam, 3. Nov. (WTB.) Tie „Tones" Meldet aus Petersburg: Tie Miliz kann die Ordnung in der Stadt nicht aufrechter halten. Am Sonntag kan: o3 daher zu T u m ulten, bei denen mehrere Person ei: von der Volksmenge gelyncht wurden. Tie Anarchi e im ßaitbe nimmt f o r t wä hr en d z u. lieber o-tclc Städte und Landkreise ist der Belagerungszustand.verfängt ivoLdeit.
Das neue spanische Kabinett.
Madrid, 3. Nov. (WTB) M-ldung des Reuterschen Bureaus. Garcia Priet-o ha sti i Ministerium gebildet Alvaredo übernimmt das Ministerium des Auswärtigen Lacietva das Kriegs- und Bimeuo das Mari neun::isterinm. Die Regierung hat heute abend den König den Eid geleistet u:ch erklärt, eine strenge Neutralität bewahren zu wollen. Morgen soll ein Kabine, tsrat abgehalten werden
Die Deutschen in Nchv°?)orf.
Rotterdam, 3. Nov. (Priv.-Tel.) Nach den: „Nieuwe Rotterdam)che Courant" berichte! der „Daily Te egraph" aus Neu York, daß alle Deutschen, die im Umkrei) ei.er lulben Meile vm: Neuyorker Haken wohr.ee:, Brfehl erhalten hätöeit, fort zu- ziehen. Ter Grund liest in verschiedenen Bräniven, die in dm Getreideellwatoren aus gebrochen sind.
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D-e deutsch
Sofia, 2. Nov. grapl^enagentur. Wiegen die d e u t s ch cii G ä st e
n Pressevertreter in Sofia.
(WTBst Meldung der Bulgarischen Telk- der Verspätung des Bulkaüzuges trafen; gegen 11. UIjc- nachts aui dem ilmen zu
vklTre-n tn den Farben der Verbilligten festlich oeslaggten B.rhnhvf em. S:e wurden begeistert cmpsanmn, begrüßt von dev. Vertretern der Stadtverwaltung, dem Verbände der bul-farisstien Tages- fchriststeller, der Berestrigung für die bulgarisck>Heutsche Annähe rung fctrctjfe von der Presseleitung und dem Beigeordneten des Bürgermeisters. Auf eine an sie gerichtete Willkommensrede ant wortete der Direktor des^ Wvlssvrir-au Dr. Diez mit großer Herz- nchrnt. Nach der Ankunft in der Stadt Ivurde ein Essen in lleincm Krerse gegeben, das in angeregter Sstmmung bis zur vorgerückten Rankstunde dauerte, freute vormittag besichtigten die Gäste die > euswürdrgkeiten von So ra. Mittags gab die Stadt ihnen zu Ehren ein Bankett im Ratskeller. Heute abend wird der Verband der^ bulgariiäen Tages- chiststeller if-r: ein großes Essen im Kub gchen" Vorstellung im Ratio sttl-eater im militärischen
Dr.
Rußland und die Kortsctznng des Krieges.
^, 7 -^,?^ t0 TW Reuterschen
Äf. ??Auehnw:d ans eine Besprechung eines Vertreters der Associated Preß mrt Kerens ki ermächtigte der Staats- ferretar Oannng zu der Erklärung, daß weder aus Grund fccr Skeiening“unb AtteÄkis. nach auf ©omb der durch oas Kabel übermittelten Feststellungen behauptet Ruistand beabsichtige den Krieg aufzngebe:: Tie Auslegungen. Ueberdies könnte darauf laß das Vertrauen der Regierung zu Rußland Anleihe von 31 700 000 Dstlar neuen lr"hw eingeräumt ward?:: seien,
sA? -ssrsch-'- Stegtenuifl
peaH^ ' ^ ' Meldung des Reuterschen Bu-
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fancr ob »u^b’iÄ^MTc'ÄÄ S?i Tc'I stete. Keren - ff antwortete läckstnd- iffSJ»« r <v® e 3
Rußland nimmt einem sehr großen Aupil nm bereits, als England sich noch vorbereitete und Wn
Zu Anfang hatte
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Der Kanzlcrwcchsel.
Berlin, 3. Nov. (WTB. Amtlich.) Reichskanzler Graf v. Hertling begab sich im Lanfe dos gestrigen Taoes in das Reichsmnt des Innern, um die dort versammelten stimmsührenden Mitglieder des Bundes- r a t s zu begrüßen. In kurzen Worten sprach sich der Reickfs- kanzler über ferne Berufung auf den leitenden Posten aus und gab der Erioartung vertrauensvollen Zusammenarbestens zwischen dem Reichs kartier und dem Bundesrat Ansdruck.
B e r l i n, 3. Nov. (WTB) Wie wir hören, wird der Reichskanzler :mb Ministerpräsident Graf Hertling nicht erst am o. Dezember, sondern schon etwas zeitiger, am 22. November, Gelegenheit nehmen, sich im Reichstag eir^uführen. Es ist anzunehanen, das; die Mspositionen des Abgeordnetenhauses hinsichtlich der Wahlrechts Vorlage von diesem Termm abhängig gemacht werden.
Berlin, 3. Nov. (WTB.) Me „Nordd. Mg. Ztg." chrerbt- Der Reichskanzler M. Gras v. Hertling machte heute dem Prä,identen des Reichstags M. Kaempf, dem öftermchifch-ungar:schen Botschafter Prinzen zu Hohen- lohe, dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses Grafen von Schw er in- Lö W itz nnd dem spanischen Botschafter ^>0 lo d e Bern a b e einen Besuch und gab bei dem zurzeit nicht rn Berlin anwesenden Präsidenten des 5oerrenhanses Grasen von Arnini-Boitzenburg*seine Karte ab.
Tekegrammwcchsel zwischen Hertling und Czernin.
^^lin 4. Nov. (WTB.) Me „Nordd. Mg. Ztg." lch^lb-t: Reichskanzler Graf Hertling hat an den öster- relchisch-ungarischen Minister der auswärtigen Angelegenheiten das nachstehende Telegramm gerichtet:
Zur ^ttl:we, wo ich. durchsdeu Willen des Kaisers und Könias prüfen, mein verantwortungsvolles Amt antvete, drängt es mich Enen .aufrick^en und innigen Wunsch zun A,s»nai z„ l-rmgen daß ti mir «rg-Snnt sein möge aus dar "Grundlage des gegenseitigen, herzlichen Vertrauens off dkl l? ^'lammenzuwirke::, auf die meine Amtsvor- 0^er fick ftt-i. en konnten. Wenn ich. getreu der bewährten Politik ;unne. allergnadrgsten Herrn, m der Pflege inni g fte r, sr eund-
wl ÄÄ te
sckänfte und bedeutsamste A. allen meinen deutschen (Land
? a V T i. ®? t>re ^ Crzrllenz gerichteten eindrucksvolles c'? die Berdunme Euerer Exzellenz- an dem Ausbau und de: Best:esimg der deutsch-ö,wrreich:sch-ungarischeii Bündnispolitik caneu :varmen Widerhall .gesunden zfn haben, und die in dieieiv ^ageu voll stolzer Freude über unseren Bund die herrlicken Wafseir- Ul Wastentzrüberschiaft vereinten tapferen!
Sohne uistevcr Lander- mrt daubarer Bewunderung verfolgen.
Ewas C z ern ir: erwiderte darauf: pnbem ich meinen lebhaftesten Dank für das Telegramm -auschreck ', mit welchem Euere Exzellenz -anläßlich des Antritts Ihres neuen hohen und bedeutcrngsvollen Amtes in so warmen Bez:chuugen zwischen den beiden engverbün-- dUen Mach.m rmd unserer künftigen oertrguensvollcn Zusammen- arbett zu gedenken die Güte hatten, gestatte ich mir, vor allem meine wärmsten Glücllvunich: zu der von Seiner Mchestät Ihrem aller-gmwigste:: Herrn erfolgten Berusimg Eurer Exzellenz an b:e Spitze oer beut,chm Reichsleittmg darzubrängen. Bon den und vriönlichen Ueberzeugungen und (Pfühlen befeelt rme Euwe Exzellenz, bitte ich, sich versichert halten zu nwllen, daß auch ich un &umc bei* Intentionen Seiner Majestät meuws allergnädigstvn Herrn nach wie vor im vertrauenSiwllen ZusammenMrken mit Euerer Exzellenz,, in den: Ausbau md der Vertiefung des alwewährten Bündnisses zwischen Oesttwreich
Reichs, welches ann> beimtal^mu* {«Sri ^^-^seloern wieder zu so lnnrlichen Erfoloeu
fuhrt, eine meiner wr-nehmsten und erfreulichsten Aufgaben er®
Hittdenbnrg an die Presse.
Magdeburg, 3. Nov. (MTB.) Der Verein deutscher Z e: t u n g s ve r l c a e r m Magdeburg hat das nack-stehend wvrttelegramm des Generalseldniarschalls von Hind en bul-g .r-
mrtunterzeichni-ten Verein der groß-
EÄÄdem RkickrAver^cmd der deutsche!, Prche banke ich Mr dre MaHttms vom L November. De»
zum Ausdruck gebrachten Tank nehme ich in erster Linie auch für meinen Mitarbeiter Ludendorff und für unsere siegreickjen Truppen 'an. Das Gelöbnis der deutschen Presse, im Geiste des Heeres dem -Vaterlande zu dienen rmd den unbirrbaren festen dent- s.che n S i e g e s w i l l e n zu vertreten, entspricht Fhrer Pflicht in dieser für hie Ziikmff: des Vaterlandes eiltscheidenden Zeitz Uel-er die Tagessragea hinweg müssen wir den Blick in die Zukunft rickten und an ihr unsere Pflicht erkennen. Die Kraft TentschlandH muß zur vollen Entwicklung gelangen und einheirlich zusammengefaßt bleiben bis zum e:idgülttgen Siege. Ec ist uns sicher. Nichts aber darf uns zurückivevsen oder in der Entfaltung unserer Kraft hindern. Tck.ekt die Pwstie so, dann Hilst sie unserem tapscreu Volk und dem siegreichen st>oere. Nur dam: wird sie auch- den Kanlpd gegen die seindlichie Presse gewinnen. Gegen Verblendung, Lüge unA sind Verleumdung siegt unsere Kraft und Einigkeit und Wahrheit..
gez. v. Hinde.nburg, Geueralfeldmarschall.
§eekr!eg.
N-BvotErfosge.
Berlin, 4. Nov. (WTB. Amtlich.) Neue U-Boot-Er- olge im Sperrgebiet um England: 15000 Brutto- registertvnnen. Unter den versenkten Schiffen befanden sich drei bewajftiete Dampfer, einer davon war englischer ^Nationalität.
Eines unserer Unterseeboote griff am 7. Oktober in westlich der Stadl Tripolis beobachtete Känipfe zwischen Landesbeivohnerit und Jialie-iern mit seiner Artillerie ein icnd nahm italienische Truppen mit gutem Erfolg unter Feuer. Am 16. Oktober beschoß das gleiche U-Boot wirkungsvoll Befestigungsanlagen von tz o m s (Tripolis). Ein anderes U-Boot führte im Schwarzen Meer eine Beschießung des von russischen Truppen besetzten Ortes Tuapse aus und versenkte einen mit Munition beladenen Transporter.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
Ein Seetreffen im Kattegat.
Berlin, 4. Nov. (ÄTB. Amtlich.) Ein kleiner deut» scher Hilfskreuzer, Kommandant Kapitänleutnant der Reserve Lauterbach, ist am 2. O^ovember im Katte- gatt nach tapferer Gegenwehr von einer Ucberinacht von sechs feindlichen Kreuzern und neun großen Torpedobootszerstörern versenkt worden. Der englische Bericht meldet die Versenkung von zehn Patron Uten fahrzelugen. Mes entspricht nicht den Tatsachen; deutsche Seefahrzeugc rverdet: außer dem genannten Hilfskreuzer nicht vermißt.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
Ko p e n b a g e n, 3. Nov. (WTB) Meldung dÄ Ritzau- Bureau. Gestern vormittag fand ein kleines See- treffen zwischen englischen Torpedofägern uni* einigen d eu ts dyenb e wa ffn eten F ah cze ug en, darunter ein größerer Danrpser und mehrere Fischdampfer, aus dem mternationalen Gebiet des. K a t t e g a t s statt. Der bald getroffene große Darnpfer sank. Es wird angenommen, daß auch zwet Fischdampfer sanken. Die englischen Torpedojäger ^.Ächbn dreißig Mann der Dampserbesayung auf. Ein zu- fällig sudwärtts vorbeifahrender Handelsdempfer nahm 15 .Namr auf, die abends in Kopenhagen gelandet ivurdeir.
befanden sich fünf Verwundete, die ins .Hospital gebracht wurden. Zusammen solle:: 50 deutsche. Matrosen umgekommen sein. (Notiz: Es handelt sich anscheinend um em kleuueres deutsches Hilssschifs, welches sich im Kattegat befand. Wte wir erfahren, ist an zuständiger Stelle Näheres über den Vorfall nicht bekannt. WTB.)
3. Nov. (WTB.) Meldung des Reuterschen ' u- roauö. Me Admiralität gibt bekannt: Unfa*e im Karte gat ope- nerenden Se-eltrestkräste rvurden anscheinend in einen Kämpf mit fc -!r;Ä Strertkraften, wahrscheinlich Patrouillenßchrzeugeu, v>r- Aus na.hel:eaendei: Gründen wurde:: drahtlose telegmphisck-e Echte der m den femdlichm Gewässer:: opwierenden Schiffe nicht geitattet. Alle aintlrckrc:: Informationen, über dir die Lldmiralität genügt, sind, dW echige unserer Schiffe artachiert wurden, um und daß sie sich ihren Basen näkrern.
Amtlicher britpcher Bericht: Bon unseren im Kattegat vperie- :enden Schiffen sind weitere ^Nachrichten ein getroffen. Wir zer- torten e:nen mit Sechszoll-Känonen bewaffneten Rutschen Hilfs- treuzer und em bew-rffnetes P-atrouillenfahrzeug. Biwundfechzig lumrderz-von den unsrigen gerettet und gefangen genvmnien. Englische Verluste iverden 'nicht gemeldet.
Kopenhagen,.4. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Es ist nun entschieden worden, daß die in .Kopenbagen be mdlichen Seelen te ö ^i?^ r V cnft . en deutschen Hilfskreuzers „Marie" ^ t l . n J er !} l ?. vt ' sondern als Schiffbrüchige bel^andelt werden sollen, -da sie von dem dänischen Damp'er „Dalgas" in den mternatwnalen Gewässern auig-enommen worden sind. ''Als dies ocn ^otl.aten gestern mitgetei.lt wurde, drückten sie ihre lebhafte Freude und ihren tiesgefühlten Dank für die gastsieundliche Aus- nahme auch d:e ihnen in Kopenhagen zuteil aewvvden ist. Me uu- verletzten ^ Seeleute traten bereits heute die Reise nach -Deutschland Ülh wl ßadttschei: KvMlkenhairs befindlichen Verivumdeten kön- neu die Ruckrene in ine Heimat -nntreten, sobald sie aus bein Krautenraus entlassen werden.
Am dem Nelche.
Dcr Reichsiaff.
Berlin, 4. R-ov, iWTB.) Reichsiagspräsident Di f wrrd den Reichstag auf Donnerstaa de- . Nvvember, nachmittags 3 Uhr, cinberufen. Vorher wir etne Besprechung des Aeliestenrats stattfinde»
Das preuhifche Atgeordnekenharis. ^Berlin, 3. Nov. (WTB. Nichtamtlich.^ Die nächst schung prenstischen Abgeordnetenhauses rst nunmehr bestrmmt ans Donnerstag den 15. November r Uhr mittags, anberanmt worden. 2Cuf der Taqcsordnnii, Gesetzentwürfe über das Grundkapital der tüniqli-b^ Seehandlung, der Schätzungsüntter. der Stadtschuften, sonn Anträge über den Religionsunterricht dcr Tisstdentenkiiwe und die Teuerungszulagen der Beamten. Die Vorlagen betr das Wahlrecht zum Abgsordn-etenhaufe tiitd die Reugestal tuug des Herrenhauses weroen vorarrssichiltch erst nach den Bußtage am 21. November zur ersten. Beratung gestell
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— Aus der hessischen nativualliberale ^^r natwnallrberale Land tag sab geordnete Geor Schon berge r Grost-Bieberau, begeht am 5. Rvvembe d. I. das Fest fernes 80. Geburtstages. Seit 1878 oertrit er ununterbr-ochei: den Wahlkreis Ober-Ramstudt-Rein Hein Me Natwnalltbernle tzandespartei und die Landkagssraktio ^ubilar an seinem Ehrentage mit einer aussithrltchen schreiben der: rvärmsten Dank fiir seine ja Irre lange rangiert tnt Dienste der Partei, mrd verknüpfte ^ ^H^ssnum;, paß ihm noch lange Jahre feaeir^veichku Wirkens bcfdyntbtn fern möchten.


